• 12.08.2017
    • Vanille67

    Wie agiert man nach einer Pause?

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    heute brauche ich mal euren Rat. Bin etwas verwirrt und würde gerne klarer sehen.
    Ich (49 w) habe Ende letzten Jahres einen Studienkollegen (50) nach über 25 Jahren wiedergetroffen.
    Wir trafen uns dann Ende Jänner daraus wurde bald mehr.
    Mir geht es in allen Belangen recht gut, ihm genau umgekehrt.

    Bis Anfang Juni hatten wir es wunderschön miteinander, sehr vertraut und innig. Wir konnten wir uns nicht so oft sehen, manchmal 2 Wochen nicht.
    Wenn wir nicht zusammen waren, kam relativ wenig von ihm.
    Nach einem besonders tollen Wochenende, kam dann der Umschwung. Am Abend hat er sich bei mir gemeldet, dass bei seiner Rückkehr seine Exfrau im Haus gewesen wäre (sowohl sie als auch ihre Eltern haben Schlüssel und gehen dort ein und aus nach Belieben) und ihm Vorwürfe gemacht hätte, er würde Haus und Kind (17) vernachlässigen.
    Ab da wurde sein Verhalten deutlich distanzierter und weniger liebevoll.
    Dann hat er seinen Job verloren. Obendrein ist seine Mutter nach einem Sturz ein Pflegefall und er muss/möchte alle 2 Wochen ca. 300km zu ihr um sie aus dem Heim zu holen, damit sie ein wenig Zeit wieder in gewohnter Umgebung ist.
    Schließlich hat er mich auf ein verlängertes Wochenende bei seiner Mutter eingeladen. 2 Tage waren schön. Ich habe versucht irgendwie behilflich zu sein, hatte aber das Gefühl, dass das eher nicht gewollt war. Dann hat er die Mutter zurück ins Heim gebracht. Er war angespannt, wollte trotzdem Sex (hat vorher zum 1. Mal nicht geklappt) und es war grauenhaft. Ich hatte noch nie Geschlechtsverkehr fast ohne Küssen, ich kam mir richtig bestraft vor. Die lange Heimfahrt war distanziert. Später hat er sich noch kurz gemeldet.
    Ich habe ihm dann geschrieben, dass ich ihm gerne helfen würde, aber nicht wüsste wie, ihm aber auf jeden Fall Zeit zum Abschalten anbieten kann, ohne irgendwelche Verpflichtungen, wir könnten auch nur ins Kino gehen, oder Kaffee trinken. Er soll wissen, dass ich für ihn da bin, wenn er mich braucht. Daraufhin kam, er bräuchte länger um zu antworten, zuerst einmal bräuchte er einen Kaffee. Nach 3 Tagen dann: er entschuldigt sich für die späte Antwort, er hätte nicht gewusst, was er sagen sollte. Er denkt er braucht jetzt einmal eine Pause und wisse nicht, ob er überhaupt für eine ernsthafte Beziehung bereit wäre, denn da würde er sich gleich eingeengt fühlen.
    Ich habe ihm geantwortet, dass ich mir das schon gedacht habe, dass eine Pause gut wäre, weil es sich schon sehr unentspannt angefühlt hätte und dass ich gerne, falls er Zeit hätte, mit ihm kurz reden würde, weil mir manche Dinge nicht klar sind und ich vor allem wissen möchte, was er genau unter einer Pause versteht. Außerdem dass ich gerne was auch immer geschieht ein normales Verhältnis zu ihm haben möchte und nicht will, dass Missverständnisse verbleiben.
    Das ist nun zwei Wochen her und es gibt keine Antwort. Unsere gemeinsamen Bilder sind weiterhin auf seinem Instagramaccount. Ich bin jetzt völlig ratlos.
     
