• 08.11.2017
    • malsa

    Welche Erfahrungen habt ihr mit einer Fernbeziehung?

    Hallo,

    ich bin momentan in einer schwierigen Situation. Ich habe eine Frau kennengelernt, die hier lediglich kurzzeitig arbeiten war. Sie lebt leider 800km entfernt, im Ausland.

    Leider hat es nur für ein Treffen an ihrem letzten Abend in Deutschland gereicht. Aber wir haben uns beide sehr gerne. Sie schrieb mir, dass sie meinen Charakter sehr mag und noch nie so vieles gemeinsam hatte mit einem Mann. Es ist tatsächlich erstaunlich, was uns alles verbindet.
    Wir schreiben viel und haben gestern wieder einen fast 2h Facecall gemacht.

    Ich frage mich nur, wie es weiter gehen soll. Frühestens in ein paar Wochen könnten wir uns sehen. Und schließlich befinden wir uns erst in einer Kennlernphase.
    Hat jemand Erfahrungen mit solch einer Situation?

    Liebe Grüße
     
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    • # 1
    • 08.11.2017
    • INSPIRATIONMASTER
    Und das schon nach einem Treffen? Da bleibe ich mal sehr skeptisch und entspannt!
    Das alles sagt erst mal nicht viel! Ihr müsst euch schon öfters mal treffen und auch längere Zeit miteinander verbringen, bevor man was ernsthaftes sagen kann, inwieweit es passt.
     
    • # 2
    • 08.11.2017
    • realwoman
    Es ist schon erstaunlich,welche Probleme sich Menschen machen,wo noch keine sind.Du schreibst selber,ihr seid in der Kennenlernphase.Dann lern sie halt kennen.Dann,und erst dann weisst du,wie es weiter gehen soll.800km sind kein Pappenstiel,aber auch kein Weltuntergang,gerade mal eine Flugstunde.Ist dir das zu anstrengend,lass es sein,findest du sie faszinierend,muss du da durch.Vergiss,"wir haben viel gemeinsan,wir passen gut zusammen",lass dein Herz entscheiden.Und wer weiss,vll.hast du gerade deine Traumfrau kennengelernt.
     
    • # 3
    • 08.11.2017
    • gast_m
    Ich vermute, dass Du es schwierig hast in Deutschland Frauen kennen zu lernen. 800km sind extrem viel. Kulturelle Unterschiede sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Andrerseits: was hast Du zu verlieren?

    Geh diese Sache nicht zu emotional an, sondern behalte Deinen gesunden Menschenverstand bei. Lass Dich nicht emotional erpressen. Sonst kann das für Dich ganz böse ausgehen...
     
  2. Hallo malsa,

    800 km sind - salopp gesagt - eine Flugstunde.

    Mir ist es unbegreiflich, wie wenig man hier bereit ist, in eine Beziehung zu investieren - auch im Wortsinne. Denn natürlich ist es ein Kostenfaktor. Ich staune immer leise vor mich hin, wenn ich hier in den Threads lese "Suchparameter bis 50 km Umkreis" oder "was will ich mit einem Mann, der 300 km entfernt lebt".

    Ich sehe wirklich nicht das Problem. Ich hatte eine Fernbeziehung Berlin - Hamburg, bin fast zwei Jahre gependelt. Die Fernbeziehung wurde zu einer Ehe, die auch nicht gescheitert ist, sondern vom Tod geschieden wurde.

    Nun gehöre ich zu den Vielfliegern, mir würde ein 800 km entfernter Mann, wenn ER es dann ist, gar keine wahrgenommene "Beeinträchtigung" bedeuten.

    Wochenendbeziehung, und zwar ohne Aufrechnen, wer wann zu wem gekommen ist, sondern es großzügig so anlegen, wie es gerade in beider berufliches Konzept passt: Das wäre doch das Richtige für Euch. Warum denn nicht?

    Ich persönlich stehe auf dem - wahrscheinlich hochexotischen - Standpunkt, dass mein "Deckel" nicht zwingend vor der Haustür zu finden ist. Und kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: Fernbeziehungen können sehr glücklich machen und das Gerüst für eine immense Tragfähigkeit der Beziehung sein. Denn Ihr werdet - was ich Euch wünschen würde - ja langfristig planen und irgendwie sehen, dass Ihr Eure Berufssituationen so ändert, dass Ihr irgendwann zusammen leben könnt.

