• 11.04.2018
    • Kaschmir444

    Wo führt das hin?

    Hallo, jetzt drehen sich meine Gedanken auch mal so im Kreis, dass ich mal einen anonymen Rat brauche... Mein Freund (40) lebt in Berlin, ich (35) in der Nähe von Mainz. Wir haben uns vor einem Jahr auf der Hochzeit einer gemeinsamen Freundin kennengelernt. Nachdem er mich ein paar Mal besucht hatte wurde mehr daraus. Er stand vor einem Jahr etwas in beruflicher Umbruchstimmung und suchte für sich eine neue Perspektive. Zeitgleich hatte er sich das Knie gebrochen und erstmal viel Zeit und Muße, um nachzudenken. Das war die Zeit, in der wir davon gesprochen hatten, dass er zu mir in die Gegend zieht. Einige seiner guten, alten Freunde leben in meiner Gegend und auch das war Argument dafür. Nun kann er seit einem knappen halben Jahr wieder laufen und es hat sich ein interessantes Jobangebot für ihn aufgetan. Er arbeitet selbstständig, dies aber weiterhin in Berlin. Er hat nun entschieden, dass er nicht zu mir ziehen möchte. Seine Familie lebt in Berlin und auch sein Freundeskreis ist dort. Für mich macht das die Lage sehr traurig, denn auf eine in Stein gemeißelte Fernbeziehung hätte ich mich vermutlich so nicht eingelassen... Wir sehen uns etwa alle zwei Wochen für ein paar Tage, wenn er mich besucht. Er scheut die lange Strecke nicht und hat in eine Bahncard 50 investiert, um auch spontan mal vorbei zukommen. Ein Umzug nach Berlin kommt für mich nicht in Frage. Ich bin kein Stadtmensch, habe einen Hund und liebe die Weinberge. Ich habe zudem keinen Freundeskreis in Berlin. Und auch beruflich macht es keinen Sinn, weil ich dort wesentlich weniger verdienen würde - ich werde nach Tarif bezahlt und der ist in Berlin deutlich geringer. Nun stellt sich für mich die Frage, wohin das alles so führt. Kinder sollte ich krankheitsbedingt sowieso keine bekommen. Aber trotzdem ist mir an einem präsenten Partner gelegen. Die Beziehung hat durch die Distanz auch sowas unverbindliches, unreifes für mich. Andererseits kommen Alltagsprobleme kaum auf, es hat also auch Vorteile. Ich wünschte mir nur einfach, wir würden das selbe Leben leben. So habe ich den Eindruck, als lebt so jeder in seiner eigenen Welt. Was denkt ihr? Besteht die Chance, dass er doch nochmal zu mir zieht oder klingt das nach dem berühmten Anfang vom Ende?
     
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    • # 1
    • 12.04.2018
    • Laubsk
    Ich empfehle ja gern den cineastischen Blick auf diese Frage. Du hast ja genügend Zeit bei deiner Warterei in der Fernbeziehung. Such dir ein paar Liebes-oder Schnulzen-Filme aus, in denen die Schöne den begehrten Mann am Ende bekommt. Und dann denk mal nach, was du tun könntest, um diesen Leinwandheldinnen etwas näher zu kommen. Glaubst du Monica Bellucci oder Angelina Jolie würden ihre Helden abbekommen, wenn sie passiv abwarten und sich ihren negativen Gedanken hingeben würden. Nein! Die sind umwerfend attraktiv und verzaubern ihre Männer. Das nächste Mal, wenn du deinen Helden vom Bahnhof abholst, gehst du da auf dem Bahnsteig entlang, wie Monica Bellucci in dem einen Film an der Strandpromenade. Ganz selbst vergessen. Im hautengen Kleid. Mit gespitzten, leicht geöffneten Lippen und leicht dämlich-entrücktem Gesichtsausdruck. Du strahlst mit jeder Pore aus, dass es nichts Spannenderes gibt, als der Anblick, wie dein enges Kleid bei diesem Gang deinen Körper umschmeichelt.

    Werde ein bisschen so wie die Schönen im Film. Das wichtigste, werde erst mal so richtig schön. Du wirst sehen, deinen Helden wird nichts in Berlin halten. Er ist schon fast bei dir. In Mainz.
     
