• 18.11.2016
    • berniDo

    Zum 8. Mal unglücklich verliebt, seit 14 Jahren Liebeskummer

    Ich bin derzeit zum 8. mal in folge unglücklich verliebt, davon waren 7 Single und einer vergeben. Die Tatsache, dass die Männer, in die ich mich verliebt habe, sich nicht in mich verlieben, bedeutet für mich nicht automatisch, dass ich sie nachher vergesse, sondern ich mich monate- bis jahrelang (längste 2,9 Jahre) zwischen warten, hoffen und bangen befinde, bis ein neuer Mann kommt, in den ich mich verliebe. Geht es jemanden ähnlich? Was könnte ich tun, um wieder neue Energie zu bekommen?
    ich bin sehr unglücklich wegen meiner Situation.
    w26
     
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    • # 1
    • 19.11.2016
    • Kathyberlin
    Googel mal "Liebessucht". Vielleicht bekommst Du da die Antwort. Es gibt auch noch einen klassischen Beziehungsratgeber mit dem Titel "Er steht einfach nicht auf mich". Das Ganze hat mit Deiner Selbstachtung und dem daraus entstehenden Beute- und Beziehungsschema zu tun. Ich vermute mal, Du kennst einige Männer, die an Dir interessiert sind, aber diie Du langweilig findest? Lerne umzudenken!
     
    • # 2
    • 19.11.2016
    • frei
    Hast du dich bei deiner Altersangabe vertan ?
    Du hast mit 26 seit 14 Jahren Liebeskummer, also seit du 12 bist ?
    Es handelt sich um 8 Männer, in die du Monate bis hin zu drei Jahren verliebt warst ? Also quasi permanent ?

    Was hast du in diesen Jahren noch gemacht ?
    Möglicherweise findet sich da ein Hinweis auf dein Problem.
    Kümmere dich doch mal um das eigentliche Leben.
    Wie weit bist du beruflich gekommen ? Dein Diplom / deinen Master müßtest du haben. Bist du an der Promotion ?
    Wie sieht's sportlich aus ?
    Pflegst du deine Freundschaften und den Kontakt zur Familie ?
    Bekleidest du ein Ehrenamt ?
    Hast du eine schöne Wohnung ?

    Vielleicht richtest du deine Bemühungen in den kommenden Jahren mal auf diese Dinge.
    Es ist nicht einzig wichtig, einen Freund zu haben.

    w 49
     
    • # 3
    • 19.11.2016
    • p.fischer
    Du bist jetzt 26 und seit vierzehn Jahren unglücklich verliebt, das wäre dann seit dem 12.Lebensjahr. Ich werde dir jetzt ein Geheimnis verraten: die wenigsten von uns Erwachsenen sind seit der Pubertät mit ein- und demselben Partner zusammen. Und die, die sich tatsächlich so früh für das ganze Leben binden, treffen sich Jahrzehnte später in diesem Forum, um über eingeschlafene Beziehungen und verpasste Lebenschancen zu sinnieren.

    Ein gewissen Suchverhalten ist für die jungen Jahre völlig normal, früher nannte man das wohl "Sturm-und-Drang-Zeit". Und sicher leiden Menschen, wenn sie sich trennen, nur die ganz Hartgesottenen trällern dabei fröhlich ein Liedchen und freuen sich auf den nächsten Partner. Eine gwisse Verarbeitungsphase ist völlig in Ordnung. Letztlich ist aber jeder selbst für sein Leben verantwortlich, daher solltest du dein Beuteschema überdenken. Was willst du mit einem Mann, der dich nicht liebt? Hast du das nötig? Da draußen lauern hunderte andere in deiner Altersklasse, die dir Wärme und Zuneigung schenken könnten. Oder hast du eine tief verborgene Neigung zum Masochismus?
     
    • # 4
    • 19.11.2016
    • Cassel
    Ja, das tut weh. Ich war zwar weitaus weniger heimlich und unglücklich verliebt als du ("nur" dreimal) , aber ich leide auch sehr lange danach.

