1. Wie grenzt man sich am Arbeitsplatz souverän ab?

    Hallo liebes Forum,

    da hier die meisten über ein langjähriges Arbeitsleben verfügen, möchte ich eine Frage stellen. Natürlich sind auch Antworten von jüngeren Leuten erwünscht.

    Ich habe einen neuen Job angefangen und bin lerne nun den Anfängerkreis kennen. Es ist klar, dass es arbeitstechnisch gut ist, gut mit seinen Kollegen vernetzt zu sein. Hinzukommt, dass ich ein kommunikativer, lebhafter Mensch bin und gerne mit meinen Kollegen lache, Pause mache, mich unterhalte, freundlich bin. Isoliert in meinem Büro zu sitzen, ist nicht, was ich will (außer in der Arbeitszeit als solchen).

    Ich habe nun bemerkt, dass mich etwa drei männliche Kollegen (auch mehr oder weniger Anfänger), als Frau ins Auge gefasst haben. Das spürt man ja einfach. Ich möchte aber nur eine angenehme Arbeitszeit haben. Meinen Späße, meinem Lachen, meinen Fragen nach gemeinsamer Pause, liegt also kein Interesse dieser Art zugrunde. Ich könnte mir vorstellen, dass einige mit der Zeit konkreter werden, nach Treffen fragen werden etc. Was sage ich dann? Oder: Wie muss ich auftreten, damit sich Leute dies gar nicht erst trauen? Welche Haltung muss ich an den Tag legen? Mein Ziel ist ein freundschaftliches Verhältnis, in dem Grenzen respektiert werden, man sich aber gut versteht und ein Team ist. Ich trage auch einen dicken Klunker, um Leute abzuschrecken. Lügen über meinen Singlestatus will ich aber nicht. Ich habe überlegt im Fall der Fälle zu sagen, dass ich noch nicht über meinen Ex hinweg bin, will aber nicht als schwaches Glied in der Firma gelten mit Liebeskummer, den ich in echt nicht habe.

    Was sind Eure Tipps?

    W30
     
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  3. Ich würde gründlich mein Verhalten reflektieren, es gibt immer Schrauben, an denen man drehen kann und die vielleicht falsch verstanden werden.
    Bist du Frauen gegenüber genauso zuvorkommend und aufgeschlossen? Gehst du mit Frauen genauso oft etwas essen?
    Als Gegenmaßnahme gibt es einiges.
    Betone, dass du dich aktuell auf deine Karriere fokussieren möchtest und ja „sooooo froh“ bist, aktuell Single zu sein. Oder erwähne den Männern gegenüber, dass Dir ein Männertyp gefällt, dem die Kollegen nicht entsprechen. Gehe öfter mit den weiblichen Kolleginnen essen.
    Im schlimmsten Fall steckst du dir einen Ring an den Ringfinger.
     
  4. Dies finde ich nicht gut, weil du setzt.die Männer auf deine Warteliste, die dann dich ständig und beständig damit konfrontieren werden.
    Warum sagst du nicht die Wahrheit, dass du keine Beziehung und du keine Freundschaften in der Firma haben möchtest, was ganz einfach ohne irgendwelche Nachteile zu akzeptieren ist. Hier in der Fa. geht's um Arbeit, nicht um Vergnügen.
     
  5. Hallo @Mintgrün

    Du bist neu in der Firma natürlich beobachtet und mustert man dich dann besonders. Deine Kollegen sind halt auch mehr oder weniger neugierig auf "die Neue". Das muss nicht gleichzeitig bedeuten das männlichen Kollegen romantisches Interesse an dir hegen.
    Sorry, es hat sich ja bis jetzt kein Mann auf "dich gestürzt", wieso sollten denn ausgerechnet Kollegen ihr gutes Betriebsklima/ Job/ Ruf für die neue Kollegin riskieren?
    Solange keine konkreten Anspielungen/ Aussagen in diese Richtung gefallen sind, bleib einfach locker und freundlich. Konzentriere dich nicht darauf irgendwelche Flöhe husten zu hören, sondern auf deine neuen Arbeitsaufgaben. Du bist ja sicherlich auch noch in der Probezeit ..
    Bleib professionell!
    Gutes Gelingen und weiterhin viel Erfolg.

