1. Was vermissen Sie aus Ihrer Kindheit oder Jugend?

    Am 28. August wird der gute, alte Kassettenrekorder 40 Jahre alt. Eines dieser Kindheitsdinge, die aus unserer digitalen Welt so gut wie verschwunden sind.

    Unsere Autorin Saskia Balke, selbst Jahrgang 76, erinnert sich an ihre liebsten Sachen, die sie gerne ins 21.Jahrhundert mitgenommen hätte - und warum sie sie so schmerzlich vermisst: Happy Birthday, Kassettenrekorder

    Was vermissen Sie aus Ihrer Kindheit oder Jugend?
     
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    • # 1
    • 23.08.2013
    • Gast
    Auf diese Frage kann es natürlich nur eine sinnvolle Antwort geben: meine He-Man-Actionfiguren! Wie sich unschwer jeder denken kann, rede ich hier natürlich nicht von der zweiten Generation welche Mitte der 90er erschien, sondern von den testosteronschwangeren, aufgepumpten Schwarzenegger-Verschnitten der 80er. Man-at-arms, Stoneman, Skeletor, She-Ra, Fisto, Battlecat, Hordak ... wir hatten sie alle!

    Dank dieses Spielzeugs wurde unser Sandkasten in regelmäßigen Abständen Schauplatz der wildesten Zweikämpfe, der heimtückischsten Intrigen und der wundervollsten Happy-Endings. Liebesgeschichten gabs da allerdings keine.

    Ja, ich vermisse meine kleinen, durch Steroide entstellten Plastikfreunde. Außer Moosman, den mussten wir abfackeln ... der hat gestunken wie die Pest. War vermutlich aus purem Asbest.
     
    • # 2
    • 23.08.2013
    • Gast
    also um ehrlich zu sein....Als 1968erin bin ich aber vielleicht eine Generation zu alt für diese Frage! ,aber ich antworte trotzdem:)
    Ich vermisse:
    - normale, persönliche Gespräche und Treffen mit echten Menschen im echten Leben
    - das gute alte Festnetztelefon
    - Briefe + Postkarten schreiben und bekommen.
    - kleine Supermärkte, in denen man grüßt und gegrüßt wird
    - kleine Boutiquen und andere Fachgeschäfte, in denen man exklusive Stücke bekommt, die nicht in jeder anderen Stadt/jedem anderen Land zu bekommen sind
    - Mütter haben Zeit für ihre Kinder und am Wochenende wird nicht gearbeitet
    - wenn ich jemanden hören möchte, rufe ich an oder mache einen Besuch
    - Bücher, Filme, die von schönen Dingen handeln
    allerbeste grüße!
    w/45
     
    • # 3
    • 23.08.2013
    • Gast
    Kartoffelkäfer, Kartoffelfeuer, Maikäfer, schmackhaftes Gemüse, einen Bäcker, dem mit dem Auto in den Dörfern rumfährt und frisches, duftendes Brot zum Verbraucher bringt, frische Vollmilch direkt vom Bauern.
    50er/ 60er Jahre
    w
     
    • # 4
    • 23.08.2013
    • Gast
    (Fast) alles tun zu dürfen und (fast) nichts tun zu müssen.
     
    • # 5
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ich vermisse den Geruch von sandiger Erde auf meiner Haut, nachdem ich den ganzen Tag draußen spielte.

    Ich vermisse die unschuldige Neugier, die Welt zu entdecken.

    Ich vermisse die Aufregung einer langen Fahrt in den Familien-Sommerferien-Urlaub, eingepfercht auf der schmalen Rückbank eines lärmenden, wackelnden Trabants.

    Ich vermisse die alleinigen Zehn-Minuten-Fahrten mit dem Bus von Zuhause bis ans Meer.

    Ich vermisse die end- und zeitlos erscheinenden Freundschaften, die sich spätestens nach dem Schulabgang in Wohlgefallen auflösten.

    Ich vermisse den unverkrampften Umgang miteinander, sei es mit Jungs, Mädchen oder anderen Lebensformen.

    Ich vermisse die herzklopfende Unsicherheit eines ersten Kusses.

    m,34
     
    • # 6
    • 23.08.2013
    • Gast
    Was ich vermisse ?

