• 08.01.2018
    • sea07

    Wie agiert man, wenn der Freund sich nach einem Konflikt zurückzieht?

    Guten Morgen,

    ich habe das Problem, dass mein Freund (27) sich nach einem Konflikt bzw wenn ich in seinen Augen was falsch gemacht habe zurück zieht.. er sagt zwar kurz die Meinung aber bockt dann erst mal 2-3 Tage.
    So lange war das noch nie der fall.
    Schreibe ich dann oder sage er ignoriert mich, streitet er es sogar ab.

    Wie ein bockiges kleines Kind.

    Was kann man da machen?

    Ich hab mir selber schon geschworen, dass ich so etwas nicht ein zweites mal mitmachen werde. Mich macht sowas kaputt.
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
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    • # 1
    • 08.01.2018
    • Laubsk
    Wie werden die Konflikte ausgetragen? Fallen da schroffe Worte? Bleibt ihr sachlich?

    Ob dein Freund mimosenhaft reagiert oder ob du eventuell unter dem Deckmantel des "Konfliktes" dann ziemlich austeilst, erschließt sich mir nicht. Kannst du mal ein Beispiel geben?
     
    • # 2
    • 08.01.2018
    • Cho Oyu
    Du schreibst, kurz sachlich was Sache ist. So könntest Du auch damit umgehen. Beziehungsende!
    Wenn das der einzige Grund ist und du wirklich so kühl bist. Dann trenne Dich, ansonsten muss das von ihm kommen. Ändern kannst Du ihn nicht.

    M 47
     
    • # 3
    • 08.01.2018
    • Amytan
    Liebe FS,
    natürlich ist es schwer, wenn sich ein Partner, statt sich mit dem Konflikt auseinander zu setzen, zurück zieht und nicht mehr mit dem Anderen spricht. Aber es entsteht ein »Teufelskreis«, wenn du dich, wie hier
    ebenfalls in die Streitzone begibst. Er streitet ab, was du sagst, du streitest ab, was er sagt ...

    Besser ist es, wenn du - zeitlich weit weg vom Streitthema - in einer ruhigen Minute mit ihm das Gespräch suchst. Ihm erklärst, was mit dir passiert, wenn er sich völlig zurück zieht und nicht mehr mit dir spricht. Sag' ihm dass du darunter leidest und lieber mit ihm die Konfliktursache besprechen würdest, damit ihr ein nächstes Mal nicht mehr ungeschützt darauf zusteuert.

    Wenn er darauf nicht eingeht, solltest du dir schon überlegen, ob du dir nicht lieber einen offenen, nicht (oder weniger) konfliktscheuen Partner suchst. ICH könnte mit einem sich ständig sich zurückziehenden und gekränkt schweigenden Mann nicht leben ...
     
    • # 4
    • 08.01.2018
    • Sirius97
    Mir hat sehr gefallen, was Amytan dazu geschrieben hat. In einem konfliktfreien Zeitpunkt ein sachliches und ruhiges Gespräch über seine Streitkultur zu suchen.
    Konflikte bzw Dinge anzusprechen, die Reibungen in einer Beziehung verursachen, finde ich unersetzlich. Es ist nur wichtig, wie beide damit umgehen. Dieses "nicht sprechen" empfinde ich z.B. schon als eine Art Machtspiel und emotionale Erpressung: Wenn Du nicht machst, was ich will, dann setze ich mit meinem Schweigen unter Druck und zwar so lange bis Du machst was ich will. Das Verhalten wird Dich dann irgendwann sprachlos machen. Dann werden Probleme nicht mehr ausgesprochen und nehmen immer mehr Platz zwischen Euch ein.
    Das fatale ist, dass es mitunter nur kleine Mißverständnisse sind, die leicht geregelt werden können, wenn man nur mal drüber redet.
    Das ist übrigens ein Verhalten, das ich merkwürdigerweise oft bei Frauen in der Generation vor mir beobachtet habe.

    Genauso schlimm finde ich aber auch das Totgequatsche. So lange reden, reden und reden und den anderen nicht zu Wort kommen lassen, bis der andere nicht mehr reden möchte. So bringt man auch Leute zum Schweigen.
    Beide Strategien sind Beziehungskiller.
     
