• 15.06.2017
    • MelinaMelina

    Wieso bringen Ratgeber nichts?

    Hallo ihr

    Ich habe ebenso, wie manche hier geschrieben haben, eine interessante Erfahrung gemacht.

    Ich hatte eine Zeit, da war ich sehr "erfolgreich" mit den Männern, sie wollten ständig eine Beziehung mit mir aber ich nicht mit ihnen.

    Dann habe ich mich anders verhalten, hatte Selbstwertprobleme, und nur noch Pech mit den Männern. Sie wollten keine Beziehung mehr.

    Ich fing in meiner Einsamkeit an, Ratgeber zu lesen, um herauszufinden, was ich denn falsch mache.

    Herauskam eine absolute Katastrophe. Jetzt stehen die Männer einfach gar nicht mehr auf mich wie früher, mein Verhalten ist komplett verkopft und verstellt und sogar merkwürdig weil es nicht mehr der Situation angemessen ist sondern weil ich Regeln und Theorien im Kopf habe.

    Habt ihr einen Ratschlag für mich?
    Sollte ich alle Ratgeber einfach wegwerfen und mich exakt so verhalten wie zu meinen "erfolgreichen" Zeiten?
     
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    • # 1
    • 15.06.2017
    • Papa von 2
    So blöd es klingen mag. Einfach du selbst sein. Nur so kannst du jemanden finden mit dem es längerfristig gut funktioniert. Für eine was Mittelfristiges geht das evtl., aber dafür mußt du schon gut Schauspielern. Bist du ein schlechter Schauspieler, dann geht das dermaßen auf das Charisma/Authentizität, so dass alle schreiend weglaufen. (Ausgenommen es geht nur um Sex, dann ist eh nur Optik relevant, egal ob Mann oder Frau).

    Du tust dir keinen Gefallen, wenn du versuchst jemand Anderes zu sein. Du verlierst dich selbst und wirst unglücklich. Finde zu dir selbst!

    Ich stehe zu meinen Unsicherheiten/Fehlbarkeiten und das kommt gut an, zumindest bei dem Typ Frau der mich anspricht. Frauen die diese Seite an mir nicht abkönnen, die interessieren mich vom Typ her auch nicht.

    Grüße
     
    • # 2
    • 15.06.2017
    • ChaosTheory
    Hallo Melina...
    als ich dein Posting las, entstand bei mir der Eindruck, dass es dir lediglich um eine Art Trophäen - Jagd geht und nicht darum,ernsthafte Gefühle für jemanden zu entwickeln.

    Was bedeutet in dem Zusammenhang das Wort "Erfolg"? Dass dir Herren der Schöpfung dir reihenweise verfallen und du sie am Ende abweist? Ich denke das Problem sind nicht die Ratgeber, sondern deine Authentizität.

    Du fragst ob du dich so verhalten sollst wie zu deinen erfolgreichen Zeiten... du möchtest also ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen, um bei deinem Gegenüber etwas zu erreichen, was ich persönlich als manipulativ bezeichnen würde.

    Ich gebe dir den Tipp, dich einmal mit dir selbst auseinander zu setzen, bevor du dich mit der Männerwelt auseinandersetzt.
    Ich denke deine Mitmenschen erkennen deine Absichten, was sich nicht gerade positiv auswirken dürfte bei der Partnersuche.

    Sei der Mensch, der du bist und nicht der Mensch, der du sein willst um Anderen zu gefallen.
     
    • # 3
    • 15.06.2017
    • Amytan
    Du solltest dich ganz so verhalten, wie dir gerade zumute ist: das kann charmant, offen, fröhlich ... sein, oder auch mal stiller, zurückgezogener ...

    Nur dann bist du authentisch! Und gefällst einem Mann (oder eben auch nicht - in diesem Fall war er halt nicht der Richtige).

    Mit "Ratgebern" verhält es sich - in meinen Augen jedenfalls - so, dass du darin immer die Stellen herauspicken kannst, die scheinbar gerade situationsbedingt passen. Ähnlich wie bei einem Horoskop, aus dem du (von mir weiß ich es genau) immer das heraus lesen kannst, was du hören willst. Deshalb pfeife ich auf Horoskope, richte mich nur nach mir selbst (und wonach mir ist) und begegne dann auch den Männern, die gerade hervorragend passen und mir gefallen. Und ich ihnen.

    "Ratgeber" bringen den Verlagen mehr Geld ein, als gute Literatur; also nix mehr, als ein erfolgreicher Geschäftszweig. Und viel zu viele springen auf diesen Zug.
     