    • # 2
    • 12.04.2018
    • Schnuppe78
    Hi Kaschmir,
    es klingt von deiner Seite aus, wie der Anfang vom Ende.
    Die Beziehung entwickelt sich nicht in die von dir gewünschte Richtung. Dein Partner führt sie so fort, wie begonnen. Er wendet Zeit auf, um Dich regelmässig zu sehen.
    Er hat die Option, sein Leben mit Dir zu teilen, geprüft und sich für seine Heimat entschieden. Diesbezüglich geht es ihm wohl ähnlich, wie dir mit den Weinbergen.
    Es ist verständlich, dass dir seltene Treffen "sich sehen" nicht ausreichen, sondern du auch eine gemeinsame Freizeit gestalten möchtest, ihn bei dir haben willst. Du möchtest dein Leben mit ihm teilen und nicht auf Besuch warten. Teile ihm doch diesbezüglich deine Gefühle darüber mit, so wie du sie hier berichtest. Vielleicht äussert er sich zu seinen Vorstellungen für die Zukunft (Wo führt das hin). Wenn du das Gefühl hast, dass dies auf Dauer keine Option ist, dann kannst du dir nur für dich überlegen, ob du die Konsequenzen ziehst.
    LG
     
    • # 3
    • 12.04.2018
    • NormaJean
    Ich fasse zusammen, aus deinen Angaben:

    Er hat entschieden, nicht in die Nähe von Mainz zu ziehen.
    Du hast entschieden, nicht nach Berlin zu ziehen.

    Somit ist doch der Fall ziemlich klar.
    Entweder ihr arrangiert euch mit einer Fernbeziehung, oder ihr lasst es.

    Das Wort Entscheidung bedeutet ja letztendlich auch, das beide Partner an der Stelle für sich einen Punkt gesetzt haben. Wenn er sich entschieden hat, dann ist das so, und dann bedeutet das meistens nicht, dass er sich doch noch mal umentscheidet und hin und her eiert. Eine Entscheidung ist eine Entscheidung. Am Ende könnte er ja die selbe Frage hier posten. „Meine Freundin hat entschieden, nicht nach Berlin zu ziehen. Ob sie ihre Meinung noch mal ändern wird?“

    In die Glaskugel kann niemand blicken. Aber grundsätzlich sollte man schon erstmal ernst nehmen, was der andere sagt und tut.
     
    • # 4
    • 12.04.2018
    • Rosenblatt
    Ziehe NICHT zu ihm!! Ihr hattet abgemacht, dass er zu dir zieht. Dies hat er gebrochen (wie so oft bei Männern, da ja das Geschlecht der Frau schon gebietet dass sie sich bewegen muss amstatt der Mann.. Ironie off). Du kennst da sicherlich niemanden in Berlin im Gegensatz zu ihm in Mainz. Klassisches Muttersöhnchen, was sich in seinem Alter auch nicht mehr ändern wird! Schieß ihn ab und such dir einen richtigen Mann, der dich genug liebt!
     
    • # 5
    • 12.04.2018
    • DLIT
    Anfang vom Ende.
    Er wollte, jetzt nicht mehr. Du willst nicht. Wenn du ihm jetzt sowas sagst wie "du ziehst um oder es ist aus" (egal durch wieviele Blumen du sowas sagst), wird das Ultimatum als aufgefasst, er wird dann evtl umziehen, aber über kurz oder lang damit ein Problem haben. (Z.B. wenn die ersten Problem(chen)e auftauchen, selbstg wenn er an einer Lösung arbeiten würde, wird er immernoch "wäre ich bloß nicht umgezogen" im Hinterkopf haben).
     
    • # 6
    • 12.04.2018
    • Cho Oyu
    Liebe Kaschmir,

    er wollte zunächst zu Dir, Jetzt hat er sich für Berlin entschieden. Er Stadt Mensch, du Landei. Wenn Du lieber in Trebur oder Essenheim leben möchtest, dann ist das für ihn zu klein, Berlin ist Dir zu groß. Ihr habt Euch BEIDE für Eure Heimat entschieden. Der Unterscheid ist nur - er hat einen Rückzieher gemacht. Das ist eine nochmal deutlichere Ansage. Du willst keine Fernbeziehung. Ich denke es wird nicht.

    Dennoch alles Gute für Dich.

    M 48
     
    Moderationsanmerkung: Ein reines Kommentieren von Antworten wird gelöscht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
    • # 7
    • 12.04.2018
    • HeidiBerlin
    Wo das hinführt? Ich denke, das löst sich so langsam auf. Dass es bei Euch schon nach einem Jahr soweit ist, sagt eigentlich alles. Bei mir begann die Sprachlosigkeit zu dem Thema Zusammenziehen nach ca. drei Jahren. Das lag an uns beiden. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen als Berlinerin in Freiburg zu leben, er wollte nicht in Berlin leben. Es war irgendwie irrational alles. Wir ließen es einfach weiterlaufen, der Frust war immer da. Kein gemeinsamer Alltag, ständig das krampfhafte Aufrechterhalten der abendlichen Telefonate, damit man wenigstens sagen konnte, wir halten Kontakt, es fühlt sich so an, wie eine echte Beziehung.
    Das stimmt eben nicht. Wir machten uns was vor.
    Es kam noch dazu, dass wir uns nur so ca. alle sechs Wochen sehen konnten. Überlege Dir reiflich, ob Fernbeziehung was ist für Euch beide. Setzt Euch zusammen und redet nicht um den heißen Brei herum. Nach spätestens drei Jahren, sollte man zusammen leben.
    Viel Glück!
     
