1. Was kann ich tun?

    Hallo zusammen

    Ich (w,40) war bis gestern 6 Monate mit meinem Freund (39) zusammen.
    Eigentlich hatten wir eine schöne Zeit. Sehr harmonisch und liebevoll. Ich dachte wirklich, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Mit meine Kindern hat er sich auch gut verstanden.
    Wäre da nur nicht sein Alkoholkonsum.
    Wir hatten eine Wochenendbeziehung. Am Anfang habe ich es noch nicht so bemerkt, wieviel er trinkt. Bis er mich das erste Mal betrunken vom Bahnhof abgeholt hat (das war ein Samstag Mittag) er torkelte richtig. Ich war traurig und sauer. Er verstand es, es tat ihm leid, aber er hat weiter getrunken.

    Er geht arbeiten, da trinkt er nichts. Aber nach Feierabend. Tagtäglich. Wieviel, kann ich nicht genau sagen, das schwankt zwischen 2 und 5 großen Bieren (er trinkt nur Bier)
    Er kam in den letzten Monaten am Wochenende oft schon betrunken zu mir - er fährt Bahn. Vor ca. 4 Jahren hat er schon mal den Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verloren. Da war er dann 3 Jahre lang trocken (Auflage vom Gericht)
    Seither trinkt er aber wieder.

    Gestern kam er auch wieder betrunken hier an (am Mittag) er wollte sich dann direkt wieder ein Bier aufmachen (bringt sich immer welches mit)
    Ich habe ihm dann gesagt, wenn er das jetzt macht, kann er gleich wieder gehen.
    Er hat es rausprovoziert und getrunken. Er wollte, glaube ich, gehen. Ich habe ihn nicht aufgehalten.

    Eigentlich lieben wir uns sehr und ich weiß nicht, warum er das tut. Er sagt auch, er liebt mich und vermisst mich, aber irgendwie scheint ihm die Trinkerei das Wichtigste zu sein. Wir hatten schon viele Diskussionen darüber. Betrunken sieht er ein, dass er ein Problem hat. Nüchtern nicht.

    Ich würde ihm gern helfen aber ich kann ihm nicht vertrauen. Ich habe 3 Kinder und einen tyrannischen Expartner, also schon genug eigene Probleme. Aber ich liebe auch diesen Menschen, die Person, die er ist, wenn er nüchtern ist.
    Ich soll auch den Trinker akzeptieren aber das kann ich nicht.

    Jetzt ist erstmal Funkstille und ich befürchte, dass er gerade wieder seine Probleme mit Alkohol betäubt, die er ohne dem Scheiss garnicht hätte.

    Kann ich ihm helfen? Kann man eine Beziehung mit einem Alkoholiker haben?
    Er hat mir auch schon viel geholfen und wir verstehen uns insgesamt fantastisch.
     
  2. Du sagst es ja schon: Du hast 3Kinder alleinerziehend und genug Probleme. Bleib bei der Funkstille, sei hart, und lass ihn nicht mehr in dein Leben. Er ist Alkoholiker, puhhh...so einen Mann wünscht man sich doch nicht. Sei dir mehr wert. Mach es dir und deinen Kids schön und geniesst das Leben. Ohne den Ärger mit einem Alkoholiker, tu dir das nicht an! Es ist Sommer, das macht es etwas leichter...

    LG
     
  3. Liebe FS,

    das tut mir leid zu lesen...Oh Mann, wenn ich wüsste dass du spirituell offen bist, könnte ich dir Tipps geben. Leider kann man hier keine persönlichen Nachrichten schicken oder? Grade bei Süchten sind ja aus meiner Sicht noch spirituelle Gründe vorhanden die ich hier nicht nennen will...

    Abgesehen davon ist er wohl schon ein guter Partner für dich, aber wenn er nicht an seiner Sucht arbeiten will/kann, wieso auch immer, musst du evtl erstmal auf Abstand gehen, das ist eine gesunde Entscheidung. Es kann dann sein, dass er es schafft, sich zu ändern weil er dich nicht verlieren will...3 Jahre hat er ja auch geschafft, als er es musste. Ich glaube nicht, dass es das Ende ist. Bleibt in Kontakt, was zusammen gehört kann man auch nicht trennen. Und Liebe ist ja da.
     
  4. Du hilfst ihm am besten, indem du die Beziehung konsequent abbrichst. Vielleicht lernt er es dann, wahrscheinlich eher nicht. Du hast eine Verantwortung dir gegenüber und gegenüber deinen Kindern, und das musst du ernst nehmen. Alkohol in diesen Mengen zerstört alles: die zwischenmenschlichen Beziehungen, den Körper, die Psyche u.v.m. Verarbeite die Trauer, ohne den Kontakt wiederaufzunehmen. Der Mann kann nie etwas Positives in deinem Leben bedeuten. Vergiss ihn und deine Träume mit diesem Mann.
     
  5. Lies das bitte nochmal durch!
    DU hattest schon einen tyrannischen Exmann und jetzt willst du dir den nächsten Patienten ans Bein binden?
    Denk bitte auch an Deine Kinder - mit denen hast du genug am Hals.
    Er ist Alkoholiker und du kannst ihm nicht helfen.
    Entweder wendet er sich an die anonymen Alkoholiker oder eine andere Stelle oder er soll sich nicht mehr melden.
    DU bist nicht seine Therapeutin und du bist nicht der Mensch, der ihn retten wird. Hast du ein Helfersyndrom?
    Es ist nichts phantastisch, wenn er im nüchternen Zustand seinen Alkoholismus leugnet.
    Leg den Kontakt auf Eis oder brich ihn ganz ab. Ein Alkoholiker bleibt immer Alkoholiker. Er dürfte nie wieder Alkohol zu sich nehmen nach seinem Entzug, sonst geht das Ganze von vorne los.
    Darauf hat er keine Lust und da er seinen Alkoholismus nicht zumindest so weit im Griff hat, dass er nicht mittags betrunken bei dir auftaucht (bei der Arbeit geht es ja anscheinen auch, obwohl ich das bezweifle), würde ich ihn ziehen lassen.
    Das wird nix.
     
