• 12.05.2018
    • NewLife

    Wie komme ich aus dieser demütigenden Situation heraus?

    Hallo zusammen,

    Bin seit rund 12 Jahren verheiratet. Es hat schon ein paar mal recht gekriselt, zumal mein Mann bereits zwei mal "leicht gewalttätig" wurde, mir meine Freunde/innen verboten hat und mich auch sonst wie eine Putze behandelt. Eine Konvention hatte ich vor ein paar Jahren schon erstellt aber als ich vor ein paar Wochen von meiner eigener Tochter erfahren habe, dass ihr Vater / mein Mann eine andere Frau hat und diese bei Verwandten / Bekannten bereits als neue Partnerin vorgestellt hat, war es für mich Grund genug, endlich die Scheidung einzureichen. Dieses Begehren geschah schlussendlich gemeinsam, da er nun ja Ersatz für mich hat und mich als Partnerin nicht mehr braucht. Als wäre die Situation jedoch nicht schon demütigend genug, muss ICH nun aus dem gemeinsam finanzierten Haus raus - da ich ihn nicht ausbezahlen kann. Eine Wohnung bekomme ich jedoch nur, wenn ich einen Job habe (was zur Zeit leider nicht der Fall ist). Ich harre nun also hier aus, zumindest bis die Anhörung im Gericht stattfindet - was noch rund 6 Wochen dauert, kümmere mich nach wie vor um den Haushalt und koche sogar noch für ihn! Er hingegen, kommt und geht wann immer er es möchte... Und sollte ich meinen Pflichten als Noch-Ehefrau nicht nachkommen, sperrt er die Kontokarte - wie er so schön sagt. Soll ich es darauf ankommen lassen?

    Da ich kein Einkommen habe, kann ich mir leider auch keinen Anwalt leisten aber irgend eine Möglichkeit muss es doch geben, damit ich mich zur Wehr setzen kann. Ist ja klar, sind ihm alle Mittel Recht, damit ich solange wie möglich hier bleibe... da er sonst ja keine Putze mehr hat.

    Hätte echt nie gedacht, dass er soweit gehen würde. Fühle mich sowas von schlecht, ausgenutzt und vor allem machtlos und dumm zugleich.

    Hat jemand von euch einen Tipp?
    Habe diverse Anwälte angeschrieben aber bis anhin hiess es stets "keine Zeit, um ein neues Mandat anzunehmen". Suuuuuper... die Zeit drängt aber langsam und ich weiss echt nicht mehr weiter.

    Vielen Dank für euer Feedback!
     
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    • # 1
    • 12.05.2018
    • QFrederick
    ... „eigentlich“ wollte ich ja nicht mehr ...

    Ich habe gerade mal in der Online-Suche ,,Beratung kein Geld Anwalt“ eingegeben und werde erschlagen von Links, Verweisen und Alternativen. Hast Du kein Zugang zum Internet? Gehe in die nächste Caritas- etc. Beratungsstelle, zur Stadt, Gemeinde, Sozail-/Jugendamt, ...

    Ich kann mir denken warum Dein Mann sich getraut so dreist mit Dir umzuspringen. Du scheinst äußerst alltagsuntauglich zu sein. Es wird Zeit für Dich um Dich und Deine Angelegenheiten selbst zu kümmern als sich auf andere, insbesondere Deinen Mann, zu verlassen. Um dies nicht zu tun ist Kind nur eine billige Ausrede.

    Warum hast Du kein eigenes Einkommen/Job? Wie finanziert frau mit ohne selbiges?
     
    • # 2
    • 12.05.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Es tut mir wirklich leid dir sagen zu müssen, dir ist nicht mehr zu helfen, du kochst noch für ihn, ich glaube ich bekomme jetzt eine Krise, der würde bei mir keinen Zutritt mehr in diese Wohnung bekommen, er hätte längst einen Brief von meinem Anwalt bekommen!
    Womöglich verlangt er von dir, dass er noch Sex bekommt von dir?!
    Ich muss dich allen Ernstes Fragen hast du kein bisschen Selbstwert, hast du kein bisschen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen?
    Du sagst es selbst über dich, das Richtige, geh sofort zum Anwalt und mach dir keine Sorgen wer der Anwalt bezahlt!
    Du stehst ja völlig unter Druck, lass dir das nicht gefallen!
    Es wird einen Anwalt geben für dich, such dir ihn und mache sofort am Montag einen Termin für Montag! Es ist sehr dringend! Du solltest schon die Dringlichkeit beim Telefonat mitteilen, dann bekommst du auch einen Termin, es ist schlicht einfach unzumutbar was dieser A***Typ Mann mit dir macht! ich drücke dir meine Daumen!
     
    • # 3
    • 12.05.2018
    • realwoman
    Du musst genaue Situation erklären,weil es viele Fragen gibt.Was ist eine Konvention? Vereinbarung? Wie kann dein Ehemann neue Partnerin haben,wenn du seine Frau bist und im Haus wohnst?Warum kannst Haus finanzieren ohne Einkommen,aber kein Geld für Anwalt?Wart ihr getrennt,aber noch im Haus gewohnt?Dann steht dir Trennungsunterhalt zu und Alimente für Tochter.Klär uns bitte auf.
     
    • # 4
    • 12.05.2018
    • Gast_mn
    Frage zuerst. Warum MUSST du aus dem Haus raus? Weil er das gesagt hat? Wenn er sich scheiden lässt, muss ja er DICH ausbezahlen.

    Ich wusste gar nicht, dass es möglich ist, in Deutschland ohne eigenes existierendes Konto zu leben, da ein Konto Voraussetzung für alle weiteren Schritte ist: Wohnung, Arbeit, Verträge, Gehaltsüberweisungen und letztendlich auch deine Rente.
    Eröffne erstmal schleunigst ein eigenes Konto, wenn du das nicht hast. Das kostet nichts, wirst du aber als Basis für dein zukünftiges, eigenständiges Leben brauchen.