    Ich habe das erst gerade wieder hinter mir. Seit September ist ER aus meinem Leben verschwunden. Wir hatten ein Dienstleistungsverhältnis, das zwangsläufig endete. Für mich war das ein Schock, den ich mir nach außen hin natürlich nicht anmerken ließ. Aber es war sehr schlimm für mich ...

    Ich hatte mir dann gedacht, anstatt nun immer an die positiven Momente zu denken, die ich mit ihm verbinde, denke ich lieber verstärkt an die unschöneren Augenblicke, denn ich war oft auch verunsichert wegen ihm, weil er auch schon mal knapp, unfreundlich, unaufmerksam zu mir war. Manchmal sogar grundlos unterschwellig aggressiv, obwohl ich fast immer freundlich lächelnd mit ihm umging.

    Und wenn ich nun also seit einiger Zeit über seine negativen Seiten so nachdenke, werde ich manchmal sogar richtig ärgerlich. Auf ihn und auch auf mich. Wenn ich damals hätte vorhersehen können, dass meine Hoffnungen auf jeden Fall enttäuscht werden, hätte ich mir so manche Respektlosigkeit von ihm NIE gefallen lassen. Ich glaube, wenn ich ihm nun begegnen würde, wäre ich sehr reserviert.

    Waren denn die Männer, in die du heimlich verliebt warst, immer sehr nett zu dir, oder hast du dir auch Dinge gefallen lassen, die du im nichtverliebten Zustand nicht mit dir hättest machen lassen? Falls ja, halte dir genau das immer wieder vor Augen.
    Ich habe mich Illusionen hingegeben. Heute weiß ich, dass ich VIEL früher hätte merken müssen, dass das nie etwas werden kann zwischen uns. Weil sein Verhalten meistens nicht dem eines verliebten oder wenigstens Sympathie empfindenden Mannes entsprach. Aber das erkennt man erst später, wenn sowieso alles vorbei ist. Und dass man jede Freundlichkeit, jeden Blick, jedes Lächeln von ihm sich schöngeredet hat ...
     
    • # 5
    • 19.11.2016
    • Andriana
    Liebe FS,

    mir geht es ähnlich. Ich bin auch seit Beginn der Pubertät fast durchgehend unglücklich verliebt gewesen. Abi, BA-Abschluss + Nebenjob habe ich trotzdem gut hinbekommen; nur im Master tue ich mich schwer, aber nicht wegen der Männergeschichten. Unglückliche Verliebtheit und Erfolg in Ausbildung oder Beruf schließen einander keineswegs aus, liebe @frei! Weder in die eine, noch in die andere Richtung.

    Leider habe ich das Problem bisher nicht lösen können. Ich habe aber das Gefühl, Fortschritte zu machen. Das fängt mit dem Verständnis für die Ursachen an. Mir ist irgendwann klargeworden, dass ich für eine Beziehung gar nicht bereit bin, weil ich 1. Verlustängste und 2. Probleme habe, mich abzugrenzen. Deshalb würde eine Beziehung mich gleich in zweierlei Hinsicht überfordern. So wähle ich den "ungefährlichen" Weg und schwärme für unerreichbare Männer. Das tut zwar auch weh, ist aber vermutlich nicht mit dem Schmerz einer Trennung zu vergleichen (oder gar mit der Trauer um einen verstorbenen Partner).

    Ich verstehe mich aber nicht nur selbst besser, ich habe auch das Gefühl, dass meine Schwärmereien schon Stück für Stück weniger "unrealistisch" werden. Habe ich als Teenie noch Schauspieler angehimmelt oder Jungs, mit denen ich nie ein Wort gewechselt hatte, sind es jetzt Männer, wo es mal eine echte Begegnung gab. Ich denke, das hängt mit einem verbesserten Selbstwertgefühl zusammen. Dieses wiederum habe ich jahrelanger Therapie zu verdanken; sowie vermutlich auch der Tatsache, dass ich seit dem Studium in einer für mich günstigeren sozialen Umgebung lebe.

