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Cornelia, 34
Tischlerin
Berlin

Cornelia, 34
Tischlerin
Berlin

„Mich bringt nichts so schnell aus der Ruhe“

Cornelia

sucht nicht mehr

Cornelia spricht schnell und denkt noch schneller. Sechs Jahre hat die 34-Jährige in Asien PR für Entwicklungsorganisationen gemacht. Dann war ihr nach einem Orts- und Berufswechsel und zurück in Berlin begann sie eine Tischlerlehre. Ihr Partner sollte ebenso schnell denken können wie sie, schlagfertig sein und wissen, was er will. Eine Partnerschaft kann sich Cornelia nur mit jemandem vorstellen, der längerfristig auch Kinder möchte. Den Austausch von Ringen muss dies nicht zwangsläufig bedeuten. Wichtiger ist der lebenslustigen Frau eine Beziehung auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt.

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Cornelias Lebenslauf liest sich wie der einer echten Überfliegerin. Abitur in einer Kleinstadt an der Grenze zu Polen, dann nichts wie weg nach Paris und Australien. Studium in Berlin, Forschung im australischen Outback, erst Praktikum bei einer großen Hilfsorganisation, dann feste Übernahme im Bereich PR und interne Kommunikation mit Stationierung in verschiedenen Entwicklungsländern Südostasiens. Sie hat Journalisten bei ihren Recherchen vor Ort unterstützt, Interviews gegeben, selbst Reportagen geschrieben, Spendenkampagnen mitorganisiert und die Beziehungen zu Botschaften und NGOs gepflegt. Von einer solchen Arbeit träumen viele.

Auf der Couch in ihrer wunderschönen, hellen Wohnung in Schöneberg winkt Cornelia bescheiden ab. „Ich hatte viel Glück. Und ich habe meine Arbeit immer sehr geliebt. Natürlich ist es großartig, wenn man jeden Tag das Gefühl hat, etwas wirklich Wichtiges zu tun. Aber 10, 12 Stunden vor dem Computer sitzen, keinen richtigen Urlaub haben und keine geregelten Arbeitszeiten, das ging auf Dauer nicht mehr. Da fehlt einfach Zeit für das eigene Leben.“

„Ich liebe Berlin“

Es zog sie zurück in ihre alte Studienstadt „In Berlin kommt einfach das Beste aller Welten zusammen. Das kulturelle Angebot, die viele Natur in der Stadt, die entspannten Menschen.“ Besonders Schöneberg hat es ihr angetan. Hier leben immer noch einige gute Freunde von Cornelia. Ihr vierjähriges Patenkind wohnt gleich um die Ecke. Mit ihm versucht sie mindestens einmal die Woche etwas zu unternehmen.

Unter der Woche hat sie dafür weniger Zeit, jeden Tag um halb fünf klingelt Cornelias Wecker und um sechs steht sie schon an der Hobelbank. Im Sommer hat Cornelia eine Tischlerlehre begonnen. Wenn sie davon erzählt, strahlt die quirlige Frau übers ganze Gesicht. „Ich wollte einfach noch mal etwas ganz Neues ausprobieren. Ich wollte körperlich und schaffend arbeiten, nicht mehr die ganze Zeit sitzen, und es sollte etwas Kreatives sein – eine Arbeit bei der Bleibendes entsteht. Ein Designstudium hätte mich auch interessiert, aber das hätte wieder viel Arbeit am Computer und noch einmal Jahre des Studiums bedeutet.“ So fiel ihre Wahl auf eine Tischlerausbildung.

„Ich mag es, mit Männern zusammen zu arbeiten“

Die Entscheidung fiel Cornelia nicht leicht, und auch ihre Freunde und ihre Familie reagierten zu Beginn etwas skeptisch. Schließlich gab sie einen gut bezahlten und sinnvollen Job auf. Doch sie hat den Wechsel keine Sekunde bereut. „Ich mache das natürlich erst ein paar Wochen. Aber bisher gefällt es mir wahnsinnig gut. Der Betrieb ist sehr vielseitig und ein tolles Arbeitsumfeld, wir produzieren ganz verschiedene Dinge, viele Möbel aber auch Fenster, Treppen und Türen. Es war mir wichtig, dass ich möglichst viel Erfahrung sammeln kann und nicht in einem Unternehmen lande, das zum Beispiel auf Treppen spezialisiert ist.“ Außerdem genieße sie es, wieder einmal mehr mit Männern zu arbeiten, gesteht sie und lacht. Zuvor arbeiteten in ihrem Bereich fast nur Frauen und es sei einfach eine erfrischende Abwechslung.

