• 09.07.2018
    • Katharina 246

    Wie würdet ihr euch verhalten?

    Ich bin mit meinem Freund seit über einem Jahr zusammen, in seinem Haus, wohnt noch seine Tochter (18), mein Partner und ich sind (60). Wir sind beide berufstätig.Seine Tochter macht gerade das Abi. Meine beiden Kinder sind erwachsen und haben eine eigene Familie. Mein Partner und ich wohnen nicht zusammen, ich habe eine eigene schöne Wohnung, wo ich mich sehr wohl fühle. Am Wochenende bin ich fast immer bei ihm im Haus, weil ja das Kind noch da ist, gris......Hab ich auch kein Problem damit, es ist mit dem Auto nur 15 Minuten .Aber.....Die beiden sind extrem faul und sehr liederlich, dass ganze Haus sieht aus wie sau...., anders kann man es nicht sagen. Am Anfang habe ich am Wochenende geputzt, damit ich es ertrage, aber mittlerweile mache ich nur noch das notwendigste, da die beiden nur auf dem Sofa liegen und mit dem Handy spielen. Es gab auch schon mehrmals Ausspachen, die Einsicht war da, aber es hat nicht lange gehalten. Jetzt sind wir 14 Tage im Urlaub gewesen und als wir am Wochenende wieder zurück waren, hat mich fast der Schlag getroffen ,fast alle Zimmer Pflanzen (die ich gekauft habe) sind vertrocknet, dass Haus in einem schlimmen Zustand, ich war total geschockt und bin erst mal zu mir nach Hause gefahren. Die Beziehung ist sonst gut, aber ehrlich gesagt halte ich es fast nicht mehr aus. Was würdet ihr machen ?
     
  1. Die Seite wird geladen...

    • # 1
    • 09.07.2018
    • frei
    Na ganz einfach, ich würde mich nicht verantwortlich fühlen.
    Nicht für die Sauberkeit, nicht für die Unordnung, nicht für das bildungsferne Gebahren, Handyspielen auf dem Sofa.
    Ich würde keine Pflanzen kaufen, keine vorhandenen gießen, keinen Kühlschrank füllen, nicht staubsaugen.

    Falls du wirklich am WE immer dort sein willst, mach dich frei davon, dass es deine Wohnung ist.
    Du könntest die Bettwäsche, in der du schlafen willst, waschen.
    Das Klo und die Duschwanne nur soweit putzen, dass du sie ohne Ekel benutzen kannst.
    Nur das Essen einkaufen, das ihr zusammen essen werdet und du ißt von dem Teller, den du dir gerade gespült hast, weil alle anderen versifft sind. Oder ihr geht essen.
    So läuft das bei meinem Freund, den ich am WE besuche.
    Naja, fast. Naja, eigentlich fast genauso.
    Ok, ich finde einen sauberen Teller, den stelle ich dann später einfach auf die Ablage, weil die Spülmaschine voll ist.
    Aber sonst ist es so und ich kann damit sehr gut leben.
    Ich mache die Spülmaschine nicht an und ich quetsche meinen benutzten Teller irgendwo hin, weil die Ablage komplett zugespamt ist.
    Ohne Kommentar, ohne Vorwurf, ohne lustige Bemerkungen.

    Wenn er bei mir ist, sagt er auch null über meine Wohnung und richtet sich nach meinen Vorstellungen, die er genauso abwegig findet wie ich seine und du die deines Freunds.
    Z.B. will er immer partout ein Handtuch unterlegen, wenn er sich mit seiner schwarzen Jeans auf meine weißen Sessel setzen will.
    Obwohl ich das nicht verlange, nicht mal vorgeschlagen habe, denn die sind leicht abzuziehen und zu waschen.
    Meine Tochter lümmelt da sogar mit ihren Drecksfüßen drauf rum, was soll's ? Wenn sie weg ist, wasche ich die Bezüge.
    Ich verlangte auch nie, dass sie die schwarze Granitarbeitsplatte meiner Küche poliert, denn das ist nicht Mitte, sondern mein gaga.
    Und ich habe meinem Freund auf seinen ausdrücklichen Wunsch eine billige Tasse gekauft, damit er seinen Milchkaffee nicht aus meiner Meissner Tasse trinken und dabei zittern muss, dass er sie nicht runterwirft.
    Wir liegen maximal weit auseinander, was diese Dinge betrifft und versuchen dennoch nicht, den anderen in unserm Sinne zu erziehen.

