• 14.12.2016
    • annie83

    Wird Partnersuche gegen 40 immer schwieriger?

    Liebe alle
    Ich bin 33 und seit mehreren Jahren ungewollt Single. Nach einer langen Beziehung, die mit Ende 20 auseinander ging, habe ich keine dauerhafte Beziehung mehr aufbauen können. Auf die Gründe möchte ich jetzt nicht so detailliert eingehen, weil ich glaube, dass verschiedenes zusammen gekommen ist: Massiver Ausbildungsstress/ Naivität gegenüber Männern, die nur Freundschaftplus wollten/ Werte, die mich mit manchem Mann inkompatibel machen etc.
    Ich habe die letzten Jahre so sehr gesucht und es ist immer frustrierender geworden, so dass ich nun beschlossen habe, einmal die Partnersuche komplett sein zu lassen, nur für mich zu leben: Ich gehe bald für eine längere Zeit ins Ausland, schliesse eine anspruchsvolle Weiterbildung ab.
    Einerseits habe ich seit Langem wieder das Gefühl, Kontrolle über mein Glück zu haben. Andererseits frage ich mich, was wenn ich mit 35 zurück komme und auf Partnersuche gehe, wird es dann noch schlimmer? Ist das nur mein Eindruck, dass mit jedem Jahr, dass man älter ist, die Partnersuche mühsamer wird? Oder lag das an meinem zunehmenden Dating-Burnout?
    Bin froh über Erfahrungen.
     
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    • # 1
    • 14.12.2016
    • HappyEnd
    Ich bin Mitte 40, und ich suche nicht mehr aktiv.
    Schwieriger empfinde ich die Suche ab 40 nicht unbedingt, jedoch bin ich deutlich anspruchsvoller geworden. In für mich essentiell wichtigen Punkten gehe ich keine Kompromisse mehr ein, d.h. z.B., keine örtliche Veränderung, da ich ein Haus gebaut habe. Auch durch meine eigene Firma kann ich nicht mal so schnell meinen Job an den Nagel hängen und mich komplett umorientieren.
    Online habe ich bisher keine Frau gefunden, welche sich mit diesem ''Hintergrund'' arrangieren konnte, oder wollte....
    Aber andererseits, ich finde mein Leben auch so ganz in Ordnung.
    Als Frau mag das anders sein, zumindest dann, wenn Frau wie du mit Mitte 30 noch eine Familie gründen möchte. Das ist ja auch legitim, nur vergeht die Zeit von Mitte 30 bis Anfang 40 eben gefühlt rasend schnell.
    Also, warte nicht zu lange! ;-)
    Wünsche dir trotzdem viel Erfolg im Ausland, so ein Aufenthalt kann niemals schaden.
     
    • # 2
    • 14.12.2016
    • Tini_HH
    Nein, es wird nicht immer schlimmer.
    Es ist nur so, dass du eben nicht mehr so naiv bist wie früher, deine Alarmglocken früher angehen und du selber irgendwann auch weniger und nicht mehr Kompromisse eingehen willst.
    Anderen geht es genauso.
    Aber Männer Anfang 30 wollen sich niemals fest binden, die sind auch mit Karriere beschäftigt oder mit Party oder beidem.
    Feste Bindungen wollen die auch erst wieder Ende 30 - also mach dir da mal keine Sorgen.
    Und auch mit 40 oder 50 ändert sich nicht viel - nur dass dann das Thema Familiengründung wegfällt.
    Aber wenn du Karriere machst und dein Ding durchziehst, sehe ich da kein Problem, auch später noch eine tolle Partnerschaft zu führen.
    Ich habe so einige jüngere Freundinnen in meinem Bekanntenkreis, die jetzt Anfang 30 Karriere machen und die Männer sie daran eher hindern. Manche machen Karriere und modeln sogar nebenher- also an Optik oder Biss mangelts denen nicht - aber sie sind eben auch nicht so, dass sie jeden Schluffi nehmen.
    Irgendwann klappt das schon - viel Spaß im Ausland. Außerdem: wer sagt, dass du nicht dort den Mann deines Lebens kennenlernst?
    Meine Freundin hat ihren Mann in ihrem Jura-Auslands-Jahr in London kennengelernt.
     
    • # 3
    • 14.12.2016
    • Moona
    Du meine Güte, das liest sich aber sehr anstrengend. Mach Dich mal locker liebe Annie. Lass doch das Leben einfach mal laufen und erfreue Dich der Dinge, die da auf Dich zukommen. Es soll ja Leute geben, die der Ansicht sind, dass man nicht suchen kann, sondern gefunden werden muß.....

    Wie auch immer. Wenn unser Rucksack immer voller wird, dann marschiert es sich auch nicht mehr so schnell und unbeschwert in Richtung Beziehung, das stimmt schon.