    • # 8
    • 12.04.2018
    • gast_m
    Mainz vs. Berlin ist einfach eine zu große Distanz. Kein Vorwurf an Dich, kein Vorwurf an ihn. Sicherlich mag er Dich sehr. Seine Argumente sind nachvollziehbar, genauso Deine.
    Ich würde mein stabiles Umfeld ebenfalls nicht aufgeben. Und würde es aber auch von keiner Frau verlangen.

    m, 39
     
    • # 9
    • 12.04.2018
    • Sirius97
    Er hat ja durch seine Entscheidung für seine Arbeit in Berlin/Freunde/Familie auch sehr deutlich seine Prioritäten gesetzt und das ist leider kein gemeinsames Leben mit Dir.
    Du hast aber auch Deine Prioritäten (Weinberge/Hund) gesetzt und auch nicht für ein gemeinsames Leben.

    Das kommt bei Paaren übrigens recht häufig vor.
    Ich habe vor kurzem eine Frau kennengelernt, die nicht von ihrer Schwester und Mutter 30 km mit einem Partner wegziehen wollte.
    Das ist dann halt so. Ich weiß es nicht, es ist dann vielleicht auch nicht die große überirdische Liebe?

    Ich bin gerade in einer etwas ähnlichen Situation. Mein Partner will nicht nach Berlin ziehen. Er fühlt sich in der Stadt nicht wohl. Ich finde in seiner Gegend keine Arbeit mit meinem Einkommen schon gar nicht. Er muss sich eine neue Arbeit suchen. Das könnte er auch bei mir tun und würde eher etwas finden als in seiner Heimat. Mit seiner Ausbildung findet er sowieso nur Arbeit in einem der Ballungszentren.

    Ich möchte mich aber auch nicht für sein Glück verantwortlich fühlen und sehe ihn lieber glücklich woanders, als unglücklich bei mir.
    Ich schaue, wie er sich entscheidet und dann überlege ich, womit ich leben kann und womit ich nicht leben möchte. Für mich ist das schon auch ein Gradmesser, wie wichtig ihm unsere Liebe ist.

    Da das mein letzter Versuch für eine Partnerschaft ist, habe ich Zeit zum Nachdenken und, um bei mir zu sehen, ob ich mit der Unverbindlichkeit einer Fernbeziehung leben kann und möchte.
    Viele meiner Freundinnen wollen gar kein Zusammenleben mehr in einer Wohnung, sondern eher etwas unverbindliches ...nettes. So langsam denke ich auch bei mir, dass die Vorteile gar nicht mal so schlecht sind. Auf der anderen Seite war ich auch schon fast soweit mich zu lösen, weil eine Fernbeziehung auch sehr kräftezehrend ist. Dauerhaft schaffe ich das wohl nicht. Ich kommuniziere das aber auch.
     
    • # 10
    • 12.04.2018
    • Lucy aus dem Süden
    Du willst alles und gibst nichts. Du willst, dass er alles hinter sich lässt, damit du weiterhin mit Deinem Hund in den Weinbergen spazieren gehen kannst. Er investiert, du nicht. Das wird nicht funktionieren. Und irgendwann wird er es leid sein, immer zu Dir zu fahren. Ein gemeinsamer Bekannter an Deinem Wohnort ist da wohl nicht genug zusätzliche Motivation. .

    Ich selbst bin meiner großen Liebe wegen nach Südafrika gezogen (mit Hund) und auch wieder zurück nach 3 Jahren. Heute bereue ich diese Zeit, die ich besser in meine berufliche und persönliche Zukunft gesteckt hätte, da er mich sowieso 2 Jahre nach der Rückkehr und der Geburt unserer Tochter verlassen hat und ich beruflich wieder neu Fuß fassen musste. Gott sei Dank heute alles wieder gut aber es hat ne Menge Kraft gekostet.
    Hab ein wenig mehr Verständnis für ihn und seine Lage (ich weiß nicht was er selbständig macht aber man braucht da ein Netzwerk und einen Kundenstamm, manchmal regional...

