1. Was genau ist ein "emanzipierter Mann"? Gibt es diese überhaupt?

    Ich habe gestern über das Thema Emanzipation nachgedacht und würde euch an meinen Gedanken gerne teilhaben lassen. Mich würden auch eure Gedanken zum Thema sehr interessieren! Also lasst euren Gedanken freien Lauf!

    Und zwar frage ich mich, ob der Mann heutzutage trotz Emanzipation emanzipiert ist oder ob ihm noch immer das patriarchalische Mannsbild des frühen 20 Jahrhunderts auferlegt wird!? Was ist überhaupt ein emanzipierter Mann? Gibt es voll-emanzipierte Männer? Wollen Frauen überhaupt voll-emanzipierte Männer oder ertragen sie solche egalisierten "Mannsbilder" einfach nicht?

    Was ich jedenfalls feststellen kann, ist, dass Frauen sich emanzipiert haben. Frauen dürfen sich ausprobieren. Sie tragen Anzüge und Männerklamotten, spielen Fußball, boxen, fahren Rennwagen, studieren, machen Karriere, saufen und rauchen, ONSen, Heimwerken, spielen PC usw. :=)

    Das akzeptieren wir Männer inzwischen in großer Mehrheit und das finde ich gut!

    Bleibt die Frage, ob Männer sich emanzipiert haben? Was passiert, wenn Männer heutzutage versuchen in klassische Frauendomänen vorzudringen?

    # Männer, die rhythmische Gymnastik betreiben, kenne ich nicht.
    # Männer, die den Kurs "Bauch, Beine, Po" der Volkshochschule buchen, werden belächelt.
    # Männer, die YOGA oder Ballet betreiben, gelten allgemeinhin als schwul und tuntig.
    # Männer, die temporär mal Hausmann sein wollen, werden von vielen Frauen nicht ernst genommen.
    # Männer, die keine Karriere machen sondern den Schwerpunkt auf Familie und Kindererziehung legen, werden von vielen Frauen nicht ernst genommen ("Ernährerqualitäten")
    # Männer, die als Kindergärtner arbeiten, sind einem dauerhaften Pädobär-Vorwurf ausgesetzt.
    # Männer, die sich "metro" kleiden, werden schnell als schwul und tuntig verunglimpft.


    Das waren jetzt nur ein paar exemplarische Beispiele, man könnte noch viel mehr aufzählen. Aber der Eindruck bleibt, dass ein Mann sehr viel enger an das überkommene Männerbild gebunden ist als das bei Frauen der Fall ist. Ist dem so? Was ist eure Meinung zum Thema?
     
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  3. Ein emanzipierter Mann ist ein Mann, der seine Partnerin als Gleichberechtigte sieht und mit ihr im privaten Umfeld auch die Arbeiten teilt.

    Und sonst habe ich nicht das Gefühl, dass es viel Emanzipation gibt:
    Im Berufsleben habe ich trotz Emanzipation immer weniger verdient als männliche Kollegen.
    Feminine Kleidung trage ich lieber, mag ich lieber, passt besser zu mir als Frau (warum soll ich denn wie ein Mann rumlaufen, da kann ich eher weniger punkten).
    Ich habe Kinder und rate mal, wie einfach es ist, an wirklich gute Jobs ranzukommen? Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass man nicht alles gleichzeitig schafft (Kinder, Arbeit, Haushalt, Schule, Sport, …)und der Mann fast nie da ist.

    Du siehst, meine Emanzipation hält sich in Grenzen und ist auch meiner Situation angepasst.
    Emanzipation heisst letztendlich, dass man alles machen darf, aber nicht muss. So mache ich auch kein Bodybuilding und mein Mann macht keine Bauch-Beine-Po-Gymnastik. Er käme sich dabei völlig bescheuert vor. Aber wenn ein Mann das tut, habe ich noch von keiner Frau gehört, dass er merkwürdig sei.

