1. Wie hättet Ihr reagiert?

    Letzte Woche Di geriet mein komplettes Leben aus den Fugen. Ich hatte 4 Stunden Zeit mich von meinem bisherigen Leben zu verabschieden, hüte seither die Klinik, aus der ich nicht weiß, ob ich je wieder heraus kann.
    Meine Diagnose könnte niederschmetternd nicht sein, mein Leben steht täglich auf der Kippe.
    Nun mag ich hier bitte keine Beileidsbekundungen, eher eine Erklärung . Auch bitte keine Absolution meines Verhaltens. Ich hab derzeit ne krasse Anpassungsstörung, das weiß ich selbst.
    Nun habe ich mich gestern von meinem Freund getrennt. Per sms.
    - von ihm kam seit dem Tag täglich eine sms, wie es mir gehe-mehr nicht...
    -als ich ihn fragte, ob wir telefonieren... also er spreche grad mit Anwalt, später
    -später war er aber angeblich auf Couch eingeschlafen
    -jeden Tag versprach er mich zu besuchen, jeden Tag verschob er es auf einen nächsten
    - als ich ihm sagte, ich werde vllt. bald sterben kam: schönen Abend , bis morgen
    -nun ist er das Wochenende nach Italien gefahren, da habe ich die Beziehung beendet...
    Seine Reaktion- ja er sei in Italien sein Onkel sei verstorben.

    Ich glaube ihm kein Wort.
    Entschuldigend muss man für ihn vielleicht sagen, dass er nicht gut deutsch lesen kann. Ich ihm aber den Text ohnehin in meinem nicht ganz perfekten italienisch schrieb.
    Manche Menschen können vielleicht mit Situationen nicht so umgehen, aber das war mir einfach zu krass.So wenig Empathie. Am Dienstag sagte er noch: wir schaffen das, egal was passiert, wir heiraten bald....Jeder meiner Freunde meldet sich ständig, ich wäre umgekehrt voller Sorge und Aufregung . Säße wohl Tag und Nacht an seinem Bett...Und er : schläft auf der Couch ein, schläft jeden Tag bis mittag, ist nie erreichbar , täglich ein sms- ohne weitere nachfragen. Einmal sagte er es sei schade, das ich ihn ignoriere? öhm da lag ich leider nur für paar Stunden auf der Intensivstation und konnte mich nicht melden.
    Versteht Ihr solch Menschen? Ich bin so enttäuscht.
    Gibt es sowas?
     
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  3. Liebe FS,

    hast du Schluss gemacht aufgrund seines Verhaltens oder unabhängig davon?
    Ich könnte mir vorstellen, dass er Angst hat und daher so reagiert. Mit Angst geht jeder anders um. Einige werden agressiv, andere haben Angst damit konfrontiert zu werden und meiden daher den Kontakt zur geliebten Person. Andererseits weiss ich nicht wie eure Beziehung vorher ablief und ob er da auch schon so unzuverlässig und rücksichtslos war.

    Normalerweise wäre derjenige jetzt bei dir und würde dir beistehen. Er tut es aber nicht. Hier sollte man aber auch nochmal hinter die Fassade blicken. Wie sieht sein Leben aus? Wie alt seid ihr?
    Hat er womöglich Depressionen oder sonst was?
    Aus deinem Text kann man jetzt nicht viel herauslesen.

    Es ist schön, dass du zumindest Freunde hast, die sich kümmern und bei dir sind.

    Zu deiner Frage: ja ich hätte vermutlich aus Enttäschung auch so reagiert. Für mich gehört das zu einer Beziehung dazu füreinander da zu sein. Das war ja hier nicht gegeben. Du bist zu recht enttäuscht.
     
  4. Liebe FS,

    ich denke, diese Nachricht ist bei deinem Freund noch nicht angekommen. Dein Freund steht unter Schock und in solchen Situationen reagiert man paradox. Auch wenn es schmerzhaft ist, beziehe das nicht auf dich.

    Fühle dich umarmt!
     
  5. Wenn ich dich richtig verstehe, befindest du dich gerade in einer Klinik und in einer lebensbedrohlichen Situation. Also mal langsam. Wichtig ist zunächst, dass du wieder gesund wirst. Beziehungsdramen posten bei elitepartner.de ist vielleicht nicht gerade förderlich.