    Wegen der verhärteten Fronten gebe ich der Sache keine große Chance. Genieße es solange es geht.
    W52
     
    • # 11
    • 12.04.2018
    • Vorkoster_M36
    Dein Gefühl täuscht dich nicht, eure Beziehung ist unverbindlich.

    Ich kann euch beide verstehen. Ein Umzug nach Berlin käme für mich auch nicht in Betracht. Andererseits ist ihm der Job wichtiger, mehr als ein Gedanke ist der Jobwechsel nach Mainz für ihn auch nicht gewesen. Fazit ist, keiner möchte aufgeben, was er hat.

    Ich würde folgendermaßen vorgehen: Überlege dir, was du möchtest. Ist die lockere Fernbeziehung "für Nebenbei" OK für dich? Du hast ein stabiles Umfeld, Familienplanung steht nicht an, da kann sowas durchaus nicht schlecht sein. Man vermeidet Alltagsprobleme, hat Zeit für Hobbies, muss sich nicht einschränken usw. Das alles natürlich unter der Maßgabe, dass es auch schnell vorbei sein kann. Z.B. wenn bei ihm oder dir plötzlich der oder die Richtige in der Nähe ist.

    Wenn du aber mehr Nähe möchtest, musst du dich mit ihm aussprechen, Zeit genug hattet ihr inzwischen, um zu wissen, was ihr am anderen habt.

    Die riesengroße Liebe scheint es beiderseits nicht zu sein, sonst würden sich solche Fragen gar nicht stellen. Notfalls müsst ihr halt die Konsequenzen ziehen.
     
    • # 12
    • 12.04.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Wenn ich deine Zeilen lese gibt es für mich nur eine einzige Antwort, er steht nicht auf dich, deshalb kommt er auch nicht, wäre ich in einer solchen Situation, ich würde den Kontakt abbrechen und würde mich neu orientieren mit dem Blick nach vorne!
     
    • # 13
    • 12.04.2018
    • Schnov
    Wenn aus der Fernbeziehung eine Nahbeziehung werden soll, muss mindestens einer von Euch Kompromisse machen. Aber dazu ist offenbar keiner von Euch bereit. Damit beantwortet sich die Frage von selbst, findest Du nicht?
     
    • # 14
    • 12.04.2018
    • Tabea
    ...Liebe geht vor, aber vergiss das Hirn nicht. Sprich mit Deinem Arbeitgeber, vielleicht hat er eine Herz für zwei getrennte Herzen, und es gibt eine Lösung.
    ...Deinen Freund verstehe ich, wer in Berlin Job und Wohnung hat, der ist erst mal froh und reisst nicht alles ein, auch nicht für Monika Bellucci in den Weinbergen Roms.
    ..Vielleicht Kompromiss, Du ziehst nach Berlin für 2 Jahre ( Arbeitgeber fragen zwecks Geld); vermietest Deine Wohnung und ihr lasst mal Amore sprechen.
    Vielleicht ist alles dann doch nicht so rosig mit Robert deNiro der Hauptstadt, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, Der Amerikaner sagt: NO RIST NO FUN
     
    • # 15
    • 12.04.2018
    • irina_85
    Hallo FS,
    Ich hatte auch schon eine Fernbeziehung, die vier Jahre dauerte und fand diese auch sehr unreif und unverbindlich. Mich hat das warten und Abschiednehmen viel kraft gekostet und ich würde es nicht mehr machen. Ausnahme: der Mann macht schnell Nägel mit Köpfen.

    Er hat einen Rückzieher gemacht, dh er hat sich gegen eine gemeinsame Zukunft entschieden. Keiner will von euch nachgeben. Ich kann dich verstehen, ich würde nicht nach Berlin ziehen.

    Folgendes konnte ich im Umfeld sehen. Männer die zu ihren Frauen ziehen, lieben sie über alles und planen die Zukunft.
    Frauen die zum Mann ziehen, da ist die Prognose schlecht. Die Beziehung hält nicht lange. Männer müssen dich ein bisschen mehr lieben als du sie. Ansonsten ist es vergeblich.

    Suche das Gespräch und schau, ob dir diese Beziehung gut tut oder Energie raubt.
     
    • # 16
    • 12.04.2018
    • Stern12345
    Liebe FS
    Natürlich kann sich das noch ändern und dein Freund zu dir ziehen? Das Leben wandelt sich so schnell.