    W, 26
     
  6. Hallo Mintgrün,

    als "alter Hase" (Häsin, hihihi) in einem Männerberuf kann ich dir vor Allem raten: Immer schön locker bleiben und über "ungelegte Eier" sich keine Gedanken zu machen. Einfach so weitermachen wie bisher. Fachlich souverän bleiben, zum Kaffee trinken mitgehen (es bilden sich meist eh so "Kaffeetrink-Cliquen"), wenn du Lust hast auf Feierabend-Bierchen auch und damit hat es sich...
     
  7. Das sollten Sie nicht machen. Sagen Sie einfach so etwas wie: “Danke, das ist sehr nett, ich habe aber kein Interesse, mich mit Kollegen privat zu treffen. Ich halte Dienstliches und Privates getrennt.“ - Und genau das sollten Sie auch wirklich tun.
    In den Pausen-Konversationen dürfen Sie natürlich keine zweideutigen Sprüche oder Blicke loslassen.
     
  8. Hallo W30,
    mit insgesamt 41 Jahren - allerdings männlicher - Berufserfahrung im Hintergrund, würde ich Dir vorschlagen, gelassen mit dieser Situation umzugehen. Das von Dir bemerkte Interesse anderer an Dir solltest Du zunächst mal als Kompliment verstehen, ohne einen sichtbaren persönlichen Verteidigungswall um Dich herum aufzubauen. Im Auge behalten solltest Du die Situation natürlich, eine Reaktion sollte aber erst dann erfolgen, wenn das Interesse konkretisiert wird und es Dir missfällt. Dann kannst Du nachvollziehbar begründet reagieren und gerätst auch nicht in den Verdacht, Dich zwar offen zu geben, aber im Grunde ständig auf dem Rückzug zu sein. Da das Alles sich am Arbeitsplatz abspielt, denke ich, dass es Dir auch gelingen sollte, Kolleginnen oder Kollegen Deines Vertrauens - z.B. in vorgeschlagene Terminvereinbarungen mit ein zu beziehen. Also im Grunde: Grenzen klar machen, sobald ich konkret Bezug nehmen kann, aber keine Gräben ausheben, bevor irgendetwas auch nur halbwegs klar geworden ist.
    Grüße
    Rolleau
     
  9. Freundschaftliches Verhältnis ist gut, nur bist du nicht Everybodys Darling und sollst auch nicht sein. Arbeit ist zum arbeiten da und nicht zum flirten. Was du willst, spielt keine Rolle- passe dich an Gepflogenheiten des Umfeldes und rede einfach wenig privates, dann werden auch Männer genauso Distanz zu dir wahren.
     
  10. Hi,
    ich habe volles Verständnis für Kollegen, die privat und Arbeit trennen, aber da muss man sich nix zurecht legen. Mir wäre es am liebsten, wenn ich auf Nachfrage einfach eine direkte Antwort bekäme a la Du, ich schätze dich, aber privat möchte ich nichts mit Kollegen unternehmen", freundlicher aber bestimmter Tonfall, fertig aus die Maus, dann weiß ich einfach, woran ich bin. Bloß kein Rumtaktieren oder versuchen, das höflich zu verpacken, sonst könnte jemand denken, du traust dich nur nicht, ja zu sagen und der Mann muss noch aufdringlicher werden.
    Privat und Beruf zu trennen ist völlig legitim und du brauchst dich nicht zu schämen, auch wenn ich persönlich es toll finde, dass meine Kollegen zusammen viel Sport machen und zusammen was trinken gehen. Hätte ich mehr Zeit, würde ich mir dort auch einen Freundeskreis aufbauen, man kann aber nicht alles haben.
    w35
     