    Und Mitte diesen Jahres gab es eine mehrmonatige Phase, in der ich in niemanden verliebt war und auch gar nichts vermisst habe.

    Momentan habe ich leider einen krassen "Rückfall". Das ist ziemlich beängstigend. Meine Therapeutin meint allerdings, dass es im Verlauf einer Therapie häufig solche Phasen vorübergehener "Regression" gibt, aus denen man aber gestärkt hervorgehen kann. Und in Anbetracht meiner momentanen Lebenssituation (Stress + Zukunftsängste in der Endphase des Studiums, Konflikte im sozialen Umfeld) sei eine Regression fast zu erwarten gewesen. Ich solle das jetzt nicht so interpretieren, dass all meine Bemühungen umsonst gewesen seien, sondern als Teil eines Wachstumsprozesses, der nicht linear, sondern in Wellenbewegungen verlaufe.

    Soviel zu mir. Dir würde ich raten, zunächst einmal zu überlegen, ob du WIRKLICH bereit bist für eine echte Beziehung. Und wenn die Antwort "nein" lautet, welche Aspekte einer Beziehung dir Angst machen/dich überfordern. Meist sind es, wie bei mir, Verlustängste und/oder Abgrenzungsprobleme. Wenn du das eigentliche Problem identifiziert hast, kannst du anfangen, gezielter an dir zu arbeiten.

    Scheue dich auch nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn du nicht zum Psychologen gehen möchtest/kannst, schau, ob es in deiner Gegend Selbsthilfegruppen zum Thema Beziehungssucht gibt.
     
    • # 6
    • 19.11.2016
    • proudwoman
    Ich muss mich den Vorpostern anschließen mit der Altersangabe..heute früh um 6 Uhr dachte ich, na du bist noch nicht so richtig da, aber nein, Du warst 12 Jahre alt, als Dein Leiden losging.
    Wie hält man/frau das aus? Liebessucht, glaube ich gern, was es nicht alles gibt...Ich hätte mir schon längst die Kugel gegeben, das halten meine Nerven nicht duch, alle Achtung!
    Liebe berniDo, ich schlage Dir vor, lerne mal alleine , vielleicht mit einigen guten Freunden klar zu kommen, notfalls mit professioneller Hilfe. Anders wirst Du nie in der Lage sein, eine gesunde Beziehung zu führen.
    Jetzt fällt mir ein, hast Du Deine Frage bearbeitet? Mir ist so, als ob Du bereits professionelle Hilfe und entsprechende Literatur inanspruch genommen hast, oder bringe ich da was durcheinander?
     
    • # 7
    • 19.11.2016
    • Happiness30
    Liebe Fs. Es hat seinen Sinn, warum immer die gleichen Dinge passieren und Menschen sich immer wieder in 'unerreichbare' verlieben...
    Man kommt aus diesem Hamsterrad nur heraus, indem man anfängt sich selbst genug zu mögen & respektieren. Denn dann zieht eine Frau besser die richtigen Männer an und der Mann verliebt sich eher, weil er genug Selbstachtung & Respekt vor der Frau hat. Alles Liebe. w31
     
    • # 8
    • 19.11.2016
    • blondblau
    Hey. Ich (w, 25) kenne das nur zu gut, mir gehts genauso. Und das auch schon ca. seit Beginn der Pubertät. Ich schwärme vor allem für ältere, unerreichbare Männer (auch zur Zeit wieder), und die Männer in meinem Alter sind mir fast immer leider zu unreif. Es gibt zwar welche in meiner Altersklasse die sich für mich interessieren, aber das sind dann wirklich immer nur diejenigen, für die ich mich nie und nimmer begeistern könnte, da hilft auch nichts mit "Beuteschema überdenken". Das Einzige was mir da immer etwas bei hilft ist, das Thema Männer nicht an die große Glocke zu hängen, dass man auch ohne Partner klarkommt, und sich auf Anderes im Leben zu konzentrieren. Damit verdränge ich zwar das Thema nur und es bessert sich nichts in der Hinsicht, aber ich nehme das Thema entspannter und es nimmt mich nicht mehr permanent ein. Einen tollen Mann an meiner Seite wünsche ich mir aber trotzdem, hatte mal für 2 Jahre einen Freund (5 Jahre älter als ich), aber es hatte leider garnicht mit ihm gepasst. Lg
     