    Dass Zeitarbeit die Ausnahme war und ein unbefristeter Job die Regel.
    Dass die Leute netter miteinander umgingen.
    Dass man Parties auch zu Hause sehr oft spontan feierte statt dauernd auszugehen /essen zu gehen.
    Die engen Freundschaften, die über Jahre hielten. All der Spass, den man zusammen erlebte.
    Das Gefühl der völligen Geborgenheit und Sicherheit, dass ich seither nie wieder hatte.
     
    • # 7
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ich bin Generation 1956 und ich vermisse viele Dinge, habe mich aber auch mit der "neuen Welt" angefreundet und finde mich zurecht.

    Trotzdem vermisse ich

    - Brieffreundschaften, wo ellenlange Briefe geschrieben wurden und ich immer ganz aufgeregt und neugierig war, wenn wieder einer im Briefkasten lag,
    - das gute alte Festnetztelefon mit Wählscheibe (ich hab noch eins zur Deko)
    - ein Auto ohne technischen Schnick-Schnack, wo man noch richtig einparken können musste
    - die kleinen Tante-Emma-Läden, wo man noch ein Schwätzchen machen konnte und den neusten Tratsch hörte
    - die Hilfsbereitschaft unter den Menschen, Nachbarn, Kollegen
    - das man gute "Beziehungen" habe musste, um mal etwas Besonderes zu bekommen
    - die Feiern mit meinen Kollegen
    - Hoffeste

    es gibt so vieles, was ich vermisse. Aber jede Zeit hat ihr gutes oder schlechtes.

    w
     
    • # 8
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ich vermisse die Leichtigkeit des Seins, die Unbeschwertheit und die Neugierde für das Leben.
    Das Gefühl nach Hause zu kommen mit dem Wissen, es ist immer jemand da.
    Die Hingabe meiner Mutter sich um alles zu kümmern und ihr leckeres Essen.
    Das Gefühl, dass die Welt einfach in Ordnung ist!
     
    • # 9
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ich vermisse, dass man ohne Krampf, NoGo Liste und "Ich will keine Beziehung" und das auch erst klären müssen, ob es denn auch wirklich (k)eine Beziehung ist, einfach ganz selbstverständlich miteinander zusammen war. Mir tun auch die Kinder leid, die heute nicht einfach ganz normal mit der Straßenbahn allein und autark zur Schule fahren dürfen weil zu gefährlich. Der Anblick von Menschen, die ganz normal ohne elektronischen Schnickschnack aus allen Rohren über die Straße gehen und alle ihre dafür vorgesehenen Sinne, z. B. Augen UND Ohren - dafür aber ohne Fritten und Bierflasche oder Zuckerlimo und Alkopop und Handy in der Hand-, einsetzen um mit dem anderen im Verkehrsfluss zu sein, der fehlt mir auch. Dafür das sie mit der Bahn nicht fahren dürfen, liegen sie dann eben oft genug drunter. Jedenfalls hier in Köln.
     
    • # 10
    • 23.08.2013
    • Gast
    Hab lange nachgedacht, aber eigentlich vermisse ich nichts. Es gibt tausend wunderbare Erinnerungen an die Kindheit u. Jugend an die ich gerne zurückdenke, aber es gibt auch tausend neue Sachen, die mir gefallen und Sachen die ich noch kennenlernen möchte ...

    Gut, was ich wirklich vermisse, sind die langen Sommerferien ;-) Aber trotzdem möchte ich nicht wieder zurück in die Kindheit.

    Meine alten Musik-Casetten habe ich vor einiger Zeit alle weggeschmissen, ein paar wirklich gute (Live-Aufnahmen aus einer Disco) habe ich digitalisiert.

    m (Jahrgang 67)
     
    • # 11
    • 23.08.2013
    • Gast
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich vermisse es, durch die Stadt zu gehen, ohne darauf zu achten, nicht überrannt zu werden, weil jemand nur auf sein Smartphone schaut.
    Ich vermisse die kleinen Cafés, die nicht zu einer Kette gehören und in denen es "draußen nur Kännchen" gibt.
    Ich vermisse es, dass man mal etwas nicht weiß und nicht sofort googeln muss.
    Ich vermisse es, im Bekleidungsladen eine Hosen-, eine Röcke-, eine Blusenabteilung zu finden anstatt einer Esprit-, Cecil- oder Street One-Abteilung.
    Und ich vermisse noch viel mehr...... aber so ist es eben.

