• 10.05.2018
    • Tine17

    Welche Erfahrungsberichte habt ihr über Happy End für Dauersingles?

    Kennt ihr jemanden, der bis Ende 30 noch nie einen Partner hatte und der dann doch noch jemanden fand? Oder seid ihr sogar selber ein solcher Dauersingle gewesen?

    Wenn ja: was denkt ihr war der Auslöser dafür dass es dann doch geklappt hat ?

    Wenn jemand in dem Zusammenhang etwas Positives über eine Therapie oder ein Coaching berichtet, wäre es gut die genaue Methode zu erfahren.
     
    • # 1
    • 10.05.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Ich frage mich gerade was dir das bringen kann, jeder Mensch ist anders, jeder Mensch reagiert anders, jeder Mensch empfindet anders!
    Wenn der richtige einem über den Weg läuft, dann klappt es und solange dies nicht der Fall ist, kannst du vermutlich machen was du willst, es reicht nicht! Ich glaube an das Gesetz der Resonanz, das Gleiches Gleiches anzieht und man nichts mit Druck erzwingen kann!
     
    • # 2
    • 10.05.2018
    • jasmina_jj
    Ja, gibt es. Ein guter Freund von mir, mit dem ich seit meiner Jugend im Tanzclub bin, hat jetzt mit 44 die erste Freundin dieses Jahr gefunden. Und ich hoffe für ihn, er hat jetzt endlich die Erfüllung gefunden.
    Er hat nie einen Hehl draus gemacht, dass er völlig unerfahren ist, denn er ist ein wirklich ehrlicher, treuer, lustiger und netter Kerl. Vielleicht ein bisschen zu ehrlich und zu nett. Das typische Problem eben. Sein Hauptproblem war aber, er hatte sich die letzten 20 Jahre immer nur für eine unerreichbare Frau in dem Tanzclub interessiert und nicht gemerkt, wie die Zeit rennt. Letztendlich ist er zu passiv in seinem Leben gewesen. Er hatte zwei linke Hände mit Frauen, konnte nicht flirten, nichts mit einer Frau aufbauen und ihm fehlte extrem viel Erfahrung. Das merkte man zum Beispiel daran, dass er immer an Weihnachten mit einer Rose in den Tanzclub kam, und sie der Frau schenkte, die nichts von ihm wollte. Eine gesunde Einstellung wäre vielleicht gewesen, er hätte sich nach mehreren Frauen umgesehen und nicht passiv in einer Position verharrt.

    Letztes Jahr ist diese tolle Traumfrau, die er angehimmelt hat, dann endlich umgezogen und war weg, und er hat allmählich erkannt, dass er sich "neu orientieren" muss und sich eine "echte" Frau suchen muss. Seine und auch meine Kumpels haben ihm glaube ihm da auch ein bisschen Druck gemacht.
    Was soll ich sagen? Er ist jetzt völlig glücklich und kann auch zum ersten Mal auf Facebook Paarfotos posten.

    Allerdings muss man dazu sagen, er hat sich eine Frau gesucht, die optisch ähnlich der Vorgängerin ist und schon zwei erwachsenen Kindern hat UND wahrscheinlich sofort auf seine liebe, nette Art angesprungen ist UND aufgrund ihrer Erfahrung da bisschen aktiv was in die Wege geleitet hat mit ihm. Also mehrere Glücksfälle auf einmal. Und wir haben zur Feier des Tages alle ein Bier auf ihn getrunken.

    Er hat damit eigentlich genau die Großfamilie gefunden, die er immer gesucht hat. Ob es hält, kann man natürlich nicht sagen. Ich habe zwar so das Gefühl, die Frau haut ihm ab, wenn sie nach paar Jahren keine Lust mehr hat, die Lehrerin zu spielen, aber andererseits ist er ein aufmerksamer Mann, der treu und lustig ist und viel Nachholfbedarf an Liebe hat.
     