    • # 5
    • 08.01.2018
    • sea07
    Danke für deine Antwort.
    Nein, ausfallend bin ich sowie auch er noch nie geworden.
    Wir sind allerdings auch erst ein paar Wochen/Monate zusammen.
    Ich werde aber generell nicht ausfallend und er denke ich auch nicht, so ist er nicht.
    Sachlich bleiben wir beide, aber ich denke er nimmt mich teilweise nicht ernst bei sowas.
    Ich werde halt dann auch ziemlich sauer und schicke leider in Whatsapp Nachrichten nach a la "kann dir gar nicht so wichtig sein" oder "kannst du es nicht mit mir klären? scheinbar nicht".
    Er lest es, es kommt keine Antwort und ich werde innerlich richtig richtig sauer und muss mich beherrschen nichts böses zu schicken. Schicke natürlich nichts böses.
     
    • # 6
    • 08.01.2018
    • Tomyi
    Das ist ein Kommunikationsproblem.
    Du kannst Dich mit Eurer Kommunikation beschäftigen. Lies Dich mal zum Thema ein.

    Da er nicht komplett mauert, denke ich, sieht es ganz gut aus.
     
    • # 7
    • 08.01.2018
    • carpe
    Hatte ich auch schon häufig: Männer, die sich bei Konflikten bockig zurück ziehen, statt zu diskutieren oder zu streiten. Dahinter steckt eine schnelle Gekränktheit und mangelndes Selbstbewusstsein. Mein letzter Freund brach bei Unstimmigkeiten gerne mal für ein paar Stunden bis ein paar Tage den Kontakt ab. Er entschied dann, wann es wieder "gut" war und suchte wieder den Kontakt, als wäre nichts vorgefallen. Das ursprüngliche Problem wurde nicht mehr angesprochen. Wenn ich es noch mal aufgreifen wollte, weil es für mich eben durch die Distanz nicht vom Tisch war, wurde das als nervig empfunden. Für mich war das einfach nur passiv-aggressiv und kindisch. Im Job muss ich mich Problemen auch offen und sachlich stellen.
    Ich hab dieses Verhalten ein paar mal ertragen, dann aber schnell den Respekt vor dem Mann verloren und Schluss gemacht. Das war für mich wie eine Erlösung.
     
    • # 8
    • 08.01.2018
    • Salsera
    Wenn ich Deinen Post richtig verstanden habe, suchtst Du nach seinen Rückzügen immer das Gespräch. Lass ihn doch einfach mal so lange schmollen, wie er es "braucht". Vielleicht sieht er dann, dass er Dich damit nicht beeindrucken kann. Ich war auch mit so einem Mann zusammen. Eines Tages habe ich zu ihm gesagt: "Wie lange möchtest Du diesmal schmollen?" Daraufhin musste er lachen, und der Streit war vergessen. Aber vielleicht ist das nicht seine Art von Humor, dann würde ihn jetzt erst einmal in seinem Schweigen schmoren lassen. In der Zwischenzeit überleg doch mal, wie es kommt, dass er sich so massiv zurückzieht. Gibt es da Reizwörter, die im Streit fallen?
     
    • # 9
    • 08.01.2018
    • Jana_09/15
    Ihr habt offenbar beide keine allzu gesunde Streitkultur. Man klärt Dinge nicht via Whatsapp, wobei Gezicke über Whatsapp noch eine Stufe ärger ist.

    Prinzipiell kann ich dich aber verstehen. Es macht mich auch fuchtig, wenn ganz offensichtlich ein Problem im Raum steht und mein Gegenüber mauert und blockt, anstatt sich auszukeksen. Zu sagen, was ihn stört oder was seine Meinung zu Sachverhalt XY ist.

    Ich hab ein Exemplar mit eigentlich sehr guter Streitkultur, nur wenn er grad schlimm Stress hat, läuft es ähnlich - gerade gestern erst. Ich sagte etwas bezüglich unseres nächsten Urlaubes, man redet ganz normal weiter, und plötzlich zieht Eiseskälte aus und es wird gebockt. Ich musste erst einmal sehr behutsam herausfinden, was ihn überhaupt angefressen hatte. Danach konnten wir es auch in Ruhe klären.
    Ich komm mir bei so etwas auch immer etwas dämlich vor, irgendwie mütterlich, was ich nicht mag.