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    • # 1
    • 13.08.2017
    • EarlyWinter
    Lass ihn doch einfach. Ich habe nur eine Frage an dich und danke an dieser Stelle @INSPIRATIONMASTER - hast du kein Selbstwert, Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen? Bist du dir nicht mehr wert als DAS??? Spätestens nachdem er dich wie eine N*** behandelt hat hättest DU für immer den Kontakt abbrechen müssen statt ihm hinterher zu hecheln und zu beteuern, du bist für ihn da. Was ist eigentlich los mit dir? NICHTS rechtfertigt sein Verhalten. So benimmt sich jemand, dem du komplett egal bist.
    Und diese ewigen "Aber unsere gemeinsamen Fotos sind doch immer noch auf FB / Instagram..." kann ich nicht mehr hören. Das bedeutet GAR NICHTS!!! Die Plattformen sind maximal unverbindlich und es interessiert wirklich niemanden, was für Fotos da sind. Du klammerst dich an einen Strohhalm da, wo du am besten den Kontakt abbrechen und dich um Menschen bemühen solltest, denen du wichtig bist statt ein totes Pferd zu reiten.
    Pause heißt das, was es immer heißt - Ende.
     
    • # 2
    • 13.08.2017
    • INSPIRATIONMASTER
    Das kommt mir alles sehr bekannt vor und zwar mehrfach, alles typisch Frau, sie versteht nicht was Pause heißt, er empfindet dies alles als Druck!
    Was du willst zählt hier nicht, für ihn zählt nur das, was er möchte, sehe keine Zukunft, ich würde beenden!
     
    • # 3
    • 13.08.2017
    • Amytan
    Das kann ich so nicht sehen: die FS ist es sich wert, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen! Sie erkennt die vielen Baustellen, in denen ihr Freund steckt (ein 17jähriges Kind, um das er sich mehr kümmern muss; eine Mutter, die von gleich auf jetzt ins Heim musste, und der er mit viel Zeitaufwand ihr Los leichter machen möchte; den Jobverlust; die Entfernung zur FS ...).
    Also wenn @Vanille67 an dieser Stelle geschrieben hätte, ihr sei das jetzt alles zu viel, sie würde lieber die Fliege machen: ich hätte sie dafür verurteilt!

    Da dein Freund um "eine Pause" bittet, solltest du ihm diese geben, liebe FS. Er braucht sie offensichtlich sehr, um sein recht plötzlich aus den Fugen geratenes Leben zu ordnen. Ich würde ihm, an deiner Stelle, signalisieren, dass ich im Hintergrund da bin, falls er Hilfe - in welcher Form auch immer - braucht. Er mag davon Gebrauch machen, oder auch nicht. Gib ihm ein halbes Jahr, finde heraus, wie du selbst dich damit fühlst, und dann kannst du dich immer noch von ihm trennen.

    Auf nicht gelöschte Bilder im sozialen Netzwerk würde ich gar nichts geben! Er hat momentan ohnehin anderes im Kopf ... Und einmal nicht ganz so befriedigender Sex (bei all seinem Stress!), sollte dich auch nicht verunsichern.
    Was auch oft verkannt wird: Männer und Frauen haben nicht selten ein recht unterschiedliches Schreib- bzw. Sich-melden-Bedürfnis. Hat nicht immer etwas zu sagen.
     
    • # 4
    • 13.08.2017
    • Joggerin
    Mal davon abgesehen, dass der Mann ganz offensichtlich es nicht will...

    Was willst du von diesem Mann? Was kann er dir geben, inwieweit kann er dein Leben bereichern? Du sagst, du bist gut aufgestellt und dir geht es soweit gut?

    Er hat erhebliche Altlasten und Probleme. Warum willst du dir die anhalsen? Von jemanden, der sich nicht einmal wirklich Zeit für dich nimmt? Mit dem nicht mal der Sex schön ist?

    Diese Fragen solltest du dir mal ganz in Ruhe stellen und dir selbst gegenüber beantworten.

    Du hast das Recht, liebevoll und respektvoll behandelt zu werden, gib dich nicht mit weniger zufrieden!
     
    • # 5
    • 13.08.2017
    • Tom26
    @Vanille67 ,
    der Mann hat gerade ein paar Baustellen.
    Gib ihm doch die Zeit, diese abzuarbeiten - und gönne ihm auch mal schlechte Laune.
    In deinem Alter solltest du wissen, dass Hollywood es selten nach Wanne - Eickel schafft.
     
    • # 6
    • 13.08.2017
    • void
    Das heißt, er kam entspannt nach Hause, dh. in sein eigentliches Leben zurück und es erwartete ihn ein Donnerwetter. Also ist nun miteinander verknüpft: Dein Spaß in deinem Leben ist unrecht, denn du kommst deinen Pflichten nicht nach.