    Daher mein Rat: übe Dich in Leichtigkeit in Deinem Leben. Einfach mal sehr generell. Dann fügt sich das übrige auch viel leichter. Viel Glück.
     
    • # 4
    • 14.12.2016
    • Kathyberlin
    Ich bin mir nicht sicher, ob man eine generelle Aussage zum Alter machen kann. Natürlich bist Du im Alter, wo Leute normalerweise Nägel mit Köpfen machen. Das hat sicher einen gewissen Einfluss auf das Verhalten möglicher Kandidaten (Angst vor der Haube/ Wunsch nach der Haube).

    Es gibt bestimmt sowas wie ein Dating-Burnout - Du hast Dir immer wieder Hoffnungen gemacht, wurdest enttäuscht, verletzt. Dann diese irrsinnige Kommunikation am Anfang, bei der Du nicht zur Ruhe kommst. Da kann sich einiges an Wunden und Wut anstauen. Vielleicht machst Du in der Tat eine Weile eine Pause und erholst erstmal Deine Seele. Dann zieh Bilanz und überlege, was schief gegangen ist. Mit wem hättest Du Dich gar nicht erst treffen sollen, mit wem hättest Du schneller zu Potte kommen sollen? Ich weiß von Bekannten von mir, dass teilweise der klare Entschluss am Anfang sehr viel dabei geholfen hat, ob es was wurde oder nicht. Eine Freundin zum Beispiel hat sich nach vielen Enttäuschungen und einer Pause auf eine Partnerbörse begeben mit der klaren Absicht, dort einen festen Partner zu finden. Dazwischen gab es bei ihr viel Frust bei Dating im realen Leben, nachdem sie sich aus Frust von dem Thema Partnerbörse verabschiedet hatte. Sie sagte ausdrücklich: "Ich werde nie wieder jemanden finden." Nachdem sie dann wieder auf einer PB war, hat es aber sehr schnell geklappt. Wenn Du aufgrund schlechter Erfahrungen und aufgrund der von Dir erlittenen Verletzungen gleich mit gezogener Handbremse an die Sache rangehst, nimmst Du der Beziehung möglicherweise die Chancen. Du musst es eben wollen, und zwar genau mit diesem einen und bestimmten Mann.
     
    • # 5
    • 14.12.2016
    • Rosendame
    Entspann Dich Annie! Du bist gerade dabei Dir ein tolles Abenteuer zu verderben durch Unzufriedenheit. Vergiss die Männer für eine Weile und geniesse Deinen Auslandsaufenthalt, Deine Jugend, Gesundheit, Bildungsmöglichkeiten, gute finanzielle Lage etc. etc.

    Du machst das alles für Dich und niemand wird Dir das nehmen können - das ist ein tolles Gefühl welches ich zugegebenermassen mit Anfang 30 auch nicht so hatte. Aber die Realisierung kommt, mit Mann oder ohne.

    Lass alles seinen Lauf nehmen und vertraue darauf daß Du zwar dein Schicksal in Deiner Hand hast, aber die totale Kontrolle gibt es nicht.

    Wenn Frau attraktiv ist und selbstbewusst dann gibt es keine Hindernisse bei der Partnersuche. Wenn sie weniger hübsch ist aber interessant und selbstbewusst auch nicht.
     
    • # 6
    • 14.12.2016
    • void
    Ich denke, allgemein in der heutigen Zeit ist Partnersuche schwieriger. Erstmal die gesellschaftlich-politisch verursachten Unsicherheiten, also die Gesetze, die es Arbeitgebern viel einfacher gemacht haben, während es für Arbeitnehmer viel unsicherer geworden ist, mit Stabilitäten und Vorausschaubarkeit sein Leben zu planen, dann die Billig-Strategie, also so billig wie möglich Leistungen zu kriegen und deswegen bevorzugt im Ausland oder von Ausländern arbeiten zu lassen. Deswegen sind viele vorsichtig geworden, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen, bei denen sie nachher zahlen müssen (Scheidung, Unterhalt, Kindesunterhalt). Und dann durch das Internet verursacht ist es ja auch viel einfacher geworden, eine Beziehungsabsicht vorzutäuschen oder aber durch das Gefühl, wahnsinnig viel Auswahl zu haben, sich nicht festzulegen.