    Ich glaube, dass Männer gar nicht soviel Druck spüren, etwas anderes ausprobieren zu müssen. Sie durften ja schon immer alles und waren zufrieden damit und sind es weiterhin. Wenige machen etwas "weibliches", das stimmt; aber wenn, dann ist das hier in meinem Umfeld (große Stadt) akzeptiert.
     
  4. Meiner Ansicht nach steckst du noch sehr tief in einem rollengeprägten Verhalten drin. Die Punkte, die du mit Rautezeichnen aufgezählt hast, erlebe ich so überhaupt nicht in meiner Generation. Ich habe sogar Männer in meinem Freundeskreis, die aktiv schwul sind und die gehen mit uns feiern wie jeder andere normale Mann auch.

    Was heutzutage anders ist, ist dass der Unterschied zwischen Mann und Maus deutlicher zu sehen ist. Frauen entscheiden aktiv mit wem sie zusammenkommen und bleiben nicht mehr ewig bei Männern, die sie nicht lieben oder werden im Haushalt versteckt. Dadurch müssen sich deutsche Männer nun auch mal etwas ins Zeug legen, um eine Frau zu bekommen und es wird klarer ob ein Mann das kann oder eben nicht.
    Ich finde das sehr gut, auch aus evolutionärer Sicht. :)

    Ich habe durch meine Erziehung noch einen starken Blick auf die patriarche Vergangenheit dieses Landes und ich war mit diesen Männern nie konform. Sie sind faule Schweine, was anderes fällt mir nicht ein. Sie benehmen sich wie Solche und dümpeln ihr Leben in Kneipen zu Ende. So hätte ich nie leben gewollt, ich brauch Action im Leben.

    Gruß m30
     
  5. Ja, meinen Partner.

    Er ist Mann, tut, was er will, nimmt auf schematisierte Rollenbilder keinerlei Rücksicht und ist dennoch absolut Mann. Geht. Ist aber verd... selten.
     
    • # 4
    • 22.01.2015
    • void
    Ein emanzipierter Mann ist für mich:
    - Nicht in seiner Männlichkeit erschüttert, wenn die Frau intelligenter ist oder zumindest irgendwas studiert hat, das er als Intelligenzfach einschätzt.
    - Für sein eigenes Gefühlsleben verantwortlich und damit auch für die Beziehung. Das heißt, er kennt seine Bedürfnisse nach und in einer Partnerschaft, tritt dafür ein und überlässt dieses Feld nicht der Frau und tut so, als wolle nur sie immer mehr "Beziehungsaktivität" und er lässt sich drauf ein. Dieses "ich mach Karriere und die Frau hält den Rücken frei" ist zwar das Beziehungsmodell, das ich zu 95% in meiner Umgebung sehe - und da jammern auch immer die Frauen, dass die Männer mehr zu Hause sein sollen, dass man nie was zusammen macht usw. - aber diese Männer sind dann zu Hause auch wie Jungen und lassen sich auch so behandeln.
    Ein emanzipierter Mann lässt sich nicht aus Schuldgefühlen, weil die Frau immer mitgezogen ist, so behandeln, und wenn die Frau respektlos mit ihm spricht, fürchtet er sich nicht vor emotionalem weiteren Stress, sondern sagt der Frau mal, dass sie so nicht mit ihm zu reden hat und ihn nicht kontrollieren soll. Das machen diese Männer aber nie, die kuschen, weil sie sich bei "Beziehung und Zu Hause" nicht als gleichwertiger Partner sehen (wollen - macht ja Arbeit und Stress. Stillhalten ist einfacher, man kann ja morgen wieder auf die Arbeit flüchten.). Das würde bedeuten, dass auch Männer mehr Zeit und Energie in die Beziehung investieren müssen, damit sie Bestand hat bzw. getrennt wird, und nicht nur Geld verdienen.
    Ich denke, deswegen können so viele schlechte Beziehungen weiterlaufen, bis DIE FRAU Schluss macht. Der Mann tut es nicht, weil er sein Gefühlsleben ignoriert oder in die Arbeit flüchtet, um nichts zu merken.
    - Nicht frauenfeindlich.