    Generell verstehe ich dein Problem nicht. Es gibt Menschen, die kommen ohne alles nach Deutschland und finden Arbeit und Wohnung, also muss es für dich auch möglich sein. Der Punkt ist: man muss aktiv werden und es einfordern und nicht sofort aufgeben, wenn man an der ersten Türe abgewimmelt wird.
    In Deutschland gibt es das Recht auf ein Dach über den Kopf und eine Grundversorgung. Nicht viel, aber zumindest so, dass man kein verschimmeltes Brot essen muss und eine warme Bettdecke nachts hat. Außerdem gibt es Frauenheime. Allerdings musst du da selber aktiv werden und da hingehen. Diese Leute kommen nicht auf dich zu. Geh überall hin und erkläre deine komplizierte Situation mit einem sehr schwierigen, unterdrückenden Mann.
    Dann gehst du zum Arbeitsamt und erklärst dort auch deine komplizierte Sachlage. Irgend einen Job wird es schon geben.

    Wenn du vor dem Gericht bist, hälst du nicht brav den Mund, sondern erklärst, dass du nichts hast, weil dein Mann dich als Hausfrau ohne Geld gehalten hat. Für ihn hast du deinen Job und Konto aufgegeben und damit eine fehlende Rente in Kauf genommen, die dir jetzt nun fehlt.

    Informiere dich bei den Behörden, was dir zu steht, weil dein Mann, für den du dein Leben als Hausfrau aufgegeben hast.

    Ich würde es auf eine Kontosperrung ankommen lassen. Dein Mann darf dir die Grundbedürfnisse nicht unterschlagen, wenn er das Geld nach Hause bringt und Macht über euer Geld hat und du dein Leben als Hausfrau verbringen sollst. Er ist verpflichtet, dich zu versorgen. Du kannst ja Unterstützung beantragen, und die werden deinen Ehemann dann aufmerksam machen, dass er dir das Geld zuschieben muss. Wenn er das nicht kann, weil er pleite ist, bekommst du Geld vom Staat.

    Statt daheim zu putzen, würde ich dir raten, nutze deine Zeit sinnvoller, um deiner Eigenständigkeit nachzukommen. Schau dich überall um, wo Hausfrauen/Tagesmütter oder Putzfrauen gebraucht werden und putze lieber dort und verdien dort etwas dazu und tu alles auf dein Konto.

    Das Problem ist eigentlich nur, Frauen wie du hatten ein Leben lang jemand, der für sie alles gerichtet hat, deswegen sehen sie null Überlebenschancen. Einen Anwalt brauchst du gar nicht. Du brauchst eine kleine schicke Wohnung und einen netten Job, beides ist kein Hexenwerk, sondern Selbstverständlichkeit, die jeder bekommt, wenn er sich an die richtigen Stellen wendet.
     
    • # 5
    • 12.05.2018
    • Abate Fetel
    Hallo liebe Fragestellerin,
    Dein Nickname hier sollte für dich jetzt Programm sein. Du wirst bald ein neues Leben anfangen und bist dann in vielen Dingen freier als jetzt, selbst bei weniger Geld. Mit Glück und Ehrgeiz und wenn du wieder Kraft hast, findest Du auch einen Job! Ich bin sicher, dass Du froh sein wirst, dieses Ekel bald wirklich los zu sein. Dinge wie Haus, Möbel, Finanzen regeln sich nach und nach. Ich habe mehrere Freundinnen, die nach langen Ehen (Frau übernahm Haushalt plus Kinder, manchmal zusatzlich Teilzeit erwerbstätig, Mann Vollzeitverdiener) mit Kindern nun geschieden sind und alle sagen ausnahmslos, dass es ihnen, trotz geringerem Lebensstandard ohne Mann besser geht. Die Scheidung ging in drei Fällen vom Mann aus und trotzdem: Frau kann sich ihr Leben und ihren Tag selbst gestalten und so manche alltägliche Ärgernisse mit Ehemänner, die sich bedienen und rundum versorgen lassen, fallen weg. Insbesondere die 'ehelichen Pflichten', die schon länger kein besonderes Vergnügen mehr waren.
    Das seien mal die positiven Aspekte, auf die Du Dich konzentrieren solltest.
    Dein Mann verhält sich Dir gegenüber kriminell! Falls ich das richtig verstanden habe, erpresst er dich zum Sex. Das ist ein Straftatbestand und Du hast verschiedene Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Wende Dich an ProFamilia oder eine ähnliche Beratungsstelle von den beiden Kirchen. Siehe Internet. Auch das Frauenhaus ist eine Alternative.
    Wohnt Deine Tochter noch bei Euch? Könnt Ihr bei Verwandten unterkommen, bis die Scheidung ins Rollen gekommen ist? Konto führt ihr beide zusammen? Geh zur Bank und lass dich beraten. Hebe Geld auf Vorrat ab. Noch seid ihr verheiratet und Dir steht Geld zu, insbesondere fürs Kochen usw.
    Vielleicht weiss hier noch jemand besser über die rechtlichen Dinge Bescheid.
     
    • # 6
    • 12.05.2018
    • Mimps
    Hallo NewLife,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Chat-Namen!!!
    Du fängst ein neues Leben an, und du wirst sehen, du schaffst das.
    Ihr habt gemeinsam die Scheidung eingereicht? Hattet ihr dafür nicht einen Anwalt? Dir steht auf jeden Fall Trennungsunterhalt zu. Du musst dich dringend beraten lassen! Wenn dein Mann dir den Geldhahn zu dreht, gibt es im Zweifel Unterhaltsvorschuss vom Jugend- und oder Sozialamt. Du musst dich nicht schämen staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Du solltest weder für ihn kochen oder waschen. Wenn das Konto auf euer beider Namen läuft, kann er die Karte nicht ohne weiteres sperren lassen, bzw. du bekommst ne neue. Läuft das Konto nur auf ihn, kann auch da der Staat in Vorleistung gehen. Und such dir schnellstmöglich Arbeit. Ich weiß, das ist mit der nervlichen Belastung in der du steckst, nicht so einfach. Aber zumindest bei der momentanen wirtschaftlichen Lage sollte es hoffentlich schnell klappen.
    Ich wünsche dir gute Freunde, die dir beistehen.
    Du kannst letztendlich froh sein, den Arsch los zu sein. Du schaffst das. Ich weiß, jetzt sieht alles düster aus. Aber freue dich auf dein NewLife.
    W, 51
     
    • # 7
    • 12.05.2018
    • Nigiri
    Zuerst gehst du auf die Bank und eröffnest ein eigenes Konto.
    Dann wendest du dich an eine Beratungsstelle und lässt dich beraten, was dir an Unterhalt für dich und euer Kind zusteht.