    Ich verstehe deine Unsicherheit. Aber kannst du zunächst einmal versuchen, nur an dich selbst zu denken und wieder ganz gesund zu werden? Kannst du den Italiener ausblenden und dich auf dein eigenes Leben konzentrieren? Das ist sicher leichter gesagt als getan, aber wenn du jetzt stirbst, ist niemandem geholfen. Wenn du aber gesund wirst, kannst du den Italiener später immer noch zur Rede stellen und herausfinden, was er für dich ist und was er will. Er läuft dir nicht davon. Du wirst ihn auch in 6 Woche noch erreichen. Hast du Freunde, die dich besuchen und denen du dich anvertrauen kannst? Dann sprich mit ihnen, hol dir Zuspruch. Nutze die Psychologen der Klinik für Gespräche. Denk an dich und deine Gesundheit. Alles Gute!
     
  6. @lebenswert

    Vielleicht hat dein Ex-Freund eine Krankenhausphobie und hat dich deshalb bisher nie besucht oder du bist ihm nicht so wichtig oder es passt eben nicht zwischen euch. Vielleicht bist du ihm aber einfach auch nur zu anstrengend. Aus dem was du schreibst ist jedenfalls nur Frust zu lesen.

    Wenn du ihm kein Wort glaubst und nur noch enttäuscht von ihm bist, war es doch die logische Folgerung, dass du Schluss gemacht hast.

    Wie wäre es, wenn du - aufgrund deiner "derzeit krassen Anpassungsstörung" mal ohne Freund leben würdest?
     
  7. Dann ist doch alles gegessen, was gibt es dir noch zu diskutieren?
    Du bist du, er ist er, warum lässt du dich noch auf ihn ein?
    Natürlich gibt es sowas, sonst hättest du ja nicht so was, du brauchst einen Menschen nicht verstehen, es reicht wenn du weißt, dass er nicht richtig ist und er nicht passt. Wäre ich an deiner Stelle, ich hätte ein solcher Mensch aus meinem Leben raus genommen, ich tue mir so etwas mit solchen Menschen nicht an und lasse mir nicht die letzte Energie rauben, mach das auch, du hast ein solcher Mensch nicht verdient und ein solcher Mensch hat dich nicht verdient.
     
  8. @Amarillys

    Danke für Deine Antwort. Aber das sollte hier ganz sicher kein Beziehungsdrama werden, sondern für mich eine Art Verständnis-weil ich es nicht glauben kann. Ich selbst nie so reagiert hätte.
    Leider ist eine Gesundung für mich nicht fassbar und auch unrealistisch zum aktuellen Zeitpunkt. Die Ärzte meinen nur, es wird ein monatelanger Klinikaufenthalt. Die Ärzte können mir gerade ungenau voraussagen was morgen ist. Mehr Prognose wagen sie nicht. Auch ob ich morgen oder nächste Woche versterbe, ist von vielen möglichen Komplikationen abhängig. Es ist halt täglich möglich. Ich will dennoch nicht aufgeben und hoffe:
    aber darum geht es nicht , sondern ich hätte mir gewünscht, dass mein Freund für mich da gewesen wäre in dieser schweren Zeit. Wir sind nun keine kleinen Kinder mehr und lange zusammen. Meine Freunde und meine Familie tuen es ja auch, nur eben er nicht. Aus diesem Grund habe ich es beendet. Tja. Ansonsten habe ich ein großes Netzwerk an Hilfeleistungen, onkologischen Diensten, Psychologen, Psychiatern , Familie, Freunde... etc. -zum Glück.
     
  9. Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Wie auch immer dein Zustand ist, solltest Du jetzt erstmal gesund werden. Alles andere lässt sich später auch regeln. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber wenn ich schwer krank wäre und vielleicht das ganze nicht überleben würde, wäre mein letztes Problem hier etwas zu Posten.
     