    Für die Akzeptanz von Kleidern und Hosen gibt es keine Gesetze, das sind Vorlieben für weiblich/männlich, sexy oder nicht. Verspotten anderer ist kleingeistig. Aber ich finde z.B. Männer mit gezupften Augenbrauen unerotisch. Sexuelle Anziehung kann man irgendwie nicht emanzipieren, sowas wird einfach mit der Mode akzeptabler und dann finden es auch irgendwelche Leute toll und nicht mehr unsexy. Die Hosen haben sich bei Frauen auch durchgesetzt und obwohl ein Kleid immer ein weiblicheres Kleidungsstück bleiben wird als die Jeans, ruft ja kein Mann mehr, eine Frau in Jeans sei unerotisch wegen der Jeans.
     
  6. Lieber FS,
    die Beispiele, die Du gewählt hast, als Ausdruck für die mehr oder weniger gelungene Emanzipation des Mannes finde ich im wesentlichen unerheblich/trivial. Ob der Mann mit der Emanzipation der Frau mitgekommen ist, zeigt sich für mich in anderen Punkten:
    - dass er sich eine Partnerschaft mit einer Frau zutraut, die nicht von ihm abhängig ist. Er muss sicher sein, dass er für sie liebenswert ist, er sie nicht kaufen kann.
    - dass er die Berufstätigkeit der Partnerin gleichwertig zu seiner betrachtet, d.h. auch ihr berufliches Engagement, dass dann zulasten seiner Bequemlichkeit geht
    - dass er selbstverständlich 50% von Haus- und Familienarbeit gern leistet, ohne Genoele und Schlamperei, weil sie in gleichem Umfang berufstätig ist, wie er.
    - dass er bereit ist, Teilzeit zu arbeiten, wenn es eine gemeinsame Familie gibt, damit die Familie sozial durch beide Partner abgesichert werden kann, d.h. sie nicht zugunsten seiner Karriere zurückstecken muss und dass er das selbstbewusst in der Firma vertritt.
    - dass er ein moderner Mann ist, der bei alldem Mann bleibt, eine männliche Rolle ausfüllt und nicht zum Mädchen mutiert. Ein Mann in rosa Tutu ist nicht emanzipiert, sondern unmaennlich.

    Und dass Frauen, die so leben, wie Du es beschreibst und ihre Freiheiten nutzen, bei Männern als Partnerin nicht begehrt sind, ist für mich ein Zeichen, dass die wenigsten Männer in der Neuzeit angekommen und emanzipiert sind.

    Insbesondere dass Männer als unmaennlich gelten, wenn sie Erziehungszeit nehmen und statt auf Karriere fokussieren, Familienmenschen sind, kann ich nicht bestätigen. In meinem Umfeld machen das alle, denn sie haben hochqualifizierte Frauen, die eine andere Partnerschaft garnicht eingehen würden. Mir scheint, Dein Erkenntnishorizont wird durch bequeme/faule Frauen bestimmt, die gern einen Mann für sich arbeiten lassen wollen und durch Männer, die so wenig gute Eigenschaften haben, dass sie eine abhängige Frau brauchen, weil eine unabhängige sie nicht will. Dann läuft das so, wie von Dir beschrieben.
     
