• 15.06.2017
    • Joggerin

    Wie wichtig ist der Geburtstag?

    Hallo zusammen,

    mir fiel es dieses Jahr wieder besonders auf, dass vielen Männern das Thema Gratulation zum Geburtstag /Höflichkeit offenbar viel weniger wichtig ist als mir.

    Als Kind deckten meine Eltern den Tisch festlich, es gab einen Kuchen, Kerzen, Geschenke, Blumen. Das taten sie nicht nur für mich, sondern auch gegenseitig, für mich war das normal so.

    Ebenso hielt ich es später in Beziehungen und war jedesmal enttäuscht, wenn von meinem Partner für mich nicht ansatzweise derartige Aufmerksamkeit kam. "Warum soll ich Blumen kaufen, die wachsen doch im Garten". "Ich wusste nicht, was ich dir schenken soll".

    Ich hab es irgendwann verstanden, dass es Desinteresse an mir war. Nachdem ich mich trennte (aus tausend anderen Gründen), bekam ich plötzlich Gratulationen und anfangs auch plötzlich Geschenke...

    Der nächste Mann war ganz anders. Erst ganz viel Aufmerksamkeit, nachdem ich die Sache mit dem Geburtstag erzählte, "vergaß" dieser 14 T. später plötzlich auch meinen Geburtstag. Zusammen sind wir auch schon länger nicht mehr, er hält immer noch Kontakt. An meinen Geburtstag denkt er mal dran, dieses Jahr wieder nicht. Ich hab nichts mehr dazu gesagt. Er kontaktierte mich vor paar Tagen wieder, so dass es nicht dem Zweck diente, den Kontakt abzubrechen. ..

    Ebenso zwei andere Freunde, die mir mal am falschen Tag gratulieren oder gar nicht. Ich vermute keine böse Absicht dahinter.

    Ein Geschäftspartner, der mit mir flirtete, sandte mir eine Geburtstagskarte zum falachen Datum. Das hielt ich zunächst für ein Versehen seines Büros. Als ich irgendwann später mal seine Sekretärin darum bat meine Kundendaten zu korrigieren, ergab sich dass er persönlich für die Karten zuständig ist. Und ich weiß, dass er meinen Geburtstag kennt und zumindest weiß, dass ich nicht 75 J. alt bin.
    Okay, ich habe zumindest den guten Willen dahinter gesehen und halte den Rest für Schlamperei.

    Als ich ihm nun zu seinem Geburtstag eine animierte Karte per Mail sandte, hatte ich schon erwartet, dass er sich dafür bedankt, was jedoch nicht kam.

    Einige Tage zuvor hatte er selbst noch in anderem Zusammenhang festgestellt, dass es einen schlechten Eindruck macht, wenn man Kundenanliegen ignoriert, seien sie noch so lapidar.

    Mich würde nunmal Interessieren, wie wichtig den Männern hier das Thema eigener Geburtstag/ Gratulation bei Partnerin/ Freunden und die damit verbundene Höflichkeit ist.

    Von den Damen hier würde mich interessieren, ob ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht habt, wenn ja, wie ihr darauf reagiert habt, ob und welche Maßnahmen ihr in diesem Fall ergriffen habt und ob dies zum Erfolg führte.

    Um es noch klarzustellen: Von Freunden / Bekannten erwarte ich nichts besonderes, einfach nur, dass man mal an mich denkt und kurz gratuliert. Per SMS ist mir dabei völlig ausreichend.
    Oder ist das zuviel verlangt? Ich schaff es doch auch, mir die Termine zu notieren. Warum ist das für manche Männer so schwer?
     
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    • # 1
    • 15.06.2017
    • saepe_inscia
    Ich weiß schon lange, dass ich die beste Geburtstagsvergesserin der westlichen Hemisphäre bin, meine Freunde wissen das auch und sind völlig entspannt. Ich komme dafür mal überraschend angedackelt mit einem Geschenk, das ich zufällig gefunden habe und von dem ich spontan wusste, dass es perfekt ist.

    Dafür erwarte ich auch an meinem Geburtstag keinerlei Gratulationsarien, im Gegenteil. Am Liebsten habe ich meine Ruhe.

    Mein Mann sieht das ganz anders. Ihm zuliebe feiere ich Geburtstag irgendwie, bin tapfer und freue mich.

    (Es muss ja nicht immer so laufen wie im letzten Jahr, an dem ich vor dem Zimmer meiner Tochter im Krankenhausflur saß, nachdem sie sich auf dem Moped fast umgebracht hatte. Aber, ein Geschenk der höheren Mächte, sie hat keine Folgen davon getragen und ich bin heute noch dankbar dafür.)
     
    • # 2
    • 15.06.2017
    • yellow bee
    Hallo Joggerin,

    das ist ja eine lustige Sache, fast schon Gedanken-Übertragung! Habe mir vor ein paar Tagen tatsächlich ganz genau die gleiche Frage gestellt, ob Männern der Geburtstag nicht wichtig sei.

    Obwohl mein Partner allgemein sehr aufmerksam und zuvorkommend mir gegenüber ist, konnte ich nur durch jahrelange "Arbeit" - und ich meine, wirklich 17 Jahre damit! : - ) - erreichen, dass er mittlerweile meinen Geburtstag meinen Vorstellungen entsprechend "würdigt".

    Ich habe jeden SEINER Geburtstage als besonderen Tag gestaltet: den Frühstückstisch liebevoll gedeckt, mit Rosenblättern dekoriert, ein Event organisiert, das ihm gefallen hat, ihm einen Kuchen mit Kerzen drauf gebacken, ein Geschenk schön verpackt, abends eine Überraschungsparty mit seinen Freunden heimlich organisiert.

    Für mich selber habe ich vor meinem Geburtstag "kleine Wünsche" als Hinweis "unauffällig" formuliert (z.B.: "Da kommt "Passenger" in unsere Stadt und ich würde sooooo gerne auf sein Konzert gehen!" oder "Wow, SOLCHE Pfingstrosen, wenn ich solche Blumen auf meinem Tisch habe, bin ich schon irgendwie glücklich! oder "Woa, ein Mann, der mir eine Erdbeer-Torte selber backen kann, so ein Traum-Mann!" ; - )!".