    Entschuldige die Frage, aber hat er wirklich konkret gesagt, dass er vor hat zu dir zu ziehen und jetzt seine Meinung geändert, oder war es nur eine Spinnerei, ein Gedankenaustausch für die Zukunft?
    Manchmal führt man ein Gespräch und es kommen Dinge nicht so klar rüber wie man selbst glaubt!
    Deshalb rate ich dir, nocheinmal ganz offen das Gespräch zu suchen und ihn zu fragen, wie ER sich EURE gemeinsame Zukunft eigentlich konkret vorstellt? Redet miteinander und schaut ob es in der Zukunft mit euch beiden passt.
    Vielleicht bedeutet das, dass du noch ein bisschen warten musst bis er sich verändert, vielleicht aber auch das ihr euch gemeinsam komplett woanders niederlasst. Wie sehr liebst und willst du diesen Mann? Bist du bereit dich auch ein wenig zu bewegen? Einen Kompromiss zu schließen?

    Ich kann euch beide verstehen, aber finde es immer bedenklich, wenn man vom Partner etwas erwartet, was man selbst nicht tun würde! Du musst damit rechnen, dass er dich genau das Fragen wird. Warum gibt es keinen Kompromiss? Warum muss ich mich alleine bewegen?

    Wahre Liebe findet Wege und Lösungen! Reden hilft.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 17
    • 12.04.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Damit bin ich gar nicht einverstanden, das geht genauso schief, wie auch umgekehrt, wenn Frau den Mann mehr liebt, es kann nur gut gehen, wenn das Verhältnis ausgeglichen ist, in der Balance ist und beide in der Mitte gespürt und empfunden werden!
     
    • # 18
    • 12.04.2018
    • minimal
    Was ist das denn für eine Argumentation? Ich bin auch zu meinem Partner gezogen, 450km von meiner Heimat entfernt.
    Also wir haben fast 2 Jahre eine Fernbeziehung geführt und sind mittlerweile seit 8 Jahren zusammen und heiraten nächstes Jahr.
    Wenn er zu mir gezogen wär hätte er sich vom Gehalt her auf jeden Fall verschlechtert. Also bin ich zu ihm.

    Das kann man alles nicht so pauschalisieren.

    Liebe FS könnt ihr nicht ein Kompromiss schließen? Was weis ich, trefft euch in der Mitte....oder in Hessen dort gibt es auch Weinberge aber auch ne große Stadt wie zB. Frankfurt.
    Oder wie wär die Überlegung an irgendeinen Randbezirk in Berlin zu ziehen? Oder etwas außerhalb von Berlin?
    Klar ist es nicht einfach, vor allem wenn man alles hinter sich lässt. Nur ich glaube auf Dauer wird es sehr schwer wenn ihr weiter eine Fernbeziehung führt.
     
    • # 19
    • 12.04.2018
    • Boyne
    Ich glaube nicht, dass er zu Dir ziehen wird und für Dich kommt ein Umzug nicht in Frage, also ja das ist dann das Ende.

    Aber ich schreib nur mal meine Ansicht. Ich finde Berlin auch nicht toll, würde aber an Deiner Stelle probieren ob die Beziehung überhaupt Bestand und Zukunft hat. Ob nicht doch eine Möglichkeit besteht sich zu arrangieren. Das mit dem weniger Geld wäre ein Preis den ich zahlen würde für die Liebe. Wer weiß ob Du Dich nicht auch noch in Berlin verliebst?

    Für meinen Freund kam auch ein Verlassen seiner Heimat und eine Fernbeziehung nicht in Frage, ich hab dann überlegt(auch mit Hilfe es Forums)und bin ins kalte Wasser gesprungen. Ist zwar noch nicht lang, aber keinen Tag hab ich bis jetzt bereut.
     
    • # 20
    • 12.04.2018
    • Amytan
    Schöne und reife Haltung!
    Denn hier sehe ich die größte Gefahr: sollte er sich - aus welchem Grund auch immer - für einen Umzug zu dir in die Nähe der Weinberge entschließen, würde, bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit, immer wieder in seinem Hinterkopf auftauchen, dass er einen Fehler gemacht hat. Umgekehrt, wenn du nach Berlin ziehen würdest, wäre es nicht anders.

    Ich habe seit über 4 Jahren eine Liebes-Fernbeziehung. Knapp 600 km, allerdings mit guter Bahn- bzw. Flugverbindung. Wir sehen uns 2-4mal im Monat, er kommt immer hierher, ich fahre nur selten zu ihm. Doch das hat berufliche Gründe und er kann einen Teil seiner Arbeit (selbständig) während der 4stündigen Bahnfahrt erledigen. Wir sind beide selbständig, aber unabhängig davon käme für mich ein Wegzug aus Berlin eher nicht in Frage.

