• 05.10.2017
    • Gast22

    Wie gehe ich mit der Abweisung meines Mannes um?

    Hallo,
    Mein Mann ist seit Jahren immer wieder lieblos, bis respektlos,
    besonders nach seiner Kur.
    Er war danach sogar aggressiv, wenn ich zB etwas gesagt habe, das ihm nicht gepasst hat.
    Ich habe mich dann "wegorganisiert" bin zum Sport. Er guckte nur fern und fing exzessiv mit Computerspielen an. Wenn ich ihn darauf anspreche, lässt er sich "nichts verbieten."
    Mein Wunsch nach Zärtlichkeit wird selten von ihm erwidert, ich hatte dann eine Affaire, weil ich so gelitten habe und mich nach Liebe gesehnt habe. Eine Trennung kam wegen der Kids nicht in Frage. Diese haben extrem unter unseren Streits gelitten. Und deutlich signalisiert, wir sollten uns wieder versöhnen.
    Nun fing er an, mit einer früheren Bekannten zu chatten, er erhielt auch Post, die er angeblich nicht mehr findet und ich nicht lesen soll.
    Jedoch versichert er mir, dass ich seine einzige Liebe sei.
    Ich rede mit ihm , sage ihm er sieht fast nur fern etc. Er sagt ich würde ihm nur Vorwürfe machen .
    Dann rennt er wieder zu seinen Computerspielen. Und ich bin wieder ohne ihn.
    Wenn ich mit ihm telefoniere, ist er äußerst kurz angebunden. Wenn ich mit ihm reden will, sagt er , er wäre mit seinen Gedanken jetzt woanders.
    Er geht nicht auf meine Nähewünsche ein. Läuft eher davon.
    Dann wirft er mir wieder vor, wenn mich jemand anflirtet.
    Ich wünsche mir einen Mann, mit dem ich intensiv leben kann ohne Distanz.
    Eine Paartherapie war bisher ohne Erfolg.
    Kann man sich seine Liebesbedürftigkeit abgewöhnen?
    Ich habe in Ratgebern gelesen, man solle sich rar machen und ihn auf Distanz halten, aber solche Spielchen finde ich unehrlich.
     
  1. Die Seite wird geladen...

    • # 1
    • 06.10.2017
    • NormaJean
    Diese Spielchen sind nicht bloß unehrlich, sondern in deiner Situation auch völlig unangebracht.

    Ich meine, was soll dir das denn bringen? Der sitzt doch eh nur vor dem Rechner oder dem Fernseher, er würde das wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen, wenn du dich zurückziehst. Vermutlich ist es ja genau das, was er bezwecken will.

    Schau mal, du hast doch schon alles getan, was du konntest. Du hast das Gespräch mit ihm gesucht, du warst erfolglos in Paartherapie, etc.
    Was willst du denn noch tun? Kreativerweise fällt dir dazu nur eins noch ein: dir deine Liebesbedürftigkeit abzugewöhnen. Dazu fällt mir nur ein: Hä? Wieso das denn? Wieso willst du dich denn für jemanden verbiegen, der dich ignoriert, sich respektlos verhält und sich seinerseits aus dem gemeinsamen Eheleben schon lange verabschiedet hat?

    Wahrscheinlich liegt die Wahrheit auch irgendwo in der Mitte. Kann schon sein, dass du ihm zu viel nörgelst und ihm damit tierisch auf den Keks gehst. Daher flüchtet er in eine Parallelwelt, offenbar hält er es anders nicht aus, will aber die Ehe auch nicht selbst beenden. Deine Aktion mit der Affaire war natürlich auch nich gerade deine beste Idee. Vermutlich hat er dort komplett abgeschaltet.

    Mein Rat: sieh der Realität ins Auge. Manchmal ist eine Ehe eben einfach am Ende, wenn alle Versuche, Konflikte zu lösen, nur einseitig sind und ins Leere laufen. Dieser Mann hat keine Lust mehr. Gebt euch frei und lebt euer eigenes Leben und seht zu, dass ihr für euch selbst wieder glücklich werdet. Du solltest dich auch mal fragen, was du noch so vom Leben erwartest. Bis ans Lebensende mit einem Mann, der dermaßen unbeweglich ist und keinerlei Interesse an dir als Person hat? Dazu wäre mir meine Lebenszeit irgendwie zu schade.