    Leben und leben lassen.

    Lass die beiden leben, wie es ihnen gefällt.
    Das ist das schöne an einer LAT-Beziehung, was anderes käme für mich nicht in Frage.

    Wenn wir Gäste bei ihm haben, lasse ich immer mal wenn ich es für nötig halte, einfließen, dass ich für den Dreck nicht verantwortlich bin und auch nicht für das häßliche Geschirr und die biederen Holzmöbel. So kann ich das sehr gut aushalten.
    Ich bin nicht verantwortlich.

    w 51
     
    • # 2
    • 09.07.2018
    • Maria1973
    Das würde mich nicht interessieren und ich würde mich auch nicht verantwortlich fühlen. Du hast dein eigenes schönes und sauberes Zuhause. Die Faulheit würde ich nicht unterstützen und auch noch für sie putzen!!! Sei froh, dass du nie den Schritt zu einer gemeinsamen Wohnung gegangen bist.
     
    • # 3
    • 09.07.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Wenn es den beiden nicht juckt, solltest du keinen Streich machen, oder fühlst du dich als Putzfrau für den beiden ohne Bezahlung?
    Es ist doch immer wieder dasselbe, nach Aussprachen hält es kurze Zeit und der alte Trott ist wieder da!
    Ganz einfach es interessiert die Beiden nicht, was du machst und dass du Blumen bringst etc.pp.
    Eine Beziehung kann niemals gut sein, wenn man es nicht aushält! Was du machst ist deine Sache, ich werde unter solchen Umständen nicht eine Beziehung unterhalten. Ich möchte Freude, Erfüllung, Bereicherung, Befriedigung, Glück und Liebe erfahren, würde dieser Mann dich lieben, er würde das so niemals zulassen! Aber du liebst ihn mehr, als er dich, das ist der wunde Punkt in deiner Sache und du bist die Nummer zwei hinter seiner erwachsenen Tochter, das wird immer so bleiben, du wirst dich immer als Ersatzrad fühlen.
     
    • # 4
    • 09.07.2018
    • Katharina 246
    Liebe frei.
    Ehrlich gesagt fällt mir ein Stein vom Herzen, bei uns scheint es genau so, wie bei euch zu zu gehen. Ich musste auch sehr über die biederen Holzmöbel lachen....herrlichen .Vielen Dank , genau so werde ich es auch in Zukunft Hand haben.
    LG
     
    • # 5
    • 09.07.2018
    • neverever
    Hm, liebe Frau @frei , das glaube ich dir ja gerne.
    Ich würde auch nicht versuchen eine neue Partnerin dahin zu erziehen wie ich es gerne mag. Aber wenn sie selbst wohnt wie eine Pottsau, ich übertreib es mal bewusst, dann würde ich ihr schon direkt sagen wie sehr mich das ekelt und ich so nicht leben mag.
    Ich glaube für mich würde es dann einfach nicht passen und so verzweifelt bin ich dann auch nicht und werde es verm. auch niemals werden, dass ich über so etwas hinwegsehe.

    Es kann ja mal unordentlich sein, auch zwei Tage lang, aber dann nervt es mich selbst schon und dann ändere ich das. Aber Dreck dort wo ich wohne, esse und schlafe kann ich nicht ab.
    Ich bin ja nicht fimschisch, aber eine Pottsau als Partnerin, auch wenn sie das nur bei sich macht, hat mich richtig, nicht zu jucken.
    Aber ich muss ja auch nicht zwingend ertragen müssen.
    m47
     
    • # 6
    • 09.07.2018
    • Pia62
    Liebe FS,

    wenn du es so händeln könntest, wie @frei, dann wäre alles gut.

    Ich könnte es nicht, denn hinter dieser Sauerei, und dem übrigen Lümmelsofagebaren steckt ein Geist. Ich meine hier nicht die normalen Spuren, die ein tägliches Leben mit sich bringt, sondern die Patina, die meist schon etwas, viel älter ist und die Art, wie man mit sein eigenes Hab und Gut umgeht. Ebenso mit den Geschenken anderer, in dem Falle die Blumen von dir u.ä.

