1. Wie Zukunftsentscheidungen treffen?

    So ihr Lieben
    Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Ecke für meine Frage ist.
    Bei uns stehen viele Fragen im Raum.
    In welcher Stadt wollen wir künftig leben. Wie wollen wir unser Familienleben gestalten und beide arbeiten.
    Trauen wir uns an ein zweites Kind.
    Ehrlich gesagt drehe ich mich beim Nachdenken im Kreis.
    Mein Mann ist eh kein begeisterter Planer.
    Ergo: er fragt mich was ich wirklich will.
    Wie finde ich das raus?

    Wie trefft ihr Entscheidungen?

    Vielen Dank für eure Antworten
     
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  3. Immer mehr Frauen gibt es, die nur ein schwaches Bauchgefühl haben, wenn du das nicht weißt für dich, wer soll das denn wissen?
    Entscheidungen die nicht beidseitig abgestimmt und getroffen werden, führen irgendwann zum Verhängnis! Es hilft also nur eines: reden, reden, reden, Fragen stellen, Fragen stellen Fragen stellen, Antwort gebe, Antwort geben, Antwort geben. Ich weiß für mich, dass Beziehungen die auseinander gehen, in aller erster Linie zu wenig, bis gar nicht richtig kommuniziert worden ist. Ist doch wohl klar, wie will man wissen, was dem Partner fehlt oder der Partner braucht wenn man nicht oder zuwenig redet?
     
  4. Klassisch - so, wie ich es beruflich gelernt habe.
    Ich sammle die für mich relevanten Fakten.
    Dann schaue ich, was wie machbar ist.
    Überlege dann, welche der Möglichkeiten mir gar nicht gefallen, was besonders gut.
    Meist habe ich dann die Lösung.

    Wie du da hin kommen kannst?
    Nimm dir Zeit, das ist wichtig.
    Schreibblock und Kugelschreiber sind sehr hilfreich.
    Geh alleine irgendwo nach draussen - dein Blick sollte schweifen können und Ruhe solltest du haben.
    Sorge dafür, dass du es bequem hast - Sitzkissen, warme Stiefel, sehr dicker Winteranorak, Thermoskanne mit Kaffee ......
    Kein Handy, keine Ablenkungen wie Musik o.ä.
    Mach dir Notizen, halte deine Gedanken fest.

    Die Antworten auf deine Fragen liegen in dir. Du musst sie eben ausgraben. Viel Erfolg
     
  5. Wie ich welche treffe: unter Druck, in Panik und mit vielen Tränen ^^ ich glaube, das hilft dir nicht, oder? Ich hab bei Entscheidungen, bei denen sich nicht schon abgezeichnet hat, was ich tun muss (Job in einer anderen Stadt, in die ich nicht wollte, oder arbeitslos.. da wurde es natürlich der Job) immer sehr gelitten. Alle Pro/Contra-Listen haben nicht viel geholfen. Ich hab einen Trick von einem Psychologen, den ich immer anwende: zwei Stühle in der Wohnung verteilen, jedem wird eine Entscheidung (zB noch ein Kind vs kein Kind mehr) zugeordnet, dann draufsetzen und so tun als hätte man sich dafür entschieden und es ist ein Jahr später. Wo fühlt man sich wohler.
    Aber nach einer idealen Möglichkeit suche ich auch noch, und mein Freund ist da wie ich. Anstrengend..

    W, 35
     
    • # 4
    • 15.02.2019
    • frei
    Erst wäge ich alles ab, sammele Fakten, frage Leute usw. ...und dann mache ich doch, was ich will. Der 'ja-aber-trotzdem-Effekt'.
    Ich mache Sachen, z.T. von großer Tragweite entgegen aller Vernunft.
    Und / oder ohne vorheriges Überlegen.

    Ich empfinde es als Freiheit, Dinge einfach machen zu können, egal wie beknackt sie sind.

    Ich habe ein Kind bekommen von einem Mann, den ich zwei Wochen kannte und der sich später als Totalausfall herausstellte, aber ich bereue trotzdem nichts, denn anderenfalls hätte ich sonst heute vielleicht gar kein Kind.
    Ich habe, als ich vor fünf Jahre hierherzog, zwar schon Jahre vorher immer mal wieder im Inet die Immobilienangebote angesehen, aber als ich konkret suchte, habe ich nach einer Woche etwas gefunden, das mir gefiel und besichtigt. Das war das erste und einzige Haus, das ich mir ansah und bereits nach einer weiteren Woche habe ich es gekauft. Und es nie bereut.
    Vieles andere dito, vor allem kleinere Sachen, wie Aufträge annehmen oder mich tätowieren lassen. Ich mache es einfach mal und gucke dann, wie es paßt.
    Ich finde das für mich tausendmal besser, als ewig mit dem Kopfe zu wiegen und nichts zu tun. Gelähmt zu sein. Viel reden, 'da müsste man mal'...' man könnte ja mal'...
    Das ist nichts für mich.
    Ich mache sehr schnell Nägel mit Köpfen.

