1. Wie wichtig ist guter Sex in einer Beziehung?

    Liebes Forum,
    Ich lese hier immer wieder von der Empörung von Frauen und Männern, über Partner, die vor der Beziehung viele vorhergehende Sexualpartner hatten oder in einer Beziehung Fremdgehen. Ich lese auch von Frauen, die verzweifelt fragen, wie sie ihren Partner halten oder was "falsch" an ihrem Profil ist, weil sie entweder zu wenig Anklang oder Anklang bei Menschen finden, die sie eigentlich nicht wollen.
    Ich finde Sex ist ein zentraler Bestandteil einer Liebesbeziehung und weder Mann noch Frau sollte eine solche eingehen, wenn er oder sie sich in dieser Hinsicht verbiegen müsste.
    Was denkt ihr darüber?
     
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  3. Verstehe den Zusammenhang nicht ganz.
    Würde ich hier ein Profil besitzen und dort würden mich nur "die und die" Sorte Mann abschreiben, wäre ich Evtl auch "verzweifelt" aber würde das nicht in Zusammenhang mit meinem Sexbedürfnis bringen. Wie hast Du das gemein ?
    Sex ist wichtig, toll und schön, aber wie mein Essverhalten, kann das auch abweichen vom Geschmack meines Partners. Ich würde z.B gerne neue Dinge ausprobieren wo mein Partner keine Lust zu hat. Dann nehme ich mich also zurück oder er macht mir zuliebe etwas....
    Sex mit vielen verschieden Menschen, sehe ich als Triebabfuhr und macht den Menschen für mich unattraktiv.
    Ein Kumpel von mir hatte über 100 Partner gehabt. Er gibt auch offen und ehrlich zu, dass es nur um Sex ging. Kann man machen, möchte ich aber nicht als Partner haben. Dieser Mann ist noch nie fremdgegangen, sondern war immer treu in einer Beziehung. Trotzdem würde ich ein Problem damit haben.
    Ein Partner der Fremdgeht, was auch immer, in der Beziehung falsch lief, ist für mich sofort nicht mehr interessant, auch wenn er nicht mich betrogen hat.
    Solche Menschen haben in meinem kurzen Leben kein Platz.
     
  4. Man geht nicht eine Beziehung ein, um Sex zu haben. Der Sex gehört dazu aber ist hat nicht die höchste Priorität. Schließlich verbringt man in der Partnerschaft mehr Zeit mit anderen Dingen als mit Sex. Partner für Sex kann man überall finden, etwas besonderes und seltener hingegen ist es einen Seelenverwandten zu finden, einen Menschen, der zu einem passt. Wenn alles andere passt, kann man über intime Dinge sowieso reden und auf die Bedürfnisse des Anderen eingehen, so viel falsch kann man ja dabei nicht machen. „Guter Sex“ ist auch sicher für jeden was anderes, die Vorlieben können sich stark voneinander unterscheiden. Wäre Schade und oberflächlich, wenn es nur an Sex scheitern würde, es sei denn man findet die Person nicht anziehend, dann ist es was anderes. Anziehungskraft sollte schon defintiv vorhanden sein. Aber ansonsten gilt auch hier: Meister fallen nicht vom Himmel. Dazu lernen und etwas anpassen, muss man sich auch mal beim Sex. Was meinst du mit „verbiegen“? Hast du außergewöhnliche, seltsame Sexfantasien und Fettische dass du die Frauen abschreckt? Ansonsten kann man beim Sex gar nicht so viel falsch machen, wodrüber man nicht reden könnte, wenn man nicht komplett prüde ist.
     
  5. Was ist guter Sex? Ich kenne schlichtwegs niemanden, der von sich behauptet, er stehe auf miesen Sex. Was für mich gut ist, kann für dich todlangweilig sein. Was für dich gut ist, kann für mich höchst merkwürdig sein. Sicher macht es Sinn, wenn zwei Menschen halbwegs kompatible Vorstellungen über das wie und was und wie oft haben. Eine gemeinsame Schnittmenge muss wohl vorhanden sein, wenn man sich zusammentut. Einen Mann, dessen Vorstellungen exakt deckungsgleich mit meinen sind, habe ich noch nie getroffen. Kommt dazu, dass meine Präferenzen sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.