    Dort zu putzen und diese Energien weg zu wischen, das solltest du lassen und dir stattdessen, diesen Lümmelgeist genauer ansehen. Was ist denn sonst gut und warum lässt er sich einstauben. Ist er körperlich auch mit einer Patina versehen, nimmt es hier und da nicht so genau? In welchem psychischen Zustand befindet er sich, dass er das so braucht, als Stütze, oder Erinnerung an die grunzende, schweinische Wohligkeit, die den Geruch ursprünglicher Geistwesen, die noch kollektiv im Wald zusammen fäkalisierten, beinhalten und in den Flimmerhärchen im Riechorgan fest installiert sind.

    Zwei so verschiedene Welten, du hältst es nicht mehr aus, verständlich. Es sei denn, dein Liebster hat andere, so hervorbrechende Eigenschaften, dass man das hinnehmen könnte und du geschaffen dafür bist, dir nur die Rosinchen rauszupicken Du kannst es nicht, weil du in einer anderen Welt zuhause bist. Überlege, ob das andere so überwiegt, dass du den Nebelblick durch Weglassen der Brille, oder Kontaktlinsen, aufsetzen kannst.
    Ich kann mir gerade sehr schwer vorstellen, dass in dieser Behausung ein gepflegter und gut riechender Mann verbringt. Meistens sind sie auch an sich ziemlich schmierig, wenn man genauer hinsieht.

    Du wirst ihn nicht ändern können, oft verstärkt sich im Alter so etwas noch. Du musst schauen, ob dir das auf Dauer so bekömmlich ist.
     
    • # 7
    • 09.07.2018
    • Amytan
    Ganz so tolerant wie @frei bin ich (leider) nicht. Ich habe - in einer früheren Beziehung - meinen damaligen Freund gebeten, 1 x wöchentlich eine Putzfrau kommen zu lassen, was er auch getan hat, weil er merkte, dass es auch ihm selbst hilft. Ich war nur jedes zweite WE bei ihm, das dazwischen kam er zu mir.

    Nun gibt es aber auch noch Unterschiede zwischen hinnehmbar und unerträglich, letzteres bekäme dann wohl auch keine Putzhilfe in den Griff. Nicht selten spielen weitere Animositäten mit in die Einstellung zur betreffenden Beziehung, die gilt es heraus zu finden und dann eine Entscheidung - für oder gegen - zu treffen. Hab' ich am Ende so gemacht (und nie bereut).
     
    • # 8
    • 09.07.2018
    • Mintgrün
    Ganz einfach: Hör auf zu putzen, zu machen und zu tun! Das wird Dir schwer fallen, weil Du eine saubere, ordentliche Person mit Stilgefühl zu sein scheinst. Doch das ist nicht Dein Haus. In Deinem Alter solltest Du wissen, dass Du keinen Menschen ändern kannst. Ein unordentlicher Mensch bleibt auch so, wenn er so zufrieden ist. Du musst Dich also wie ein Chamäleon anpassen, wenn Du dort bist. Ich würde exakt so wie @frei verfahren, da kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen. Ich weiß, es ist schwer, im Dreck zu leben, wenn man selbst auf Ästhetik und Sauberkeit wert legt. Doch Du hast hast keibe Wahl außer Trennung oder Treffen nur noch bei Dir.

    w30
     
    • # 9
    • 09.07.2018
    • waldstrolch
    Liebe FS,

    ich kann Dich gut verstehen. Ordnung und Sauberkeit ist ein sehr dehnbarer Begriff. Jeder von uns hat ganz unterschiedliche Vorstellungen und Wohlfühlgrenzen. Du wirst ihn und seine Tochter nicht dazu bringen " deine Vortstellung " von Sauberkeit zu übernehmen. Wenn für dich die Situation so unerträglich ist verbringt doch eure Wochenenden bei dir. Ich denke mit 18 jähriger Tochter ist das sicher machbar ;-)

    Viel Glück !
    w 53
     
    • # 10
    • 09.07.2018
    • void
    Na auf keinen Fall mehr sauber dort und was kaufst Du Pflanzen für Menschen, bei denen man schon sieht, dass sie sie misshandeln werden?

    Du kannst bei ihnen keine Erziehung nachholen, sondern Dich nur fernhalten, wenn Du es nicht aushältst. Und das würde ich auch machen. In so einem Haushalt kann man doch nicht mit Wohlbehagen was essen oder irgendwo entspannt sitzen.
    Wenn Du den Mann toll findest, dann triff Dich bei Dir mit ihm und ziehe niemals zusammen.
    Wie steht es denn mit seiner Körperhygiene?
     