    Hinzu kommt dann noch allgemein, dass gebundene Menschen ihr Leben nicht verändern wollen und vielleicht manche irgendwann dachten, dass sie niemand besseren finden werden, weswegen sie vielleicht schon noch die große Liebe haben wollen würden, dann aber mit einer Zweitwahl verknüpft sind und die wieder aus finanziellen Gründen nicht verlassen wollen. Mal ganz abgesehen von denen, die wirklich DEN Partner für sich gefunden haben und glücklich sind in ihrer Beziehung (wobei ich denke, dass die dann mit Dir nicht glücklich geworden wären, weil Du ja anders als die Partnerin bist. Also vielleicht wäre es hier sowieso nicht dauerhaft gewesen).
    Ab einem gewissen Alter kommt möglicherweise auch noch hinzu, dass man gut klarkommt ohne Beziehung und deswegen nicht mehr so wie früher bereit ist, selber zurückzustecken für das Wohl eines anderen, wenn der Kompromiss nur einseitig gemacht werden kann (zu einem anderen ziehen z.B.)

    Also Fazit: Es ist allgemein schwieriger geworden und auch vom Alter her, weil Menschen, die zu Dir gut passten, sich eventuell nicht aus ihren Beziehungen und/oder Lebensumständen lösen würden aus Nicht-Gefühlsgründen wie Geld, Besitz.
     
    • # 7
    • 14.12.2016
    • Valmont
    Das stimmt schon so und ist auch durch die ganz offiziellen statistischen Zahlen zu untermauern!

    Mit um die 20 ist noch fast der gesamte Partnermarkt in Bewegung und fast jeder nochmal irgendwann vakant. Dann bilden sich Paare die auch heiraten und auch wenn fast jede 2. Ehe geschieden wird, so bedeutet es doch im Umkehrschluß, dass die Hälfte aller Ehen bestehen bleibt und diese Personen nicht mehr verfügbar sind (oder eben nur für Affairen, ONS etc.) Dieses gillt aber nicht nur für eine erste Eheschließung, sondern auch für eine mögliche 2. oder 3. Ehe. Auch hiervon halten mehr als die Hälfte. Da ist dann schon ein signifikanter Teil vom Markt! (außer eben für besagte Affairen und ONS)

    Die gleichen Mechanismen gelten aber auch für nichteheliche Partnerschaften und wenn man das mit den Ehen zusmmen zieht, bleibt nur noch eine Minorität als wirklich verfügbar übrig.

    So kommt es dann auch, dass nur 15-18% (je nach Erfassung) der Bevölkerung Singles sind ...und diese werden NICHT aus der Gesamtheit der Bevölkerung gespeist, sondern nur aus weiteren ca. 15-18%. Es ist also nur ca. 1/3 der Bevölkerung in der Single-Nichtsingle-Rotation, wenn das Alter 3x, 4x, oder 5x, lautet. Der Rest ist gebunden, oder nur für Affairen, etc. verfügbar. (und scheidet für die Aspekte der FS und andere ernsthafte Überlegungen aus)

    Erst im Alter von 6x setzt eine ernstzunehmende Verwitwungswelle ein, die wieder Personen aus den anderen 2/3 der normalen Bevölkerung auf den Partnermakrt zurück bringt.

    Alles eigentlich ziemlich gut erklärbar!

    V.m46
     
    • # 8
    • 14.12.2016
    • Babar
    Also ich fand die Partnersuche nie einfach, nicht mit 20, nicht mit 30 (naja, da hab ich nicht gesucht), nicht mit 40 und nun nicht mit 50. So viele nette und gmögige Männer es gibt, so rar sind die Exemplare, bei denen mein Herz jajaja! jubelt. Aus meiner ganz privaten Statistik weiss ich, dass mir rund alle fünf Jahre so jemand begegnet. Das ist entspannend.

    Frau 50
     
    • # 9
    • 14.12.2016
    • Ariadna
    Ich denke im RL ist die Partnersuche mit zunehmendem Alter durchaus schwieriger. Die Frage ist wo soll man hingehen um jemanden kennenzulernen? Wenn man jemanden kennenlernt ist unklar ob derjenige Single ist, läuft ja leider niemand mit einem Schild 'zu haben' rum. Wobei ich das - in etwas dezenter Form - keine schlechte Idee fände. Gab es früher schließlich auch, z.B. Art wie die Schürze gebunden wurde etc.

    Aber online ist es nicht schwerer als mit Ende 20. Ich war mit Ü45 auf Suche und wurde fündig. Je nach Wohnort muss man sich evtl. von dem Gedanken verabschieden jemanden zu finden der um die Ecke wohnt.
     
    • # 10
    • 14.12.2016
    • teresa41
    Wie ich dich beneide! Ich muss immer deutlich länger warten.

    Auf der letzten Hochzeit traf mich der Brautstrauß. Während ich noch sinnierte, ob ich den jetzt aufheben soll, stürzte eine Frau fast im Hechtsprung vor mich und grabschte sich den zu meinen Füßen liegenden Strauß.