    Frau 51
     
  6. FS,

    Ich finde Deine Kausalkette merkwürdig. Neben dem Sex, so wie ich ihn bei Dir lese, gibt es noch viele andere Merkmale, die eine Partnerschaft ausmachen. Eine Freundin sprach mal salopp vom Poppen.

    Wenn der Sex für Dich das bedeutet, was er für mich bedeutet, darum schreibe ich gerne von Sexualität, kann man schon auf andere Schlüsse kommen. Diese bedeutet für mich eine Wahrnehmung einer Partnerin als Frau mit allen Sinnen, auch und vor allem im Alltag. Dazu fällt mir Nähe und Zusammensein, auch in Abwesenheit, im Geist, Fühlen, Denken, Riechen, Sehen und Hören ein. So gesehen ist es tatsächlich tragisch nicht die/den Richtigen zu haben. So kann es aber auch schmerzfrei und -befreiend sein, nicht zu wissen wie es ist die/den Richtigen zu haben.

    Eine Frau ist eine Frau und deshalb ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Andere haben (auch) einen Hund.

    Guter Sex ist sehr wichtig für mich, aber nicht so wie ich ihn bei Dir lese.
     
  7. Hi, hier der FS

    guter Sex ist für mich Sex, der beiden gefällt und mit "verbiegen" habe ich gemeint, dass Frau oder Mann sexuelle Vorlieben eines Partners erfüllt, die einem nicht gefällt ... in der man, wie schön gesagt nicht kompatibel ist.
    Natürlich besteht eine Partnerschaft aus mehr, 24/7-Sex, das schafft niemand, 2 Stunden an drei Tagen halte ich persönlich in einer schon länger als ein Jahr dauernden Beziehung für eine Meisterleistung bei grosser Konmpatibilität. Und für die übrigen 2 bis drei Stunden pro Tag, sollte Frau und Mann auch sonst kompatibel sein, damit man überhaupt partnerschaftlich zusammenpasst (da ist das Nebeneinander schlafen auch nicht mit eingerechnet, denn 2 Partner, von denen der eine einen leichten Schlaf hat, während der Andere laut schnarcht, wäre ebenfalls eine Inkampatibilität, zumindest in Bzug eines gemeinsamen Schlafzimmer anbelangt).
    Die meiste Zeit, die man in einer Beziehung verbringt, ist also asexuell, keine Frage.
    In meiner Frage geht es aber darum, ob es sinnvoll ist, eine Beziehung anzufangen oder weiter zu führen, in der Frau und Mann sexuell entweder von vorne herein inkompatibel sind oder inkompatibel geworden sind, auch wenn sonst alles passt.
    Führt eine solche Inkompatibilität nicht zwangsläufig zur sexuellen Untreue?

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    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  8. Wie wichtig Sex in einer Beziehung ist hängt mit der Kompatibilität zusammen, zu erkennenbist, dass fehlender Sex zusammen mit schlechter Kommunikation als häufigster Trennungsgrund einer Beziehung ist. Viele Paare sind sich der Wichtigkeit bewusst und versuchen eine Regelmäßigkeit beizubehalten.
    Die Enttäuschung darüber, dass die anfängliche Leidenschaft verflogen ist, ist groß und der eine oder andere beginnt, die Beziehung als Ganzes infrage zu stellen, das muss jeder persönlich für sich ausmachen.
     