  11. Authentisch sein! Alles andere ist Theater.
     
  12. Bist du denn sicher, dass alle drei dich bald nach einem Date fragen werden? Da kann Frau völlig falsch liegen, was hier ja oft zu lesen ist. Vielleicht wollen die Kollegen auch nur flaxen ohne tieferen Sinn.
    Abgrenzen ist von vornherein angesagt, denn man kann schlecht zurückrudern, wenn man einmal zu offen war. Der Ring an deinem Finger soll bedeuten, dass du vergeben bist?
    Souverän ist jemand, der nicht wankelmütig daherkommt.
     
  13. Also ganz ehrlich, deine Probleme möchte ich haben dann ging es mir besser. Sage denen was geht und was nicht.
     
  14. Verhalte Dich einfach weiter so. Du kannst in Deinem Leben alles machen mit Menschen (auch mit Männern!), wenn Du eine gute Absicht dabei hast.

    Sollte ein Mann auf der Arbeit Interesse an Dir haben ist es einfach so. Sollte sich jemand auf Deiner Arbeit schwer in Dich verlieben, dann kann das zum Problem werden, aber es ist ja nicht Deine Schuld, wenn Du die Gefühle nicht erwiderst.

    Ich habe schon öfter (von Frauen) gehört, dass Frauen die lebendiger sind, häufiger das Problem haben, dass Männer meinen, diese Lebendigkeit sei eine Aufforderung für ein "Mehr". Männer fühlen sie dann angesprochen und glauben Signale erhalten zu haben.

    Vermeide den Körperkontakt! Fang nicht an die Männer zu touchen! Lass die Hände bei Dir! Wir sind auch sensibel und merken schon wenn uns eine Frau ständig berührt.

    Ich würde mir im Vorfeld keine großen Gedanken machen. Lass es einfach auf Dich zu kommen. Vielleicht ist ja sogar jemand dabei, der Dir gefällt?

    Wenn Du willst, dass Grenzen respektiert werden, dann musst Du (als Frau) daran arbeitet, dass Du deutlich genug diese Grenzen setzt!

    Ein Mann erwartet von einer Frau (wenn er sich dann endlich mal getraut hat) eine klare und eindeutige Antwort auf sein Angebot. Männer sind es gewohnt Absagen zu bekommen. Das ist okay. Nur ist die Art & Form Deiner Absage entscheident. Bleib fair & direkt.

    Die Karte mit den Ausflüchte (Dein Ex) oder irgendwelchen Ringen an der Hand würde ich nicht spielen. Das ist wieder eine Technik, die Du verwendest. Bleib einfach klar und deutlich bei der Wahrheit.
     
    • # 13
    • 23.12.2018
    • frei
    Wie stellst du dir das denn rein praktisch vor ?
    Einer der drei Männer fragt demnächst, ob du mal Lust hast, nach der Arbeit einen Wein mit ihm zu trinken und dann erzählst du ihm, das gehe leider nicht, weil du noch nicht über deinen Ex hinweg bist ? Der greift sich an der Kopf. Er wird vermutlich feixend sagen, 'uhhh, keine Sorge, heiraten wollte ich dich nicht gleich'.

    Ich bin kein Ehrlichkeitsfanatiker.
    Das war immer meine Methode, amouröse Wagnisse zu verhindern, wenn ich merkte, jemand setzt zum Sprung an.
    In deinem konkreten Fall, es handelt sich nicht um Fremde, wie z.B. Kunden oder Geschäftspartner, die deine persönlichen Verhältnisse nicht kennen, da habe ich durchaus einen fiktiven Partner erwähnt, würde ich fröhlich in der Kantine erzählen, dass ich einen tollen Mann kennengelernt habe und etwas verliebt sei. Und dann so einmal pro Woche irgendwas sweetes vom Verlauf der Anbahnung erzählen.
    Und noch was Abturnendes für die Männer, z.B. dein Neuer sei so schön groß und da stehst du nunmal drauf, wenn die drei Kollegen z.B. nicht so groß sind. Oder dass er ein kerniger Handwerker ist, wenn deine Kollegen Sachbearbeiter sind, etc. Dann wird klar, dass sie bei dir ohnehin keine Chance haben.

