1. Werden Langzeitsingle bei M und F unterschiedlich bewertet?

    Mir ist seit geraumer Zeit etwas aufgefallen, im Leben wie im Netz:
    Die Bewertung über Langzeitsingle.
    Wenn eine Frau mit 30+ krampfhaft nach nem Partner sucht und schon locker 10 Jahre solo ist, dann ist das so und ggf voll OK.
    Dieses arme Mädel (mal bewusst überspitzt) kann ja gar nichts dafür; Schule, Ausbildung, Karriere, Weiterbildung, Workoholic, dann noch Selbstverwirklichung und Reisen....ggf ein familiärer Fehlstart - schwupp ziehen die Jahre ins Land. Das wird entweder als notwendig hingenommen oder auch beklagt weil die Gesellschaft ja so böse ist.
    Und JETZT ähnlicher Sachverhalt, nur bei einem Mann. Das liegt dann nicht bei Beruf, Selbstverwirklichung, Prioritäten oder was auch immer. Nein - mit dem stimmt doch etwas nicht! Der muss gestoert sein, soziopathisch, ein Grundproblem mit Frauen, beziehungsunfähig und und und. Auf jeden Fall klare Schuldzuweisung und Abwertung, viele Dates sind schon gelaufen wenn dies aufs Parkett kommt.
    Diese "Bewertung" kommt aber auch erstaunlich oft von Frauen im fortgeschrittenen Alter...
    Nur WARUM wird diese Dauersingle Eigenschaft so differenziert bewertet bei M oder F?
    Und - wäre es eigentlich OK wenn man als Mann das einfach verschweigt oder auch frech lügt? Als Person bleibt man dieselbe, wichtig kann es nicht sein (wobei es gerne als wichtig betrachtet wird) und fehlerhaft (wie man sieht) scheint diese Bewertung ohnehin zu sein.

    M,42
     
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  3. Auch wenn du es polemisch etwas zuspitzt, sehe ich diese Tendenz auch. Allerdings gibt es diese Sichtweise nicht nur bei Frauen im "fortgeschrittenen" (?) Alter - das ist ein Vorurteil - sondern fast überall, auch bei Männern, die selbst nie Langzeitsingle waren.
    Was den männlichen Langzeitsingle betrifft, so steckt dahinter noch immer ein altmodisches Männerbild vom selbstbewussten "Jäger", der ein Mann scheinbar sein muss.
    Bei Frauen heißt es dann apologetisch, dass ihr kein Mann das Wasser reichen könnte bzw. kein Singlemann was taugt.
    Es ist nur allzumenschlich, sich die Welt zu vereinfachen.

    m
     
  4. Grund könnte im größeren Sexualtrieb des Mannes liegen. Wie hat der Mann seine Zeit als Single verbracht: Ones, Prostituiertenbesuche, Escorts? Motiv der Männer sich zu binden, ist doch (auch) regelmäßiger (Beziehungs-)Sex. Bleibt also die Frage, wie hat das ein Dauersingle-Mann gehandhabt. Wenn er nicht gerade asexuell ist (Minderheit) dürfte ein laxerer Umgang mit wechselnden Damen nicht völlig abwegig sein.
     
  5. Werden da Unterschiede gemacht? Mir ist das bisher noch nicht aufgefallen. Leider kann man nicht verhindern, dass ganz gern mal getratscht wird über andere Leute. (Übrigens: Früher (heute vielleicht nicht mehr?) wurde das Singleleben eher zugunsten der Männer gesehen. Singlemann = eingefleischter Junggeselle, Singlefrau = alte Jungfer).

    Wichtig ist es wohl, zu dem zu stehen, wer man ist und wie man lebt. Wenn man zufrieden mit seinem Singleleben ist, man das auch nach außen hin zeigen kann, hat man doch eigentlich alles richtig gemacht - egal ob Mann oder Frau. Hauptsache glücklich ...

    Verschweigen oder lügen solle man auf keinen Fall. Das hieße ja auch, sich selbst zu verleugnen.
     
  6. Als M41 bist du weg vom Familienfenster. Wir leben in 2018. Keine Ü40 geschweige denn U40 interessiert sich für dich.
    Falls du Kinder willst, als M41 bist du selbst 48jährigen gebährfähigen Frauen unwillkommen. Und auch ohne Kinderwunsch, warum dich 42jährigen anstatt einem Mann, der gut aussieht und Mitte 20, Anfang 30 ist?
     