    Dass er den Job verloren hat und die Mutter nun ein Pflegefall ist und die Fahrerei nötig ist, wird ihn sehr belasten. Aber:
    Gleich abbrechen. Mit einem Menschen, der sichtbar Sex zum Abreagieren / als Entladungsaktion braucht, sollte man keinen haben. Du bist ja keine Therapiepuppe.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich finde durchaus, dass man für jemanden da sein sollte und einen Menschen mit Problemen nicht einfach loslassen sollte, auch wenn man sich gerade erst kennenlernt. Aber Du lässt sogar schlechten Sex zu, nachdem Du Dich besch*ssen fühlst aus lauter Rücksichtnahme. Das ist zu viel des Daseins, wenn er Dich braucht. Und er sollte selber auch ein Auge darauf haben, dass er es nicht an Dir auslässt, wenn ihm anderes auf der Seele liegt.
    Klar, weil diverse Personen von ihm Aufmerksamkeit bzw. Zuwendung erwarten

    - das Kind, das nicht dafür da ist, dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht, sondern andersrum

    - die Ex. Die wird nun emotional bzgl. Liebe nichts mehr mit ihm zu tun haben, aber sie macht ihm durch die Vorwürfe ja emotional zu schaffen und er sieht sich in der Pflicht, sie zufrieden zu stellen.

    - die Mutter

    Und dann kommt auch noch ne Beziehung dazu, wo auch ein Mensch seine emotionalen Bedürfnisse erfüllt sehen will. Immerhin ist er so reflektiert, dass er Dich jetzt nicht ausnutzt mit Deinem Unterstützerangebot, sondern lieber gleich auf Abstand geht.

    Du hast geschrieben, dass Du völlig ratlos bist. Kannst Du Dich in seine Lage versetzen mit Jobverlust und Mutterbetreuung, vielleicht noch obendrauf mit einer Person, die Vorwürfe macht in Richtung Vernachlässigung des Kindes? Ich glaube, dann kannst Du Dir vorstellen, warum er sich nicht damit befasst, was er Dir gegenüber fühlt und was nun mit euch werden soll, sondern nicht mal für sich selbst zur Ruhe kommt, an Instagrambildersortierung kaum einen Gedanken verschwendet und sich eher fragt, wie sein Leben weitergeht, wo er sich bewerben kann, wie er sich bestmöglich für den Job darstellen kann usw.. Du hast ihm angeboten, ihm Zeit zu geben und keine Frist genannt. Ich denke, Du kriegst noch eine Antwort, er scheint wirklich komplett mit allem überfordert zu sein.
     
    • # 7
    • 13.08.2017
    • Cassel
    Darüber stolpere ich. Wenn die Frau sich beim Sex "bestraft" fühlt - es ist das Bauchgefühl, das sich da meldet. Das war schon alles nicht stimmig. Ich kann mich gerade so gut in die Lage der FS hineinversetzen. Ich fühlte mich im letzten Jahr auch "bestraft" - von meinem Physiotherapeuten, der an dem Morgen im Mai schlechte Laune wegen mir hatte und mir absichtlich so lange wehtat, bis mir ein gequältes kurzes Wimmern entfuhr (ich wollte das nicht, aber der Schmerz wurde übermächtig). Mein Bauchgefühl war und ist: Es war Absicht. Er hat mich "bestraft". Zumal er danach sehr zufrieden wirkte. Ich weiß nicht, ob es das ist, was man passiv-aggressives Verhalten nennt, ich glaube aber schon.

    Schon allein aus diesem Grund, liebe FS, solltest du dich auch zurückziehen. Wenn sich ein Mann so verhält, dass Frau sich bestraft fühlt, dann ist da irgendwas im Busch. Und ganz weit von Freundlichkeit oder gar Zuneigung entfernt.

    Ich habe übrigens noch einige Monate mit dem Physio zu tun gehabt (verdammt, ich mochte den ja trotzdem). Am letzten Behandlungstag ließ er es sich nicht nehmen, mir noch im Beisein einer Schülerin einen letzten blöden Spruch reinzudrücken. Gedankenlosigkeit oder Absicht?

    Beweisen kann ich die Absicht nicht, genau wie du nicht beweisen kannst, dass er dich beim Sex absichtlich geringschätzig behandelt hat. Aber das Bauchgefühl trügt meist nicht.
     