  6. Liebe FS,
    nein Du kannst ihm nicht helfen, denn er will sich nicht helfen lassen. Er will Alkoholikertypisch infantil provozieren (= Mama, Du hast mir garnichts zu sagen) und darum kommt er bereits besoffen mit weiterem Bier im Gepäck an.

    Ob man mit einem Alkoholiker eine Beziehung haben kann? Natürlich, nur eben keine schöne und wie Du selber siehst: bei einem Säufer ist die Tendenz schnell und stark abnehmend. Jeder Vollrausch zerstört Gehirnzellen. In seinem Alter wachsen die nicht mehr nach und irgendwann können die entstandenen Lücken auch durch Umstrukturierungen nicht mehr überbrückt werden. Dann werden die Ausfallerscheinungen häufiger und heftiger mangels funktionierender Hirnmasse.
    Du hast Dir einen Langzeitsaeufer geangelt, bei dem in seinem Alter der Hirnschaden bereits beträchtlich ist.

    Du schätzt seinen Alkoholkonsum komplett falsch ein. Ein Langzeit-Alkoholiker wie er ist nach 2-5 Bier nicht in einem Zustand, dass er torkelt. Ich trinke sehr wenig Alkohol und schwanke nach 2 Bieren nicht im geringsten.

    Darüber hinaus redest Du Dir eure Beziehung schön. Komm mal zurück in die Wirklichkeit. Ihr seid seit 6 Monaten zusammen. Seit mehreren Monaten kommt er jedes Wochenende betrunken zu Dir, säuft weiter und provoziert. Was bitte ist daran schön und wie lang war die schöne Zeit mit ihm?
    Was für schöne, liebevolle Erlebnisse willst Du mit ihm gehabt haben und worin soll das "gute verstehen" mit den Kindern bestehen?

    Du machst Dir was vor. Du hast keinen "Mann fürs Leben" mit ihm gefunden sondern einen hemmungslosen Egozentriker.
    Du hast einen Hang zu destruktiven Beziehungen (tyrannischen Ex) und Dir jetzt schon wieder ein echtes A****loch angelacht.
    Wie wäre es mal damit, das Dating einzustellen und abzuwarten bis Deine Kinder aus dem Haus sind, damit Du sie mit Deiner Fehlsteuerung nicht belastest. Als Deine Kinder haben sie in diesen Dingen doch wohl schon genug durchgemacht.

    Du glaubst doch selber nicht im Ernst, dass sich Kinder gut mit einem Mann verstehen, der jedes Wochenende dauerbesoffen bei ihrer Mutter rumhaengt und sie stresst - komm bitte mal in der Wirklichkeit anu nd gib Deinen Kindern eine Chance auf eine entspannte Jugend und darauf etwas anderes über Beziehungen zu lernen, als das was Du ihnen aufzwingst.
    Mein Vater hat sich teilweise auch solche Saufexzesse geleistet, um mit seinem Lebensfrust fertig zu werden. Wir als Kinder haben uns nicht gut mit ihm verstanden sondern ihn gefürchtet und die Mutter, die uns das zugemutet hat zutiefst verachtet für ihre Schwäche und Unwilligkeit, ohne ihn zu leben. Du machst Dir im Hinblick auf die Belastung Deiner Kinder durch die Beziehung sehr viel vor - aufgewacht bitte.
     
  7. Dakshina. Nein, und um Gottes Willen nein! Ein Alkoholiker gehört mitnichten in eine Familie. Der Mann ist überhaupt kein guter Partner. Bitte bilde der armen Fragestellerin keinen Blödsinn ein. Ein Alkoholiker mag einzelne gute Charaktereigenschaften haben, aber für eine Frau mit drei Kindern, für die sie die Verantwortung trägt, ist er nur destruktiv.
    Wenn die Kinder erwachsen werden und die Mutter mit einem Alkoholiker liiert ist oder war, werden die Kinder dir das einmal vorwerfen. Alkoholiker haben schon viele Kindheit zerstört!
    Die Fragestellerin und der Mann gehören nicht zusammen. Was ist das nur ein widersinnige Aussage ?!
    Mit Esoterik sollte man nicht argumentieren; Esoterik ist Humbug.
    Liebe Fragestellerin. Du magst traurig sein über die zerflossenen Träume, was verständlich ist. Aber ein Alkoholiker gehört nicht in das Leben von dir und deinen Kindern.
    Du gibst ihm am ehesten eine Chance, sein Leben auf die Reihe zu bekommen, wenn du ihn sofort und konsequent abhakst. Kein Kontakt mehr, auch wenn er angewinselt kommt und das Blaue vom Himmel verspricht. Vielleicht bekommt er dann einen Schock und beginnt nachzudenken.
     
  8. Sucht ist Sucht und es steht in den Sternen, ob er da jemals wieder raus kommt. Es ist übrigens eine genetische Veranlagung, ob jmd. Alkoholiker wird oder nicht. Die Sucht steht für denjenigen über allem u jedem. Daran können Sie nichts ändern. Ein Süchtiger ist in seiner Sucht extrem egoistisch. Beziehung funktioniert nicht. Übrigens würden Sie längerfristig für ihn Verachtung empfinden sowie auch Ekel. Machen Sie lieber jetzt Schluss, bevor es ein Schrecken ohne Ende wird. Es könnte sein, dass Sie ihm damit nebenbei auch etwas Gutes tun, weil er dadurch, dass er Sie verliert, EVENTUELL anfängt, etwas gegen die Sucht zu tun. Aber Sie sollten konsequent Schluss machen, ihn nicht mehr sehen. Vielleicht wäre rein schriftlicher gelegentlicher Kontakt okay, aber auch das ist fraglich. Er muss genau wissen, dass er Sie wegen seiner Sucht verloren hat. - Ich denke, Sie sollten bald nach jemand anderem Ausschau halten, ohne Suchtproblem.
     