    • # 9
    • 19.11.2016
    • Queen_Cersei
    Liebe @berniDo und liebe @Andriana,

    ich hoffe, das ist nicht zu off topic, ich habe nämlich keine Ratschläge, sondern einfach eine ganz platte Frage: Woran "hängt Ihr euch auf"/was triggert euch, wenn Ihr in jemand Unerreichbaren/jemanden, bei dem das Interesse noch nie erwidert wurde, verliebt seid?

    Ich kann mir nämlich gar nicht vorstellen, durchgängig und komplett einseitiges Interesse an einem Mann zu haben, weil ich irgendwie den Eindruck habe, unabdinglicher Bestandteil meines Interesses ist das Interesse, das er mir entgegenbringt.
    Das soll jetzt - leider ;) - um Himmels Willen nicht heißen, dass ich mein Leben lang immer nur glücklich verliebt gewesen sei!

    Nein, ich habe es sowohl schon erlebt, noch jemandem nachzutrauern, der nichts mehr von mir wissen wollte, als auch, unglücklich in eine (von seiner Seite) "nur-Affäre" verliebt zu sein.
    Und was mich da immer getriggert hat, die Bilder, die das Gefühls-und Gedankenkarussell in Gang gesetzt haben, waren Erinnerungen an die Zeit, als er auch noch in mich verliebt war oder aber an Situationen, wo ich das Gefühl hatte, er wäre doch auch verliebt.

    Aber so "in den luftleeren Raum hinein" kann ich mir das gar nicht vorstellen, und daher eben auch meine Frage, was euch in solchen Situationen dann in dieses Gefühl reinzieht/die unglückliche Verliebtheit provoziert.

    Liebe Grüße!
     
    • # 10
    • 19.11.2016
    • schwalbenweg
    Ich halte es für normal, dass starker Liebeskummer, auch bei kurzen Begegnungen oder Beziehungsversuchen locker mehrere Monate, das Denken an den "Glorifizierten" auch wesentlich länger anhalten kann und erst dann ganz verschwindet, wenn ich mich neu verliebe. @Cassel hat gute Tipps gegeben, diese unglückliche, nicht erwiderte Liebe mal vom Sockel zu holen und das Leiden nicht unnötig zu verlängern.

    Was ich bei dir schade finde ist, dass du nichts von einer Beziehung oder von Männern schreibst, bei denen du das Interesse nicht erwidern konntest. Gab es die und wenn ja, warum konntest du dich nicht in die verlieben? Ich glaube da liegt das größere Problem.

    Mit 26 zweifelte ich wie du, ob ich überhaupt für eine feste Partnerschaft und einen tollen Mann geschaffen bin. Immerhin hatte ich da schon zwei kurze Beziehungen selbst beendet, weil es nicht passte. Außerdem hatte ich einige Verehrer, bei denen ich das Entgegenkommen nicht erwidern konnte, die aber bei Licht betrachtet, viel bessere Männer waren als macher, den ich unglücklich anschmachtete. Zum Glück traf ich mit 26 dann meinen "Traummann". Das wäre fast schief gegangen, weil ich mich vor lauter Selbstschutz und gespielter Coolness kaum traute, ihm meine Verliebtheit und "Begeisterung" zu zeigen.

    Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg, hier nachzufragen und wirst sicher noch viele gute Tipps und Denkanstöße erhalten.
     