    Oder ich prüfe doch mal was ausgiebig, komme zu dem Ergebnis, dass es vollkommen gaga ist und mache es trotzdem ( wie z.B. ein Häuschen in Venedig zu kaufen ).
    Meine Freiheit.

    Was ich aber ausschließen würde, sind Sachen, die mich in den Ruin treiben würden, oder die gefährlich oder gesundheitsschädlich für mich oder andere sind oder gar kriminell.
    Aber solange ich mich in diesem Rahmen bewege, wird's schon nicht so schlimm sein.
    Weil man es doch auch vorher nie weiß.
    Wer weiß, wofür manches gut war, selbst wenn es zunächst falsch erschien.

    Also bei dir: zieht einfach erst mal in die Stadt, dir ihr ganz subjektiv gut findet ( Landschaft, Eltern und Freunde, Arbeit, Dialekt, Essen, was weiß ich ), vielleicht wird's ja schön und wenn nicht, zieht ihr wieder um.
    Arbeit dito bzw. die Aufteilung, wer wieviel arbeiten geht. Kann man doch wieder ändern.
    Zweites Kind nicht, aber auch hier: macht, was euch gut gefällt. Angst und Sorgen ? Dann halt nicht. Hüpfende Gluckser im Bauch bei dem Gedanken an ein weiteres Baby ? Dann avanti.
    Du kannst es doch nie wissen, ob du in 20 Jahren findest, dass du ohne zweites Kind besser dran gewesen wärst.

    w 51
     
  6. Liebe FS,

    ich finde, du denkst zu viel nach. Was sagt denn dein Gefühl? Möchtest du ein zweites Kind? Wo willst du wohnen? Würdest du dich als Hausfrau oder mit Teilzeit Arbeit unglücklich fühlen?

    Ich kann deine Lage nicht ganz nachvollziehen. Bei mir waren/sind Entscheidungen bzgl. meines weiteren Lebens und der Familienplanung keine Vernunftsentscheidungen, sondern mein Gefühl hat mir den richtigen Weg von alleine gezeigt. Höre in dich rein und dann triff eine Entscheidung, die du deinem Mann präsentierst.

    W33
     
  7. Das Prinzip hat Tom sehr gut beschrieben. Eigentlich WEISST du es schon, was und wie du es willst. Nur traust du dich bloß nicht. Ich persönlich verwende das Prinzip mit zwei Stühlen.Ich stelle mir die jeweilige Situation vor und prüfe innerlich, wo ich mich wohl fühle.Pro und Kontra Listen haben mir nicht geholfen, da ich dann eben auch aus lauter Nachdenken im Kreis gedreht habe. Pro und Kontra helfen vielleicht, wenn man sich schon mehr oder weniger entschieden hat und den Kreis der Entscheidungen einschränken will. So habe ich meine Ausbildung gewählt. Ich wusste nicht so richtig, wohin, aber eigentlich doch-mein erster spontaner Gedanke hat sich dann nach langem hin und her als richtig erwiesen. Tom hat recht-wir wissen immer, wie die Antwort ist, man muss sie bloß rausgraben.
     
  8. Ich mache eine Wertigkeitsliste...pro und Contra.

    Habe ich insgesamt 12 Punkte, verteile ich: das wichtigste bekommt 12 und runter bis eins

    Das bei zb 2 Städten und unterm Strich sieht man: wo hat die pro Seite mehr Punkte erreicht.

    Meist aber Träume ich im Bett und merke wo ich positiv zucke oder mein Bauch krampft
     
  9. @Tom26 und @frei sagen es schon: Bleib bei den Fakten. Das fällt manchem schwerer als anderen, aber Stift und Papier sind da wirklich super.
    Trenne die Fragen!
    Ich habe sie mal priorisiert, wie ich es machen würde für mich:

    Betrachte die Fragen eine unabhängig von der anderen, dann wird vieles klarer. Mach jeweils überall pro und contra als Liste.

    1. Familienleben: Was willst du? Ist alles gut, wie es jetzt ist? Wenn nicht, was soll sich ändern unter den jetzigen Bedingungen? Mehr Freunde, mehr Freizeit, mehr Geld?
    Davon leitet sich alles andere ab.

    2. Seid ihr überlastet oder würdest du gern mehr arbeiten? Würdest du lieber finanziell zurückstecken und mehr Zeit haben?

    3. : Was spricht denn dagegen? Finanzen? Freizeitverzicht? Überforderung? Ein 2. Kind bringt sehr viel Freude mit rein, mehr Leben in die Bude, Geschwister sind für das Erstkind im ganzen Leben meist ein Benefit. Aber ein zweites Kind ist in Real Life noch mal ganz anders als "geplant". Dennoch finde ich, so eine Pro-Contra- Liste ist auch da hilfreich.
    Und hier wieder: Um ein 2. Kind in die Familie einzugliedern, braucht ihr dafür mehr Ressourcen (Finanzen, Platz, Betreuung, weniger arbeiten mit mehr Zeit)?
    4. Davon hängt ja die Stadt ab, in der ihr leben wollt, wie ist dort der Immobilienpreis, Betreuungsmöglichkeiten, Arbeitswege, Kinderfreundlichkeit. Das ändert sich alles sehr z.b. zwischen West/Ost, Ballungsraum vs. Kleinstadt etc.