    • # 3
    • 10.05.2018
    • Babar
    Ich kannte einen Mann, der sich mit gegen 60 verpartnerte, nach dem Tod seiner Mutter, mit der er immer zusammengelebt hatte. Er wohnte im gleichen Quartier wie ich, man lief sich zuweilen über den Weg, und ich hatte ab und an beruflich mit ihm zu tun, ein super intelligenter Mann, der geborene alte Junggeselle, ziemlich steif und altmodisch. Als die alte Dame starb, sah man ihn schupsdiwups mit einer sehr netten Frau, Typ eher links/alternativ, was mich etwas wunderte, da ich ihn als sehr konservativ einschätzte, sie heirateten bald. Diese Geschichte berührte mich sehr. Einmal stand ich in einem Stau, die beiden waren zufällig hinter mir, ich beobachtete sie lange im Rückspiegel. Sie erzählten sich irgendwelche Geschichten, lachten viel, wirkten völlig gelöst und glücklich und liebevoll. Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, er ist mittlerweile längst in Rente, ich wohne woanders. Ich wünsche ihnen alles Glück der Welt.

    Frau 51
     
    • # 4
    • 10.05.2018
    • Jana_09/15
    Ich kenne zwei Männer im Bekanntenkreis.
    Beide schüchtern und unerfahren, hatten sich bislang nur um Job und Hobbies gekümmert.
    Waren beide ziemlich nerdig und erfolglos bei den Damen während der Schul- und Studienzeit und hatten aufgrund dessen wohl jahrelang Angst, sich dem Markt doch noch einmal zur Verfügung zu stellen.

    Einer hat es sich zum Projekt gemacht, selbst attraktiver zu werden (Sport, hat abgenommen, sich ums Äußere gekümmert in Form von Frisur, Klamotten, Männerschmuck etc.), hatte mit 37 die ersten Kontakte und fand mit 39 seine seit nunmehr 5 Jahren feste Freundin.
    Der andere hat sich nur auf seine (gut laufende) Karriere konzentriert, dann ein Haus gebaut und befand die Zeit mit Anfang 40 endlich reif, dass er einer Frau etwas bieten konnte. Hat ca. 2 Jahre gesucht und ist nun seit 2 Jahren glücklich liiert. Verändert hat er sich äußerlich oder innerlich überhaupt nicht.

    Coaching oder Therapie hatten beide nicht. Sie haben (wenngleich spät) einen festen Entschluss gefasst und sich reingekniet, sind auch bei Rückschlägen drangeblieben, haben nicht aufgegeben.
    Beide haben sich Gedanken gemacht, was die Damenwelt wohl wünscht und womit sie selbst punkten können. Sich optimiert, wo Bedarf bestand, aber nicht verbogen.
    Und sich natürlich auch überlegt, welche Frau zu ihnen passen könnte, ihre Erfahrungen gemacht, aus ihnen gelernt, danach nicht mehr wahllos gesucht, sondern ein Gespür für für sie richtige oder falsche Frauen entwickelt.
    Also eigentlich nicht mehr als das, was andere Menschen schon in jüngeren Jahren tun und lernen (wenn es gut läuft).
     
    • # 5
    • 10.05.2018
    • annie83
    Liebe Tine17
    Die kurze Antwort: Ja, kenne ich mehrere Fälle.
    Etwas, das mir aufgefallen ist: Diese Paare haben oft eine sehr gute Passung gehabt. Also sie waren sich von den Werten, Zielen und Bildungsstand sehr ähnlich, haben sich über Hobbies (z.B. Paartanz) kennen gelernt und machten einen harmonischen Eindruck. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass diejenigen Personen, welche mit einer psychischen Belastung auf die Partnersuche gegangen waren, dann auch einen psychisch belasteten Partner fanden. Es war also auch auf dem Level eine Art "Passung" da, was bedeutet, dass man nicht den Märchenprinzen findet, der viel besser dran ist als man selber, sondern jemand, dem es ähnlich im Leben geht. Als Beispiel, wenn du selber nie Sport treibst, wirst du höchst wahrscheinlich nicht mit einem Personal Trainer zusammen kommen, sondern mit jemandem, der einen ähnlichen Lebensstil pflegt. Liegt auch daran, dass die Persönlichkeiten gefestigter sind, als in den 20er Jahren. Und dass die Dauersingles ja wahrscheinlich nicht die Flexibelsten sind, was Partnersuche anbelangt.
    Single zu sein ist in der heutigen Zeit relativ verbreitet; weder ist das eine Krankheit, noch ein Makel. Bezüglich Coaching: Am besten haben mir noch die Videos von Matthew Hussey gefallen, die es gratis auf youtube gibt. Bezüglich Therapie: Du solltest eine Therapie machen, wenn du psychische Probleme hast, die sich auch auf eine Beziehung negativ auswirken würden. Aber Psychotherapeuten sind nicht für Hilfe beim Dating ausgebildet.
    Du musst obiges bedenken: Du wirst in deinen 30er Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Partner finden, der dir sehr ähnlich ist. Daher lohnt es sich, gut zu dir zu schauen und jemand zu sein, den du magst :)
     