  7. @mekristina: Aber das sind doch jetzt 2 paar Schuhe. Jemand der in 10 Jahren 2 Bexiehungen hatte kann dazwischen (oder auch nebenbei?) sehr "lax" mit Sex umgegangen sein? Interessiert Dich das?
    Und unabhängig davon, dass ein Langzeitsingle auch mal Sex hat, darf schon sein, oder bist Du anderer Meinung?
    Oder nochmal anders - ab wievielen Kontakten wird es "zu lax"? Oder ab wann hat ein Mann zu wenig Erfahrung dass es eher abtörnt? Das ist nun sehr variabel und individuell bewertbar.
    Im Endeffekt hat die Art ds Sexualverhaltens nicht unbedingt etwas mit dem Beziehungsstatus zu tun, da dürften wir uns heutzutage wohl einig sein.
    Auf jeden Fall ist diese Anmerkung eher auf Mutmassung basierend und bestätigt wieder: Beim Mann MUSS ein Fehler vorliegen - und wenn wir einen suchen müssen.
    Aber wieviel Sex ein Mann zuvor gehabt haben "darf" ist ohnehin ein Thema für sich...
    Aber wie isses umgekehrt? Muss ich dann davon ausgehen dass eine weibliche Langzeitsingle auch jedes Wochenende nen anderen Typen in der Kiste hatte? Oder tun die so etwas nicht?

    @Cassel: Oh JA, da wird gesellschaftlich ein riesen Unterschied gemacht.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  8. Also ich nehme es eher umgekehrt wahr:
    Frauen die um die 40 sind werden bemitleidet weil sich das Thema Kinder in dem Alter bereits erledigt hat.
    Im Gegensatz dazu wird Männern nachgesagt dass sie sich eben erst richtig austoben mussten und ja auch mit 50 noch Vater werden könnten...
    Nach dem Motto ein Mann ist mit 50 noch so ein toller Hecht, der sich eine jüngere Frau schnappen kann, die ihm Kinder schenken kann.
    Was für ein Schwachsinn!
     
  9. Ich konnte bislang auch nicht feststellen, dass bei m/w Unterschiede gemacht werden.
    Grundsätzlich darf die Frage, warum jemand bspw. seit 10 Jahren Single ist, durchaus gestellt werden. Meist findet sich die Antwort in der betreffenden Person selbst, und zwar unabhängig ob m oder w. Es mag eine gewisse Verschrobenheit dahinterstecken, eine negative Sicht auf das andere Geschlecht, eine weiterreichende soziale Inkompetenz usw.

    Sollte dies nicht der Fall sein, und hat die Person sich in den letzten Jahren einfach auf Beruf oder sonstwas konzentrieren wollen, wird man das recht zügig verifizieren können. Pflegt er/sie einen stabilen Freundeskreis, ist er/sie sozial/familiär eingebunden, macht er/sie generell einen zuvorkommenden, empathischen Eindruck?

    Ich würde mutmassen, dass ein Date nicht allein wegen des Geständnisses eines längeren Single-Lebens abgebrochen wird, sondern dass in diesem Fall Schein und Sein einfach zusammen passen und die Person sich beim Date als Mensch mit generellem Problem in Bezug auf soziale Interaktionen darstellt.
     
  10. Finde ich eine interessante Frage, auch wenn ich deine Ausdrucksweise recht frustriert finde. Falls es dich beruhigt, ich als Frau erlebe es mit Anfang 30 genau umgekehrt! Derweil Single Männer als Lonely Worf romantisiert werden, die keine Lust haben sich zu binden, und halt lieber jede Woche etwas neues erlegen wollen (auch wenns nicht stimmt), werden wir Frauen bemitleidet. “Mit dir stimmt was nicht” “also am Aussehen liegts nicht, dann wohl am Charakter”, “du hast zu hohe Ansprüche”, “du bist zu emotionslos, flirte doch mal locker”...alles Ratschläge die ich ungefragt erhalte. Nicht zu Schweigen von den “Müttern” die sich denken, dass meine Uhr doch bestimmt tickt und es knapp wird. Und überhaupt, ich habe das Gefühl, dass überall darauf gelauert wird, wann ich denn endlich jemanden finde.
    In dem Fall: ja, du kannst lügen zum Beziehungsstatus, oder auch einfach bestimmte Fragen ignorieren, so mach ich das. Kann einem ja egal sein, was solche Leute denken.
    Ursächlich denke ich übrigens kommt die “Verteufelung” des Single-Mannes daher, dass der Mann der Jäger ist, und eine Beziehung nur dann zustande kommt, wenn Mann das will - denn (fast) alle Frauen wollen ja eine Beziehung. Frauen die an bindungsunwillige Männer geraten - das hört man weit öfter als andersherum.
     