    • # 11
    • 19.11.2016
    • Andriana
    Liebe @Queen_Cersei, interessant, dass du diese Frage stellst. Ehrlich gesagt, geht es mir umgekehrt genauso - ich verstehe Menschen nicht, die einseitiges Interesse nicht nachvollziehen können.

    Man kann sich doch in einen Menschen an sich verlieben? In seine Art, sein Aussehen, seine Ausstrahlung ("Charakter" schreibe ich jetzt mal nicht, den kennt man doch erst nach Jahren so richtig). Ich werde z.B. sehr stark getriggert durch ein schönes, jungenhaftes Lächeln und eine attraktive Stimme. Außerdem machen Humor und Wortwitz mich extrem an.

    Der letzte Mann, in den ich verliebt war, hatte all das. Außerdem habe ich mich schon bei unserer allerersten (zufälligen) Begegnung extrem wohlgefühlt in seiner Gegenwart. Er wirkte selbstbewusst-männlich und warmherzig zugleich...eine seltene Mischung, die für mich so attraktiv war, dass er mir nach dieser 1. Begegnung nicht mehr aus dem Kopf ging. Wenn er weniger aufmerksam und freundlich gewesen wäre, hätte ich mich sicher nicht verliebt - aber es war nicht so, dass ich dachte: "Oh, der behandelt MICH so aufmerksam, ich scheine ihm zu gefallen!" und das mein Interesse getriggert hat. Vielmehr hielt ich ihn ganz allgemein für einen angenehmen Menschen, den ich näher kennenlernen wollte. Er strahlte eine Leichtigkeit, Entspanntheit und Lebensfreude aus, die ich aufgesogen habe wie ein Schwamm.

    WENN ich erstmal verliebt bin, male ich mir natürlich in der Fantasie aus, dass der Mann meine Gefühle erwidert und wir zusammenkommen. Aber als Trigger für mein Anfangsinteresse brauche ich das nicht. Dafür reicht der Mann selbst. Sein Körper, sein Auftreten, die "Vibes", die er sendet. Die müssen nicht gezielt an mich gerichtet sein.

    Zweimal habe ich es auch ansatzweise erlebt, dass ein Mann mir das Gefühl gegeben hat, auf mich zu stehen und mich das ein bisschen angesteckt hat. Es ist aber beide Male nichts daraus geworden. Einer dieser Männer war übrigens der Freund einer guten Bekannten, was für mich Grund genug war, auf sein Geflirte nicht einzugehen, obwohl ich schon ein Kribbeln spürte.

    Tendenziell schützt es natürlich vor Verletzungen, sich nur zu verlieben, wenn vom Gegenüber deutliche Signale kommen. Umgekehrt ist es allerdings auch ein Schutz, gegen männliche Interessensbekundungen immun zu sein (also zu den Frauen zu gehören, die man(n) nicht "erobern" kann) - denn es ist ja nicht so, dass jeder Mann, der einer Frau ein Gefühl von Begehrtwerden gibt, es auch ernst meint. Wer durch Aufmerksamkeit Gefühle entwickelt, ist manipulierbar und das machen sich viele Männer zunutze. Ich denke, Frauen, deren Interesse erst durch das (scheinbare) Interesse des Mannes angefacht wird, werden nicht unbedingt seltener verletzt - nur anders (und wahrscheinlich sogar tiefer).
     
    • # 12
    • 19.11.2016
    • NormaJean
    Als ich 14 war, war ich mal ein 3/4 Jahr in einen Mitschüler verliebt, allerdings nur deshalb, weil ich mich ein halbes Jahr nicht getraut habe, ihm das zu sagen. Als ich es dann wagte, gab er mir den klassischen Korb und zwei/drei Monate später fing er was mit meiner Freundin an. Ich war natürlich traurig, aber auch erleichtert, weil ich nun wusste, dass das keinen Zweck mit uns hat, und ich konnte mih endlich gedanklich wieder mit anderen Dingen beschäftigen. Freunde, Hobbies, etc.