    w 55
     
    • # 12
    • 23.08.2013
    • Gast
    ich vermisse das Gefühl der Geborgenheit, wenn man beim Einschlafen, die Gespräche der Erwachsenen im Hintergrund hört
    ich vermisse es mit meinem Lieblingsessen bekocht zu werden.
    ich vermisse die Sommerferien, die so lang waren, dass man sich fast nicht mehr an den Geruch der Schule erinnern konnte danach
    Ich vermisse es total stolz zu sein auf etwas, was ich gemacht habe
    ich vermisse es mich mit jeder Faser meines Körpers zu freuen
    Ich vermisse das Gefühl, dass alles gut wird, das alles seinen Platz hat

    Aber ich bin sehr froh erwachsen zu sein und unabhängig, ein Kind möchte ich nicht mehr sein
     
    • # 13
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ich vermisse ein Fernsehprogramm, das halbwegs unterhaltend war. Meine Lieblingsserie als Kind ("Bei uns liegen Sie richtig") und Literaturverfilmungen wie "Rot und Schwarz" wurden seither niemals wiederholt.
    Einen solch unerträglichen Blödsinn, wie er heute läuft, gab es damals (70er und 80er Jahre) eigentlich nicht. Und auch das Werbefernsehen beschränkte sich auf wenige Minuten; manche Spots von damals könnte man heute schon fast als Kunst handeln, wenn man sie mit dem Werbemüll von heute vergleicht.
    Schade, dass es unter den hunderten von Sendern, die wir heute zur Auswahl haben, keinen "Nostalgiesender" gibt.
     
  3. Jahrgang 1953: Ich vermisse wirklich gar nichts!
    Es ist mir noch nicht einmal möglich, mit verklärtem Blick auf meine Kindheit und Jugend irgend etwas als "besser" anzusehen.

    Kinder waren sowieso unwichtig damals, sie liefen so nebenher. Vielleicht konnten die Eltern damals gar nicht anders, weil sie zu wenig wussten von der Seele eines Kindes. Pubertätsprobleme? - Völlig unwichtig! Aufkeimende, kritische Gedanken wurden durch rigorose Verbote (nur scheinbar) unterbunden.

    Natürlich denke auch ich an die erste, große Liebe, an die prickelnden Heimlichkeiten, an den Zusammenhalt der Schulklasse, wie Pech und Schwefel. Diese Dinge sind jedoch unabhängig vom Jahrgang, in dem ma geboren wurde.

    Die Generation der "Kinder", die in den 80- ern geboren wurden, hatte es tatsächlich weit, weit besser - sogar besser (meine ich) als deren Kinder es jemals haben werden. Wenn diese nun mit einem sehnsuchtvollen Lächeln zurück blicken, kann ich das sehr gut verstehen!
     
    • # 15
    • 23.08.2013
    • Gast
    Ein schönes Thema

    Ich vermisse vor allem ein liebevolles miteinander.

    Wirkliche Freunde die in Notfällen für mich da waren was heute von Versicherungen und Adac ersetzt werden.

    Erwachsene und Kinder die sich ohne vorherige Terminabsprache besuchen konnten.

    Einen richtig guten Bäcker der alles noch traditionel hergestellt hat..

    Männer und Frauen die sich noch für das was der andere nicht konnte gegenseitig bewundert haben.

    M48
     
  4. Eigentlich nichts, denn die wichtigsten und schönsten Dinge habe ich mir bewahrt.
     
    • # 17
    • 23.08.2013
    • Gast
    Der Persönliche Kontakt zu den Menschen Jetzt geht ja alles nur noch um Facebook ..., keinen Facebook accound und dich gibt es nicht. Zuminest kommt mir das so vor
     
    • # 18
    • 23.08.2013
    • Gast
    In den 1970ern war ich Kind, in den 1980ern wurde ich allmählich Jugendliche bzw. Erwachsene.

    Ich vermisse das Fernsehprogramm von damals, als die ganze Familie einträchtig vor dem Bildschirm versammelt war. Schöne Serien, schöne Spielfilme (gut, dass es vieles davon heute auf DVD gibt).