  7. Ein emanzipierter Mann ist für mich, wenn er sich z.B. aktiver in die Beziehung einbringt, und die Frau gleichberechtigt anerkennt und behandelt.
    Die meisten Frauen in Dtl. wollen m.E. keine emanzipierten Männer. Das halten sie für "unmännlich" Sondern lieber alte Rollenbilder des Mannes. Auch wenn die jeweilige Frau selber emanzipiert ist. (Dagegen z.B. in Schweden ist der emanzipierte Mann sehr geschätzt und verbreitet)
    Lediglich bei der Kinderbetreuung sehe ich ein paar Zugeständnisse.
    Emanzipation des Mannes: Heißt nicht, daß er sich den Frauen angleicht. Sondern, daß der Mann sich weiter entwickelt, für seinen Umgang mit Frauen.
    Ici frage mich schon lange, was an einem nicht-emanzipierten Mann so sexy sein soll ? Aber ich bin ja keine Frau = muß sowas nicht verstehen.
    Ich habe es aufgegeben, bei Frauen noch irgendwas zu verstehen. Ihre Einstellung und Art und Weise ist für mich immer weniger nachvollziehbar. Nun, deren Sache und ggf. Problem - nicht Meines.
    Ich bleibe weiter ein emanzipierter Mann, aus persönlicher Überzeugung. Aber mir ist es inzwischen egal geworden, ob sich (auch allgemein) Frauen für die Emanzipation des Mannes interessieren..... oder sie ablehnen.
     
  8. Also, ich versuche mal eine Definition:

    Ein emanzipierter Mann ist ein Mann, der sich von der ihm von der Gesellschaft auferlegten Rolle als Mann befreit, so wie sich Frauen von ihrer traditionellen Rolle als Frau befreiten, und selbständig als gleichberechtigtes Individuum wahrgenommen und respektiert wird.

    Ein emanzipierter Mann lässt sich z. B. die Erziehung der Kinder nicht vorenthalten, nimmt Elternzeit in Anspruch und teilt sich auch sonst alle weiteren Rechte und Pflichten mit der Partnerin. Er wird nicht finanziell oder/und körperlich ausgebeutet. Er darf seine Gefühle ausleben, also auch weinen und schwach sein. Seine Lebensplanung darf auch bedeuten, dass er auf Karriere verzichtet. Ein emanzipierter Mann trägt nicht ausschließlich die klassischen Kleidungsstücke, die ihm die Gesellschaft als männlich zuweist, sondern diejenigen, die ihm gefallen. Ein emanzipierter Mann ist nicht nur Befehlsempfänger, sondern kann auch selbst Führung übernehmen. Er ist sozialkompetent, weiß was er will, weitestgehend unabhängig und souverän, selbstbeherrscht und aktiv.
     
  9. Mmmh... Was ist ein emanzipierter Mann?

    Ausgehend von den Erwartungen der Frauen in meinem Umfeld (+-30) ist das ein Mann, der für eine Frau eher wie eine Freundin ist "nur mit Penis" - Anm. nicht mein Zitat ^^

    Meine Freundinnen und ich sind optisch alle sehr "feminin", wobei die ein oder andere Kampfsport macht.

    Ein emanzipierter Mann ist in unseren Augen ein Mann, der sich und seine Umwelt konstant reflektiert und sich weiterentwickelt (persönlich und beruflich), einfach jemand, der sich Ziele setzt und aktiv umsetzt, anstatt nur über sein Schicksal zu jammern.

    Die Emanzipation der Frauen hat leider die Männer vergessen, so dass diese häufig nicht wissen, wo sie hingehören, daran verzweifeln und unsicher sind (kenne einige Beispiele aber auch wieder nur um die 30). Hier hilft (leider) nur reden und vermitteln zwischen den Geschlechtern. Aber m.E. ist Zielstrebigkeit immer noch ein Attraktivitätsmerkmal, ob das jetzt in Yoga-Hose sein muss, können andere Ladies entscheiden.