    Das spricht dafür, dass auch der nächste Versuch im Chaos enden wird. Andererseits habe ich - privatstatistisch betrachtet - noch eine Menge Zeit, die Dinge positiv für mich zu beeinflussen.
     
    • # 11
    • 15.12.2016
    • Lebens_Lust
    Ob Partnersuche schwierig ist oder nicht, hängt auch von einem selbst ab. Altersbedingt steigt die "Erfahrung", man könnte auch sagen die Anzahl der Vorurteile, und ü40 fällt das Thema Familie meist weg, so dass eine Beziehung andere Ziele und andere Werte hat.

    Für Dich ist doch letztlich entscheidend, was Du für dein Leben willst. Wenn Du Dich beruflich engagieren möchtest und etwas von der Welt sehen, mindert das die Aussicht auf Familie etwas, weil Du weniger "daheim" bist, andererseits gibt es auch im Beruf und im Ausland nette Männer. Einerseits ist es gut, Deine Ziele zu kennen, andererseits lassen sich die "entspannt" manchmal leichter realisieren.
    Wenn "massiver Ausbildungsstress" Beziehungen mit über 30 zerstört, dann könntest Du Dir auch Gedanken dazu machen, wo Deine Prioritäten sind.
     
    • # 12
    • 15.12.2016
    • sonrix
    Ich bin jetzt m44 und ich halte die Partnersuche für schwierig bis aussichtslos.

    Nicht wegen des Alters sondern wegen individueller Faktoren. Ich habe ziemlich extrem ausgeprägte Charaktereigenschaften, politische Einstellungen und Gewohnheiten. Und die Gruppe der Frauen, die da komplementär zu sind, ist einfach zu klein.

    Wenn hier in nächster Zeit überhaupt was geht, dann sind das Affairen mit Alleinerziehenden Frauen im Bekanntenkreis. Oder ONS nach Diskobesuch in der Kaschemme nebenan...

    An einpaar der Faktoren, die meinen Partnermarktwert drücken, arbeite ich. Aber nicht, weil ich unbedingt eine Partnerin zum Lebensglück bräuchte, sondern weil die mich auch im sonstigen Leben beeinträchtigen.
     
    • # 13
    • 15.12.2016
    • moringa
    Ich denke das ist Auslegungssache. Die Partnersuche mit Anfang 20 fand ich schon schlimm genug, ich kann mir kaum vorstellen, dass das noch schlimmer gehen soll. Übrigens bin ich nicht die einzige in meinem Alter die massive Probleme hatte überhaupt mal einen Mann zu treffen, der keinen ONS oder irgendwas unverbindliches wollte. Wenn man sich hier die Beiträge im Forum durchliest, ist es doch eigentlich immer das gleiche, ganz unabhängig vom Alter.
    Ich kann mir aber vorstellen, dass Menschen die bereits eine lange Ehe hinter sich haben eher gefestigt in ihren Vorstellungen von einer Beziehung sind als Menschen Anfang 20. Wobei mir auch hier das Forum gerne das Gegenteil beweist.
     
    • # 14
    • 15.12.2016
    • Gast23454
    Ich (Ü40) denke, dass dies wenig mit dem Alter alleine zu tun hat, sondern nur mit den Erwartungen oder Vorstellungen. Gut mit 25 hat man vielleicht nicht solche Erwartungen, aber manche haben diese schon mit 25. Ab und zu sind dann auch die Erwartungen eher überzogen, was jedoch wieder wenig mit dem Alter zu tun hat. Überzogene Erwartungen kann man auch mit 20 schon haben und das Alter schützt einen auch nicht davor, diese überzogene Erwartung nicht zu haben.
    Manchmal denk man auch, dass es mit 25 leichter war als mit 45, aber eventuell war man auch mit 25 lockerer als mit 45.
     
    • # 15
    • 15.12.2016
    • suxxessHH
    Im Ausland gibt es sicher auch interessante Männer. Das der Singlemarkt so klein wäre und nur aus einem Bruchteil eines Bruchteils bestehen würde, kann ich nicht glauben.

    Es ist zwar so das der statistische Anteil an Singles steigt, aber das heißt ja nur das sie nicht heiraten oder sich nicht binden wollen. Ich denke schon, dass viele Familie und Kinder wollen.

    Ich wundere mich immer nur, dass die Männer sich beschweren, dass die vernünftigen Frauen leider ausgegangen sind, und gleichsam beschweren sich die Frauen das es keine vernünftigen Männer mehr gibt. Wer hat Recht? Es ist natürlich einfach zu sagen das jeweilige andere Geschlecht wäre "Schuld", aber ich denke das ist zu einfach gedacht.