    • # 4
    • 15.06.2017
    • Joggerin
    Ja na wieso nicht?

    Na wenn du erfolgreiche Zeiten hattest, kannst du doch analysieren, was du damals anders gemacht hast.

    Irgendwie geht es mir genauso. Als ich keine Beziehung wollte und mir weniger Gedanken machte, hatte ich mehr Erfolg als jetzt.

    Wie ich hier ja nun auch gelernt habe, darf man nicht sagen, dass man eine Beziehung wünscht, das scheuen viele Männer offenbar wie der Teufel das Weihwasser, weil sie das mit Verpflichtung etc gleichsetzen und meinen, es gehe Frauen gar nicht um sie persönlich, sondern um den Status "Beziehung".

    So schlecht finde ich die Ratgeber aber auch nicht, wenn sie einen animieren, auf sich selbst zu achten, anstatt sich anzupassen und unterzuordnen.
     
    • # 5
    • 15.06.2017
    • Cassel
    Aber ja. Genau das. Ich nehme an, du hast dich in deinen "erfolgreichen Zeiten" so gegeben, wie du bist? Keine Spielchen o. Ä.?

    Damit kan man sich viel kaputt machen.
     
    • # 6
    • 15.06.2017
    • void
    Die Ratgeber musst Du nicht wegwerfen. Du kannst sie ruhig lesen, aber denken musst Du trotzdem selber.

    Da Du jetzt unbedingt eine Beziehung willst, würdest Du das sowieso nicht mehr hinkriegen.

    Kann sein, dass Dein Verhalten von früher erfolgreicher war, aber vielleicht hast Du damit auch einen Typ Mann angezogen, der nicht gut für Dich gewesen wäre. Z.B. die ganzen Menschen, die sich nicht auf Nähe einlassen können und nur auf Leute stehen, die sich nicht "kriegen" lassen wollen. Wenn Du so gewirkt hast, dann hätte es sein können, dass Du, sobald Du Dich auf so einen Mann beziehungsmäßig eingelassen hättest, er das Interesse an Dir verloren hätte.

    Ich würde nur Ratgeber ernst nehmen, die sich verstärkt darum kümmern, wie Du Dich als Frau zu mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen bringen kannst. Nicht als Tipps, wie man Männer für sich begeistert. Das passiert, wenn Du Du bist und mit Dir im Reinen bist. Dann spielst Du keine Spielchen und klammerst Dich nicht an Männer, die nicht zu Dir passen, aber sich auf das Spielchen eingelassen haben und deswegen so wirken, als wären sie passend.

    Also wenn in einem Ratgeber steht Mach was aus dir als Frau, unterstreiche deinen Typ, trage ein bisschen Schmuck, der zu dir passt, überdenke den Schnitt deiner Jeans, würde ich es annehmen. Wenn dort steht "Männer wollen jagen, also sei schwer zu kriegen, indem du dreimal "nein" zu ihm sagst", würde ich den Ratgeber als Verschwendung von Geld und Zeit ansehen. Nein, Du sollst einem Mann nicht hinterherrennen. Aber dass Du das nicht machst, passiert automatisch, wenn Du Selbstwertgefühl und Lebenserfahrung hast, weil Du dann weißt, dass einer sich um Dich bemüht, wenn er Dich will und dranbleibt, wenn es zu ner Irritation kam, usw. Und es passiert auch, weil Dir Dein Restleben auch noch wichtig ist und Du es merkst, wenn Du zu viel in eine Bekannstschaft investierst und nichts zurückkommt.
     
    • # 7
    • 15.06.2017
    • Serafina
    Liebe Melina, ich finde einen gewissen Ratgeber sehr gut und "befolge" ihn unterschwellig schon meist, und fahre sehr gut damit. Ich weiß jetzt auch nicht, welche Ratgeber du gelesen hast, da du ja im Plural schreibst - die unterscheiden sich inhaltlich ja manchmal sehr, deshalb kann man ja auch nicht wirklich sagen, welches Verhalten du denn dann genau an den Tag legst.

    Deine Beobachtung, dass du dann am erfolgreichsten warst, als du nicht gezielt auf der Suche warst, wäre z.B. laut dem Ratgeber, den ich befürworte, ja genau das, was der Ratgeber empfiehlt: eben nicht die Beziehung als oberstes Ziel einordnen und verzweifelt auf der Jagd nach Männern sein, sondern sein eigenes Leben leben und sich dann, wenn man mal einem potenziellen Kandidaten begegnet, so zu verhalten, dass man die Erwartungen erstmal runterfährt und den Mann genau anschaut, anstatt ihn sofort kopflos und klammernd zum Mann fürs Leben zu erklären.