    Es hat trotzdem Jahre gedauert.

    Wir sind jetzt 17 Jahre zusammen und es wird jedes Jahr besser! Ich wüsste aber auch gerne, ob es Frauen gibt, die das schneller erreicht haben, bzw. wie!
     
    • # 3
    • 15.06.2017
    • Sirius97
    Mit dem flirtenden Geschäftspartner hast Du ja keine Beziehung, also ist er aus der engen Geburtstagsgratulationsnummer raus. Vom Freundeskreis und Familie freue ich mich über kleine Glückwünsche in welcher Form auch immer.

    Vom Partner wünsche ich mir an diesem Tag Aufmerksamkeit. Da möchte ich spüren, dass ich ihm wichtig bin und er an mich gedacht hat. Ich mag es gemeinsam Zeit zu verbringen.
    Bei meiner gestrandeten Ehe war es fast die ganzen Jahre sehr lieblos. Da kam mein Geburtstag immer völlig unvorhersehbar und überraschend. Da hatte ich sehr deutlich gesagt, dass ich mir z.B. einen kleinen Tagesausflug an dem Tag inkl. essen gehen wünsche. Nichts weltbewegendes und nicht teuer, aber ich hätte mich wirklich sehr gefreut.
    Da wurde mir auch mitgeteilt, ich sollte mich nicht so haben. Ich könnte mir ja irgendwelche Dinge bestellen. Tja...
    Ich verstehe Deinen Wunsch und für mich ist ein Zeichen von Desinteresse.
     
    • # 4
    • 15.06.2017
    • Leopardin
    Mir ist mein eigener Geburtstag sowas von egal. Selbst meinen 50. habe ich ausschließlich mit meinen Eltern, meiner Schwester und meinem Sohn verbracht. Aufgrund der Demenz meiner Mutter in deren Haus. Zum Kaffee und einem Kuchen, den meine Schwester selbst gebacken und mitgebracht hat. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder auseinandergegangen. Das war's dann, für mich befriedigend und völlig ausreichend.

    Ist mir auch schnuppe ob ein anderer Mensch daran denkt oder nicht. Wenn JA schön, wenn nicht ist es auch kein Weltuntergang. Einen Anspruch daran stelle ich sowieso nicht.

    Nun gut, in einer Partnerschaft sieht es ein wenig anders aus. Ein Glückwunsch muss sein, ein Geschenk nicht. Darauf lege ich keinen Wert. Ein von Herzen kommender Gruß hat für mich mehr Gewicht.

    Es gibt wahrlich Wichtigeres im Leben und wer sich wegen solcher Kleinigkeiten einen Kopf macht tut mir einfach nur leid...
     
  2. Rituale zu pflegen ist sehr wichtig. Und zwar am allerwichtigsten, es für sich selbst zu tun. Geburtstag ist für mich ein sehr persönliches Fest geworden - seit ich auf den 'eigenen Weg' gekommen bin.
    Eine Party feiere ich an diesem Tag nicht mehr - gerade weil ich nicht will, dass dieser feine Tag im Stress untergeht.
    Es heißt, am Geburtstag ist das Tor zur Seelenfamilie weit offen, und man ist verbunden mit jenen, welche wirklich zur Seele gehören.
    Die echte Seelenfamilie ist aber selten die leibliche Familie, und auch nur selten der Beziehungspartner.
    Ich mache einen persönlichen schönen Tag. Beschenke mich. Und backe für mich eine Torte. Von der bei Bedarf dann gerne auch andere ihr Stück bekommen. Aber es ist meine Torte und nach meinem Geschmack. Ebenso die Gestaltung des Tages, welcher für mich immer bereits am Vorabend beginnt - wenn die Sonne untergeht, bereitet sich der neue Tag vor und auch jedes meiner Feste beginnt am Vorabend. Ich meditiere und reflektiere das vorangegangene Jahr und spüre in meine Wünsche hinein.
    Viel zu kostbar ist es mir, mag heilige Feste nicht mit Ignoranten zu verschwenden oder mit lautstarkem Getöse oder scheinheiligen Gratulanten.
    Auch anderen dränge ich mich nicht auf.
    Übrigens ... es gab in unserem Kulturkreis Zeiten, wo der Geburtstag nicht gefeiert wurde, sondern der Namenstag.
    Und bei den Indianern gilt als Geburtstag (bzw. Geburtsmonat) der Tag der Zeugung (bzw. Zeugungs-Monat)! Da ich diesen Tag 'zufällig' erfahren durfte ... feiere ich seither diesen auch noch ... Schmunzel!
    So wünsche ich dir, dass auch du deine Rituale findest, dein Sein auf dieser Erde zu feiern.
    Und solche Tage nicht in Abhängigkeit zu bringen, von anderen.
     
    • # 6
    • 15.06.2017
    • BaumFischFahrrad
    Hallo liebe Joggerin,

    ich nehme an, dass Du zu diesem Thema viele sehr unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen zu lesen bekommen wirst... ich denke, das hängt damit zusammen, wie man bezüglich so einer Situation aufgewachsen ist und wie es in der Herkunftsfamilie auch unter den erwachsenen Geburtstagkindern gehandhabt wurde... der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

    Aus meiner sehr frühen Kindheit kenne ich das auch noch mit dem Geburtstagskuchen und einem Geburtstagsgeschenk für uns Kinder.

    Aber ebenso gab es Ostern den "Osterhasen", der beim Osterspaziergang Eier versteckt hat (der war in Wirklichkeit mein Onkel G.) und Weihnachten kam der Nikolaus für uns Kinder, mit einem Sack voller Geschenke und seiner Rute (das war in Wirklichkeit unser Nachbar Herr G.).

    Das war nett, es sind schöne Kindheitsrituale. Ich möchte sie in meiner Kindheit nicht missen. Aber in meinen Augen ist es eben, wie "Geburtstag feiern" (ganz toll gratulieren, Geburtstagskuchen mit Kerzen, Geschenke verpacken, alle müssen anrufen und sich melden, alle anderen müssen einen an diesem Tag drücken und knuddeln, usw.) "Kinderkram", im wahrsten Sinne des Wortes.