  11. Doch, finde ich nicht so abwegig, die Einschätzung von John Doe. Es könnte daran liegen, dass man alleinlebenden Frauen mehr "Kultur" mit sich selbst sozuagen zutraut. Eine allein lebende Frau sorgt für sich und "verkommt" auch dann nicht, wenn sie langfristig allein lebt. Sie ist trotzdem sozial - mit sich selbst und auch nach außen.

    Ein Mann hingegen braucht (im "landläufigen Denken") eine Frau, um gesellschaftsfähig zu werden. Ein Mann, der immer allein gelebt hat, gilt schnell als "seltsam", vielleicht schwul, verschroben.

    Ich ertappte mich dabei, wie ich mich leicht "investigativ" in Männerwohnungen umgeschaut habe, wenn ich Single-Männer kennen gelernt habe. Offenbar unterliege ich diesem Denken auch ;-)
     
  12. Ich kann nicht beobachten, dass männlichr Langzeitsingles irgendwie anders bewertet werden als weibliche.

    Mir wäre ein Langzeitsingle viel lieber, als jemand der gerade frisch getrennt ist oder viele kurze Beziehungen hatte.
    Natürlich immer in Abhängigkeit zu seinem Sexualverhalten während der Singlephase. Auf einen "erfahrenen"Mann verzichte ich gerne, da ist mir selbst jemand lieber der völlig erfahrungsfrei ist.

    Lieber FS, die Stigmas gegen männliche LZSs sind doch eher eine sehr individuelle Wahrnehmung von Dir, als eine Tatsache.
     
  13. Wenn ca. 80% vielleicht sogar mehr der Posts hier von Frauen kommen, ist es kein Wunder, dass es bei vielen Themen eine sehr weibliche Perspektive gibt.

    Wenn da eine Frau so lange Single war, dann gibt es eben von weiblicher Seite hauptsächlich Mitgefühl. Und bei einem Mann wird das eben als Abnormität gewertet.

    Ich kenne auch Langzeitsingles bei Frauen, die wirklich psychische Probleme haben (z.B. eine Angststörung), die es denen praktisch unmöglich macht, eine Beziehung einzugehen.

    Und ich kenne auch viele Frauen, die sich sexuell viele Jahre lang mit irgendwelchen Sexpartnern über Wasser halten, aber es einfach nicht schaffen, einen Partner zu finden, der ihren Ansprüchen genügt, und am Ende eben ohne erfüllten Kinderwunsch darstehen.

    Und das obwohl sie durch Therapie(n) durch sind, das Studium aller verfügbaren Ratgeberbücher auf sich genommen haben, die volle Aufrüstung mit Makeup und Kleidung und Diäten hinter sich gebracht haben.

    Und je mehr sie investiert haben, desto größer sind die Ansprüche geworden. So groß, dass kein normaler Mann mehr in Frage kommt. Und da denke ich mir eben: "Selbst Schuld"
     
  14. Der große Unterschied zwischen Mann und Frau ist wohl, dass wohl jede vergleichsweise junge halbwegs attraktive Frau problemlos einen Partner finden könnte, wenn sie denn wollte.

    Es ist statistisch erwiesen, dass eine Frau, die alleine in eine Bar geht und sich einfach nur hinsetzt in 2 Minuten von einem Mann angesprochen wird. Wenn eine Frau mit einer Freundin in die Bar geht, werden sie nach 10 Minuten von einem Mann angesprochen.

    Jede halbwegs attraktive Frau hätte bei diesem einzigen Barbesuch eine große Zahl von Angeboten an ONS, Affären.

    Wenn frau Single ist, heißt dies in den wenigsten Fällen, dass sie keinen Partner findet, sondern das sie das Singleleben ganz einfach vorzieht. Würde nun aber ein toller, zuvorkommender und vermögender Mann kommen, würde sich das vermutlich fast jede Frau noch einmal überlegen und sehr gerne eine Beziehung eingehen.

    Bei vielen Langzeitsingle-Männern ist das hingegen ganz anders. Vor allem wenn Mann eher ein beta oder gamma Mann ist.

    Hier dürfte ein Barbesuch trotz heftigem Baggern eher nicht in einem ONS enden. Auch eine intensive Suche über verschiedene Kanäle (Singleseiten, Tanzkurs, Speed dating...) kann bei so manchem Mann durchaus erfolglos sein.

