1. Wofür sind wir dankbar?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich (w, 45) bin regelmäßige, aber relativ stille Mitleserin. Die unterschiedlichen Ansätze und Perspektiven der einzelnen Teilnehmer des Forums inspirieren mich immer wieder dazu, die eigene Haltung zu reflektieren und manchmal auch neu einzuordnen.

    Nun habe ich mir gedacht, dass ein positiver, weniger "Problem-fokussierter" Input während der Vorweihnachtszeit ein schöner Anlass wäre, die eigene Situation, vor allem bezogen auf den Beziehungsstatus, zu betrachten.

    Daher meine Frage in die Runde: Was an Eurer Situation macht Euch dankbar? Welche Aspekte würdet Ihr nicht missen wollen? Gerne mache ich den Anfang :) Bin seit mehreren Jahren Single (unterbrochen durch einige Kennenlernphasen), habe zwei wunderbare Jungs (18 und 16) und bin sehr dankbar dafür, wie "gut sie geraten sind". Des Weiteren bin ich sehr glücklich und dankbar, wenn ich meine letzten Jahre betrachte und feststelle, wie sehr ich mich entwickelt habe. Früher war ich, im Gegensatz zu heute, sehr bedürftig und wollte unbedingt der großen Liebe begegnen. Heute genieße ich mein Single-Dasein und habe endlich gelernt, mir selbst zu genügen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht über Begegnungen und Dates freue, aber ich gehe diese heute so viel entspannter an.

    Außerdem empfinde ich eine tiefe Zufriedenheit und Ruhe, die mich meine Situation mit mehr Gelassenheit und noch mehr Heiterkeit betrachten lässt. Die Ungeduld und Eile, die ich früher in Bezug auf eine mögliche Partnerschaft verspürte, ist wie verflogen. Ich spüre eine tiefe Gewissheit, dass alles kommen darf, was da so zu mir kommt, und ich es willkommen heißen werde. Zudem liebe ich die Momente der Selbstreflexion und des Alleinseins. Einsamkeit verspüre ich schon lange nicht mehr, und das macht mich so dankbar.

    So, nun freue ich mich auf Eure Beiträge und Gedanken und wünsche Euch einen friedlichen zweiten Advent :)

    Vorweihnachtliche Grüße
    LadyFrohsinn
     
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  3. Eine schöne Frage, danke dafür @LadyFrohsinn .
    Ich darf für mein gesamtes Leben sehr dankbar sein. Und bin es auch. Freundin, Familie, Freunde - alles super. Viele wertvolle Begegnungen mit Menschen und Tieren. Meinen Beruf, der mir noch immer Spass macht und mir einige Extravaganzen erlaubt. Dafür, dass ich Genuss, Lebensfreude und Spass haben kann. Und für meine Art, immer das Beste aus den Gegebenheiten machen zu wollen. Und auch dafür, dass meine "Gesundheit" mir nach wie vor ein gutes Leben ermöglicht.
    Speziell auf meine Freundin bezogen:
    Ich freue mich dass sie da ist. Und immer wieder da sein will. Darüber, dass meine Freunde und Familie sie sehr mögen - und sie meine Menschen. Und ich ihre Familie und Freunde. Mit ihr darf ich Lebensfreude und Genuss teilen, die Früchte meines beruflichen Lebens ernten. Ihre anschmiegsame Art, ihr Lächeln, ihre Blicke ......
    Und klar, als typischer Mann bin ich auch für ihre Schönheit dankbar.
    Diese Aufstellung ist nicht vollständig - es soll ja kein Roman werden.
    In diesem Sinne
    Tom, 56
     
  4. Hallo LadyFrohsinn, ich gratuliere dir zu deiner Einstellung, zu deinem Leben, zu deiner Erkenntnis, zu deiner Weisheit.
    Toll, was du hier schreibst, alles von dir könnte genauso von mir geschrieben sein, du bist ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Mensch, der bereit war, weg von der Norm, für sich zu lernen und immer noch bereit ist, zu lernen und nicht den einfachsten, konditionierten Weg des Widerstandes zu gehen, großartig sag ich da.
    Für mich das Allerhöchste, worüber ich sehr, ja am meisten dankbar bin - ist, meine innere Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Zufriedenheit und meine Begeisterung für das TUN stark zu spüren, dass ich, ich bin, so wie ich bin und ich mich so zeigen kann, wie ich bin, ohne mich zu verstellen, ohne dass ich irgendwelche Masken haben und ständig zeigen muss, in Aufrichtigkeit, in Liebe, in Treue, und in Authentizität zu leben, für mich und für andere.
    Ich freue mich auf Menschen, denen ich das Leben bereichern kann und auf das Neue im Leben, die Quelle der unendlichen Liebe im Wohlbefinden zu spüren und zu leben, in der Balance und stimmig mit sich selbst zu sein. Ich könnte noch sehr viel schreiben dazu.
     