    Das haben die Kinder nicht mitzuentscheiden.
    Wenn man eine Scheidung sauber, ordentlich und ohne Rosenkrieg durchzieht, dann ist das durchaus zu verkraften.
    Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert, das müssen auch Kinder lernen. Die müssen mit Realitäten genauso lernen klarzukommen, wie wir Erwachsenen auch. Immer noch besser, als denen eine Illussion von Familie vorzuleben, in denen Mutter und Vater nichts mehr füreinander übrig haben. So werden sehr gefährliche Rollenbilder und Bindungsmuster vorgelebt, die sich in die Psyche des Kindes einbrennen, und die manchmal erst zu Tage treten, wenn die Kinder schon lange erwachsen sind und ihre eigenen Beziehungen nicht auf die Reihe kriegen.
     
    • # 2
    • 06.10.2017
    • void
    Das ist alles sehr traurig.
    widerspricht sich, in zwei lütten Zeilen sagst Du aus, dass die Kinder extrem unter den Streits leiden und sagst aber, Du bleibst wegen der Kinder. Klar wünschen die sich, dass ihr Idylle vorlebt und euch vertragt. Das tut ihr aber nicht und Du bist doch als Erwachsene so weit in Deiner Lebenserfahrung, dass Du schon weißt, dass man das Vertragen nicht einfach durch Wünschen hinkriegt.

    Noch ein paar Jahre diese Atmosphäre ertragen müssen, sehen müssen, wie zwei Erwachsene ihr Leben ertragen, sich hinter ihre seelischen Wänden verzogen haben, keine offene Konversation miteinander haben und den Kindern auch noch suggerieren, sie seien der Grund, dass dieses Elend nicht beendet wird, und jedes Jahr solche "Familien"-Feiertage, die ganze Zeit diese Stimmung "abwesender unterschwellig aggressiver Vater, der sich nicht mehr bewegt" und "unglückliche Mutter, die versucht, sich gefühlstot zu kriegen" und dazwischen vielleicht mal Streit.

    Du hast die wichtigen Angaben "Dein, sein Alter, Alter der Kinder" nicht geschrieben. Wenn ihr irgendwann sechzig, siebzig seid, denkst Du, das ist dann ne glückliche Beziehung geworden und Du hast nicht das Gefühl, Deine Jahre vergeudet zu haben? Die Fassade der Familie für die Kinder aufrecht erhalten, kann man nur, wenn die wirklich auch nichts mitkriegen von irgendwelchen Paarproblemen oder Fremdgängen und es einen liebevollen Umgang der Eltern miteinander gibt. Ein warmes Zuhause ist wichtig, nicht zwei Leute, die aneinander kleben und ganz offensichtlich unglücklich sind. Ihr lebt vor, wie sie es hoffentlich nie haben werden, und lernen von euch, dass man sich aus solchen Beziehungen nicht befreien darf, sondern aushalten muss.

    Ich hätte es anders geschrieben, wenn Du und Dein Mann nicht schon eine Paartherapie gemacht hätten. Vielleicht versucht ihr das noch mal. Aber Dein Plan, Dich in einen Zombie zu verwandeln, kann nicht Dein Ernst sein. Dein Mann sollte auch mal aufwachen, was er da veranstaltet vor euren Kindern. Sich wie ein bockiger Teenager zu benehmen, weil man mit seinem Leben oder seiner Beziehung unzufrieden ist, kann es ja nicht sein. Sicher hat er seelische Probleme, aber ihr zwei seit die Erwachsenen, eure Kinder können euch nicht an die Hand nehmen und zu einem Therapeuten oder zur Scheidung führen. So schlau müsst ihr schon selber sein, ihr habt Verantwortung, es geht nicht mehr nur um euer eigenes Lebensglück. Und wenn sich nichts ändert, willst Du Deinen Kindern dann immer noch vermitteln, dass sie das so ertragen müssen wegen ihrer eigenen Existenz? Dann sei wenigstens ehrlich zu Dir und sage Dir, dass DU bleiben willst und Deine Kinder eben dadurch auch bleiben müssen.
     