  9. Guten Morgen,

    was ist guter Sex, dass definiert jeder ganz individuell.
    Die meisten verbiegen sich, um guten Sex abliefern zu k
    Guten Morgen,

    eine gute Beziehung läuft auch in Abwesenheit beider Geschlechtsteile nicht asexuell. Wer es schafft, den Körper zu streicheln, ohne ihn zu berühren, der hat begriffen, was Sexualität bedeutet. Sexualität läuft rund um die Uhr und zeichnet sich durch liebevolle Blicke, freundliche Gesten, Zugewandtsein, zuhören..... aus. Das sind die Vorspiele, je besser diese, umso besser die Sexualität.
    Nun und solche Gefühle nehmen wir auch mit in den Schlaf ;-)
     
  10. Für meinen Teil finde es grausam, dass du eine Beziehung auf Sex reduzierst, obwohl alles andere passt. Aber ich bin auch eine Frau, wenn du meinst, dass du so sehr darunter leidest und alle Gespräche mit deiner Partnerin nichts gebracht haben, dann lass es sein. Ich weiß auch nicht, was genau du mit „inkompatible“ meinst? Es gibt beim Sex auch bei mir einige NoGo‘s, aber das sind jetzt nicht so Dinge, ohne die der Sex langweilig wäre. Wenn ein Mann aber total auf etwas abfährt, was für mich total NoGo ist und sehr unglücklich zu sein scheint, weil ich es nicht möchte. Dann würde ich ihn verlassen! Wenn er nicht erkennen kann, was ich sonst für eine tolle Frau bin und mich auf einen Akt reduziert, als wäre ich ein Sexobjekt, dann kann er dorthin wo der Pfeffer wächst. Es sollte dir jedoch gesagt werden, dass du kaum eine Partnerin finden wirst, die zu 100 % zu dir passen wird. Bei einer anderen wird es vielleicht sexuell besser passen, aber dafür alles andere oder vieles andere nicht und das finde ich dann noch schlimmer.
     
  11. Auch solche Fragen wurden hier schon tausend mal diskutiert. Allgemeingültige Antworten gibt es auch hier nicht, diese Frage muss sich jeder selber für sich beantworten. Eine Beziehung zu beginnen bei Inkompatibilität, bringt nichts und eine Inkompatibilität, die während einer Beziehung kommt führt meist zur Untreue oder zur Trennung. Und verbiegen geht schon zweimal nicht. Ich möchte so sein wie ich bin und so angenommen werden und auch umgekehrt.
     
  12. Hi,

    ich finde Sex wichtig und schön.

    Aber: wenn ich das Gefühl habe, es geht meinem Gegenüber mehr um "Triebabfuhr" als um mich, so kann ich mich nicht fallen lassen.

    Sex in Verbindung mit Respekt, Wertschätzung und Wohlwollen ist toll.

    Abgrenzen wuerde ich davon die "sexsucht"..
    Also es ist ein starker Trieb, Anspannung da und der,die PartnerIn soll Abhilfe schaffen unabhängig von dessen Bedürfnissen.
    Wenn ich dieses Gefühl habe oder dass mein Partner im Zweifel beleidigt, sauer ist, wenn ich nicht allzeit bereit bin, verliere ich die Lust daran.

    Im Optimal Fall geniessen es beide. Beide dürfen nein sagen wenn ihnen danach ist und sind dennoch innerhalb ihrer Grenzen offen für die Bedürfnisse des anderen.

    Ich denke unsere Sexualität ist stark kulturell über formt. Jahrhundertelang hatten Frauen " zur Verfügung zu stehen" und Männer "Anspruch" auf den Körper der Frau, Freundin o.a.

    Das hat sich geändert.
    Aber in den Köpfen so mancher ist es noch so. Sonst gäbe es nicht so viele Pornos und Bordelle.
    Ich fände es schön wenn sich die Geschlechter irgendwann auch in dem Bereich "auf Augenhöhe" treffen.
    Dann muss niemand mehr Sex "kaufen', aufzwingen oder verkaufen. Es waere winwin.
     
  13. Sehr wichtig!!
    Ist bei mir ganz weit oben.
    Wenn die Lust unbefriedigt bleibt, nützt einem die größte Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit etc. in der Beziehung nichts. Das ist einfach mal eine Tatsache!