    Also hast du das ja damals schon intuitiv "richtig" gemacht.

    Wenn dich das Lesen deiner ganzen Bücher dermaßen blockiert und verkopft hat, dann solltest du sie vielleicht doch wegwerfen. Dann musst du aber zusätzlich noch von der mentalen Besessenheit "Beziehung" runterkommen, sonst hilft alles wegwerfen nichts.
    Bedenke aber auch, dass es früher aus anderen Gründen leichter gefallen sein kann, z.B. weil du als Studentin mehr Singles begegnet bist, aber jetzt Jahre später nur noch Gebundene zu treffen scheinst, oder oder oder.

    Alles Gute!
    W, 26
     
    • # 8
    • 15.06.2017
    • Lionne69
    Melina,

    Die Antworten zum Thema Ratgeber hast Du doch schon bei Deinem letzten Thread bekommen.

    Bücher können helfen, für Informationen, Denkanstöße, andere Perspektiven, für die persönliche Entwicklung - je nachdem wie fachlich fundiert.

    Wenn Du aber Ratgeber suchst, die Dir zeigen, wie Du Dich zu verhalten hast um endlich einen Partner / Ehemann zu finden, dann ist es Geldverschwendung. Du bist dann ja nicht Du, sondern eine Fassade.

    Warum willst Du nicht authentisch sein?
    Warum lässt Du nicht Deine Wünsche, Bedürfnisse, Deine Gefühle sprechen?
    Wo willst Du sein hinter all diesen Regeln und frau soll, kann, darf...
     
    • # 9
    • 15.06.2017
    • Gast712
    Warum sind Ratgeber negativ zu bewerten?
    - man sagt dir, du musst dich ändern
    - es wird dir vermittelt, dass du der Fehler bist
    - sie unangenehme Dinge an einem unangenehmen Partner schön
    - du bist nicht mehr authentisch, so wie du aus dem Instinkt heraus handeln würdest und was dich so einzigartig und speziell macht. Du verrätst dich selber damit.

    Das alles kann eine Weile gut funktionieren, mehr nicht.

    Damit Menschen dich aufrichtig mögen, ist aber genau das Gegenteil gefragt:
    - authentisch sein. Leute lieben andere Leute, die sich selber ganz egoistisch am meisten lieben, und manchmal auch das A-loch raushängen lassen.
    - sein, wie man ist
    - erkennen, dass man schon vollkommen auf die Welt kommt. Du hast keine Fehler. Wer sich als Fehler sieht, hat Komplexe, das bringt Probleme mit Umgang mit anderen Menschen. Für dich als Frau sowieso.
    - Menschen lieben andere Menschen, die sich NICHT verändern wollen, die man aber stets zu zähmen versucht

    Ratgeber sagen z.B. oft, man soll sich nicht so oft melden. Das ist schon ok so, um die Spannung zu halten, aber wenn dein Ur-Bedürfniss sehr viel Nähe ist, dann brauchst du eben einen Partner, der genauso viel Nähe wünscht. Es macht dich unglücklich, wenn du versucht, dir einen unnahbaren Partner mit verstelltem Verhalten zu angeln. Es klappt nicht, wie du selber siehst.

    Beste und längste Beziehungen zeigen auch, man verstellt sich nicht, man ist ständig in Kontakt, man ist ständig zusammen, man drückt seinen Frust und Ärger ständig aus und treibt keine Nähe- und Distanzspielchen, um etwas zu bekommen, was einem nicht gehört.
     
    • # 10
    • 16.06.2017
    • neverever
    Und genau deshalb lese ich keine Ratgeber wenn ich ein Problem habe. Ich hole mir lieber Rat von Menschen in meinem Umfeld und auch gerne hier. Den Ratgeber hat meistens eine Person geschrieben. Ich höre lieber die Sichtweise und die Erfahrungen vieler verschiedener Menschen. Nehme dann das was am besten zu mir passt gerne an. Aber so kann ich trotzdem noch ich selbst sein und muss nicht zu einem Werkzeug mutieren um dann letztendlich erkennen zu müssen, dass der Weg des einzelnen Ratgebers nicht meiner sein kann.
    m46
     
    • # 11
    • 16.06.2017
    • Leopardin
    Weder lese ich Ratgeber - diesen Blödsinn! – noch frage ich Andere um verbalen Rat. Höchstens meine Eltern früher in finanziellen Angelegenheiten. Da konnte man sich schnell begeistern für irgendetwas, aber oftmals aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht die Folgen überblicken. Da war ich dankbar für meinen Vater, der dann weise sagte: „Lass besser die Finger davon!“ Ebenso meine Mutter, die mich als 16jährige beim ersten Liebeskummer beraten hat. „Erst in Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen“ waren ihre „wahren“ Worte.