    Im erwachsenen Alter ist mir das nie passiert, weil ich einfach keinen mag, der mich nicht auch mag. Ich suche mir auch immer nur Männer, die ich kriegen kann und habe bisher immer Erfolg gehabt. Ich mein, es ist ja auch nicht so schlimm, wenn der andere nicht will. Krönchen richten, weiterprobieren. Da draußen gibts ne ganze Welt voll potentieller Kandidaten.
    Ist ja mit Freundschaften nicht anders, man ist ja mit niemandem befreundet, der kein Interesse daran hat. Warum sollte das in der Liebe anders sein? Warum will man plötzlich einem anderen Menschen nahekommen, obwohl der gar kein Interesse hat?

    Vielleicht ist es auch nicht verkehrt, mal zu gucken, warum du die Typen nicht abkriegst. Fischst du im falschen Becken, kriegst du den Mund nicht auf, was ist da bei dir los?
     
    • # 13
    • 19.11.2016
    • Queen_Cersei
    Ich finde es total interessant, sich darüber auszutauschen, weil ich mir bisher noch nie so ganz konkret Gedanken darüber gemacht habe, wie das bei mir abläuft! Also... Ich glaube, wenn ich einem Mann begegne, der meinem "Beuteschema" entspricht, schaue ich ihn an/checke ich ihn ab (klingt beides blöd und trifft es nicht wirklich, weiß aber nicht, wie ich sonst sagen soll), und wenn ich dabei auf nichts stoße, das mich "festhält" (eben besagtes Gefühl von Interesse seinerseits), gleitet mein Blick (im wörtlichen und übertragenen Sinn) an ihm ab und er bleibt für mich irgendwie "steril". Also, da er ja offenbar Einiges an sich hat, was ich an Männern gut finde, halte ich ihn immer noch für einen tollen Typen, aber auf eine Art, die nichts mit mir und meinem Leben zu tun hat. Er kommt mir dann gar nicht mehr in den Sinn.

    Ich will noch mal betonen, dass ich unter "Interesse" nicht ausschließlich "ernsthaftes Interesse" verstehe, sondern eigentlich alles vom harmlosen Flirt bis hin zur großen Liebe. Ansonsten hätte ich ja noch nie im Leben Liebeskummer gehabt oder wäre unglücklich verliebt gewesen, weil ich dann ja immer nur in exakt dem Ausmaß und über exakt dieselbe Zeit hinweg Interesse an einem Mann gehabt hätte wie er an mir.

    Nee, gerade in sehr jungen Jahren (um die 20) hatte ich es ein paarmal, dass ich es gerne etwas enger/verbindlicher mit jemandem gehabt hätte, der es seinerseits eher locker laufen lassen wollte.

    Um auch noch den Punkt mit dem "manipulierbar sein", den du erwähnt hast, anzusprechen: So habe ich es noch nie gesehen bzw ich habe mich auch noch nie in dieser Hinsicht von einem Mann manipuliert gefühlt, denn... warum sollte er? Also, zB die oben erwähnten "Affärenmänner" fanden mich ja tatsächlich gut (ansonsten hätten sie ja nicht MICH, sondern zB meine Kommilitonin X oder meine Freundin Y angegraben), in der Hinsicht war ihr Interesse ja nicht gespielt. Dass ich mich in der Situation mehr in das gegenseitige Interesse reingesteigert habe, ändert daran ja nichts. Was anderes wäre, wenn ich eine reiche Erbin wäre, sodass ein Mann davon profitieren würde, was mit mir anzufangen, obwohl er mich als Frau uninteressant findet, aber das ist nicht der Fall ;).
     