    • # 6
    • 10.05.2018
    • HeidiBerlin
    Was für eine schöne Liebesgeschichte! Auch wenn es recht spät passiert, na und? Und dann sage ich mir, happy kann das "End" auch sein, wenn mann/frau ein glücklicher Single mit Freunden bleibt. Auch das ist gut so. Ach so nein, ich kenne keine solche Geschichte. Meine Schwester hatte noch nie einen Partner...sie ist 1,5 Jahre älter als ich und bereut es, noch nicht mal schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht zu haben. Sie beneidet mich um meine auch schlechten Erfahrungen und eben auch um die schönen Momente in meinem Leben...
     
    • # 7
    • 10.05.2018
    • Tini_HH
    Was ist denn das Happy End?
    Manche Menschen brauchen einfach keinen Menschen an ihrer Seite. Und sind trotzdem happy.
    Nicht jede Beziehung ist ein Happy End. Gerade wenn ich Paare sehe, die heiraten, denke ich immer: "Jetzt beginnt der ganze Mist erst- die Armen!" - während andere denken: "Happy End!"
    Aber nur in Filmen ist eine Beziehung das happy End.
    Die Frage wäre auch, wieso du jetzt Single bist.
    Man muss erst mal mit sich und dem Leben zufrieden sein, denn kein Mann hat Lust, deinen Retter zu spielen, der dich aus dem Loch der Einsamkeit entzieht.
    Ein Partner will ja von seiner Partnerin auch profitieren, sprich sie sollte viele Interessen haben, einen netten Freundeskreis und mit sich und dem Leben im Reinen sein.
    Da solltest du ansetzen.
    Wenn man sich selbst nicht lieben kann, kann das auch kein anderer. Und man kann einem anderen auch nicht aufbürden, dass er einen gefälligst glücklich machen soll und zum Happy ENd tragen soll.
     
    • # 8
    • 10.05.2018
    • carpe
    Ja kenne ich. Ein Mann der mit 50 seine erste Freundin hatte und mit ihr das erste mal Sex. Ein nerdiger Typ, der nur für Beruf und Hobby (der Klassiker Eisenbahn) lebt. Eigentlich war er glücklich, die Vorstellung einer Beziehung nur abstrakt. Er hat nie etwas unternommen, um eine Frau kennen zu lernen. Bis er zufällig eine kennen lernte, die alles in die Hand nahm. Die komplette, monatelang dauernde Beziehungsanbahnung. Er war schüchtern und verklemmt. Als sie endlich ein Paar waren, konnte er sich trotzdem nicht von seinen Lebensgewohnheiten lösen. Bastelte bis nachts an seiner Eisenbahn rum und war am Wochenende auf Eisenbahnertreffen. Für die Freundin nie eine Aufmerksamkeit. Auf ihre Veränderungsvorschläge reagierte er bockig. Er war einfach zu unerfahren im Umgang mit Frauen. Die Freundin warf dann genervt das Handtuch, seitdem ist er wieder alleine.
     
    • # 9
    • 10.05.2018
    • NormaJean
    Mein Onkel hat mit 41 Jahren seine Frau im Internet kennengelernt. Heute sind die beiden schon einige Jahre glücklich verheiratet. Ansonsten sehe ich es wie @INSPIRATIONMASTER : Jeder Mensch ist verschieden, entweder es stellen sich Gefühle ein oder eher nicht. Wenn jemand in 50 Lebensjahren noch nie ein Gefühl für einen anderen Menschen entwickeln konnte, dann finde ich das trotzdem sehr seltsam. Grundsätzlich denke ich aber immer: zu jedem Topf gibt es einen Deckel, und manche sind einfach auch ein wenig zu träge, um sich auf die Suche zu machen.
     