  5. Das ist eine schöne Frage. Ich bin dankbar, dass ich nicht in einem Kriegsgebiet lebe und dass ich nicht hungern muss.
    Ich bin dankbar für meine Gesundheit.
    Ich bin dankbar für jeden einzelnen in meiner Familie und Freundeskreis, auch wenn sie mich gelegentlich verletzen.
    Ich bin dankbar, dass ich mich jederzeit von meinem Partner trennen kann, ohne dass ich dadurch in Gefahr sein werde.
    Ich bin dankbar für meine Freiheit.
    Ich bin dankbar, dass ich drin in der Wärme sein kann.
    Ich bin dankbar, dass ich jederzeit duschen könnte, weil ich mir
    das Wasser leisten kann.
    Ich bin dankbar, dass ich weiß, wie wichtig Dankbarkeit für die Gesundheit ist (hab ich schon öfter nachgelesen).
     
  6. Ich bin es noch einmal und möchte noch etwas ergänzen, die allermeisten Menschen sehen ihre Dankbarkeit überwiegend im Außen, machen sich quasi abhängig von äußerlichen Dingen, die überwiegend oberflächlicher Natur sind, und wenn diese äußerlichen Dinge nicht mehr da sind, sind diese Menschen meist sehr enttäuscht. Zufriedenheit, Dankbarkeit und das wahre Glück, findet man langfristig, ausschließlich in Liebe nur bei sich selbst!
     
  7. Nein, ich werde hier keine Eloge auf die (meinigen) Menschen halten und auf das Leben, nein.

    Aber ich bin unendlich dankbar für diese Jahrzehnte des Friedens und der Ruhe und - relativ gesehen - enormen Wohlstandes, in die wir hinein geboren wurden. Ich stand alleinerziehend da mit meinen Kindern und war doch nicht alleine, ein paar richtig getroffene Entscheidungen, einige meist doch recht gut ausgebügelte Fehler - und dann noch ein Glückstreffer in Form meines Mannes - eigentlich müsste man Kerzen von hier bis zum Mond anzünden..... (nein, tu ich nicht, käme mir kitschig vor) (doch, für meine sehr alten Eltern tu ichs)
     
  8. Liebe FS,

    das ist ja endlich einmal eine sehr schöne Frage und ich freue mich gerade jetzt in der gemütlichen Vorweihnachtszeit dir zu berichten. Ich führe seid einigen Wochen ein Dankbarkeitsbuch, schreibe also jeden Abend drei Dinge auf für die ich dankbar bin. Mir fallen jetzt im Alltag immer mehr schöne Dinge auf, die ich früher nie wahrnahm. Z.B. ein Lächeln des Verkäufers, die Wolken am Himmel, Umarmung einer Freundin...etc.

    Im großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich mein Leben liebe, auch wenn es manchmal Rückschläge gibt oder schlechte Phasen im Leben. Das ist normal. In den letzten Jahren habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und mich weiterenwickelt. Dadurch ziehe ich in letzter Zeit auch immer ähnlichere Menschen an-die wie ich auch unkoventionell und kreativ sind. Dafür bin ich dankbar, weil ich mit meinen Ideen und Spinnereien nicht schräg angeschaut werde.

    Wenn ich hier im Forum so lese welche problematische Kindheit andere Foristen hatten dann bin ich unendlich dankbar für meine
    Familie und unseren Zusammenhalt. Hier weiss ich, dass ich mich immer auf meine Familie verlassen kann egal was passiert.
     
  9. Hallo LadyFrohsinn,

    ich bin dankbar dafür, dass ich gesund bin und mich 2018 aus einer destruktiven Beziehung befreit habe. Alles in allem komme ich gut als Single klar. Doch gerne würde ich erfahren, wie Du zu Deiner inneren Mitte gefunden hast. Vielleicht könnte mich das inspirieren. So Weise Stimmen im Forum, von denen man sooo viel lernen kann, hört man ja nur selten... Samtina fiele mir so spontan noch ein...