    Heute aber höre ich ausschließlich auf mein Bauchgefühl, auf das ich mich aber schon früher und bis heute immer verlassen konnte und weshalb ich mich niemals verzockt habe und auch auf Dauer keine männliche Pleite ans Bein gehangen habe. Mein Verstand war trotz intensivster Gefühle niemals ausgeschaltet. Bei den kleinsten negativen Anzeichen habe ich hinterfragt und bei Lug und Betrug habe ich dem Mann direkt die rote Karte gezeigt und mich verabschiedet.

    Bei sich selbst bleiben ohne Literatur-Ratgeber ist das A und O und den Rat von (externen) Menschen nur dann wenn man derart in einer Geschichte gefangen ist, dass man im wahrsten Sinne des Wortes den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Besser ist aber immer erst einmal der Versuch, es aus eigener Kraft zu schaffen. Erfolg stärkt das Selbstbewusstsein.
     
    • # 12
    • 16.06.2017
    • Vikky
    Ratgeber taugen nichts, weil sie auf Allgemeinplaetzen basieren und auf Dich als Person mit Deinen ganz persönlichen Eigenschaften keine Rücksicht nehmen.
    Sie sind selten auf einen Personentyp ausgerichtet, sondern verquirlen möglichst viel ineinander, um ein breites Leserfeld anzusprechen. Das garantiert hohe Auflagen und gutes Einkommen für den Autoren, nützt aber nur wenig Ratsuchenden.

    Je breiter Ratgeber das Problemfeld abdecken, desto weniger sind sie geeignet. Darüber hinaus sind wir ja nun alle komunikationstrainiert und werden dadurch in unseren Eigenschaften immer mehr gemainstreamt.
    Wir verändern uns aber selten grundlegend, d.h. je mehr Du Dich einem Ratgeber anpasst, desto höher wird der Anteil der Schauspielerei in Deiner Kommunikation, desto unverständlicher agierst Du und irritierst die Menschen. Das wiederum führt dazu, dass die Kontakte nicht tief werden, man sich nicht mehr auf Dich einlässt oder früh Konflikte auftreten, die zum Kontaktabbruch führen.

    Ich bin ein etwas schwieriger Typ und verstelle mich im Privatleben nicht. Ich will nicht Hinz und Kunz von mir begeistern. Ich wollte auch nie irgendeinen Mann oder von Männern umschwaermt werden.
    Mir reicht einer und der für möglichst lange. Er soll mich nehmen wie ich bin, den Typ Frau mögen der ich bin, denn nur dann hat das Ganze Aussicht auf Erfolg.

    Im Job trickse ich mit dem Kommunikationstraining sehr erfolgreich rum, sehe die Wirkung und nutze sie hemmungslos aus.
    Ich bin Expertin darin, dezent Zeichen von Verunsicherung zu zeigen, wenn ich in keiner Weise unsicher bin.
    Gerade Männer überschätzen sich dann Frauen gegenüber sehr und machen Fehler, die ich zu meinen Gunsten/zum Wohl der Unternehmensinteressen verwende.
    Weil es um wechselnde Unternehmensberater/Vertriebler u.ä. geht, entsteht mir daraus kein Schaden, denn persönlich sind wir uns egal.

    Im Privatleben kann man mit so einem Verhalten nur Schiffbruch erleiden und bekommt keine dauerhaften Beziehungen hin: weder Freundschaften, noch Partnerschaften, noch Bekanntschaften oder gute familare Kontakte. Da kommt man mit Ehrlichkeit und Authentizität am weitesten.

    Ich stimme @nevereverzu: einen brauchbaren Rat, wo Deine Probleme liegen, können Dir nur echte und lebenskluge Freunde geben.
    Hier liest Du oft, dass der Rat von Freunden nichts taugt, sondern dass sie Dir Komplimente machen und Dir eine verzerrte Sicht auf Dich selber geben.
    Wenn das wirklich so ist, dann sind diese Menschen nicht Deine Freunde, sondern euch verbinden nur gemeinsame Interessen auf niedrigem Niveau (Ausgehclique).