    Zwar schreibst Du, dass Ihr noch völlig am Anfang steht, aber wenn es finanziell irgendwie zu wuppen ist: Macht! Beim Anderen in seiner Stadt zu sein, ist immer wie ein kleiner Urlaub, unter der Woche kann man einander auch gerne mal beherzt vermissen....

    Nicht von äußeren Umständen wie solch "nebensächlichen" 800 km beeindrucken oder gar abhalten lassen! Probiert Euch aus, freut Euch darüber, Euch gefunden zu haben, genießt die kostbare Zeit miteinander.... alles Gold wert.

    Dann ist der Lieblingsmensch eben erst einmal 800 km entfernt - wir leben doch nicht mehr in Postkutschen-Zeiten!

    Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr nicht verzagt und glücklich werdet. So einfach ;-))
     
    • # 5
    • 08.11.2017
    • Pflanze23
    Ich würde sagen, versucht es einfach. Dann wird sich zeigen, ob es funktioniert. Eine Bekannte von mir hatte fast zwei Jahre eine Fernbeziehung nach Amerika und auch die erste Zeit dort noch von der Ost- zur Westküste. Eine andere Freundin hatte mehrere Jahre eine Beziehung mit einem Australier, bevor sie hingezogen ist. Also, alles ist möglich! Besucht euch einige Male und dann sehr ihr, ob es sich richtig anfühlt.
     
    • # 6
    • 09.11.2017
    • Stern12345
    Ja, das können sie, ABER auch sehr unglücklich machen!

    Ich gebe dir in dem Punkt recht, dass zu wenig in sich anbahnende und bestehende Beziehungen investiert wird, aber nicht jeder Mensch ist für eine Fernbeziehung gemacht und darf das für sich auch komplett ausschließen. Ich glaube, dass das auch etwas mit dem Alter und der Reife eines Menschen zu tun hat, ob eine Fernbeziehung funktioniert. Als ich jung war, konnte ich damit auch nicht so umgehen, wie ich es heute könnte. Manche Menschen können aber mit so etwas auch gar nicht, weil sie sehr viel Nähe brauchen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der FS nicht irgendwo genau weiß, dass da eigentlich nichts für ihn ist, aber die Frau ihn doch sehr interessiert?

    Lieber FS
    Ist das so, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als es auszuprobieren und zu sehen, wie sich Fernbeziehung (sollte es eine werden!) für dich anfühlt. Versuche doch einfach im Kopf mal von dem Gedanken "Beziehung" abzulassen und versuche es unter der Freundschaft und kennenlernen zu verbuchen. Vielleicht kannst du dann entspannter damit umgehen und ein klarer Kopf kann zudem besser erkennen, wann etwas nicht passt oder wenn etwas faul ist. Bleib bei dir und deinem Gefühl! Lass es auf dich zu kommen und belaste dich/euch nicht schon heute mit solchen Gedanken. Sollte dein Gefühl dir aber mit der Zeit sagen, Fernbeziehung ist nicht das was ich leben möchte, dann nimm auch diesen Gedanken an und lass es sein.

    Aber Stand heute: Was hast du zu verlieren? Einen Urlaub oder einen kurz Trip im Ausland zu machen um eine Person wiederzutreffen die man symphatisch findet, ist doch super. Lernt euch kennen, trefft euch ein paar mal und schaut ob es wirklich so gut mit euch passt wie heute gedacht. Wer weiß...

    Solltet ihr doch zusammen sein wollen, redet miteinander, offen und ehrlich über dieses Thema, teilt euch mit, wie ihr dazu steht und was für euch Vorraussetzung ist, damit es funktionieren könnte. Dann findet sich vielleicht ein Weg.

    Aber grundsätzlich, mach doch erstmal einen Schritt nach dem anderen.....kennen lernen und dann sehen was kommt.
     
    • # 7
    • 09.11.2017
    • irina_85
    Hallo malsa,

    ich habe mit Fernbeziehungen keine guten Erfahrungen gemacht. Die Nachteile überwiegen da mehr als die Vorteile, gerade wenn man ein Mensch ist, der viel Nähe braucht.

    Gesehen haben ich und mein Freund uns nur am Wochenende oder jedes zweite. Da war dann nur Harmonie und "Schönwetter-Beziehung". Den Alltag lebt man so nicht.

    Bei euch ist das ja dann eine sehr große Entfernung und das Kennenlernen verläuft nicht so schnell, sondern langsam. Das bedeutet auch, dass man nicht so schnell herausfinden kann, ob es wirklich passt.