    Alles Gute Dir!

    W30
     
  10. Mir geht es auch rundherum gut. Glückliche Beziehung, guter Kontakt zur Familie, spannender Job und bei all dem genug Freiheit, das Leben zu geniessen. Ich bin dankbar dafür, dass ich gesund bin, Sport machen und reisen kann, Freunde habe und dass mir im Moment eigentlich nichts wirklich fehlt im Leben.
    In Bezug auf Beziehung hat der "Drang" zu einer Beziehung nachgelassen, ich kann heute mehr geniessen und habe auf der anderen Seite weniger Angst, zu verlieren. Ich bin dankbar dafür, dass ich eigenständig bin, alle Entscheidungen jeden Tag hinterfragen kann und doch immer wieder feststelle: passt insgesamt alles .
    Ich bin auch dankbar, dass ich in einer tollen Umgebung leben kann und dass es jede Menge netter Menschen um mich herum gibt. Ich geniesse das immer, wenn ich merke, wie griesgrämig und negativ manche Menschen sind.
     
  11. Hallo LadyFrohsinn!

    Deine Einstellung scheint sehr gut und erfüllend für dich. Da fragt man sich, was interessiert dich, ob andere dankbar und erfüllt sind? Fehlt dir die Bestätigung, ob andere "einsam" auch so glücklich sind? Das wäre nämlich interessant.

    Viele Menschen suchen sich heutzutage isolierte, ruhige Gruppierungen, denen sie sich anschließen können. Ich sehe dein Phänomen in der Gesellschaft immer mehr: Ruhe und Einsamkeit praktizieren, wenig rausgehen, genügsam sein, sich auf sich besinnen, aber irgendwo auch auf nichts mehr aktiv zuzugehen und nichts mehr wollen. Gemeinschaften und Sozialitäten werden aufgelöst, man arbeitet nicht mehr aktiv daran.

    Für die große Liebe muss man schon was tun, aktiv sein, arbeiten, entwickeln, kreativ sein. Es scheint unsere deutsche Mentalität zu sein, zu "warten". Dir muss selber klar sein, dass dich niemand aus deiner Ruhe/Einsamkeit je erlöst, wenn du dich nur auf dich konzentrierst. Aber vielleicht möchtest du das auch nicht mehr. Denn die Realität ist, dass es im Alter sehr schwer wird, wenn man nicht hochaktiv wird und die Partnersuche schleifen lässt. Schneller als man gucken kann, ist man alt.

    Wenn du mich fragst: Ja ich bin glücklich, dankbar und erfüllt, weil ich mir meine Welt gut aufgebaut habe mit vielen Fähigkeiten. Mehr musst du nicht wissen. Wir praktizieren ja gewissermaßen die isolierte Einsamkeit wie unsere Religion für uns selber und keine Gemeinschaft mehr.
     
  12. Dankbar? Ist für mich gleich zu setzen mit »glücklich-Sein«. Und das bin ich in diesen Tagen in besonderem Maße über meinen Sohn, der am frischen Grab meiner Mutter dem etwas öde daher redenden Pfarrer das Mikrofon aus der Hand nahm und unsere Mutter mit den liebevollsten Worten für eine Viertelstunde zurück in den Kreis von uns allen holte. Da stand er, dieser tolle Sohn, nicht im weißen Hemd mit Krawatte, sein T-Shirt hing ihm unter dem blauen Pullover aus der Hose und er erzählte uns aus seiner Kindheit mit der eben verstorbenen Großmutter.
    Ich bin dankbar, dass er so ist, wie er ist.

    Aber ich weiß auch, dass solch' eine »Ernte« Vorläufer hat - und gerade für diese bin ich dankbar: wir leben nicht im Krieg und haben ein Dach über dem Kopf. Wir haben die Chance, denen, die fliehen mussten aus ihrer Heimat, die Hand zu reichen.
    Ich habe eine großartige Familie, Freundinnen und Freunde, mit denen ich streiten kann aber nicht muss, weil sie ähnliche Werte haben wie ich. Ich bin dankbar für die Menschen, die mich umgeben.
     
  13. Eine sehr sehr schöne Frage, liebe Lady Frohsinn, und schöne Zeilen von dir!
    Ich habe länger als du für diese entspannte Haltung gebraucht und beglückwünsche dich sehr dazu. Bewahr sie dir - sie wird dich gut durchs weitere Leben tragen.