    • # 11
    • 09.07.2018
    • Salemina
    Hör auf zu putzen & kaufe keine Pflanzen mehr!
    Wer selbst kein Problem mit Schmutz hat & mit Pflanzen wohl nix anzufangen weiß, wird keine Notwendigkeit sehen das zu ändern.

    Ich würde aber klar kommunizieren, dass es hier aussieht wie sau, ich mich so nicht wohl fühle, sondern mich ekel, aber nicht die gratis Putzfrau bin! Sollte es nicht besser werden, würde ich auf Besuch bei ihnen verzichten & dann können sie ja jedes Wochenende zu mir kommen.

    Ich hätte auch keine Lust, alles was ich als Besucher benutzen möchte/muss erstmal zu putzen/zu waschen..
    Bettwäsche & Klo putzen als Gast?!?! Vor dem Essen erst mal einen sauberen Teller suchen?
    Ich würde mich schämen, hätte mein Gast bzw mein Partner der zu Besuch ist, das Bedürfnis erst mal mein Klo putzen zu müssen bevor er sich hinsetzt! So ein Gast möchte auch ich bei meinem Partner nicht sein müssen! WÄH!
     
    • # 12
    • 09.07.2018
    • Tomyi
    Was ich machen würde?
    Ich würde nicht in seiner Wohnung putzen. Ich mache seine Wohnung auch nicht wohnlicher durch Pflanzen o.ä.

    Wenn die Wohnung so schmutzig ist, dass ich nicht in seinem Bett liegen mag, mich nicht in seinem Badezimmer waschen mag, nicht von seinem Geschirr essen mag und ich mich unwohl fühle, fahre ich in meine Wohnung. Dort bleibe ich nicht. In meiner Wohnung ist es sauber genug, dass ich mich wohlfühle.
    Ehrlich gesagt, will ich auch niemanden knutschen o.ä., wenn ich weiß, dass er im Schmutz wohnt. Müffelt er samt Kleider auch noch?

    Warum kommt er nicht dich am Wochenende besuchen?
    Ich vermute hinter seinem Wunsch, dass er nicht zu Dir fahren muss, die selbe Lethargie, die dazu führt, dass er seine Wohnung nicht sauber hält.

    Es hat auch etwas mit Respekt vor Dir zu tun, wenn er nicht einmal ein Mindestmaß an Sauberkeit herstellt, wenn Du zu Besuch kommst. Ich würde mich schämen, wenn jemand in meiner Wohnung beim Besuch erst einmal feucht durchwischen will. Ihm ist es egal.
     
    • # 13
    • 09.07.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Ich frage mich gerade wie verzweifelt und enttäuscht man sein muss über vergangene nicht funktionierenden Beziehungen, um jetzt froh zu sein, eine solche Strohhalm - Beziehung haben zu können, wo jede Kompatibilität fehlt und ein ständiges Zusammenleben gar nicht möglich sein kann! Wenn die Sauberkeit und die Hygiene nicht stimmt, möchte ich eine solche Situation nicht aushalten wollen, da kostbare Energie zwangsläufig abgezogen wird. Auch könnte ich mit einem solchen Menschen nicht zusammen im Bett liegen, ich würde mich ekeln, aber eben die Geschmäcker sind verschieden, wer's mag, soll es tun.
     
    • # 14
    • 09.07.2018
    • Lionne69
    Bei LAT kann man vieles tolerieren.

    Mein Aber -
    Ich möchte mich bei einem potentiellen Partner wohl fühlen, das m2an ich nicht in einer Chaoswohnung und genauso wenig in einer Wohnung, wo ich Hemmungen habe, auszuatmen.

    Das Wichtigere
    Auf Dauer mag ich mir LAT mit einem Partner nicht vorstellen, mir ist es zu wenig.
    Wie soll das dann funktionieren? Und nicht für alles mag / kann man eine Putzhilfe bezahlen.

    Wie hier würde ich das Putzen einstellen - aber noch viel mehr hinterfragen.
    Sein Verhalten, nicht nur bzgl. Ordnung sagt sehr viel.
    Welcher Mensch schaut zu, wenn der / die Freund*in für einen arbeitet?