    Und fange Gespräche mit einem neuen Anwalt nicht mit "Ich habe kein Geld um Sie zu bezahlen" an. Kein Wunder, dass dich niemand als Mandantin will. Außerdem hast du, sobald dein Mann euch Unterhalt zahlt und du das Geld aus der Hausausbezahlung auf deinem Konto hast, jede Menge Geld.
     
    • # 8
    • 12.05.2018
    • Lavieestbelle
    Liebe FS, erstmal fühle dich umarmt und dein noch Ehemann soll sich schämen. Was für ein A....Aber wie heißt es so schön? Angriff ist immer die beste Verteidigung. Ihr lebt in Scheidung also Ihr müsst getrennt leben. Er kann dich auf gar keinen Fall aus deinem Eigentum rausschmeißen. Auf gar keinen Fall. Wenn jemand ausziehen sollte, dann ER. Du brauchst weder für ihn zu kochen noch sonst was für ihn erledigen und er MUSS dir Unterhalt zahlen. Geh auf jeden Fall schon am Montag zu deinem Anwalt und schildere ihm deine Situation. Du hast Rechte und kämpfe dafür, um diese zu bekommen. Gehe zum Anwalt, rede gar nicht mehr mit deinem Mann und unterbreche den Kontakt vollkommen zu ihm.
    Was deine Finanzielle Lage angeht, suche dir so schnell wie möglich eine Tätigkeit. Im Moment sieht es eigentlich sehr gut aus, überall wird gesucht und zur Not kannst du Kinderbetreuung anbieten oder wenn du kannst Nachhilfe in der Schule anbieten, Haushalthilfe, Gartenarbeit, Alterspflege. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Du wirst es schaffen. Diese Tage werden bald vorbei sein und du wirst mit deiner Tochter aus dieser Situation rauskommen. Ich wünsche dir sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen. Alles Gute für dich.
     
    • # 9
    • 12.05.2018
    • Tabea
    Hallo liebe Newlife,
    Es tut mir wahnsinnig leid, was Dir gerade passiert.
    Du musst einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen, da Du nur ein geringes Einkommen hast bzw auf 0 gesetzt bist.
    Beratung gibt es bei den einzelnen Gerichten.
    Da ihr ja in der Eist gemeinsam veranlagt sein, muss ggf der Gatte für Deinen gesetzlichen Vertreter aufkommen, das wird Dir alles erklärt.
    2. Melde Dich beim Jobcenter, denn Du musst ja von etwas leben, bzw kommst Dann sofort in die Vermittlung. Das werden nicht die Traumjobs sein, aber es ist erst mal etwas und zeigt Courage.
    3. Du kannst auch zu Hause die Situation aussitzen, machst Dienst nach Vorschrift, d.h. ich würde mal die Fenster ungeputzt lassen.
    Dann hast Du ( vielleicht) Anspruch auf gesetzlichen Unterhalt des Fremdgehers.
    4. Auch wenn Du Tränen in den Augen hast, blicke nach vorn, es kann nur besser werden. Du stehst mit dem Rücken zur Wand.
    Viel Glück.
    5. Da fällt mir noch ein, geh bitte zum Arzt, schildere Deine Situation und lass Dir etwas verschreiben, dass Dir hilft.
     
    • # 10
    • 12.05.2018
    • Frau Gast
    Hallo, Frau Unbekannt, beim Lesen dieses Posts frage ich mich schon, wo sind wir eigentlich?
    " feedback" denglisch
    1. Sofort aufhören ihm die "Putze" zu machen, wenn Sie sich sofort, in dem Haus als getrennt lebend melden, müssen Sie GAR NICHTS für ihn tun, sondern bekommen Trennungsunterhalt.

    2. Sofort eigenes Konto eröffnen, falls "die Kontokarte" eine Zweitkarte ist, und vorher aber soviel Geld abheben, wie möglich (Haushaltsgeld, denn: Hausfrauen steht Taschengeld zu.) ist ihr gutes Recht.
    Da Sie nicht berufstätig sind, ist es seine Pflicht, Ihnen Unterhalt zu zahlen.
    3. Die zurückliegenden "Gewalttätigkeiten" so gut es geht dokumentieren. (Eidesstattliche Versicherung), es gibt auch "Wohnungszuweisungsverfahren", das man anstrengen kann.
    3.Frauenhaus anrufen oder Frauenberatungsstelle aufsuchen: Bei Gewalttätigkeiten (auch wenn sie zurückliegen) muss es Beratung geben, das ist gesetzkich vorgeschrieben, nicht abwimmeln lassen. In jeder Stadt ab mittlerer Grösse gibt es sowas,
    Die Mitarbeiterunnen dort haben Kontakt zu Anwältinnen, welche auf Prozesskostenhilfe-Basis arbeiten, denn das mit "kein Mandat annehmen können" war natürlich eine billige Ausrede.
    Und das steht Ihnen absolut zu, denn es ist nicht anzunehmen, dass der werte Herr einen Euro freiwillig zahlt.

    Nur müssen Sie sich aufraffen, Ihre Situation den Beratungstellen unbeschönigt zu schildern, egal, wie dumm man sich dabei vorkommt, etliche andere Frauen sind auch hereingefallen und das ist erstmal eine gute Erkenntnis, damit die Ausnutzerei aufhört und man schlauer wird.
    Ausserdem wäre es ratsam,statt zu schreiben, erstmal zu telefonieren, geht schneller und es gibt weniger Missverständnisse (man muss halt am Telefon etwas ausdauernd sein, wenn es nicht gleich klappt, dringend um Rückruf bitten oder mehrmals versuchen)
    Zum Frauenberatungsstelle aufsuchen, notfalls in eine andere Stadt fahren, es ist immens wichtig, Beratung zu bekommen, welche die Rechte der Frau vertritt, denn das ist nicht selbstverständlich