    Ich bin ebenfalls dankbar für zwei großartige erwachsene Kinder (28 und 24) und dafür, dass es ihnen gut geht. Und auch dafür, dass sie wunderbare Partner haben. Ich bin dankbar, dass ich inzwischen ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter habe, wir guten Kontakt haben. Und ich bin dankbar für Freunde nah und fern, die mich oft spüren lassen, dass sie mich mögen und an mich denken.

    Ich sitze hier gerade in meiner schönen, warmen Wohnung, auf dem Fensterbrett steht ein Adventskranz mit zwei brennenden Kerzen, neben mir ein warmer Tee, draußen stürmt und regnet es, und ich weiß, sehr sehr viele Menschen haben es gerade nicht so kuschelig wie ich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir Gutes mitgegeben wurde und dass mir viel Gutes im Leben widerfahren ist. Vieles war ganz objektiv nicht gut, aber heute - mit etwas Abstand - kann ich schauen auf das, was heute ist, und bin im Frieden mit mir.

    Ja, ich habe ein Profil hier. Weil ich fest daran glaube, dass es einen passenden Partner für mich gibt, ja, auch jetzt noch ;-). Ob er nun gerade auch bei ElitePartner ein Profil hat und mich findet (oder ich ihn) - wer weiß das schon. Aber ich gehe mit offenen Augen und - dank Gymnastik und Yoga, auch das klappt "noch" gut, wie schön - mit geradem Rücken und schwungvollem Schritt durchs Leben, ich liebe meine Arbeit, ich habe tolle Kunden und meine Gesundheit ist so weit stabil. Ich habe mir mit meinem Umzug nach Hamburg vor einigen Jahren einen Traum erfüllt, habe hier neue Freunde gefunden, habe nette Nachbarn, genieße ein großartiges Kulturangebot, und es ist viel viel Wasser um mich herum (nicht nur wie heute von oben ;-)). Es ist also sehr sehr viel gut. Das erfüllt mich heute mit sehr viel Dankbarkeit. Danke, dass du mir das mit deinem Post noch einmal bewusst gemacht hast.

    Liebe Grüße und eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit rundum!

    Hauself (w55)
     
  14. Wie schade, liebe Martina698.
    Lies doch den Post von Lady Frohsinn noch mal mit einem Lächeln im Gesicht, vielleicht fällt deine Interpretation dann anders aus. So mag ich dir den letzten Satz gerade gar nicht glauben.
    Bleib doch lieber bei dir, deine Du-Botschaften sind reine Hypothesen, ich lese davon nichts in Lady Frohsinns Post.

    Alles Gute auch dir!
    Hauself
     
  15. Es hat nicht jeder der Wunsch nur deshalb einen Partner zu angeln, weil man nicht alleine sein kann/mag etc. FS ist mit sich selbst glücklich und deshalb dankbar, das höchste Ziel und gleichzeitig die beste Voraussetzung für eine glückliche Beziehung mit dem adäquaten Partner.
     
  16. Hier noch einmal die FS. Vielen Dank für Eure schönen Gedanken und dafür, dass Ihr diese teilt. Beim Lesen musste ich lächeln :) Danke auch dafür!

    Gerne möchte ich den einen oder anderen Gedanken kommentieren, mal konkret, mal allgemeiner. Schön, dass Ihr beispielsweise Euer gesamtes Leben mit in die Dankbarkeit einbezogen habt. Ich hatte mich lediglich auf die Beziehungswelt (im Sinne von Partnerschaft) konzentriert, aber um wieviel schöner ist es zu lesen, dass Ihr gleich aus dem Vollen geschöpft habt, angefangen mit Dir, lieber @Tom26 , danke :)

    Lieber @INSPIRATIONMASTER , es ist mir fast ein bisschen peinlich, es zuzugeben, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich sei gewachsen beim Lesen Deiner Worte ;-) (Bitte sieh das Augenzwinkern zwischen meinen Zeilen!) Ich danke Dir für die Bestärkung meiner inneren Haltung.