    Ganz ausschließen möchte ich es bei mir nicht, aber nur wenn ich merke, dass es wirklich der richtige ist. Dann muss aber schon feststehen, dass einer mal zum anderen zieht und Pläne gemacht werden. Einige Jahre in diesem Zustand, dass funktioniert meines Wissens einfach nicht.

    Da kommt es aber auch auf deine Persönlichkeit an. Also ob du viel Nähe brauchst oder eher Freiheit.
     
    • # 8
    • 09.11.2017
    • Cho Oyu
    @ an alle, denen die Entfernung mehr oder weniger wurscht ist, und die kein Verständnis für diejenigen haben, die so was ablehnen. Ich bin einer davon.

    Fernbeziehung = nicht jeden Tag sehen finde ich schon eher spannend. Man entdeckt ständig was neues.

    Meine Abers: Ich wohne schon fast in den Alpen (meine persönliche Spielwiese - Lionne 69 weiß das z.B. auch zu schätzen). Ich bin nahezu jede Woche mehrfach in den Bergen (ganzjährig). Meist mit Freunden, ab und an beruflich, dann mit dem Verein. Mal sehr sportlich mal gemütlich mit Brotzeit und schönem Blick, mal auf einer Hütte. Punkt 1, weshalb ich nie egal für wen nach K, HH oder sonst wohin fliegen würde (Norwegen ging wieder)
    Punkt 2: Ich bin kein Oberöko, aber das ginge mir aus ökologischen Gründen doch zu weit. Nächsten Punkte betreffen mich nur rudimentär:
    Punkt 3: zu teuer
    Punkt 4: entlegen wohnend, kein Auto
    Punkt 5: Flugangst

    die Liste ist fortsetzbar.

    M 47 (will hier nicht mehr weg und freu mich, dass ich verschneite Berge sehe)
     
    • # 9
    • 09.11.2017
    • frei
    Ähhh, das ist in der Tat salopp.
    Joa, man ist eine Stunde in der Luft.

    Ich fliege gelegentlich nach Venedig, von ffm aus sind das 950 km auf der Straße ( hab ich gegooglet ), keine Ahnung, wie viel in der Luft, aber so ganz grob dürfte es so weit sein, wie die Strecke, von der wir reden.
    Achtung ! Ich brauche auf dem Hinflug ca. 7 Stunden von Tür zu Tür, auf dem Rückflug auch mal länger, weil es dort IMMER Verspätungen gibt.
    Ok, ich bin kein Freund von Nervenkitzeln, deswegen bin ich immer mindestens eine Stunde früher am Flughafen als nötig und außerdem habe ich Gepäck, was vorher und nachher Zeit kostet.
    Man könnte das ganze vielleicht auf 6 oder sogar 5 Stunden runterdrücken, aber mehr auf gar keinen Fall.

    Ich wohne nur 10 km vom Flughafen ffm entfernt und auch in Venedig liegt der Flughafen nur ca. 20 Minuten reine Fahrtzeit vom historischen Zentrum entfernt. Wenn die Bedingungen beim FS nicht so optimal sind, verlängert sich alles wieder, vielleicht dauert es dann sogar länger als 7 Stunden.
    @Vikky, die, wenn ich es richtig im Kopf habe, wöchentlich von München nach Norddeutschland, plattes Hinterland pendelt, fährt vom Flughafen HH aus noch 2 Stunden mit dem Auto, bis sie bei ihrem Freund ist. Ja, sie macht das, weil es sich für diesen Mann lohnt und weil das Ende absehbar ist.
    Lohnt es sich auch für jemanden, den man einmal gesehen hat und nett fand ?
    Boah, was da an Lebenszeit den Bach runtergeht !
    Und Geld !
    Meine Flüge kosten jedes mal mit Taxi hier und dort ca. 400 €.
    Billiger wäre es, wenn ich zu unmöglichen Zeiten fliegen würde, aber das kommt nicht in Frage, bin ja nicht mehr die Jüngste.

    w 50
     
    • # 10
    • 09.11.2017
    • schwalbenweg
    Ob eine Beziehung glücklich macht, hängt von vielen Faktoren ab. Das gilt auch für Fernbeziehungen. Meine zwei "Fernbeziehungen" wohnten nur 80 km bzw. eine Stunde Fahrzeit entfernt. Im ersten Fall zogen wir nach nur drei Monaten zusammen. Da war ich auch erst 26 und hatte keine Kinder. Es hielt immerhin acht sehr schöne und zwei schwierige Jahre. Im zweiten, aktuellen Fall lassen wir uns etwas mehr Zeit und eine richtige Fernbeziehung ist das mit der Stunde Fahrzeit ja nun auch nicht.