    Wenn du mehr Details gibst, kann man konkretere Tipps geben.
    Lass dich nur nicht von diesem Fragenknäuel verwirren, sondern drösele es alles langsam auf.

    Dass dein Partner dich damit "allein" lässt, finde ich seltsam. Sollst und kannst du entscheiden und er akzeptiert alles? Oder will er, dass du dir die Arbeit und die Gedanken machst, ihm alles auf dem Silbertablett präsentierst und er darf auswählen? Er soll es sich nicht zu einfach machen.
    w35
     
    • # 9
    • 15.02.2019
    • frei
    Das mit den Stühlen finde ich gut.
    Ich kenne etwas ähnliches, naja, eigentlich identisches.
    Ich kann mich nicht zwischen Himbeereis und Blaubeermuffin entscheiden ? Dann werfe ich eine Münze und wenn dann das Blaubeermuffin gewinnt und ich enttäuscht bin, weiß ich, was ich wirklich wollte, nehme also dann das Himbeereis.
    Kann aber gut sein, dass ich dann enttäuscht bin, wenn ich es in der Hand habe.
    Dann lebe ich mit meiner Fehlentscheidung und beklage sie nicht.
    Denn ich war es, die sich entschieden hatte.

    Wenn ich essen gehe, kann ich mich nie entscheiden, eigentlich will ich alles, deswegen gehe ich auch am liebsten zum Buffett.
    Wenn es aber à la carte sein muss, habe ich die zwei bis fünf Sachen im Kopf, die ich haben will und wenn der Kellner kommt, platzt irgendeins davon zuerst aus mir raus und das bekomme ich dann...und schiele die ganze Zeit auf die Teller der anderen.
    Bereuen tue ich diese Entscheidungen aber nicht.
    Und das was ich habe, schmeckt mir ja auch.
    Ich jammere nicht rum und ich will auch nicht bei den anderen probieren.

    Das ist überhaupt das Wichtigste, finde ich.
    Zu der einmal getroffenen Entscheidung zu stehen.
    Du hast vor fünf Jahren ein Studium begonnen und das nach reiflicher Überlegung. Heute denkst du, du hättest lieber was anderes studiert. Dann hast du aber keinen Fehler gemacht, denn nach der damaligen Sachlage war die Entscheidung richtig und somit ist sie heute immer noch richtig. Wenn auch das Ergebnis heute nicht mehr richtig, weil nicht passend ist.
    Dann hadere nicht, sondern bringe dein Studium zu Ende und orientiere dich dann um.
    ( Hinweis: dies ist kein fiktives Beispiel, ich rede gerade von meiner Tochter ).

    Nochmal zu meiner Bredouille beim Essengehen. Mein Problem ist, dass ich immer enttäuscht bin, wenn ich mich für ein Gericht entschieden habe, weil ich ja eigentlich alles probieren will.
    Daher eben meine Vorliebe für's Sonntagsbrunchbuffett, running sushi o.ä.
    Adaptiert auf deine Fragen von größerer Tragweite: könntest du nicht auch alles haben, bzw. beides ? Beruf und Kind ? Beides vielleicht halb, also Teilzeit und nur ein Kind ? Ich kann ja auch nicht zwei Hauptgerichte essen. Naja, man kann nur in einer Stadt leben...oder doch in zweien ? Eine Stadtwohnung unter der Woche und am WE ein Häuschen auf dem Land...oder eine Nummer kleiner, Dauercamper am Baggersee ? Manche Leute ziehen auch alle drei Jahre um. Vielleicht wäre es euer Weg, dass ihr euch nicht entscheiden müßt. Nicht festlegen für den Rest des Lebens. Außer bei der Frage nach einem zweiten Kind.
    Da würde ich übrigens raten, keins zu bekommen, wenn man sich nicht richtig tief und fest sicher ist, dass man es will.
    Aus einer naja-mal-gucken-Haltung heraus geboren worden zu sein, hat kein Kind verdient.

    w 51
     
  10. Du bist süß und bestimmt noch sehr jung. Wärest Du älter, würdest du wahrscheinlich dir gar keine Gedanken machen und alles auf dich zukommen lassen, denn das Leben lässt sich nicht planen. Natürlich sucht man sich einen Wohnort in der Nähe der Arbeit und die Anzahl der Kinder kann man ja besprechen aber letztendlich kann sich alles auch ungeplant ändern. Angenommen du planst ein Kind und es werden Drillinge. Was machst du dann? Man kann auch Pech haben, sich irren, sich nach etwas anderem sehnen, usw. Und wenn man sich endgültig entschieden hat, kann sich trotzdem alles im Praxis anders anfühlen. Eine gute wohl überlegte Entscheidung kann sich im Endeffekt als ein Fehler herausstellen.
    Der Wohnort und die Anzahl der Kinder sind aber Entscheidungen, die zu zweit getroffen werden. Höre ich in deiner Frage eine gewisse Unsicherheit?
    Eins ist mir im Laufe meines Lebens klar geworden. Es ist nicht schlimm Fehler zu machen und wenn man aufrichtig zu anderen war, kann man diese Fehler auch korrigieren.
    Sei dir gesagt sein, du kannst Entscheidungen treffen aber letztendlich ist es eine Frage des Glücks. Wie heißt es so schön? Das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten :).
     