    Mich irritiert so ein Brimborium irgendwie immer bei erwachsenen Menschen... auch wenn die beleidigt sind, wenn man ihren Geburtstag vergißt oder zu spät dran denkt. Mich nervt das dann oft. Mein Geburtstag ist für mich ein Tag wie jeder Tag, denn er ist kein besonderer Verdienst, sondern ein Faktum. Und ich bemühe mich, möglichst JEDEN Tag in meinem Leben bewußt zu erleben und zu einem guten Tag für mich zu machen. Und ich hab's auch nicht so mit den Geburtstagen von anderen...

    Ich finde einfach, dass man Zuneigung, Freundschaft, etc. nicht von einem fixen Tag im Jahr abhängig machen sollte. Das hat einfach so was Erzwungenes, jedes Jahr das selbe. Viel lieber mache ich lieben Menschen spontan eine Freude, ein kleines Geschenk, tue ihnen einen Gefallen, sag' ihnen, dass ich sie lieb habe, lade sie zum Essen ein, etc. wenn mir danach ist, unabhängig von einem bestimmten Tag. Ich finde, Erwachsenengeburtstage werden überbewertet ;-) (zumal für Erwachsene so ein Jahr ja an einem vorbeirennt wie nix, und dann ist schon wieder Geburtstag...)

    Ehrlich, nenn' mich 'ne faule Socke, aber ja, für mich ist das echt "zu viel verlangt". Freundschaft macht mir mit dieser Erwartungshaltung keinen Spaß... (dafür darfst Du mich aber um 4 Uhr nachts aus dem Bett werfen, wenn es Dir schlecht geht, wenn Du meine Freundin bist!)
     
    • # 7
    • 15.06.2017
    • godot
    Ich lege auf meinen Geburtstag null wert. Zumal ich im November (meist in der schwarzen Woche) Geburtstag habe und man zu der Zeit nicht viel unternehmen kann.
    Aber ich habe gelernt, dass die meisten Frauen großen Wert auf Ihren Geburtstag legen. Ich vergesse ihren Geburtstag nicht, es gibt immer ein Geschenk und häufig organisiere ich auch etwas.
    Und noch mal 'Aber', ich tue es nicht gern, ich fühle mich gezwungen, mache es um des lieben Friedens. Ich könnte gerne darauf verzichten.

    Auch soetwas habe ich schon über mich ergehen lassen. Habe halt mein Dauergrinsen eingeschaltet und mich daran erfreut, dass sie sich freut. Ich habe sogar die von ihrer Mutter mitgebrachte Sahnetorte gegessen obwohl mein Darm Sahne überhaupt nicht verträgt, aber wer will schon eine beleidigte Schwiegermutter.
    Zum Glück war es bei meiner letzten Freundin etwas besser. Ich mußte zwar auch ihren Geburtstag beachten, aber dafür mußte ich meinen Geburtstag nicht mehr feiern.

    Nun meine Frage an die Joggerin: Warum ist dir dein Geburtstag so wichtig?
     
    • # 8
    • 15.06.2017
    • Wolkenfrei
    Hallo :)

    Ich habe leider ähnliche Erfahrungen gemacht. Männern scheint es einfach nicht so wichtig zu sein. Mein Ex-Freund schoss den Vogel ab und überwies mir am Geburtstag 20€ - "Kauf dir was schönes".
    Das war so lieblos.

    Ich hingegen liebe Geburtstage und möchte sie immer feiern. An diesem Tag wurde man schließlich geboren, es ist was besonderes. Ich finde es sehr schade wenn Männer diesbezüglich anders denken :-(. An diesem Tag wünsche ich mir Aufmerksamkeit. Das muss nichts teures sein. Klar freut man sich über ein Geschenk, aber das muss es nicht mal sein. Einfach gemeinsame Zeit, mit einem selbst gekochten Essen und Blumen überrascht werden... aber manche sind wirklich sehr unmotiviert. :-(

    Dieses Jahr war alles anders: ich wurde am Geburtstag überrascht. Mein Hase kam aus Bayern zu mir nach Hamburg und überraschte mich an meinem Arbeitsplatz mit einer Rose... Gott, war das süß!!! :)
     
    • # 9
    • 15.06.2017
    • void
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass mir Geburtstage wichtiger sind als sie anderen Leuten wichtig sind. Aber bei Partnern war das nicht so, mein Ex war da viel mehr hinterher als ich, dass die Daten, die die Beziehung betrafen, also ab wann wir zusammen waren und mein Geburtstag, beachtet werden. Aber Geburtstag vergessen als Partner empfinde ich schon als Armutszeugnis, ebenso dieses "wusste nicht, was ich dir schenken soll".

    Bei einer ... Bekannten war es so, dass wir noch in Briefkontakt standen (damals gab's noch kein Handy) und sie mir zwar in der Zeit, in der ich Geburtstag hatte, auch einen Brief schrieb, allerdings nicht gratulierte, sondern mich aufforderte, IHR zu gratulieren für irgendwas Berufliches. Da sie sowieso so eine arrogante Attitüde hatte und jeden dazu bringen wollte, sich ihr zu Füßen zu werfen, habe ich den Kontakt dann einschlafen lassen.

    Bei diesem Geschäftsmenschen und seiner Verpeilung wäre mir das ein Zeichen, dass er entweder nicht mitkriegt, was er tut und alles nur Blabla ist von wegen Aufmerksamkeit und dem Gedöns. Man sieht doch, dass es ihm nichts wirklich bedeutet.

    Bei entfernten Freunden finde ich es verzeihlich, wenn die mal die Gratulation vergessen, weil man sich ja sonst kaum sieht. Aber wenn ein Partner das nicht hinkriegt, finde ich das schon ein Riesenstück Unaufmerksamkeit. Entweder mit der Aussage, dass er weiß, es ist Dir wichtig, aber ihm ist nicht wichtig, was Du gut findest, oder er hat nicht gerafft, dass man in einer Beziehung auch aufmerksam ist zu seiner Partnerin, sondern macht einfach sein Ding weiter und hat gelegentlich Sex mit der, mit der er zusammen ist.
     