    Jedes mal, wenn sein Besuch ansteht, freuen wir uns beide aufeinander wie die Schneekönige. Wir sind dann ganz füreinander da, genießen die gemeinsamen Tage und Nächte, gehen liebevoll miteinander um. Für (ernsthaften) Streit wäre uns die Zeit zu schade. DAS kann auch die schöne Seite einer Fernbeziehung sein, denn den »Alltagskram«, der auch belastend für eine Beziehung sein kann, erledigen wir in der Zeit, in der jede/r von uns bei sich alleine ist. Damit haben wir (fast) immer eine Schönwetterliebe.

    Bedenke, liebe FS, dass ein Jobwechsel nicht immer ganz einfach ist, schon gar nicht für einen Selbständigen. Sicher liegt der Schwerpunkt für seine Entscheidung, doch nicht umzuziehen, eher hier, als in einem (neuen oder alten) Freundeskreis. Denn Freunde kann man überall finden, tragbare geschäftliche Beziehungen und Aufgaben nicht.

    Ich würde - an deiner Stelle - ausprobieren, wie tragfähig eure Liebe in den nächsten Monaten/Jahren ist, gerade über die Entfernung. Wenn du weiterhin eure Beziehung als unreif und unverbindlich (dein Zitat) siehst, solltest du dir einen anderen Partner vor Ort suchen.
     
    • # 21
    • 12.04.2018
    • frei
    Mainz ist ja fast in Hessen, ca. 50 km von Frankfurt entfernt.

    Ich habe auch eine Fernbeziehung mit fast den gleichen Standorten.
    Ich wohne in ffm und meine Tochter in Berlin.
    Das ist schon echt weit.
    Ich fahre das vielleicht zweimal im Jahr mit dem Auto, bleibe dann auch ein paar Tage oder ich verbinde es mit beruflichen Terminen, die in Berlin sind oder in der Nähe, dann auch für kürzer.
    Aber wenn ich alle zwei Wochen diese Strecke für nur ein WE fahren sollte...nee, echt nicht.

    Meine Tochter kommt vielleicht sechs- oder achtmal im Jahr hierher, was ich in Anbetracht der Mühsal sehr schmeichelhaft finde.
    Jetzt wollte sie partout an Ostern hierher, obwohl sie nicht freinehmen konnte. Sie hatte also wirklich nur Freitag bis Montag Zeit.
    Ich fand, das lohnt sich kaum, ist doch total anstrengend.
    Ich denke auch nicht, dass sie das noch oft macht.

    Und du liebe FS nimmst das seit einem Jahr so hin, dass der Mann das alle zwei Wochen macht und das, obwohl er das erste halbe Jahr nicht mal laufen konnte. ( Nur mal der Neugier halber: wie hat er das gemacht ? Krücken ? Rollstuhl ? )
    Boah, da muss die Liebe aber groß sein.
    Oder der Druck...ist halt ein Mann.

    Hast du denn gar kein schlechtes Gewissen ?
    Bietest du ihm nicht an, abwechselnd zu ihm zu fahren ?
    Boah, da kann die Liebe aber nicht groß sein.
    Oder der Druck... bist halt eine Frau.

    Ich finde, der Mann investiert viel, du auch ?
    Der Anfang vom Ende ? Hm ja, ich denke, du läutest es ein, oder ?
    Du willst ihn gar nicht richtig, oder ?

    w 50
     
    • # 22
    • 12.04.2018
    • void
    Ich denke leider auch, das ist der Anfang vom Ende. Du wünschst Dir ja einen Mann, der mit Dir und Deinem Hund in den Weinbergen spaziert. Dafür ist das nicht der richtige Mann. Falls Du das tust: Ihm jetzt unterstellen zu wollen, dass er Dich getäuscht hat, fänd ich nicht richtig und fair. Ich denke, er hat damals wirklich gedacht, dass er zu Dir zieht. Und dann hat er rausgefunden, dass ihn das unglücklich machen würde. Wie es Dich unglücklich machen würde, wenn Du zu ihm zögest.
    Die Argumentationen, dass Du ihm nicht wichtig genug bist, kann man genauso umdrehen. Er ist Dir ja auch nicht wichtig genug. Und in meinen Augen ist es auch keine "Argumentation", weil es außer Acht lässt, dass der Mensch an sich mit seinem Leben zufrieden sein muss, wenn er einen Partner glücklich machen will. Auf solchen Zugeständnissen, wie sie für ihn und Dich wären bei einem Umzug, lässt sich generell kein Glück aufbauen.

    Überlege, was Dich glücklicher macht: Diese Fernbeziehung mit ihm oder Single sein und in der Gegend nach jemandem suchen.