    Ok, du willst nicht lügen, das ist moralisch gesehen natürlich ehrenvoller und außerdem führt es nicht zu Verstrickungen, die unangenehm werden könnten.
    Dann brauchst du aber auch keine Tips zum Taktieren.
    Dann sage dem Mann, der dich demnächst nach einem Treffen fragt, freundlich und sachlich, dass du das nicht möchtest.
    Laß halt weg, dass er dir nicht gefällt, sondern sage so was wie 'never f***...' du weißt schon.
    Allerdings würde ich diese Codes wie 'toller Mann' und 'die Frau, die dich kriegt, kann sich glücklich schätzen' und derlei Blödsinn lieber lassen. Denn, man mag es kaum glauben, es gibt tatsächlich Leute, die das für bare Münze nehmen und nicht als Korb begreifen und dann könnte es sein, dass der Mann erst recht baggert, weil er ja denkt, du findest, er sei ein toller Mann.
    Du willst ehrlich sein ? Dann sage einfach, dass du kein Interesse an Kontakt über die Kantine hinaus hast.

    w 51
     
  15. Hallo Mintgrün, diese Situation kenne ich auch!
    Aber ehrlich gesagt, wenn du von den Herren nichts willst und diese “nur” Kollegen und keine Vorgesetzten sind, verstehe ich das Problem nicht.
    Sei doch einfach freundlich, esse ab und zu Mittag mit denen (am Besten fragst du immer mehrere Personen zusammen) und halt mal der eine oder andere kurze Kaffee. Und dabei kannst du ja Von privaten Dingen erzählen, aber es nicht so wirken lassen, dass du hoffst, dass sie mitkommen. Wenn eine Einladung fällt, die du nicht annehmen willst, freundlich sagen, dass du berufliches und Privates getrennt hälst. 99% der Männer verstehen den Korb - und wollen ja selbst auch eine freundliche Atmosphäre.
    Ich würde auf KEINEN Fall sagen, dass ich über den Ex nicht hinweg bin.
    Das ist einerseits viel zu persönlich, und wie du sagst wirkt das (leider) sehr schwach in den Augen von einigen. Ich habe damit die Erfahrung gemacht, dass es gewisse Männer gibt, die sich dann erst Recht an dich ranmachen - “um dich auf andere Gedanken zu bringen”... lass es lieber.
     
  16. Ich find das schon erstaunlich, wie stark du der Überzeugung bist, dass deine drei Fanboys in nächster Zeit auf jeden Fall auf dich zukommen werden um dir Avancen zu machen. Die Welt hat wirklich auf dich gewartet, weil du so unwiderstehlich bist, und nun musst du dich schon im Voraus wappnen, weil du überzeugt bist, dich in Kürze vor lauter Dateanfragen und Sympathiebekundungen nicht mehr retten zu können.

    Sag mal, wo nimmst du denn dieses Ego her? Glaubst du sowas wirklich?

    Selbst wenn es so wäre, dass jetzt plötzlich einer nach dem anderen bei dir Schlange steht und nach Dates und mehr fragt: Hast du schon mal gehört, dass man auch einfach „nein“ sagen kann? Dass man einfach sagen kann „tut mir leid, ich habe kein Interesse an einer solchen Bekanntschaft, freue mich aber über ein gutes kollegiales Verhältnis in Zukunft“?! Man kann auch einfach privates und berufliches strikt trennen und seine Ansichten darüber auf Arbeit kund tun, zum Beispiel in der Mittagspause beim gemeinsamen Essen dieses Thema anschneiden, etc.