    VG
    Lena
     
  10. So kann ich das auch beobachten. Von Frauenseite ist es so, dass eher darauf geachtet wird, ob der Mann das eigene Leben positiv beeinflusst und wenn dies nicht der Fall ist, gibt das der Frau zu denken und auch "warme Worte" werden von Freundinnen angereicht. Hat aber nicht nur mit Emanzipation der Frau, sondern auch mit dem Gesellschaftsthema "Selbstoptimierung" zu tun, zu der wir ja permanent aufgefordert werden. Inwiefern das jetzt auch die Generationen 40+, 50+, 60+ betrifft, kann ich nicht einschätzen. Jedenfalls haben wir Frauen um die +-30 den Druck, den optimalen Partner an der Seite wissen zu müssen, der unser Fortkommen (persönlich und beruflich) ermöglicht bzw. unterstützt. Woher diese Einstellung kommt, kann ich nicht genau festmachen.
     
  11. Es ist schrecklich wenn Frauen immer mehr vermännlichen, nur noch Hosen tragen und alles mindestens genauso gut wie Männer machen wollen. Und es ist schrecklich dass die Männer sich immer mehr verweiblichen lassen.

    Ich möchte einen richtigen, gerne auch dominanten Mann weil ich selber eine sehr weibliche und weiche Frau bin die sich gerne an einen Mann anlehnt und gerne auch zu ihm aufschaut....und ich habe meinen Beruf für meine Familie und 3 Kinder aufgegeben weil das genau mein Familienmodell ist was ich leben möchte und das mich sehr, sehr glücklich macht...
     
  12. Das ist ganz genau der springende Punkt. Die Erwartungen der Frauen in deinem Umfeld sind für einen emanzipierten Mann vollkommen irrelevant. Deine Freundinnen haben den Begriff Emanzipation offensichtlich entweder nicht verstanden, oder aber sie wollen Männern etwas vorenthalten, was sie für sich selbstverständlich in Anspruch nehmen. (Das wäre dann Sexismus).
    Auch das mit der Yogahose erscheint mir symptomatisch. Natürlich definieren Frauen (und auch Männer) für sich, was sie attraktiv finden. Aber was hat das mit Emanzipation zu tun? Einem emanzipierten Mann gehen solche Vorstellungen im Zweifelsfall am A... vorbei.
     
  13. Männern fehlt es einfach an Entfaltungsmöglichkeiten.Frauen haben jahrelang mehr oder weniger erfolgreich dafür gekämpft in verschiedensten Rollen Anerkennung zu finden. Die Rolle des Mannes ist da leider deutlich eingeschränkter, z.B. ist die Auswahl an Männerkleidung wirklich verschwindend gering im Vergleich zu derer für Frauen! Männer mit Geschmack brauchen mehr Möglichkeiten, vor allem bei den Farben, Materialien und den Schnitten herrscht pure Tristesse.

    Ich habe absolut KEINEN Bock wie „Olivia Jones“ herumzulaufen, aber WENN ein Mann es will, warum wird er heutzutage dafür immer noch so oft beleidigt!? Oder warum wird ein Mann lächerlich gemacht, wenn er z.B. String trägt? Selbst wenn man, wie ich, nur in etwas modischerer Männerkleidung herumläuft, wird man immer wieder blöd ausgelacht oder völlig bescheuert als "Schwuchtel" beschimpft. In den letzten Jahren hat sich vieles schon verbessert, aber mir persönlich geht die Entwicklung noch nicht weit genug.

    Mich lachen insbesondere junge Leute (auch Frauen) häufig wegen meiner spitzen, eleganten Schuhe aus, stören sich an meinen farbigen Hemden, ungewöhnlichen Westen oder körperbetonten Hosen. Wohlgemerkt ziehe ich mich niemals wie ein Papagei an, sondern kombiniere stilsicher. Vor Jahren habe ich sogar einige Seminare zu diesem Thema besucht, weil mich modische Ästhetik sehr interessiert. Dennoch gibt es immer wieder dieses dümmliche Gekicher und ab und zu aggressive Beleidigungen.
     
