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Beatriz, 34
Marketing Manager
München

Beatriz, 34
Marketing Manager
München

„Ein Mann sollte mir Kontra geben können“

Beatriz

sucht nicht mehr

Beatriz ist eine Bilderbuch-Latina, die ihre kolumbianischen Wurzeln, ihren kleinen Sohn, ihren Marketing-Job und ihren neuen Lebensmittelpunkt München liebt. Dass es der 34-Jährigen so prima geht, war nicht immer so. Umso mehr genießt sie das Jetzt, ihre 3-Zimmer-Wohnung in Bogenhausen, das Zusammensein mit ihren neuen Freunden. Nur einer fehlt: der Mann, mit dem sie das alles teilen kann.

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Manche Menschen legen beim Kennenlernen sofort ihre Trümpfe auf den Tisch. Sagen: „Guck, ich bin das und das und habe übrigens dieses und jenes gemacht. Gut, oder?“ Beatriz ist da anders. Die spannendsten Dinge kommen erst nach und nach auf den Tisch. Nicht aus Taktik, sondern weil es einfach nicht ihre Art ist. Macht aber gar nichts, denn dass man es hier mit einer angenehm offenen, klugen und liebevollen Frau zu tun hat, merkt man sowieso gleich. Außerdem ist man ohnehin erst mal damit beschäftigt, ihren wunderschönen Mund und die fast bis zum Himmel reichenden Wimpern zu beobachten…

Erst später also erzählt sie, dass sie früher auf der Bühne Opern geschmettert und in einer Rock’n’Roll-Band gesungen hat. Dass sie ihrem 6-Jährigen Sohn alle Disney-Klassiker vorsingen kann, selbst aber auch mal Rammstein auflegt. Dass sie ihre Bohrmaschine mag, Fußball und die Formel 1. Dass sie wegen ihrer Rotarier-Eltern weiß, wie man sich in gehobenen Kreisen bewegt. Und dass sie eine kolumbianische Stiftung unterstützt. „Wir kümmern uns um Frauen, die in ihrer Kindheit Gewalt erfahren haben oder keine Schulbildung haben“, erzählt Beatriz.

„Mein Herz hängt an Kolumbien“

Ihre Leidenschaft für Kolumbien kommt nicht von ungefähr: Ihre Mama und ihre Familie ist von dort, Beatriz selbst in Barcelona geboren. Mit sieben Jahren ging sie nach Deutschland. „Meine Eltern, mein jüngerer Bruder und ich sind anfangs drei Mal umgezogen“, erzählt sie. Keine leichte Zeit für das Mädchen: „Ich war ein fremdes Ausländerkind, das die Sprache nicht konnte. Ich musste also von hier auf gleich Deutsch lernen. Es hat lange gedauert, bis ich mich geborgen gefühlt habe.“

Obwohl sie nie in der Heimat ihrer Mutter lebte, hängt ihr Herz sehr an Kolumbien. „Wir haben in unserer Familie viele heftige Schicksalsschläge durchmachen müssen. Diese Ereignisse haben uns alle stark zusammen geschweißt, diese Menschen bedeuten mir sehr viel. Und ich versuche, meine Familie in Kolumbien so oft ich kann zu besuchen.“

„Ich blühe richtig auf und fühle mich endlich angekommen.“

Dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, hört man nicht, mit ihrem Sohn spricht sie Spanisch. Sein Vater kommt aus einem kleinen Dorf bei Wiesbaden, er lebt dort nach wie vor. „In diese relativ kleine Welt habe ich einfach nicht hineingepasst“, fasst sie den Trennungsgrund zusammen. „Aber ich habe zum Vater meines Sohnes nach wie vor ein gutes Verhältnis.“ Wegen dem Kleinen blieb sie noch drei Jahre in der Nähe. Vor knapp einem Jahr packte sie dann aber doch ihre sieben Sachen, sie hatte ein Jobangebot aus München angenommen, ist jetzt in Vollzeit verantwortlich für das europäische Marketing eines renommierten Leuchten-Herstellers. Dass sie unter anderem auch fließend Englisch und Italienisch spricht, kommt Ihr dabei zugute. Außerdem versucht sie sich überraschenderweise gerade in Russisch!