    Schreib mal etwas mehr, zu eurem Alter, Arbeitsumfeld, Nationalitäten/Sprachen und sozialen Verpflichtungen (Kinder, Familie, Freunde). Eine Fernbeziehung macht nur Sinn, wenn die Rahmenbedingungen für ein Kennenlernen UND absehbares ZusammenLEBEN gegeben sind. Es klingt ein wenig dünn und nach Wunschdenken, was du schreibst. Und wenn es bisher mit einer Partnerschaft unter einfacheren Bedingungen nicht klappte, besteht in der unerreichbaren Partnerin die große Gefahr, sich in eine Traum- bzw. Scheinwelt zu verstricken.
     
  3. Ich habe noch keine Erfahrung mit Fembeziehungen, bin aber generell offen dafür. Das ist doch ein ganz großes Plus im Online-Dating, daß ich dadurch meine Chancen erhöhe, den zu mir passenden Partner zu finden.

    Ich hatte hier einen tollen Kontakt zu einer 300 km entfernten Frau, die leider von vorneherein eine Fernbeziehung ausschloß. Meiner Meinung nach ist das eine Kopfsache - viele überlegen sich nur, was DAGEGEN spricht und suchen nicht Gründen, die dafür sprechen.
     
    • # 12
    • 09.11.2017
    • irina_85
    sehe ich auch so. Wenn ich wohinfahre dann nur in die Berge. Flugangst käme bei mir auch hinzu.

    Was viele nicht Bedenken ist, wie auch schon @frei schreibt, dass eine ja nicht die reine Flugzeug gerechnet wird, sondenr zusätzliche Zeiten, also 2 h vorher am Flughafen und Anfahrt/Rückfahrt. Was bleibt da vom Wochenende?
    Ihr hättet den Samstag für euch.

    Ich hatte einmal auch im Zug ein Gespräch mit einer Frau, die von Mannheim nach St. Gallen fährt am Wochenende zu ihrem Freund. Sie war auch sehr gestresst. Es kommen ja auch Zugverspätungen usw. dazu. Da ist man dann 5 h unterwegs und zurück auch nochmal.

    Meine Lebenszeit wäre mir dafür zu schade.
    Es gibt überall Partner, die zu dir passen könnten. Da muss man nicht unbedingt Fernbeziehungen eingehen.

    Dazu muss man sagen, dass auch eher Beziehungsvermeider Fernbeziehungen suchen. Dann haben sie den Abstand den sie brauchen.
    Eine Beziehung in Wohnortnähe kommt da nicht in Frage, da einfach zu nah und verbindlich.
     
    • # 13
    • 09.11.2017
    • Joggerin
    Ich habe auch eine schlechte Erfahrung mit einer Fernbeziehung gemacht. Es waren nur 100 km, ich wohne auch nicht weit von der Autobahn entfernt.

    Mich störte, dass man sich nicht mal für 2h spontan treffen konnte, weil sich das nicht lohnte, er dann immer übernachten wollte. Gerade das fand ich in der Kennenlernphase schwierig, fühlte mich unter Druck gesetzt. Man "musste" dann quasi das ganze Wochenende 24/7 zusammen erleben.

    Und aus der 1 h Autobahn wurden dann auch mal ganz schnell 2-3 h, wenn Stau war oder es plötzlich schneite.

    Mich hat die Fahrerei sehr genervt, obwohl ich gern Auto fahre.

    800 km fände ich völlig absurd.

    Ja das frage ich mich auch... Jeden Monat 800 Euro für Reisekosten verbrennen? Das wäre es mir nicht wert. Ich wohne in einer Stadt mit 500.000 Einwohnern, da wird sich schon einer finden, der passt. Da muss man nicht das Unmögliche versuchen möglich zu machen.


    Was spricht denn dafür, außer die Person zu sehen?

    Wenn man im normalen Leben jemanden trifft, er dann zufällig so weit weg wohnt, kann ich es ja noch nachvollziehen.