    Daraus resultiert wohl auch die sehr unterschiedliche Bewertung des Singlestatus zwischen Mann und Frau. Frau könnte wenn sie nur wollte, Mann kann nicht, obwohl er will.
     
  15. Lieber FS,

    ich beobachte es genau umgekehrt. Ich bin im österreichischen Großstadt/Vorstadt-Milieu zuhause und vor allem junge Singlefrauen bekommen viel Mitleid zu spüren. Als junge Frau kannst du alleine gerade einmal ins Kaffeehaus gehen, Restaurant und Bar wird schon kritisch beäugt und blöde Anmachen sind die Regel. Ich war in Singlezeiten mal alleine in einem Wellnesshotel, für das Personal ein totales Kuriosum, die anderen Singlefrauen waren mit ihren Müttern dort, um nicht alleine sein zu müssen. Erst bei Frauen ab 40 ist Single-Sein akzeptiert, da jeder weiß, wie schwierig es dann wird. Männer hingegen können ohne Gefahr und Aufsehen alles alleine bewältigen und überall hingehen. Sie werden auch viel weniger nach ihrem Beziehungsstatus gefragt.

    w(26)
     
    • # 14
    • 19.02.2018
    • frei
    Ich kann deine Beobachtung bestätigen.
    Mein Freund ist Ingenieur und Vollnerd ( ich auch beides ).
    Er hatte mit 30 seine erste Freundin, sein Bruder mit 27, nicht wenige seiner Freunde hatten noch nie irgendwas mit irgendeiner Frau ( oder einem anderen Lebewesen ) oder nur allererste vereinzelte Erlebnisse.
    Und ja, ich und wir alle gehen davon aus, dass alle diese Männer sich das nicht freiwillig aussuchen, sondern keine Frau finden, übrigens ohne besonders übertrieben anspruchsvoll zu sein.
    Das sind alles tolle Männer, grundsätzlich lieb und ehrlich und loyal, auch intelligent, gute Berufe, gutes Einkommen und sie sehen auch ganz gut aus.

    Was sie aber noch eint, ist, dass sie nicht wirklich sozial kompetent sind, Musterbeispiele aus dem Typusbuch, Kapitel 'Der Nerd'.
    Ja, die sind auch nicht wirklich gepflegt, ja, da ist sogar einer, den ich nicht mit der Beißzange anfassen würde.
    Allerdings kenne ich auch durchaus Männer mit der gleichen Problematik, die in Beziehungen sind.

    Also ja, ich habe ebenfalls diese Vorurteile.
    Hm, nein. Das Pendant zur alten Jungfer war der Hagestolz und der ist so wie ich es oben beschrieben habe.
    Der war auch schon damals schlecht angesehen.
    Aber gleichrangig schlecht angesehen wie die alte Jungfer, während man heutigen single-Frauen, vor allem, wenn sie schon älter sind, finanziell ganz gut da stehen und schon Kinder haben, nicht mitleidig oder verachtend hinterher sieht.
    Jedenfalls habe ich das nie erlebt.
    Eher im Gegenteil, ich habe immer Bewunderung dafür erhalten, dass ich das alles allein schaffe.

    Lieber FS, ich fürchte, du hast recht, und das ist ziemlich doof.

    Was ich aber, quasi zum Trost, verneinen möchte ist folgendes:
    Ich denke, und erlebe das auch hier, dass du mit 42 sehr gute Chancen bei Frauen hast, bei gleichaltrigen ( 42 +/- 5 ) sowieso und auch bei Frauen, die noch Kinder haben möchten.

    Und zur Frage, ob du lügen sollst, was dein Single-Dasein betrifft:
    Naja, lügen ist immer mies, weil's ja auch schnell rauskommt und die Frau vielleicht allein wegen der Lüge weggeht.
    Aber du musst ja nicht gerade erzählen, dass du seit 10 Jahren völlig verzweifelt gar keine abkriegst, egal was du machst und du daher schon komplett frustriert bist. Das ist ganz sicher abturnend.
    Auch nicht, dass dir seit zehn Jahren keine gut genug ist, da rennen sie noch schneller weg.
    Auch nicht, dass du gar keine Frau wolltest und dir deine Sexdosis woanders geholt hast, da werden Kurzstreckenweltrekorde gebrochen.

    Viel Erfolg :)

    w 50
     
  16. Weil männliches und weibliches Verhalten generell anders bewertet wird. Du beschwerst dich zwar darüber, wirst genau dies aber wahrscheinlich selbst tun. Zum Beispiel gehe ich davon aus, dass du eine Frau mit vielen Sexualpartnern anders bewerten wirst, als einen Mann mit vielen Sexualpartnerinnen.