  9. Er hat Dich betrunken vom Bahnhof abgeholt, Du hast ihm gesagt, dass Du Dir das nicht wünschst, er hat es nicht ernst genommen und kam das 2. Mal betrunken und mit eigener Bierflasche.
    Stehe zu deinen Regeln und sei darin konsequent.
    Du kannst Dir im Internet genug Videos und Reportagen zu Alkoholikern anschauen und Dich auch bei den Beratungsstellen für Angehörige für Alkoholiker in deiner Stadt oder auf einschlägigen Foren im Internet schlau machen.
    Das Problem mit Sucht und Suchtmittelmissbrauch ist, zum Einen das dies im Alltag bereits fest integriert ist und sich Gewohnheiten darum gebildet haben, die nicht schnell zu ändern sind, dazu noch das damit gute Gefühle verbunden oder die Betäubung von Problemen als Lösung daran gekoppelt sind. Zum Anderen, dass es eine Kommunikation mit viel besonderem Fingerspitzengefühl bedarf, Du nicht kennst und anwenden kannst, welche Worte, welcher Tonfall, welcher Nachdruck ihn zur Einsicht bewegen können, womit Du ihn erreichst, damit er nicht einfach dicht macht oder es provoziert, oder es einfach als Grund und Anlass sieht, um zu trinken können. Man soll das offensichtliche Ansprechen, aber so dass es den anderen nicht beschämt oder es in Diskussionen ausartet, wo er sich rechtfertigt; nur das ist schwer. Du kannst ihm das Bier nicht verbieten oder ihn erziehen damit er die Finger davon lässt.
    Das muss er selbst von sich heraus wollen, wenn er es nicht mehr will und wann oder ob er es sein lässt.
    Ihm helfen zu wollen, ist der „falsche“ Ansatz. Er will deine Hilfe nicht, und bei Sucht und Suchmittelmissbrauch wird angebotene Hilfe, schnell zur suchtunterstützenden Mithilfe.
    Du kannst ihm nur sagen, dass Du es nicht tolerierst, wenn er schon betrunken bei Dir auftaucht.
     
  10. @links
    Was du tun kannst? Ein Alkohol Verbot für dein Zuhause aussprechen. Es kommt kein Bier ins Haus. Als Grund schiebst du die Kinder vor. Wenn er trinken will, muss er das außer Haus machen. Dann muss er aber bei sich oder im Garten schlafen oder einen Spaziergang zum Nüchtern werden machen. Ich schätze über 50% der deutschen Männer trinken. Die Ehefrauen lassen es zu oder sie verbieten es strikt zuhause. Nach dem Motto: Trinken ist nur in Gesellschaft erlaubt. Klüger wäre es natürlich sich einen besseren Mann zu wählen, aber soviel gute Männer gibt's nicht in Deutschland.
     
  11. Also erstens hab ich gesagt, Abstand ist sicher gut. Dennoch sagt die FS ihre Beziehung ist abgesehen von der Sucht fantastisch. Ja, sie hat sich getrennt und das ist auch gut so.
    Aber: Ihr Freund war 3 Jahre trocken als er es vom Gericht verordnet sein musste. Also kann er es. Da würde ich ansetzten.
    Und mit spirituellen Ratschlägen halte ich mich hier weitestgehend zurück, weil ich ja nicht weiss, wie die Leute hier so drauf sind und das wären Perlen vor die Säue (sorry). Aber ich hab meine Meinung was Sucht angeht und dazu stehe ich auch, und die ist sicherlich alles andere als mainstream.

    Trotzdem alles Gute dir, liebe FS, du wirst hoffentlich im Herzen fühlen was richtig ist. Der Abstand ist sicher gut, und wird auch dir helfen alles mal zu sortieren. Und klar, setz ihm Grenzen.
     
  12. Ein Alkoholiker leidet nicht am Alkohol, er genießt es, sonst hätte er es schon längst gelassen. Als Ex-Partnerin von einem Alkoholiker sage ich nur eins - lauf, Forest, lauf! "Meiner" hat alles verloren- Familie, Geschäft, Haus, Gesundheit. Es schien kurzfristig , als ob er was ändern wollte. Ohne Erfolg. Doch. Er hat angefangen zu rauchen. Was für eine Ironie.
     
  13. ...weil du selber weißt, dass das absoluter Kokolores ist, oder warum kannst du deine Argumentation nicht logisch nachvollziehbar, für alle verständlich offen kommunizieren?

    Eine Alkoholsucht und die damit verbundenen sozialen Folgen gehören in medizinische und pädagogische Fachbetreuung, und nicht zu einem esoterischen Scharlatan.

    Liebe FS, dein Denkfehler ist Folgender:
    Wozu? Du bist weder seine Mutti noch Krankenschwester noch Sozialpädagogin noch Psychologin. Du bist nur seine Partnerin, die das Recht auf eine Beziehung mit Augenhöhe hat. Diese wirst du durch deine „Hilfe“ niemals herstellen. Er wird sich dir, selbst wenn er durch dich dem Alkohol abschwört, immer unterlegen fühlen. Das geht schief.

    Mach Schluss und suche dir einen richtigen Partner und kein 4. Kind.
     