    • # 14
    • 20.11.2016
    • NormaJean
    Sicher kann man das. Das Triggern ist ja die eine Sache. Es hat ja jeder so seine Punkte, bei denen er/ sie angesprochen wird. Aber Verliebtsein dauert ja in der Regel im Gegensatz zur Sympathie nicht ewig. Es dauert ja meistens genauso lange, bis einen die Realität einholt, und man merkt, dass man einfach seine Energie verschwendet. Das hat ja auch was mit loslassen können zu tun. Wenn man an dem Punkt ist, wo es Energien angreift, sprich: wochenlanges hoffen, sehnen, wünschen, diese dauerhaften Enttäuschungen, dauerhaftes energieraubendes Bauchkribbeln, wenn man ihn sieht; dieses Reinsteigern, dieses dauerhafte an ihn Denken; dann kommen doch die meisten Menschen mal auf die Idee, dass es hier keinen Blumentopf zu gewinnen gibt, und wenden sich anderen Dingen zu.
    Meistens treten dann ja auch die ersten Kritikpunkte auf, z.B.: ist er gar nicht so nett, wie ich immer dachte, sondern will er nur jedem gefallen? Ist sein super tolles Aussehen vielleicht doch ein wenig zu langweilig für mich? Hat sein super interessantes Leben vielleicht den Nachteil, dass er eh nie Zeit für mich hätte? Also, es gibt ja viele mögliche Punkte, wie so ein König vom Thron gestoßen werden kann. Meistens ist man ja in der Verliebtheit etwas geblendet, und lernt den Menschen nach einiger Zeit im persönlichen Umgang erst kennen.

    Egal was der Typ macht, ob er nett lächelt oder nicht, das ist doch alles nur Fassade, auf die es gar nicht ankommt. Und genau deshalb glaube ich sogar, dass man sich ganz schön was vormacht, wenn man glaubt, dass man sich "in den Menschen an sich" verliebt. Man verliebt sich doch eher in eine Vorstellung von ihm, aufgrund der Verhaltensweisen, die er nach außen hin oberflächlich zeigt. Damit projiziert man ja auch Wünsche in das Gegenüber, die es möglicherweise gar nicht erfüllen kann. Beispiel: vielleicht lacht er dich nicht an, sondern aus?
    Das ist ja auch erstmal nichts Schlimmes, das geht ja jedem so, der sich verliebt. Aber diesen Mechanismus mal zu hinterfragen, das würde eventuell helfen, das Ganze mal etwas pragmatischer zu betrachten. Vielleicht hilft ja auch, sich mal die nüchterne und sachliche Realität mit diesem Menschen zu Ende vorzustellen. Wie wäre es, wenn wirklich alle meine Sehnsüchte erfüllt werden würden? Wäre es wirklich so toll, wie ich mir das vorstelle?

    Heißt ja nicht, dass der Mensch nicht immer noch nett und toll ist, und man ihn nicht weiterhin gut finden kann. Aber den Zahn, dass das was Gemeinsames wird, den kann man sich ja recht schnell ziehen. Übrig bleibt ja nur eine Schwärmerei. Wie im Märchen.
     
    • # 15
    • 20.11.2016
    • Tomyi
    HI BernieDo!
    Das ist eine sehr interessante Frage. Mich würde interessieren, warum aus der Verliebtheit nicht mehr geworden ist.
    Das würde ich mir anschauen und dort ansetzen.

    Es gibt die einen, die sich immer Männer zum Verlieben suchen, die sie sowieso nie bekommen können, also den schwulen besten Freund, 30 Jahre älter und verheiratet usw.

    Bei mir war es immer so, dass ich mich aus Unsicherheit total unmöglich verhalten habe, wenn ich merkte, dass er auch in mich verliebt ist. Ich dachte, ich mache mich besser interessant.
    Aber tatsächlich war es unmöglich. Ich zeigte mich besonders cool und distanziert, wenn sich ein Mann für mich interessiert hat, in den ich verliebt war. Ich wollte ihn eifersüchtig machen und erzählte cool von Dates mit anderen. Total ungeschickt. Der verliebte Mann konnte da garnicht bemerken, wie wichtig er auch für mich war.
     