    Warum beschäftigt dich diese Frage so sehr? Kann es sein, dass du länger schon Single bist und darunter leidest, dass dich die Frauen vielleicht deshalb nicht als Partner in Betracht ziehen? Wenn du solche Fragen stellst und dich über sowas ärgerst, dann treibst du in deinen Gedanken nur einen Keil zwischen Mann und Frau, und das hilft dir nicht. Viele Frauen suchen nach wie vor einen Versorger (Achtung: Nicht finanziell!). Jemanden, der seine Frau beschützt, auf den Verlass ist, der sein Wort hält, anpackt und bereit ist, für seine Familie zu sorgen. Und kein Weichei, der nach acht Stunden Büroarbeit zuhause auf dem Sofa zusammenbricht und über Stress und Druck klagt, der die Emanzipation für sich und seine Zwecke vorschiebt, um sich nicht für die Familie bewegen zu müssen.

    Wenn du Versorgerqualitäten hast, dann findest du auch eine Frau, die es nicht stören wird, dass du schon länger Single bist.
     
  17. Hallo FS,

    klar kannst du "es" verschweigen, wenn es immer wieder ein Hindernis ist.

    Erstmal, nein sowohl Frauen als auch Männer ab 30 plus werden eher negativ beurteilt. Hinter dem Rücken versteht sich.
    Bei Frauen:
    "Kann sich dem Mann nicht unterordnen", "freche Gosch", "große Klappe", "kriegt wohl keine Kinder" usw.
    Es heißt "Sie kriegt keinen ab", ist ein Mauerblümchen, kein Mann interessiert sich für sie, "alte Jungfer", "zu hohe Ansprüche", usw.
    Anscheinend keine "gute Hausfrau", muss irgendwas Abstoßendes an sich haben, "keine gute Partie", natürlich "kein Geld" und "stinkt".

    Bei Männern sieht es nochmal anders aus. Die Beurteilungen sind tatsächlich different.
    Klassische Vermutungen: "Sonderling", "Einzelgänger", "seltsamer Kauz", "beziehungsunfähig", "Muttersöhnchen", "geizig", "sexuell pervers", "supernarzisstisch", "Puffgänger",
    "lässt sich nichts sagen", "kann wohl nicht", "Säufer", usw.
    Also du siehst es ist durchweg negativ.

    Über das Warum lässt sich spekulieren.
    Klar sind es negative Zuschreibungen und Stereotype.
    Menschen machen sich halt ihre Gedanken. Wieso, weshalb, warum?

    Wenn es Gründe gibt warum zwei Menschen lange Zeit zusammen sind und wohnen, eventuell verheiratet sind und Nachwuchs haben,
    dann gibt es Gründe wieso eine Person das alles nicht kann, hat oder hatte.
    Logisch.
    w 45
     
  18. Lieber John Doe
    Wenn ich einem Mann (bzw. Date) erzähle, wie lange ich Single bin, kommen auch solche Fragen nach dem "Knall" den ich wohl habe. Eine Frau in meinem Alter und Single.. bin ich total anspruchsvoll? Frigide? Beziehungsunfähig?
    Wenn ich meinen besten Freundinnen erzähle, wie lange ich Single bin, trösten sie mich auch.. ach, du hattest andere Prioritäten, es ist halt schwierig und und und.
    Ich bin mir daher nicht sicher, ob Frauen vs. Männer anders beurteilt werden. Vielleicht ist es einfach so, dass Dates einen misstrauischer beäugen, als die eigenen Freunde?
    Abgesehen davon: Je mehr man sein Singlesein rechtfertigt, desto verrückter wirkt man. Wenn ich lang und breit erkläre, warum ich keine Zeit für eine Beziehung hatte etc. klingt das nach Ausrede und dann empfindet das Gegenüber erst recht, dass etwas nicht stimmt.
     