    Auf keinen Fall würde ich zu dieser Anhörung vor Gericht ohne Anwaltlichen Beistand gehen, dass Sie da von Profis, die ihren Mann verrtreten, über den Tisch gezogen werden, ohne es zu merken, suchen Sie so lange, bis Sie eine Anwältin finden, welche die Rechte der Frau vertritt., auch wenn es umso länger dauert, er muss sowieso Trennungunterhalt zahlen, und bestehen Sie später dafür auf einem vollstreckbaren Titel, sonst schauen Sie da wieder in die Röhre. (Sprüche, wie: das ist doch nicht nötig, und so ähnlich, nicht beachten.
    Nicht unter Druck setzen lassen, es steht Ihnen als Hausfrau GESETZLICH Trennungs- Unterhalt zu, sogar, wenn Sie sich der Scheidung widersetzen, das würde ich in Ihrem Falle erstmal tun, (Trennung ja, aber nicht mit Tritt in den Hintern),
    Er weiss ganz genau, dass er diese Pflicht hat, solche Typen wollen nur Angst verbreiten.
    Das sollte für den Anfang für genug Aktion sorgen ,Kopf nicht hängen lassen...toi toi toi
     
    • # 11
    • 12.05.2018
    • sonrix
    Du brauchst einen Anwalt. Es muss keiner aus Deinem Heimatort sein. Und es gibt sicher genug Anwälte für Scheidungsrecht, die solche Streitigkeiten gerne übernehmen.

    Denn das Honorar richtet sich nach dem Streitwert und der ist bei einem gemeinsamen Haus entsprechend hoch. Insofern ist das ein attraktiver Fall.
     
    • # 12
    • 12.05.2018
    • Lebens_Lust
    Wir haben in Deutschland klare Gesetze. Du bekommst in der Trennungszeit grob gesagt 3/7 des Einkommens. Einen Anspruch auf das Haus gibt es natürlich nicht. Für keinen von beiden. Oft landen die Häuser in der Versteigerung, zum Schaden von beiden. Es macht daher nur Sinn, eine friedliche Übereinkunft zu treffen. Du wirst sicher eine Ausbildung haben, die Dir ermöglicht, zu arbeiten (oder auch ein Haus zu bezahlen). Leben wirst Du künftig auf dem Niveau, das Deiner Ausbildung entspricht. Sorry, das weiß in Deutschland seit 30 Jahren jeder. "Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin" gilt nicht mehr. Wenn Kinder nicht mehr im Vorschulalter sind, ist "kein Einkommen" nicht seine Schuld. Du solltest da im eigenen Interesse aktiv werden.

    Für seinen Haushalt bist Du nicht zuständig, das ist im Rahmen einer Scheidung sogar hinderlich. Auch Du kannst kommen und gehen, wie Du willst, ohne dass er Verfügungsgewalt hat. Ich denke, es macht Sinn, wenn Du Dich anwaltlich beraten lässt und ihm anbietest, Deinen Anwalt gemeinsam für die Scheidung zu nutzen. Anrufen, vorbeigehen. Keine Ausreden, handeln. Die Zeit spielt gegen Dich.
     
    • # 13
    • 12.05.2018
    • Anemona
    Hole dir Beratung und Unterstützung!

    So, wie du das schilderst, seid ihr noch gar nicht in der Trennungszeit. Die zählt erst, wenn du nicht mehr den Haushalt für ihn führst. Und du hast dann auch Anspruch auf Trennungsunterhalt. Du kannst dir das Haus zusprechen lassen, zumindest für die Trennungszeit.
    Soll er doch ausziehen.
    Wenn er wieder gewalttätig wird, muss er sowieso gehen (Gewaltschutzgesetz).
    Mach dich zunächst online schlau, google mal unter Trennung etc..
    Dass alle Anwälte so beschäftigt sind und keine neuen Mandate nötig haben, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Nicht anschreiben, sondern abtelefonieren. Du willst eine Erstberatung wegen Trennung/ Scheidung.
    Gehe darüber hinaus zu einer Beratungsstelle, beispielsweise von der Stadt oder der caritas für eine erste Orientierung. Vielleicht können sie dir einen Anwalt empfehlen. Wenn du kein Geld hast, hast du Anspruch auf Beratungshilfe. Gehe mal zum Amtsgericht und frage wo du einen Beratungsschein bekommen kannst, mit dem du dann kostenlos einen Anwalt aufsuchen kannst.
    Sichere deine recht und lass dich nicht von deinem Mann in deiner Unwissenheit über den Tisch ziehen.
    Als Hausfrau und Mutter hast du wertvolle Familienarbeit geleistet. Und die wird honoriert durch Unterhaltsansprüche, Versorgungsausgleich usw.
    Ob und wie du wieder in eine Berufstätigkeit einsteigst, kannst du später immer noch sehen. Kümmere dich erst mal um deine Rechte und Ansprüche, die du gegen deinen Noch-Ehemann hast. Das hat oberste Priorität!
    Stell dein Licht nicht unter den Scheffel!
    Du bist weder machtlos noch dumm. Und das zeigst du ihm jetzt. Du schaffst das!
     
  2. Hey, das ist wirklich eine beschissene Situation...
    Wie sieht es denn mit dem Konto aus? Ist das ein gemeinsames Konto, also habt ihr beide die Vollmacht darüber oder wirklich nur er?
    Wie viel kannst du pro Tag abheben? Ist das irgendwie begrenzt? Wenn nicht, dann würde ich empfehlen so viel wie möglich abzuheben, um auf jeden Fall genug Geld für die nächsten 6 Wochen zu haben und anschließend dein Ding zu machen.

    Hast du eventuell eine Freundin/einen Freund, zu denen du eine Weile gehen könntest? Vielleicht hat ja jemand ein Ferienhaus, dass du für den Zeitraum beziehen könntest.

    Ich denke für dein eigenes Wohlergehen ist es jetzt wichtig, dass du aus seinem direkten Umfeld wegkommst. Um dafür die richtige Unterstützung zu erhalten, musst du natürlich ehrlich mit den Leuten sein und ihnen sagen, dass du den Wohnraum eventuell länger benötigen könntest, wenn er zum Beispiel auf die Idee kommt die Schlösser am Haus auswechseln zu lassen, während du mal nicht da bist.

    Ab welchem Zeitpunkt man dort Zuflucht suchen kann weiß ich nicht, aber es gibt eigentlich immer in der Nähe Frauenhäuser, die einen dabei unterstützen können. Denn dir die finanziellen Mittel zu entziehen ist definitiv eine Form psychischer Gewalt.