    Echte Freunde sagen Dir die Wahrheit und wenn sie an Dir nichts Relevantes zu kritisieren haben, dann liegt es daran, dass sie Dich mögen weil Du bist, wie Du bist.
    Wenn Du dann immer noch erfolglos bei Männern bist, dann versuchst Du es bei den falschen Männern. Lass' das bleiben, es macht Dich nur unglücklich.
     
    • # 13
    • 16.06.2017
    • Lebens_Lust
    Hier steht die Antwort auf Deine Frage:

    Für mich klingt das auch nach "Trophäenjagd" und nach weiblichem "Pickup", der irgendwelche Regeln befolgt. Ich grinse hier nur noch, wenn ich mal wieder lese, wie sich Frauen verhalten sollen, damit sie Männern gefallen. Bei mir würde davon fast nichts wirken.
     
    • # 14
    • 16.06.2017
    • Max85
    Das Meiste wurde ja schon genannt. Es wirkt schnell aufgesetzt und künstlich. Als Mann reagiere ich auch allergisch, wenn ich merke, dass bewusst die typischen Ratgebermuster angewendet werden. Die Selbstwertprobleme werden damit ja auch nicht überdeckt. Es wirkt häufig noch bedürftiger.

    Wenn dein altes Verhalten deiner Art entspricht und Du es einfach wieder leben kannst, dann ist doch alles gut. Damit wärst Du ja einfach Du selbst. Funktionieren muss es trotzdem nicht. Die Welt hat sich weitergedreht. Das Umfeld hat sich sicherlich verändert. Ich weiß ja nicht, wie viel Zeit zwischen der erfolgreichen Zeit und jetzt liegt.
     
  2. Ratgeber können meiner Meinung nach dazu dienen, über sich selbst nachzudenken. Aber ich halte es für falsch, dann krampfhaft zu versuchen, irgendwelche "Regeln" einzuhalten.

    Wie schon mehrfach hier geschrieben: Authentizität ist das Stichwort. Was bringt es, sich in der Kennenlern-Phase zu verstellen? Das Risiko ist dann, dass sich der andere in ein falsches Bild verliebt - und sobald dann die ersten Krisen kommen, ist es ruckzuck vorbei mit der Beziehung.
     
    • # 16
    • 16.06.2017
    • entropie
    Vermutlich hat das Jeder schon mal selbst erlebt. Dass die innere Haltung doch deutlich nach Außen strahlt. Zu Zeiten in denen es mir schlecht ging, konnte ich auch nie beim Anderen Geschlecht punkten. Und wenn es mir dann egal war, rennen sie ienem die Bude ein. Natürlich kann es auch einfach eine Erwartungshaltung sein, frei nach dem Motto, was man glaubt, passiert auch.

    Ratgeber sind ein Geschäft mit der Sehnsucht. Wie Singlebörsen. Jedes gute Geschäftsmodell funktioniert über Emotionen. Das Problem was Ratgeber immer haben werden, ist sie sind die subjektive Wahrnehmung eines Menschen oder einen kleinen Gruppe. Das paßt nicht überall.

    Gruß
    m33
     
    • # 17
    • 16.06.2017
    • Jana_09/15
    Ich würde nicht sagen, dass Ratgeber per se nichts bringen. Natürlich darf man die Tips nicht unreflektiert 1 zu 1 übernehmen.
    Ratgeber können als Stütze dienen, sich selbst und sein Verhalten zu hinterfragen.

    Auswendiglernen und Anwenden von Regelwerken kann aber nur in die Hose gehen. Das sieht man auch in der Pickup-Szene der Männer.

    Worum geht es dir eigentlich? Möchtest du wieder einen Schwarm von Verehrern um dich herum scharen? Früher wolltest du ja keine Beziehung mit diesen Männern.
    Oder bist du heute ernsthaft auf der Suche nach einem passenden Partner, aber erfolglos bei den Männern, die du gut findest?
     
    • # 18
    • 16.06.2017
    • Magnus
    Die Ratgeber bringen vor allen den Verlag und seinen Autoren etwas. Man bereichert sich bei den Menschen die hoffen, dass dies etwas bringt. Ob es am Ende etwas bringt, ist denjenigen egal, da ja die Ratgeber sich gut verkauft haben und nachdem der 1. Ratgeber sich sehr gut verkaufte, haben sich dann andere auf diesen Zug gestürzt, um auch eine Scheibe von den Kuchen abzubekommen. Das geht halt solange gut bis der Markt überflutet ist.