  19. Du liest zuviel in diesem Forum. Kann und konnte ich nicht feststellen, auch in meiner Zeit hier bei EP, hatte ich Auswahl genug.
    Ich weiß nicht, weshalb das so oft kommunziert wird. Wenn du mit dir im Reinen bist, empfindest du das Single-sein nicht als Makel. Es ist dann ebenso. Klar, wenn auf der Stirn steht- bitte nimm´mich, dann kommt das beim Anderen auch so an.
    Wer weiß schon wirklich was dahinter steckt? Die Arbeit, Schüchternheit etc.
    Mein Bruder hatte mit Ende 20 seine erste richtige Freundin. Es passte halt einfach nicht. Sie ist seine ganz große Liebe und heute seit über 20 Jahren glücklich verheiratet.
    Zudem denke ich, dass sich die Zeiten geändert haben. Das Single Leben nimmt zu, erfährt viel mehr Aktzeptanz in unserer Gesellschaft.
    Doch lügen über Deinen Status, das solltest Du nicht. w/53
     
  20. Geschlechtsspezifische Bewertungen über Langzeitsingles konnte ich noch nicht feststellen.
    Meine Erfahrungen mit einem 50jährigen Langzeitsingle waren nicht so gut. Er hatte weder jemals eine Beziehung, noch ein sexuelles Abenteuer. Nur ein nerdiges Hobby. Bei solchen Menschen kann man von sozialer Inkompetenz ausgehen. Eine normale Beziehung ist da nicht mehr möglich.
     
  21. Gewisse Unterschiede sind mir auch aufgefallen. Abgesehen davon ist es auch wissenschaftlich bestätigt, dass Männer, die alleine sind, viel negativer wahrgenommen werden (von Frauen!) als Frauen, die alleine sind. Wohl fast allen Männer ist es ziemlich egal wie lange eine Frau schon Single ist, wenn sie dazu noch einsam ist, relativ wenig soziale Kontakte hat, dann triggert das bei nicht wenigen sogar noch den Beschützerinstinkt, sprich, die Frau wird sogar attraktiver dadurch. Umgekehrt, wenn ein Mann sozial wenig Kontakte hat und seit Ewigkeiten Single, dann wird er allein dadurch für sehr viele Frauen unattraktiv. Warum will den keiner? Mit dem MUSS ja was nicht stimmen! Hat der keine Sozialkompetenz? Ich will doch keinen, den sonst keine will! etc. Lauter Fragen, die sich wohl kaum je ein Mann bei einer Frau stellen würde, die er attraktiv findet.
     
  22. Klar nerdige Jungesellinnen sind dagegen eher selten. Ich kenne keine einzige. Allerdings stimmt mit weiblichen Dauersingles ebenfalls eine ganze Menge nicht. Oft sind sie auf den ersten Blick wesentlich attraktiver als ein männlicher Nerd. Wenn man sie genauer kennen lernt, kommt man irgendwann darauf warum sie dauerhaft allein sind.
     
  23. Hallo John,

    wenn Du hier im Forum aufmerksam liest, dann stellst Du fest, dass (aus Frauensicht) relativ häufig die Männer gestört und oft auch narzisstisch sind, die Frauen immer sehr attraktiv und unkompliziert. Schuldzuweisungen? Sind hier bei einer Reihe Frauen an der Tagesordnung. Es gibt aber auch andere. Wie im richtigen Leben.

    Wir wissen beide, dass das im realen Leben nicht so ist und haben damit den Damen gegenüber einen Wissensvorsprung. Die lernen keine Frauen kennen und schließen dann von sich selbst auf alle.
    Interessiert es ernsthaft, wie Frauen das sehen?

    Die meisten langjährigen Singlefrauen, die ich kenne, sind genauso unattraktiv wie die langjährigen Singlemänner. Kein Unterschied. Überhaupt keiner.
     
  24. Ich hab da noch nie Unterschiede bemerkt. Gerade Frauen jenseits der 30 müssen sich ständig dafür rechtfertigen Single, unverheiratet oder kinderlos zu sein.
    Mir fällt allerdings auf, dass du dich mit deinen 42 Jahren mit einer 30-jährigen vergleichst. Da liegen 12 Jahre dazwischen!
    Ja, ab 40 werden die Fragen nochmals drängelnder - für beide Geschlechter.

    W32
     
  25. Mit Attraktivität hat das nicht unbedingt zu tun. Ich kenne unattraktive Menschen, die einen Partner haben. Ja, sogar häufiger wechseln. Sie gleichen ihre Unattraktivität durch Geselligkeit oder andere Eigenschaften aus.

    Die nerdigen Langzeitsingles, die ich kenne, sind schüchtern, haben wenig soziale Kontakte, sind eher uninteressante Gesprächspartner und wirken hölzern. ( Soziopathisch, wie hier geschrieben wurde, sind sie jedoch nicht.). Sie haben sich eingerichtet, lieben ihr Hobby oder ihre Spezialinteressen. Meistens haben sie einen sehr engen Kontakt zu ihren Eltern. Sie träumen von einer Partnerin, sind aber zu schüchtern und passiv, um sich zB bei einer SB anzumelden.