  14. Liebe FS.
    ein trinkender Partner ist NIE ein guter Partner. Er mag sanft und nett sein, wenn sein Pegel stimmt.
    Ein schmaler Grat. Knapp unter dem Idealpegel ist er reizbar, knapp darüber ist er ein lallendes Etwas mit glasigem Blick. Aus dem direkten Umfeld (Expartner einer Freundin/direkten Nachbarin) habe ich das über 5 Jahre mitbekommen.
    Meistens so schlecht gelaunt, dass die Freundin samt Kindern auf Zehenspitzen um ihn schlich, um ihn weder mit "Pflichten" zu belasten noch irgendwie zu verärgern Er war nicht gewalttätig, aber meistens mies gelaunt. Nur draußen im Arbeitsleben oder unter Bekannten riss er sich irgendwie zusammen und war zurückhaltend und freundlich.
    Irgendwann kam die Nachbarin/Freundin am späten Abend zu mir. Der sanfte liebe Kerl lag stockbetrunken auf dem Sofa, leere Flaschen umgekippt um ihn herum, rotes Gesicht mit Wut darin und das Ganze ein trauriger, erschreckender Anblick.
    Niemals will ich so Etwas in meinem Bett finden. Niemals das am Frühstückstisch und auch nicht neben mir im Auto.
    Eine Partnerschaft soll gut sein und auch Freude bringen.
    Ganz gewiss soll sie Dir nicht Kraft rauben, damit er "ungestört" ist.
    Was Du zu sehr siehst, ist das Gute und Freundliche an ihm.
    Doch das gibt es nur im Paket mit dem torkelnden Mann, der sich ärgert, wenn er nicht saufen kann.
    Er wird bei Dir Fehler finden, damit Du Dich klein fühlst und sein Problem artig ausblendest. Die alltagspflichten trägst Du eh allein, weil er nur gelegentlich zur Verfügung steht. Verantwortung ist für ihn Druck. Pflicht ist zu viel. Deine Bedürfnisse sind in seinen Augen unangemessen und die Kinder ohnehin Zuviel.
    Tu Dir das nicht an.
     
  15. So sah auch meine Kindheit aus. FS, Du willst nicht allein sein und überlegst deshalb bei einem Alkoholiker zu bleiben. Auf Kosten Deiner Kinder. Kinder sollten keinen Alkoholikern ausgesetzt sein. Bestrafe sie nicht mit Deiner Schwäche. Lerne allein zu sein und Dir Deinen Mann mit Bedacht auszuwählen. Und wenn keiner mehr kommt: Auch gut. Du hast Deine Kinder und allein sind wir letztlich alle.

    W31
     
    • # 15
    • 09.06.2019
    • void
    Alkoholsucht ist eine Krankheit. Ein Arzt (glaub ich, oder ein Sozialarbeiter) in einem Bericht meinte mal, dass es ein Riesenproblem ist, dass das nicht so wirklich als Krankheit angesehen wird oder bei zu wenigen Leuten. Dein Freund funktioniert ja auf Arbeit, aber ich denke schon, dass er das nicht einfach so lassen kann und daher suchtkrank ist. Eigentlich müsste er in Therapie gehen.

    Was ich falsch finde, ist dieses "wenn er mich liebte, würde er aufhören zu trinken". Das kann er nur sich selbst zuliebe tun. Und da er das anscheinend nicht angeht, kannst Du nicht mal ein bisschen Unterstützung geben, indem Du z.B. dafür sorgst, dass es keine Rotweinsoßen oder Torte mit schnapsgetränktem Boden gibt.
    Ansonsten könntest Du sowieso gar nichts tun an dem Problem.

    Finde ich gut und konsequent.
    Was kann so allgemein gesehen hinter einem Suchtproblem stecken ... vielleicht irgendwelche ungelösten Probleme, psychische Krücken, vielleicht auch Eigenschaften wie Weltflucht, weil man sich nicht so richtig passend in der Welt findet, oder wenn man so seine Unsicherheit beseitigen kann, seine Depression für kurze Zeit nicht merkt, ...
    Irgendwas gibt es ihm ja, das er nur im Bier verortet.
    Das hieße ja auch, dass er nichts ändern will und wird.

    Er hat Dir geholfen, wo Du Hilfe wolltest. Er will aber keine Hilfe, er will, dass Du das, womit Du ein Problem hast, hinnimmst. Und das geht ja nicht, wenn Du das eben nicht kannst. Hilfe ist das ja auch nicht, wenn Du den Trinker akzeptierst. Aber Hilfe braucht ja nur einer, der bei sich ein Problem sieht, und das tut er anscheinend nicht. Es bringt nichts, Dich und Deine Kinder daran anpassen zu wollen. Wenn Du ihn sehr liebst, ist das natürlich schwer, das ganze loszulassen. Aber Du merkst ja schon, dass Du damit nicht klarkommst. Und bei Dir ist er halt nicht nüchtern, weil Du ja nicht Arbeit bist. Wenn Du den Kontakt nicht abbrechen willst, dann würde ich zumindest sagen, dass er auch zu Dir nüchtern kommen soll, weil Du mit dem Trinken nicht klarkommst. Zusammenziehen wäre dann natürlich nicht drin. Es müsste bei ihm "klick" machen, dass er eben nie wieder Bier anrühren sollte. Aber das kann nur von ihm kommen.
     
  16. Vielen Dank für eure Antworten.
    Eigentlich weiß ich auch, dass ich auf verlorenem Posten stehe. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich es unfair finde, dass er mir nicht direkt von seinem Alkohol Problem erzählt hat. Am Anfang der Beziehung hat er das alles noch gut verstecken können.
    Es sorgen sich auch seine Eltern, Schwestern und Freunde um ihn.
    Meine Kinder lieben ihn, er spielt viel mit ihnen. Hat dem Mittleren grad Schlagzeug spielen beigebracht... Er ist nie aggressiv oder laut, wenn er trinkt. Er hilft mir im Haushalt, wenn er bei uns ist. Er kann es tagsüber auch gut sein lassen und wir unternehmen schöne Dinge zusammen. Nur manchmal trinkt er eben auch schon früher.
    Ich will das weder schön reden noch entschuldigen.
    Ich weiß, er muss selbst aufhören wollen.