    • # 3
    • 06.10.2017
    • Lebens_Lust
    Klassisches "Auseinanderleben". Du bist nicht weniger respektlos, eine Affäre ist da keine selbstverständliche Reaktion, sondern macht die Situation schwieriger. Ich bin auch nicht er Meinung, dass es besser ist, wenn Kinder eine "lieblose" Beziehung erleben als eine saubere Trennung.

    Ich auch. Dadurch wird die Situation sicher nicht verbessert, eher verschärft. Ihr marschiert nach Deiner Beschreibung beide fleissig ausseinander, bis es irgendwann doch endgültig knallen wird.
    Was genau ist Deine Frage?
     
    • # 4
    • 06.10.2017
    • ErwinM
    Nur eine grundsätzliche Frage: Ist das geklärt, dass ihr beide ev. ein völlig unterschiedliches Nähe-Distanz Bedürfnis habt? Der eine möchte gerne immer mit dem Partner zusammenkleben, der andere braucht (auch) viel Abstand, ohne dass das heißt, dass er seinen Partner nicht liebt. Das große Problem bei der Sache ist nur: Es gibt keine gute Lösung, zumindet einer wird immer Leiden! Und ein etwa ausgeglichenes Nähe-Distanz Bedürfnis ist einer der Eckpfeiler einer glücklichen Beziehung/Ehe.
    ErwinM, 48
     
    • # 5
    • 06.10.2017
    • sonrix
    Na wenn selbst Paartherapie nichts gebracht hat und die Ratgeberliteratur abgearbeitet wurde, dann bleibt eigentlich nur die Frage, wie willst Du mit der Situation, die Du nicht ändern kannst umgehen?

    Trennung?
    Dir Nähe und Zuwendung woanders holen?

    Irgendwas muss Dich ja in der Beziehung halten, wenn Du Dir so intensiv Mühe gibst, doch noch eine Lösung zu finden...
     
    • # 6
    • 06.10.2017
    • Stern12345
    Du hast doch auch schon hier geschrieben, oder?

    Du bist die Frau mit den 3 Affären, deren Mann seit seiner Kur mit einer alten Schulfreundin schreibt und er seitdem wieder dein Interesse geweckt hat, obwohl es früher nicht vorhanden war, deshalb auch die Affären. Den Kontakt zu seiner Bekannten lässt er sich auch auf dein drängen hin, nicht von dir verbieten! Richtig?

    Du hast dazu schon so viel geschrieben bekommen! Nun fragst du wieder ob du etwas dagegen tun kannst, dass du ihn willst. Ich verstehe es einfach nicht?! Warum fragt (kommt in letzter Zeit öfter vor) ihr immer und immer wieder das gleiche, nur weil euch die Antworten nicht passen?

    Nochmal für dich zum mitschreiben.
    DU hast deinen Mann betrogen und er hat sich im Laufe der Zeit von dir entfernt! Stück für Stück. Er war sicher nicht immer lieblos zu dir, sonst hättest du ihn nicht geheiratet und Kinder mit ihm bekommen. Reflektiere dein Verhalten! Du hast dich respektlos Verhalten in dem du 3! mal fremdgegangen (hattest du vorher mal geschrieben) bist und er ist es heute, da er dich nicht mehr ernst nehmen kann und nicht mehr respektieren kann.

    Deine/Eure Ehe ist gelaufen und dein Mann hält auch nur noch der Kinder wegen daran fest. Eine Paartherapie ist gescheitert und reden mag er auch nicht mehr mit dir! Was bitte willst du also noch tun?

    Drei mal Fremdgehen war vielleicht einmal zu viel?!!! Trennt euch jetzt, solange ihr noch halbwegs miteinander umgehen könnt und wartet nicht, bis sich jemand von euch fremdverliebt, dann wird es oft schmutzig. Und das... Ist für die Kinder am aller schlimmsten!
     