    • # 8
    • 13.08.2017
    • Michael_123
    Der Mann macht gerade eine Extremsituation durch (Exfrau, Kind, Jobverlust mit 50, pflegebedürftige Mutter). Das ist bitter. Er weiß dass ihm momentan nicht nach Beziehung ist und er die Beziehung zu Dir auch nicht so gestalten kann, wie er gerne wollen würde. Also braucht er eine Pause, um die Baustellen zu beseitigen. Klingt logisch.

    Was Du tun kannst? Erstmal Anerkennung meinerseits, dass Du trotzdem versuchst zu helfen. Du kannst ihm aber nicht helfen, das ist auch nicht Deine Aufgabe. Vielleicht macht es Sinn für Dich, einen Schritt emotional zurück zu nehmen, um Dich selber zu schützen. Offen durch Dein Leben zu gehen, tun, was Dir gut tut und Du möchtest. Wenn er sich dann bei Dir wieder meldet, prüfen, ob er auf dem aufsteigenden Ast ist. Erst dann würde eine Beziehung zwischen Euch beiden wieder eine Bereicherung für beide sein.
     
    • # 9
    • 13.08.2017
    • canon
    vanille67,
    auf Deinen letzten Brief hätte ich auch nicht geantwortet, denn da hast Du doch selbst eine Pause zwischen Euch beiden gut gefunden.
    Dass Du ihn trotzdem um ein klärendes Gespräch batest, war ein Tick zu viel. Das kann er nicht leisten. Er wird Deine Nachricht erleichtert aufgefasst haben. Motto: Gott sei Dank, sie sieht es ähnlich, eine Baustelle weniger.
    Wenn Du die Kraft hast, dran zu bleiben, dann plane viel Zeit ein (Jahre) und Geduld.
    Männer antworten nicht auf jedes Schreiben. Vorallem nicht, wenn eigentlich alles klar ist. Ich bin mir sicher, dass er sich meldet, wenn es ihm besser geht. Kann aber auch Monate dauern.
     
    • # 10
    • 16.08.2017
    • Vanille67
    Hallo und erstmals herzlichen Dank an alle für die Antworten und Anregungen und dass ihr euch die Mühe gemacht und die Zeit genommen habt, mir hier weiterzuhelfen! Das hat mir doch geholfen, ein wenig klarer zu sehen und zu sortieren.

    Ich bin seit 2005 geschieden, habe 2 Kinder (17, 20) und war seit meiner Scheidung bis auf eine Affäre gleich danach und ein Techtelmechtel 2009 alleine.
    Durch sehr anstrengenden Ganztagsjob und Kinderbetreuung nach der Arbeit war ich froh Sekunden für mich zu haben. Ich hatte gar keinen Kopf für einen Partner.
    Die letzten Jahre fiel dann der Stress ab, ich war aber leider daraufhin ständig krank, wohl eine Folge der Dauerbelastung. Seit Ende letzten Jahres geht es deutlich besser (ich will es jetzt nicht verschreien) und da ist auch wieder der Wunsch nach einem Mann aufgeflammt.

    Ja, und da habe ich diesen Mann getroffen. Eigentlich hatte ich nicht vor mich auf etwas einzulassen, weil er mir gleich erzählt hat, wie es bei ihm zugeht.
    Er war 25 Jahre verheiratet, hat 3 Kinder (17, 21, 25). Die Ehe lief seit 5 Jahren nicht mehr, er hätte es aber laufen lassen, weil er immer eine Familie wollte und diese jetzt auch sehr vermisst.
    Anfang letzten Jahres ist jedoch die Frau zu ihrem Freund (ein Trainer der Kinder) gezogen – das kam wohl unerwartet und er fühlte sich gedemütigt durch das vorher geheim gehaltene Verhältnis. Das älteste Kind war schon davor weg, das mittlere dann vor einigen Monaten (macht viele Probleme und hat im Gegensatz zu den anderen ein sehr distanziertes Verhältnis zu Vater, was ihn sehr belastet).
    Er wohnt jetzt mit dem jüngsten Kind im Haus der Schwiegereltern, die daneben wohnen . Auf Nachfrage meinte er, dass er dem Kind einen Schul- und Umgebungswechsel nicht zumuten will, weil es nächstes Jahr die Schule beendet. Er zahlt dort keine Miete, nur Nebenkosten, letztendlich werden jedoch oft diverse Anforderungen dafür gestellt (Schwiegereltern irgendwo hinbringen, abholen, sie kommen ins Haus, wann immer sie wollen usw...).
    Gleichzeitig verlor er im Vorjahr aus Neuerungsgründen seinen Job.
    Also alles Fakten, die nicht zum näheren Kennenlernen animieren.