    • # 10
    • 10.05.2018
    • herzdame
    Ich kenne auch einen nicht besonders gut aussehenden, nerdigen etwa 50jährigen Mann, der sehr viel Zeit mir seiner Mutter verbrachte und im Urlaub (wo er jedes Jahr Urlaub gemacht hat) seine heutige (ausländische) Freundin gefunden hat. Ein weiteres Pärchen hat sich mit über 30 kennengelernt. Beide waren als Partner beim anderen Geschlecht nicht besonders beliebt, sie mollig und schüchtern; er wirkte unbeholfen, unmännlich und ziemlich langwelig. Sind verlobt und werden bald heiraten. Ich bin davon überzeugt, dass die stabilsten Beziehungn zustande kommen, wenn Paare sich Ende 20 anfang 30 kennenlernen und nicht viel Erfahrung mitbringen.
     
    • # 11
    • 10.05.2018
    • Tini_HH
    Nein, das stimmt nicht. ende 20/Anfang 30 WOLLEN die meisten eine stabilie Beziehung, sprich es heiraten da besonders viele, weil das so auf dem To-Do-Plan des Lebens steht. Ob das deswegen stabile Beziehungen sind, wage ich zu bezweifeln. In meinem Bekanntenkreis sind über 70 % wieder getrennt.
     
    • # 12
    • 10.05.2018
    • mokuyobi
    Der Partner einer Freundin war um die 30, als sie ihn über die Arbeit kennengelernt hat. Ein ganz lieber, Typ Bär, der teilweise etwas nerdige oder konservative Ansichten hatte; einfach jemand, bei dem man sich nicht so sehr wundert, dass er vorher keine Frau für sich gewinnen konnte - ich denke, er hatte das nie probiert; seine Familie war sehr emotionslos und er kannte das alles gar nicht.,Sie, das Gegenteil, hat ihn sozusagen erjagt, und dann hat er sich durch ihren Einfluss zum Alternativen hipster gewandelt, der immer offener und freundlicher wurde. Sie sind jetzt 8 Jahre zusammen.

    Ich kenne allerdings auch Leute, die noch immer keinen Partner finden, mit Ende 30. und oft liegt es da an speziellen Vorstellungen der einen großen Liebe, Angst vor Zurückweisung und daher gar nicht erst probieren oder leichten Formen von autistischem Verhalten (irgendwie verhalten sie sich Leuten gegenüber merkwürdig). Ich bin gespannt, ob sich da noch etwas ändert. Verkuppeln hat bisher nichts gebracht..
     
    • # 13
    • 10.05.2018
    • Boyne
    Ich bin eher davon überzeugt, "jung gefreit nie gereut". Wie soll das gehen, kennenlernen mit Ende 20 Anfang 30 und nicht viel Erfahrung mitbringen. Die Mehrheit sind doch keine halben Hobbits?

    Ich kenne leider keinen, nur einen ewigen Junggesellen, der mit jetzt 50 immer noch keine Beziehung hatte. Verliebt hat er sich wohl öfter, was aber nie erwidert wurde.
     
    • # 14
    • 10.05.2018
    • Lebens_Lust
    Meine Schwester war bis weit über 30 alleine und hat heute Familie. Ich kenne auch mehrere Frauen, die nach Trennungen mit Anfang 30 sehr lange Single waren,zum Teil immer noch sind.
    Ein ehemaliger Nachbar hat erst mit über 45 eine passende Frau gefunden. Ein guter Freund von mir auch lange Singlephasen gehabt und schließlich doch die "Traumfrau" entdeckt.
    Ich denke, es ist nicht so ungewöhnlich, dass manche Menschen im Leben lange Singlephasen haben. Frauen eher als AE, Männer eher vor der Familiengründung.
     