    Geht es Dir um den Menschen oder um die Beziehungsform, hätte ich früher gefragt, weil ich nicht verstanden hätte, warum man einen tollen Menschen "wegwirft", nur weil man nicht mit ihm zusammenleben kann nach seiner eigenen Vorstellung. Aber ich seh das heute anders. Wenn man sich ein gemeinsames Leben wünscht und das Gefühl hat, nur so in einer befriedigenden Partnerschaft zu sein, dann IST dieser Punkt auf der Liste "so sieht mein Traummann aus" eben wichtig und Du kannst hier nicht flexibel sein. Das ist genauso wie mit "Kind oder kein Kind". Es sind elementare Bedürfnisse, die der Mensch hat, oder er kann auf die Beziehung verzichten, weil sie ihn unglücklicher macht, als wenn er allein wäre. Dann ist auch der tolle Partner leider nicht der passende Partner.

    Sieh auch, was Du an Unflexibilitäten mitbringst, und finde danach Deinen Partner.
     
    • # 23
    • 12.04.2018
    • Kaschmir444
    Hehehe, DAS ist ein ganz hervorragender Tip! Und klar, verstehe was Du meinst. Tatsächlich ist dieses Gefühl und damit diese Ausstrahlung in den letzten Monaten abhanden gekommen, das mag sein. Ich würde meinen, ich bin sehr attraktiv und habe damit vor einiger Zeit auch noch offen und gerne gespielt. Aber irgendwie kam dann einiges dazwischen und ich hab's wohl vergessen oder irgendwie unterbewertet. Und Du hast absolut Recht, in der Zeit des Wartens in dieser Fernbeziehung, kann ich es ja wieder üben und aufflammen lassen! Mir fällt auch schon etwas für kommendes Wochenende ein.
     
    • # 24
    • 12.04.2018
    • Vikky
    Liebe FS,
    ja, es ist der Anfang vom Ende, jedenfalls was eine dauerhafte, verbindliche Beziehung angeht.

    - Er hatte sich überlegt vielleicht für die Beziehung umzuziehen. Als ein guter Job da war und die Möglichkeit bestand, müsste er entscheiden und er hat sich entschieden in Berlin zu bleiben. Damit ist das Thema durch, ob er nochmal umentscheidet - tut er nicht.
    - Du hast von vornherein entschieden, in Mainz zu bleiben und willst keine Fernbeziehung.
    Damit ist doch klar, dass eure Beziehung zuende ist und das passt auch dazu, dass Du die Beziehung als "unverbindlich und unreif" wahrnimmst.
    Du kannst diesen Zustand beliebig lange konservieren, Dich selber zunehmend frustrieren und die Beziehung unangenehm machen oder Du ziehst direkt den Schlusstrich und verschaffst Dir Freiraum, einen Mann aus Deiner Gegend kennenzulernen.

    Ich habe seit fast 2 Jahren eine ähnliche Beziehung: ich Stadt und keinenChance in seiner Region einen guten Arbeitsplatz zu finden und er zwar beruflich flexibel aber sozial eng mit der Gegend verbunden.
    Wir führen keine Fernbeziehung sondern eine Wochenendbeziehung. Ich fliege jedes Wochenende runter und fahre noch eine weite Strecke mit dem Auto. Auf Dauer ginge das nciht, weil ich ein Nähe-Mensch bin. Wir sind beide älter, Familienplanung spielt keine Rolle mehr, das heißt, kein Zeitdruck für Lebensentscheidungen. Zum Jahresende höre ich auf zu arbeiten und ziehe ich zu ihm.

    Wir waren vor Jahren schonmal für 2 Jahre zusammen in einer Fernbeziehung. Diese habe ich beendet, weil unter dem hin und her (Nähe-Distanz) und der Fahrerei meine Gesundheit gelitten hat. Daher hatte ich es beendet. Als sich jetzt die Chance bot, das Berufsleben vorzeitig zu beenden, habe ich den Kontakt wieder aufgenommen und nun sind wir wieder zusammen, weil klar war: es wird dieses Mal eine Wochenendbeziehung auf maximal 2,5 Jahre.
     