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    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 11
    • 16.08.2017
    • Vanille67
    Zur Erklärung der Verlauf:

    Nun, wir haben uns einige Male getroffen, er hat eine neue Anstellung gefunden, die Scheidung ist erfolgt und die Dinge schienen sich einzupendeln. Und es war dann nach einem holprigen Anfang einfach richtig schön.

    Ich war lange sehr skeptisch, na eigentlich noch immer, aber er war einfach unglaublich nett, ein sehr sanfter Mann, der sich wirklich um mich bemüht hat und immer pünktlich auf die Sekunde war.

    Der Hauptsache war aber für mich das ausgeprägt Kuschelbedürfnis. Mein Exmann ist im Grunde ein anständiger Kerl, wir haben auch ein amikal distanziertes Verhältnis. Gescheitert ist die Ehe aber an mangelnder Streitkultur (einfach tagelanges Schweigen und passiv-aggressives Verhalten) und seinem Unvermögen Zuneigung auszudrücken. Er hat dies anders gezeigt und ich habe mich damit abgefunden, weil das Zusammenleben sonst angenehm und smooth war. Leider kann ich an einer Hand abzählen, wie oft er mich in 10 Jahren Ehe umarmt hat. Hier war es genau umgekehrt.

    Wenn wir uns gesehen haben, hat mich dieser Mann fast nicht losgelassen. Außerdem hatte ich große Sorge, wie das mit dem Sex sein könnte, ob ich mich überhaupt ausziehen kann nach all den Jahren alleine, ganz zu schweigen von anderen Dingen.

    Ich habe es nicht kommuniziert, weil ich das jetzt nicht einem wildfremden Mann kundtun wollte. Aber er hat es mir so leicht gemacht, es ging auf einmal ganz einfach, selbstverständlich und harmonisch, sogar gleich bei Tageslicht. Er hat mir wieder Selbstvertrauen in dieser Hinsicht geschenkt.



    Deswegen bin ich jetzt auch verwirrt. Ich verstehe, dass man keinen Kopf für einen Partner hat, wenn rundherum Trümmer liegen. Nachdem er aber diese Beziehung forciert hat, dachte ich, ok, jeder Mensch handhabt das wohl unterschiedlich.

    Aber wahrscheinlich war das jetzt doch alles einen Tick zu viel.
     
    • # 12
    • 16.08.2017
    • Vanille67
    Noch eine Klarstellung, was den schlechten Sex betrifft (vorher war er toll).

    Ich habe mich etwas unklar ausgedrückt (Zeichenbegrenzung). Ich denke nicht, dass es ihm besonders Spaß gemacht hat, auch nicht zur Triebabfuhr geeignet war (Er ist noch nie mit mir gekommen. Funktioniert laut eigener Aussage nur mit Handbetrieb alleine. Das zu diskutieren sprengt jetzt hier den Rahmen). ich hatte eher das Gefühl, dass er das noch unbedingt bringen wollte (nachdem es vorher nicht geklappt hat), hat noch Kerzen aufgestellt usw. und dass er dann plötzlich auf mich sauer geworden ist, als würde ich ihn dazu nötigen. Obwohl ich vorher mehrfach darauf hingewiesen habe, dass das nicht sein müsste. Das war sehr wohl passiv aggressiv.

    Er hat sich auch während dieses Wochenendes bemüht, sich nicht nur um seine Mutter zu kümmern, sondern auch mir sozusagen ein Freizeitprogramm zu bieten (sie wohnen dort direkt an einem sehr schönen See). Letztendlich denke ich, dass er sich in seinem Bemühen zu viel zugemutet hat.



    Wie auch immer, er hat mir sehr viel Freude gemacht und einige unvergessliche Erlebnisse bereitet. Normalerweise hätte ich jemanden, der mir mit Pause kommt, die rote Karte gezeigt. Aber dieser etwas schrullige Mensch berührt mich und ich mag ihn.

    Ich lasse ihn jetzt einfach und mache meine Dinge wie bisher weiter und lebe mein Leben. Ich bin nur traurig, dass es sich so entwickelt hat und ich vermisse ihn. Der Rest steht wohl in den Sternen.