    Es gibt auch Langzeitsingles, die sozial kompetenter sind, aber extrem wählerisch und deshalb ohne Partner.

    Und dann fällt mir noch der Typ "Bindungsunfähig" auf (meistens sind es Männer), der nichts anbrennen lässt, sich aber auf eine feste Beziehung nicht einlassen kann.

    Mein jetziger Freund war drei Jahre vor uns Single. Sicher kein Langzeitsingle, aber er wäre weiter alleine geblieben, hätte ich mich nicht um ihn bemüht. Er befand sich einfach in einer Lebensphase, wo er das Alleinsein als schön empfand, zudem war er durch seinen Job oft zu kaputt. Ich fand es attraktiv, dass er nicht von einer Beziehung zur anderen hüpft und alleine sein kann. Aber ich fand es auch atttraktiv, dass er davor viele Erfahrungen gesammelt hat. Ich merke ihm an, dass er im Umgang/Zusammenleben mit Frauen geübt ist und ich profitiere davon.
     
    • # 25
    • 19.02.2018
    • frei
    Nun, ich denke, den FS interessiert es, sonst hätte er diese Frage nicht gestellt.
    Wahrscheinlich schreibt er in seinem nächsten Post, dass das alles gar nichts mit ihm zu tun habe, und das habe ihn halt rein theoretisch mal interessiert, aber das ist natürlich quatsch.
    Wenn es auch nicht zwingend eins zu eins so ist, dass er ein erfolgloser Langzeitsingle ist, so hat er doch mindestens entfernt etwas mit dem Thema zu tun.

    Klar, du hast schon recht, was hier die User sagen, ist ganz sicher nicht repräsentativ. Ich denke, nachdem das schon in einigen Threads besprochen wurde, sind wir uns einig, dass es hier eine deutliche Quote an Hardlinern gibt, die sicher über der des Gesamtbevölkerungsquerschnitts liegt, und das auch bei den männlichen Usern, das hattest du in der Eile sicher vergessen zu erwähnen. Und ich denke, dass wir hier nahezu ( da kann jeder für sich sagen, er sei die Ausnahme ) alle irgendeinen Schatten haben.
    Leute, die viel schreiben, so wie ich, sicher noch eher als die, die alle Jubeljahre mal ein bisschen mitlesen oder es nur eine kurze Zeit tun.

    Daher sollte der FS, und da stimme ich dir vollumfänglich zu, vorsichtig sein bei der Bewertung der Antworten.
    Aber grundsätzlich ist es sinnvoll, sich anzuhören, was die Frauen sagen, wenn es um das Verstehenwollen eines bestimmten Verhaltens einer Frau geht.
    Es bringt ihm nichts, wenn du als logisch denkender Mann ihm sagst, was korrekt wäre. Das bringt ihn keinen Schritt weiter.
    Besser ist es, zu erkennen, dass etwas komplett gaga sein kann und dennoch existiert.
    Er muss dieses Verhalten nicht gutheißen, nicht mal nachvollziehen, es reicht und hilft ihm, wenn er zur Kenntnis nimmt, dass es das gibt.
    Sich darauf einstellt. Hintergründe dann vielleicht einordnen kann. Und im besten Fall sogar sein Verhalten darauf abstimmt.
    Wahlweise entscheidet, dass ihm das zu doof ist und er daher lieber weiter single bleibt.

    Ich habe hier schon sehr viel gelernt, eher was weibliches Verhalten betrifft, weil mir das typisch männliche vertrauter ist, aber ich bin auch im Männerversteherkurs schon ein paar Stufen weiter gekommen und wäre sicher weniger auf die Schnauze gefallen, wenn ich so etwas schon gehabt hätte, als ich 20 war.
    Sieh das hier als Chance an und sei nicht eingeschnappt, dein heutiger Post ist deutlich. Hast du gestern was richtig Doofes erlebt ?
    Macht nix, das gehört dazu.
    Wie nennen die hier das immer ? Krönchen richten und weitersuchen.

    w 50
     
  26. Hat das nicht auch etwas mit der Perspektive zu tun, aus der man schaut?
    Alleine mit meinen Kindern in einem pauschalurlaub und mir wurden Stühle und liegen von Ehefrauen weggeschoben. Während die alleinreisende Männer mit und ohne Kids mit offenen Armen empfangen wurden.
    Bei langjährigen Singles setze ich mich sicher mehr mit den Herren auseinander. Weil ich ja einen männlichen Partner suche und bei Frauen nur nachdenke, wenn diese durch mangelnde sozialkompetenz auffallen.
    Langzeitsingles männlich, machen mich vordichtig und zwar nur aus meiner Erfahrung heraus. Weil sie oft nicht die Passung zu mir und meinem Leben hatten, Väter eher ausgenommen weil diese mir im sozialen Umgang ähnlicher waren.
    Wer lange alleine ist, wird oft "eigen" und ich bin Teil einer sozialen Gruppe.