    • # 16
    • 24.11.2016
    • Meeresrauschen
    Was du erlebst ist extrem energieraubend und wird dich auf Dauer in Depressionen führen. Die Gründe für dein unerwidertes Verliebtsein liegen wahrscheinlich in deiner Kindheit. Überprüfe mal wie du erzogen wurdest, welche Männerbilder in deiner Kindheit aufgetaucht sind. Mir hat eine Therapie geholfen, mein eigenes Verhalten zu reflektieren und die Menschen, mit denen ich mein bisheriges Leben teilte, zu hinterfragen. Das ist viel Arbeit. Wahrscheinlich bist du dauernd in dieser kindlichen Anbeterinnen-Position, stellst die gutaussehenden, dich sexuell ansprechenden Männer gleich auf einen Sockel, verlierst dich in Träumereien um der Realität zu entkommen, magst im Gegenzug aber nichts sagen, dich nicht öffnen. So kann dich kein Mann kennenlernen und nur gutes Aussehen wird nicht genügen, um eine Beziehung aufzubauen. Es gibt Kinder, die schwere Verluste/Missbrauch erleben mussten und zu Erwachsenen werden, die nicht beziehungsfähig sind. Wie Adriana schon schrieb, kenne auch die einerseits die Angst vor zuviel Nähe und die Angst jemanden wieder zu verlieren (durch Tod, Trennung).
    Dies strahlt man auch aus und zieht eher Typen an, die auch keine Bindung wollen oder nur das Ego stärken wollen. Man braucht ein starkes ICH um eine reale Beziehung leben zu können. Wie sich das starke ICH anfühlt, habe ich auch vor der Therapie nicht gewusst. Nein und Ja sagen zu können, auch wenn die anderen meinen es sei genau andersherum und sich selbst zu schützen gehört dazu. Durch die Therapie kannst du lernen, dich vor Männern zu bewahren, die nur spielen wollen. Du merkst rechtzeitig, dass du dich in Fantasien flüchtest und dass der Mann dir nichts zurückgibt. Es entsteht Frustration und daraus ziehst du dann schneller die Konsequenzen und gehst- anstatt die Schuld bei dir zu suchen und dem Mann weiter anbetend entgegenzutreten. Mit letzterem schadest du dir selbst und das willst du irgendwann nicht mehr.
     
    • # 17
    • 26.11.2016
    • gast555
    Hier die FS (anderes Profil, konnte mich nicht mehr einloggen)

    Ja wie du richtig gerechnet hast, war ich bei meiner ersten Verliebtheit 12/13 jahre alt. Zwei Freundinnen von mir sind seit diesem Alter mit ihren Partnern zusammen, also als kindliche Schwärmerei möchte ich das nicht abtun.

    permanent ja, mal ist das Leiden natürlich größer mal weniger. Man gewöhnt sich wirklich dran, und mit der Zeit wurde ich so abgestumpft, dass es mir irgendwann gleichgültig war, wenn ich meine Männerkandidaten mit anderen Frauen sah (Selbstschutz, der mir unglaublich gut tut, und wahrscheinlich auch weitere Depressionen vorbeugte) Das gefühl des nicht-Verliebtseins kenne ich seit ich 12 bin nicht. Der Grund: Hormoncocktail. Wenn Menschen einen Partner finden sind sie in den verliebt und nach einer Zeit flaut das ab. (so wie ich das von Artikeln kenne) aber mein Hormoncocktail wird ständig gefüttert, mein Körper ist also seit 14 Jahren in einem Ausnahmezustand.

    Ich habe mit 16 die welt für mich entdeckt und bin immer auf Reisen gegangen. Mittlerweile habe ich 70 Länder gesehen (3-4 Wochen). Sport mache ich nur auf Reisen. Ist das wichtig?
    Mein Studium wird nächstes Jahr beendet.

    Ich habe drei schöne Häuser, von denen die Männer aber nichts wissen und wohne in einem gemeinsam mit meiner Familie.

    Ehrenamt keines.

    herzliche Grüße, FS