    • # 25
    • 12.04.2018
    • Kaschmir444
    Danke für deine ehrliche Antwort. Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. Wenn er für ein paar Tage bei mir ist, ist es wie Urlaub für ihn. Ich gehe arbeiten, er entspannt in dieser Zeit bei mir. Ich richte alles wunderschön her, schaue, dass der Kühlschrank einladend sortiert ist und überlege mir ein kleines Programm, wie wir unsere gemeinsame Zeit verbringen. Da bleibt bei allem kein Raum für ein schlechtes Gewissen. Das gehört meiner Meinung nach ohnehin in keine Beziehung.
    Zu deiner anderen Frage, wie er das mit dem Bein bewerkstelligt hat. Er hatte Krücken. Er ist wochenlang bei mir geblieben und nur sporadisch mal nach Berlin. Ich wollte ihn fahren, aber im Zug ist mehr Platz für ein gebrochenes Bein. Die Verbindung ging direkt von Ffm nach B ohne Umsteig. Und Ffm ist übrigens 15min von mir.
    Ich besuche ihn ab und an auch mal in Berlin, ja. Seine Wohnung ist nicht besonders einladend.. Ich fühle mich dort einfach nicht wohl. Auch in Berlin nicht.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 26
    • 12.04.2018
    • minimal
    Das weis ich auch.

    Ich meinte damit eher ob die FS ihm nicht etwas entgegen kommen könnte.
    Man könnte doch mal darüber sprechen ob das vielleicht eine Möglichkeit wäre.

    Aber wenn ihr beide nicht davon abrücken wollt, dann wird es auf Dauer schwierig.
    Oder ihr freundet euch beide mit der Situation an und macht so weiter.

    Aber ich muss @frei bei pflichten.
    Was tust du denn?
    Fährst du ihn nicht besuchen?
    Muss er sich jedes mal bewegen damit ihr euch überhaupt seht?
     
    • # 27
    • 12.04.2018
    • Vikky
    Das ist typische Manipulation - darin sind Männer gut und Frauen hören gern, was sie hören wollen. Er hält Dich hin und versucht, in Dir Hoffnungen zu wecken durch diese Aussagen. Willst Du wirklich auf "vielleicht irgendwann" warten?
    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, Dich angesichts der momentanen Situation (kein Ende der Fernbeziehung in Sicht) zu trennen, damit Du frei bist für eine neue Partnerschaft. Wenn er es sich anders überlegt/seine Situation sich ändert, kann er es machen wie ich - den Kontakt wieder aufnehmen und hoffen, dass Du noch frei bist.

    Ach, schon wieder "vielleicht irgendwann", und dieses Mal "immer öfter besuchen". Das heißt richtig gelesen "er wird in seiner Lebensplanung Dich immer besuchen und nie mit Dir Zusammenleben". Ist das ok für Dich? Setz' keine aHoffnungen in etwas anderes als FB, denn er hat sich klar positioniert.

    Solange Dein Engagement einem anderen Mann als ihm gilt, ist das sinnvoll. Wenn Du meinst, einen 40-jahrigen mit so einer Teeniemasche von seinem Kurs abzubringen, dann mach' Dich auf eine große Enttäuschung gefasst. Das gelingt Dir nicht.

    Wie ich @Laubsk hier kennengelernt habe, meint er seinen Tipp auch deutlich anders als Du. Du sollst Dich ins Zeug legen, den Mann bespassen und sexuell seine Wünsche bedienen, angetrieben von der Hoffnung, dass der Mann seine Meinung ändert.
    Das tut er nicht, weiß @Laubsk ganz genau und lacht sich einmal mehr über die hirnigen Frauen eines ins Fäustchen, die sich so leicht manipulieren lassen.
     
    • # 28
    • 12.04.2018
    • minimal
    Oh da hat sich alles überschnitten.
    Naja wenn du dich dort nicht wohlfühlst hat es natürlich keinen Sinn zu ihm zu ziehen.

    Wie schon gesagt wäre es eine Möglichkeit einen Kompromiss zu schließen womit ihr euch beide wohlfühlt?

    Falls nicht, bleiben dir nur 2 Möglichkeiten.
    Entweder ea hat auf Dauer echt keinen Sinn. Oder ihr findet euch damit ab und du wartest auf ein " irgendwann".
    Wann auch immer das sein soll.

    Sei dir aber bewusst das "irgendwann, vielleicht" auch "nie" heißen kann.
     
    • # 29
    • 12.04.2018
    • Kaschmir444
    Vikky, dann habe ich es von Laubsk tatsächlich falsch verstanden, sollte deine Interpretation stimmen. Was sehr schade ist. Ich fand den Tip nämlich sehr, sehr gut. Denn ich habe es für mich so interpretiert, dass es nicht darum geht den Helden mit Sex zu betören. Ich denke, es ist verdammt wichtig, sich selbst als Frau zu lieben, sich selbst schön und attraktiv zu finden und mit dieser Ausstrahlung das Leben zu leben. Selbstverständlich strahlt sowas zurück. Es geht um eine ordentliche Portion Selbstwertgefühl, so hatte ich es interpretiert. Falls es ironisch gemeint war, tja... ich hab es für mich trotzdem als bereichernden Hinweis genommen.