    • # 10
    • 15.06.2017
    • Blindfisch
    Ist das wirklich einen Frauending? Dann bin ich wohl komisch. Mir ist Geburtstag völlig egal. Ich muss mich zwingen, an Geburtstage zu denken und sie zu würdigen, dass mache ich aber nur, weil ich weiß, dass andere Menschen da empfindlich sind.
    Oft vergesse ich Geburtstage auch, ich denke nicht an Dinge, die mir nicht wichtig sind.
    Ich brauche keine Blumen, keine Emails, keinen Kuchen, keine Events, für mich ist das ein normaler Tag (bin aber in einer Familie aufgewachsen, wo das ganze Gedöns durchaus praktiziert wurde).
    Ich frage mich, warum man es "erreichen" muß, dass der Partner dran denkt. Wenn ich jahrelang drauf hinarbeiten muß, dann ist das doch nicht "echt". Sowas braucht man doch eigentlich eher nicht, oder?
    Das ist nicht nur für Männer schwer. Ich denke einfach nicht dran, weil es für mich nicht wichtig ist (sogar völlig unwichtig!). Das ist eigentlich alles. Weder Desinteresse noch Ignoranz steckt dahinter.
    W
     
    • # 11
    • 15.06.2017
    • ChaosTheory
    Liebe Joggerin,
    grundsätzlich sollte man von seinen Mitmenschen (egal in welcher (Ver-)Bindung man zueinander steht) rein gar nichts erwarten. Das erspart einem die Eine oder Andere Enttäuschung.

    Wenn du jemandem zum Geburtstag gratulierst, ihn überraschst o.Ä. dann macht das im Grunde nur Sinn, wenn du dafür nicht denselben Zug erwartest. Alles Andere hat etwas Berechnendes.

    Ich hoffe dir ist deutlich geworden was ich meine.

    Gruß,
    ChaosTheory
     
    • # 12
    • 15.06.2017
    • Magnus
    Und deshalb bin ich zum Geburtstag immer weg, um nicht solche Diskussionen aufkommen zu lassen.
    Früher sagte ich gerne, ob sie ein freies Essen + Getränke dringend benötigen.
    Meistens ging aber dann die Diskussion erst richte los und jetzt bin ich einfach nur weg.

    Das geht mir(53) genauso und schon seit über 35 Jahren.
    Am liebsten habe ich immer Urlaub zu meinem Geburtstag, um denjenigen auf der Arbeit aus dem Weg zu gehen. Zum 30., 40. und 50. war ich immer dort, wo mir keiner gratulieren kann und meine jeweilige Partnerin wusste auch, dass ich dies alles so hasse.

    Anderseits habe ich ja an diesen besagten Tag auch nichts geleistet. Wenn hier jemand etwas geleistet hat, dann war dies meine Mutter. Deshalb ist sie auch die Einzige, die mir gratulieren darf und dies immer nur via Telefon, da ich mich ja abseits ihres Domizils mich befinde.
     
    • # 13
    • 15.06.2017
    • pixi67
    Was Geburtstage im Bekanntenkreis angeht...Hat mich die Erfindung Handy, integrierter Kalender mit jährlicher Erinnerungsfunktion gerettet.
    Ich konnte das Datum kennen und 100x am Tag in den PC einhacken und nicht mal zucken: da war doch was?!

    Familiär und mit Partner ist es anders und ich hatte noch nie jemanden der ihn vergessen hat oder selbst nicht mochte.
    Mein Exmann hat es zelebriert, ich durfte nicht vor 0h ins Bett und musste wie Weihnachten raus gehen. Mit Meer vor Kerzen und wirklich Dinge die meins waren und ohne dass ich mit irgendwelchen Zaunpfählen winken musste. Und umgekehrt genau so...
    Mein Exfreund mochte seinen und vergass auch meinen nie...nur erstmal gab es indirekt Geschenke für sich.
    Mein bester Freund fand es immer unnötig, er kaufte zwar auch mal eben seiner Frau ein Auto wenn es nötig war aber Geburtstag konnte er vergessen.
    Und keine Blumen, weil die welken...
    Ich habe ihm irgendwann gesagt, dass ich den Unmut seiner Frau völlig verstehe...
    Sie sitzt regelmäßig mit kids alleine während er mit seinem Doppeldecker rumfliegt.
    Wenn sie sein hobby versteht und unterstützt, kann er begreifen dass ihr der Geburtstag wichtig ist.
    Es ist ihr Tag und nicht seiner...
    Er war ziemlich perplex und kleinlaut....und hat es geändert.
    Ich mich dadurch komischer Weise auch und ich habe weit weg von meinem Geburtstag eine " Ansage " an meinen Freund gemacht.
    Ich brauch keine Rosen und keine Brillanten und lebe 364 Tage im Jahr damit dass Du kein Aufmerksamkeiten und Geschenketyp bist...
    An dem Tag solltest du damit leben, dass ich ein Geburtstagstyp bin.
    Ich fahre mit dir diskussionlos Motorrad und das sind deine "Herrentage" und ich bekomme einen Prinzessinentag. Save the Date.
    Ich habe mich zwar fast nicht erkannt, soll ja von Herzen aus Liebe.....
    Aber es ging...
     
  3. Die Vorschreiber haben ja schon den Punkt getroffen warum die einen (egal ob Mann oder Frau) sowas leichter oder schwerer vergessen.

    In einer Partnerschaft denke ich aber, dass man ein Gespür dafür entwickeln sollte, was der Partner mag. Und wenn es der Partner mag, zum Geburtstag eine Portion Extraaufmerksamkeit zu haben, ja mein Gott, dann kann man ihm oder ihr doch den Gefallen tun. Es ist ja nun nichts Schlimmes oder groß Aufwändiges. Wenn es der Partner dann nicht tut, deutet das m.E. schon darauf hin, dass die Gefühle doch arg abgeflaut sind. Und es hat dann auch etwas Respektloses finde ich.
     