    Außerdem fand ich damals die Musik besser, auch die Kleidung, die Frisuren.
    Ich trage im Sommer manchmal Original-Kleider aus den 1970ern.

    Wir Kinder waren damals mit preiswertem Spielzeug zufriedenzustellen (Gummitwist, Seilspringen, Kreide).

    ALLE Schüler (egal ob Haupt-, Realschule oder Gymnasium) hatten die Chance, später einen guten Beruf zu ergreifen.

    Wenn ich alte Fotos sehe aus den 1950ern bis 1970ern, meine ich immer, dass die Menschen damals besser aussahen als heute. Und dass sie früher respektvoller miteinander umgegangen sind. Vor allem, wenn es um das Kennenlernen ging.

    Früher hat man sich meist recht lange gesiezt. Da war das erste "Du" noch etwas ganz Besonderes.

    Wenn ich an meine Stadt denke, in der ich seit meiner Geburt schon wohne, denke ich oft mit Wehmut daran, wie sie früher aussah. Irgendwie gemütlicher. Es kann natürlich auch sein, dass man, wenn man älter wird, die Dinge eher verklärt sieht. Am liebsten erinnert man sich nun mal an alles, was schön/positiv war. Negatives wird gern ausgeklammert.
     
    • # 19
    • 23.08.2013
    • Gast
    Sehr vieles.

    - den respektvollen Umgang miteinander. Zu meiner Kinder und Jugendzeit stand man noch in der Straßenbahn auf wenn die Oma oder jemand auf Krücken reinkam.

    - den Bäcker der noch selber Backte. Neben der schule war ein Bäcker da gab es Streuselschnecken für 12 Pfennige die noch warm waren. Heute bezahlen wir 80 ct. bis 1,20 Euro für irgendwelchen Industrie Mist. Und das schmeckt nicht mal mehr.

    - den Werkzeugladen wo man drei schrauben kaufen konnte. Heute gibt es die riesigen Baumärkte wo ich 1000 Schrauben in der Packung kaufen muss.

    - Das einfache weggehen am Samstag Abend. Ich war viel im Jugendtreff im Palast der Republik. Diesen gibt es nicht mehr. Heute entscheiden irgendwelche ausländischen Mitbürger (Türsteher) wer wo reinkommt. So was gab es zu meiner zeit nicht.

    - Wenn man sich kennenlernte gab es diese ganzen NoGo`s wie heute nicht. Man lernte sich kennen und war irgendwann ein paar. Ohne das der Partner alles mögliche erfüllen müßte. Heute ist es wie ein Bewerbungsgespräch. Worum eigentlich?

    - Man hat sich eine Woche im voraus verabredet. "Sehen wir uns nächsten Samstag?" "Gerne ich freue mich wenn du Samstag wieder hier bist". Der heutige SMS, Facebook und Co Schwachsinn ist kontraproduktiv.

    - auch vermisse ich das sich Frauen Weiblich gekleidet haben. Wenn ich mich heute so im Alltag umschaue. Möchte ich fast Fliehen. Frauen aller Altersgruppen. Kleiden sich funktionell. Hosen und Funktionsjacken mit Rucksack. In den Farben Schwarz, Braun und Grau. Nur nicht auffallen.
    Wo ist die Frau im luftigen Sommerkleid, welche dem Mann den Kopf verdreht und bewundert werden will?

    Um dem Männer Bashing vorzubeugen. Ja auch Männer kleiden sich fürchterlich. Diese komischen halblangen Hosen aller Charlie Cheen sind kein schöner Anblick.

    - Oder den echten Weihnachtsbaum. Der Geruch des echten Baumes egal ob Kiefer oder Tanne. Heute gibt es den Künstlichen Baum aus Plastik. Der macht keinen Dreck und läßt sich im nächsten Jahr wieder verwenden.

    Nein das ist es nicht. Ich will die fette Hafermastgans, auch wenn es ungesund ist. Den Grünkohl mit Speck. Und die Klöße mit Heidelbeerfüllung.