    Auch wenn ich denke, dass die Person deutlich mehr Einfluss darauf hat, die im Endeffekt auswählen kann. Und es ist nun mal für eine Frau i. d. R. einfacher an ein Date zu kommen. Sie kann dann bestimmen ob sie einen Mann näher kennenlernen möchte oder nicht. ( Ein Mann der viel weniger Dates bekommt, kann das z.B. nicht )
     
    • # 16
    • 15.12.2016
    • blondblau
    Ich (w, 25) lese immer, dass man ja als junge Frau die Auswahl hat usw.. Davon kriege ich leider nichts mit und die Partnersuche empfinde ich als sehr sehr schwer. Ich schätze mal, dass man auf Singlebörsen im Internet in meinem Alter noch recht leicht an Dates kommt (ich bin auf keiner Singlebörse angemeldet), aber im Reallife kann das schon ganz anders aussehen und die "Auswahl" nahezu gegen 0 gehen (wie bei mir). Und ich schätze, dass es bei den Dates dann aber auch auf die Persönlichkeit ankommt bzw was für ein Typ man ist und ich habe den Eindruck, dass es Powerfrauen grundsätzlich schwerer haben, einen Mann zu finden. Dann kann das auch in jungen Jahren zu einem Kunststück werden, jemanden zu finden.
    Lg
     
    • # 17
    • 15.12.2016
    • Valmont
    Das liegt einfach daran, dass es im 3x, 4x und 5x Alter nur sehr wenige gute und plausible Erklärungen dafür gibt, warum eine Person Single ist, bzw. wieder neu auf dem Partnermarkt sucht. Ein spätes homosexuelles comming out, Transsexualität oder Verwitwung können solche "guten" Erklärungen sein.

    Alle anderen haben den Makel, entweder des direkten Verschuldens, oder des Auswahlverschuldens, am Scheitern der bisherigen Beziehungen und das wird eben nicht als "vernünftige" Frauen , oder Männer bezeichnet ...auch nicht von denen, bei denen es selber zutrifft!

    Daher wird es immer schwieriger mit der Partnersuche!

    V.m46
     
    • # 18
    • 16.12.2016
    • sonrix
    In Hamburg ist die Situation eine Besondere als Metropole. Ich lebe in einer 40.000 Einwohner Stadt mit vielen Dörfern und Kleinstgemeinden drum rum.

    Da gibt es keinen Singlemarkt in der Alterklasse. Es gibt auch keine Aktivitäten für Singles, wenn wir mal von der einzigen Disko am Ort absehen wollen. Es lohnt sich nicht mal für die Tanzschule, einen Anfängerkurs für Singles anzubieten, weil sie dafür nicht genug Anmeldungen bekommen.

    Die Anzahl der Profile in allen Partnerbörsen ab ca. 40 ist verschwindend klein, so dass man das Geld nicht ausgeben braucht, wenn man nicht beabsichtigt, von hier aus gesehen, in Hamburg zu suchen und jedes mal über 100 KM zu fahren.

    Umgekehrt gibt es hier aber auch Vorteile. Wenn man jemanden interessant findet, dann kann man sich von den Bekannten den Namen und die Adresse geben lassen und den Lebenslauf erzählen lassen. Man erfährt sofort, ob der oder die Kinder hat, wo die arbeiten und wie die politisch eingestellt sind. Das gilt zumindest für diejenigen, die in meinem Viertel wohnen.

    Zudem wissen die Nachbarn genau, wer Single ist und fragen schon mal nach, ob man nicht mal eine Kollegin treffen möchte, die auch (lange) Single ist und vermutlich ähnlich Interessen hat...
     
    • # 19
    • 16.12.2016
    • schwalbenweg
    Ich hatte hier im Forum einen Buchtipp bekommen, der mir die Augen geöffnet hat: "Warum wir uns immer in den Falschen verlieben". Geahnt hatte ich es schon immer. Es kommt originär auf den Bindungstyp an. Aussehen, Einkommen etc. ist zweitrangig. Der sichere Bindungstyp ist verbindlich und positiv eingestellt, hat keine überzogenen Vorstellungen, wird also bald fündig und bleibt dann lange in der Beziehung. Allerdings erkennt und meidet er schon im Vorfeld Wackelkandidaten, also Menschen, die sich nicht auf Nähe einlassen können, an jedem was auszusetzen haben und auf den Traumpartner warten.

    Die Wissenschaftler, die dieses Buch geschrieben und Studien einbezogen haben, bestätigen, dass daher zunehmend die unsicheren Bindungstypen "übrig" bleiben. Die Ängstlichen und die Vermeidenden. Die ziehen sich zwar an, werden aber nicht glücklich miteinander, sind daher schnell wieder Single und machen vor allem den ängstlichen Bindungstyp noch unsicherer. Fazit: Wer wirklich was Festes sucht, sollte sich nach einem geerdeten Typ umsehen, auch wenn der oder die erstmal vielleicht nicht so "spannend" ist, von anfang an klar kommunizieren und einen großen Bogen um Menschen machen, die Nähe nicht zulassen und dem Partner stets das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein.
     