    • # 15
    • 15.06.2017
    • void
    Also an einen Geburtstag denken und sowas machen, was Du gern hättest, sind ja doch noch zwei verschiedene DInge. Ich meine, aufmerksam zuhören und dann das Geschenk kaufen/organisieren, das kann jeder. Ich bin auch schon zwei Stunden Zug gefahren, um eine Delikatesse zu besorgen für meinen Ex, für die ich in zig Läden gefragt hatte.
    Aber lernen, wie man eine Torte backt für die liebste Person... (es sei denn, Dein Mann ist da schon firm drin oder sogar selber Bäcker) Wenn ich mir vorstelle, ein Mann würde von mir verlangen, dass ich ihm zum Geburtstag ein Modellflugzeug zusammenbastel oder klöppeln lerne für eine Kappe mit bestimmtem Muster, fänd ich das schon sehr viel verlangt, weil mir selber der Sinn danach gar nicht steht, das zu lernen.

    Hm... weißt Du denn, ob er das mag? Mir wär das insgesamt zu viel. Auf Rosenblätterdeko würde ich als Frau schon nicht mal wert legen bzw. ich lehne es sogar ab. Geschenke eingepackt haben wir nur noch dann, wenn es wirklich eine Überraschung war, mit der der andere nicht hätte rechnen können.

    Ich meine damit, dass Dein Freund das vielleicht gar nicht so sieht wie Du und deswegen keinen Draht dazu hat, dasselbe für Dich zu tun. Überraschungspartys sind ja nun auch nicht jedermanns Sache.

    Am besten wäre es ja, wenn er aufmerksamerweise Deinen Geburtstag so gestaltet, wie Du es willst, also Tisch, Blätter, Party, und Du ihm ihm aber auch seinen, wie er es wünscht - ich tippe auf kurz und lieb, aber ohne Rosenblätter, Tischdeko usw.
    Ich denken; Frauen machen manchmal den Fehler, dass sie meinen, Männer seien nur zu bescheiden, wenn sie sagen, sie wollten was nicht. Und ja, manchmal freuen sie sich doch drüber, wenn ihretwegen Aufwand betrieben wird. Aber manchmal ist das echter Wille und keine Bescheidenheit, wenn sie was zwei Nummern kleiner haben wollen.
     
    • # 16
    • 15.06.2017
    • Gast712
    Ein Mann, der nicht mehr mit dir zusammen ist, sollte dir nicht zum Geburtstag gratulieren! Es kann schnell als Interesse für mehr gedeutet werden!

    Ich glaube, das Problem ist nicht der Geburtstag! An Aufmerksamkeiten denken, setzt voraus, dass man auch an einer Bindung interessiert ist und die meisten Männer heutzutage möchten eher ein unverbindliches Verhältnis.

    Immer mehr Männer wollen und können sich zudem eine Affäre erlauben. Von Affäremännern kommt auch nichts.
    Von Bekanntschaften, die nichts von einem wollen, auch nichts.

    Ich denke, das sind so bisschen die Richtlinien, wonach man sich selber ausrichten kann.

    Geburtstage und Weihnachten sind gute Kompasse, zu wissen, wo man mit der Beziehung steht. Valentinstage auch.

    Das Geheimnis ist, sich an solchen Männnern zu orientieren, denen es wichtig ist, dich glücklich zu machen an deinem Geburtstag und die, denen es egal ist, denen bist du - leider - auch im Realleben ein Stück weit egal.
     
    • # 17
    • 15.06.2017
    • Frau43
    Mir ist mein Geburtstag wichtig und das sage ich auch so - ich erinnerte meinen Ex früh genug dran und habe keinen Zweifel dran gelassen. Er hat es auch gerne mitgemacht und immer was Schönes vorbereitet/unternommen.
    Warum soll ich, wenn ich das mag, mit Zaunpfählen winken, versteckte Hinweise geben, hoffen und dann enttäuscht sein? Das verdirbt mir ja meinen eigenen Tag, wie blöd ist das denn?
    Ich habe natürlich seinen Geburtstag auch nie vergessen, mir machte es Spass, ihm was zu schenken. Ich weiss noch dass ich einmal einen grossen Wunsch erfüllen konnte und war so aufgeregt war dass ich die Nacht zu seinem Geburtstag nicht schlafen konnte. Punkt 12 habe ich ihn geweckt dass er sofort auspacken muss weil ich mich so auf sein Gesicht freute! Das war super..
     
    • # 18
    • 15.06.2017
    • piepegal
    Für mich ist der Geburtstag ein Tag wie jeder andere und ich mag den ganzen Rummel nicht, den manche Kolleginnen veranstalten, mit Sammeln bei allen Kollegen und Kaufen eines Geschenkes, das nachher doch irgendwo in einem Keller vor sich hin gammelt. Und dann die Bemerkungen: "Wahnsinn, nun bist du auch schon vierzig. Willkommen im Klub" u. ä.

    Viele meiner Kollegen nehmen sich deshalb um die Zeit ihres Geburtstages Urlaub, damit sie nicht in den "Genuss" der Gratulation kommen. Ich ebenfalls, denn ich lasse mir nicht vorschreiben, was und wann ich feiern soll.

    Mir erschließt sich auch nicht, wieso man ausgerechnet an dem Tag feiern soll, an dem man älter und hässlicher wird. Ja, wenn es umgekehrt wäre, aber so.

    Im täglichen Leben gibt es immer wieder besondere Situationen, die man feiern kann. Man sollte lieber diese erkennen, als sein Glück an dem Tag fest zu machen, an dem man geboren ist.

    Ich kenne allerdings auch Leute, die tierisch sauer werden, wenn wieder mal jemand ihren Geburtstag vergessen hat. Es gibt eben solche und solche.
     
    • # 19
    • 15.06.2017
    • Joggerin
    Vielen Dank für eure vielen unterschiedlichen Ansichten.

    @Samtina - dein Geburtstagsritual finde ich ausgesprochen schön, es wirkt so angekommen und unabhängig.

    hmm. aber du "erwartest" von deiner Freundin nicht, dass du sie auch nachts aus dem Bett holen darfst oder bist nicht nicht sauer, wenn sie dir dies verwehrt, obwohl sie es bei dir gern immer gern in Anspruch nimmt ?

    Das mit der Erwartungshaltung ist es so eine Sache. Es klingt natürlich theoretisch schön, dass man nichts erwarten soll und damit auch nicht enttäuscht werden kann.