    Ich weiß nicht wo du wohnst, aber zum Beispiel hier in Hamburg wird eine kostenlose Rechtsberatung angeboten, bei der man zwar keinen Anwalt zur Seite bekommt, die aber den Fall mit einem durchgehen und einen dabei unterstützen ein Schreiben aufzusetzen oder weitere Vorgehensweisen eröffnen. Das sollte man via Internet rausfinden können.

    Auch wenn du aktuell keinen Job hast, gibt es ja manchmal zeitlich befristete Stellen, wie Ausschenken bei Events oder andere kleinere Sachen. Damit könntest du dir nach und nach eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit aufbauen, wenn du das immer zur Seite legst. Außerdem tut es gut, mal rauszukommen und an was anderes zu denken.

    Ich wünsche dir erst einmal viel Kraft und alles Gute!
     
    • # 15
    • 12.05.2018
    • Andere Frau
    Es gibt Sozialberatungsstellen durch Vereine, z.B. Diakonie oder der CARITAS, diese sind vertraulich und kostenlos. Wenn Du niemanden hast (Freunde, Familie), bei dem du unter kommen kannst oder Dir heimlich Geld für einen Anwalt vorstrecken können.
    Gehe auch zum Sozial- oder Arbeitsamt und lasse Dich dort beraten, zu Deinen Rechten, zum evtl. Anspruch auf eine Sozialwohnung und möglichen Sozialleistungen. So wie es jetzt aussieht, kann Dein Mann Dich von heute auf morgen vor die Tür setzen und mit Peanuts abspeisen. Frage auch beim Frauenhaus nach, ob Du dort Möglichkeit hast vorübergehend unterzukommen, um langsam wieder Fuß zu fassen. Frage auch bei den Sozialberatungsstellen nach, wegen Prozesskostenhilfe (ein Darlehen, was man in Raten zurückzahlen muss). Meines Wissen kann man einen Antrag stellen, wenn man Sozialleistungen bekommt.
    Du hast anscheinend wohl aktuell keinerlei finanziellen Mittel oder Rücklagen, vlt. greift dies bei Dir trotzdem...in jedem Fall fragen, wo & wie.
    Du könntest auch heimlich irgendetwas von Deinem Besitz verkaufen und das Geld nehmen, um bei/mit einem Anwalt ein Beratungsgespräch zu führen (60-100 €). Dafür gehe direkt zu einem Anwalt für Familienrecht in seine Kanzlei, auch wenn Du dafür ein paar Kilometer fahren musst. Manche Anwälte verzichten auch je nach der geschilderten Situation des Mandaten auf die Beratungsgebühr.
    Du musst Deine eigenen wirtschaftlichen Interessen anwaltlich durchsetzen, sonst gibt Dir dein Mann wahrscheinlich nur einem notdürftigen Pauschalbetrag für das gemeinsame Haus, obschon dir mehr zustünde.
    Den Vertrag zur Übertragung des Hausanteils sollte man daher immer mit einem Anwalt erarbeiten, weil subjektive Einschätzungen und das pers. Empfinden im Grunde hierfür keine Rolle spielen, sondern allein nur der aktuelle Marktwert nach einem unabhängigen Gutachten. Man sollte darauf achten, aus allen Verträgen zugehörig zum Haus und laufenden Verbindlichkeiten gestrichen zu werden, und nicht allein aus dem Grundbuch, sonst bleibt man weiterhin in der Haftung und es fällt einem beim Trennungsunterhalt vor die Füße. Du und dein Mann müssen den Vertrag unterzeichnen und notariell beglaubigen lassen. Nachträgliche Bearbeitungen sind nicht mehr möglich.
    Ich bin keine Juristin, sondern spreche von meiner besten Freundin, welche vor Kurzen - im Gegensatz zu deinem Mann - sich fair, wohlwollend und großzügig ggü. ihrem Ex-Mann bei der Trennung & Scheidung verhielt. Die Drohungen deines Mannes sind perfide, und das Gegenteil von fair und großzügig. Er nutzt deine finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeit völlig aus, verhinderte Freundschaften, welche Dir jetzt helfend & beratend hätten zur Seite stehen können und zeigt sich in allen Belangen null kooperativ.
     
    • # 16
    • 12.05.2018
    • NewLife
    Hallo zusammen,

    ich glaub' es hackt?!
    Da versucht man bzw. Frau einfach nur nach einem Rat zu fragen und wird mit Anschuldigungen und Beleidigungen nur so bombardiert.

    Es ist nicht so, dass ich weder ein Konto noch Geld habe.
    Mein Geld (rund eine halbe Million wohlverstanden!) steckt in dieser verdammten Hütte hier. Cash habe ich nur noch wenig - aber vermutlich immer noch mehr, als so mancher von euch hier.

    Einen Job habe ich momentan nicht, weil mein Mann und ich uns vor ein paar Jahren geeinigt haben, dass ich mich in erster Linie um die Kinder und den Haushalt kümmere. Was nicht heisst, dass ich nie gearbeitet habe und nicht weiss, wie das Leben funktioniert.

    Es ist einfach eine Frechheit seitens der Männer, wenn sie "nur" arbeiten gehen und abends dann faul auf dem Sofa liegen, während der Tag einer Hausfrau und Mutter noch lange nicht zu Ende ist. Und als Dank dafür, dass man jahrelang alles für ihn und die Familie getan hat, wird man auch noch hintergangen.

    Ich bin bestimmt nicht abhängig von ihm.
    Wie gesagt: ICH habe die Hälfte dieser Hütte finanziert. Wer von euch Frauen kann das schon behaupten? Im Nachhinein hätte ich es lieber nicht getan - aber danach ist man bzw. Frau ja immer schlauer.

    Eins ist wohl klar: in diesem Forum habe ich absolut nichts verloren. Das Niveau hier ist mir echt zu tief.

    Hoffentlich finde ich den Link, um mich wieder abzumelden... ein paar von euch haben ja den Eindruck, ist sei der letzte Neandertaler hier. Nichts für ungut und tschüss!
     