    • # 11
    • 15.02.2019
    • void
    Wie läuft es denn sonst so ab mit euren Entscheidungen?
    Ihr habt ein Kind und seid vermutlich nicht erst seit gestern ein Paar. Also mein Eindruck ist nicht, dass es so ein Mann ist, der zur Frau sagt "entscheide du" und sich dann rauszieht, wenn es ihm nicht mehr in den Kram passt. Soll heißen, er war aktiv dabei, als Du das erste Kind kam, hat Dich viel unterstützt, als Du schwanger warst, sich aktiv beteiligt bei Kinderbetreuung usw.. Du kannst also drauf zählen, wenn Du was entschieden hast, dass er mitmacht.
    Oder sollst Du zig Vorschläge machen, Dir allein einen Kopf drum machen und am Ende redet er überall dagegen? Oder bist Du der Typ, der sich zig Vorschläge von anderen machen lässt und immer dagegen redet?

    Wie würde es abgehen, wenn Du nun weißt, was Du willst?

    Wie findet man raus, was man wirklich will ... Du kannst ja nun nicht alles vorausberechnen. Ich finde die Idee mit den Stühlen gut, aber man braucht sie ja nicht unbedingt, man kann sich das auch so vorstellen. Du könntest es als Geschichte aufschreiben, wie Du Dir das Leben so oder so oder so vorstellst. Mach eine kleine Filmstory draus. Und dann klopfst Du die Geschichten ab auf die Wahrscheinlichkeit und Realismus und was alles dagegen spräche. Ob Du an Gewicht abnehmen könntest, kannst Du gut überblicken, weil es an sich nur Dich betrifft (Schwierigkeiten ergeben sich nur, wenn Du auf Kantinenessen angewiesen wärst oder nie Zeit und Energie zum Sport oder Gemüseschneiden hättest). Wie es sein kann mit noch einem Kind, kannst Du Dir nicht vorstellen, weil Du nicht weißt, wer da kommen wird und wie Dein erstes Kind reagieren wird. Also es ist eine Änderung mit vielen Variablen, die Du nicht alle beeinflussen kannst. Ebenso mit dem Ort, wo man hinzieht. Du kennst die Nachbarn nicht, sie können Dir das Leben zur Hölle machen und wenn man sich fest an den Ort gebunden hat, macht man vielleicht Verluste beim Wieder-weggehen.
    Es gab schon Leute, die für viel Geld ein Grundstück mit Haus kauften und kurz darauf wollte ein Chemiekonzern dort eine Kohlenmonoxidleitung in der Nähe verlegen und der Grunststückswert sank auf die Hälfte. Ist nun nicht schlimm, wenn man wohnen bleiben will, aber das wollten die auch nicht neben der Gasleitung.

    Schlussendlich ist es immer ein Wagnis. Was man hat, kennt man, was man bekommt, weiß man nicht. Es gibt keinerlei Anrecht auf Glück und Gelingen, und es liegt mitnichten alles in Deiner Hand.
     
  11. Danke, super Hinweis.

    Tom und Frei zeigen schon die Methoden, die ich auch anwende.
    Und wie bei @frei kommt dann meine emotionale Seite hinzu.
    Fakten, möglichst viele, ausdikutieren -Freunden erzählen, ihren Input anhören und wichtig, durch das Erzählen sortiere ich mich nochmal. Ich betrachte möglichst viele Konsequenzen, mache Worst Case Szenarien. Am Ende entscheidet der Bauch - es muss sich richtig anfühlen.

    Inzwischen vertage ich Themen, wo mein Bauch schweigt, dann ist die Zeit noch nicht gekommen.
    Das Thema liegt innerlich auf Wiedervorlage, arbeitet unbewusst weiter, auf einmal taucht die passende Antwort auf, oft genug nochmal eine andere als angedacht.
    Und wie @frei - ich hadere nicht.
    Ich habe zu diesem Zeitpunkt entschieden und das war damals gut. Hat es sich nicht gut entwickelt, kommt das Nachdenken, warum, wo sind meine Anteile, und die Kurskorrektur. Den Weg dazwischen empfinde ich als sinnvoll, so kommen Erfahrungen, und viele besondere Erinnerungen kommen aus den Umwegen in meinem Leben.
    @frei, auch Deine Tochter hat das eine Studium für sich gebraucht, zum Erfahrung sammeln, lernen, und jetzt kommt eben ein anderes. Das wird sie sich gut überlegt haben, und eigentlich ist es toll - sie ist mutig und wagt es.
    Andere verharren.