    Liebe @Mintgrün , Du hast eine konkrete Frage an mich gestellt. Danke für die Blumen, aber als weise empfinde ich mich noch lange nicht. Es gibt eigentlich nur einen Punkt, den ich begriffen habe, nämlich dass alles so ist, wie es ist, und dass Akzeptanz (von Menschen und Situationen) zunächst der erste Schritt in Richtung innerer Frieden ist. Erst wenn ich aufhöre, Widerstand zu leisten, kann ich in Gelassenheit sehen, was ich ändern möchte, und auch wie ich es ändern kann, vor allem aber auch, ob es sich überhaupt ändern lässt. Wie ich dazu kam, diese Dinge besser umzusetzen? Ganz ehrlich? Keine Ahnung :) Ich glaube, was mir in jeder Situation hilft, ist bei mir zu bleiben und keine Begründungen/Ausreden/Verantwortlichkeiten im Außen zu suchen. Damit hat es irgendwie begonnen, alle weiteren Mini-Schritte waren Teil eines langen Prozesses und sind es immer noch, das hört ja nie auf. Nur hat es irgendwann angefangen, mir Spaß zu machen, wenn ich Schwächen an mir entdeckt habe, denn das heißt: Erkenntnis! :)

    Liebe @Martina698 , das sind interessante Gedanken, danke dafür. Ich habe meine Frage hier gestellt, weil ich einen positiven Impuls ins Forum geben wollte, und weil mich die Gedanken der Teilnehmer hier interessieren. Und gerade weil ich eben keine Eigenbrötlerin bin (wie von Dir angenommen), finde ich die Gedanken und Ideen und auch Geschichten meiner Mitmenschen - ob hier oder im Offline-Leben - sehr spannend und inspirierend. Und ja, absolut, wenn man eine Partnerschaft möchte, sollte man mit frischer Kreativität ans Werk gehen - was ich auch mache, nur dass sich meine Aktionen zunächst nur auf mich selbst beschränken, alles andere begegnet mir dann, wenn die Zeit reif ist. Selbstverständlich geschieht dies immer in Interaktion mit anderen Menschen - alleine könnte ich meine Lektionen und Erkenntnisse gar nicht erhalten.
     
  17. Liebe Lady Frohsinn,

    Danke für deinen wunderschönen Post! Ich habe gleich einen Screenshot gemacht. Seit diesem Jahr bin ich nach einer langen Beziehung wieder Single und hoffe, mich auch in die Richtung wie du entwickeln zu können. Offen für eine Beziehung zu sein, auch etwas dafür tun, um es zu ermöglichen. Aber nicht krampfhaft, verzweifelt und bedürftig. Ich stelle fest, dass ich auf einem guten Weg bin, genau so zu fühlen und zu handeln, und dein Text bestärkt mich, auch weiter diesen Weg zu gehen.
     
  18. Liebe Lady Frohsinn
    Ehrlich gesagt, ich tu' mich manchmal schwer mit der Dankbarkeit. Ich kann das nicht auf Knopfdruck fühlen und die Aufzählung meiner Privilegien, meiner Erfolge oder der guten Zufälle in meinem Leben löst dieses Gefühl auch nicht aus. Klar, es wäre gesund für die Psyche, wenn man jeden Tag die Dankbarkeit übt. Aber dieses "verordnete" Gefühl, es mag gerade nicht so recht mein Freund werden.
    Auf meinen Beziehungsstatus bezogen fällt mir das aktuell besonders schwer. Was soll ich sagen, ich bin unfreiwillig Single und habe selbst auch meinen Anteil daran, aber ich seh jetzt gerade nicht, wem und wie ich dafür danken sollte.
    Klar, bin ich erleichtert, dass ich nicht in einer desolaten Beziehung oder einer zerbröckelnden Familiensituation fest stecke. Ich bin dankbar für die Freundschaften, die ich noch habe, obwohl alle mit Beziehung und Familie beschäftigt sind. Ich bin dankbar, dass meine Eltern jedes Jahr zum Weihnachtsfest einladen und ich mich Teil von einem Ganzen fühle. Ich bin dankbar, dass ich noch so gesund und ansehnlich bin, dass ich im Januar wieder so ein Online Dating Profil hochladen und mich in den Datingdschungel begeben kann, wenn ich will. Dennoch erfasst mich schon so was wie Wehmut und das Gefühl von Einsamkeit. Ich bin einfach für niemanden etwas Besonderes im Moment und ich habe niemanden, der mit mir durch diese emotional doch recht aufgeladene Weihnachtszeit hindurch geht. Das vermisse ich.
     
  19. Das Gefühl in mir gefunden zu haben, darüber bin ich auch dankbar.

    Und für meine Jungs, meine Familie und meine Freunde

    Aber ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Gefühl immer schon in mir wiederbeleben konnte.
    Kleine Dinge zu finden, die zu genießen
    Wie die Natur riecht, mit nackten Füßen im Wasser stehen, immer noch Tiere in den Wolken zu erkennen....
     