    Wie auch immer, wenn du diesen Mann behalten willst: ruhig bleiben, nachfragen wo das Problem liegt, sachlich sein, zuhören. Erst wenn du verstanden hast, worum es ihm geht, deine Argumente vorbringen, ihn an der Lösung des Problems teilhaben lassen, kompromissbereit bleiben, seine Sicht der Dinge auch akzeptieren, so wie du deine Sicht gern akzeptiert hättest.

    Nicht: gegenfeuern, seine Sicht der Dinge respektlos herabwürdigen, nicht zuhören, selbst zickig werden.
     
    • # 10
    • 08.01.2018
    • Tulaya
    Ein bisschen kann ich deinen Freund verstehen. Ich ziehe mich auch gerne erst einmal nach einem Streit zurück. Nicht, weil ich konfliktscheu bin, sondern weil ich mich dann erst einmal sortieren muss und möchte. Ich habe sonst die Neigung dazu, emotional zu werden und manchmal dann auch ungerecht. Mein Mann hat das verstanden sowie akzeptiert und lässt mich dann eben in Ruhe, weil er weiß, dann wir danach das Problem ganz sachlich und vernünftig besprechen können. Wenn ich kurz nach einem Streit mit Nachrichten oder erzwungenen Gesprächen bedrängt werden würde, dann müsste ich mich wohl schwer zusammenreißen nicht bockig zu werden, die Bereitschaft zur vernünftigen Klärung sinkt dann bei mir - auch wenn ich das eigentlich gar nicht will. Vielleicht ist dein Freund ähnlich gestrickt? Da kann man sich ja als Partner drauf einstellen und lernen, damit umzugehen.
     
    • # 11
    • 08.01.2018
    • Sirikit
    Wenn mein Freund schlechte Verhaltensmuster - so wie hier klassisch passiv agressiv- an den Tag gelegt hat dann hat es immer gut geholfen ihn darin zu entblößen. Geht aber nur wenn man nicht unterschwellig selbst auf Provokation und Rache aus ist.

    Das geht also so : zuerst überprüfe ich meine innere Haltung. Bin ich verschlossen ? Bin ich bereit mich wieder zu öffnen und dem anderen gutwillig gegenüberzutreten ? Wenn nicht sollte man sich sowieso nicht wundern wenn die Stimmung im Keller ist.
    Dann erkläre ich ihm über ein paar Tage hinweg was zb passiv aggressives Verhalten ist und woran man das bei ihm erkennt. Ich kann das gut erklären . Auch was zb eine Opferhaltung ist oder ähnliches... (Zuletzt mal habe ich eine zeitlang vieles mit "du Opfer" kommentiert o_O).
    Meinen Freund jedenfalls ärgert das sehr. Er kann das dann nicht auf sich sitzen lassen. Also er verhält sich tatsächlich nur kindisch und unfair solange er nicht ohne Zweifel durchschaut ist. Liegen aber die Fakten am Tisch und ich kann auch ehrlich und aufrecht hinter meiner aktuellen Haltung stehen dann hört er auf. Er will ja nicht als der Depp dastehen ...
     
    • # 12
    • 08.01.2018
    • ErwinM
    ??? Was ist denn das? Eine frische Beziehung mit beidseitiger Verliebtheit scheint das ja nicht zu sein. Kann es sein, dass Du für ihn nur ein Notnagel bist, er nicht wirklich in Dich verliebt ist? Sein Verhalten würde zumindest ich so deuten.
    ErwinM, 48
     
    • # 13
    • 08.01.2018
    • Vikky
    Ich würde ihn sich zurückziehen lassen und ihm keinesfalls Nachsetzen per WA oder sonstwie.

    Und wenn er seine infantile Muckscherei beendet hat und wieder ankommt, dann würde ich ihn exakt so lange ignorieren, wie er mich hat schmoren lassen. Von der Methode des Spiegelns halte ich sehr viel, weil sie bei solchen Folterknechten hochgradig wirksam ist.
    Die am eigenen Leib/der eigenen Seele erfahrene Pein ist wirksamer als alles verbale Abarbeiten an einem "alten, bockigen Kind".