    • # 7
    • 06.10.2017
    • Gast712
    Du bist dir selber unehrlich gegenüber! Man fördert kein "böses, charakterloses" Verhalten, indem man Respektlosigkeiten und wertloses Verhalten duldet!

    Gewöhne dir deine Schwäche ab, so einen Partner zu brauchen! Ich rege mich über solche Menschen wie dich so dermaßen auf. Du förderst das Böse und Schlechte.

    Man wird so behandelt, wie man sich behandeln lässt!
     
  2. Warum akzeptierst du sie nicht einfach? Er HANDELT doch absolut eindeutig, auch wenn er mit Worten versucht die Konsequenzen, die eigentlich folgen müssten, abzuwenden. Nicht nur du, auch deine Kinder leiden lt. deiner Aussage nach extrem darunter, dass ihr beide nicht in der Lage zu sein scheint die Realität zu akzeptieren. Ihr sperrt ja nicht nur euch in dieses lieblose Gefängnis, deine Kinder kommen doch auch nicht zur Ruhe und werden sich ständig Gedanken machen, ob alles wieder gut wird.

    Die eigentliche Frage, die du dir stellen solltest lautet: Warum habe ich so eine verdammte Angst die Realität zu akzeptieren und mit den Kindern auszuziehen? Ich habe mich vor 2 Jahren von meinem Mann getrennt und wir haben eine super harmonische Ehe geführt. Kein Streit, keine Unstimmigkeiten, fairer Umgang, aber auch er war in seinem Handeln eindeutig: keine Zweisamkeit, lieber auf dem Handy daddeln statt ein Gespräch mit mir, abends auf der Couch jeder in seiner Ecke, Blick auf den Fernseher gerichtet. Nach unzähligen Gesprächen darüber, auch mit vorsichtigen Warnungen wo der Weg hinführen wird, wenn wir nicht korrigieren, kam dann iwann bei mir das Gefühl, dass ich den Rest meines Lebens allein bleiben werde, wenn ich mit ihm zusammenbleibe. Und dann musste ich mich mit soviel Angst in mir auseinandersetzen. Ich habe die Trennung einvernehmlich mit ihm durchgezogen. Es fiel uns beiden schwer, aber wir wussten, dass es der richtige Weg ist.

    Meine Ängste hatten mit so vielen Dingen zu tun und ploppten manchmal so unkontrolliert auf. Ich habe mir Hilfe bei einer Psychotherapeutin geholt und das mit ihr gemeinsam sortiert. Die Prägung durchs Elternhaus (zumindest bei mir der schlimmste Punkt, weil extrem unbewusst und deshalb lange nicht fassbar/greifbar für mich: ich bin quasi großgezogen worden mit dem "Wissen", dass ich einen Mann brauche um eine "gute" Frau zu sein, andernfalls hat "frau" es halt nicht geschafft); die Angst davor, was andere sagen; Angst, ob ich es schaffe; Angst, ob sich Freunde von mir abwenden werden; und und und.

    Für meine Kinder war die Trennung kein großer Einschnitt. Als wir sie informiert haben, hatten wir bereits viele Antworten. Dass Papa eine Wohnung in der Nähe hat, die auch für den Kleinen (12) gut mit dem Bus zu erreichen ist. Dass er alle 14 Tage am WE und jeden Mittwoch bei Papa sein wird. Und und und. Erstaunlicherweise war die Aussage des Großen (18) zu unserer Trennung folgendes: "Wenn ich weiß, dass es euch beiden gut geht damit, dann ist für mich alles in Ordnung. Ich möchte nur nicht erleben, dass es einem von euch beiden schlecht geht, dass einer leidet."

    Vllt kannst du mit deinem Mann über eine erst mal vorübergehende räumliche Trennung reden, der Kinder wegen. Damit ihr alle zur Ruhe kommt und ihr zwei euch erst mal klar darüber werdet, was ihr eigentlich noch fühlt und wollt.