    Nicht allem nachtrauern, sondern selber aktiv werden. Ich habe mir bei Ebay den alten Sternrekorder (R160) mit dem Holzgehäuse ersteigert (Steht heute in der Küche und wird zum Picknick mitgenommen.) Und in der Schublade liegen noch die alten Audio Kassetten mit den aufnahmen aus den Schlager der Woche etc. Oder wo man morgens am Radio mitschnitt. (und man sich über den Moderator ärgerte) z.B. sitzt man tagelang am Radio und hofft auf den Titel von C. C. Catch - Soul Survivor. Endlich wird er gespielt und plötzlich quatscht der Moderator rein. "Das zieht dem Sandmann doch glatt die Schuhe aus!!!) Ist zwar mit der heutigen Quali nicht vergleichbar. Aber meine Frau hat das selbe erlebt. Und das verbindet.

    m (Bj 1964)
     
    • # 20
    • 23.08.2013
    • Gast
    Legosteine bis zum Abwinken-jedenfalls die ersten zehn Jahre. Inzwischen komme ich langsam in das Alter, wo man wieder mit Bauklötzen spielen darf.
     
    • # 21
    • 23.08.2013
    • Gast
    Jahrgang 63, ich vermisse eigentlich auch gar nicht. Wie bereits oben geschrieben, waren damals Kinder nicht unbedingt Wunschkinder, man wurde mit dem notwendigsten versorgt und die eigenen Bedürfnisse hat niemanden interessiert. Ich hatte nur eins vor den Auge: Erwachsen werden, weg ziehen und mein eigenes Leben leben. Tat ich auch gleich nach dem Abi. Studium selbst finanziert.

    Gut, briefe schreiben und bekommen war schön, das macht man heute kaum noch. Der Gang zum Briefkasten war so spannend! Heute: Rechnungen un Werbung. Und heute abend beim Spazieren gehen habe ich ein kleines Mädchen beobachtet, das ihrer Puppe das Bett richtet. Ja, die Puppenspiel waren richtig schön. Man hatte recht viel Freiraum auf dem Land, enorm viel Platz im Sommer nur draussen, ja gut, das vermisse ich, das "wild" sein.
     
    • # 22
    • 24.08.2013
    • Gast
    Ein Leben ohne meinen Lieblingssatz

    "Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen wir das nicht"

    Tante -Emma-Läden
    Gute Bäcker
    Persönlichkeiten/Charaktere
    Gesselschaftsspiele /Real
    Fernsehen ohne Werbung
    Sich auf etwas eine Woche lang freuen
    Kinder die einfach klingeln und fragen "kommst Du raus spielen?
    Guten morgen, guten Tag, guten Abend..

    Hohe Feiertage im kreise der Verwandtschaft..
    Weihnachten mit Schnee, Kerzen, Weihnachtslieder und ein Gedicht von Kindern..
    Positive Überraschungen
    Gulasch mit Reis und breite Nudeln von meiner Oma
    Frauen die nicht angezogen waren wie Männer
    Kinder die noch Resekt vor Erwachsenen hatte
    Das alte Telephon
    Hausgemachtes Essen
    M Bj 1965
     
    • # 23
    • 24.08.2013
    • Gast
    Vermissen ist vielleicht nicht für jeden der genannten Fälle das richtige Wort. Manchmal sind es auch eher liebevolle Erinnerungen.

    - schön gestaltete, mit Füller geschriebene Briefe. Postkarten
    - Festnetztelefone mit Wählscheibe
    - den guten, alten Bandsalat, den man mühsam aus dem Kassettenrecorder pulen musste
    - das leise Knistern einer Schallplatte und das man nach der Hälfte aufstehen musste um sie umzudrehen
    - Gespräche, bei denen man sich in die Augen sah und nicht aufs Handydisplay
    - Abende, die man mit mäßig gutem Wein einfach in der Küche verquatscht hat
    - gute alte Straßencafés
    - überhaupt einen Kaffee bestellen zu können ohne gefühlte 100 Rückfragen nach Geschmacksrichtungen, Größe, evt. Sojamilch etc. zu bekommen
    - Fastfood war noch eine Randerscheinung
    - seine Nachbarn zu kennen (ich kenne meine, eher generell gemeint)
    - und da auch mal klingeln zu können, falls was ist
    - Spielenachmittage oder -abende mit Freunden und ich meine hier die guten alten Brettspiele
    - der Bäcker hat sein Brot noch selbst gebacken und bekam es nicht von irgendeiner Kette geliefert
    - als Kind gab es bei der Eierfrau auf dem Markt Lutscher und beim Metzger eine Scheibe Fleischwurst
    - Kinder mussten nicht alles haben, sie hatten selbst noch Phantasie
    - Familien-Samstag-Abendshows wie "Einer wird gewinnen" (sassen in meiner Familie auch bis zu vier Generationen vor)