  20. Liebe LadyFrohsinn

    Schöner Nick, und schöner Gedanke - einfach einen bunten Strauß zu sammeln, warum Menschen dankbar sind. Dadurch zu sehen, wie schön und vielseitig das Leben ist.

    Schade, dass nun schon wieder Wertungen kommen, was "gute" und "schlechte" Dankbarkeit ist, oder Deine Motive hinterfragt werden.
    Man kann diese Gedanken doch stehen lassen.

    Dankbarkeit - ist für mich
    ein ganz mächtiges Gefühl, eine Mischung aus Glück und anderem, was ich nicht beschreiben kann, ganz tief berührt, und manchmal ein paar Tränen auslöst.

    Momente,
    Wie - ich laufe frühmorgens, spüre die Bewegung, rieche, fühle die Natur, die Umgebung und dann kommt der Blick auf die Alpenkette im Sonnenaufgang... Bei solchen, und ähnlichen Momenten halte ich oft inne, schicke ein Danke nach oben. Der Moment, wenn ich wieder auf einem Gipfel stehe. Ich bin fit, ich kann es - es ging ein paar Jahre nicht mehr.

    Dieses Gefühl lösen auch meine Kinder aus, wenn ich sie anschaue, wenn wir zusammen Adventskerzen anzünden, wenn ich heute morgen meinen Jüngeren mit einer Umarmung verabschiede.
    Oder der Moment, wenn ich Muße habe, mein Zuhause spüre.
    Der Moment, wenn ich hier Gäste habe, und sich alle willkommen und wohl fühlen.
    Momente, wo ich spüre, warum ich mich engagiere, und ein positives Echo kommt.
    Der Moment, wo ich einem Ausblick auf den runden Geburtstag wage, und feststelle, das wird eine Riesenparty, ich kenne Leute, die ich so mag, dass ich mit ihnen feiern möchte - das ist eine neue Erfahrung.
    Die Momente, wo ich spüre, ich bin angekommen, an diesem Ort, ich schlage tiefe Wurzeln, ich bin willkommen, man mag und schätzt mich. Und ebenso wichtig zu spüren, ich komme immer mehr bei mir an - innerer Frieden.

    Und ich bin dankbar dafür, Dankbarkeit spüren zu können.
    Wozu für mich auch noch ein weiteres Gefühl gehört - Demut.

    Leben ist schön.
    Danke Dir für den Gedankenanstoß,
    und auch Dir weiterhin viele solche Momente.

    Liebe Grüße ,
    Lionne
    W,49
     
  21. Nun, und Deine Frage in Bezug auf Partnerschaft?

    Da bin ich wie Du gelassen.
    Ich setze meine Impulse, bleibe offen und denke, irgendwann werde ich DEMJENIGEN schon begegnen.
    Dann, wenn es soll.

    Das Leben ist auch ohne Partner schön.
    Ich brauche keinen, im engen Sinn von brauchen, es wäre aber schon schön, wenn da jemand wäre.
    Zum Freude, Momente teilen, zum Verwöhnen, Nähe, Verbundenheit, für die vielen möglichen WIR.
    Aber es muss passen.

    Und da bin ich sehr dankbar dafür, dass ich für mich nicht muss.
    Keinen Druck verspüre, ich würde zu alt, wäre ohne Partner nicht vollständig, und was es für Gedanken gibt.
    Ich kann gut Single, kann genießen,
    Und ich bin dankbar für ein Umfeld, wo Beziehungsstatus und die Art einer Beziehung absolut nebensächlich ist. Hier gilt im besten Sinn, Leben und leben lassen. Oberbayrisches Dorf...

    W,49
     
  22. Ich bin dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit hatte in drei verschiedenen Kontinenten zu leben und viele Kulturen kennenzulernen. Dadurch habe ich ein Verständnis für viele Lebensmodelle entwickelt und teile die Menschen nicht in gut und Böse und habe eher keine Schubladen im Kopf. Ich bin dankbar für alle Menschen, die mir begegnet sind. Diese waren und sind zum größten Teil wunderbare Menschen und haben mein Leben bereichert und haben mich dazu gebracht aus mir herauszuwachsen und meine Fähigkeiten zu aktivieren und last but not least bin ich dankbar für euch und für dieses Forum. Ihr wart sehr oft in meinem Leben dabei und habt mich begleitet, mir Trost gespendet und Lösungsvorschläge gemacht. Ich danke Euch.
     
