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Elena, 28
Logopädin
Dresden

Elena, 28
Logopädin
Dresden

„Ich versuche, die Menschen zum Lachen zu bringen“

Elena

bereits "verkuppelt"

Wenn Elena von ihrer Zeit in Südkorea erzählt, sprudelt es aus ihr heraus: Die 28-jährige Logopädin strahlt, streut hier und da schlagfertig einen Witz ein und berichtet von ihrer Gesangstournee durch das asiatische Land – beinahe wäre die hübsche Dresdnerin Sängerin geworden. „Leider ist nichts daraus geworden“, sagt sie. Doch ihre ansteckende gute Laune bleibt: „Ich versuche einfach, die Leute zum Lachen zu bringen.“ Ihr Lachen teilen würde sie am liebsten mit einem liebevollen, starken Mann. Einem, der sie im Innersten versteht und der mit ihr eine Familie gründen möchte.

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Seit sie zwölf war, hatte Elena Gesang und Tanz geübt. „Mein Traum war eigentlich, Operngesang und Schauspiel zu studieren. Ich hatte sogar mehrere Zulassungen bekommen.“ Köln, Hamburg, Berlin oder Wien hätte es werden können, die Welt stand der gebürtigen Ukrainerin offen. Aber es kam dann doch anders.

Seit Elena 16 Jahre alt ist, hat sie nämlich einen Ziehsohn. Der heute Vierzehnjährige stammt aus einer schwierigen Beziehung ihres Halbbruders in Portugal und hatte nicht die Möglichkeit, in gesicherten Verhältnissen aufzuwachsen. Also übernahm Elena die Verantwortung: Als sie den damals Zweieinhalbjährigen zum ersten Mal sah, war es um sie geschehen. „Er hat sofort ‚Mama‘ zu mir gesagt. Ich wollte ihn unbedingt aufnehmen“, erklärt Elena. Doch weil die rechtlichen Bedingungen dafür so kompliziert waren, verbrachte sie eine Ewigkeit auf Ämtern, in Warteschleifen, im Internet. „Ich habe stundenlang nach ähnlichen Fällen recherchiert“, sagt Elena. In einem Alter, in dem andere Jugendliche sich austoben, zog Elena ein Kind groß. Doch sie wuchs daran, sagt sie heute, weil sie trotzdem selbstbestimmt ihr Leben lebte, und weil sie durch ihre offene Art gute soziale Kontakte hatte.

„In schwierigen Zeiten hat mich mein Humor gerettet“

Abstriche machen musste sie aber schon, vor allem eben bei der Gesangskarriere: Elena ging nicht studieren, sondern blieb in Chemnitz, wo ihre Familie wohnte. „Der Junge musste dortbleiben, weil sein Status damals noch nicht geklärt war“, sagt sie. „Auch meine Eltern konnten mir bei den Behördengängen nicht helfen, sie konnten nicht gut Deutsch. Also habe ich auf mein Gewissen gehört – zu gehen, hätte sich egoistisch angefühlt.“ Elena nahm die Situation an, mit dem ihr eigenen Optimismus. „Das war schon nicht immer eine leichte Zeit“, sagt sie. Aber Elena wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht darüber lachen könnte. „Wahrscheinlich hat mich mein Humor gerettet, manchmal war es auch Galgenhumor. Und mir hat mein Glaube Kraft gegeben, dass es vielleicht eine Art Vorbestimmung, etwas Göttliches gibt.“

„Kaffee und Espresso liebe ich wirklich sehr“

Statt auf den Bühnen der Welt zu stehen machte Elena also eine Ausbildung zur Logopädin. Heute arbeitet sie in einer stationären Einrichtung und hilft Patienten mit akuten Schluck- und Atemproblemen, etwa nach einem Schlaganfall. Ein Beruf, der nicht weniger herausfordernd ist. Obwohl sich Elena als Workaholic sieht, würde die Zeit mit dem Partner immer vorgehen – und Zeit für sich selbst nimmt sie sich natürlich auch. Eines ihrer Hobbys ist Kaffee. Vor allem mag sie den Geschmack, aber sie interessiert sich auch für die Hintergründe, die Bohnen, die verschiedenen Arten der Zubereitung. „Kaffee und Espresso liebe ich wirklich sehr.“ Ein kleiner Traum von ihr ist, eine Kaffeebar zu eröffnen – vielleicht im japanischen Stil.