    Läuft ja im TV genauso. Am Anfang haben die Koch- und Talkshows eine gute Einschaltquote und dies geht ewig weiter bis der Markt übersättigt ist.
     
    • # 19
    • 16.06.2017
    • Pete500
    Für mich gibt es zwei Gründe:

    Ratgeber gaukeln vor, dass es ein Patentrezept gebe, um zu einer Beziehung zu kommen. Manche geben sogar vor, dass es eine mathematische Formel zum Glück gebe. Dabei übersehen sie, dass Menschen eben verschieden sind und jedes Kennenlernen anders ist.

    Zudem sind viele Ratgeber voller Floskeln und Binsenwahrheiten, die entweder nichtssagend sind oder die jeder vernünftige Mensch kennen sollte.
     
    • # 20
    • 16.06.2017
    • Tom26
    Die beiden schlimmsten Feinde guter Ratgeber sind
    - die Leser, die einfach auswendig lernen, das Ganze 1: 1 anwenden, dabei keinerlei eigenes Gedankengut einbringen und einfach befolgen / nachplappern.
    - schlechte Ratgeber, die genau solche Leute ansprechen wollen.

    Es gibt gute Ratgeber - im techn. Bereich bin ich jedesmal dankbar über die Bücher - So helfe ich mir selbst bzw So wirds gemacht. Niccolo Machiavelli hat mit il Principe einen der besten Ratgeber ever geschrieben. Man kann so viel daraus lernen - wenn man will. Auch beruflich gibts tolle Ratgeber, die alle eines gemeinsam haben: Sie nehmen dich nicht an der Hand - sondern sie beflügeln deine eigenen Gedanken. Nutzen dein Wissen und setzen neue Sichtweisen frei.

    Das Problem, das ein guter Ratgeber hat: Er hat nicht die einfache Lösung. Ein guter Ratgeber hilft dir mit Vorschlägen und Denkweisen, deinen eigenen Weg zu finden. Was nutzt dir der beste Rat, wenn du ihn nicht umsetzen kannst ? Sich selbst passende Verhaltensweisen zu erarbeiten, das unterstützt ein guter Ratgeber. Mit Ideen und Vorschlägen - mit Beispielen und ergänzendem Wissen.
    Gute Freunde - ja, sie sind gute Ratgeber. Aber oft eher zur Überprüfung der Gedanken geeignet. Ausnahme - jemand hat hohes Fachwissen auf dem gefragten Gebiet.
    Ich bin ein Freund davon, Strategien aus ganz anderen Fachgebieten ins Private zu übertragen."Mythos Motivation" kommt bspw eigentlich aus der Ecke "Personalführung und Management" - aber sehr viele Dinge sind auch privat anzuwenden.
    Die heutige Zeit bietet so viele Hilfsmittel - man muss diese allerdings auch richtig anwenden. Ein Winteranorak ist eine feine Sache, der Tipp, nicht ohne rauszugehen ist sicherlich dann klasse, wenns 3 Grad minus hat und Schneeregen runterprasselt. Aber würdest du bei 30 Grad im Schatten den Winteranorak tragen? Und genau so ists bei den Tipps auch - es muss zu dir passen, zu den Umständen passen und auch umsetzbar sein. Wenn du das alles bedacht hast, können Ratgeber nützlich sein. Nachplappern kann jeder - und täglich sieht man, wie solche Leute durchs Leben dilettieren. Wenn du das nicht mehr willst - dann lies deine Ratgeber mit eingeschaltetem Hirn. Nicht einfach - aber es lohnt sich.
     
    • # 21
    • 16.06.2017
    • neverever
    Vor einigen Jahren hat mich das Golfspiel gepackt. Nach etwas mehr als einem Jahr begann ich alle möglichen Ratgeber zu lesen um mein Spiel zu verbessern. Jedoch erreichte ich nur das Gegenteil. Anstatt meine Grundkenntnisse mit hartem Training weiter auszubauen, lass ich diese Ratgeber. Ich wurde schlechter und schlechter. Meine Grundtechniken waren völlig durcheinander. Einer meiner Trainer riet mir diese Bücher zu verbannen und mich wieder dem Training zu widmen. Als ich das tat wurde mein Spiel schnell besser und ebenso die Freude am Spiel. Es gibt Dinge im Leben da hilft der beste Ratgeber nichts. Üben üben üben
    M46
     