  10. Du bist verwirrt und voller Angst und in Deiner Situation darfst Du das auch sein. Ich hätte vermutlich genauso reagiert wie Du, aber ich weiß es nicht. Du bist in einer lebensbedrohlichen Situation, und wie man in solchen Krisen reagiert, weiß man vorher nicht. Ich kann gut verstehen, daß Du im Moment um Hilfe in allen Richtungen suchst, auch vom Krankenbett aus auf diesem Forum, weil Dein Partner sich so komisch verhält.
    Aber hör zu, @lebenswert, es gibt in Deinem Leben im Moment nur eine einzige wichtige Person, auf die Du jetzt bitte alle Aufmerksamkeit richten solltest- und das bist Du selbst, im Jetzt. Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, darüber nachzudenken, was Dein Ex-Freund tut, wo er ist, warum er wie reagiert oder was auch immer. Laß ihn, wo und wie er ist. Bedenke: Wenn wir uns ärgern, verletzen wir uns nur selbst. Ziehe die Energie, die Du in die Grübeleien über ihn steckst, aus diesem Thema ab und fokussiere Dich nur auf Dich und den gegenwärtigen Moment.
    Wenn Du die Zeit haben wirst, kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt klären, was zu klären wäre. Wenn nicht, ist es umso wichtiger und wertvoller, die verbleibende mit dem zu füllen, was Dir jetzt hilft. Für Dich sind jetzt Ärzte, Pflegepersonal und Deine Freunde die einzig wichtigen Menschen. Es sind jetzt nur Du selbst und jene wichtig, die bei Dir sind.
    Konzentriere Dich auf Dich und die Menschen, die Dir helfen und gut tun.
    Ich wünsche Dir ein Wunder und schicke Dir die besten Wünsche an Dein Bett.
     
  11. Ich denke, er nimmt dich nicht ernst bzw. hat keinen Respekt vor dir. Vermutlich weil du ihm zu sehr überreagierst. Wir wissen nicht, wo und warum du in einer Klinik bist. Vermutlich wegen einer Persönlichkeitsstörung oder wegen Suizidverdachts. In beiden Fällen kann dich ein Mann nicht ernst nehmen. Vermutlich kennt der Mann dein Verhalten und du hast so ein aufgebrachtes Verhalten öfters durchgezogen, so dass er dich nicht ernst nimmt.

    Ja, dann sollte es kein Später mehr geben. Du hast die Zügel in der Hand!

    Auch dann hätte ich den Kontakt zu ihm beendet. Das hat doch so keinen Wert. Zum Bettler würde ich mich nicht machen, auch in der Klinik nicht. Auch weil Männer ziemlich hilflos in solchen Momenten sind. Sie können eine Frau nicht betüteln. Und wenn er Italiener ist, dann ist er weniger ein fürsorgliches Weichei als ein deutscher Mann.

    Naja, entweder stirbst du nicht und du suchst nur Aufmerksamkeit (was er ahnt) oder er nimmt dich nicht ernst. In diesem Fall würde ich aufhören, die Aufmerksamkeit bei ihm zu suchen.

    Ich denke einfach, er nimmt dich nicht ernst, bzw. weiß, dass du in deiner Klinik sicher bist. Ich denke, er mag dich, sonst würde er gar nicht mehr schreiben, aber er versucht dich zu erziehen. Vielleicht ist ihm dein Verhalten auch einfach zu nervig.

    Mein Tipp wäre zu schauen, dass du in der Klinik gesund wirst und auch emotional/geistig reifst, so dass du ihn nicht mehr so stark brauchst.
     
  12. Liebe lebenswert
    Ja, es gibt solche Menschen. Und nein, ich verstehe sie auch nicht.
    Vielleicht haben diese Menschen nicht genug Einfühlungsvermögen für solche Situationen, z.B. weil sie selber nie krank waren. Oder haben nie für andere da sein müssen, weil man sie zu sehr verwöhnt oder aus anderen Gründen wenig von ihnen erwartet hat. Oder - vielleicht gerade der umgekehrte Fall - sind sie aus irgendeinem Grund enorm traumatisiert von früheren Geschichten und steigen da mal eben komplett psychisch aus.
    Jedenfalls, du bist zu recht enttäuscht. Ich verstehe, dass du dich getrennt hast. Aber @amaryllis2015 hat ganz Recht. Fokussiere du dich, so gut es geht, auf die lieben Menschen an deiner Seite, aufs Überleben, auf Gespräche mit verständnisvollen Personen.
    Es berührt mich gerade sehr, dass ich hier jemandem schreibe, der irgendwo in einem Spitalzimmer liegen muss. Ich wünsche dir positive Energie für diese Zeit.
    Wenn mich etwas überwältigt, versuche ich manchmal, radikal zuzulassen, zur Kenntnis zu nehmen und es nicht mehr zu erklären. Auch nicht erklären zu wollen, warum mir das passiert. Den Schmerz, die Wut, für einen Augenblick alles zulassen. Und dann allmählich alles wieder loslassen.
     