    Mein Partner und ich sind im Bett auf der gleichen Wellenlänge und es gibt nichts schöneres. Wir reden sehr offen über unsere Wünsche, probieren neues aus, wir springen auch mal für den anderen über den Schatten oder verzichten auf den eigenen Orgasmus, Hauptsache der andere ist glücklich.
     
    • # 12
    • 07.07.2018
    • void
    Oder dazu, dass sich einer neu verliebt.
    Ich stimme Dir zu, dass eine Beziehung nur dann gut ist, wenn beide zufrieden sind mit dem Sexleben. Kann auch heißen, dass keins mehr stattfindet. Oder dass beide die Beziehung öffnen wollen und dann Sex mit anderen haben, wobei niemand belogen wird. Also auch nicht die Außenpersonen denken müssen, der Mensch trenne sich nun aus seiner Partnerschaft.

    Das hat aber nichts damit zu tun, wieviele Sexpartner einer vorher hatte. Wenn man weiß, was man will und wie das aussieht, muss man nicht viel rumprobieren. Allerdings denke ich, dass bei vielen Menschen eine Zeit im Leben kommt, wo sie sich generell sexuell ausprobieren wollen und keine Partnerschaft anstreben. Denn zur Partnerschaft gehört ja noch mehr als nur guter Sex, und je mehr man richtig finden will in seiner Beziehung, umso weniger Menschen können einem ein passender Partner sein.
     
  14. Egal welche Inkompatibilität - eine stimmige Partnerschaft kann es dann nicht werden.

    Nähe, Zärtlichkeit, Sexualität - Pia62 formuliert es für mich sehr treffend. Es gehört für mich alles zusammen. Fehlt eine Komponente, leiden die anderen, und es reicht zumindest nicht für eine Partnerschaft.

    Nein, und man kann es nicht immer passend machen - es gibt viele Gründe, warum es auch im sexuellen Bereich inkompatibel sein kann. Unabhängig von Fetischen oder spezielleren Vorlieben.

    Aber, Meeresgreis, Deine Kausalkette verstehe ich definitiv auch nicht.
    Warum sollte man eine Partnerschaft eingehen, mit jemandem, wo es grundlegende Inkompatibilitäten gibt?
    Ok, tun anscheinend genug, manches zeigt sich auch erst mit der Zeit, oder entwickelt sich - aber dann tue ich mich nicht mit diesem Menschen zusammen oder trenne mich.
    Ganz konsequent.

    Da wäre ich bei @Inspirationsmaster - das tue ich mir nicht an.
     
  15. @rose: Ich reduziere eine Beziehung nicht auf Sex. Ich finde aber, dass für beide Seiten befriedigender Sex in einer Beziehung eine Rolle spielt. Ich kann das mangels einer Partnerin nicht mit derselben bereden, habe es aber, wenn ich eine gehabt habe, immer getan. bisher hat das zu einer Trennung geführt, weil ICH ihre Wünsche, Träume oder Fantasien nicht erfüllen könnte. Ich bin keiner dieser Frauen böse: sie haben mein Leben unheimlich bereichert und mit manchen von ihnen Pflege ich noch immer freundschaftlichen Kontakt.
    @INSIRATIONS_MASTER: Bin ganz deiner Meinung
    @ALLE: Die ersten 36 Jahre meines Lebens habe ich monogam gelebt und auf die "RICHTIGE" gewartet, die nicht auftauchen wollte (dabei wäre ich nicht wählerisch gewesen: mir ist damals nur wichtig gewesen, dass Herz und Hirn zusammenpassen). Seit 14 Jahren besuche ich nun Prostituierte, bin mit manchen sogar in der Art befreundet, dass ich am Wochende zu ihnen nach Hause eingeladen bin, wo ich Kinder, Lebenspartner, ihre Väter und Mütter kennen gelernt habe, wo das Thema Sex ganz und gar keine Rolle spielte.
    Trotzdem kenne ich mich mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ich weder einer Frau treu sein könnte, mit der mir der Sex keine Befriedigung bringt, noch einer Frau für die der Sex mit mir partnerschaftliche Pflichterfüllung ohne Spass und Freude für sie.
     