  23. Guten Morgen,

    ich bin nicht dankbar, weil ich dieses und jenes habe. Wäre ich undankbar, wenn ich es nicht hätte, nein.
    Ich bin grundsätzlich dem Leben gegenüber dankbar, gepaart mit Demut, eine Grundhaltung, die unerschütterlich in mir verankert ist.
     
  24. Liebe @LadyFrohsinn, dass kaufe ich dir sogar gerne ab mit dem Frohsinn :)
    Da du ja Beziehungsbezogen fragst und nicht Grundsätzlich, kann ich es kurz fassen.
    Ich bin dankbar das ich jetzt als Single keine Einsamkeit verspüre und mich nicht alleine fühle.
    Ich bin dankbar, hm.... ich mag es eher Glücklich nennen, dass ich gerade diese Zeit jetzt nutze und mich selbst viel besser kennen lerne.
    Ich bin glücklich das ich meine einzigen beiden Beziehungen welche zusammengerechnet mehr als drei Jahrzehnte mein Leben verschönerten, in Hauptsächlich schönen Erinnerungen behalten habe. Ich gelernt habe, auch die Trennungen als ein Stück Weg in meinem Leben zu verinnerlichen und nicht als emotionaler Schrotthaufen aus diesen Beziehungen ging.
    Ich bin glücklich jetzt nicht den Drang wie viele andere habe, oder zu spüren und nach einer Beziehung suchen zu "müssen".
    Sondern ganz nach dem altbewährten Kölschen Motto lebe.
    " Et kütt, wie et kütt" :)

    m48
     
  25. Liebe FS,
    das ist ein wirklich schönes Thema, denn auch ich sehe ganz besonders in letzter Zeit, was ich alles Gute habe, auch wenn mir wahrlich vom Leben nie etwas geschenkt wurde und die meisten Menschen nur von ihren hässlichsten Seiten erlebt habe.
    Ich habe wirklich die Hölle auf Erden erlebt.

    Und dennoch bin ich froh und dankbar dafür, dass ich mein Leben, trotz allem, genau so gestalten kann, wie ich es haben will.

    Ich bin schwerbehindert und auch EU-Rentnerin, ich habe zwar materiell nicht viel, aber alles was man zum Leben braucht, ist da.
    In einem anderen Land, wäre ich vermutlich schon lange tot.
    Hier kann ich trotz schwerer Erkrankungen dennoch leben und bekomme Medikamente und ärztliche Versorgung.

    Ich liebe meine kleine wirklich schöne Wohnung, meine Tiere (Kater, L-Welse und Spinnen) und erfreue mich ganz oft daran, nicht als Frau in einem Land leben zu müssen, wo sie Menschen zweiter Klasse sind und das ich keinen Krieg kenne.

    Ich bin froh, trotz vieler schlimmer Dinge in meinem Leben, erkennen zu können, wie stark ich doch wirklich bin. Ich bin dankbar für meine Möglichkeiten zur Selbstreflektion und der Chance, mein Leben dennoch aktiv gestalten zu können.

    Ich freue mich auf das Marduk-Konzert am 13.12, welches mir mein bester Freund geschenkt hat. Er ist der wertvollste Mensch, den ich kenne.

    Und das ich meine tiefe Verbundenheit und Liebe zum Black Metal ausleben kann, zur Musik überhaupt, dass ist für mich das Allerbeste von Allem.
    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum für mich :)

    Liebe Grüsse an alle hier :)
     
  26. Das ist ja ein schönes Thema, vielen Dank :)

    Ich denke in den letzten Jahren fast jeden Tag, wie froh ich über mein Leben bin und dass das meiste Zufall ist und gar nicht mein Verdienst. Darüber kann ich schon sehr glücklich sein. Meine wunderbaren Eltern, die mich immer unterstützt haben und denen es trotz des Alters (Mitte 70) noch gut geht und die mir immer vorgelebt haben, wie man eine gute Beziehung führt. Langjährige und auch neue Freundschaften. Ein sicherer, gutbezahlter Job, der mir vor allem wegen der zauberhaften Kollegen sehr gefällt, Hobbys, die mich ausfüllen und bei denen ich froh bin, sie (teilweise durch Zufall) gefunden zu haben. Und natürlich meine Beziehung, bei der ich seit über 3 Jahren nichts zu meckern habe; es wird eigentlich nur immer besser. Ich habe so einen guten Mann erwischt, dass ich mir fest vorgenommen haben, selbst wenn es irgendwann schiefgeht, für diese tolle Zeit dankbar zu sein. Und dazu sind noch alle gesund. Das ist wahrscheinlich eines der besten Dinge, die einem passieren können. Ich denke, Mitte 30 ist auch so ein Alter, in dem man langsam in sich selbst ankommt, sich kennt, akzeptiert und sich auch mehr mag als in jüngeren Jahren (zumindest bei mir so). Das schenkt mir ganz viel Ruhe im Alltag.
    Ich bin Atheistin und eigentlich daher nicht irgendwem konkret dankbar, aber ich bin glücklich über mein Leben und mir ist klar, dass das sehr vielen nicht so geht, die das vielleicht noch mehr verdient hätten.

