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Christiane, 47
Hotelier
Calvià (Mallorca)

Christiane, 47
Hotelier
Calvià (Mallorca)

„Geh in die Welt und tu was für Dich gut ist“

Christiane

bereits "verkuppelt"

Die Betriebswirtschaftlerin Christiane hat ihren Partner Norbert vor sieben Jahren mit ElitePartner kennengelernt. Inzwischen hat die 47-Jährige München verlassen – und mit ihrer Liebe ein Traum-Bed&Breakfast auf Mallorca eröffnet.

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„Meine Gäste sagen ganz oft: ‚Alles richtig gemacht!‘ – und sie haben absolut recht damit, ich lebe im Paradies“, erzählt Christiane lachend. Seit März 2012 ist die gebürtige Leipzigerin mit ihrem Partner Norbert Geschäftsführerin einer herrschaftlichen Frühstücks-Finca auf Mallorca. Das Hotel Can Estades, ein großes Gutshaus mit herrlichem Garten und geschmackvoll eingerichteten Zimmern, liegt in Calvià, einem kleinen Dorf auf halbem Weg zwischen Palma de Mallorca und Port d’Antrax. Den Traum vom eigenen Hotel hatte sie schon immer, ihre Großmutter betrieb begeistert einen Landgasthof. Doch dass es auf Mallorca sein würde, kam ihr lange nicht in den Sinn: „Ich dachte immer nur an das Ballermann-Klischee. Bis ich Norbert kennenlernte: Er hatte ein Ferienhaus auf der Insel und ich verliebte mich immer mehr, auch in Mallorca.“

„Wo Reibung ist, ist Wärme.“

Sieben Jahre ist der erste Kontakt zwischen der abenteuerlustigen Betriebswirtschaftlerin und dem damaligen Inhaber einer Eventagentur her. „Was mich an seinem Profil sofort ansprach, war sein tolles Lächeln. Das erste Date in einem Münchner Biergarten eine Woche später war richtig toll. Da war von Anfang an eine sehr angenehme Vertrautheit. Als wir uns einen leichten Abschiedskuss gaben, merkten wir beide: Das ist der Anfang von etwas Besonderem.“ Relativ schnell wusste Christiane, dass er der Richtige ist: „Wir haben die gleichen Werte, genießen sehr ähnlich, dachten schon anfangs oft dasselbe. Mit ihm war und ist alles entspannter. Er hat mir gezeigt: Wo Reibung ist, ist Wärme. Wir können also sogar streiten und rücken dadurch trotzdem näher zusammen. Das war in meiner ersten Ehe zu Studienzeiten ganz anders.“

„Wir haben die gleichen Werte.“

Immer wieder flog sie mit ihrer neuen Liebe auf die Insel – und war schnell total begeistert von Land und Leuten. Dass sie heute dort lebt, liegt an Norbert: Er plante schon länger, seine Firma zu verkaufen, um ganz nach Mallorca zu ziehen. „Das zwang mich, über meine und damit auch unsere Zukunft nachzudenken“, erzählt sie. „Ich überlegte, was ich die restlichen zwanzig Berufsjahre von Herzen gerne machen möchte. Immer wieder kam mir der Traum vom Hotel in den Sinn. Norbert trug diese Idee perfekt mit – und ich wusste, dass er immer hinter mir stehen würde, selbst wenn es mal schwieriger werden sollte.“ Drei Jahre dauerte es, bis sie den perfekten Platz gefunden hatten: eine Finca aus dem 16. Jahrhundert mit einem großem Garten. Bis dahin hatten sie Makler engagiert, mehr als 25 Häuser besichtigt, einen Businessplan erstellt und Details ausgearbeitet, von der Bettwäsche bis zur Marmeladenauswahl. „Ich wollte einfach vorbereitet sein, um gleich voll durchstarten zu können“, erzählt die patente, lebenslustige Frau.

„Was will ich die restlichen Berufsjahre von Herzen gerne machen?“

Fachlich traute sie sich das allemal zu: Ihre Erfahrungen, etwa durch ihre beiden Studien (BWL in der DDR, dann noch mal im Abendstudium in München), im Holiday Inn in Vancouver und als Qualitätsmanagerin bei einer Versicherung, gaben ihr Sicherheit und Know-How. Sie wusste, wie man einen Betrieb aufzieht, Personal führt, Statistiken erstellt. Das notwendige Selbstbewusstsein gaben ihr ihre Eltern mit: „Ich wurde als Kind zum Beispiel nicht davon abgehalten, auf Bäume zu klettern, sondern ermutigt, indem man mir zeigte, wie ich die Äste richtig fassen sollte, um nicht herunterzufallen. Später hieß es: Geh in die Welt und tu, was für dich gut ist.“

„Geh in die Welt und tu, was für Dich gut ist.“

Dass sie mutig und stark ist, war mit Ende 20 beinahe überlebenswichtig: Damals bekam sie aufgrund ihrer Rückenschmerzen die Diagnose Morbus Bechterew, eine Familienkrankheit. Ihre Wirbelsäule sollte sich wegen dieser rheumatischen Entzündung womöglich versteifen. „Ein Jahr lang dachte ich, ich könnte irgendwann nicht mehr aufrecht gehen, wäre in meiner Bewegung stark eingeschränkt. Ich machte mir natürlich auch Sorgen, ob ich damit jemals einen Mann finden würde, der das mitträgt“, erzählt sie von der schlimmsten Zeit ihres Lebens. „Ich fühlte mich wie gefesselt und war so sauer, dass mich mein Körper offenbar beherrschen wollte. Deshalb ging ich ganz bewusst weiter aus, traf Freunde und strich meine Wohnung einmal komplett neu, statt meine sonst üblichen Joggingrunden zu drehen. Ich wollte mir beweisen, dass immer noch ich Chef meines Lebens bin.“ Sie hatte Glück, die Schmerzen ließen nach, ein dritter Arzt sagte nach einem Jahr: Fehldiagnose! „Plötzlich hatte ich wieder alles, die Welt stand mir doch offen. Das war natürlich eine unglaubliche, tränenreiche Befreiung.“

 „Ich bin der Chef meines Lebens.“

So schlimm diese Zeit war: Sie hatte auch ein paar gute Seiten, denn Christiane lernte sich nach ihrer Genesung noch einmal neu kennen – unter anderem auf ihren Reisen nach Afrika, Sri Lanka und Kanada. Die menschliche Wärme, die sie dort erlebte, inspirierte sie nachhaltig: Auf Can Estades herrscht auch deshalb ein herzlicher Umgang, Christiane und Norbert sind liebevolle Gastgeber, die wollen, dass sich ihre Gäste wie zu Hause fühlen. War es die Entscheidung Ihres Lebens, in München zu kündigen und dauerhaft nach Mallorca zu gehen? „Ganz klar: ja. Die Farben der Insel bei Sonnenaufgang oder -untergang sind wunderschön. Das Blau des Meeres mit den Segelbooten. Morgens auf der Terrasse zu sitzen und die Hühner zu hören, dann Kräuter aus dem Garten zu holen – da denke ich mir immer: Ach, ist das schön. Jeden Tag wieder.“

(Portraitfotos: Uschi Burger-Precht)

Christiane

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