    Wünsche dir alles Gute :)
     
    • # 9
    • 06.10.2017
    • Sirius97
    Ich lese aus Deinen Zeilen, dass Du zwar verzweifelt bist, aber noch nicht verzweifelt genug, um den letzten Schritt zu gehen. Du suchst nach Ausreden (die Kinder) um das vor Dir selbst zu bemänteln.

    Ich darf das so schreiben weil ich auch so war, wie Du. Ich habe in einer komplett lieblosen/respektlosen Beziehung ausgeharrt und habe mir das schön geredet. Ich kann ja allein reisen, Freizeitakitvitäten usw machen.
    Und ich habe nicht an dem Mann geklebt, wie es hier in Beiträgen anklang. Wenn ich mir einen x beliebigen Menschen von der Straße geholt hätte und mit dem zusammengezogen wäre, wäre das eine nähere Beziehung gewesen, als das was ich hatte.
    Und auch ich dachte, dass die Kinder davon nichts bekommen, weil wir ja nicht/selten gestritten haben.
    Meine Ausrede vor mir selber war, ich darf ja die Familie nicht zerstören.
    Wach gerüttelt hat mich ein Freund, der an einer unheilbaren Krankheit jung erkrankt ist und inzwischen viel zu früh daran verstorben ist. Ich werde nie vergessen, wie er mir gesagt hat, dass es ihn erschüttert, wie ich mein Leben vergeude. Er würde vielleicht nicht mehr lange leben, aber er hat sein Leben in vollen Zügen gelebt. Hat viel von der Welt gesehen und hat viele gute Beziehungen zu Menschen, tolle Hobbies etc... aber ich bin gesund und lebe so schrecklich. Mir war das Schreckliche meiner Lage gar nicht so bewußt, aber mich hat sein Schicksal tief erschüttert und wachgerüttelt.

    Was mich nach meiner Entscheidung zum Gehen auch erschüttert hat, war die Einschätzung der Kinder. Unsere Ehe galt bei Ihnen als lieblos und so wollten sie niemals leben. Mein Sohn möchte aus diesem Grund seine Freundin niemals heiraten und aus diesem Grund kam er die letzten Jahre zu Weihnachten nicht mehr zu uns. Wir haben erst jetzt so offen darüber gesprochen.

    Mein früherer Mann hat natürlich nichts verstanden. Aus seiner Sicht ist er der beste Ehemann der Welt gewesen und ich eine hormonell durchgeknallte, leicht debile Schabracke. Liest man ja hier auch öfter von verlassenen Ehemännern ohne Reflektionsvermögen.

    Er war ja auch immer der Meinung, dass er viel Distanz bräuchte und ich Nähe. Ein distanzierteres Leben, als das, welches wir miteinander hatten, kann man gar nicht haben. Nach seiner Definition von Distanz müßten wir ja jetzt die perfekte Ehe haben. Kann er sich doch jetzt fröhlich zurücklehnen und den Zustand genießen.

    Ich halte das für Unsinn. Das Verhalten den anderen am ausgestreckten Arm zappeln zu lassen, ist eine passive Agression und eine Art der Unfähigkeit eine Beziehung sauber zu beenden.
    Seit ich gegangen bin ist mein Leben viel lebendiger geworden und fühlt sich nach meinem Leben an.
    Ich habe mir damals professionelle Hilfe geholt, um das Scheitern meiner Ehe zu verarbeiten. Ich versuche mit meinen Kindern ein neues Verhältnis aufzubauen und auch sie etwas zu heilen.

    Nimm mich wenigstens als schlechtes Beispiel, um für Dich daraus zu lernen.
     
    • # 10
    • 06.10.2017
    • Moona
    Das ist so in etwa eine der entwürdigendsten Situationen, die man in einer Beziehung erleben kann. Niemals sollte man in die Situation kommen, Liebe einfordern zu müssen. Selbst wenn gelegentlich noch ein paar Almosen in Form von erzwungenen oder gar erbettelten Zärtlichkeiten dabei herausspringen: ganz ehrlich: auf die würde ich dann auch noch verzichten.