    Jetzt werde ich ganz philosophisch - ich sehe das Leben als den Weg zu mir selbst zu finden. Zu lernen, Erfahrungen, zu machen, heraus zu finden wer bin, was will ich.
    Und der Weg ist völlig offen, entwickelt sich, mal hier eine Abzweigung, da ein Umweg, es gibt manchmal auch Sackgassen - da gab es dann besonders viel zu lernen. Ob man überhaupt bei sich ankommt - mit sich je ganz im Reinen ist ?
    Durch den Weg, den man wählt, entwickelt man sich weiter, verändert sich. So verändert sich wieder dieser Weg.

    Und dazu gehören die Wegbegleiter , manche länger, manche kürzer, manchmal nur Momente,.aber diese brachten einen Denkanstoß...
    Ich finde es spannend.

    Liviana, Oft ist es Angst, fehlendes Vertrauen, warum man zögert neun Entscheiden.
    Aber - die Entscheidungen kommen, entscheidest Du nicht, dann entscheidet das Leben. Wie beim Kind, irgendwann stellt sich diese Frage nicht mehr. Bei Nichtentscheiden ist es die Entscheidung für Nein.
    Oder es sind andere, die an dieser Stelle ihre Interessen realisieren.
    Du bist verantwortlich für Dich, Du entscheidest, mit Nichtentscheiden ganz genauso.

    Paarentscheidungen sollte man aber zusammen treffen. Beide.

    W,49
     
  12. Ich nutze eine Mischung aus Verstand und Bauch. Informationen sammeln, mir klar werden, wie ich mein Leben gestalten möchte, was die Prioritäten sind. Bei Chancen, die sich bieten, schauen, ob sie sachlich dazu passen, pro und contra abwägen.

    Dann muss das Bauchgefühl gut sein, das ist der Faktor „Entscheidungen liegen in Dir“, den auch andere hier beschreiben.

    Entscheidungen mutig treffen (nicht dauernd abwarten, bis es keine Auswahl mehr gibt oder andere entschieden haben) aber auch nach einer Weile prüfen und ggf. korrigieren. In die Zukunft schauen und die gestalten, nicht mit der Vergangenheit hadern.
     
  13. Wenn es um Entscheidungsfindung geht, denke ich sofort an die Spieltheorie, bei der die Interaktion von Menschen und unvollständigen Informationen simuliert wird.

    Tatsächlich ist es ja meist so, man hat fast immer unvollständige Informationen, ist durch die Erwartungen anderer (z.B. der Eltern, des Partners, der Kollegen) unbewusst teils massiv beeinflusst, man wird durch Dritte oft gezielt getäuscht oder manipuliert und hat keine Vorstellung wie man sich denn in der Zukunft in bestimmten Situationen fühlen wird.

    Bei einfachen Entscheidungen reichte es oft aus, sich genug Informationen zu beschaffen oder vorhandene Informationen zu gewichten.

    Bei anderen Entscheidung versuche ich, nichts zu überstürzen, damit ich wenigstens die Chance hätte, eine Manipulation oder Beeinflussung, durch für mich möglicherweise nicht gute Einflüsse Dritter zu erkennen.

    Ansonsten hilft es sich, die Frage zu stellen, ob die Entscheidung korregierbar ist oder nicht. Und dann zu bewerten wie "teuer" die Entscheidung maximal wäre. Sehr billige Fehler kann man dann ohne weiteres Überlegen einfach machen, weil die Entscheidungsfindung sonst teuerer wird als der Fehler.

    Also wird man kein halbes Jahr darüber nachdenken, ob man denn nun in x oder y studiert, weil man ja wechseln könnte und der Verlust eines Semesters schwerer wiegt als eine lange verschleppte Entscheidung.

    Bei sehr teueren und nicht korregierbaren Entscheidungen muss man sich das vorher klarmachen und dann dazu stehen, auch wenn man vielleicht mit aller Sorfalt (oder auch ohne alle Sorgfalt) die richtige oder falsche Entscheidung trifft. Das Leben ist eben nicht wirklich in allen Dingen planbar.

    Dafür kann man dann das Beste draus machen. Denn es wird ja im Leben nicht die letzte Entscheidung gewesen sein. Sondern wir entscheiden uns ja jeden Tag tausende Male neu ohne dass wir das bewußt zur Kenntnis nehmen würden.

    Und durch viele Entscheidungen und Lebenserfahrung laufen die Prozesse dann einfach auch irgendwann viel schneller. Denn wer gelernt hat, mit falschen Entscheidungen umzugehen und das beste draus zu machen, der wird dann auch zunehmend entspannter.

    Ich glaube, dass bei den Entscheidungen wie Kind, Beruf oder Haus sehr viel überlagert wird durch Wünsche Dritter und die Beeinflussung durch unsere "Kultur" transportiert in den Medien.
    Deswegen ist es vermutlich besonders schwierig in dem Spannungsfeld einen "eigene" Entscheidung zu finden, die sich dann gut anfühlt.

    In der Psychotherapie würde man da z.B. die Wünsche und Aufträge der Eltern rausarbeiten, um ohne diesen Ballast entscheiden zu können.

    Und nun wie ich es mache, wenn ich mich überhaupt nicht entscheiden kann: Dann nehme ich mir einen Würfel und entscheide z.B. bei 1-4 A und bei 5 und 6 B. Und dann: "Alea jacta est."
     