    • # 15
    • 10.05.2018
    • Gast_mn
    Ich kenne eine Frau, die seit Dezember das erste Mal eine richtige Partnerschaft hat. Sie ist 38. Der letzte Versuch war mal mit 17/18, aber es ist außer küssen nie hinausgegangen. Ich weiß noch, als sie damals mit diesem Kerl im Türrahmen auf einem Geburtstag stand. Das war das einzige und letzte Mal, wo sie eine Annäherung zu einem Mann hatte. Seitdem ist eine lange Zeit der Stille vergangen, wenn es um Partnerdinge ging.
    Jetzt hat sie einen ganz adretten, fröhlichen Mann gefunden und das irgendwie auch ziemlich "plötzlich". Hat mich ziemlich überrascht. Vielleicht ist sie sexuell nicht so offen/erfahren wie andere, aber sie ist eine offene Kommunikationspartnerin, sehr gescheit (kein Nerd) und macht nicht den Anschein, als wäre was merkwürdig an ihr. Gut, sie ist untenrum etwas mobbelig und sehr klein, hat aber ein ziemlich hübsches Gesicht, das auffällt und lange blonde Haare. Aussehen bisschen wie Pamela Anderson, nur in Kleinformat. Also nicht unbedingt unattraktiv.
    Ich habe fast das Gefühl, es liegt an ihrem Mileu, weil da auch mehrere Männer unterwegs sind, die auch noch keine feste Freundin hatten und sich sehr schwer damit tun, mal was in die Gänge zu setzen. Also wahrscheinlich einfach der Mangel an Alternativen.

    Aber es scheint mir nicht unmöglich, auch wenn ich die Geschichten hier so lese.
    Ich glaube eins ist wichtig: seine Fröhlichkeit zu bewahren. Depressive, verbitterte, geschlechterfeindliche Menschen sind jene, die dann eben wirklich alleine bleiben. Auch jene Leute, die erstmal ihr Papier ausrollen und ihre No-Go-Liste runterflöten, nachdem sie ohnehin schon lebenslang Single waren. Das sind dann nämlich die Härtefälle.
     
    • # 16
    • 10.05.2018
    • Martina698
    Ja, ich hatte so einen guten Freund auch. Mit dem Unterschied, er hatte in jungen Jahren die die heißesten Bräute an seiner Seite, die auf ihn standen und ihn richtig toll fanden. Vielleicht auch bisschen wegen seiner verkehrten Distanz und weil er was Andersartiges ausstrahlte. Er sah auch echt attraktiv aus. An den Frauen störte ihn aber was (etwas, das keinen anderen Mann stören würde, glaub's mir!). Jetzt ist er nicht mehr in seinen 30ern, sondern geht steil auf die Ende 50 zu. Die heißen Bräute sind weg und selber längst alt und er freut sich Hände reibend wie Gargarmel, dass er in frühen Jahren den heißen Bräuten so standhaft geblieben ist. Dass seine Schläfen schleichend grau geworden sind, er einen versetzten Stirnansatz bekommen hat und die Unförmigkeit des Körpers in verkehrten Kleidern langsam sein Schicksal nimmt, hat er während dessen gar nicht bemerkt. Auf Facebook hat er übrigens ein Profilfoto von sich, wo er 27 war, denn er ist sehr sehr eitel.
    Vielleicht sollte ich das Rätsel auflösen... Die scharfen Bräute hatten für ihn starke Defizite: Sie waren rundum nicht so perfekt und schön genug für seine göttliche Versnobtheit. Ich hab mir aber sagen lassen, er hat schon paar Mal heimlich geweint, weil er manchmal doch einen nervlichen Zusammenbruch bekommt.
     
    • # 17
    • 10.05.2018
    • Kathyberlin
    Eine Freundin von mir wurde mit über 40 fündig. Vorher hatte sie nur Gelegenheitsbeziehungen, die nie länger als 2 Monate währten. Sie bezeichnete sich selbst als Langzeitsingle. Als ihre Freundin kann ich aber sagen, dass sie daran sicher einen Beitrag hatte. Sie ist recht unverbindlich. Um sich mit ihr zu verabreden, muss man auch als Frau mehrfach nachhaken, wozu ich mittlerweile auch keine so große Lust mehr habe...
     
    • # 18
    • 10.05.2018
    • Lavieestbelle
    Ich kenne auch ein Beispiel. Er heißt Lorios Ödipussi :).
    Nein im Ernst. Natürlich kenne ich es. Als ich vor vier Jahren eine kurze Suchphase hatte, lernte ich einen sehr lieben 50jährigen Mann kennen. Er war Ingenieur in der IT-Branche, sehr freundlich und erzählte mir, dass er bis vor einem Jahr keine Frau/Freundin hatte. Seit kurzem wieder Single sei. Er war echt sehr lieb und wir haben auch tatsächlich eine Zeit lang sehr nett geschrieben.... Zwei Freundinnen von mir sind mit 45 fündig geworden und geheiratet. Auch habe ich mal eine Reportage über Liebe im Altersheim gesehen. Der Mann war Demenz und hat seine Freundin immer jeden Tag neu in Erinnerung rufen müssen. Sie waren echt ein süßes Paar.
    Wie heißt es so schön? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
     