    Wieso machst du dir überhaupt über ungelegte Eier Gedanken?

    Was soll denn eigentlich der Quatsch mit dem Klunker? Wozu soll das gut sein? Lass doch einen Mann, der Interesse an dir hat, einfach auf dich zu kommen, und wenn du kein Interesse hast, sag es ihm einfach höflich und ohne manipulative Spielchen wie die Ausrede mit dem Ex, über den du nicht hinweg bist. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso man sich überhaupt in solche Situationen manövriert, in der dann solche Fragen aufkommen.
     
  17. Ich verhalte mich freundlich, offen und professionell.
    Achte darauf, dass es neutral bleibt und ignoriere Untertöne.

    Probleme hatte ich allerdings selten, ich habe mir diese Frage nie gestellt.
    Ich nehme Menschen erstmal platonisch wahr, und gehe so mit ihnen um. Also mit Männern und Frauen relativ gleich, es sind nur Nuancen im Umgang, meist eher der individuellen Persönlichkeit geschuldet, als dem Geschlecht.

    Damit liegt meine Grenze fest, und wie schon geschrieben, dezente Andeutungen ignoriere ich - nehme sie vielleicht gar nicht wahr - und damit versandet es sowieso sehr schnell.
    War es tatsächlich doch mal zu viel, half en freundliches Wort, oder bei Aufdringlichkeit eine ganz deutliche Ansage. Ich kann die Klaviatur spielen - missverstanden bin ich noch nie worden.

    Übergriffigkeit erlebe ich persönlich fast nie, ich erlebe entweder Neutralität, meistens aber einen freundlichen Umgang, wie auch mal Komplimente, und andere Sympathiebekundungen.
    Gerade im beruflichen Kontext arbeite ich sehr gerne mit Männern zusammen und auch bei meinem ehrenamtlichen Engagement klappt dies meist besser als mit Frauen.

    Mintgrün, ich denke, dass es kaum allgemeingültige Tipps gibt, es hängt sehr viel von Deiner persönlichen Ausstrahlung ab, nicht nur vom Verhalten.

    Ich glaube nämlich, dass ich durchaus etwas ausstrahle, dass einen potentiell übergriffigen Mann vorsichtig werden lässt - und ich kann bei Bedarf einen Mann mit einem Blick kastrieren.
    So wie ein mir sympathischer Mensch ein Lachen bekommt, im passenden Kontext eine Begrüßungsumarmung...

    Meine Professionalität wurde nie in Frage gestellt - trotz Bauwesen.
    Und auch anderweitig nicht.

    W,49
     
  18. Danke für Eure Antworten. Hat jemand hier Erfahrung damit, wie der Gegenüber reagiert, wenn man sagt "Ich treffe grundsätzlich keine Kollegen und halte das getrennt?" - Ist das nicht eine kalte Stimmung danach?

    W30
     
  19. Auch ich fand es immer schön, wenn es nett war am Arbeitsplatz und ich mich gut mit den anderen verstand. Zu Missverständnissen hat mein freundliches Verhalten nie geführt. Klar kam es vor, dass sich ein männlicher Kollege mehr hätte vorstellen können, aber das kann man ja recht einfach und in aller Regel nonverbal klarstellen. Auf eine Einladung kannst etwa sagen, ja gerne, ich frage noch den Max und die Uschi und die Gabi, ob sie auch mitkommen. Falls das dann zustandekommst, unterhältst du dich vorwiegend mit der Uschi. Oder du sagst, du nein danke, am Feierabend will ich Feierabend und nix mehr sehen und hören von der Arbeit.