  13. Du willst kein Mitleid? Okay, dann kriegste auch keines.

    So wie das klingt, hattet ihr sowieso nicht so eine enge, wertschätzende und zutiefst verbundene Partnerschaft, insofern hast du doch an ihm sowieso nichts verloren.

    Ich meine, wer bis mittags schläft, macht das ja auch nicht erst seit gestern.

    Ich würde mal sagen, du hattest dir vielleicht so oder so eher eine Luftnummer als Freund geangelt.

    Keine Ahnung, wie tief euer sonstiges Verhältnis so war, das ist jetzt das geringste, worum du dich kümmern solltest.
     
  14. ich gehe mal davon aus, dass er schon die ganze Zeit nicht anders war. Da passiert dann auch kein Wunder, wenn Menschen ohne Rückgrat dann plötzlich eins beweisen sollen. Das kommt nicht über Nacht. Du nennst dein Alter nicht, ich gehe davon aus, dass du eher jung bist (krasser Anpassungsstörungs-Slang) Ich frage mich ob du noch Eltern hast. Die wären jetzt nun wirklich deutlich wichtiger. Über diesen "Mann" nachzudenken ist ein Nebenschauplatz, den du dir jetzt nicht leisten kannst. Das einzige was zählt ist das du wieder fit wirst. Wenn es einen psychologischen Dienst gibt nutze ihn. Vielen Menschen die plötzlich in den Abgrund schauen müssen wird dort geholfen. deine sogenannte "krasse Anpassungsstörung" hat wohl wirklich jede/r der plötzlich vor solche brutalen Tatsachen gestellt wird. Du darfst dich da also durchaus als normal bezeichnen.
     
  15. Du befindest dich derzeit in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation. Wichtig ist für dich im Moment einzig und allein DEINE Gesundheit. Fokussiere dich jetzt nur auf dich. Vergiss den Ärger wegen ihm. Nur du und deine Gesundheit zählen jetzt. Wenn du dich jetzt zusätzlich belastest mit negativen Gedanken wegen anderer Leute, ist das leider überhaupt nicht förderlich für deine Genesung.

    Ich wünsche dir alles Gute.
     
  16. Das sind so Themen, an die ich mich normalerweise nicht herantraue. Ich berücksichtige Deine Wünsche und rate Dir, befasse Dich nicht mehr mit diesem Mann. Es tut Dir nicht gut. Du bist jetzt wichtig, sonst keiner. Werde wieder gesund, das wünsche ich Dir von Herzen! Bleibe stark...
     
  17. Liebe Lebenswert. Du bist nun an einem Punkt, an dem sich die Geister scheiden....Und sie haben sich geschieden......

    Ich fragte mal jemanden, woher und wann man wissen könne, ob man mit dem richtigen Partner beisammen ist. Und er sagte zu mir: " das wirst Du erst auf dem Sterbebett wissen".

    Diese Antwort hat mich entsetzt, vielleicht gerade deshalb, weil sie richtig ist. Wer weiß?

    Die Begleitung eines schwerkranken Menschen erfordert viel viel Kraft. Nicht jeder hat sie. Und dann dem Ende ins Auge sehen. Das erfordert ebenfalls viel viel viel Kraft. Verzeihe ihm und verschwende Deine letzte Kraft nicht mehr für ihn. Er wird mit seinem schlechten Gewissen selbst fertig werden müssen. Ganz ehrlich: Ich wollte nicht mit ihm tauschen müssen.

