1. Richtig, hier könnte die FS ansetzen, es ihm zu erklären.

    Ja, auf jeden Fall. Aber deswegen zur Kompensation alles erlauben schadet sicher auch, weil somit für die Kinder alles in Frage gestellt wird, alle bisherigen Regeln und Grenzen, nicht nur das Verhältnis zu den Eltern.

    Ich denk kleine Kinder denken dann eher: hat Mama mich weniger lieb, wenn sie mir nur ein Eis kauft, ich aber mehr will?

    Ich denk die Schlüsselfigur ist hier der Vater. Selbst wenn er unsicher ist, müsste er mit der FS an einem Strang ziehen, bei der Kindererziehung hinter ihr stehen. Denn könnte die FS eingreifen, ohne dass sie zwischen die Stühle kommt.
     
  2. Liest sich ähnlich unentspannt wie die Reaktion des Lovers in https://www.elitepartner.de/forum/f...eberraktion-umgehen.81571/page-3#post-1147891 #63 (nach meiner Meinung hat dort ein Narzisst sein Visier gelüftet).

    Ich kann der FS in diesem Thread nur raten nicht in diesem Sound mit ihrem Freund oder seinen Kindern zu sprechen. Deine offene Wut disqualifiziert dich @neverever als Ratgeber in einem solchen oder ähnlichen Sachverhalt und zeigt dich in einem für mich völlig neuen Licht.

    Ich empfehle nach wie vor eher Vorbild zu sein als aktiv einzugreifen. Wenn ich dann doch aktiv eingreife dann mit einer Portion Demut denn ich kann mir sicher sein, dass ich selbst auch nicht alles weiß oder richtig mache.

    Ggf. wäre auch hier ein gangbarer Weg wenn die FS ihrem Freund eine neutrale Moderation durch einen gemeinsam ausgewählten Therapeuten vorschlägt.
     
  3. Vielen Dank für die vielen Meinungen.
    Es ist schön zu sehen, dass sich einige in die Situation hineinversetzen können. Aber auch denen, den es schwer fällt bin ich dankbar für ihre Meinung, denn sie zeigt mir, wie ernst die Situation doch ist, wenn man sie objektiv betrachten kann. An Trennung habe ich schon gedacht, strebe es aber wie von einigen vermutet, nicht an. Ja, der Mann bedeutet mir viel und auch die Kinder wachsen einem ans Herz. Väter sind anders als Mütter. Ich denke nicht, dass der Vater die Mutter ausstechen will. Nur viele getrennte werden die Herausforderung haben, dass die Kinder versuchen die Eltern gegeneinander auszuspielen, wenn sie einmal gemerkt haben, dass es zwei Meinungen zu einem Thema gibt und man sich eben an den wendet, der ja sagt. Dann gibt es immer mal Momente, in denen es Streit gibt. Und wenn ein Elternteil die Kinder so stark einbezieht in den Streit, dass die Kinder drunter leiden ist es auch verständlich, dass der Vater versucht seine Kinder zu schützen und unbewusst ihnen den Halt nimmt, indem er ihnen zu viele Freiheiten schenkt. Das liebevoll dem Vater zu erklären, dass er es nur gut meint, aber es für die Kinder nicht gut ist ist auch nicht einfach. Mit Vorwürfen würde er nur abwehren und nichts ändert sich. Da könnte ich gleich gehen. Und mit zwei Kindern im Alltag (!) als arbeitender Mensch überfordert zu sein ist glaube ich auch nicht dramatisch. Das geht mir an manchen Tagen mit einem Kind ebenso. Nur bin ich eben etwas "bewusster" unterwegs als mein Partner.
    Meine Frage war, wie ich hiermit gelassener umgehen kann. Wie viele von euch schrieben wird das schwierig möglich sein, da niemand sich ändern wird einfach so. Der Vater ist offen für meine Ideen, nur merkt er vieles einfach nicht. Und ich möchte eben nicht die Mutter ersetzen und permanent eingreifen. Ich werde den Weg gehen, Gespräche zu suchen und zu schauen, ob auch etwas ankommt und umgesetzt wird.
    Der Umgang der Kinder untereinander ist oft sehr liebevoll. Nur die Grenzen sind oft grundverschieden. Sowohl im Alltag als auch im Verhalten untereinander. Hier bin ich ja aber zu 90 % dabei und werde nach den Kommentaren hier öfter einschreiten und meine Sicht der Dinge erklären, statt es nur meinem Sohn im Nachhinein zu erklären. Vielleicht finden wir einen gemeinsamen Weg. Ich merke schon, dass sie sich bemühen... Ich glaube alle, wenn wir dabei sind. Vielleicht kann sich das etwas auf den Alltag niederschlagen und durch gemeinsame Zeit festigen. Und wenn nicht muss ich wohl die Konsequenzen ziehen.
     