  14. Habe gegoogelt, was "Emanzipation" ursprünglich heisst:
    „Entlassung des Sohns aus der väterlichen Gewalt“
    Das bedeutet für mich, wenn jemand selbständig wird und sein eigenes Leben lebt, statt fremdbestimmt zu sein.
    Für mich ist ein Mann vor allem dann emanzipiert, wenn er zu sich stehen kann. Und sich weder für die Anerkennung seiner Eltern, oder einen Beruf, den gesellschaftlichen Tenor, seine Freunde oder Partnerin ewig verbiegt. Sondern letztlich tut, was ihm wichtig ist. Oder sich dafür einsetzt, es dereinst tun zu können.
    Das hat was mit Haltung und Echtheit zu tun.
    Was ich als "unemanzipiert" erlebe ist die heutige Ratlosigkeit mancher Männer. Denn wenn man nicht weiss, wohin, wird man irgendwann von anderen dirigiert. Wenn man nicht weiss, ob man heiraten will, lässt man sich irgendwann von der Freundin (von der man nicht weiss, ob man sie wirklich liebt) dazu überreden. Wenn man nicht weiss, was man arbeiten will, landet man halt irgendwann im Büro einer Firma, die einem nichts sagt. Wenn man nicht weiss, was für Kleider einem gefallen, macht man halt mehr oder weniger einen Modestil nach.
    Man braucht, um emanzipiert zu sein, meiner Meinung nach wirkliche Ziele und Werte.
     

  15. Welche dieser Erwartungen sind deiner Meinung nach irrelevant @uncle ? Das geht aus deinem letzten Post noch nicht ganz hervor und würde mich interessieren.

    Ich kenne leider keine Frau, die mit ihrem Partner wie mit einer guten Freundin umgehen kann und das ist das einzige, woran wirklich "gemäkelt" wird – die geistige Augenhöhe. Vielleicht funktioniert das in deinem Umfeld/ deiner Altersgruppe besser. Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
     
  16. Ja, das würde ich (m) auch so sehen.
    Entweder der Mann will sich nicht ändern / nicht emanzipieren. Oder die Frau lässt es nicht zu, sondern verlangt ein klassisches Männerbild vom Mann.
    Während die Frau sich ggf. emanzipiert, so weit sie das möchte. Und der Mann muß das akzeptieren - basta !
    d.h. die Frau gesteht sich selber mehr Emanzipation zu, als den Männern.
    Das schätze ich als eine der Hauptursachen für Absagen. Weil ich diesen Frauen "zuviel" emanzipiert bin. Sie wollen lieber einen klassischen Mann. Dieses Männerbild verurteile ich aber als primitiv. egoistisch, unzumutbar - fast unmenschlich. Aber Diese wollen es trotzdem so. Aber ich kann den Frauen nicht antun, was ich ihnen nicht antun will.
    Vgl. wie z.B. Sado-Maso Praktiken. Der Eine will es haben - der Andere will es aber ggf. nicht praktizieren.
    Und umgekehrt. Wer als Frau in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgehen will = sich aufopern will - ist schwer davon abzubringen. Die wollen dann "dem Manne dienen". Und erwarten vom Mann, daß er es sich gefallen lässt. Damit sie ihre Rolle ausleben kann.
    Im Grunde sind Beziehungen Rollenspiele. Und passen am besten, wenn sie ihre Rollen nicht nur spielen, sondern authentisch leben wollen. Ob das Praktizierte dann gut oder schlecht ist, kann nur das betreffende Paar beurteilen.
     
  17. @ uncle tom:

    Es wäre auch interessant zu erfahren, was du persönlich unter männlicher Emanzipation verstehst. Ich denke deine Meinung wird diesen Thread merklich weiterbringen und ich bin gespannt, was jetzt von dir kommt.

    Wie gesagt, aus meinem weiblichen Umfeld wird nur über das Reflektieren und Weiterentwickeln gemäkelt. (2 Beispiele: Kind zeugen wollen ohne adäquaten Job zu haben. Beruflich aufsteigen wollen ohne Aufwand für Fortbildung betreiben zu müssen), sprich Fehleinschätzung der Ausgangslage und Zukunftseinschätzung/ fehlende Planung.