    • # 22
    • 17.06.2017
    • Nordbrise
    Ich glaube, dass viele Ratgeber den Ratsuchenden das Gefühl geben, wenn sie nur alles "richtig" machen, dann klappt es auch mit dem (unpassenden) Partner.
    Da wird beispielsweise geraten, einem Partner, der regelmäßig nicht zur Verfügung steht, seinen Freiraum zu lassen und nicht zu drängen. Es mag sein, dass man damit den meist abwesenden Partner nicht verschreckt, jedoch ist fraglich, ob man damit selbst glücklich wird.
    Viele Ratgeber sind ja geschrieben für Menschen, die sich mehr Nähe wünschen, aber an einen distanzierten Partner geraten.
    Ich zweifele stark an, dass man mit einem duldenden Warten und sich mit dem wenigen zufrieden geben selbst glücklich wird. Wahrscheinlich zögert man das Leiden oftmals länger hinaus, wenn man den Ratschlägen folgt.
    Daher auch mein Votum für die Authentizität, von Beginn an. Wenn man Nähemensch ist, mag man einen Distanzierten dadurch verjagen. Nur ist das auf Dauer sicherlich besser für Beide.

    Es gibt einige ausgewählte Ratgeber, die tatsächlich helfen, das eigene Muster (auch bei der Partnerwahl) zu erkennen. Die sind sicher hilfreich.
    Vollkommen nutzlos sind die unzähligen Bücher und Online-Beziehungsratgeber, die zum "sei anders" raten.
    (Das ist, als versuchte man seine Schuhgrösse durch Zerdenken zu ändern.)
    Darüberhinaus verleiten viele Ratgeber dazu, zu sehr zu verkopfen und jede Kleinigkeit zu analysieren. Und das kann einfach Zuviel sein.
     
    • # 23
    • 20.06.2017
    • MelinaMelina
    Hallo ihr

    Danke für eure vielen, guten Antworten.

    Ich für mich habe den Schluss gezogen, mich einfach wieder so zu verhalten, wie ich es zu meinen "guten" Zeiten gemacht habe.

    Vielleicht ist es ja auch so, dass es bei jedem Mann und jeder Frau eben unterschiedlich funktioniert, Beziehungen unterschiedlich aussehen, der Charme eben ein ganz anderer ist.

    Ich jedenfalls komme mit lieb, nett bei Männern nicht weit. Anscheinend muss Mann als auch Frau ein wenig Ar...loch sein. Um interessant zu bleiben.
     
    • # 24
    • 21.06.2017
    • neverever
    Dann bitte auch nicht wundern, wenn du dann nur auch Solche anziehen wirst. Das meine liebe sollte dir auch klar sein. Ok wer es mag, bitte. Viel Spaß beim jammern.
    m46
     
    • # 25
    • 21.06.2017
    • Lebens_Lust
    Schön doppeldeutig formuliert, wenn wohl auch unabsichtlich.

    Ich denke, manche Ratschläge können durchaus erfolgreich sein, dann, wenn es darum geht, kurzfristig zu täuschen. Die Pickups sind dafür genauso ein Beispiel wie die Frauen, die hier schreiben, dass sie zwar kurzfristig Interesse erwecken, aber das nicht dauerhaft funktioniert. Langfristig bricht wohl der wahre Charakter durch und wenn es dann nicht passt, dann ist eben wieder Ende oder Dauerleiden angesagt.
     
    • # 26
    • 21.06.2017
    • Jana_09/15
    Hallo Melina,
    du beziehst dich auf ein bestimmtes Phänomen, das ich auch schon beobachtet habe.
    Es gibt sogar (wie zu jedem Thema) ein Buch dazu: "Warum die schrecklichsten Frauen die nettesten Männer haben... und die netten Frauen leer ausgehen".

    Mit Sicherheit ist das nicht auf jede Paarkonstellation anwendbar, jedoch erstaunt es auch mich immer wieder, wenn ich dieses Phänomen in meinem Umkreis mitbekomme.

    Ich hab seinerzeit vor Jahren auch diese Ratgeber gelesen und mich bei einem oder zwei Männern ausprobiert. Als vom Wesen her eher distanzierter Typus mich sehr angestrengt, freundlich zu sein, viele Komplimente zu machen und ganz liebreizend zu sein etc. Ging auch, wie bei dir, in die Hose. Bin dann auch schnell zu meinem authentischen Wesen zurück und hab das nicht bereut.

    Ein Erklärungsversuch: Es mag mit der Wechselwirkung zwischen Frau und Mann zu tun haben. Welche nonverbalen Signale Menschen mit ihrer Art und ihrem Verhalten nach außen hin setzen.