  4. Wie stark ist eigentlich die Rolle der Mutter seiner Kinder? Ich hatte interpretiert, dass seine Kinder überwiegend bei ihm und nur gelegentlich bei ihrer Mutter leben. Ist das richtig?

    In diesem Fall ist eine Einflussnahme durch dich einfacher als im umgekehrten Fall oder wenn die Kinder im Wechsel bei beiden Elternteilen leben.
     
  5. Auch dir, liebe FS, ist anzumerken, dass du dich bemühst - und das finde ich großartig! Gerade, weil du offensichtlich ziemlich unter den unterschiedlichen Vorstellungen sehr leidest.
    Ich bin aber sicher, dass sich das zunehmend »verwächst«, je länger ihr zusammen daran arbeitet. Am Ende wirst du froh sein, dass du dabei geblieben bist, Trennung ist nicht immer der einzige und richtige Weg.
    Ich wünsche euch allen eine glückliche Hand miteinander!!
     
    • # 35
    • 13.09.2019
    • void
    Natürlich nicht. Ich wollte nur drauf hinaus, dass der Begriff "antiautoritäre Erziehung" meist in der Bedeutung benutzt wird, dass Kinder keine Regeln, die gut sind, lernen. Aber das ist es ja nicht, denn auch sich total autoritär verhaltende Eltern machen mitunter keine Regeln, sondern sind chaotisch, launisch und tyrannisch. Sie spielen halt als Einziges immer nur ihre Überlegenheit aus in welcher Weise auch immer, und setzen mit Gewalt und Druck durch, was sie gerade wollen.

    Genau so sehe ich das auch. (Ich hab von Dir auch nichts anderes gedacht.) Ich denke aber, "die Große" wird nicht fünf sein, sondern eher fünfzehn, deswegen finde ich MAL vier Eis ok. Hab ich auch geschafft, ohne mich zu verdoppeln oder zu verblöden. Aber das ist ja nicht das Problem hier, es geht um das Verhalten des Vaters.

    Ja klar. Mir ging es nur darum zu zeigen, dass die Eltern nicht wirklich "antiautoritär" sind, also an sich schon nicht. Sie haben den Kindern ein Schicksal beschert, bestimmen es allein, weil die Kinder ja wohl kaum Einfluss darauf haben, wie ihr Elternhaus aussieht, und gehen nun damit - wie es aussieht - nicht gerade weise um. Das ist ja auch eine Form von Autoritätsausübung - die Eltern bestimmen das Schicksal der Kinder. Ohne gute Regeln anscheinend, zumindest beim Vater.

    Versteh ich. Vor allem, weil ich mir vorstellen könnte, dass der Mann sich dann gern zurücklehnt und Dir den Kampf überlässt, dass Du die Blöde bist bei den Kindern, die ihnen Süßigkeiten verbietet. Da würde ich sehr aufpassen, sonst wirst Du "Mutter2.0" und der Mann spielt weiter seine Rolle als "der Liebe", und wenn Du es nicht siehst, erlaubt er doch noch ein Eis und Spätinsbett. Das kriegt er dann auch nicht mit, wie sich das einspielt. ER muss Deine Ideen durchsetzen, nicht Du.
     

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