    Er ist ein lieber Mensch, trotz seiner Sucht. Er hat ein gutes Herz und er ist es wert, dass ich zumindest in Erwägung ziehe, ihm trotzdem zur Seite zu stehen.
    Für mich ist er nicht nur ein Säufer.
    Er ist immer für mich da gewesen. Er darf in seinem Job nicht trinken oder angetrunken sein. Er weiß selbst nicht, warum er sich dann am Wochenende nicht unter Kontrolle hat. Er weiß auch nicht, warum er dies überhaupt tut. Wir hatten schon viele Gespräche darüber. Ich habe ihm auch gesagt, er muss (wieder) eine Therapie machen. Mal sagt er es selbst, mal denkt er, er schafft es alleine.

    Danke @Vikky, ich habe keine Fehlsteuerung, ein kleines Helfersyndrom, ja, das schon. Du weißt aber absolut nichts über mich und meine Vergangenheit. Ich danke dir sehr für deinen Beitrag aber bitte, spar dir dein Urteil über mich. Und ich werde sicher nicht die nächsten 16 Jahre lang Single bleiben, auch wenn du das für besser hälst.
     
  17. Irgendetwas stimmt da nicht ......
    Selbst mit 5 Bieren intus bekommst du vom Gericht keine solchen Auflagen.
    Bist du den Alkohol gewöhnt, bist du nach 5 Bieren nicht so besoffen, dass du torkelst.
    Aber egal ... lass die Finger weg.
     
  18. Alkoholiker brauchen professionelle Hilfe!
    Es ist eine Krankheit.

    Egal wie oft du versuchst ihn vor dem "entweder ich, oder der Alkohol" zu stellen, er WILL natürlich dich, aber er kann nicht anders und seine Sucht antwortet mit ALKOHOL.

    Egal wie oft er dir versprechen wird dass er aufhört zu trinken, etc. es geht nicht ohne Hilfe.

    Das einzig Richtige was tu tun kannst, ist ihm zu sagen dass er eine Reha machen soll und eine Therapie. Hier kannst du das "entweder ich oder die Reha" anwenden. Du solltest ihm ganz deutlich machen dass du ihn da unterstützt, du liebst ihn und willst ihm helfen.

    Weigert er sich für eine Therapie/Reha, dann rate ich dir die Beziehung zu beenden.

    Meine Mutter war Alkoholikerin und ich weiss wovon ich spreche.. Es geht einfach nicht anders, es ist eine Krankheit. Egal wie sehr der Mensch versucht damit aufzuhören und wie sehr er will. Es geht wirklich nicht ohne Hilfe.

    Du solltest ihm deutlich machen dass du ihn jederzeit unterstützt aber dass du den Kontakt abbrechen musst (deiner Kinder zu liebe) wenn er nicht damit einverstanden ist.

    Bitte spreche unbedingt mit ihm wenn er nüchtern ist, nicht unter Alkoholeinfluss. Auch wenn du sagst dass er sieht dass er zu viel trinkt wenn er trinkt und nicht wenn er nüchtern ist, ist es enorm wichtig mit ihm zu sprechen wenn er eben nichts getrunken hat.

    Er wird wahrscheinlich sauer werden (normale Reaktion von Alkoholikern weil sie wissen dass sie ein Problem haben), aber lass dich davon bitte nicht einschüchtern.

    Leider ist Alkoholismus in einer Beziehung ZERSTÖREND! Vorallem wenn du noch Kinder hast. Bitte, bitte, bitte, mach nicht einfach so weiter, denn es wird nicht besser von alleine. Diese Hoffnung hat leider jeder Angehörige, dass der Alkoholiker es auch alleine schafft... Nein, leider nicht.

    Entweder Reha, oder du. Wenn er sich für die Reha entscheidet, dann weisst du dass du ihm wirklich wichtig bist. Wenn er sich dagegen entscheidet, musst du dich trennen. Er wird dir dann wahrscheinlich versprechen dass er die Reha macht und es eingesehen hat. Aber gehe erst wieder auf ihn ein wenn er wirklich bei der Reha war/ist.
    Es wird ein paar Anläufe brauchen, 3,10,20 Mal wird er das Versprechen machen, und dann doch nicht hingehen weil er meint er kriegt das auch alleine hin.
     

  19. Es tut mir leid, aber da hat @ Vikky Recht, du hast tatsächlich eine Art Fehlsteuerung, denn nun versuchst du uns diesen kranken Mann plötzlich in den schillerndsten Farben zu präsentieren. Niemals würde ich meinem Kind einen Partner mit Alkoholsucht präsentieren, das finde ich ziemlich verantwortungslos von Dir. Das muss so gesagt werden, denn Kinder können nicht weg, sie sind abhängig von dir und deinen Fehlentscheidungen. Ja, es mag sein, dass du mit 40 und 3 Kids Angst hast, nun alleine zu bleiben und deswegen einen Alkoholiker in Betracht ziehst. Damit verbaust du dir aber alle Chancen, einen guten, gesunden Partner zu finden. Ich bleibe dabei und sicher auch alle Poster hier sonst: Kümmere dich um deine Kids und dein Leben. Und lass diesen kranken Mann seine Probleme selbst lösen...Ich weiss, dass es hart ist. Aber du drehst dich sonst um dich selbst und machst nur den nächsten schweren Fehler in Sachen Partnerwahl.
    LG
     
