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Agnes, 38
Paartherapeutin
Berlin

Agnes, 38
Paartherapeutin
Berlin

„Wenn es nach mir ginge, hätte ich eine Großfamilie“

Agnes

bereits "verkuppelt"

Mit Rührseligkeiten und langen Monologen kann Agnes nicht viel anfangen. Prägnanz und Pragmatismus zeichnen die 38-Jährige aus. Ihre Worte wählt sie mit Bedacht. Als Therapeutin ist sie es gewohnt, sich im Hintergrund zu halten und zuzuhören. Mit ihren zwei Kindern lebt die Berlinerin direkt am Grunewald. Doch das nächste Jazzcafé, wo sie gern ihre Abende verbringt, ist nicht weit. Ihr zukünftiger Partner sollte ein Familienmensch sein, gern selbst Kinder haben, das Theater und die Toskana lieben.

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Wenn es etwas gibt, das in Agnes Wohnung sofort ins Auge sticht, sind es die vielen Familienfotos. In einer ruhigen Straße unweit des Ku’damms und direkt am Grunewald wohnt Agnes mit ihren zwei Kindern Dominic und Analena in einer geräumigen 5-Zimmer-Wohnung. Wenn es nach ihr ginge, wäre ihre Familie um einiges größer. „Ich wollte mal fünf Kinder und in einem Mehrgenerationenhaus leben, mit Eltern, Großeltern, Kindern“, erzählt die 38- Jährige und lacht. Es sei nun anders gekommen aber die Vorstellung einer Großfamilie gefällt Agnes immer noch gut. „Ich bin ein totaler Familienmensch“, sagt sie. „Einen Egomanen, der nur an seine Karriere denkt, brauche ich nicht. Ich möchte einen Partner, der Lust auf Familienleben hat und mehr als nur körperlich anwesend sein will.“

„Kennenlernen? Lieber persönlich, nicht per E-Mail“

Überhaupt ist Agnes wichtig, dass man selbstkritisch ist und nie aufhört miteinander zu reden. Eine gute Kommunikation ist das A und O und nicht immer einfach. Beim Nachdenken streicht sie sich mit beiden Händen ihre schulterlangen Haare in einer energischen Geste aus dem Gesicht. Agnes ist Analytikerin durch und durch. Ihre Fähigkeiten, wertneutral zu beobachten, kamen ihr sowohl in ihrem früheren Job als Juristin als auch heute als Paartherapeutin zugute. Doch sie haben auch einen Nachteil, findet Agnes. „Ich bin nicht besonders gut in spontanem geistreichen E-Mailkontakt und bewundere Menschen sehr, die spritzig und lustig schreiben können. Ich habe jahrelang juristische Klagen und Abwehrbriefe geschrieben und genau so klingen dann auch meine Emails.“ Agnes übertreibt bestimmt etwas, aber sie glaubt: „Mich sollte man am besten persönlich kennenlernen, in einer Bar oder in einem Café.“ Im Club trifft man Agnes eher nicht, weit bessere Chancen hat man da in einem der Jazzcafés um den Ku’damm herum. Auch ihr Partner sollte sich ausgetobt haben, findet Agnes. „Ich habe als Studentin die Sau rausgelassen und ich denke, das gehört zum Studentenleben dazu. Aber jetzt brauche ich das nicht mehr und das sollte mein Partner auch nicht mehr nötig haben.“

„Auch eine Paartherapeutin kann Single sein“

Ihren Job liebt Agnes sehr. Doch es war ein hartes Stück Arbeit, dorthin zu gelangen, wo sie heute ist. Mit zwei kleinen Kindern entschied sie sich, ihre Tätigkeit als Juristin aufzugeben und ein Psychologiestudium zu beginnen. Sie musste alles alleine schaffen, hatte keine familiäre Unterstützung. Heute arbeitet sie als Paartherapeutin: „Wenn ich das erzähle, lachen viele erst einmal. Wieso ich noch Single sei, fragen sie dann.“ Aber es gehörten ja immer zwei zu einer Beziehung, gibt Agnes zu bedenken. „Jeder hat seine Macken. Und ein Zahnarzt kann auch Karies haben, ein Fitnesstrainer kann rauchen und genau so kann ein Paartherapeut eine gescheiterte Beziehung hinter sich haben.“

Der nächste Marathon vielleicht in New York

Agnes´ Interesse an Menschen ist groß, oft geht sie Therapiesitzungen abends im Geiste noch einmal durch, macht sich Notizen, was sie hätte besser machen können. Sie hört genau hin, im Gespräch mit ihr fühlt man sich gleich wohl. Wenn sie nicht arbeitet oder Zeit mit ihren Kindern verbringt, die mit zehn und 14 Jahren schon recht selbstständig sind, liebt Agnes sportliche Herausforderungen. Besonders stolz ist sie darauf, den Berliner Halbmarathon im März geschafft zu haben. Man sieht ihr das Training in ihren bunten Röhrenjeans und dem hellgrünen Seidentop an, ihre Bewegungen sind geschmeidig und elegant. Als nächstes könnte sie sich vorstellen, für den richtigen Marathon zu trainieren. „Den Halbmarathon noch einmal zu laufen ist keine Herausforderung mehr für mich. Vielleicht versuche ich mich mal an dem nächsten Berlin-Marathon. Oder den in New York?“ Und als ob ihre Arbeit, ihre Kinder und ihre Hobbys nicht genug zeitlichen Aufwand bedeuteten, schreibt Agnes nebenher an einem Buch über Bewältigung von Trennungsschmerz und Single-Kompetenz. Und das nächste Ziel ist auch schon anvisiert: Italienisch lernen mit ihrer Tochter Analena.

„Mein Partner sollte kein dauercampender Angler sein“

An Wochenenden schläft Agnes gerne länger, besucht eine Ausstellung und geht abends mit Freunden essen. In den Urlaub fährt sie am liebsten nach Ligurien oder in die Toskana. „Gegen Aktivurlaub, Sport, tanzen und feiern habe ich nichts, aber Animation finde ich stressig.“ Lieber mietet sie mit Freunden ein Rustico in den Bergen. „Es wäre schon toll, wenn mein Partner kein dauercampender Angeltyp wäre. Obwohl, daran soll es am Ende nicht scheitern“, sagt Agnes und lacht. „Die Chemie muss stimmen.“

Auf Dauer könnte sich Agnes auch vorstellen, aus Berlin wegzuziehen. „Ich lebe schon mein ganzes Leben hier. Wenn meine berufliche Perspektive zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Frankfurt vielversprechender ist, hätte ich kein Problem damit, umzuziehen.“ Am Ende vielleicht sogar in die Toskana?

Was Agnes mag:

  • Sportliche Herausforderungen
  • Jazz
  • Den Film „Vom Winde verweht“

Was Agnes nicht mag:

  • Männer vom Typ „karriereorientierter Sportwagenfreak“
  • Clubhotels
  • E-Mails schreiben

(Portraitfotos: sceneline studios)

Agnes

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Pharmazeutin

Jan, 36

Finanzcontroller

Andrea, 52

Assistentin der Geschäftsleitung

Elisabeth, 66

Werbe- und PR-Expertin

Kai, 34

IT-Berater

Nadine, 32

Assistent Director of Events