    Das größte Liebesleid erlebt man, wenn man seine Liebe dort investiert, wo man nicht zurückgeliebt wird. Und Du bist nun leider gerade mit einem solchen Partner verheiratet, was die ganze Situation noch tragischer macht.

    Dann hilft als Soforthandlung nur noch eines: keine Bedürftigkeit mehr zeigen und auch nichts mehr erwarten. Das jedenfalls würden mir mein Stolz und mein Selbstwertgefühl gebieten. Mit einem solchen Ehemann würde ich fortan nur noch freundlich, verbindlich und sachlich distanziert kommunizieren. Fortan würde ich das als Wohngemeinschaft betrachten und würde zusehen, wie ich mir mein Leben möglichst konfliktfrei einrichte, wie ich mir Nieschen in meinem Leben schaffe, Menschen, Kontakte, Dinge und Orte, die mich unabhängig von meiner Beziehung glücklich machen. Soviel zur Sofortmaßnahme.

    Langfristig muß man sich natürlich überlegen, wie man aus der Nummer rauskommt, ob man rauskommmen will und wie das funktionieren könnte. Mit zwei Kindern vielleicht nicht so einfach, aber meist doch irgendwie machbar. Da ist aber ein kühler Kopf und ein langer Atem wichtig. Schritt für Schritt würde ich mein neues Leben planen. Viel Glück.
     
    • # 11
    • 06.10.2017
    • Pflanze23
    Seit wann ist das denn so bzw. wie ist es dazu gekommen. Wenn er sich schon immer so verhalten hat, hättest du ihn sicher nicht geheiratet und auch noch Kinder mit ihm bekommen. Wie schon geschrieben wurde, ist es schlimmer für die Kinder, ständig Streit zu erleben. Mir scheint es aber auch als hättet ihr ein großes Kommunikationsproblem, vielleicht solltet ihr das als erstes angehen.
     
    • # 12
    • 06.10.2017
    • Cho Oyu
    Du bist doch die mit den 3 Affären und hoffst jetzt mit etwas veränderter Darstellung Deiner Story auf schönere Antworten.

    Sorry so wird das nichts. Du reflektierst doch Null. Du warst während Eurer Beziehung mit drei anderen Männern in der Kiste und wirfst hier Deinem Mann nur Fehler vor. Viele von uns haben Dir beim letzten Mal schon klar die Meinung gesagt. Die waren zwar hart, aber fair. Hinterfrag endlich auch mal den Bockmist den Du gebaut hast. Ich würde Dich auch nicht mehr anfassen.

    M 47
     
  3. Guten Morgen,

    die Frage nach Nähe- und Distanzbedürfnissen erübrigt sich, wenn mentale Nähe vorhanden ist.
    Liebe FS, ihr habt euch beide aus den Augen und Ohren verloren. Um wieder zueinander finden zu können, bedarf es von euch beiden, ein *JA*. Ich sehe das nicht so und würde eine Trennung für die bessere Lösung halten. Der Kinder wegen, deren Antennen noch besser funktionieren, als bei Erwachsenen.

    Gefühle und Bedürfnisse abzutrainieren, halte ich für einen Verrat dir selber gegenüber. Ersatzbefriedigungen jedweder Art ebenso.
    Fordere von dir selber die nötige Aufmerksamkeit und Liebe, die du dir geben musst.
    Für jede Entscheidung gibt es die nötigen Wege, hab Vertrauen.

    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe!
     
    • # 14
    • 06.10.2017
    • Joggerin
    Ihr habt euch klassisch auseinandergelebt, du flüchtest dich in eine Affaire, um dir die Wärme zu holen, die Du nicht bekommst und dein Mann flüchtet sich in die Computerwelt um der Realität zu entfliehen.

    Ein offenes und ehrliches Reden miteinander über die gegenseitigen Wünsche und Vorstellungen inkl. Kompromiss ist offenbar nicht mehr möglich.

    Natürlich wollen eure Kinder eine heile Welt. Aber sie wollen keine vorgeheuchelte heile Welt. Man kann auch Kindern erklären, dass es nicht mehr passt.