  20. Das ist es auch - Definitiv! Jetzt hast du dich an die guten Seiten gewöhnt und hast den Salat! Problem ist nur, dass Deine Kinder sein Problem mitbekommen werden. Die sind so sensibel und merken alles. Auch dass und inwieweit dich das das betrifft und beschäftigt und beeinträchtigt. Wenn du allein dich dem sehenden Auges aussetzen würdest, wäre es was anderes. Aber so... Das Höchste der Gefühle wäre für mich, lose Kontakt zu halten, als Freunde, dh mal ein Kaffee trinken außerhalb, wo er meine Kleinen nicht sieht und man sich mal austauschen kann. Ansonsten hätte ich zu viel Angst dass er negativ auf meine Kinder abfärbt oder ich diesen ein schwaches Frauenbild vermittel, indem ich mich mit ihm abgebe. Auch greifen Kinder später selbst bei Ptoblemen eher zu Alkohol, wenn sie es so als Kind gesehen haben.

    W31
     
  21. Das Label "Krankheit" macht mich richtig wütend. Gerade hat mein Vater wieder einen Schub, und obwohl ich längst erwachsen bin und es nur aus der Ferne über meine Mutter mitbekomme, nimmt es mich mit. Es ist SEINE Entscheidung, zur Flasche zu greifen! Die ganze offensichtliche Heimlichtuerei und das schlimme Drumherum kann man nicht als Krankheit entschuldigen!
    Es ist SEINE Entscheidung, nicht zur Therapie zu gehen! Meine Mutter so zu behandeln, wie er es tut, es ist ja nicht Schizophrenie oder Krebs, sondern eine Sucht, das ist für mich trotz der offiziellen Zuschreibung nicht als Krankheit zu entschuldigen.
    Im Gehensatz zu Krebs hat er jeden Tag die Möglichkeit, seinen Weg zu ändern, auch wenn es ein steiniger Weg ist, aber er hat selbst mit dem Alkohol begonnen, also muss er selbst (so wie der Partner der FS) die richtige Abzweigung nehmen.
    Ich fürchte meiner Kinder wegen auch, dass es genetische Dispositionen gibt, das tut mir aber trotzdem nicht leid für ihn, weil es einfach kein unabwendbares Schicksal ist.
    Das Label "Krankheit" ist m.E. eine grobe Verharmlosung des Verhaltens des Süchtigen.

    Ja, FS, du solltest den Kontakt dringend komplett abbrechen. Hast du bereits Erfahrung mit Alkoholsüchtigen? Wenn nicht, nimm alle Stimmen hier ernst, die sagen: Er wird sich nicht ändern!

    Wenn das Wunder geschehen sollte, dann müsste er ein Jahr trocken bleiben, um den Willen zur Besserung zu beweisen, und selbst dann müsstest du immer mit der Angst vor einem Rückfall leben. Schaffst du das?

    w35
     
  22. Liebe FS, du scheinst tatsächlich ein Helfersyndrom zu haben, so wie es aussieht hat dein Partner das erkannt und geht in seiner Opferrolle voll auf und das durch deine Unterstützung. Das er dir nicht gleich zu Beginn gesagt hat das er ein Alkoholproblem hat, ist schon eine sehr gewaltige Lüge und Betrug an dir. Du hättest direkt reagieren müssen anstatt dir und deinen Kindern wieder anzutun denn dein EX war ja nicht besser unterwegs als dein jetziger Partner.
    Such dir einen Partner für den du keine Entschuldigungen schreiben musst, damit schadest du deinen Kindern weitaus mehr als dir, dieser Mann ist kein Vorbild für deine Kinder. Das war dein Ex auch nicht, also lass es, brich den Kontakt ab und das komplett, lass ihn nicht mehr an dich ran bevor es schlimmer wird. Du weißt nicht wie er reagiert wenn er vom Bier trinken auf härteres umsteigt, denn irgendwann wird Bier ihm nicht mehr ausreichen, da es die Wirkung verliert.
    Ich hab das hinter mir, als Kind habe ich meinen Vater so erlebt und beide dafür gehasst. Ich kann nur hoffen das du die richtige Entscheidung triffst oder bereits getroffen hast,
    Alles Gute
    Schriftrolle
     
  23. Wir haben heute nochmal gesprochen. Er kam zu mir. 2,5 Stunden mit dem Zug und er war nüchtern, auch hier hat er nichts getrunken.
    Ihm ist, als ich ihn am Samstag weggeschickt habe, im Suff etwas passiert, was ihm die Augen geöffnet hat.

    Wir haben uns jetzt entschieden, unsere Beziehung auf Eis zu legen und uns vorerst nicht mehr zu sehen. Er sagt selbst, dass er nun etwas tun wird um gegen die Sucht anzugehen. Er will mich nicht mehr verletzen und er möchte da raus.
    Damit er eine Chance hat. Vielleicht klappt es dann mit uns als Paar auch wieder. Ich würde es mir wünschen.
    Die Einsicht ist zumindest da und er hat versprochen einen Termin beim Arzt zu machen und weitere Schritte einzuleiten.

    Ich hoffe, es sind nicht nur leere Worte.

    Ich möchte nochmal betonen, dass er kein aggressiver Alki ist, der im Suff um sich schlägt. Meistens wird er müde und schläft dann stundenlang. Ist natürlich auch nicht angenehm. Er trinkt schon seit seiner Jugend, mit kurzen Unterbrechungen und immer nur Bier. Wein ist ihm zu stark.

    Ich hoffe, er bekommt die Kurve.
     
    • # 24
    • 10.06.2019
    • void
    Finde ich gut, wenn es alles genauso und ernst gemeint ist. Denn wenn ihr euch jetzt noch sehen würdet, denke ich, dass es hinderlich wäre. Ich glaube, dann würde er es "für Dich" tun und Du auch Ergebnisse sehen wollen.