    Hier schreiben zum Beispiel mehr Frauen, haben mehrer Erfahrungen gemacht mit steigendem Alter.
    Und auch allgemein reden/ bereden Frauen solche Themen.
     
  27. Wer hat das außer dir zu beurteilen niemand! Kann das nicht verstehen, dass du dich von außen so negativ beeinflussen lässt, das hat niemand etwas anzugehen!
    Wenn man über bestimmte Themen nicht spricht und nicht sprechen möchte dann ist das nicht gelogen und über solche Themen spreche ich garantiert bei den ersten Dates nicht, ich lass mich deshalb nicht beurteilen von niemanden, falls du das machst und mit dir machen lässt bist du gerade selbst schuld, es gibt weitaus wichtigere Themen, wie: Sympathie, Empathie, Kompatibilität bezügl. Nähe/Distanz, Hobbys, Gemeinsamkeiten etc.
     
  28. John,

    Für mich ist es immer eine Sache der Wahrnehmung.

    Deswegen aus Sicht der Frau die Wertungen, die ich wahrnehme - eine Langzeit Singeline ist verschroben, hat wahrscheinlich viele Katzen, ist eine Kampfemanze, hält sich für etwas besseres
    Und es hat seine Gründe, warum kein Mann sie nicht mal mit der Beißzange anfassen mag...

    Alles Blödsinn, und mit etwas Lebenserfahrung weiß man, dass es viele Gründe gibt, warum jemand Single ist, M oder w.
    Jemand, der langjährig verpartnert war, ist dafür vielleicht einfach bequem, hat Angst vor dem Alleinsein - und ist leidensfähig
    Jemand, der immer wieder zügig den nächsten Partner hat, ist bedürftig und wahllos.
    Also wieviele Klischees auch hier?

    Was ist relevant beim Date? Ob die Chemie stimmt und zumindest Sympathie entstanden ist.
    Und das hängt nicht davon ab, ob jemand langjähriger Single ist.

    Außer für diejenigen, die dann die Anzahl und Art der Sexualpartner dezidiert wissen wollen und einen statistischen oder moralischen oder sonstwie gefärbten Abgleich machen. Aber das ist ein anderes Thema.

    KO - Kriterien gibt es beim Kennenlernen noch genug, es ist aber nicht der reine Fakt, Langzeit Single.

    Also, wie @frei schreibt, Krönchen richten, es gibt nette Frauen :). Und nette Frauen in ähnlichen Situationen.

    W, 48
     
  29. Das erlebe ich nicht so. Mir graut es vor dem Moment, wenn der Mann bei einem Date die Frage stellt, wie lange ich Single bin. Erfahrungsgemäß kann ich mir die Antwort auch sparen und gleich gehen - zumindest anstatt sie wahrheitsgemäß zu beantworten. Die Frage wird zunächst beiläufig gestellt und dann wird sie bohrend. Dann fixiert dich der Mann genau und beobachtet jede Gestik, jede Mimik. Irgendwas macht man in diesem Moment, wenn man so sehr in die Enge getrieben wird, logischerweise falsch - und dann wird man zum NoGo. Dann wird der Mann abwertend und beleidigend.
    Ich kenne das nur zu gut, und es tut weh. So sehr, dass ich mittlerweile nicht mehr gerne date sondern etwas Angst vor solchen unangenehmen Situationen entwickelt habe.

    Zur unterschiedlichen Bewertung: Mann und Frau haben bei der Partnersuche nicht die gleichen Rollen - auch wenn das heute nicht mehr so eng gesehen wird, haben Männer, die in der passiven Rolle verharren kaum eine Chance - und Frauen in der aktiven Rolle, naja, das klappt auch nur bei einem Teil der Frauen.
    Ich glaube, wer dieses Spiel nicht beherrscht wird zum Langzeitsingle und genau über diese Defizite wird dann auch gelästert. Es mag sich vielleicht im ersten Moment nicht ganz gleich anhören, aber unterm Strich ist es doch das selbe Ergebnis - egal ob Mann oder Frau.
     

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