    Eine saubere Trennung ohne Streit, regelmäßige Elternbesuche sind sicher ein angenehmeres und sichereres Umfeld für Kinder, als immer dieses drohende Damoklesschwert über der Familie.

    Wenn du dich nicht trennst, bleibt alles wie es ist, du bleibst unglücklich und hast auch nicht die Chance, jemals ein besseres Leben zu führen.

    Nur wenn du dich trennst hast du auch nur die Chance, jemanden zu treffen, der dich wirklich liebt und liebevoll behandelt.

    Ich habe mich aus einer ähnlichen Situation heraus getrennt. Es war das beste was ich machen konnte, ich fühle mich gut und frei auch wenn ich bislang keinen dauerhaften neuen Partner gefunden habe. Das einzige was ich kurz nach der Trennung bereute war, dass ich es nicht schon viel früher getan hatte...
     
    • # 15
    • 06.10.2017
    • Laubsk
    Irgendwie erinnert mich das an eine kürzlich gepostete Geschichte. Da war auch der Mann auf Kur und die arme Ehefrau hatte drei Affären und beklagte sich.
     
    • # 16
    • 06.10.2017
    • Kathyberlin
    Du machst ihm ja Vorwürfe, wie Du hier selbst schreibst. Und ja, Spielchen sind unehrlich, da hast Du Recht. Die Frage ist, ob Du in der Lage bist, ihn wirklich in Frieden zu lassen und Deinen eigenen Kram zu machen, ohne dabei an ihn zu denken. Einfach "loslassen".
    Was Dein generelles Nähebedürfnis betrifft: Schwierig. Du wirst ihn nicht ändern können. Frage Dich, ob Du mit dem Zustand jetzt leben kannst. Wenn Du loslässt, könnte es aber sein, dass er selbst mehr Nähe wünscht, weil er Dich auch nicht verlieren will, aber vermutlich nie so viel Nähe wie Du selbst.
    Lies mal: "Wenn Männer mauern." Generell ticken Männer anders als Frauen, und Dein Mann versteht im Zweifel Deine Sprache nicht. Rufe nach Nähe versteht er schon als Vorwurf. Lerne seine Sprache.
     
    • # 17
    • 06.10.2017
    • Tini_HH
    Wieso kommt eine Trennnung wegen der Kinder nicht in Frage?
    Es gibt Studien, die besagen, dass Kinder viel eher darunter leiden, wenn es unterschwellige unbesprochene Spannungen gibt - diese Kinder bekommen viel eher später Beziehungsprobleme und psychische Störungen als Kinder von getrennten Eltern. Wenn die Fronten geklärt sind, schadet das den Kindern nicht!
    Du willst aber nicht aus deiner Comfort Zone! Das wäre ja
    unangenehm und evtl. finanziell einschränkend.
    Dein Mann liebt dich nicht mehr und du ihn eigentlich auch nicht. SO richtig bist du auch kein Opfer, das sich nach Liebe sehnt. Trenn Dich! Von einem Mann, der sich so benimmt wie dein Mann kannst du außer evtl. Geld nichts mehr erwarten.
    Also nimm die Trennung in Angriff und lass die Affären sein, bis du alles geregelt hast und steck nicht den Kopf in den Sand.
     