    Geht wirklich irgendwer völlig erwartungsfrei durchs Leben und ist dankbar für jeden Krümel den er bekommt, ohne andernfalls enttäuscht zu sein ?

    Unser Leben ist doch geprägt von gewissen Regeln und Ritualen, die man als Anstand bezeichnet, einfach weil sie dem guten Miteinander dienen, z.B. dass man sich bedankt, wenn man etwas bekommt - in Anerkennung der Bemühungen, die sich der andere machte, um einem eine Freude zu machen.


    @Magnus
    Warum hasst du das denn alles so ?

    Ich erwarte nur, dass meine Bemühungen, eine kleine Freude zu bereiten, mit einem Danke gewürdigt wird. aus Respekt

    richtig, aber da er mir dieses Jahr plötzlich sogar mit Karte gratulierte, dachte ich, dass er sich auch freut, wenn ich ihm was schicke. Aber so gar keine Reaktion ... finde ich einfach unhöflich.

    ja, MAL. aber wenn dann fast jedes Jahr irgendwas ist? Da frage ich mich, ob ich mir dann weiterhin immer Gedanken mache sollte, wenn es ihnen doch offenbar nicht wichtig ist.

    Ja, gute Frage. Darüber habe ich vorhin eine Weile nachgedacht. Eigentlich ist MIR dieser Tag an sich gar nicht so wichtig. Aber ich freu mich, wenn man daran denkt. Es ist für mich auch eine Art der Wertschätzung. Ich finde, man sieht, wem man wichtig ist.


    Meinst du das ernst ? Ich freu mich, wenn wer kommt, man einfach eine schöne Zeit genießt. Der Geburtstag ist halt nur der Anlass, alle mal zusammen zu treffen. Ich koche und backe gerne, wir grillen abends und freue mich, wenn es meinen Gästen schmeckt und sie sich wohlfühlen und wir Spaß haben. DARUM geht es doch?
     
    • # 20
    • 15.06.2017
    • amaryllis2015
    Mein Freund ist Franzose. In Frankreich wird das Thema Geburtstag nicht so hoch aufgehängt wie bei uns. Das hat mit der Kultur zu tun. Er weiß auch nach drei Jahren nicht genau, wann mein Geburtstag ist. Irgendwann im Mai, das würde er hinkriegen. Mehr nicht. Geschenke machen kann er auch nicht gut. Er freut sich, wenn ich ihm sage, was ich gerade brauche. Dann besorgt er das und freut sich, dass er mir etwas Nützliches schenken konnte. Zuletzt waren das zwei Gartenstühle. Ich muss ihm immer sagen, dass ich "in drei Tagen" Geburtstag habe. Furchtbar unromantisch? Desinteressiert?

    Er ist tatsächlich der fürsorglichste Mensch, den man sich vorstellen kann. Großzügig, großherzig, hilfsbereit, treu, voller Vertrauen, liebevoll, aufmerksam, mit sehr guten Manieren. So, und nun frage ich dich, was wichtiger ist?
     
    • # 21
    • 15.06.2017
    • Martina698
    Ganz einfach: Mit den FESTEN Männern hat mang gegenseitig seinen Geburtstag respektiert, sich was zu Valentinstag geschenkt und Weihnachten zusammen verbracht. Einfach weil es schön war.
    War das nicht so, waren es schlichtweg keine festen Männer!

    Die Affäremänner haben nicht mal ein "Hallo" fallen lassen zu irgenwelchen Tagen, deswegen auch Affäremänner und deswegen rate ich von Affären auch immer ab, wenn man emotional veranlagt ist.

    Wenn der Mann dir schon in der Beziehung nicht gratuliert hat und du ihn vermutlich deswegen verlassen hast, wie kannst du annehmen, dass er jetzt dran denkt, nachdem ihr getrennt seid? Es ist doch auch völlig egal. Such dir bessere Freunde, die so sind wie du auch!
     
    • # 22
    • 16.06.2017
    • Lionne69
    Das Thema Feiern ist insgesamt zwiegespalten.
    Für viele überflüssig, macht Arbeit, lästig.
    Für andere, wie mich, ein Anlass, etwas Besonderes zu machen.
    Das muss man auch nicht verdienen, dafür muss man nichts leisten.

    Gerade Geburtstage mag ich gerne feiern - als Zeichen, hey es ist schön, dass Du da bist.
    Für meine Söhne mache ich es noch heute, sie fragen inzwischen, es ist ein Ritual. Mein Großer wollte letztes Jahr unbedingt mir die Torte backen.

    Meinem Ex war es für sich selbst unwichtig, also braucht es das auch nicht für andere. Äußerte er auch, und irgendwie gelang es ihm, dass insgesamt bei uns sehr selten Gäste da waren, und gefeiert wurde, was auch immer, oder mal anlasslos.
    Ich habe es immer gerne für andere gemacht, wenn erwünscht, erwarte es nicht unbedingt von anderen für mich, aber wenn mein Partner meinen Geburtstag übergeht, verletzt es mich.
    Zum 40. wollte ich eine Sommerparty machen, 3Wochen vorher waren wir ein paar Tage in London. Als ich die Party thematisierte, kam als Antwort, wozu, Du hast doch jetzt schon London.

    Bei mir ganz nahestehenden Personen vergesse ich Geburtstage nicht, bei Freunden, Bekannten je nachdem.
    Ich bemühe mich, da besser zu werden, Kalender führen, es ist eben, wenn mir jemand nahe ist, vergesse ich es nicht, wenn man schon zusammen angestoßen hat, auch nicht.
    Sobald es flüchtiger ist, lasse ich es.

    Nein, und mich berührt es durchaus nicht positiv, wenn mein Geburtstag als etwas Belangloses übergangen wird.

    Bei mir kommt bei dieser Thematik aber genau so ein Unterton an.
    Wozu Geburtstage, unnötiger Blödsinn, warum, wozu sich, das reine Dasein, als Anlass für eine Feier nehmen - als ob man nicht wichtig wäre, Nebensache.
    Eigentlich fast traurig.