    • # 20
    • 16.12.2016
    • Tini_HH
    Na und was ist dann Deine Ausrede, lieber Valmont, dass du Single bist? Beziehungen scheitern in JEDEM ALTER und nicht erst mit 40 oder 50. Beziehungen kommen und gehen im Leben.
    Woher willst du wissen, dass du mit deiner Frau noch zusammen wärest? Kannst du doch gar nicht! Vielleicht hätte sie dich längst verlassen.
    Du hast nicht die beste Frau ausgewählt und eben Pech gehabt, dass sie gestorben ist, sondern ihr hattet gar nicht so eine lange Beziehung, dass sie hätte scheitern können - und auch keine Kinder, die die geborenen Beziehungskiller sind und dir deine Frau zu 120
     
  2. Ja, es wird nicht besser. Es liegt am Älter werden und am Verlust der Jugendlichkeit und in vielen Fällen am Verlust der Attraktivität, so ein einfaches Naturgesetz ist das.

    Trotzdem geht das Leben weiter. Ein Auslandsaufenthalt ist eine wunderschöne Erfahrung, darauf kannst und solltest Du Dich riesig freuen! (Ich habe ein Jahr lang in Australien studiert und dort eine prägende und wunderschöne Lebenszeit gehabt).

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du mit einer positiveren Ausstrahlung und Lebenseinstellung im Vergleich zu Deinem aktuellen Zustand zurück kommst - das ging auch mir damals so. Und genau das wird Dich - sofern die anderen äußerlichen Rahmenbedingungen passen - attraktiver machen und somit Deine Chancen auf dem Beziehungsmarkt erhöhen.

    Diese Feststellung ist wichtig - herzlichen Glückwunsch dazu! Über die Zukunft grübeln und - typisch deutsch - Angst haben bringt nichts, sondern verbittert nur die Gegenwart.

    Viel Spaß und eine gute Zeit!
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 22
    • 16.12.2016
    • annie83
    Liebe alle
    Erstmal herzlichen Dank für eure vielfältigen Antworten, die mich im guten Sinne zum Nachdenken bringen.
    Als ehrlichste Bilanz würde ich nennen, dass ich in meiner Jugendzeit und frühen Erwachsenenzeit viele Erfahrungen verpasst oder verspätet gemacht habe, weil ich durch die Pubertät alles Selbstvertrauen verloren hatte und mich für sehr hässlich hielt. Ich habe mich aktiv aus Dating rausgehalten und mich sehr an die erste Beziehung gehängt, alles dafür gegeben. Die Komplexe habe ich erst so Mitte Zwanzig langsam ablegen können. Als meine langjährige Beziehung auseinanderging - paradoxerweise zu dem Zeitpunkt, als ich mehr an Selbstsicherheit zu gewinnen schien und etwas an der Beziehung ändern wollte - musste ich vieles nach-lernen, auch im Leben, an Selbständigkeit.
    Von "Makel" und "Verschulden" und "Vernunft" zu sprechen finde ich sehr bewertend. Woher soll man diese Dinge auch lernen, wenn man vielleicht keine guten Vorbilder oder Mentoren hat? Ehrlich gesagt, ich glaube, ich wäre heute eine bessere Partnerin. Früher fehlte es mir an Selbstbewusstsein - klar war ich anhänglicher, aber nicht glücklicher oder liebevoller oder leidenschaftlicher. Bestimmt habe ich Fehler gemacht im Datingleben und werde in Zukunft auch welche begehen. Aber andere Menschen sehe ich auch Fehler in ihren Ehen machen und da kommt kein Scharfgericht, ihre Makel zu beleuchten.
     
    • # 23
    • 16.12.2016
    • Frau
    Ich denke, wenn man bei der Partnersuche nicht fündig wird, hat das immer mehrere Gründe. Es ist niemals nur das Alter, oder nur das Aussehen, oder nur das Umfeld allein.
    Der Bindungsstil, den jemand aus seiner Kindheit mitbekommen hat, wie @schwalbenweg beschreibt, spielt zum Beispiel eine entscheidende Rolle. Viele "häßliche", oder echt unsympathische, oder auch 60/70-Jährige finden ja erstaunlich schnell wieder einen neuen Partner, bzw. haben langjährige Partnerschaften. Die haben einfach einen sicheren Bindungsstil und sind sehr beziehungsfähig.