„Ich würde gerne Cello spielen lernen.“

An das frühe Aufstehen hat sie sich schnell gewöhnt, nur das ins Bett gehen fällt ihr schwer, erzählt Cornelia. „Ich habe recht früh Schluss und nutze die freien Nachmittage, um in Ausstellungen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen, schwimmen zu gehen oder Kurse auszuprobieren – Tanz oder Yoga zum Beispiel. Ich bin viel mit dem Rad unterwegs und abends noch voller Energie und soll dann schon das Licht ausmachen, das ist manchmal schwierig.“

Am Wochenende schläft sie gerne länger, trifft sich mit Freunden und geht abends gerne aus. Am liebsten essen mit Freunden, auf Konzerte oder auch mal Tanzen. Aber auch gegen einen Sonntag zu Hause hat Cornelia nichts einzuwenden. „Hier scheint so schön die Sonne in die Wohnung. Manchmal sitze ich einfach auf meinem Sofa, lese ein gutes Buch oder höre Podcasts, vor allem englische, und genieße den Tag.“ Für Bücher gibt Cornelia gerne etwas mehr Geld aus. In ihrem Regal stehen wunderschön gebundene und gestaltete Bücher, die sie bei der Büchergilde bestellt. Bewusst hat sie sich gegen einen Fernseher entschieden. „Nachrichten höre ich über BBC oder lese ich online, und Filme sehe ich lieber im Kino. Ein Fernseher lenkt nur ab.“

„Wenn etwas schief läuft, hadere ich nicht lange, sondern bin pragmatisch“

In einer Beziehung legt Cornelia Wert auf Verbindlichkeit. „Ich habe einige Männer kennengelernt, die mir sagten, sie würden gerne eine offene Beziehung führen. Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Ich wünsche mir jemanden, der sich zu mir bekennt und auf den ich mich verlassen kann.“ Dabei ist Cornelia keine, die alles bis ins kleinste Detail durchorganisieren muss. „Meine Erfahrung war immer: Je detaillierter ich eine Sache geplant habe, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass alles ganz anders kommt.“ Ein bisschen ist das auch ihr Lebensmotto: Die Dinge so nehmen, wie sie kommen und dann das Beste aus der jeweiligen Situation machen.

Cornelia wirkt auf jeden Fall wie eine, die nichts so schnell umhaut. Wenn sie von ihren Reisen erzählt, klingt sie wie eine furchtlose Abenteurerin, für die der Horizont gar nicht weit genug sein kann. Doch die Abenteuerlust steht auf festem Fundament. Familie ist Cornelia wichtig, sie pflegt eine gute Beziehung zu ihren Eltern und vor allem ihre Großmutter hat sie sehr geprägt.

„Sie war schon als junge Frau im Rahmen ihrer Möglichkeiten extrem unabhängig und ist auch noch mit 87 interessiert an allem Neuen. Sie war zum Beispiel die erste in meiner Familie, die mir eine E-Mail geschickt und die mit mir geskypt hat.“ Von ihrer Oma hat Cornelia auch gelernt, sich nicht zu sehr darum zu kümmern, was andere von ihr denken.

„Meine Oma ist eine starke Frau, das hat mich schon immer sehr beeindruckt“

Auch ihr Partner sollte im besten Fall eine gute Beziehung zu seiner Familie haben. „Ich hatte eine glückliche Kindheit und telefoniere regelmäßig mit meinen Eltern.“ Wenn ihr Partner gar keinen Kontakt zu seinen engen Verwandten hätte, fände Cornelia das schade. „Wenn ich mir vorstelle, wir hätten Kinder und die würden ihre Großeltern nie kennenlernen, wäre das schwierig.“ Wobei es natürlich immer berechtigte Gründe geben kann, gibt Cornelia zu.

Am Ende fasst Cornelia selbst am besten zusammen, worauf es ihr bei ihrem zukünftigen Partner ankommt: „Ich suche jemanden, der ein Abenteurer ist, mit dem ich reisen kann, der es sich aber auch gerne mal zu Hause gemütlich macht, der schlagfertig ist und trotzdem nicht zu laut, der nachdenklich ist, aber Entscheidungen treffen kann und weiß, was er will. Und einer, der sich eine Zukunft mit Kindern vorstellen kann.“

Was Cornelia mag:

  • Spontanität
  • Rucksackreisen
  • Zeit mit ihrem Patenkind verbringen

Was Cornelia nicht mag:

  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Rechte politische Einstellungen
  • Laute Arroganz

(Portraitfotos: sceneline studios)

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