    Aber wenn man sich online kennenlernt, muss man es ja nicht drauf anlegen, seine Zeit auf der Autobahn so zu verplempern um irgendwen kennenzulernen. Selbst positiv gedacht, es funkt... Was dann? Jedes Wochenende stundenlang im Flieger oder auf der Autobahn. Alternativ müsste einer umziehen. Vorzugsweise die Frau, weil die Männer meist den besseren Job vor Ort haben. Für mich wäre das alles nichts.

    Lieber FS, was mich stutzig in deiner Geschichte macht, ist die so schnell geäußerte Begeisterung der Frau. Liegen die 800 km Entfernung östlich von Deutschland?
     
    • # 14
    • 09.11.2017
    • malsa
    Vielen Dank erstmal für all die ausführlichen Antworten.

    Die Reaktionen sind sehr verschieden, damit habe ich gerechnet.
    Manche äußern Zweifel, da wir uns ja erst ein Mal gesehen haben. Und genau aus diesem Grund bin ich ja hier, da ich versuche, möglichst objektiv zu bleiben.
    Mal kurz vorab zu mir: Ich bin alles andere als ein unglücklicher Single. Mir kommt es so vor, als würden die meisten Singles um mich herum unglücklich sein, eine Beziehung wollen und sich darauf hin auf die Suche begeben. Bei mir ist es anders. Ich lerne jemanden kennen, den ich mag und erst dann kommt der Wunsch nach einer Beziehung. Vielleicht bin ich daher auch so passiv bei der Partnersuche, da ich nicht unglücklich bin.

    Und genau deswegen sehe ich das mit dem Investieren ein wenig anders. Ich würde auch nicht aktiv nach jemandem suchen, der so weit weg wohnt, um auf deine Äußerung @Mafalda einzugehen. Wo kein Wunsch nach einer Beziehung, da kein Aufwand.
    Anders ist es natürlich, wenn es schon eine bestimmte Person gibt.

    Vielen Dank übrigens für die ganzen aufmunternden Kommentare, dass ich es einfach versuchen sollte. Ich war mir nicht sicher, ob es nicht mit ziemlicher Sicherheit im Sande verlaufen würde, wenn zwischen erstem und zweitem Treffen gut zwei Monate liegen werden.
    Aber wie einige geschrieben haben, zu verlieren habe ich schließlich nichts.

    Liebe Grüße
     
    • # 15
    • 09.11.2017
    • Toi et moi
    Ich bin ehrlich gesagt auch kein Fan von Fernbeziehungen. Als Kind war ich drei Jahre auf einer internationalen Ganztagsschule und musste jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, damit ich um 8 in der Klasse sitzen konnte. Zuhause war ich immer um 18 Uhr und es waren die drei schrecklichste Jahre meines Lebens. Danach habe ich nie wieder mir weite Wege ausgesucht und bin ein Fan von kurzen Wegen.
    Auch die Männer in meinem Leben waren ganz schnell zu mir gezogen und ich habe dies auch als sehr schön empfunden. Was bringt mir eine Partnerschaft, wenn ich 1600 km fahren muss und mindestens 500 Euro bezahlen muss, um diese Person zwei Tage sehen zu können und kaum bin ich da, muss ich wieder weg. Lieber würde ich in diesem Fall dorthin ziehen und derjenige soll zu mir ziehen.
    Fazit: Lerne sie erstmal kennen aber frage sie, ob sie bereit wäre zu dir zu ziehen oder nicht. Ich denke, das ist die entscheidende Frage.
     
    • # 16
    • 09.11.2017
    • Wolkenfrei
    Ich habe auch eine Fernbeziehung und konnte meinen Freund nicht anders "kennenlernen". Er wohnt in der Nähe von München und ich in Hamburg. Wir haben uns beim Fußball kennengelernt, wir lieben den gleichen Verein [nein, nicht der FC Bayern ;-)]. Nach dem ersten Widersehen haben wir uns ein paar mal getroffen (immer im Abstand von mehreren Wochen) und festgestellt, dass da "mehr" ist und wir es probieren möchten.

    Es ist nicht immer leicht. Wir können uns nicht jedes Wochenende sehen, weil die Fahrkosten einfach immens sind und wir am Wochenende auch mal Zeit für Familie/Freunde benötigen. Wir versuchen es, uns wenigstens 1x im Monat zu sehen. Klappt aber nicht immer. Wir schreiben jeden Tag und auch wirklich den ganzen Tag über.