  14. Ich finde, man sollte auch überlegen, ob das erste Kind ein Geschwisterchen möchte und nicht nur danach gehen, was die Eltern wollen. Denn wenn die Eltern sich dann für ein weiteres Kind entscheiden, aber das erste Kind wollte nie einen Bruder oder eine Schwester und macht dann nur Probleme - auch nicht gut. Also fragt doch auch mal euer Kind.
     
  15. Meiner Meinung nach ist es schwer Entscheidungen zu fällen, wenn man nicht weiß, wer man ist/sich selbst schlecht kennt.
    Ich z.B. weiß, dass ich kein zweites Kind möchte, weil ich ein freiheitsliebender Mensch bin und schon beim ersten Kind (5) sehe, dass es viele schöne Seiten des Mutterdaseins gibt, aber die Freiheit eingeschränkt ist. Mit 2 Kindern wäre ich unmöglich glücklicher, weil ich weniger Zeit für mein Kind und alles andere hätte, was zu meinem Leben gehört. Meine Tochter möchte übrigens auch keine Geschwister, weil sie auch froh ist, wenn ihre Freundinnen irgendwann wieder weg sind, sie auch Zeit für sich hat und ihre Eltern auch mehr Zeit für sie haben.
    Wenn mein Naturell ein anderes wäre, würde ich vielleicht ein zweites Kind in Betracht ziehen. Denk bei deinen Entscheidungen nicht darüber nach, was andere von dir erwarten, sondern wie du mit deinem Leben am glücklichsten bist. Wer bist du?
    Deshalb, wie Tom schon schrieb, bitte nachdenken. Du kannst dich auch unter dem Stichwort "Entscheidungsfindung" belesen. Es gibt verschiedene Techniken.
     
  16. Es ist eigentlich immer so. Egal wie akribisch man überlegt, Informationen sammelt, es ist nie vollständig. Und das macht auch gar keinen Sinn, weil sich der Aufwand für Perfektion nicht lohnt. Bei Entscheidungen würde es dazu führen, dass man sich nie entscheidet.
    Es kommt hinzu der Faktor Mensch, man selbst verändert sich, die Umgebung verändert sich, andere Menschen verhalten sich nur bedingt kalkukierbar. Und Menschen sind auch Quelle der Informationen bis hinzu Beeinflussung und Manipulation.
    Natürlich sind wir in unserem sozialen Gefüge, mit unserem gesellschaftlichen Hintergrund, mit unseren Prägungen und Erfahrungen nie ganz frei und unabhängig in unserem Entscheidungen, aber frei genug, um selbst Informationen zu sammeln und letztendlich eigenverantwortlich zu entscheiden.

    Ich denke, man muss lernen, sich besser selbst wahrzunehmen, ebenso wie man lernen muss, mit der Unperfektheit umzugehen.
    Sich einen WorstCase vorstellen, Risikoabwägung. Wenn ich mir das zutraue, kann ich wagen - an diesem Punkt kommen Bauchgefühl und das Selbstvertrauen in die eigenen Stärken hinzu.
    Und hinterher nicht bereuen, sondern es als Erfahrung verbuchen - das Wort Scheitern aus dem Vokabular streichen.

    Und in diesen Fall hast Du Dich vorher schon für Fall A entschieden, sonst hättest Du ihm nicht 66,6% Wahrscheinlichkeit zugeordnet :)
     
  17. Hallo Liviana,

    ich habe die Pro-und contra-Listen aufgegeben, weil es mich eher mehr verwirrt hat. Entscheidungen treffe ich wirklich nur sehr schwer und habe nun folgende Methoden für mich entdeckt.
    Ich schaue mir für jede Lösung nur die Vorteile an und entscheide dann danach was mir mehr zusagt. Jede Entscheidung bringt dir gewisse Vorteile nur siehst du das am Anfang nicht so klar, daher die Stichwortsuche.

    Das mit der Münze kenne ich auch und würde ich auch in Erwägung ziehen. Hier siehst du auch wieder ganz klar wo es dich hinzieht. Bist du mit dem Zufall nicht zufrieden, so weisst du es recht schnell.
     
  18. Ja, auch das war eine Entscheidung. Allerdings wollte ich auch deutlich machen, dass man mit dem Würfeln bei einem Entscheidungsdilema auch der etwas weniger preferierten Wahl eine Wahrscheinlichkeit zuordnen kann. Nicht alles im Leben sind eben 50:50 Fragen.

    Ich hatte mal einen esotherisch angehauchten Freund, der leider schon gestorben ist. Und der hat seine Entscheidungen stets ausgependelt. Wobei beim Pendeln ja unbewußt die Entscheidungen getroffen werden, weil das Pendel ja doch durch Muskelbewegungen gesteuert ist.

    War immer lustig, wenn der z.B. im Restaurant über der Speisekarte dann mit dem Pendel zu gange war. Seine Geldanlagen hat er allerdings nur nach persönlicher Auswertung der Bilanzen von Unternehmen getroffen und hat damit sehr große Renditen gehabt. Denn so konnte er stets Unternehmen finden, deren Kurs nicht den tatsächlichen Wert eines Unternehmens wiedergespiegelt hat.
     