    Bei mir haben in meinen 20ern tatsächlich die Männer Schlange gestanden. In meinen 30ern hatte ich auch noch sehr gute Chancen. Ab 40 stellte ich fest, dass das Interesse der Männer an mir deutlich abnahm, im Gegensatz zu dem, was ich all die Jahre vorher gewohnt war. Ich meine damit das oberflächliche, spontane Interesse, welches man in der Öffentlichkeit auf sich zieht, oder eben nicht. Das machte sich z.B. an interessierten Männerblicken bemerkbar, die ab 40 deutlich nachließen.
    Hätte ich einen sicheren Bindungsstil, wäre ich aber wahrscheinlich in einer Partnerschaft, auch wenn man de facto als Frau ü40 oder 50 für Männer, auf den ersten Blick, nicht mehr so interessant ist, wie mit 20.

    Dir, liebe FS, würde ich auch empfehlen, dich selbst und deine Bindungsfähigkeit mal ernsthaft zu reflektieren, vielleicht mit Hilfe einer Therapie. Es liegt niemals "nur" an den äußeren Umständen ...


    w51
     
    • # 24
    • 17.12.2016
    • Tini_HH
    Wer sagt denn, dass sie geringe Chancen auf dem Beziehungsmarkt hat? Davon habe ich nichts gelesen!?
    Außerdem ist es nicht so, dass man wenn man älter wird, weniger Chancen hat - kann ich leider nicht bestätigen.
    Man bleibt immer irgendwie auf dem selbem Level, denn mit 35 oder 40 will man ja keinen 28jährigen (und selbst die kriegt man, wenn man denn unbedingt einen wollte).
    Ich glaube, der FS geht es eher darum, dass es einfach bei ihr nicht funken will und sie keine für sie interessanten Männern trifft und kennenlernt.
    Auch ist es fast normal, dass es vielen Männern Ende 20 noch an der entsprechenden Ernsthaftigkeit fehlt - die Frauen denken da schon langsam an Familienplanung, während die Männer sich der Verantwortung einfach noch nicht gewachsen fühlen.
    Wenn du ins Ausland gehst, wirst du dort auch viele Menschen kennenlernen und inspiriert zurückkommen, das glaube ich auch.
    Leider ist es für Frauen Scheußlich Anfang 30 - sie haben den Druck, alles auf einmal hinkriegen zu müssen: Den perfekten Mann für die perfekten Kinder, dazu die perfekte Karriere, natürlich den perfekten Körper und dazu soll man natürlich immer locker rüberkommen und darf nicht gestresst sein.
    Und leider ist es ja auch so, dass Ende 30 der Zug für Familienplanung abgefahren ist - bei Männer Anfang 40. Da wird das nichts mehr, egal wie sehr man sich bemüht.
    Trotzdem scheinst du das Problem zu haben, dass du beim Kennenlernen eines Mannes immer gleich denkst, dass es jetzt ja mal klappen muss und es vielleicht zu sehr willst.
    Viele Männer schreckt das ab.
    Es ist so meine Erfahrung besser, wenn der Mann das Gefühl hat, dass du sehr zufrieden mit deinem Leben bist und er sich schon gehörig anstrengen muss, wenn er da dazugehören will. Kennst du doch sicher auch: je weniger Interesse man an einem Mann hat, umso mehr will er Dich.
    Genieß das Ausland, mach neue Freundschaften und wer weiß, wo dein Mr. Right sich versteckt - der kommt aber sicher. Bei mir ist auch nur so alle 5 -7 Jahre mal ein brauchbares Exemplar dabei - man verliebt sich ja vielleicht 2-3 Mal richtig im Leben...
     
    • # 25
    • 17.12.2016
    • Wildblume
    Mir ging es ähnlich. Heute rückblickend ist es schon komisch, früher war ich hässlich, unsicher, nicht selbstbewussst und die Kerle sind mir hinterher gelaufen.

    Dann habe ich meine wirklichen hässlichen Ausserlichkeiten wegmachen lassen, bin viel selbstbewusster geworden, klarer, direkter, sicherer, fröhlicher, habe dazu viel in die berufliche Zukunft investiert, trotzdem ausreichende Zeit gehabt und..... das Interesse der Männer an einer verbindlichen Beziehung wurde immer weniger.

    Ja, sie fanden mich toll, interessant, aufregend, aber nur als Affäre, ONS usw.

    Schaue ich rückblickend in mein Berufsleben, mein privates Umfeld, je unscheinbarer und unsicherer die Frau, desto mehr verheirat, je länger und oft einen klasse Mann an ihrere Seite. Das wird alles seine Gründe haben, hier im Forum schon gut dargestellt wurden.

    Dann stimmt das Bild auch: je attraktiver die Frau, beruflich gut aufgestellt, selbstbewusst, auch im Alter, je mehr Single. Der Markt an Männern, die damit gut umgehen können, die innerlich stabil und reif sind, ist verschwindend gering und die Männer haben sich früh gebunden bzw. suchen sich 20 Jahre jüngere Partnerinnen. Verständlich, würde ich als Mann auch machen.