    Vor x-Jahren habe ich auch nach Betreten einer solchen Wohnung festgestellt, dass das Seuchenabsperrband nötig wäre, vor allem der Raum, der wohl ein Bad sein sollte. Er besorgte dann Putzmittel der härteten Sorte, inkl. Salzsäure, und wir machten es zusammen.
    So sah es danach nie wieder aus. Nicht besonders ordentlich, aber so, dass ich mich wohlfühlen konnte. Und wenn er bei mir war, war er von Anfang an viel sorgsamer. Zudem war er aber jemand, der trotz Chaos viel Wert auf schöne Dinge legte, gute Möbel, Kerzen, Pflanzen, Musik...
    Wir waren immer im Wechsel in den jeweiligen Wohnungen, und erledigten das Notwendige einfach gemeinsam.
    Für etwas mehr Putzengagement meinerseits fand er bei mir immer anderes, ob mal Werkzeug schwingen oder sehr gerne den Kochlöffel, oder meinen (damals kleinen) Jungs Radfahren beibringen, Sandburgen bauen...
    Thema Geben und Nehmen und Brücken finden.
     
    • # 15
    • 09.07.2018
    • Mintgrün
    Aber das kriegt man doch nie wieder aus dem Kopf, wenn man die Person wieder sieht. Das ekelt einen dann doch und man kriegt einen dauerhaften Schaden... Auch wenn man alles mit der Salzsäure weggeätzt hat.

    w30
     
    • # 16
    • 09.07.2018
    • frei
    Hm, ja, stimmt.
    Ich habe gerade überlegt, wo meine Erträglichkeitsgrenze ist.
    Für eine Frau, denen man ja gemeinhin mehr Ordnungsliebe nachsagt als Männern, bin ich wohl ziemlich strapazierfähig.
    Ich würde sagen, ich bin auf dem Level wie der Durchschnittsmann.
    Ich habe ja nun keine Ahnung, wie es bei dir aussieht, aber vielleicht ist es ähnlich wie bei meinem Freund und du würdest dich wundern, wie ich es beschreibe.
    Er hat eine Putzfrau, sein Klo stinkt also nicht wirklich, aber da liegt halt Staub und auch Haare drauf und drumherum.
    Er selbst badet jeden Tag, rasiert sich, putzt sich die Zähne, wäscht sich die Haare. Kein Fußkäse, kein ...STOP ! bevor ich in Schwung komme.

    Ich stimme zu, auch ich bin nicht so verzweifelt, dass ich beharrliches Fußkäsebeseitigenverweigern hinnehmen würde.
    Erinnerst du dich an meine Geschichte vom Ex, der im dunkelblauen Schlübber auf meinem cremefarbenen Sofa furzte und nicht bereit war, das zu lassen, mit Hinweis auf die Natürlichkeit seiner Flatulenz und der Kleinlichkeit meiner Wenigkeit.
    Ja, so verzweifelt war ich nicht.

    Bei ebay gab es jetzt ein wunderbares antikes Schränkchen und der Preis ging hoch.
    Mein Freund, der wegen seines Oldtimerfimmels sehr versiert in ebay-Geschäften ist, stoppte die Versteigerung 24 Stunden vor Ablauf und verhandelte mit dem Verkäufer, so dass ich es zu einem passablen Preis bekam.
    Am Sonntag holte er mich um neun Uhr ab und wir fuhren 350 km mit seinem Transporter.
    Dort lud er das schwere Ding mit dem Verkäufer ein.
    Dann verbrachten wir dort einen schönen Tag mit spazieren- und essengehen.
    Dann zurück, 350 km.
    Weil es für mich und ihn zu schwer ist, kommt er heute Abend mit seinem Freund zum Ausladen, das sind für ihn wieder 100 km hin und zurück.
    Und er nimmt das Möbel mit, das jetzt an der Stelle steht, an der in wenigen Stunden ein Juwelchen stehen wird.

    Wie findest du das ?
    Es ist nicht nur der immense praktische Nutzen, das Rundumsorglospaket, sondern einfach entzückend, wie sehr er sich freut, dass er mit eine Freude machen kann.
    Er hat sich gestern Abend, nachdem er dann zuhause war, noch per WA für den schönen Tag bedankt und ich habe das ausgiebig erwidert.
    Was ist dagegen schon ein eingestaubtes und behaartes Klo ?
    Das Leben ist kurz.
    Das Leben ist bunt.

    w 51
     
    • # 17
    • 09.07.2018
    • Vikky
    Liebe FS,
    ich finde die Vorgehensweise von @frei super, bin aber auch erleichtert, zu lesen, dass das nicht alle können - so bin ich nicht die einzige Schnepfe, die Dreck und Unordnung in dem von Dir geschilderten Ausmaß leider nicht ertragen kann. Ach nee, @neverever reicht sich als Schnepferich ein.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand, der so lebt, sich körperlich pflegt, dass ich ihm nahe sein möchte.