    Sei froh, dass Du beizeiten in ein funktionierendes Netzwerk investiert hast, eines, das unabhängig vom Partner funktioniert. Das war gut und klug wie Du jetzt siehst.

    Alles Gute Dir.
     
    • # 16
    • 15.04.2019
    • void
    Sieht ja alles nach Flucht aus. Du glaubst ihm ja nun nicht mal, dass sein Onkel gestorben ist.
    Wie lange wart ihr denn zusammen? Das ist für sein Verhalten an sich nicht sehr relevant, aber bei einer 4-Wochen-Beziehung würde ich noch eher denken, dass Du den Mann eben noch nicht so gut gekannt hast. Wenn ihr jetzt 4 Jahre zusammen wart, fänd ich das viel ent-täuschender, weil Du ihn ja dann schon in diversen Situationen erlebt hättest und wirklich überrascht sein könntest.
    Also wenn er sich nicht davonstehlen will ohne eine Erklärung und ihr schon länger richtig fest zusamment wart, würde ich, wie gesagt, Flucht vermuten. Oder er will es nicht sehen. Oder er glaubt Dir nicht, denkt, Du dramatisierst, und will, dass alles halb so wild ist. Ich hab auch schon Menschen kennengelernt, die bei sowas auf einmal eine Blockade entwickeln, weil sie denken, der andere will sie über Mitleid manipulieren. Sie steigen über die Leute drüber, die sich vor Schmerzen am Boden krümmen.

    Was es auch immer ist, die Enttäuschung verstehe ich. Dass Du so schnell Schluss gemacht hast, versteh ich jetzt nicht unbedingt. Wenn man seinen Partner anders kennt, vermutet man ja nichts Böses hinter seinem Verhalten, sondern will ne Erklärung, warum er so handelt.
     
  18. Ich verstehe dich, liebe FS! Vor einigen Jahren lag auch ich mal im Krankenhaus, nicht lebensbedrohlich - aber schlimm genug. Mein damaliger Partner (die Beziehung war schon einige Jahre alt, wir lebten aber nicht zusammen) bombardierte mich mit SMS, täglich mindestens 5-10. Aber er fand nicht die Zeit, sich ins Auto zu setzen (wenige km) um die Türe in mein Krankenzimmer zu öffnen.

    Ich habe mich (per SMS, was ich ansonsten unmöglich finde) von ihm getrennt. Und das nie bereut, denn mir wurde klar, dass er mich nur zwischendurch liebte - genau die Minuten, die eine SMS brauchte. Und so einen Mann wollte ich nicht.

    Ich hab's überlebt. Das wirst du auch und genau DAS IST EIN GRUND für dich, gesund zu werden. Schließlich nennst du dich ja auch @lebenswert !
     
  19. ....ich denke, beide stehen unter Schock und dann reagiert man eben nicht normal, nicht wie gewohnt und sucht sich Ablenkungsmanöver, Wege, um damit erst einmal klar zu kommen.
     
    • # 19
    • 15.04.2019
    • void
    Da wirst Du recht haben. Wenn man bedenkt, wie es der FS gehen wird ...

    Ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein Mensch, mit dem man eine wirklich innige Partnerschaft hat, einen einfach so aus Bequemlichkeit nicht mal besucht. Aber vielleicht ist auch das möglich, dass man dann erst richtig merkt, dass man ihm nie wichtig war.
     
  20. ...wohl wahr, nur wir können so tief nicht in die Herzen schauen, um das voraussagen zu können.
    Ich habe in Verbindung mit solch schockierenden Nachrichten vielfach erleben dürfen, wie unterschiedlich jeder seine Überlebensstrategie entwickelt, um seinen Schock bewältigen zu können. Es gibt Menschen, die stehen Gewehr bei Fuß, andere laufen innerlich und äußerlich Amok. Beides sagt über den Grad des Schmerzes, der Anteilnahme und Liebe nichts aus.
     
  21. Hm.... mag sein.
    Aber man sollte nicht unbeachtet lassen, dass die Möglichkeit besteht, dass FS schon ewig mit einem Ar..... zusammen ist, dies wusste, aber nicht wahrhaben wollte und nun im Ernstfall, realisiert sie es erst.
    Leider! FS eine baldige Genesung wünsche ich dir.
    Spar dir deine Kräfte nun auf für dich.