    Das meine ich. Er muss Dir genau gar nichts versprechen. Denn Du kannst und sollst es nicht kontrollieren. Er muss es für sich tun, sonst funktioniert es nicht dauerhaft.
    Also begib Dich besser nicht in eine Erwartungshaltung und frage auf keinen Fall nach, ob er sein Versprechen eingelöst hat. Das muss er von selbst erzählen.
    Er schafft das nur, wenn er die eigene Verantwortung dafür übernimmt und sie nicht abgeben kann an eine "Kontrollmuttifrau", die lobt und belohnt oder tadelt, wenn er nicht die Fortschritte macht, die angesprochen waren.

    Ich würde auch noch ein bisschen abwarten damit, ihm das alles so wirklich zu glauben. Natürlich sollst Du das nicht sagen, aber die innerliche Haltung sollte nicht so sein, dass Du nun gleich denkst, alles wird so, wie Du es Dir wünschst.

    Vielleicht verträgt er keinen Alkohol oder verträgt ihn nicht so gut. Es gibt ja auch ganze Völker, bei denen das Enzym zum Abbau im Körper fehlt.
    Da kann man nur die Daumen drücken.
     
    • # 25
    • 10.06.2019
    • void
    Ich verstehe, was Du meinst bzgl. der eigenen Entscheidung. Aber ich glaube, gerade das stimmt im Falle, dass der Mensch alkoholsüchtig ist, eben gerade nicht mehr. Ich denke, im Gehirn ist das schon so viel Fehlstoffwechsel passiert, dass wie auch bei anderen Süchten nur noch "das Mittel zur Suchtbefriedigung" gewollt wird.

    Sucht ist sowieso ein schwieriges Thema. Man kann sein Gehirn ja an ziemlich vieles gewöhnen. Zigaretten, Alkohol, Zucker, Heroin, Tabletten, Schokolade, Kaffee ... Es gibt ja auch psychische und wirklich körperliche Abhängigkeiten. Vielleicht sogar gemischte.
    Mich würde echt interessieren, wie Leute drauf sind, die auf einmal keinen Zucker mehr bekommen, obwohl sie gern Süßes gegessen haben. Oder keinen Kaffee. Ich weiß nicht, wie es einem abhängigen Raucher geht, dem ein anderer sagt "ab jetzt wird nicht mehr geraucht". Nach 5 bis 6 Stunden Schlaf meldet sich was im Gehirn, dass Nachschub gefordert wird, hab ich mal gelesen.

    Ich denke, die Haltung "du könntest, wenn du wolltest" geht bei wirklichen Suchtkranken völlig am Problem vorbei. Es klingt so, als würde derjenige sagen "ich kann auch Heroin spritzen, ich werde nicht abhängig, weil ich es nicht will". Das würde ich nicht probieren, denn ich bin sicher, man merkt dann, dass das nicht stimmt. Ich hab nun keine Ahnung davon. Ich merke nur, wie schwer es ist, sich was abzugewöhnen, was harmlos ist (oder als harmlos gilt, Zucker z.B., aber der ist ja auch nicht gerade heilungsfördernd und gesund und kann Krankheiten bewirken). Ich weiß noch, wie schwer es war und wieviel Rückfälle es dauerte, mir das Fleischessen abzugewöhnen, zumal da ja die Mehrheit sagt, es sei gut, und man Ausgrenzung erfährt. Also ich musste mein Aufhören auch immer noch verteidigen, statt dass es jemand gut gefunden hätte.

    Was bei Deinem Vater abgeht, wenn er getrunken hat, also ob er aggressiv wird z.B., wissen ja nur Du und Deine Familie. Ob er es wirklich so einfach lassen könnte, weil er sich sagen könnte "ich verhalte mich schlecht, wenn ich getrunken habe, daher lass ich es"? Ich verstehe, wie Du das siehst und mir tut jeder leid, der unter einem anderen Menschen und dessen Verhalten leiden muss. Aber deswegen pauschal sagen, dass es keine Krankheit ist, würde ich nicht.
     
  24. Ich finde es schwierig dir einen guten Rat zugeben. Die Alkoholiker, die ich bisher kennengelernt habe waren entweder agressiv oder sonst sehr schwierig. Daher finde ich auch die Anmerkungen einiger Foristen nicht hilfreich.
    Dein Freund ist wohl ein 'lieber' Alkoholiker. Keine Ahnung ob dies dauerhalft so ist.
    Du schreibst, dass er sehr liebevoll mit deinen Kinder umgeht. Trinkt er auch in Gegenwart der Kinder?
    Wie alt ist dein ältestes Kind?
    Sprich mal mit dem Ältesten und frage wie er sich benimmt wenn du es nicht mitbekommst. Nur wenn du es dem Kind zutraust. Was bekommen die Kinder mit? Wie sehen sie ihn.
     
  25. Auch das zeigt Deine verzerrte Wahrnehmung der Beziehung und den Hang zum Schönreden. Wie lange und wie oft ist denn immer, wenn ihr erst 6 Monate zusammen seid und er laut Deinen Angaben:
    zu Dir kam?

    Also ist das jüngst Kinde zwischen 2 und 6 Jahren alt.
    Dass das ICH bei Dir zuerst kommt war mir klar und auch, dass ich daruf keinen Einfluß habe - machmal bewirkt es hier bei Leuten was, wenn andere hier aus ihrem Leben berichten. Darum habe ich versucht, Dir das Kindererleben aufzuzeigen.
    Mein Vater war nicht nur aggressiv und besoffen, der hat mit uns auch im Winter Iglus gebaut und gecampt. Die menschliche Biologie funktioniert nunmal nicht so, wie Du Dir das wünschst sondern ist aufs Überleben ausgerichtet: negative Erlebnisse (=Gefahr) verankern sich im Gedächtnis 10 mal stärker als positive weil sie für den Schutz wichtuger sind.