    • # 19
    • 10.05.2018
    • irina_85
    Eine Freundin von mir hat über das Internet einen 32 Jährigen gefunden, der noch nie eine Freundin oder Erfahrung mit Frauen zuvor gehabt hat. Sie sind seither zusammen, mittlerweile 1 Jahr. Er ist ein ITler also etwas nerdig und saß früher wohl gerne nur am PC. Sein Kumpel hat seit er 20 Jahre alt ist auch keine Beziehung mehr gehabt. Er ist jetzt 38, also schon eine ganze Weile single. Man muss hier auch einfach Glück haben, bei manchen klappt es irgendwann und bei manchen gar nicht.
     
    • # 20
    • 10.05.2018
    • sasu112
    Ich kenne einige Männer bei denen das sehr lange gedauert hat. Und dann ging es meist irgendwie alles ganz schnell: Heiraten-Haus-Kind :)
    --- und genau diese Beziehungen halten auch tatsächlich.
    Vielleicht deswegen, weil mindestens einer es wirklich zu schätzen weiß, dass er überhaupt eine Beziehung hat????

    Ich glaube als grundsätzliche operative Tips, würde ich geben:
    1. Frequenz erhöhen: mehr Frauen begegnen = höhere Quote (kühle Statistik ;))
    2. Mal den sogenannten "Mauerblümchen" einen Blick widmen - sprich: im gleichen Regal umschauen und nicht den unerreichbaren "Traumfrauen" hinterher schmachten
    3. vielleicht einfach mal was anleiern, wo die Gefühle nicht 1000% sind - einfach um die "Schwellenangst" zu nehmen
    4. deine Stärken herausfinden und die gezielt in deine Value proposition einbauen ;)
    5. deine Schwächen akzeptieren und optimieren (nicht "wunderschön": dann halt cool oder witzig aussehen etc.)
    6. Zielgruppe optimieren :)
    7. Locker bleiben: Es gibt noch Runde 2-5 und einige Frauen verändern ihre Kriterien / Prioritäten im Laufe der Zeit ;)
     
    • # 21
    • 11.05.2018
    • herzdame
    Mitte/Ende 20 Anfang 30 haben die meisten eine ganz andere Reife erreicht und wissen was sie *nicht* wollen. Früher sind die Meistens nicht auf die richtigen Attribute konzentriert. Wenn beide wenig/keine Erfahrung in dieser Alterklasse mitbringen sind meist zwei Dinge gegeben:
    • Bessere Formbarkeit-> In der Partnerschaft kann man noch besser eins werden und kompatibler in allen Lebenslagen, da nicht durch Vorbeziehungen vorgeformt. Wenn auch der erste richtige Sex (kein Petting etc) gemeinsam stattfindet, entsteht auch eine andere Bindung mit dieser Person, als wenn dies schon X mal vorher geschehen ist.

    • Man trägt weniger /kein Ballast mit sich, an dem man noch zu kauen hat. Den hat man wenn man Vorbeziehungen hatte immer (mehr oder weniger)

    • Man weiß die Beziehung anders zu schätzen, als wenn man X Lebensabschnittgefährten hinter sich hat und jetzt wieder startet.

      Ich kenne Beziehungen, die nach diesem Schema abliefen und sehr harmonisch laufen. Das sind nicht die Paare, die sich trennen werden. Es ist konservativ aber beständig.
     
    • # 22
    • 11.05.2018
    • Moona
    Das sind wahre Worte. Mein Schatz ist nun 52 Jahre alt. Er hatte mit Anfang zwanzig und Ende Zwanzig zwei Beziehungen und war dann knapp 20 Jahre lang Single. Als wir uns im Tanzkurs trafen ging es Schlag auf Schlag. Er ist ein sehr einfühlsamer, gebildeter, sehr gescheiter, vielseitig begabter Mann, der auch meine vielen Katzen mag und sie ihn!!!! Ich habe mich lange gefragt, wo da der Haken ist. Aber ich finde keinen bei ihm. Keinen!! Wir sind beide leichte Exzentriker und passen so wunderbar zusammen. Im Temperament, im Ruhebedürfnis, bei den Interessen angefangen beim Fernsehprogramm, im Lebensstil, beim Geldausgeben. Einfach überall.