    Wir versuchen den anderen immer am Leben teilhaben zu lassen (wie ist die Arbeit, nervt Kollege xy wieder, was unternimmst du mit deiner Freundin, wie war der Sportkurs etc....)

    Wir können uns nicht wie andere Paare kennenlernen. Das ist auf dieser Distanz einfach nicht möglich. So richtig werden wir uns wohl erst mit meinem Umzug nach Bayern kennenlernen. Es ist ein Risiko, dass ich aber gerne eingehe. Ich fühle mich in seiner Nähe so unglaublich wohl und geliebt.

    Weil mein Freund ein Kind hat, steht fest, dass ich nach Bayern ziehe. Das funktioniert aber erst, wenn ich einen Job mit ähnlich gutem Gehalt wie in Hamburg finde. Da versteht er mich auch... zum Glück.

    Es ist nicht immer leicht, aber wenn man den anderen wirklich gern hat und an die Beziehung glaubt kann es funktionieren.

    Ich denke, wenn ihr euch wirklich mögt und ernsthaftes Interesse vorhanden ist, haltet ihr die Entfernung aus. Ich kann auch bestätigen, dass die Spannung erhalten bleibt - man zählt immer die Wochen und die Vorfreude steigt...

    Alles Gute!
     
    • # 17
    • 09.11.2017
    • malsa
    Klar ist eine Fernbeziehung nicht so toll. Aber sie kann evtl. die beste sein, die man zu einer Zeit führen kann. Und auf unabsehbare Zeit soll es ja auch nicht sein.
    Ich kann sie doch nicht jetzt schon fragen. Dafür ist es doch viel zu früh???
    Außerdem kann ich es mir selber vorstellen, dorthin zu ziehen.
     
    • # 18
    • 09.11.2017
    • malsa
    Vielen Dank für deine Erfahrung. Sie zeigt, dass es auf jeden Fall geht und einen Versuch wert ist. Dankeschön :)
     
    • # 19
    • 09.11.2017
    • Tomyi
    Ich selbst will weder Fernbeziehung noch Wochenendbeziehung. Da sind die Geschmäcker aber unterschiedlich.

    Ich habe mal eine Fernbeziehung geführt. Für mich war das ganz schrecklich, wenn wir uns wieder trennen mussten.

    Andere finden es ganz normal, sich nur alle paar Wochenenden zu sehen und ansonsten zu skypen. Wieder andere sind auch bereit, das Risiko einzugehen, für ein gemeinsames Leben viel aufzugeben.
    Wie stehst Du dazu?

    Ich persönlich kenne privat folgende zwei Paare persönlich, bei denen die wahre Lebensgeschichte romantischer ist als jede Hollywood-Schnulze.

    Beim 1. Paar ist er (Schotte) mit dem Motorrad von Schottland durch Europa nach Italien gefahren. In Kufstein (Österreich) in einem Gasthaus hat er eine wunderschöne Frau (Österreicherin) gesehen, sich verliebt. Sie sich auch! Er ist zu ihr von Schottland nach Kufstein gezogen. Sie haben geheiratet, das Gasthaus übernommen. Kinder bekommen. Die Kinder sind heute beide ü30 Jahre alt und haben schon wieder Kinder.

    Das 2. Paar er (Bayer) war beim Skifahren und sah im Skilift eine hübsche Holländerin. Sie haben sich verliebt. Er ist zum Studium von München zu ihr nach Holland gezogen und geblieben. Sie waren etwa 12 Jahre als Paar zusammen. Dann haben sie sich getrennt.
     
    • # 20
    • 09.11.2017
    • KlausW
    Fernbeziehungen halte ich nur aufregend am Anfang, vielleicht für die ersten ein bis zwei Jahre, danach wird es nur noch anstrengend und lästig.

    Ich hatte über 10 Jahre eine Fernbeziehung über eine Distanz von "nur" 100 km. Die Fahrtzeit Tür-zu-Tür betrug einfach ca. 2-3 Stunden. Mit dem Auto war dies unter Normalbedingungen am Sonntag auch in einer Stunde zu schaffen, aber man fährt ja eigentlich immer genau dann, wenn die meisten unterwegs sind, was Staus und Verspätungen bedingt. Irgendwann nervt es einfach, es geht viel Freizeit und Lebenszeit drauf. Und was dann nach einigen Jahren zum Tragen kommt ist, dass eigentlich keine gemeinsame Zukunftsplanung möglich ist. Letztlich möchte doch niemand sein eigenes Umfeld wirklich aufgeben. Da müsste einer von beiden schon von Anfang an bereit dazu sein, aber was zählen dann solche Aussagen noch wenn es dann soweit ist, wenn der Partner wieder ein attraktives Job-Angebot in "seiner" Stadt erhält usw.