    Als Randthema - Mir fällt auf, dass sich immer weniger einfach so gesellig getroffen wird.
    Oft allein deswegen, weil man für so etwas keine Zeit mehr findet (sich nimmt).
    Ob zur Sommerparty o.ä. privat, ein geselliges Treffen im Verband - hatten wir früher regelmäßig - es steht immer das schreckliche Wort Arbeit im Vordergrund. Dann vermeidet man dies und lässt es.

    Dass sich treffen, gesellig sein, Party, vor allem schöne Komponenten haben kann, ist gar nicht mehr bewusst.
     
    • # 23
    • 16.06.2017
    • noreia
    Liebe FS, ich lebe nicht in der "Frauen lieben Geburtstage - Männer nicht -Welt".
    Denn mir (w) bedeutet mein Geburtstag nichts. In der Kindheit wurde bei uns auch immer aufwändig gefeiert und sobald ich das selbst entscheiden konnte (so ab 12,13Jahren) hab ich jedes Theater darum abgebogen.

    Glücklicherweise bin ich mit einem Mann verheiratet, der zu seinem Geburtstag 'ne ähnliche Einstellung hat - so dass es diesbezüglich keine Unstimmigkeiten zwischen uns geben kann. Auch mein Sohn hat, seit er erwachsen ist, keine Lust mehr auf Geburtstage - weder seinen, noch sonst welche.
    Es wird kurz gratuliert, Geschenke zu Anlässen gibt es bei uns grundsätzlich nicht, wenn Geschenke - dann lieber "einfach so" ohne Anlass. Auch besondere Unternehmungen werden nicht geplant - es ist einfach ein Tag wie jeder andere.
    Bisschen nervig finde ich, wenn Freunde und Familie extra anrufen, um zu gratulieren - aber das sind wohl soziale Konventionen, die man akzeptieren muss.

    Ich hätte bestimmt arge Probleme mit einem Mann, der ganz viel - in meinen Augen unerwünschtes -Theater um Anlässe machen würde, aber bisher hat es immer gut gepasst und ich bin auch noch keinem Menschen (weder w, noch m) begegnet, dem sein eigener Geburtstag viel bedeutet hätte.
     
    • # 24
    • 16.06.2017
    • BaumFischFahrrad
    Guten Morgen, liebe Joggerin,

    darauf kann ich mit einem klaren "nein" antworten :) Nein, ich erwarte nicht von meiner Freundin, dass ich sie nachts aus dem Bett holen darf und ganz sicher wäre ich nicht sauer, sollte ich dies einmal tun wollen und sie verwehrt mir dies. Sie wird dann ihre Gründe haben und die respektiere ich. Natürlich wäre es schön, sie würde mir helfen, aber selbstverständlich ist das ja auch nicht. Und so Dinge wie Freundschaft, Liebe, usw. sind doch kein Tauschgeschäft. Echt und wahrhaftig ist doch nur alles, was gerne und freiwillig geschieht, und wirklich von Herzen kommt. Dafür darf man doch nicht wiederum etwas erwarten. Wenn ich z.B. etwas schenke, kommt es spontan, freiwillig und von Herzen. Dafür erwarte ich dann doch kein Gegengeschenk... das freie Leben ist unverbindlich. Ich meine, Freunde und eng verbundene Menschen sind doch kein Personal, mal flapsig gesprochen. Nee, ich mag solche Zwänge und Erwartungen für mich in Beziehungen jedweder Art nicht... Lieben Gruß
     
    • # 25
    • 16.06.2017
    • Sirius97
    @Samtina, dein Ritual klingt sehr schön. Besonders Dein Vorabend Ritual gefällt mir. Das habe ich oft eher unbewußt gemacht, nicht als Ritual, sondern einfach nur an das vergangene Jahr gedacht und mich erinnert und nachgedacht.
    Du feierst für und mit Dir. Nur, was soll ich allein mit einer ganzen Torte? Ich würde davon höchstens ein Stück essen.
    Na, klar, ist es auch schön den Tag der Zeugung zu feiern. Ist in unserem Kulturkreis nur nicht so üblich solche Informationen mitzuteilen. Manche kennen ja nicht mal ihren Vater.

    Ich empfinde eine Geburt schon als einen magischen Moment. Das ist der Augenblick, an dem ich mit meiner Einzigartigkeit hier auf der Erde angekommen bin. Ich bin Romantikerin und solche Vorstellungen machen meine Welt schöner.
    Ich finde es einfach als ein Zeichen der Liebe und Wertschätzung etwas für den Menschen zu tun, den man liebt.
    Zumal in meinem persönlichen Fall, der Geburtstag seiner Mutter geradezu minutiös geplant und zelebriert wurde. Der Schwiegermutter war das auch wichtig und ihre Bedürfnisse wurden ernstgenommen.

    Ich kann auch damit umgehen, wenn dem Partner aus welchen Gründen auch immer der eigene Geburtstag eine Last ist. Es ist ja dann sein Tag. Dann würde ich das entsprechend respektieren, aber wenn es mein Tag ist, möchte ich, dass man meine Gefühle und Bedürfnisse wertschätzt.
     
    • # 26
    • 16.06.2017
    • Papillon
    Liebe Joggerin,
    meine Ex-Freunde waren so ähnlich darauf, wie du es beschrieben hast. Mein Ex-Freund war ein Franzose, bei ihm hat mehr der Namenstag gezählt. Damit konnte ich gar nichts anfangen. Insofern habe ich auch umgekehrt Verständnis.
    Aber es geht auch anders. Mein jetziger Freund macht sich aber auch sowas den Kopf und ist wirklich aufmerksam. Er hat bereits jetzt mein Geburtstagsgeschenk, dabei habe ich erst im September Geburtstag. Ich weiß natürlich nicht was es ist, aber ich komme in echten Zugzwang. Das wäre dann das 3. Geburtstagsgeschenk. Vom Typ her schätze ist er einfach so und wird sich kaum ändern. Für mich an meinen Geburtstag ist wichtig, dass meine Liebsten, einfach an mich denken. Das muss kein großes Geschenk sein. Auch ich habe schon Geburtstage vergessen.
     
    • # 27
    • 16.06.2017
    • Lionne69
    Und dieses Element vermisse ich genauso.