    • # 17
    • 12.05.2018
    • BaumFischFahrrad
    Hallo FS,

    ehrlich, ich kann mal wieder nicht glauben, was ich lese... die Threads hier, von denen ich glaube, dass sie einfach nicht "echt" sein können, reißen im Moment wirklich nicht ab. Ich hoffe, dass es nicht real ist, dass da irgendwo, hinter irgendeinem PC-Monitor, eine Frau wirklich so in Not ist... ich meine, wie kann frau so leben, mitten in Deutschland im Jahr 2018?! Ich weiß, dass es in den 50er und 60er Jahren mal so war... aber bereits während meiner Kindheit, in den 70er/80er Jahren (das ist Jahrzehnte her!) war wirklich jede Mutter meiner Klassenkameraden berufstätig, wenigstens in Teilzeit, und nicht mal unbedingt, weil sie es mußte. Außer vielleicht es gab noch eine Geschwisterkind, das wirklich noch sehr klein war... Und das war vor 30 bzw. 40 Jahren...

    Gehen wir mal davon aus, das ist hier wirklich Dein Ernst... dann hast Du nichts?! Kein Job, kein Geld, natürlich keine Ersparnisse... scheinbar auch keine Familie. Freunde auch nicht? Und bist seit 12 Jahren Hausfrau, die auf gut Deutsch gesagt, von "Tuten und Blasen" keine Ahnung hat und sich vom Gatten wie eine Dienstmagd vor Jahrhunderten behandeln läßt? Ich kann es fast nicht glauben... aber wenn es stimmt, dann gehe unbedingt SOFORT (gleich Montag!) zu einer Beratungsstelle in Deiner Nähe, Caritas o.ä., wie schon ein User schrieb. Des PC's mächtig bist Du ja offenbar, notfalls tun es auch die Gelben Seiten. Die nehmen Dich an die Hand, und helfen Dir. Du wirst wohl einen Beratungsschein für eine kostenlose anwaltliche Beratung bekommen und ggfs. eine kostenlose Wohnmöglichkeit mit Deiner Tochter. Zu Deiner Familie kannst Du offenbar nicht oder zu Freunden? Ich denke, viel mehr als zu einer Beratungsstelle zu gehen, kann man Dir jetzt hier eh nicht raten, da ich glaube, dass das das Maximale ist, das Du überhaupt alleine gebacken bekommst... wenigstens das solltest Du machen. Die haben übrigens auch Psychologen dort, mit denen Du kostenlos sprechen kannst.
     
    • # 18
    • 12.05.2018
    • Amytan
    Guter Tipp, das zog auch sofort durch meinen Kopf. Wenn du wirklich kein eigenes Einkommen hast, ihr (dein Mann und du) aber in einer Gütergemeinschaft lebt, muss ER mit seinem Einkommen für die Anwaltskosten beider aufkommen. Lass dich entsprechend beraten und dir einen Anwalt vorschlagen. Anwälte haben Zeit für eine Scheidung, denn dabei verdienen sie nicht schlecht, da der Streitwert (z.B. euer Haus) das Honorar bestimmt !!

    Wenn ER im Haus bleibt, muss ER dich ausbezahlen - davon kannst du dir dann vielleicht eine kleine Eigentumswohnung leisten. Sollte er sich weigern, kannst du - mit Hilfe deines Anwalts - auch einseitig eine Zwangsversteigerung eures Hauses einleiten, das geht wirklich, ich wollte es nicht glauben (habe es aber bei einer Freundin so erlebt!). Dagegen kann er gar nichts machen, denn die Hälfte des Hauses steht dir zu. Auch wenn eine Versteigerung immer schlechter ist, als ein Verkauf, es ist eine wirksame Drohung.

    Vermutlich wird dir eure Tochter (habt ihr noch mehr Kinder?) zugesprochen und dein Mann wird euch Unterhalt zahlen müssen. Für dich eine angemessene Zeit bis du einen Job hast; für eure Tochter, bis sie mit der Ausbildung (höchstens bis zu ihrem 25. Lebensjahr, glaube ich - weiß aber alles der Anwalt) fertig ist. Hast du Zeugen für die frühere Gewalttätigkeit deines Mannes? Auch wenn es kein Schuldprinzip mehr gibt, würde dir das helfen; schon vor dem Jugendamt.

    Werde aktiv, das wird dich wachsen und deine Demütigung vergessen lassen. Ziehe so schnell wie möglich mit Tochter aus, evtl. zu einer Freundin oder zu Verwandten. Damit gibst du nicht deine Ansprüche auf das Haus auf - aber auch hier solltest du den Anwalt befragen. Jedenfalls solltest du aufhören, für deinen Mann zu kochen und zu waschen ... das musst du dir nicht mehr antun.

    Dein Nickname ist dein Programm !! Viel Glück!
     
  3. 1. Heute Samstag: Du schaust sofort im Telefonbuch oder im Internet nach Anwalt für FAMILIENRECHT. Schreibe alle auf eine Liste mit Telefonnummer. Diese Liste brauchst du für Montag-Nachmittag.
    2. Sonntag: Du nimmst aus dem Ordner alle Konto-Auszüge der letzten 2 Monate und steckst sie heimlich in eine große Tasche.
    Desweiteren legst du auch ALLE Unterlagen in Vermögenssachen
    in diese Tasche: Grundbuch-Auszug des Hauses.Kreditvertrag des Hauses. Alle sonstigen Kreditverträge die es bei euch gibt.
    Den gesamten Versicherungs-Ordner. Alle Lebensversicherungen.
    Alle KFZ Briefe.
    Den gesamten Steuer-Ordner oder die Steuererklärungen bzw. Einkommensteuer-Nachweise oder Lohnsteuer-Nachweise der letzten 2 Jahre von ihm.
    Die Heiratsurkunde. Deine Geburtsurkunde. Die Geburtsurkunde deiner Kinder/Tochter. Deinen Personal-Ausweis.
    30,- Euro Bargeld in die Tasche legen!
    Diese Tasche absolut sicher verstecken - in deinem Auto.
    Der Mann darf keinen Schlüssel für dein Auto haben.