    Mir würde noch viel einfallen, aber ich stoppe hier mal. Sonst werde ich noch ganz nostalgisch.

    w (Jahrgang 1973)
     
    • # 24
    • 24.08.2013
    • Gast
    Jahrgang 1968: Ich vermisse meine tolle Figur, meine schönen langen Haare, meinen ersten Hund, und ich wünschte, dass meine Eltern wieder jung wären.
     
    • # 25
    • 24.08.2013
    • Gast
    Nur das Gefühl, dass alle Möglichkeiten und die beste Zeit noch vor uns liegen. Alles andere gefällt mir entweder heute besser, wie beispielsweise die aktuellen technischen Möglichkeiten, oder aber ich habe es mir bis heute bewahrt, wie etwa intensive Freundschaften.

    26, w
     
    • # 26
    • 25.08.2013
    • Gast
    Als ich ein kleiner Bub war, Anfang der 80er-Jahre... als mein Vater noch lebte... da hat mein Vater, ohne auch nur mit einer Faser seines Körpers Sexist oder Rassist zu sein, im Restaurant zur Bedienung "Fräulein, zahlen bitte!" gerufen, und er hat ein Kind mit schwarzer Hautfarbe liebevoll als "Negerli" bezeichnet.

    Wenn ich daran zurückdenke, werde ich tieftraurig. Nicht nur, weil es mich an meinen Vater erinnert, der jetzt nicht mehr da ist, sondern auch und v.a., weil es mir in Erinnerung ruft, wie kalt und totalitär es in unserer von politischer Korrektheit erstickten Welt geworden ist.

    Darum, kurzum: Was ich aus meiner Kindheit mit tiefem Schmerz vermisse, ist die Zeit, als Menschen noch Menschen waren, WEIL es noch keine politische Korrektheit gab.

    Die politische Korrektheit ist m.E. mit Abstand das Scheußlichste, was uns die vergangenen 2-3 Jahrzehnte beschert haben.
     
    • # 27
    • 26.08.2013
    • Gast
    Ich vermisse:

    - die Unbeschwertheit des Seins als Kind
    - die richtige Vorfreude auf Überraschungen(etwas kaum noch abwarten zu können)
    - die Geborgenheit
    - Tante Emma Läden
    - das Gefühl als Mensch behandelt zu werden(keine Nummer zu sein)

    w
     
    • # 28
    • 27.08.2013
    • Gast
    -Kinder, die mit Kreisel und Peitsche spielen, Gummihopse hopsen, Singspiele machen (ziehet durch, durch die goldne Brücke, Laurenzia...) Kreidehopse auf den Straßen, Löwenzahnkränze im Haar,
    -Mundorgellieder zur Klampfe am Lagerfeuer,
    -verbindliches Verabreden ohne Hilfsmittel,
    -handgeschriebene Briefe,
    -kein Baby- Sitter für Ü10
    -Hausmusik,
    -Feste, auf denen miteinander gespielt wurde,
    -rotweingeschwängerte Politdiskussionen bis in die Morgenstunden
    -diese gatschigen, unförmigen Lakritzstangen (wer sie kennt, weiß, wovon ich rede)
    -Vorgelesen bekommen,
    -die alte Rechtschreibung

    ach, das könnte ich noch ewig fortsetzen...
     
    • # 29
    • 12.10.2013
    • Gast
    1946 geboren

    ich vermisse:
    respekt, höflichkeit, hilfsbereitschaft, freundlichkeit (guten morgen, guten tag ... nicht das leere "hallo"),
    ruhe und gemütlichkeit, werbefreie lebensräume, gemeinsamkeit, zukunftsperspektiven, ja, es gibt noch sehr viel mehr, was unwiderruflich verloren gegangen ist.
     

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