    Also hör auf zu glauben, bei Dir sei was falsch. Um mit jemanden gut zusammenzupassen muß nämlich jede Menge stimmen. Und das tut es nunmal nicht bei vielen. Und die muß man erst mal treffen.

    Nach meiner Erfahrung muß man mal anfangen, etwas ganz anders zu machen wie sonst, damit was anderes passieren kann. Bei uns war es der Tanzkurs. Viel Glück.
     
    • # 23
    • 11.05.2018
    • frei
    Ich kenne auch einen Mann, der, bis er Ende dreißig war, nur kurze Plänkeleien hatte, aber nie eine Beziehung. Keine Ahnung, ob er damals ab und zu Sex hatte, ich denke eher nein.
    Er hat sein Studium geschmissen und verdient als Ungelernter nicht viel. Ob das vielleicht auch ein Grund war, dass Frauen sich nicht vorstellen wollten, mit ihm eine Familie zu gründen ?
    Ein toller Vater wäre er nämlich sehr wahrscheinlich, er ist bei allen Parties immer der Mittelpunkt der Kinder.

    Ein komplett lieber und fröhlicher Typ. Liebes Gesicht, eher dünn, aber normal groß. Auffallend hohe Stirn. Und leider, tja wirklich krass nerdig.
    Er ist außerdem Hardcore-Fußballfan und weiterhin fährt er sehr viel Fahrrad.

    Vor ca. zwei Jahren hat er auf einer After-Fußballspiel-Fan-Party eine Frau kennengelernt, bzw. sie ihn.
    Sie war sehr aktiv und er 'hat sich nicht gewehrt'.
    Sie ist 10 Jahre älter als er, war viele Jahre verheiratet, keine Kinder, Ärztin mit eigener Praxis. Sehr gebildet, deutlich mehr als er.
    Ebenfalls nicht attraktiv, ebenfalls sehr fröhlich und komplett lieb.
    Sie gehen zusammen auf den Fußballplatz und fahren Fahrrad.

    Und sie sind, soweit ich das beurteilen kann, sehr glücklich.

    Er hat sich allerdings, indem er sich für sie entschied, gegen Kinder entschieden. Sie ist gerade 50 geworden.
    Andererseits haben die gebährfähigen Frauen ja auch nicht gerade Schlange gestanden.
    Ich denke, es ist ok, denn er ist glücklich.

    w 51
     
    • # 24
    • 11.05.2018
    • gast_m
    Genau das ist der spingende Punkt. Wer Dauersingle ist und darüber rumjammert sollte schonungslos analysieren, woran es liegt.

    Es liegt nicht an der Umwelt, sondern an der eigenen Unfähigkeit, etwas aus sich zu machen. Grundvoraussetzung ist eine optisch ansprechende Attraktivität, und da kann jeder Mann und jede Frau mit entsprechender Anstrengung etwas aus sich herausholen.

    Und natürlich muss auch ein realistisches Anspruchdenken vorhanden sein. Das fehlt vielen.

    m, 39
     
    • # 25
    • 11.05.2018
    • Gastnehmer
    Was soll daran ein Happy End sein? Filme mit Happy End sind nicht abgesehen vom Ende grausam, sondern haben auch vor dem Happy End ihre schönen Momente. Das kann ich als Spätzünder nicht für mich sagen.

    Was Männer betrifft: Es sind nicht alle Nerds oder Diven, die es spät oder gar nicht schaffen. Manche tun sich verdammt schwer und je mehr die Zeit vergeht, je mehr man aufgrund dieser Situation "untypisch" ist und natürlich bei den ach-so-modernen Frauen als unmännlich gilt - welch progressive Sichtweise - desto unsicherer wird man. Teufelskreis. Ich hatte es nicht leichter, als ich anfing, mehr Sport zu treiben und mehr auf meine Äußeres zu achten. Als Student war ich sehr oft abends unterwegs - mit Frauen wurde dennoch nix. Und selbst jetzt, wo ich nicht mehr unerfahren bin, fällt es mir kein bisschen leichter. Eher im Gegenteil.
     