    w, 35
     
  27. Was für eine schöne Frage zum Advent.
    Ich bin dankbar, dass ich hier leben darf. Und für viele Menschen in meinem Leben. Ich habe jeden Tag was zum Essen und ein Dach über dem Kopf.
    In diesem Jahr bin ich schwer erkrankt. Es gab meinem Leben eine Zäsur. Doch ich bin zutiefst dankbar dafür, wieviel Verbundenheit, Liebe und Hilfe mir zuteil und angeboten wurde, zum Teil von Menschen von denen ich es nie erwartet hätte, dass es mich immer wieder aufs Neue berührt.
    Das ist mein tiefster Dank in 2018. Gesundheit wünschen wir uns oft so lapidar und nebenbei, doch ohne sie, ist das andere alles nichts bzw. wenig.
    w/54
     
  28. ... das ist mir hier zu advents- und weihnachtsduselig.

    Dankbar sein?! Geht es auch eine Nummer kleiner? Dankbar wem gegenüber, welcher Sache, welchem Sachverhalt gegenüber. Dankbar sein allgemein klingt bedürftig und devot, tut mir Leid. So schicksalsgebunden und abhängig. So passiv, als hätten andere die Marionettenfäden in der Hand.

    Kann man nicht einfach auch feststellen, dass es schön ist, so und so leben zu können oder etwas bestimmtes auf Reihe bekommen zu haben?
     
  29. ...ganz einfach, dem Leben gegenüber dankbar sein. Das ist mehr als gefühlt und verbal zum Ausdruck gebracht, es ist eine Haltung, die entsprechendes Tun und Handeln einschließt.

    ...ich ersetze diese Begriffe devot und bedürftig mit Demut

    ...etwas bewusst feststellen, schön finden, beinhaltet Dankbarkeit.

    Weihnachtsduseleien sind Ausdruck von Freude und Dankbarkeit und erhebend, wenn man diese miteinander teilt.
     
  30. Absolute Zustimmung. Ich bin auch dankbar für die Musik und ich möchte euch die Musik, die ich mag nicht vorenthalten und es passt auch zu vorweihnachtlicher Stimmung: Hört euch mal bitte von Schumann, Piano Quartett in E-Flat Major, op. 47, Andante cantabile. Es ist wirklich sehr schön und viel Vergnügen dabei :).
     
  31. Für mich gehört das einfach zusammen ......
    Dankbarkeit steht für mich nicht für eine religiöse Idee, sondern dafür, dass ich dafür dankbar bin, immer wieder Menschen gefunden zu haben, die mir geholfen haben. Eltern, Bruder, Freunde, Geschäftspartner, Mentoren ..... ihnen allen bin ich dankbar. Und zufrieden bin ich damit, was ich daraus gemacht habe. Die beiden, Zufriedenheit und Dankbarkeit, gehen für mich Hand in Hand. Daraus konnte ich meine Ressourcen wie Zuversicht, Selbstvertrauen, Lebensfreude und Optimismus bilden. Dadurch kam dann das Glück zu mir und dieses wiederum steigerte meine Attraktivität, so dass meine V. in meinem Leben sein will.
    Ob das verständlich ist? Werde ich bald lesen.
    Annie, versuche in dir einen Anfang zu finden. Es klingt nach Uroma's Weisheiten - aber wenn du zufrieden bist, ist deine Ausstrahlung schöner ..... Dass du für gar niemand wichtig bist, glaube ich dir nicht.
    Pixi, Lionne und Lady Frohsinn machen das schon richtig - schau dir was ab.
    Und Sunni - nenne es wie du willst . Das ist vollkommen egal.
     

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