    M48
     
  22. Ich schon, ich hätte es genauso gemacht. Statt dass mich sonst die Enttäuschung über sein Verhalten täglich auf´s Neue zerfressen hätte, kann die ausgesprochene Trennung nun Kraft mobilisieren, die Kraft des Trotzes, die Kraft der berechtigten Wut, die der Selbstachtung.
    Auch die "gesparte" Kraft, weil man sich nicht mehr täglich mit neuen Lügen und Charaktermängeln auseinandersetzen muss.

    Leider. Vermutlich ist das keine Anpassungsstörung an deine Situation, kein Nicht- Aushalten aufgrund von zu viel Mitgefühl, sondern es zeigt einfach seinen wahren Charakter, dessen hässliche Seiten er in besseren Zeiten leichter verbergen konnte.
    Dafür spricht folgendes:

    So eine Aussage ist der Versuch der Schuldumkehr: Er will dir ein schlechtes Gewissen machen, obwohl jedem Dummkopf klar sein müsste, dass er selbst Schuld anhäuft, weil er nichts für dich tut, nicht einmal das Anstands- Minimum für dich macht.
    Schuldumkehr ist immer das allerletzte, dir gegenüber angewandt fehlen mir wirklich die Worte für sein Verhalten.
    Der Rest sind "nur" Lügen- Onkel tot etc.
    Zurecht.

    Liebe Lebenswert, meine allerkräftigsten Genesungswünsche!
    Du hast ohnehin viel innere Kraft, selbst jetzt- das lese ich aus deinem Post.

    Ich wünsche dir, dass du die Geduld aufbringst, die nötig sein wird,
    dass du die Hoffnung nicht aufgibst,
    dass die Ärzte dir so beistehen, dass du keine Schmerzen haben musst,
    und dass du Trost findest bei all den anderen Freunden und Verwandten, die viel wertvoller sind als dein Ex!

    Alles, alles Gute dir!
     
  23. Oh ja, der arme Mann steht unter Schock. Oder vielleicht hat er eine Krankenhausphobie? Oder eine Krankenhauskeimphobie? Vielleicht rannte ihm von rechts eine schwarze Katze über den Weg? Oder von links? Oder gar zwischen den Beinen durch?

    Sie sagt, sie könne bald sterben und er sagt nur "bis morgen" ...
    In seinem Schock ist sogar noch sein Onkel verstorben. Vermutlich hat er ihm ihr Leid mitgeteilt. Da wird er gleich noch mehr unter Schock stehen..

    Brauchst du nicht zu verstehen. Du hast Schluss gemacht. Die einzig richtige Reaktion. Wer bräuchte solche Menschen an seiner Seite, wenn es einem dreckig geht. Okay, er war eh nicht an deiner Seite ..

    Alles Gute für dich!
     
  24. Leider sprechen die Taten durchaus für sich.

    Die erste Reaktion, sozial adäquat , ich nenne es mal so .
    Nichts von Schock.

    Und dann sackt die Nachricht, er realisiert, was los ist .
    Sein Weg
    Vermeiden, ausweichen, zu feige um den offensichtlichen Schritt zu tun .
    Die Nummer mit dem Onkel?
    Da kommuniziert man anders. Informiert, dass der Onkel gestorben ist und dass man deswegen nach Italien muss.

    Dass jemand 1-2 Tage einen Schock verdauen muss, @Pia62 , könnte ich akzeptieren, aber dann zeigst sich halt doch die Wahrheit. Hat derjenige Standing,,man wer stützen, oder eben wie hier.

    Liebe Lebenswert , es gibt keine Erklärung, außer die , dass sich in Krisenzeiten Freundschaften, Partnerschaften zeigen und due Persönlichkeit eines Menschen.
    Es gibt Menschen, die können damit nicht umgehen, tauchen dann ab, verschwinden.
    Mit Dir hat es nichts zu tun, er kann das nicht, hat das Standing nicht .
    Ein schlechtes Gewissen mag er vielleicht noch haben, aber am Ende ist er nun erleichtert, dass Du die Konsequenz gezogen hast.
    Keine gute Erklärung, aber manche Menschen sind so.