    Diese eher eigensinnigen Menschen (Frauen und Männer) strahlen aus, dass sie sich ihres Wertes bewusst sind und sie fordern. Im Kern signalisieren sie wohl, dass man sich anstrengen muss, um sie zufrieden zu stellen. Andernfalls gehen sie ihrer Wege. Wer also einen solch "hochwertigen" Partner an seiner Seite haben und halten möchte, der muss etwas dafür tun.

    Die "netten" Persönlichkeiten geben eher als zu fordern, und sie signalisieren, dass sie - egal wie man sich ihnen gegenüber benimmt - immer friedlich und höflich und zuckersüß bleiben. Sie fordern eben nicht, dass das Gegenüber sich für sie anstrengen muss. Sie öffnen im Gegenteil dem anderen Tür und Tor für Grenzüberschreitungen - und das signalisieren sie schon beim Kennenlernen. Damit scheinen sie unbewusst zu transportieren, dass sie eben nicht "hochwertig" sind.
    (Noch mehr als die Frauen haben ja diese vielen, ganz lieben Männer unter diesem Phänomen zu leiden, dass sie nicht als potentielle Partner wahrgenommen werden, sondern in der Kumpel-Kiste landen.)

    Es kommt wohl aber auch auf die Passung an. Zwei eigensinnige Menschen werden sich einen Kampf liefern, und es wird nicht harmonisch enden, ähnlich wie wenn zwei Narzissten oder Egoisten aufeinander prallen. Eine etwas unbequeme Frau braucht daher einen Gegenpart, der wenig störrisch und dafür recht harmoniesüchtig ist.
    Wie gesagt, nur ein Erklärungsversuch - das Thema ist wohl zu komplex, um es in einem kurzen Post abzuhandeln. Trotzdem interessant.
     
    • # 27
    • 21.06.2017
    • MelinaMelina
    Ich glaube mittlerweile mit gesundem Menschenverstand und Empathie kommt man weiter als mit dem Lesen von Ratgebern. Kopf einschalten, dann weiss man schon, was in der Situation angemessen ist.

    Mir fällt noch ein Punkt ein: Wenn jemand aufgrund seiner Persönlichkeit schlecht ankommt beim anderen Geschlecht, zB weil er dumm oder langweiig wirkt, dann hilft das Wälzen von Büchern nichts. Stattdessen müsste diese Person einmal ihre Außenwirkung reflektieren und eben genau diesen Punkt umändern (wenn sie das will). Oder wie seht ihr das?
    Beispiel: Ich habe eine Freundin, die kommt leider sehr dumm auf Männer rüber. Männer mochten sie noch nie. Nun könnte sie auch Bücher a la Rules lesen usw, es würde ihr doch nichts bringen. Denn die Bücher gehen ja nie spezifisch auf sie und ihr Problem und ihre Wirkung ein.
     
    • # 28
    • 21.06.2017
    • Magnus
    Bei the rules wurde auch die Autorin Ellen Fein 2000 in den USA von der Washington Post zerrissen. Wenn diese Rules so gut sind, warum wurde sie 2000 geschieden. Darauf antworte damals Ellen Fein überhaupt nicht.

    The rules mag vielleicht für USA schon gelten, aber das heißt noch lange nicht, ob dies in Deutschland genauso ist.
    Wie viele Männer in Deutschland kennen den Regeln in den USA?
    The rules wurde über 2 Mio. mal verkauft und wie viele Männer waren darunter?
    Was nützt ein Beziehungsbestseller, der nur von einen Geschlecht gekauft wird.

    Das ist so als würde ich mir ein Buch über den Linksverkehr aus GB kaufen und dann dies in Deutschland praktizieren. Schuld sind natürlich die Anderen, die rechts fahren und nicht ich. Lt. dem Buch funktioniert dies ja so gut und dann sollte es auch in Deutschland funktionieren.
     
    • # 29
    • 21.06.2017
    • Nordbrise
    Ratgeber auf dem "Rules"-Niveau verleiten zum Katz- und Mausspiel.
    Gib Dich cool, auch wenn Du fast die Wände hochgehst.
    Tue so, als würde Dich die Abwesenheit des Partners nicht stören.
    Mache nie den Fehler, ein Bedürfnis zu äußern, denn das macht Druck. Sei die Prinzessin, die sich das Krönchen richtet etc.

    Zu guter Letzt hält man damit einen unpassenden Partner länger, weil man das Unpassende ignoriert, aushält, duldet und dazu hinreißend lächelt.
    Ob man damit glücklich wird, zweifle ich an.