  16. Ich denke, das liegt an mangelnder Erfahrung und mangelnden Möglichkeiten, warum man bei so einer Person bleibt. Ich würde heute auch keine Beziehung mehr ohne Sex eingehen, bzw. wäre so einem Mann keinenfalls loyal. Genauso meine ich, Affären schnell erkennen zu können und mich davon fern zu halten.
    Man merkt doch, wie offen oder verklemmt Menschen einem begegnen und weiß bald, wie es sexuell um sie steht.
    Ich meide gerne solche späteren Konflikte.

    Nun ja, das ist ein ganz anderes Thema. Der Deutsche scheint mir generell mit minderem Selbstwert gesegnet zu sein. Wie soll man sich auch für gut genug halten, wenn man ständig in diesem Land eins auf den Deckel bekommt, wenn man wagt, sich so zu geben, wie man wirklich ist?
     
  17. Ich persönlich könnte keinen Partner respektieren der jahrelang zu Prostituierten ging.

    Dahinter steht ja der Gedanke, ein weiblicher Körper sei käuflich zur oben erwähnten "Triebabfuhr".

    Abgesehen davon dass 90% der Prostituierten als Kind sexuell missbraucht wurden, das Trauma reinszenieren und 70% Opfer von Zuhältern und Menschenhändlern sind.
     
  18. Aktuell schreiben hier mehrere Frauen, bei denen die Beziehung nach langen Jahren in die Brüche geht. Eine Komponente dabei ist immer, dass die Sexualität eingeschlafen ist und der Mann dann fremdgeht.

    Für mich ist körperliche Nähe mit funktionierender Sexualität in einer Beziehung wichtig. Dabei ist nicht die Häufigkeit entscheidend und die wird auch aufgrund der Lebenssituation immer mal variieren. Aber grundsätzlich muss es funktionieren. Natürlich ist das nur eine Komponenten einer Beziehung. Sexualität ist aber ein Indikator für eine funktionierende Beziehung, außer wenn beide sich einig sind, die einstellen zu wollen.

    Zusammengerechnet bist Du 50. 36 Jahre lang gar kein Sex, 14 Jahre lang Sex mit Prostituierten. Hattest Du schonmal eine Beziehung mit "normalem" Sex? Die Gefahr, dass Du mit einem solchen Vorleben in gewisser Weise "getört" bist, ist relativ groß. Kaum eine Frau wird bereit sein, Dir wie eine Prostituierte zu Deiner Befriedigung zur Verfügung zu stehen.
     
  19. Man könnte es ganz kurz zusammenfassen. Eine Frau möchte vor allem eine Beziehung und Bindung und nimmt dafür den Sex in Kauf und der Mann möchte vor allem Sex und nimmt dafür die Beziehung in Kauf.

    Sex hat für Frauen nun einmal eine andere Bedeutung als für Männer, das hat evolutionäre Gründe, die aber auch heute noch gültig sind. Eine Frau kann von Sex - auch mit Verhütung - schwanger werden, was das Leben komplett und für immer umkrempelt, einem Mann kann hingegen nicht viel passieren. (Von Geschlechtskrankheite einmal abgesehen)

    Für viele Männer ist Sex DAS Entscheidende für eine "Beziehung" und wenn der nicht stimmt oder zu wenig ist, ist es aus.

    Aufgrund des Angebots- und Nachfrageungleichgewichts bei Sex, hat der Sex auch einen Wert und es entsteht ein riesiger Markt. In Deutschland ist die Prostitution ein milliardenschwerer Markt.