Denn nach Japan zu reisen ist ein weiterer, schon etwas größerer Traum, seitdem sie einen Tag in Tokio auf dem Rückflug von Südkorea Station machte. Dort, in Südkorea, war sie für sieben Monate auf einer Gesangstournee mit einem Dresdner Chor unterwegs, in dem sie begeistert gesungen hat. Für ihren Ziehsohn hatte sie zuhause eine Betreuung organisiert. „Das war ein ziemlich hochklassiger Chor“, erzählt Elena, „aber ich habe mich nach der Tour trotzdem entschieden, mit dem Singen aufzuhören.“ Zu präsent wäre ihr Traum von einer Gesangskarriere gewesen – und zu bedrückend das Gefühl, sich ihn nicht erfüllen zu können. „Ich vermisse das Singen, aber am Ende hat mich die Entscheidung gestärkt.“ Zuhören macht ihr aber noch immer viel Spaß, sie geht gerne in Konzerte, am liebsten klassische.

„Koreanisch kochen kann ich perfekt – bei aller Bescheidenheit“

Aus der Zeit in Südkorea hat sie auch die Liebe zur dortigen Küche mitgenommen. „Ich bin Vegetarierin, habe aber keine Probleme, auch mal Fleisch zuzubereiten. Koreanisch kochen kann ich perfekt – bei aller Bescheidenheit“, sagt Elena lachend. Südkorea hat es ihr angetan, auch in Dresden hat sie viele Freunde, die ursprünglich von dort stammen. Nicht jeder von ihnen kennt alle Details von Elenas ungewöhnlicher Geschichte. Dass diese auch manche Männer abschreckt, kann sie durchaus nachvollziehen. „Aber ich suche ja keinen, der meine Geschichte teilt. Nur mich verstehen, dazu muss er bereit sein.“ Ihre letzte Beziehung liegt aber schon zwei Jahre zurück. Die Basis stimmte zwar, doch nach eineinhalb Jahren passte es einfach nicht mehr.

„Ich suche einen Mann, mit dem ich eine Familie gründen kann“

In der Partnerschaft vertritt Elena das klassische Rollenbild, sie möchte heiraten, Kinder bekommen und für sie und ihren Mann da sein. „Ich bin da durchaus konservativ“, erklärt sie. „Einen soften Mann, der sich anlehnen will, brauche ich nicht. Ich will schon in den Arm genommen werden, auch mal Schutz suchen, bei einem Mann, der klug leiten kann.“ Und dann blitzt wieder ihr Humor auf: „Unterschwellig sind es natürlich immer wir Frauen, die die Männer leiten, das ist doch klar!“ lacht sie. Aber, und auch das gehört zu ihrem Charakter: Ein typischer Ernährer mit dickem Geldbeutel muss es nicht sein. „Ich war nie von jemandem abhängig, geschweige denn vom Staat.“

„Ich glaube, dass es für jeden ein Puzzleteil gibt“

Trotzdem könne man gemeinsam entscheiden, dass Elena beruflich etwas kürzertritt und sich dann um die Kinder kümmert. Überhaupt die Gemeinsamkeit: Offen miteinander zu reden, das ist ihr das Wichtigste. Auch und gerade über Gefühle. Äußerlichkeiten sind ihr dabei nicht so wichtig, solange das Innerste einander zugewandt ist, solange die Herzen gemeinsam schlagen. „Ich glaube, dass es für jeden ein Puzzleteil gibt – und dann passt es einfach.“

Was Elena mag:

  • Kaffee und Espresso
  • Tokio
  • Koreanisch kochen

Was Elena nicht mag:

  • Verschlossenheit
  • Männer, die mit ihrem Geldbeutel wedeln
  • Die deutsche Bürokratie

(Portraitfotos: sceneline studios)

Elena

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