    Lebenswert - Du hast nicht überreagiert, es war der einzig richtige Schritt.

    Du hast Freunde, das ist wichtig . Die sind bei Dir.
    Konzentriere Dich auf Dich, schau, was Dir Kraft gibt. Was Dir Mut macht.

    Und ich wünsche Dir die Kraft, um diesen Kampf nun zu gewinnen.

    Viel Glück , und alles Gute
    Lionne
    W,49
     
    • # 25
    • 16.04.2019 um 13:35 Uhr
    • Pia62
    .... ich habe acht Jahre gebraucht, um in einer ähnlichen Situation aus einer Schockstarre zu kommen, auch wenn ich wie eine Marionette perfekt funktioniert habe. Ich sehe das nicht so, dass ich ein standing hatte, oder besonders liebevoll und sozial war.
    Ein Schock ist kein Schreck, es ist ein traumatischer Zustand, wo es um das eigene Überleben geht.
    Wie viele Seelen verweilen Jahre in so einem Zustand, der ihnen oft nicht erlaubt, entsprechend sozial, liebevoll zu handeln und zu reagieren.
    Wir lesen es hier täglich, ist der Mensch deshalb ein Versager, ein Arsch?
     
    • # 26
    • 16.04.2019 um 14:14 Uhr
    • Elfe11
    @lebenswert
    Merke dir einfach den Satz: "Ich bin mein bester Freund". Nur auf dich selbst kommt's jetzt an. Du bist wichtig. Es kommen jetzt besondere Menschen in dein Leben, die professionell gelernt haben dir Gutes zu tun. Freu' dich auf diese Menschen. Es wird eine neue Erfahrung. Es wird dich tragen, motivieren und dir neue Kraft geben. Dein Freund ist abgetaucht und zeigt gerade eine Abwehrhaltung. Er geht klar auf Distanz und will mit der Situation nichts zu tun haben. Sehr viele Männer reagieren so! Sie nehmen Abstand und tun so als ob nichts wäre. Ich habe das selbst so erlebt und in meiner Familie gesehen. Sicher wird er sich irgendwann wieder bei dir melden. Bis dahin, sei tapfer und dankbar für deine liebevollen Freunde, die dich auf deinem Weg begleiten. Und sei dir selbst jeden Tag auf's Neue dein "bester Freund. Halt' die Ohren steif.
     
    • # 27
    • 16.04.2019 um 16:13 Uhr
    • Tom26
    Liebe @lebenswert,
    ich kenne beide Seiten der Medaille.
    Im Februar diesen Jahres ist mein Vater gegangen .... und vor 12 Jahren dachte ich, dass ich Feierabend habe.
    Mein Vater lag die letzten 8 Tage palliativ - für mich war das härter als die Situation vor 12 Jahren, als es mich selbst betroffen hatte.
    Ja, ich war fast jeden Tag bei ihm - aber den einen "freien Tag" habe ich auch dringendst benötigt. Kannst du dir vorstellen, dass Tom langsam gefahren ist ? Und ich war so froh, dass ich rauche - nach den Besuchen habe ich am Auto 3 Ziggys gebraucht, bis ich fahrtüchtig war.
    Ich kann dir nur raten : "Mach deinen Frieden mit dir selbst und der Welt". Es klingt völlig bescheuert - aber du hast dann eine bessere Chance für dich.
    Dir alles Gute und ganz viel Kraft
    Tom
    (ich hoffe, meine Gedanken haben in dir ein wenig Verständnis für ihn geweckt - und zwar für dich selbst. Verbittert hat man keine Kraft um seine Gesundheit zu kämpfen)
     
    • # 28
    • 16.04.2019 um 16:51 Uhr
    • Camille
    In Krisen lernt man seine Freunde kennen. Das ist tatsächlich so; habe ich selbst erlebt. Man hat dann nur eine Möglichkeit, da die Zeit fehlt: die Nicht-Freunde auszusortieren. Das hast du ganz richtig gemacht.

    Du musst dich um dich kümmern, und nicht um deinen gesunden Freund. Wenn einer Hilfe braucht, dann du jetzt.

    Ich wünsche dir alles Gute
     

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