    Meine Tips: Zu Männern und Frauen gleichermassen freundlich sein, ebenso zu den Männern, die dir attraktiv erscheinen, und den Männern, die nicht so dein Typ sind. Mit den attraktiven Männern schäkern, die anderen ignorieren und die Frauen anzicken würde deine Freundlichkeit nicht neutral erscheinen lassen. Und: Nicht über allzu Persönliches reden, nicht die Sorgen bereden, nicht die Probleme, nicht die Lebensgeschichte. Die Geschichte mit dem Ex, an dem du noch hängst, finde ich nicht gut. Da würde ich eher nebenbei bemerken, ich sei nicht sonderlich interessiert an Beziehungen oder fände die Liebe etwas Merkwürdiges. Den Ruf, leicht verschroben/exzentrisch zu sein, fand ich im Berufsleben immer hilfreich.

    Aus meinen frühen beruflichen Kontakten haben sich einige gute und bis heute andauernde Freundschaften entwickelt. Nie eine Liebesgeschichte.

    Frau 52
     
  20. Ich würde mich freundlich distanziert verhalten aber keine Lügen erzählen. Die Gesprächsthemen eher auf das Geschäftliche reduzieren. Ab und zu kannst du schon über Hobbies und bevorstehende Reisen und Urlaube sprechen. Ich selbst habe nie mich mit meinen männlichen Kollegen privat/allein getroffen. In der Gruppe ist natürlich etwas anders. Allerdings war ich auch immer verheiratet und hatte kleine Kinder und hatte auch null Zeit. Mein Ex-Chef hat mich ab und zu gefragt, ob ich Lust habe hier und da mitzugehen. Ich hatte ehrlich gesagt nie Zeit und Lust hatte ich auch nicht....
     
    • # 20
    • 23.12.2018
    • Anju
    Souveränität leben. D.h. das Unternehmen verstehen, Fokus auf Arbeit legen, Leistung bringen und Kontakte professionell nutzen. Ich trenne Berufs- und Privatleben vollständig.
     
  21. Hallo Mintgrün,
    erstens muss man nicht auf jede private Frage antworten.
    Zweitens kann man durch distanziertes Verhalten eine Mauer aufbauen - bis hierher und nicht weiter.
    Drittens muss man weder Privates preisgeben noch private Aktivitäten mitmachen.
    Höflich und freundlich Distanz wahren - so verhalten sich Führungskräfte. Kannst du jetzt gleich üben.
     
  22. Ich möchte mich bei jedem Einzelnen dafür bedanken, dass er kostbare Minuten seiner Lebenszeit darauf verwendet hat, mir zu antworten. Ich konnte viel von Euch lernen und mitnehmen. Ich wünsche außerdem jedem Foristen schöne Feiertage und einen guten Rutsch! :)

    W30
     
  23. Ganz einfach: dass Du grundsätzlich Arbeitsplatz und Privatleben auseinanderhältst und daher an einem privaten Treffen kein Interesse hast.
    Allerdings verhalte ich mich am Arbeitsplatz auch grundsätzlich dementsprechend. Ich fange also nicht an herumzuflirten, meine Kolleginnen wissen kaum etwas über mein Privatleben, ...
    Damit bin ich bisher immer problemlos und gut gefahren.
     
    • # 24
    • 24.12.2018
    • frei
    Ganz sicher gibt es danach eine kältere Stimmung.
    Ich hatte mal eine zunehmend gute Stimmung beim Arbeiten mit einer Auftraggeberin. Ich fand das schon richtig freundschaftlich und so bot ich ihr eines Tages das 'Du' an.
    Da haute sie obige Antwort ( adaptiert auf meine Frage ) raus.
    Ja, danach war ich komplett abgekühlt, an den Spaß vor meiner Frage konnten wir nie mehr rankommen, wenn ich auch versucht habe, das nicht persönlich zu nehmen und sachlich und professionell damit umzugehen. Ich habe es ganz sicher persönlich genommen und als Korb empfunden.
    Ich habe das daher nie wieder jemanden gefragt.