    • # 26
    • 13.05.2018
    • Hasendompteur
    Guten Morgen,

    ich habe gleich zwei Freundinnen, die beide bis weit über 30 noch nie eine Beziehung hatten. Beide haben dann im Job den passenden Mann gefunden und sind jetzt schon 10 Jahre liiert. Die Beziehungen scheinen mir gerade bei den ehemaligen Dauersingles haltbarer zu sein. Während man hier ständig von Trennungen und neuen Versuchen liest, haben diese Leute scheinbar gleich beim ersten Mal den Glücksgriff getan. Ich frage mich immer, wie das möglich ist.
    Bei mir läuft beziehungstechnisch seit meiner Trennung vor 14 Jahren gar nichts mehr. So wendet sich eben das Blatt. Ich gönne es den beiden von Herzen. Sie haben sehr unter dem Singledasein gelitten.

    Du wirst auch noch fündig, liebe FS. Ich wünsche Dir ganz viel Glück!!
     
    • # 27
    • 14.05.2018
    • jasmina_jj
    Je nach dem, wie man "Happy End" definiert? Viele sind auch froh, wenn sie dann gar keinen richtigen Partner mehr finden, wenn sie über 35 sind, weil sie gut mit sich alleine zurecht kommen. Ist nicht selten erfüllender in heutiger Zeit.

    Ein Beispiel aus meiner Jugend: Eine russische Schulfreundin von mir hatte zu damaliger Zeit eine sehr streng-religiöse Erziehung genossen. Ihr einziges Ziel war immer, zu heiraten und Kinder zu bekommen und nicht arbeiten zu gehen. Das war für damalige Verhältnisse schon sehr merkwürdig, weil andere Mädchen einen Beruf erlernen wollten. In der Schulpause hat sie immer Bibel gelesen und ansonsten war sie eine Spätzünderin. Man merkte damals schon, dass das nicht in normale Bahnen laufen wird.

    Ich habe sie einige Jahre später wieder getroffen, auf einer weiterführenden Schulung. Das hat mich schon gewundert. Zu der Familie kam es nie. Wie auch in heutiger Zeit? Da müsste sie ja lange suchen. Jetzt habe ich sie nochmal wieder getroffen und sie lebt einfach alleine bzw. als Nesthäkchen sehr eng zu ihren Eltern. Ich denke, das ist für sie auch ok, besser als mit irgend einem unverbindlichen Mann.
     
    • # 28
    • 17.05.2018
    • Libelle123
    Solch einen Härtefall kenne ich... Er ist Wissenschaftler und mit ca. 50 immer noch Single und leidet sehr darunter. Gerne hätte er Kind und Kegel. Sein unattraktives und ungepflegtes Äußeres (starkes Übergewicht, Gestank) sind vermutlich nicht mal das Problem. Aber seine Verbitterung gegenüber Frauen und sein boshaftes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Er spricht zB über ALLE seine vergangenen Kurzbeziehungen SCHLECHT und meint, jeder hätte ihn verarscht. Dabei ist er schlicht gekränkt, weil ihn keine will. Bei solchen verbitterten Gestalten sollte man vorsichtig sein und auf Abstand gehen. Er sagt auch selbst von sich, dass er wohl immer allein bleiben wird. Hinzu kommt dann sein Anspruch an die Frau: Schlank, sexy und fruchtbar soll sie sein. Ein hoffnungsloser Fall. Tendenziell sind solche Fälle aber selten.
     
    • # 29
    • 21.05.2018
    • Singleuser
    ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst, wir sind im gleichen Alter. Mir ist es ähnlich gegangen wie dir, mit dem Unterschied das meine Freundin mich nach 4 Jahren verlassen hat. Der Grund war derselbe. Es war auch für mich schwierig am Anfang damit klar zu kommen. Man hat das Gefühl seine "besten Jahre" verschwendet zu haben und denkt, dass man nun auf der "Resterampe" fischen geht. Du schreibst ja auch das du das Gefühl hast, dass die "guten Männer" alle weg seien...
    Das passiert gerade dann, wenn um einen herum bei allen anderen Paaren im Freundeskreis scheinbar alles Perfekt läuft. Ich weiß nicht auf wie vielen Hochzeiten ich dieses Jahr schon war, irgendetwas zwischen 5 und 7. Dazu taucht der erste Nachwuchs bei den befreundeten Paaren auf und man fragt sich natürlich, warum das bei einem selbst alles nicht geklappt hat.
     

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