    Ok, Du willst es nicht sehen, weil Du ohne Mann nicht sein kannst. Dann wird es Dir später halt auf die Füße fallen, denn die Kinder heute sind nicht mehr so ängstlich und abhängig wie zu meiner Zeit, haben viel früher Zugang zu mehr Informationen und bekommen mehr Unterstützung außerhalb von destruktiven Familien, was ihnen hilft, sich früher emotional aus diesen zu lösen.

    Nein, keiner hier kann mehr über Dich wissen, als D wu von Dir preisgibt - nur darauf können wir reagieren. Und ich sehe wieder Dein Hang zum Verharmlosen. Du nennest es "kleines Helfersyndrom" dass Du aufeinanderfolgend destruktive Beziehungen eingehst, ich nenne es Fehlsteuerung.
    Deine Vergangenheit spielt für die Lebensqualität Deiner Kinder eine geringere Rolle als die Gegenwart. Immerhin erleben sie in ihrem kurzen Leben ihre Mutter bereits das bereits das zweite Mal in einer destruktiven Beziehung.
     
  26. Liebe FS,

    eine Ergänzung für Deine ich-bezogene Sichtweise:

    Für Kinder verändert sich die Welt, wenn sie alt genug für einen Lebensradius ausserhalb der elterlichen Wohnung sind - sie sehen die Lebensweise von anderen, hören deren Rückmeldungen auf sich und fangen an eigenständig zu denken "warum ist das bei uns so und warum anders".
    Sie bewerten auch eigenständig, was sie gut finden und suchen sich einen Weg für ihre Zukunft.

    Wenn ihr nicht im sozialen Brennpunkt lebt, dann bekommen sie im unmittelbaren Nachbarschaftsumfeld Kommentare aus ihrer sozialen Bezugsgruppe von der Sorte "Der Macker von Deiner Mutter ist ja schon wieder besoffen angetaumelt gekommen".
    Dein Partner taumelt ja nicht nur für Dich wahrnehmbar über die Straße, alle sehen ihn.
    Die anderen gucken nicht mit Deinem liebevollen Blick sondern finden ihn abstoßend. Das ist für Deine Kinder schmerzlich. Sie haben keinerlei Einfluß auf das Geschehen - noch bist Du die Kapitänin ihres Lebens.
    Die Nachbarkinder hören das von ihren Eltern und bald übernehmen sie die Bewertung und diese zieht weitere Kreise: bis in die Schule, in Facebookgruppen etc.
    Deine Kinder können dem nicht entkommen und stehen vor der Entscheidung:
    - weitgehender Rückzug aus dem sozialen Leben, um sich diese Peinlichkeiten zu ersparen oder
    - abhängen in Gruppen, in denen sowas an der Tagesordnung ist = soziale Randgruppen mit dem Risiko selber in Drogen und Kriminalität abzurutschen.

    Ebenso kommen Deine Kinder in andere Familien und sehen, dass dort die Partner ihrer Freunde nicht stundenlang ihren Rausch ausschlafen.
    Das Scham- und Peinlichkeitsgefühl der Kinder ist stärker. Sie bringen keine Feunde mehr nach Hause, um Dich und Deinem Partner als Peinlichkeitsfaktoren vor anderen zu verbergen. Das schränkt ihr soziales Leben bis weit in die Zukunft wirkend ein.

    Bei Kindern weckt so ein Erleben erst die Frage nach ihrem Wert im Vergleich zu den anderen, weil sie insgesamt kein schönes Leben haben, nur manchmal schöne Einzelerlebnisse.
    Später kommt die Verachtung der Schwäche der Mutter und dann folgt die Wut, weil man erkennt, welche Probleme man in Beziehungen zu andern hat, weil man sehr begrenzte Chancen auf soziales Lernen hatte und wie weitreichend und langfristig die Wirkungen davon sind.

    Vielleicht kannst Du es einfach mal so stehen und sacken lassen, statt reflexhaft in die Verteidigung zu springen.
    Sieh zu, dass Du diese Stressfaktoren dauerhaft aus eurem Leben räumst - Du bist die Erwachsene mit der Handlungskompetenz und Verantwortung.
     
  27. Ach Vikky, du steigerst dich grad ein bisschen zu fest rein. Tut mir leid, wenn du keine schöne Kindheit hattest.

    Für mich ist das Thema bereits erledigt. Habe das ja schon geschrieben. Ich habe nur die Frage gestellt, wie ich einem geliebten Menschen in meinem Leben helfen könnte, da ich mich mit der Suchtthematik bislang nicht auseinandersetzen musste.

    Wie ich ja schrieb, hatten wir eine Wochenendbeziehung. Meine Kinder haben ihn nicht betrunken oder schlafend erlebt, da diese alle 14 Tage das Wochenende bei ihrem Vater sind und er sich durchaus in ihrer Anwesenheit zusammenreißen konnte. Außer letztem Wochenende, wo ich ihn ja deshalb auch nach Hause geschickt habe.

    Ich muss mich nicht verteidigen. Du macht aber einen recht aggressiven Eindruck. Ich halte auch nichts von schwarz-weißem Schubladendenken. Jeder Mensch ist anders. Meine Situation kennst du nicht und du kannst auch meinen Charakter nicht bewerten.

    Als ichbezogen hat mich noch niemand bezeichnet. Im Gegenteil. Ich sollte, eigentlich auch ab und zu mal an mich denken. Das sagen die Leute, die mich kennen und täglich mit mir zu tun haben.

    Und nein, ich lass mich von dir nicht kommentarlos anpampen.
     

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