    Eine kluge (junge) Frau wird sich deshalb gut überlegen, was sie für diesen knappen Wert möchte. Das kann eine besonders intensive Bindung sein, Heirat, ein tolles Familienheim oder einfach nur gemeinsames Shoppen mit vielen edlen Markenklamotten und teurem Schmuck - natürlich großzügig vom Partner bezahlt.
    Eines sollte jedoch keine Frau machen - sich unter Wert verkaufen!
     
  20. Meergreis,

    Auch wenn es jetzt hart klingt, wenn ich bei einem Date diese Vita mitbekommen würde - und irgendwann begreift Frau diese, auch wenn Du es nicht erklärst, dann wäre ganz schnell ein Haken darunter.

    Aus vielerlei Gründen,
    Und auch dieses Argument wäre eines der sehr gewichtigen

    Abgesehen davon, dass ich zwar Prostitution nicht generell verurteile, aber doch keinen Partner möchte, der dies nutzt.
    Ich denke, die wenigsten Männer würden es umgekehrt bei einer Frau akzeptieren, wenn sie sich regelmäßig einen Callboy holen würde.
    Alleine schon, wie häufig hier diskutiert wurde über die Anzahl von Sexualkontakten bei Frauen....
     
  21. @Lionne69i:
    Eigentlich wieder Themenverfehlung. Trotzdem kurze Antwort: was ich bei mir als Bedürfnis entdecke, gestehe ich auch jedem anderen zu. Ich habe kein Problem mit sogenannten promisken Frauen, schliesslich bin weder ich noch bist irgendein anderer Mann der Heilige Geist der der Jungfrau Maria vom Erzengel Gabriel als ihr grosser Beglücker angekündigt wurde.
    Trotzallem; das ist NICHT Thema dieses Threads!
     
  22. Ich denke Sex wird gnadenlos überwertet. In meinem, diesbezüglich, abwechslungsreichen Leben hatte ich Sex jeder Coulur, es gibt fast nichts was ich nicht auslebte, dazu mit jungen Männern, gleichalten, älteren, Frauen, mit dünnen, dicken, muskelbepackten, mit und ohne Verliebtheit, Intellektuellen und dem netten Schönen aus der Muckibude, der mit jedem Wort was er nicht sagt sexier wird.
    Es waren, tolle, langweilige, einmalige, aufregende und abregende, glücklich machende, berührende, intensive, oberflächliche, ganze Nächte/Tage oder Quickies.
    Aber nichts davon war dabei, was ich im Nachhinein nicht für ein gutes Sushi und eine Schale Kirschen eingetauscht hätte.
    Auf meine Orgasmen im Spiel mit mir selbst möchte ich allerdings nicht verzichten.
    Kurz gesagt, wenn der Mann meiner Träume mir zweimal in der Woche Sushi vom Lieblingsjapaner mitbringt, darf er auch gern impotent sein.

    Von meiner Seite aus gebe ich Sex, meist sehr gerne, weil ich den Mann mag oder er es sich, ohne es zu wissen, verdient hat.
    Auch wenn ich es dann genießen kann, ist es mir nicht wichtig. Wie gesagt, meine Bedürfnisse hatte er ja schon vorher befriedigt. Womit auch immer.
     
  23. ....es kommt darauf an, wie man Sex konsumiert und eventuell instrumentalisiert. Vergleichbar ist Sex mit einer guten Kommunikation, die in einer Beziehung unabdingbar ist. Sexualität ist körperliche Kommunikation und für mich durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch eigene Handarbeit, die besten Sushis der Welt u.ä. Bedürfnisbefriedigungen. Für diese wunderschöne Kommunikation lasse ich alles stehen und liegen, außer meine Kontaktlinsen, denn ich will sehen, wer über mir gebeugt liegt. ;-) Ich opfere mich nicht, sondern schenke mich, bin und war immer erreichbar und konnte meine Partner immer erreichen.

    Mir sind nicht wenige Menschen, Männer wie Frauen begegnet, die sexuell so leer sind, weil sie sich verbraten haben. Für diese spielt Sexualität in Beziehungen schon sehr früh keine wirkliche Rolle mehr.
     