  19. Die Zukunftfragen würde ich auf die Zukunft verschieben. Es macht auch keinen Sinn diese Fragen gleich zu stellen. Die Zeit ist ja noch so lang und was passiert dies dahin. Eventuell stürzt ja ein Asteroid in die Stadt ein und was passiert dann?

    Ich habe mir nie solche Fragen gestellt und habe trotzdem 2 Kinder und eine Exfrau.
     
  20. Vielen herzlichen Dank für eure guten Tipps und Einblicke.
    Diese zwei Stuhl Methode hab ich angewandt.
    Jetzt ist es mir klarer!
    Danke
    Nunja... Also ich bin fast 40und verhüte...
    Vermutlich war in deinem Leben deine Frau die treibende Kraft um Beziehung und Kinder voranzubringen. Bzw zu planen.
    Aber ohne ein Ja... Wir verhüten nicht mehr... Werden wir wohl kaum nochmal ein Kind bekommen..
     
  21. Vielleicht auch gerade deswegen? Ich denke, das ist Typsache. Es gibt Menschen, die nehmen das hin, was in ihrem Leben passiert und machen dann das beste draus. Es gibt Menschen, die versuchen, vorauszudenken und Einfluss zu nehmen. Ich fühle mich besser damit, Entscheidungen zu treffen, auch mal falsche, und dann die Verantwortung dafür auch problemlos zu übernehmen, als einfach abzuwarten und nur zu reagieren. Für mich ist das aktives Leben, ich habe Spaß daran, zu gestalten. Das ist aber natürlich nicht die einzige Art zu leben und auch nicht die richtige oder falsche.
     
  22. So mache ich es. Alle wichtigen Entscheidungen meines Lebens habe ich aus dem Bauch getroffen, aus einer Riesenbegeisterung und einfach dem Wissen, das will ich. Und dann habe ich darüber nachgedacht, ob ich mit den Folgen eines Scheiterns leben könnte. Ich habe mir ausgemalt, was passieren könnte, wenn alles schief geht. Würde mich eine Fehlentscheidung todunglücklich machen oder ruinieren? Oder mich nur Zeit/Geld/Herzblut kosten? Mit letzterem kann ich leben. Mit ersterem nicht.

    Bei den meisten Entscheidungen denke ich ohnehin, dass es nicht richtig oder falsch gibt. Das Leben nimmt einfach eine andere Wendung. Ich wäre in einigen anderen Berufen wohl auch glücklich geworden. Es ist ziemlich wurst, wo ich lebe. Und so. Es ist immer mein Leben.

    Frau 52
     
  23. Da bin ich komplett anderer Meinung. Ein Kind kann altersgerechte Entscheidungen treffen, aber wenn es sich z.B. um ein Kleinkind von 4 Jahren handelt, kann es nicht im Ansatz überblicken, was ein Familienzuwachs bedeutet, diesen Erfahrungshorizont hat es nicht. Das können wir als Erwachsene ja kaum, da wird mancher auch überrascht, wie anders sich der Familienalltag gestaltet. Was es im Erwachsenenleben bedeutet, Geschwister zu haben oder Einzelkind zu sein, davon hat ein Kind keine Ahnung. Im Zweifelsfall braucht nur jemand zu sagen: "Dann musst du teilen und abgeben", sowas reicht schon, um Kinder zu beeinflussen.
    Bestimmte Entscheidungen müssen die Eltern fällen. Dass das Kind dann z.B. Vornamen vorschlagen kann oder bei der Zimmeraufteilung mit einbezogen wird, ist ja was anderes, eben altersgerecht.
    Man fragt ein Kind ja auch nicht, ob es in die Schule will, sondern es muss dahin gehen, weil die Schutzbefugten entschieden haben, dass dies dem Kind zuträglich ist.
    Natürlich sind hier andere Parameter entscheidend, ist genug Geld da, warum möchten die Eltern mehr Kinder, das weiß das erste Kind doch nicht.
     
  24. Du hast damit die Antwort formuliert , die ich auch auf Peters Ansatz gerne gegeben hätte, und mir geht es genauso.

    Es ist eine Frage der Persönlichkeit, keine Wertigkeit.

    Manchmal ist es anstrengend, Entscheidungsprozesse können langwierig sein, man muss mit seinen eigenen Unperfektheit Leben, mit Fehlentscheidungen.
    Aber für mich ist es Freiheit. Ich entscheide, gestalte.
    Wobei es durchaus schön ist, wenn man nicht immer Einzelkämpfer ist, sondern im Team agieren kann. Wenn sich Kompetenzen, Wissen ergänzt, Kreative Prozesse durch den Diskurs entstehen, und wo man weiß, dass man zu gewissen Zeiten auch mit unterschiedlicher Gewichtung tragen kann. Wo einer sich mal müde sein darf...

    Passiver zu sein, bedeutet eben, dass andere gestalten. Das muss man dann akzeptieren.