    W Ü50
     
    • # 26
    • 18.12.2016
    • Sirius97
    Puhhh, so viele unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen. Liebe annie83, nach meiner Erfahrung beruhen Partnerschaften auf bestimmten Grundpfeilern. Wie Du in deinem zweiten post geschrieben hast ist deine Partnerschaft gescheitert, als Du selbstbewusster wurdest. Dann hattest Du offenbar einen Partner, der Dich genau so wollte, eine kleine unscheinbare Persönlichkeit. Er ist nicht mit Dir gewachsen.

    Für die Entwicklung Deiner Persönlichkeit war dieser Schritt und auch jetzt Deine berufliche Entwicklung sehr wichtig. Verfolge das weiter, das macht Dich vielschichtig und wunderbar.

    Ich bin mir sicher, dass Du einen wunderbaren Partner finden wirst. Ich kenne viele Männer die lieber eine intelligente, selbstbewusste Frau möchten und kein williges Häschen. Sie möchten gern eine starke Partnerin auf Augenhöhe. Ich kenne viele solche Paare und das ist ein wunderbares Miteinander. Ja, orientiere Dich daran, dann wirst das auch finden.

    Ich glaube auch, dass die Partnersuche mit zunehmenden Alter schwieriger wird, aber nur bedingt. Als junge Frau sind auch mir die Männer scharenweise nachgelaufen. Aber das ist ja nur ein oberflächliches Interesse und bedeutet nichts.

    Als ich mich jetzt nach über 30 Jahren wieder nach einem Partner umgesehen habe, weil ich nicht allein bleiben wollte, sind mir tonnenweise! Männer begegnet die eine 20-30 Jahre jüngere Frau suchten. Da hätte ich nach Haus und Ort aussuchen können. Ich war nur auf Partnersuche und nicht auf der Suche nach einer Immobilie. Diese Altersgruppe war mir aber entschieden zu alt. Ich bin zwar nicht mehr jung, aber doch agil und lebensfroh. Wie will ich mit einem 80 jährigen tauchen fahren, nur mal so als Beispiel. ;-) Diese Erfahrung hat mich doch etwas schockiert.

    Ich denke aber, das trifft auf jedes Alter zu, deshalb habe ich es erwähnt, dass Männer wesentlich jüngere Partnerinnen bevorzugen.

    Ich würde Dir raten, folge weiter Deinem Weg. Du machst das wunderbar. Du suchst ja nicht viele Männer, sondern nur den einen, der, bei dem Dein Herz vor Freude Purzelbäume schlägt, wenn Du ihn siehst. Viel Glück!
     
    • # 27
    • 18.12.2016
    • Rosendame
    Jein, in meiner Familie sind 60+ Männer mit 40 Jährigen verheiratet, denn alle haben Unterschiede von mehr als 15 Jahren.

    Aber ich würde selbstkritisch sagen, dass die Männer Aufreisser waren und Trophäen wollten. Einfach viele Egomanen darunter und die Ehen waren schlecht gelaufen.

    In der Umgebung hier sehe ich 85% Prozent aller Paare ungefähr gleich alt (plus/minus 5 Jahre).

    Ich selbst hatte eine Affäre mit einem 30 Jahre älterem Mann als ich um die 30 war - tja, für einige Zeit war es okay aber für etwas festes ist er mir zu alt äußerlich und zu unreif (!) innerlich. Finde ihn mittlerweile nur noch peinlich und blocke alle sexuellen Versuche ab.
     
    • # 28
    • 18.12.2016
    • Ariadna
    Das trifft mit Nichten auf alle Männer zu!

    Ich machte beim Online-Dating mit 49 andere Erfahrungen. Es gibt zweifelsohne Männer, die Frauen in der gleichen Altersgruppe kategorisch ausschließen.
    Es gibt auch Männer, die unter dem Aspekt der körperlichen Vorzüge eine jüngere Frau vorziehen würden, aber anderer Aspekte wegen dennoch eine Frau im gleichen Alter wollen.
    Es gibt nicht wenige Männer U45, deren Familienplanung abgeschlossen ist, die auch eine ältere Frau nicht ausschließen. Zumeist sind diese Männer zu der Erkenntnis gelangt, dass die heute 35jährige auch nicht ewig aussehen wird wie 35.
     
    • # 29
    • 18.12.2016
    • Hallo?
    Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht man doch kein Buch lesen und auch keine Studien. Denn übersetzt heißt das einfach, wer keinerlei Ansprüche an den potenziellen Partner stellt und das erst beste nimmt, was sich gerade bietet, der findet schneller einen Partner.