    3. Montag früh aufstehen! Sei um 8:00 Uhr im Amtsgericht deiner Stadt mit dieser Tasche!
    Dort stellst du Antrag auf einen Schein für 'BERATUNGS-HILFE'
    Diesen Antrag musst du im Flur ausfüllen.
    Dann mit dem Antrag ins Zimmer der Rechtspfleger/in gehen und die Situation schildern. Sage dass du kein Geld hast für einen Anwalt und du dringend Beratung bei einem Anwalt brauchst!
    Die Rechtspfleger/in muss dir sogenannte 'Beratungs-Hilfe' gewähren. Das ist ein Formular, mit dem du dann zu einem Anwalt deiner freien Wahl gehen kannst. Dort bekommst du für die Gebühr von etwa 20,- Euro eine Erst-Beratung. Normalerweise wird der Anwalt dann den gesamten Fall übernehmen und dir für das Trennungs-Verfahren und spätere Scheidungs-Verfahren sogenannte Prozesskosten-Hilfe beantragen!

    4. Damit du aber den richtigen Anwalt bekommst, musst du am Montag unbedingt alle Anwälte durchtelefonieren, die du dir heute auf die Liste geschrieben hast!
    Du musst den Anwälten sagen, dass du einen Beratungs-Hilfeschein hast und sie fragen ob sie bereit sind, dafür zu arbeiten!
    Es arbeitet nicht jeder Anwalt auf Beratungshilfe-Schein.
    Aber diejenigen die es tun, werden normalerweise den Fall übernehmen und auch für PKH arbeiten.
    5. Zum Anwalt wirst du dann wieder die Tasche mit allen Unterlagen mitnehmen. Mache den Termin so schnell es nur geht!
    Ab da hast du Rückendeckung!

    6. Am Dienstag Vormittag 8:00 Uhr gehst du gleich mit der Tasche zum Jobcenter deiner Stadt. Bitte um Hilfe. Und sage dass du Unterstützung brauchst für dich und deine Tochter. Damit der Antrag ab diesem Tag gilt, für den Fall, dass der getrenntlebende Ehemann keinen Unterhalt bezahlt. Damit euch Wohngeld und Versorgung und Krankenkassenleistungen etc. zumindest als Grundversorgung gesichert ist.


    Alles Gute!
     
    • # 20
    • 12.05.2018
    • Lavieestbelle
    Noch ein Hinweis und eine Idee: Es gibt auch Anwälte, die telefonisch eine Erst Beratung kostenlos anbieten. Dann gibt es noch online und telefonische Beratung, wo die Anwälte pro Minute bezahlt werden und die Bezahlung geht über die Telekomrechnung. Es kostet nicht sehr viel. Ich denke, dass für dich diese Möglichkeiten sehr schnell Klarheit bringen. Dann gibt es noch telefonische Seelsorge, die Rund um die Uhr erreichbar ist. Die können dir auch helfen und dich stärken. Auch Frauenhäuser können eine Hilfe sein. Nur Mut und viel Erfolg!
     
    • # 21
    • 12.05.2018
    • Libelle123
    Liebe Newlife, es gibt für außergerichtliche Verfahren die sog. Beratungshilfe. Das ist eine Sozialleistung für Bedürftige, die kein Geld für die Beratung beim Anwalt haben. Alle weiteren Informationen (wo Du den Antrag stellen musst usw) und ob Du die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieses Dienstes erfüllst, erfährst Du im Netz. Du schaffst das!
     
    • # 22
    • 12.05.2018
    • Vikky
    Liebe FS,
    hör' auf, Dich hinter dem Staubwedel zu verstecken und weiterzumachen wie immer. Das Spiel ist vorbei.
    Du hast einen Inzernetzugang, kannst Online-wasauchimmer bedienen. Also hör' auf für ihn zu putzen und kümmere Dich darum, wie Du ohne Einkommen eine juristische Unterstützung bekommst und natürlich endlich um ein eigenes Einkommen.

    Und ansonsten: der Mann ist weg. Er bereitet sein neues Leben mit einer neuen Partnerin vor.
    Die Zeiten von "Chefarztgattin forever" sind vorbei: kümmere Dich um einen Job, um Deinen Lebensunterhalt selber bestreiten zu können. Das neue Scheidungsrecht hat dafür gesorgt, dass Dir nichts anderes übrig bleibt - zu Recht.

    Wenn Haushalt, putzen, kochen Deine Welt ist - auf gehts. Die Pflegereform im Bereich Pflegestufe 1 = hauswirtschaftliche Leistungen (Entlastungsbetrag) hat für eine nicht abzudeckende Nachfrage in dem Bereich gesorgt. Ärmel hochrollen und loslegen, statt Dauerwehklagen.
     
    • # 23
    • 13.05.2018
    • Stern12345
    Oh weia, du bist ja total hilflos! Kein Wunder dass dein (Noch) Mann dich so mies behandelt.

    Hier mal eine kleine Hilfestellung, damit du einen Anfang findest, den du dringend brauchst.

    1. Suche weiter nach einem Anwalt! (Scheidungs- u. Familienrecht). Schildere am Telefon wie dringend es ist.

    2. Suche eine Beratungsstelle auf (Caritas oä.). Dort wird dir geholfen! Unter anderem wird dir erklärt, was du tun musst um einen Beratungsschein für den Anwalt zu bekommen, sodass dich dieser nichts kostet. Wenn du kein Geld hast, musst du keine Anwalts- und Prozesskosten bezahlen- nennt sich Prozesskostenhilfe. Hierzu wird dich aber dein Anwalt beraten.

    3. Gehe in eine Sparkasse und eröffne ein kostenloses Girokonto! Das brauchst du!

    4. Such dir eine Arbeit! Und wenn es nur Teilzeit oder ein Minijob ist. Das stärkt dein Selbstbewusstsein und das hast du dringend nötig. Zudem löst du dich aus deiner finanziellen Abhängigkeit zu deinem Mann.

    Lass dir von deinem Mann keinen Quatsch erzählen. Wenn du beim Anwalt warst und er dir dann den Zugriff auf das Konto verweigert, wird dein Anwalt ganz schnell dafür sorgen, dass ein Gericht ihn zu Unterhalt für dich und das Kind verdonnert. Aus der Nummer kommt er nicht raus! Ihr wart mehr als 10 Jahre verheiratet. Deine finanzielle Existenz ist mindestens für die nächsten 4 Jahre gesichert.

    Im übrigen musst nicht du ihn auszahlen, sondern er dich, wenn er verlangt dass du ausziehen sollst. Vorraussetzung ist, ihr steht beide im Grundbuch bzw. die Kreditverträge habt ihr beide unterschrieben.