    Was ich ebenfalls nicht ertragen könnte, das gemeinsame Geluemmel mit dem Handy auf dem Sofa im eigenen Dreck - liest sich total asozial, schüttel'.
    Was macht eigentlich euer Paarleben aus? Darüber schreibst Du nichts - nur was Dich stört. Das finde ich so schlimm, dass ich mir nichts Erfreuliches vorstellen kann.

    Was ich tun würde, Klartext über die unerträgliche Situation reden und was ändern:
    - sein Haus verschönern und dafür Geld ausgeben? Auf garkeinen Fall. Du weißt schon, Perlen vor die Säue werfen und so, absolut sinnlos
    - nicht mehr in sein Haus gehen sondern an einem WE kommt er zu Dir und am nächsten lädt er Dich in ein Hotel ein, weil sein Siff eine Zumutung ist. Sich dauerhaft bei Dir durchschmarotzen und in Deiner Wohnung immer rumsiffen: auf garkeinen Fall

    Reden hilft bei so einem Ferkel nicht. Das braucht klare Worte und konsequentes Handeln.
    Ihr wart ohne die Tochter im Urlaub, dann kann sie auch jedes 2. WE allein sein in ihrem Dreck, dafür ist sie jetzt alt genug.
    Warum leben die beiden allein? Irgendwie glaube ich die Antwort zu kennen - keine Frau vor Dir hat das ausgehalten.
     
    • # 18
    • 09.07.2018
    • neverever
    Ich habe auch eine Perle die rotzfrech ist, ich liebe das. Darüber hinaus kommt die mit ihrer Tochter zwei mal die Woche. Meine Bäder sehen wirklich wie geleckt aus, auch meine Küche lasse ich wirklich selten langfristig ungereinigt, ich mag es einfach sauber. Keine Frau z. B. In Beziehung soll meine Putzfrau sein, ich kann meinen dreck selbst weg machen. Wenn mich was stört und meine Elfe hat frei mach ich es selbst. Wäre mein Haus etwas kleiner würde ich alles selbst machen. Aber das ist mir einfach zu zeitraubend. Aber ich mag es gerne sauber nicht steril aber sauber.
    Dein Freund ist ein guter und er scheint an dir zu hängen und das ist schön.
    Und keiner wie der von FS beschrieben. Denn der und seine Tochter sind pottsäue.
    Deinem ex hättest du nach solch einer Aktion ein gutes eisbein verpassen sollen. Das ist einfach nur Asy.
    Jetzt passt es bei euch beiden und das ist das was ich sagen wollte. Nicht nur der Sex oder wie bei euch kein Sex, sollte passen sondern auch do Dinge wie Sauberkeit oder Ordnung muss irgendwie passen. Beides mit extremen Delta ist für mich nicht erstrebenswert in der Beziehung.
    M47
     
  2. Also ICH nehme keinen Mann, dessen Kinder so schlecht erzogen sind. Die sind ja zu gar nichts zu gebrauchen - und schuld sind in jedem Fall die Eltern - also auch ER. Stell dir mal vor du investierst deine Zeit & Kraft in deren Hütte ... und was hast du davon? Nur Ent-täuschungen! Sie werden das Haus vielleicht mal erben ... aber im Krankheitsfall der Eltern taugen solche Brut garantiert nicht zur Pflege - und eigentlich geschieht das solchen Eltern auch Recht, wenn sie ernten müssen, was sie gesät haben.
    Also meide diesen Kerl ... du siehst ja, was er jahrelang selber nicht auf die Reihe gebracht hat.
    Übrigens: Gestern bin ich zum Baden gefahren. Auf dem bevölkerten Parkplatz lief mir eine Tussi mit Handymania fast ins Auto ... als ihre Freundin sie entsetzt zur Seite zog, guckte sie noch verwundert hoch ... bittebitte lasst uns eine Technik finden, um diese blöden Smartphones zum Platzen zu bringen, damit sie sich selber entsorgen.
    Bis dahin ... verstecke die Dinger einfach ... aber merke dir nicht wohin ... beim AUFRÄUMEN können sie dann sicherlich wieder gefunden werden. Ebenso die Ladestationen ... einfach mal im Gewühl verschwinden lassen ... sozusagen verwelken lassen.
     