    Erwartungshaltung - das ist schwer auseinander zu dividieren.
    Nein, ich erwarte nicht, dass sich jemand so und so verhält, ich erfülle auch keine Erwartungen.
    Ich gebe freiwillig oder nicht.

    Aber - ich möchte Wertschätzung erfahren, einen bestimmten Umgangston, Verlässlichkeit, und in schwierigen Situationen auch Unterstützung.
    Ich bin dankbar, wenn ich eine Reifenpanne habe - ich 2 Tage vorher den Wagenheber aus dem Auto geräumt hatte und dann vergessen - und ein Freund innerhalb einer halben Stunde kommt, ich ihm anrufen darf. Er kann mich Tag und Nacht heraus klingeln.
    Geben und Nehmen - ich gebe sehr gerne, aber ich möchte nehmen dürfen.

    Wenn eine Freundin regelmäßig Treffen absagt, oder die Teilnahme an einer mir sehr wichtigen Feier unter einem mehr als fadenscheinigen Grund (die Lüge war offensichtlich) kurz vor knapp absagt, ist auch alles gesagt.
    Sie hat für sich entschieden, ist ok. Nur eine Freundin ist sie für mich einfach nicht mehr.
    Das wiederum entscheide ich.

    Ich möchte für mich heute nicht mehr akzeptieren, dass mich Leute, die mir eigentlich nahe stehen sollten, durch ihr Verhalten deutlich als unwichtig einstufen
    Ich bin mir selbst wichtig, gebe Wertschätzung und möchte welche. Erfahre ich diese nicht, reduziere ich die Kontakte auf das Minimum.

    Wenn ein Partner weiß, dass mir Geburtstage und ähnliches wichtig ist, und er mir dies nicht zugesteht, dann fehlt mir die Wertschätzung.

    Also doch Erwartung.
     
    • # 28
    • 16.06.2017
    • Tom26
    Der Geburtstag ist der persönliche Ehrentag - Weihnachten haben ja alle am gleichen Tag.
    Beruflich sehe ich das als eine einfache und effiziente Möglichkeit, wichtigen Geschäftspartnern und Mandanten zu zeigen, dass sie eben keine Nummer sind. Daher gibts eine handgeschriebene Karte zum Geburtstag - ein wenig Stil muss sein.
    In der Familie kenne ich das ähnlich wie die Joggerin, auch der Muttertag wird bei uns gefeiert. Im engen Freundeskreis gratuliert man sich entweder telefonisch oder es gibt eine Party. Nur eine Ausnahme - mein bester Freund vergisst grundsätzlich jeden Geburtstag. Er ist halt so - so what.
    Die jeweilige Freundin - bekommt den Geburtstag, den sie selbst haben will. Ich hatte schon alles - von "erinnere mich bloss nicht daran dass ich älter werde " bis zu "mehrtägigen Festspielen". Ich selber hänge meinen nicht allzu hoch - aber wundersamer Weise ist am Abend die Bude immer voll. Was ich auch geniesse. Geschenke gibts auch - gehört dazu. Den Druck von wegen immer teurer - immer gigantischer ... den haben wir allerdings schon lange beerdigt. In der Clique und der Familie. Und was SIE bekommen wird ? Ich hab noch etwas Zeit - werde mir allerdings was einfallen lassen.
     
    • # 29
    • 16.06.2017
    • Vikky
    Ich gehöre auch zu dem kleineren Anteil Frauen, die keine Geburtstage mögen, ehrlich gesagt, ich bin eher aversiv auf Mittelpunktsituationen. Je aufwendiger man es macht, desto heftiger meine innere Abwehr. Am liebsten wäre es mir, man nimmt meinen Geburtstag nicht zur Kenntnis und meine Eigenart wird normalerweise so respektiert.

    Zu einem Teil hängt meine Arversion sicherlich daran, dass ich von Typ her introvertiert bin.
    Vermutlich hat es auch mit Kindheitssituationen zu tun in einem verlogenen Umfeld (kath. Kirche), wo es extreme Schwankungen in sehr kurzer Zeit gab: hochgejubelt als Geburtstagskind und eine Stunde später schwer misshandelt. Irgendwie springt da immer noch eine innere Alarmanlage an, wenn ich im Fokus stehe.

    In diesem Jahr ist es besonders fatal - ich nulle und da gibt es nahezu kein Entkommen.
    In der Firma ist das einfach zu lösen: längerer Urlaub, sodass es danach alle vergessen haben.

    Den Rest zerlege ich in handliche Einheiten, die ich bewältigen kann:
    1. mit den engsten Freundinnen gehe ich schön essen an meinem Geburtstag - Frauentag. Auch die beiden, die entfernter wohnen kommen. Mein Partner muss arbeiten und bleibt in Bayern
    2. am Folgetag gibt es im Garten eine größere Grillerei für den Bekanntenkreis und mit den Partnern der Freundinnen. Da kommen auch sehr wenige Kollegen.
    3. am Wochenende schmeißt mein Partner eine Megafeier in meiner neuen Wahlheimat, mit allen Bekannten und seinen Verwandten. Wie das so auf dem Dorf ist, kommt nicht nur die direkte Verwandtschaftslinie, sondern echt viele. Das wird hart und da bin ich froh, dass er hinter mir steht und verhindert, dass ich umkippe, um es hinter mir zu haben.
    4. Eine Woche später ist in einer alten Heimat ein Kulturfest. Da fahre ich mit meinem Partner hin und lade meine Restfamilie zu einem schönen Essen ein.

    Mein neues Umfeld ist geradezu feierwuetig. Wo man hier in der Stadt zu kommerziellen Veranstaltungen geht wenn man Lust hat, gibt es dort wenig. Ergo wird jeder Anlass gross gefeiert und da muss man hin, sonst ist man ein Problem. Da muss ich mich schwer umstellen.

    Ich bin jetzt schon froh, wenn ich den Geburtstag hinter mir habe. Meinetwegen könnten wir das alles ausfallen lassen, aber leider findet es keine gesellschaftliche Akzeptanz - also Augen zu und durch.
    Ich hoffe mit 70 erlaubt man mir zu sagen: fällt aus wegen Altersschwäche :)