  24. Hmm...also ich BIN definitiv eine Frau (Mitte dreissigern) und offensichtlich von einem anderen Stern.

    Bis dato habe ich Beziehung in Kauf genommen für Sex und Koerperlichkeiten. Wenn ein Mann mich festnageln will auf Romantik, Ehe, Familie..bin ich schnell weg.
    Und dabei trotzdem treu und monogam.

    Was Du beschreibst ist die Ansicht unserer Großmütter: Sex als Ware und Tauschmittel gegen Bindung.
    Ich finde das schäbig. Für beide.
    Dann soll man als Frau vllt noch einen Orgasmus faken, damit er sich als Mann fühlt und bleibt? Was ein (selbst) betrug.

    Ich gewinne den Eindruck die meisten deutschen Frauen haben keinen Zugang zu ihrer Sexualität und "verscherbeln" sie deshalb an den meistbietenden?

    Ich finde das traurig und sollte sich aendern. Auch käme ich mir als Mann! verarscht vor von einer Frau,
    die sich gewinnbringend anbietet.
    Nicht weil sie! Lust auf mich hat.

    Ehrlich, da sind Prostituierte ehrlicher!
     
  25. Pauschalisiert wird das gerne von den Frauen, die es so sehen wie Du. Ich kenne genügend Frauen, denen Sex in einer Beziehung auch wichtig ist. Auch hier ist das immer wieder zu lesen.

    Wie Du schon schreibst - Prostitution ist ein milliardenschwerer Markt. Natürlich konkurriert die verheiratete Nutte dann mit professionellen Konkurrentinnen. Ich finde erschreckend, wie viele Frauen hier sich verkaufen. Da ist die Beziehung aus meiner Sicht gleich am Ende und das Wehklagen wie im Parallelthread zu Escortbesuchen kann frau sich dann eigentlich sparen.
     
  26. Soweit werden die Foristen bei Dir sein und es wird kaum einen geben, der das in Frage stellt.
    Ich finde schon, dass Lionne69 auf Deine Frage antwortet. Wahrscheinlich willst Du das Ganze theoretisch behandelt wissen und nicht an Deinem persönlichen Fall, aber da Du die Situation nun mal dargestellt hast... Wahrscheinlich gefällt Dir Lionnes Antwort nicht. Auch vor dem Hintergrund, dass mir eventuell eine Themenverfehlung vorgeworfen wird: Deine Historie wäre bei mir auch ein no Go. Und ich bin was das sexuelle Vorleben meiner Partner angeht, eher tolerant gestrickt. Wenn da der eine oder andere mal irgendwann einen Prostituiertenbesuch in seiner Vita hatte, von mir aus. Aber 14 Jahre Sex ausschließlich im Prostituiertenmilieu, das ist schon ne krasse Nummer. Ich befürchte, da wirst Du es schwer haben. Welche Frau soll das tolerieren?
    Die krasse Ansicht steht in Meergreis Vita in nichts nach. Dass manche männliche Foristen hier ein deformiertes Frauenbild kennen lernen, wundert mich bei solchen Einstellungen nicht.
    W,53
     
    • # 26
    • 08.07.2018
    • Nice
    Ich finde das alles verwirrend, was du schreibst. Ist denn dein "Sexdrive" nun höher oder niedriger als bei den Frauen, die du normal kennenlernst? Wollen diese Frauen zu viel Kuschelei oder wie soll man sich das vorstellen?
     
  27. Dauerhafte, allumfassende sexuelle Inkompatibilität ohne jeglichen gemeinsamen Nenner - ohne Möglichkeit, einander Lust zu bereiten - empfände ich in der Tat als quasi unmöglich in einer monogamen Partnerschaft. Aber manchmal kann man die Inkompatibilität auch verändern, die Möglichkeiten erweitern, sich annähern, Neues wagen, Altes noch einmal hervorkramen und wieder beleben, anpassen, improvisieren, recherchieren, Hilfsmittel einbeziehen..
     