    @Berlinerin73, meine Söhne haben einen Altersunterschied von 28 Monaten.
    Wir haben als Eltern entschieden, als der Ältere 1,5 Jahre alt war, dass es Nr.2 geben soll. Ja, klappte umgehend.
    Würdest Du da eine ernstzunehmende Antwort einfordern?

    Das ist die Entscheidung der Eltern - was ich aber finde, es sollte die bewusste Entscheidung beider Eltern sein.
    Es war, aus der a Rückschau, viel mehr meine Entscheidung, von seiner Seite aus war es zwar Ja, aber - nicht artikuliert - ein Naja, wenns passiert.
    Wäre es ehrlich gewesen, wäre es ein Nein gewesen.
    Aus diesem Kind hat sich der Vater nie etwas gemacht, kaum beachtet...
    Dies der Grund, warum dieser Sohn dann von seinem Stiefvater adoptiert werden wollte.

    Deswegen.
    Ich plane, ich informiere mich, ich entscheide und dann trage ich die Verantwortung, lebe mit dem Konsequenzen, prüfe und korrigiere - und lerne dazu. Leben sind fortlaufende Prozesse.
    Wenn ich Versprechen eingehe, halte ich sie - bewusste Entscheidung.
    Ich verspreche selten etwas, aber auch meine Zusagen sind überlegt und verbindlich.

    Mit einem entscheidungsträgen Menschen würde ich heute keine Partnerschaft mehr eingehen, das kostet zu viel Energie.
    Es muss auch hier passen.

    W,49
     
  25. Mit vier Jahren vielleicht nicht, aber das Alter des Kindes war im Eingangsthread gar nicht angegeben; kann auch sein, dass das erste Kind 10 oder 15 ist. Ich wollte beispielsweise nie Geschwister haben und hätte das meinen Eltern eher übel genommen, wenn sie noch ein Kind bekommen hätten. Dabei habe ich auch nicht rational über für und wider nachgedacht, sondern es war ein Gefühl, dass ich lieber alleine sein will. Und ich bin bis heute froh, dass ich keine Geschwister habe.

    Schule ist ein schlechter Vergleich, denn es besteht ja Schulpflicht. Das entscheiden die Eltern nicht für das Kind, sondern der Gesetzgeber zwinge Kinder dazu, in die Schule zu gehen, unabhängig davon, was das Kind und die Eltern davon halten.

    Das ist aber auch nicht gerade toll für das Kind gewesen, wenn es merkt, dass der Vater es gar nicht will. Da hätte man vielleicht lieber auf Kind Nummer zwei verzichten sollen und dem Kind damit die Erfahrung erspart, vom Vater abgelehnt zu werden.
     
  26. Davon abgesehen, dass ich sehr froh bin , dass es meinen Sohn gibt,
    Ist dieser Fall doch typisch, was ich nun über 20 Jahre später weiß.
    Ein eher entscheidungspassiver Mensch sagt Ja, weil es ihm egal ist.
    Nachgedacht hat er nicht, wie es dies solche Menschen auch selten tun.
    Hätte ich für ihn denken müssen, dass, wenn er Ja sagt, evtl. Nein meint? Oder zumindest egal?
    Hätte ich, als wir dies beschlossen, noch x-mal nachfragen, ob er wirkich sicher ist, und sein Ja wirklich ja heißt?
    Wir hatten es gemeinsam besprochen, ausführlich, weil es finanziell dadurch noch enger wurde, beschlossen, dass es trotzdem klappen wird und wir beide wollen.
    Es war schon während der Schwangerschaft spürbar, dass er dann nicht begeistert war.
    Aber damit kann man nicht rechnen, meiner Meinung nach .

    Wenn zu mir jemand Ja sagt, gehe ich von Ja aus.
    Bei mir auf jeden Fall ist ein Ja ein Ja, ein Nein ein Nein und wenn ich interpretiert werde , werde ich sauer.

    Und dies ein Grund , warum ich um "Schaun wir mal" - Typen einen Bogen mache.

    W,49
     
  27. Mein Partner ist auch so, dass er sich manchmal nicht klar positioniert, aber das merke ich ihm an und ich denke, dass man es den "Schaun wir mal"-Typen durchaus anmerkt, ob sie etwas wirklich wollen oder ob sie nur "ja" zu einer Sache sagen, weil sie sich bedrängt fühlen. Man kann, wenn man eher etwas dominant ist, solche Menschen auch leicht "überfahren" und ihnen die eigene Meinung aufdrücken. Aber wenn man sensibel spürt, wie der andere etwas meint, dann erkennt man schon, wann ein "ja" so gemeint ist und wann nicht.
     
  28. Du kannst aber nicht mit dem Wissen von heute Entscheidungen von damals treffen. Manche Entscheidungen kann man rückgängig machen, aus anderen macht man das beste und blickt nicht auf eine nicht mehr änderbar Entscheidung, sondern auf die Gestaltung der Zukunft. Und hier gleicht die Mutter sicher den anlehnenden Vater aus, so wie ich @Lionne69 einschätze.
     

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