    Wow, wie bist du denn drauf ?
    Schlecht gelaunt ? Warum so starke Worte ?
    Also ich glaube das der FS durchaus.

    Ok, die drei Männer wollen sie nicht gleich heiraten und auch vielleicht nichts wirklich Ehrenvolles, aber dass sie demnächst einen Zahn zulegen und z.B. nach einem Date fragen, kann sehr gut sein.
    Auch ich mache die Erfahrung, dass ( einige ) Menschen reine Freundlichkeit mißinterpretieren und für persönliches oder gar sexuelles Interesse halten.
    Ich habe das selbst erlebt, bei anderen beobachtet oder erzählt bekommen und auch in diesem Forum lesen wir das oft aus beiden Richtungen ( dem Objekt, wie hier sowie dem Handelnden, sich-Hoffnung-Machenden, die-Dinge-Überinterpretierenden ) und zwar von Männern und Frauen.

    Keine Ahnung, wie dir das entgangen sein kann, du liest hier doch schon länger mit.

    w 51
     
  24. Man kann es ja trotzdem freundlich sagen.

    Wobei ich es so explizit nicht sagen würde, sondern einfach bei diesen Gelegenheiten keine Zeit haben - das ist dann relativ bald auch eine Aussage.

    Ich fand es aber immer angenehm, wenn es etwas privater war.
    Allerdings würde ich nun nicht meine privaten Probleme ansprechen, sondern nur an der Oberfläche bleiben.
    Die Balance findet sich .

    Und wenn sich doch Freundschaften entwickeln, schön.
    Ist aber selten.

    W,49
     
  25. Ich habe nur Grenzen gezogen, wenn welche überschritten wurden.

    Ansonsten hab ich mich verhalten wie gegenüber Kolleginnen auch.

    Kaffee und quatschen mit den Netten

    Extra irgendwie etwas gesagt habe ich nie
     
  26. Also ich würde trotzdem bei anderen Menschen weiterhin so agieren, wie es für mich passt,

    Aber als unmissverständlichen Korb würde ich es auch sehen, und egal wie neutral es man dann sehen möchte, es würde mich persönlich treffen.
    Und das künftige Verhältnis wäre sicher sehr distanziert und sachlich.

    Letztendlich kommt es immer auf die Situation an und auf den Ton, wie man etwas formuliert.
    Distanz kann man oft subtil erreichen, ohne es durch eine Aussage zu betonen.

    Man kann die Frage pauschalisieren -
    Wie kann man eine gewünschte Distanz erzielen?
    Parallele Anlässe wären im Beruflichen nicht nur im Umgang mit Kolleg*Innen, sondern auch mit Kund*Innen, etc.
    Im Privaten Nachbarschaft, Kontakte bei Hobbies, in Vereinen, andere Situationen, wo man sich häufig begegnet, miteinander Berührungspunkte hat, aber dies nicht vertiefen möchte.

    Beim Daten / Kennenlernen oder Freundschaftsangeboten ist es etwas anderes, da sollte die klare Aussage - aber freundlich (es ist ja ein Kompliment) - selbstverständlich sein.

    Rigide - mit allen Steigerungen - kann man Bedarf immer noch werden.

    Ein anderer Aspekt - manche Angebote, Einladungen werden gemacht, als Sympathiebekundung - wir müssen mal...- ohne präziser zu werden, wann. Die Umsetzung ist gar nicht die Intention.

    W,49
     
  27. Ich bin seit 20 Jahren selbständig, habe keine direkten Kollegen, deshalb ist die Situation bei mir eine andere.
    Dennoch: Wenn du mir so etwas entgegnen würdest, würde ich verletzt reagieren über deine pauschale Abweisung. Weil sie für mich beinhaltet, dass du glaubst ich will mehr von Dir als Frau und Du mich radikal ablehnst. Du ziehst strickte Mauern. Selbstverständlich kühlt danach erstmal "unsere Beziehung" ab.