  28. Diese Aussage von Männern finde ich immer niedlich.
    Jeder Mann mit dem ich Sex hatte, ach was, jeder heterosexuelle Mann mit dem ich Zeit verbrachte (inklusive meines Mannes) würde beide Hände und Füße dafür ins Feuer legen, das Sex für mich eine absolut wesentliche Rolle spielt und fast jede halbwegs kluge Frau wird das selbe von sich behaupten können.
    Das hier ist ein anonymes Forum, ich bin nichts als ein Nickname, nur hier bin ich offen bei diesem Thema. Und tatsächlich ist mir Sexualität wichtig. Auf eine Art, die man(n) schwer verstehen kann.
    Und jeder Mann den ich hatte wird behaupten, sexuell waren wir absolut auf der selben Wellenlänge. Das war mir auch wichtig, weil ich weiß wie wichtig Sex Männern ist.
    Ich vergebe mir dabei überhaupt gar nichts und genieße ... indirekt.
    Es ist kein Opfer für mich, schon gar kein aufopfern. Es ist ein gut getarntes Geschenk an ihn. Und ich fühle mich dabei auch gar nicht verbraten liebe @Pia62. Sondern gelassen, glücklich in mir ruhend.
    Vielleicht sollte ich noch definieren das Sex und Orgasmus für mich 'Verkehr inkludiert.
    Alle anderen Spielarten Werte ich nicht als Sex sondern als körperliche Zärtlichkeiten. Andere würden es Petting nennen. Berührungen, Küsse am ganzen Körper, Haut auf Haut, Herzen klopfen im Takt, so nah sind sie beieinander, tastende, streichelnde, kratzende Hände.... und vieles, vieles mehr
    DAS geniesse ich endlos, stundenlang, bin wahrhaftig nehmend, gebend und lasse jedes Sushi dafür links liegen.
    Aber einbezogenen Verkehr in irgendeiner Form, Stimulierung von primären Geschlechtsorganen und/oder Befriedigung in Form von Orgasmus ist es für Männer kein Sex sondern Kuscheln.
     
  29. Und da gehe ich auch konform.

    Ich hättee zu lange Sexualität zwar gerne anders gelebt, fand aber den Zugang zu mir selbst nicht, und habe mich dann damit arrangiert, dass ich (!) es wohl nicht besser könne. Da gehört eine ziemlich umfangreiche Geschichte dazu.

    Allerdings Sex als Mittel um einen Mann einzufangen, oder als "Ware" wie bei @Frau29 (das ist Prostitution, nur echte Prostitution ist dann ehrlicher )? Das war nie mein Weg.

    Und seitdem ich erleben durfte, diesem Mann bin ich, (nicht nur dafür - weil Er DER war) unendlich dankbar, was Sexualität sein kann, und gleichzeitig viel über mich gelernt habe, ist für mich eine gute Sexualität einer der Basics für eine Partnerschaft. Nicht an Potenz gemessen, sondern an Intimität.

    @Laleila, Du bist auch diesbezüglich eher ein Sonderfall, wie auch nur Deinem Partnerschafts-/ Beziehungsmodell. Absolut wertfrei, es sind wohl alle Beteilgten so zufrieden und dann ist es mehr als viel behaupten können.
    Trotzdem wäre es nicht mein Weg.

    Ich finde es nur schade für den einzelnen Menschen, wenn er nicht Sexualität als Intimität erleben durfte, inkl
    Gefühlen und der Tiefe.

    Die Erfahrung Bekanntschaft+ war für mich wichtig - zu lernen, dass Sex so auch gut tun kann. Nun ist es vorbei, wiederholen möchte ich dieses Experiment nicht.
    Stimmige Intimität mit einem Partner, den ich liebe, ist etwas ganz anderes.

    Auslagern möchte ich es nicht - deswegen
    Monogame Partnerschaft und tatsächlich ein essentieller Stellenwert.
     

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