    Jetzt in einer richtigen Beziehung ohne nennenswerte Distanzen (ca. 30 km) merkte ich erst, wie entspannt das alles sein kann. Man kann sich auch mal unter der Woche sehen was ich sehr schätze. Ich mag es auch, den Alltag zu teilen, abends nach der Arbeit zusammen am Essenstisch zu sitzen usw. Und am Wochenende kann man auch mal was für sich machen, ganz wichtig. Und das wichtigste für mich war, wir sehen uns nun an 4-5 Tagen die Woche und nicht nur an 1-2, das war einfach zu wenig.

    In der WE-Beziehung war ich irgendwann nur noch gestresst, ich würde es mittlerweile von vorneherein ausschließen. Aber wenn man es nicht kennt, lässt man sich anfangs gerne blind darauf ein weil man noch unerfahren ist.
     
    • # 21
    • 09.11.2017
    • Zuhii
    Hängt doch meistens vom Mann ab. Du bist der Macher, und du wirst dich bald entscheiden müssen, was du mit dieser Frau willst und was in die Wege leiten müssen. Bist du bereit umzuziehen? Was hast du jobmäßig schon in die Wege geleitet? Zusammenziehen? Heiraten?
    Eine Fernbeziehung basiert auf guter Kommunikation.
     
    • # 22
    • 09.11.2017
    • Lionne69
    Ich hatte 2 Fernbeziehungen, eine endete aus anderen Gründen, wegen der 2. Beziehung bin ich hier im Oberbayrischen gelandet.

    Wir sind meist im Wechsel am Wochenende zueinander gefahren - 350km einfach.
    Es ging, wir telefonierten viel und wir genossen die Zeit, die wir dann miteinander hatten. Allerdings, nach einem guten Jahr bin ich umgezogen.

    Heute möchte ich es nicht mehr.
    Ich schließe für mich eine Umzug erstmal aus, ich bin so oft umgezogen, habe hier gerade neu gebaut und schlage gerade Wurzeln. Liebe die Gegend, die Berge...
    Mir ist das Spontane wichtig, mal schnell auf einen Ratsch, einen Kaffee, eine Umarmung.
    Und da ich selbst nicht mehr umziehen möchte, wie soll ich das von einem anderen erwarten können? Also dann auf längere Sicht bleibt es keine praktische LAT, wie bei @Tom26, sondern immer konzentrierte Paarzeit und konzentrierte Singlezeit.
    Ich hätte heute auch Schwierigkeiten mit diesem gefühlten ZusammenseinMuss, wenn der andere da ist.

    Aber, lieber malsa, - warum nicht wagen, nicht ausprobieren? Wo ist das Risiko?
    Du wirst es merken, ob es für Dich passend ist, lerne sie kennen.
    Außer Du bist grundsätzlich gegen Fernbeziehungen.

    Ich sehe übrigens den Kostenfaktor durchaus, nicht jeder kann dies einfach mal so.
     
    • # 23
    • 09.11.2017
    • Wildblume
    Lieber FS,

    kann es sein, dass du wenig Erfolg bei Frauen in deinem Umfeld hast?

    Ich war früher Fernbeziehungen sehr offen. Hatte dann zwei Stück mit einern Entfernung von 250 km. Es stellt sich aber schnell heraus, dass die Männer grosse Bindungsängste und zig Gründe hatten, warum sie keine Frau in ihrer Stadt bzw. Umgebung fanden. Alle Frauen dort waren doof. Zudem waren beide Männer von ihren Ehefrauen verlassen worden.

    Ich beendete dann die Fernbeziehung und lernte dann diese Männer von ihrer nicht netten Seite kenne. War also meine Ahnung richtig.

    Ich bin jetzt von Fernbeziehungen geheilt und bin derzeit eh nicht auf Partnersuche.

    Also überlege genau, warum du eine Fernbeziehung eingehen willst und warum es mit keiner Frau in deinem Umfeld klappt.