    Entweder ist das das Ende der Beziehung, weil er schon wieder in der nächsten Mucksch-Schleife rotiert, oder man setzt sich danach zusammen und fängt mal an, Konflikte wie erwachsene Menschen zu führen und zu lösen.
     
    • # 14
    • 08.01.2018
    • Lionne69
    Das ist ein Verhalten, da habe ich Null Toleranz.

    Ich bin mit einem Vater aufgewachsen, der nach seinen Jähzorn / Gewaltausbrüchen dann tagelang einen versuchte mit Missachtung zu strafen.
    Geredet und geklärt wurde nie - unter dem Familienteppich liegen ganze Berge.

    Sicherlich sollte man bei dieser Kommunikations-un-kultur prüfen, ob man selbst einen Anteil hat.
    Ob Veränderungen möglich sind.
    Aber - wenn nicht, dann geht es nicht.
    Es macht einen selbst kaputt.

    Hier scheint es längst zur Beziehung dazu zu gehören als Verhaltensmuster.
    Kaum korrigierbar, deswegen - lieber ein Ende.

    Es gbt genügend Männer, die erwachsen kommunizieren können.
     
    • # 15
    • 08.01.2018
    • Kathyberlin
    Er benimmt sich wie ein pubertierender Jugendlicher. Willst Du Dir das antun? Du willst doch sicher eine erwachsene Partnerschaft auf Augenhöhe führen und keinen solchen Kinderkram. Ich habe selbst erst grad mit meinem Freund Schluss machen „müssen“, der immer wieder solche Spielchen betrieben hat. So sehr es wegtut, man kann sich nicht auf Dauer zum Spielball solchen kindischen Verhaltens machen lassen. Besserung ist unwahrscheinlich.
     
    • # 16
    • 09.01.2018
    • Moona
    Dieser Satz war jetzt aber auch der interessanteste. Er ist also der böse Bub, der sich bei Streit zurückzieht. Vielleicht ist er nun auch verletzt oder ratlos?

    Jetzt sag mal, was soll man denn auf solche Bemerkungen sagen/schreiben/tun? Ganz ehrlich: ich wüsste es auch nicht, wie ich mit sowas so ganz spontan umgehen sollte. Insbesondere würde ich mir überlegen, ob ich dabei bin, mit dieser Beziehung einen guten Weg einzuschlagen.

    Steiten per SMS oder Whatsapp ist ohnehin eine unglückliche Sache
     
    • # 17
    • 09.01.2018
    • Tulaya
    Schlechter Rat an die FS - bitte nicht nachmachen. Wer möchte schon vom Partner tagelang und ausgiebig die Welt erklärt bekommen? Es spricht ja nichts dagegen, ungesunde Verhaltensmuster in einer Partnerschaft zu thematisieren - ganz im Gegenteil. Aber tagelang erklärt(!) zu bekommen, was an meinem Verhalten nicht in Ordnung ist und welche Rolle ich dabei einnehme inkl. verletzendem Verhalten (Kommentare "du Opfer"... naja, das finde ich mehr als grenzwertig. Damit erreicht man im besten Fall eine "Umerziehung", wenn der Mensch dafür empfänglich ist, aber sicherlich kein Umdenken. Ich schüttel schon den Kopf, was sich manche Menschen vom Partner bieten lassen - hört sich gemein und fies an, aber nicht nach einer vertrauensvollen Weiterentwicklung der Persönlichkeit innerhalb einer Partnerschaft.
     
    • # 18
    • 09.01.2018
    • Tulaya
    Das ist doch nicht vergleichbar. Die FS schreibt, dass keiner ausfallend wird.
    Im Weiteren gebe ich dir aber recht. Streitkultur prüfen, eigene Anteile sehen und dann in einem ruhigen Gesprächen schauen, wo Änderungen und Annäherungen möglich sind. Ich denke, wen die FS ihrem Freund z.B. provozierende Nachrichten a la "interessiert dich doch alles nicht" hinterherschickt, bekomme ich eher den Eindruck, dass ihr Kommunikationsverhalten recht anstrengend ist - vielleicht geht sie im persönlichen Gespräch ähnlich vor? Und der Freund reagiert eben mit Abblocken darauf? Insgesamt für mich von außen irgendwie sehr anstrengend.
     