    • # 20
    • 09.07.2018
    • Lionne69
    Liebe @frei
    Auch wenn es off topic ist, Dein Partner ist ein wirklich Guter - was für eine schöne, herzberührende Geschichte, und er ist keine Pottsau.

    Haare, Staub, Spinnlappen, Wollmäuse... Darüber kann man debattieren.
    Eklig ist für mich anderes.

    Und wenn es dann zum Thema Körperpflege geht, dann ist das noch mal ein ganz anderes Kapitel.
    (Randbemerkung - auch dies kann beim Kennenlernen zu einem sehr ernüchternden Moment führen, und ins direkte Aus, den Rest überlasse ich der Phantasie der Lesenden).

    Beim Partner der FS sehe ich mehr als nur eine divergierende Haltung beim Sauberkeitsgrad, da geht es um Rücksicht, um Bedürfnisse, um Achtsamkeit gegenüber anderen und um grundsätzliche Lebenseinstellungen.

    Eine Geschichte mag ich schon noch erzählen - ich hatte ein Date zum späten Frühstück, es war sehr angenehm, und wir verlängerten etwas, gingen länger laufen und dann zum Kaffee zu ihm.

    In den Augenblick wusste ich, dass es nie etwas werden kann - das war die Nummer, dass ich mich kaum traute, auszuatmen.
    Eine so saubere Wohnung habe ich noch nie gesehen.
    Ich bin wirklich ordentlich, manchmal muss ich mich bremsen - aber das war zwar sehr gemütlich von der Einrichtung,, nur absolut steril.
    Bei so einem Mann wäre ich nie entspannt.

    Also - nicht alle Männer sind Chaoten, unordentlich, etc.
     
    • # 21
    • 10.07.2018
    • Lebens_Lust
    Mich um das kümmern, für das ich zuständig bin und ansonsten die Verantwortung da lassen, wo sie hingehört. Entweder er putzt dann oder sorgt für eine Putzfrau.
    Ich habe keine Lust und Zeit zum Putzen. Also macht das meine Putzfrau. Einen kompletten Saustall könnte ich nicht mal in LAT tolerieren. Wenn ich öfter dort bin, muss ich mich auch bei einer Partnerin wohl fühlen.
     
    • # 22
    • 10.07.2018
    • piepegal
    Nun, ich könnte nicht so wie @frei verfahren, weil ich mich schlichtweg nur da aufhalte, wo ich mich auch wohl fühle und das wäre dort, wo sich Geschirr stapelt oder zwischen Müll und toten Pflanzen, bzw. im Haus deines Freundes nicht gegeben. Auch läge mir der Gedanke fern, dann eben die Bettwäsche frisch aufzuziehen, um in dem Bett schlafen zu können.

    Da würde ich lieber auf einen WE-Besuch bei ihm verzichten, ggf. könnte er ja zu mir kommen. Obwohl es mir schwer fallen würde, allein bei dem Gedanken an seine Einstellung zu Saubereit resp. einer Mindesthygiene, eine Nähe zulassen zu können.

    Einem Haus soll man schon aussehen können, dass es bewohnt wird, es muss mitnichten darin ausschauen wie die Ausstellungsräume in einem Möbelhaus, (dasselbe gilt für eine Wohnung), aber was du vom Zustand des Hauses beschreibst, das deinem Freund gehört, wäre mir das to much.

    BUT:

    Wenn du dich zeitweilig zwischen seinem Müll und den verwelkten Pflanzen aufhalten kannst und trotzdem nicht dem Putzwahn verfällst, dann ist doch alles in Ordnung.
     
    • # 23
    • 11.07.2018
    • frei
    Erneut: sagt wer ?
    Das ist eben DEINE Vorstellung von einem normalen Haushalt.
    Ich oute mich: bei mir sieht es aus, als sei das Haus nicht richtig bewohnt, sondern für ein Foto dekoriert worden und zwar immer, denn ich räume ständig auf und rücke die Bücher gerade, bzw. dekorativ leicht versetzt auf dem Nachttisch, aber nicht beliebig, sondern wohlbedacht.
    Ja, auch bei mir liegen die Bestecke Rücken an Rücken und die Klamotten sind nach Farben sortiert, was bei mir aber auch leicht ist, weil sie alle weiß oder schwarz oder cremefarben oder kamelhaarfarben sind.
    Ich bücke mich nach Krümeln und ich hole sofort den Nagellackentferner, wenn ich beim Badezimmerbodenwischen auf den Knien einen roten Strich mit meinem Fussnagellack hinterlassen habe.