    W Ü50
     
    • # 24
    • 09.11.2017
    • malsa
    Also an sich finde ich eine Fernbeziehung natürlich auch nicht optimal. Aber für mich geht es wie gesagt nicht um eine Beziehung an sich. Also in der Art "ich brauche einen Vertreter des weiblichen Geschlechts für mich". Wenn dann aber jemand da ist, den ich mag, dann will ich eventuell mehr. Wenn diejenige aus dem näheren Umfeld wäre, dann wäre es natürlich weitaus besser. Aber das lässt sich aktuell nicht ändern.

    So weit ist es ja noch gar nicht. Aber ich schließe für die Zukunft nichts aus.
     
    • # 25
    • 09.11.2017
    • malsa
    Ich habe wenig Erfolg mit den Frauen, nicht bei. Heißt, ich finde keine, die mich wirklich interessieren würde.
    Es haben schon einige Interesse gezeigt, nur beruhte das nicht auf Gegenseitigkeit.

    Mir kommt es immer noch so vor, als würden die meisten meinen, dass ich mich für einen Beziehungstyp entscheide und dann die Frau suche. Als würde ich quasi eine Fernbeziehung wollen und dann nach einer entsprechenden Frau suchen.
    Fernbeziehung wäre ja natürlich nur der Anfang. Die Zukunft sollte natürlich anders aussehen.
     
    • # 26
    • 09.11.2017
    • Camille
    Ich hatte eine gute Erfahrung mit einer Fernbeziehung gemacht: wir hatten uns auch nur kurz (10 Tage lang) im Urlaub über eine Freundin kennengelernt und wohnten hier in Deutschland 600 km auseinander. Wir sahen uns 2x im Monat für je ein Wochenende. Nach einem halben Jahr habe ich mir dann einen Job in seiner (vorläufigen ) Stadt gesucht. Wir sind seitdem mehrmals umgezogen, verheiratet (seit ca. 19 Jahren), haben Kinder....Es kann gut gehen, aber man muss tatsächlich recht schnell zusammenziehen, wenn man ein gutes Gefühl hat. Über Jahre ist die Entfernung kein Zustand.
     
    • # 27
    • 10.11.2017
    • Kathyberlin
    Mein Bruder hat eine Rumänin geheiratet. Er lebte damals in Schweden, sie in Würzburg. Sie leben jetzt zusammen in Österreich und haben drei Kinder. Anfangs bestand die Beziehung im Wesentlichen aus Skype und gelegentlichem Urlaub oder Wochenenden. Sei entspannt. Wenn es passt, sind Entfernungen nicht wichtig, und Ihr findet eine gemeinsame Lösung. Wenn es nicht passt, passt es nicht, egal, wie die Gesamtumstände sind!
     
    • # 28
    • 10.11.2017
    • Toi et moi
    Lieber FS,
    du schreibst, du würdest selber dorthin ziehen. Dann frage ich mich, warum du diesen Thread erstellt hast. Wenn Du dahinziehst, wird es keine Fernbeziehung mehr sein. War deine Frage eher so gemeint, dass du nicht so genau weißt wie du sie besser kennenlernen kannst? Aufgrund der Entfernung wird es nicht leicht sich spontan zu treffen. Die Kennenlernphase wird schwierig und du dich fragst wie du vorgehen kannst? In diesem Fall wäre es besser gewesen eine andere Überschrift zu nehmen z. B.: Wie kann man eine Kennenlernphase optimal gestalten, wenn die geographische Entfernung zu groß ist.
    In der Tat wird es schwierig sein jemanden so auf die Ferne wirklich kennenzulernen. Es fehlen viele Informationen um die Person wirklich zu verstehen. Man baut sich Traumwelten auf und man nimmt auch vieles positiv wahr oder anders als die Realität es her gibt. Also an deiner Stelle würde ich mir 2-3 Wochen Urlaub nehmen und dahin fahren. In der Zwischenzeit auch immer wieder skypen Sprachnachrichten und auch schreiben. Aber ich gebe meinen Vorrednern recht. Du sollst es versuchen. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und alles Gute.
     
    • # 29
    • 10.11.2017
    • malsa
    Naja wenn es was werden würde, dann würde ich es selber nicht ausschließen. Aber vorerst wäre es eben doch eine Fernbeziehung, für ca. 2 Jahre.
    Da hast du recht, das wäre wahrscheinlich besser geworden. Ich habe aber eben gleich schon einen Schritt weiter gedacht.
    Ich möchte natürlich zu ihr für ein bis zwei Wochen, aber das ist eben erst in über einem Monat möglich.
    Vielen Dank dir :)