    • # 19
    • 10.01.2018
    • pixi67
    Ich leide bei Rückzug wie Hund und zwar wie ein bestrafter. Und genau deshalb komme ich in die Not genau dann zu diskutieren und zu reden...
    Was für solche Menschen, die den Rückzug brauchen genau das Falsche ist.
    Mit Abstand ist mein Resumee für mich:
    Ich komm damit nicht klar!
    Ich habe es versucht und kann verstehen warum andere den Rückzug brauchen aber selbst damit leben kann ich nicht.
    Ich weiß das von mir und akzeptiere das.
    In einem neutralen Moment spreche ich es an und hoffe dass man Lösungen findet die beiden gut tun.
    Zb ankündigungen.. Ich brauche jetzt einen Tag, melde mich morgen Abend.
    Geht so eine ruhige Klärung nicht, dann muss ich für mich sagen: der Punkt ist bei mir wund und wichtig.
    Und ich kann es vergessen, weil ich das eben nicht vergessen kann.

    Du musst für dich wissen, wie wichtig ist dieser Punkt.
    Teile es ihm in Friedenszeiten mit
    Versucht zu verhandeln wie eine gemeinsame Lösung aussehen kann.
    Und schau auf dich wie es dir/euch auf Dauer damit geht.
     
    • # 20
    • 10.01.2018
    • sea07
    Hallo Ihr Lieben,
    danke für eure Antworten und Meinungen.
    Wir haben jetzt 1,5 Tage miteinander verbracht und auch geredet.

    Ich weiss jetzt auch, was sein eigentliches Problem ist, was zu der Aktion vom Freitag noch dazugekommen ist.

    Er fühlt sich bei mir, als müsste er "müssen". Er sagt er hat mich gern und ich bin ihm wichtig und er will eine Zukunft mit mir, aber er sagt ich erwarte zu viel von ihm am Anfang.
    Er ist ein Mensch der Zeit braucht, noch nie wirklich eine lange Beziehung gehabt hat, länger Single war usw.
    Ihm reicht es z. B. AKTUELL(!) mich 2 mal in der Woche zu sehen und ich möchte halt ETWAS mehr.. ich habe mich dann halt öfter "beschwert" bzw. gesagt "oh man wann sehen wir uns wieder" oder "wieso sehen wir uns nicht öfter" und er sagte mir, dass ich natürlich sagen darf, wenn mich was stört, aber wenn ich es öfter mache, dann kommt er sich halt vor, als müsste er müssen. Er verbringt gerne Zeit mit mir, aber er will es eben langsam beginnen und nicht den selben Fehler wie bei den Ex-Freundinnen machen mit gleich auf 100. (GLEICH AUF 100 ERWARTE ICH SOWIESO NICHT).
    Ihr müsst wissen, ich hatte 4 Jahre eine Beziehung und bin mit dem Ex auch schon 2 Jahre zusammen gewohnt.. Ich kenne es halt anders.. und hab daher etwas andere oder "mehr" Erwartungen.

    Könnt ihr ihn verstehen?

    Ich habe das Gefühl, umso mehr ich wegen Thema sehen "meckere", desto eher zieht er sich zurück.. Vielleicht sollte ich einfach mal genießen, nichts mehr sagen und warten was er draus macht?
    Jetzt schon beenden kommt für mich nicht in Frage..
    Ich weiss noch bei meinem Ex, dass sich das auch erst einpendeln musste, wir haben uns am Anfang auh nicht so oft gesehen wie später.. aber keine ahnung?!
     