    Bevor jetzt alle frohlocken 'die frei hat eine Zwangsstörung', lasst mich sagen, ich finde das nicht. Ich bin penibel aber nicht krank und nicht anormal.
    Dennoch enthalte ich mich Formulierungen wie 'eine Wohnung SOLLTE stets frei von Nagellackstrichen auf weißen Fliesen sein'.
    Weil mich die weißen Fliesen anderer Leute nicht zu interessieren haben.
    Auch nicht die abscheulicherweise diagonal verlegten beigen meines Freunds ( die sind neu, er hat sich das bewusst ausgesucht ! )
    Wenn ich die nebst Staub-und -Haar-Dekoration nicht ertragen kann, gehe ich da eben nicht hin.
    Ich kann es aber.

    Ich kann es auch aushalten, dass dort eine Frau seinen und auch meinen Dreck wegmacht.
    Bei mir kann ich das nicht aushalten, ich finde das unerträglich.
    Gartenarbeit ja und Fensterputzen auch, das habe ich beides bezahlt, als ich noch in einem großen Haus wohnte, aber dass jemand mein Klo saubermacht und meine Dreckswäsche anfasst, will ich einfach nicht.
    Ich lasse es hier in meinem Büro auch nicht zu, dass unser Putzmann meinen Mülleimer ausleert, sondern mache das selbst, während ich schon bei Kollegen beobachten musste, dass sie ihm kaum Platz machten und Stöhngeräusche machten, wenn er an deren Mülleimer wollte.
    Da geht mir der Hut hoch.

    w 51
     
    • # 24
    • 11.07.2018
    • neverever
    Ok, meine Bäder inkl. Klo putzen meine lieben Mädels auch. Aber ich verlasse diesen auch so Sauber wie ich ihn vorgefunden habe.
    Aber an meine Wäsche dürfen sie auch nicht ran. Zum einen weil ich für mein Leben gern wasche ( Monk), und zum anderen weil es "meine" Wäsche ist und es nicht mag wenn mir jemand ungeküsst an die Wäsche geht. Auch wenn ich keine perversen Schlüpper besitze, aber da bin ich eigensinnig.
    Beim Bügeln bin ich da wieder etwas freier. Hemden, Shirts und Hosen sind Bügelfreudig. Unterwäsche und Socken, Handtücher werden nicht gebügelt bei mir.

    Gut bei mir gibt es zur Zeit keinen Roten Nagellack auf dem Fußboden zu finden. Aber wenn, sind das Dinge die doch nicht wirklich jucken. Da nimmt man Zewa wisch und weg, mit einem.......

    Ich denke die meisten Menschen sind sich einig, das es einfach schön ist wenn es angenehm Sauber ist,riecht und man sich keine Krankheiten holt. Mehr möchte ich doch gar nicht.

    Zuzüglich hat dann jeder sein eigenes Feintuning und fertig ist mein Zuhaus.

    m47
     
    • # 25
    • 11.07.2018
    • piepegal
    Wow! Kann ich dazu nur sagen.

    Dir gegenüber bin ich regelrecht chaotisch (und mein Kleiderschrank erst), obwohl es bei nicht unordentlich zugeht ;-)

    Okay, ich formuliere etwas um.
    Statt "ein Haus sollte ...", nun also:
    Ich finde es schöner, wenn es in einem Wohnbereich nicht so aussieht, wie im Ausstellungsraum eines Möbelhauses ...

    Das mag daran liegen, dass ich mich einfach nicht wohl fühle, wenn alles so akkurat und penibel ausschaut. Vielleicht weil ich befürchte diese Anordnung, durch irgendeine trampelartige Bewegung meinerseits, unabsichtlich zu zerstören.

    Das andere Extrem ist das Haus des Freundes der FS.
    In so einem Haus würde ich mich nicht längere Zeit aufhalten wollen.
    Und putzen oder Bettwäsche wechseln ebenfalls nicht.
     

Jetzt kostenlos anmelden

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)