    Was machst du denn in der Situation, wenn Du deinem Traummann in der Firma begegnest? Er bekommt doch sicher nicht diese pauschale Absage von dir, oder?

    Also bleib bei der Wahrheit. Du glaubst, wenn ich dich frage, ob wir gemeinsam einen Kaffee trinken wollen, will ich "mehr" von Dir. Ist das wirklich so? Schießt du da nicht über das Ziel hinaus? Wenn du klare Signale von mir bekommst, ist eine direkte Absage ala "Du bist einfach nicht mein Typ" für mich immer der ehrlichere und bessere Weg.
     
    • # 29
    • 25.12.2018
    • void
    Weniger Späße, weniger Fragen, weniger Antworten zu Privatthemen. Das ist natürlich doof, wenn Du sowas schön findest, aber ich würde nicht versuchen, den Kollegenkreis in einen Freundeskreis umwandeln zu wollen, und vermeiden, dass ich flirtend-spaßig rüberkomme.

    Du bist neu da, also wundert mich nicht, dass die hausinternen Singles und Rumflirter bei Dir als Flirt landen wollen. Also sei nicht überrascht, wenn der eine oder andere von denen ne Partnerin hat und Du nur Egopushmaterial bist. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn manche das "never fuck the company" von selbst denken und Dich daher sowieso nicht fragen.

    Das beinhaltet für mich auch, nicht zu freundschaftlich und privat und lustig rüberzukommen, bevor ich nicht weiß, ob das dort überhaupt so zugeht. Zumal, wenn Du erst als Ulknudel verschrien bist, Dich vielleicht auch keiner mehr so richtig professionell finden könnte. Man weiß nie, wie die Leute ticken und wie speziell Männer Frauen einordnen, die sehr "offen" wirken. Also mit jedem witzeln, jeden anflirten, mit jedem rumschäkern - ich sage nicht, dass Du das machst, ich weiß nicht, wie Du Dich benimmst. Aber man kann einfach drauf achten, dass man sich nicht verhält "wie zu Hause bei Freunden", die einen kennen und wo es auf nichts ankommt. Und: Es ist keineswegs gesagt, dass das, was Du willst, dort funktioniert. Freundschaftliches Verhältnis mit respektierten Grenzen, sich verstehen und gutes Team sein - das wird nicht in Deiner Macht liegen, das hinzubekommen, selbst, wenn Du Chefin der Leute wärst. Wenn nur einer das will, rennt der gegen die Mauern der anderen.
    Mit dem Grenzenrespektieren ist das auch so ne Sache. Du kennst die Leute nicht und weißt noch nicht, wie sie ticken. Am Ende hast Du einen Konflikt erzeugt, bevor Du überhaupt begriffen hast, wie die alle miteinander so funktionieren und persönlich drauf sind. Z.B. wenn einer sich jetzt von Dir angemacht fühlt, Dich wirklich nach nem Date fragt und Deine Abweisung nicht wegsteckt, weil er ein empfindliches Riesenego hat. DU bist die NEUE. Wenn er über Dich erzählt, erst machst Du alle an, willst aber wohl nur Rumflirten aus Egopush, bist Du bei allen unten durch, bevor Dich wer anderes besser kennengelernt hat, zumal alle dann gesehen haben, wie flirty-scherzend Du draufbist. Der Mann hat ja einen Heimvorteil, weil sie ihn besser kennen und schon "dichter" mit ihm sind als mit Dir.

    Ich würde mich zurücknehmen und aufpassen, dass ich nicht vergesse, dass ich nicht zu Hause mit meinen Freunden bin, sondern in einem neuen Team, in das ich mich noch integrieren muss, und dazu brauchst Du DIE, denn DIE machen die Regeln und beurteilen als Gruppe Dich, die Neue, und Dein Verhalten.
     

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