    • # 21
    • 10.01.2018
    • Kathyberlin
    Ich gebe Dir zu 100% Recht. Ich habe mich gerade von einem Mann getrennt, der immer wieder abgetaucht ist - ob aus irgendeinem für mich nicht erkennbaren Grund oder einfach, weil er "null Bock" hatte oder was auch immer! Das ist kein respektvoller Umgang. Eine vernünftige Kultur, Auseinandersetzungen zu klären, ist die Basis für eine langfristige Beziehung. Wenn das schon am Anfang so los geht, möchte ich gar nicht wissen, wie sich das innerhalb von ein paar Jahren einschleift. Es ist auch nicht richtig, sich als Frau zu verbiegen und klein zu machen, um es ihm recht zu machen. Ein solches Partnerverhalten führt zu Verunsicherung und dazu, dass Probleme irgendwann gar nicht mehr geklärt werden, weil solche Reaktionen zu erwarten sind. Dann werden sie erst gar nicht angesprochen. Als ich noch bereit war, mich mit diesem Verhalten zu arrangieren, hab ich meinen Ex damit aus der Ecke geholt, dass ich ihn gefragt habe, ob er schmollt, was los ist und wann wir wieder reden können. Dann kam er meist an, wenn auch in der Regel mit großer Verzögerung. Aber wie gesagt, auf lange Sicht ist das kein Zustand. Insofern - wie oben gesagt - "lieber ein Ende". Je länger Du damit wartest, umso schmerzhafter wird es und umso größer der emotionale Schaden durch "Verbiegen". Such Dir lieber jemanden, mit dem man ganz normal reden kann.
     
    • # 22
    • 10.01.2018
    • carpe
    Ich sehe das genauso wie pixi. Dieses Verhalten, auch wenn es erklärbar ist, tut einem selbst einfach nicht gut. Zumindest nicht, wenn man sich eine zeitnahe und erwachsene Klärung von Problemen wünscht.
    Im Grunde habt ihr zwei sehr unterschiedliche Einstellungen.
    Zum einen den sehr unterschiedlichen Umgang mit Problemen und einen unterschiedlichen Nähe-Distanz-Wunsch.
    Das birgt eine Menge Sprengstoff und ich weiß nicht, ob es funktionieren kann, ohne das sich einer von euch sehr verbiegen muss.
     
    • # 23
    • 11.01.2018
    • sea07
    Ja, da muss ich Dir Recht geben.. Dennoch versuche ich mal, "Druck" bzgl. Treffen rauszunehmen und lasse mal mehr ihn machen.. Evtl. klappt es ja dann. Er sagt immer er braucht da Zeit. Wenn ich zurückblicke, er hat generell immer schon viel Zeit für alles benötigt. Bis wir zusammen gekommen sind usw.
    Ich denke, ich werde die Sache mal versuchen entspannter zu sehen und dann kann ich es ja immer noch beenden in paar Wochen z. B.
     
    • # 24
    • 15.01.2018 um 00:44 Uhr
    • Libertybelle
    • EP-Profil
    Statt ihm schreiben

    "Kannst Du es mir nicht sagen. Scheinbar nicht!"

    und

    "Ich bin Dir ja nicht wichtig"

    Schreib ihm was Du möchtest.

    Ganz hohe Schule wäre GfK. (gewaltfreie Kommunikation)
    "Wenn Du XY machst, dann macht das XY mit mir weil ich XY...
    Würdest Du XY für mich tun"

    Konkretes Beispiel:

    Wenn Du tagelang schweigst, dann fühle ich mich traurig, weil ich brauche, dass Du mit mir sprichst / sms schreibst.
    Wärest Du bereit mehr mit mir zu sprechen?


    Wobei..für mich funktioniert das in Beziehungen nicht. Einen Partner den ich mit therapeutischer Sprache 'heilen' muss, möchte ich ehrlich gesagt nicht. Ich finde so jemand gehört zuerst mal.in ein Coaching/Therapie und dann in eine Liebesbeziehung.
    Ich hätte weder Lust noch Kraft, mir "sowas" aufzuhalsen.

    Mein Tip ist - lass ihn in seinem Schweigen sitzen und geh. Es gibt genug Männer, die Frauen wertschätzend behandeln.GGenieße Dein Leben an der Seite eines solchen Mannes.

    Er wird entweder bei der nächsten Frau auch wieder den großen Schweiger spielen und versuchen sein Machtspiel zu wiederholen, oder der Liebeskummer um Dich bricht ihn soweit auf, dass er sein Verhalten von selber ändert.

    Vielleicht gibts dann ein.erneutes, transformiertes Aufeinandertreffen in 7 Jahren. :)