„Der Umzug war ein großer Schritt, aber da ich generell abenteuerlustig und neugierig bin, war das für mich nicht der erste“, sagt sie. Schon mit 16 zog sie von zu Hause aus, lebte erst in München, später als freie Übersetzerin in Irland, Italien und Ungarn und war zuletzt in Wiesbaden Office Managerin. Wieder nach München zu kommen, war die absolut richtige Entscheidung: „Ich habe neue Freunde gefunden, fühle mich in meinem Job wohl, meinem Sohn geht’s super, das Pendeln zu seinem Vater klappt gut. Ich blühe richtig auf und fühle mich endlich angekommen.“

„Für eine Latina bin ich erstaunlich ruhig“

Es ist also alles wunderbar. Eigentlich. „Auch wenn ich nicht auf Teufel komm raus eine neue Beziehung suche, fände ich es schön, wenn nicht nur mein Sohn morgens zu mir ins Bett gekrochen kommt und ‚Du bist die schönste Mama der Welt!‘ sagt“, erzählt sie strahlend. „Mir fehlt, mich mit jemandem austauschen zu können, Zweisamkeit, Nähe zum anderen, Zuneigung. Das geht selbst mir als leidenschaftliche Latina so.“ Oha, leidenschaftlich! Fliegen da auch mal Töpfe? Beatriz lacht laut. „Nein, das ist noch nie passiert! Für eine Latina bin ich erstaunlich ruhig, kann auch im Chaos cool bleiben. Um bei Problemen eine Lösung zu finden, suche ich eher das Gespräch statt laut zu werden. Ansonsten bin ich auch in der Liebe sehr loyal und mit Haut und Haaren dabei. Ich interessiere mich dann wirklich für den anderen, für seine Hobbys, seinen Beruf. Denn ich finde, jedes Leben und jeder Job hat seine interessanten Facetten.“ Deshalb ist es ihr auch ziemlich egal, was der neue Mann in ihrem Leben beruflich oder privat macht. Nur: Pilot oder Notarzt wäre nichts. „Ich war selbst mal Stewardess und weiß, dass es sehr schwierig ist, einen Freundeskreis außerhalb dieser Berufsgruppe zu haben. Man ist immer unterwegs, wenn die anderen Zeit haben und umgekehrt.“

„Salsa ist ein Gefühl von Heimat“

Von der Welt hat sie also viel gesehen. Auch für ihren neuen Job ist sie immer wieder auf Reisen. Dass sie sonst ihre Zeit inzwischen eher gemütlich verbringt und nicht mehr viel ausgeht, ist vielleicht auch deshalb kein Problem für sie. „Die meisten meiner neuen Kontakte sind ebenfalls Eltern. Statt auszugehen, treffen wir uns also eher im Englischen Garten, an der Isar oder bei jemandem zu Hause zum Kochen, Kartenspielen, Filmegucken oder Quatschen.“ Trotzdem geht sie gerne was trinken, in die Oper, ins Restaurant. Und sie liebt Salsa tanzen. „In München war ich zwar bisher noch nicht, aber das möchte ich jetzt unbedingt angehen! Für mich ist das ein Gefühl von Heimat.“

Was sie auch gerne möchte, so ganz generell, ist heiraten. In Weiß. „Ein Mädchentraum. Aber ich fände das auch aus religiösen Gründen schön, selbst wenn ich nicht jede Woche in die Kirche renne.“ Ein weiteres Kind dagegen muss es, zumindest derzeit, nicht unbedingt sein. „Sicher, sag niemals nie. Aber nur, wenn es der Richtige ist. Denn wenn diese Beziehung wieder auseinander ginge, wäre ich mit zwei Kinder alleinerziehend. Das ist dann nicht mehr ganz so einfach wie jetzt.“ Hat er dagegen schon Kinder aus einer vorherigen Beziehung, fände sie das schön. „Außerdem sollte er mit beiden Beinen im Leben stehen, Charakter haben, mir Kontra geben können, statt bei Streits immer mit einem ‚Ja, Schatz‘ zu kuschen – und bitte nicht klein sein!“ Denn Beatriz liebt Schuhe. Hohe Schuhe! „Damit bin ich gut 1,75 groß“, sagt sie und zeigt ihre wohlsortierte Sammlung, die ordentlich aufgereiht beinahe wie ein Kunstobjekt aussieht. Wieder so eine ihrer Überraschungen. Was wohl die nächste sein wird?

Was Beatriz mag:

  • Das Buch „Christiane und Goethe“ von Sigrid Damm
  • Champagner
  • Etuikleider

Was Beatriz nicht mag:

  • Rote Beete
  • Techno-Musik
  • Unpünktlichkeit, ohne Bescheid zu sagen

(Portraitfotos: sceneline studios)

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