    Lass dir eines gesagt sein: du hast keine Pflichten mehr zu erfüllen, damit du weiter in eurem Haus wohnen darfst und Geld für Lebensmittel und den normalen Lebensbedarf hast. Du warst 12 Jahre verheiratet und hast ein gemeinsames Kind mit deinem Mann. Das Gesetz sieht vor, dass er euren (für dich und das Kind) zu Ehezeiten gelebten Lebensstandard anteilig nach Ehedauer weiter mit tragen muss. In deinem Fall mindestens 3-4 Jahre.

    Also hab keine Angst und wehre dich!
    Dein (Noch)Mann befindet sich in der deutlich schlechteren Position und das wird ihm dein Anwalt sehr schnell klar machen.
     
    • # 24
    • 13.05.2018
    • Tom26
    Zunächst - Rechtsanwalt ist unabdingbar.
    "Fachanwalt für Familienrecht" - das ist der Begriff, nach dem du suchen solltest.
    Zu deiner Beruhigung - dort ist man an solche Fälle gewöhnt, weiss, was zu tun ist und hat auch eine Checkliste für dich zur Hand.
    Richte dich auf sehr viele Fragen ein - denn nur, wer Bescheid weiss, kann dich wirklich vertreten. Leg also alles auf den Tisch - auch den Teil, von dem du annimmst, dass er dir schaden könnte. So kann dein Anwalt keine böse Überraschung erleben. Was wiederum dir nutzt.
    Dir wird nicht alles gefallen, was dein Anwalt dir rät oder sagt - da musst du durch. So ist es eben, du willst aus der von dir als "demütigend" beschriebenen Situation heraus - also musst du die richtigen Dinge machen. Auch unangenehme.
     
    • # 25
    • 13.05.2018
    • Tini_HH
    Also das glaube ich nicht, dass kein Anwalt Zeit hat!
    Mach einen Termin für ein Erstgespräch aus - und zwar gleich morgen. Eine Erstberatung kostete 200€ - nimm dazu alle Unterlagen mit - Steuerberatung/-erklärung, Unterlagen über das Haus.
    Wenn du die Scheidung einreichst, ist dir dein Mann zum Trennungsunterhalt verpflichtet. Und zwar so, dass der Bedarf dessen gedeckt ist, was du in der Ehe bekommen hast, bzw. benötigt hast.
    Da du nicht arbeitest und ihr zusammen Kinder habt, muss er dir auch den Umzug zahlen inkl. der Miete.
    So einfach kommt er da erst mal nicht raus.
    Lass dich nicht einschüchtern. Richte Dir ein eigenes Konto ein - morgen!! Und überweise darauf Geld. Und am besten noch einen Dauerauftrag.
    Ich habe sofort einen Beratungstermin bekommen. Für eine Erstberatung haben die immer Zeit - und wenn du erst mal da bist, findet sich auch ein Anwalt, der dich vertritt.
    Einen Job musst du natürlich früher oder später wieder finden, aber ihr habt zumindest ein Trennungsjahr. Mindestens.
    Lach deinem Mann ins Gesicht. Der wird sich noch wundern. Eine Frau, die nicht arbeitet und kinder hat, wird bei Scheidung und v.a. im Trennungsjahr extrem teuer - für ihn.
     
    • # 26
    • 13.05.2018
    • Tini_HH
    Wenn du einen Anwalt hast und dein Mann den Geldhahn abdreht, wird sein Konto gepfändet - das geht ratzfatz. Hat mein Mann damals auch gedroht, meine Anwältin hat sich das nicht eine Sekunde bieten lassen. Anwälte kennen solche Männer wie deinen - die essen den zum Frühstück - der ist bald ganz klein mit Hut.
    Wenn ihr sie Scheidung schon eingereicht habt, steht Dir ab diesem Tag Trennungsunterhalt zu. Und hör auf, den Haushalt für ihn zu machen. Und zu kochen.
    Geh essen mit Deiner Tochter. Sei einfach nicht da. Trink nen Wein bei ner Freundin abends. Plane ohne ihn.
    Heb morgen gleich Geld ab und geh morgen zum Anwalt. Eine Erstberatung kriegen die immer unter.
     
    • # 27
    • 13.05.2018
    • Matrix
    Witzig, wie du hier loszeterst, während du deinem Mann anscheinend nichts entgegenzusetzen hast.

    Du bist gar nicht abhängig von ihm und dir gehört das halbe Haus? Wo ist dann das Problem? Dann soll erst mal er ausziehen.

    Lies doch nochmal deine Anfrage durch. Du stellst dich als unterdrücktes, geschlagenes Hausmütterchen dar, aber wunderst dich über die Antworten, die darauf Bezug nehmen?

    Wenigstens bist du jetzt wütend, das ist wesentlich hilfreicher als rumjammern. Mach was draus!
     
    • # 28
    • 13.05.2018
    • Possi_87
    Wer vor Gericht (das gilt besonders bei einer Scheidung) ohne Anwalt auftaucht "kann gleich einpacken" wie man so schön sagt. Da wird man dann über den Tisch gezogen und bekommt nicht mal 10% was einem zusteht.

    Da ihr 12 Jahre zusammen wart hast du immense (lebenslange) Ansprüche gegenüber deinem Mann. Der wird richtig bluten müssen wenn du es richtig anstellst.
    Im Grunde kämpft du gerade um deine Existenz und den Kampf musst du kompromisslos führen.
     
    • # 29
    • 13.05.2018
    • silencea
    Tja, wenn du nun doch Geld hast und ein eigenes Konto und das halbe Haus, ist es doch nicht sooo schlimm! Wäre einfacher gewesen, du hättest das gleich geschrieben.
    Wenn du Geld hast, suche dir gleich mehrere Anwälte. Zur Not etwas weiter weg. Es ist nicht schwer einen Anwalt zu finden. Es ist schwer einen guten Anwalt zu finden.
    Bringe deine Unterlagen in Sicherheit, aus dem Haus.
    Wenn dein Mann dir droht… dann sage ihm, er wird eben alles auf einen Schlag nachzahlen müssen, was er dir jetzt verweigert.
    Wenn er dich nicht auszahlen kann, versucht gemeinsam zu verkaufen. Eine Versteigerung bringt nur einen Bruchteil.
     

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