    • # 18
    • 06.10.2017
    • annie83
    Liebe FS
    Der wievielte Thread zu deiner Ehe ist das eigentlich? Sorry Liebes, aber ich habe den Eindruck wir geben dir hier sachliche und ernüchternde, aber realistische Antworten, die du nicht hören möchtest.
    Statt dessen scheinst du auf Tipps zu hoffen, wie man einen abweisenden Ehemann in etwas verwandelt, was er noch nie war und nicht ist und nie sein wird. Sorry, wir können aber leider kein Voodoo und keine Magie, du müsstest da schon langsam in dieser Ecke suchen.
    Du musst die schmerzliche Realität akzeptieren, auch wenn es einfach weh tut. Diese Ehe ist gelaufen. Dieser Mann will dir nicht zuhören, er will nicht zärtlich zu dir sein, er hat dir deine Affären nicht verziehen und er entzieht sich dir - der Kinder wegen - vielleicht nicht räumlich und nicht finanziell, aber innerlich schon.
    Welcher Paartherapeut soll sich denn an dieser verzweifelten Situation noch bereichern, mit welcher Hoffnung auf welches Resultat? Du bist fixiert auf ein Traumbild von einer Ehe und auf etwas, was mit diesem Mann noch nie möglich war und was du mit ihm noch nie hattest. Gemäss deiner Schilderung war er ja schon längst so lieblos zu dir, dass es dich immer wieder zu anderen Männern hinzog. Dennoch gibst du diese Vorstellung nicht auf, mit diesem Mann unrealistischerweise noch mal eine liebevolle Ehe aufzubauen. Im Buddhismus nennt man so was glaube ich "anhaften" und das ist einer der grössten Gründe für Leiden.
    Eigentlich würde ich euch zu einer Trennung raten, oder dass ihr euch immerhin gegenseitig erlaubt, weitere Affären zu haben. Denn so zusammengepfercht und voller Ressentiments und unbefriedigter Bedürfnisse "der Kinder wegen" weiter zu leiden, ist einfach nur trist, trist, trist, da ist es nicht weit zum nächsten Kuraufenthalt.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 19
    • 06.10.2017
    • Vikky
    Luebe FS,
    garnicht gehst Du mit den Abweisungen Deines Mannes um.
    Schau in Deinen ersten Thread: Du hast ihn mehrfach betrogen, ihr habt keinen Respekt voreinander. Ihr seid nicht wegen der Kinder zusammen oder weil ihr euch doch liebt, sondern weil ihr beide zu feige seid, die notwendigen Aenderungen an eurem Leben vorzunehmen (=Trennung).

    Egal wieviel Threads Du in unterschiedlichen Varianten/geschoenten Darstellungen Du aufmachst - es ändert nichts am Sachverhalt, dass eure gemeinsame Zeit vorbei ist.
     
    • # 20
    • 07.10.2017
    • gast_m
    Eure "Beziehung" ist kaputt, da hilft nur die Trennung.

    Für Kinder ist eine Trennung besser, als täglich den Krieg mitzuerleben. Sie leiden immer noch unter Euren Streits.

    Der Paartherapeut hat das wohl nicht so gesagt, weil ihm sonst zwei Kunden abspringen...
     
    • # 21
    • 07.10.2017
    • Lebens_Lust
    Wenn ich es nicht völlig überlesen habe, hieß die Dame anders (power77). Das ändert nichts daran, dass hier offenbar beide beteiligt sind, beide voreinander flüchten und ein erkennbarer Wille, die Situation grundlegend zu verbessern, nicht vorhanden ist.
     
  4. Das Thema ist sehr schwierig. Computer spielen (zocken) hat auf viele Männer ein enorm großes Suchtpotential. Die Tatsache das du eine Affäre hattest, hat dies wohl noch verschlimmert. Jetzt stellt sich die Frage was du möchtest, was du dir wünscht und was du bereit bist dafür zu tun. Dein Mann ist in eine andere Welt entschwunden. Du selbst hast ja mittlerweile gemerkt, dass du in dieser Welt vorerst nicht mehr an ihn heran kommst. Hast du vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, dich mit ihm vor den Rechner zu setzen und dort die Zeit mit ihm zu verbringen und dich darüber ihm zu nähern?
     
    • # 23
    • 13.10.2017
    • Tina1981
    Die FS geht eigentlich gar nicht mit den Abweisungen um oder macht nichts dagegen.
    Wahrscheinlich ist seine Liebe zur Spielsucht größer als zur FS und da fängt für mich schon das Problem an.
    Naja, wenn selbst die Paartherapie nichts gebracht hat und die Ratgeberbücher abgearbeitet wurde, dann bleibt eigentlich nur die Frage, wie willst Du mit der Situation, die Du nicht ändern kannst umgehen?

    Es wird am Ende nur auf eine Trennung herauslaufen und nicht die Rettung der Beziehung bedeuten.