    Ggf., und das ist die Vermutung, ist das jedoch keine geschlechterspezifische-, sondern Charakterfrage. Daher gespannt auf deine detaillierte Meinung!

    w30
     
    • # 17
    • 24.01.2015
    • void
    Jemanden deswegen auszulachen, ist komplett daneben. Jeder soll das anziehen, was er mag und die anderen sollten wenigstens soweit die Klappe halten, dass er ihre Meinung nicht mitbekommt.
    Allerdings: Es geht hierbei in meinen Augen nicht nur darum, dass man emanzipiert ist. Das ist man zweifellos, wenn man denkt LMAA, wenn man ausgelacht wird.
    Frauen in seltsamen Aufzügen werden nicht ausgelacht von Männern, obwohl die sich vermutlich auch ihren Teil denken, wenn sie sich darüber Gedanken machen, ob sie die Frau sonst aufregend finden könnten. Aber ein unmännliches oder unweibliches Outfit ist nunmal nicht sexy. Da kann man drölfzig Fashionberater konsultieren und sich irgendwas einreden lassen, von wegen, dieses seltsame Stück kannst nur du tragen. Es mag einem auch stehen von der Hautfarbe her, aber sexy ist anders. Ein Mann in ein GUT sitzenden Hose, Jeans oder Nadelstreifen, betont genau das, was eine Frau sexy findet. Ein Mann in einer Hose, wo der Hintern sonstwo hängt oder die wie ne Strumpfhose aussieht, tut genau das Gegenteil.
    Eine Frau in einem gut sitzenden Kleid, das die Körperformen betont, oder in einer knackigen Jeans mit einem schönen Shirt, betont das, was Männer sexy finden. Eine Frau in einem Häkelkleid mit Kompotthut oder in einem Polyestersack mit Tapetenmuster tut das nicht.
    Modisch kleiden ist eine heikle Sache. Meist steht die Mode nur wenigen (skinny Jeans, meist ein Augengraus), oder aber sie ist generell unsexy.
    Wenn man einen Stil hat, wie Du ihn zu haben scheinst, eckt das auch an, wenn es nicht dem gängigen Bild entspricht. Man muss aber immer vor Augen führen, dass andere Leute denken, man zieht sich das an, um aufzufallen. Also fühlen die sich leicht provoziert, ihre Meinung dazu zu sagen.
    Ich bin nicht dafür, dass man sich anpasst. Wenn eine Frau oder ein Mann meint, sie/er sähe toll aus in irgendwas, soll er das anziehen. Man darf nur nicht vergessen, dass man sich damit eventuell vom Gutaussehen im Sinne von "macht Eindruck auf das andere Geschlecht" entfernt.
     
  18. Ich fühle mich wirklich emanzipiert und meine Frau bezeichnet mich auch so. Das heißt aber weder, dass ich domestiziert bin noch dass ich "weibliche" Hobbies habe. Hätte ich solche Vorlieben, wäre ich selbstbewusst genug, sie auszuüben. Ich muss nicht behaupten, dass mir Bildung und Beruf der Frau egal sind - was meistens die Lüge der Loser ist - noch brauche ich eine Frau für die überwiegende Bewältigung des Haushaltes oder der Kindererziehung. Ich kann jede Haushaltsarbeit machen, mache einiges gern und einiges weniger gern und erkenne die Erfolge meiner Frau an, so wie sie meine. Wir stehen in jeder Hinsicht füreinander ein, keiner ist der Schmarotzer des anderen. Das finde ich emanzipiert. Viele Männer brauchen doch die dumme Frau, weil zumindest einer "unter ihnen" stehen muss und die ihnen nicht so schnell wegläuft, weil sie auf den Mann angewiesen ist. Emanzipation ist manchmal unbequem, solche Beziehungen aber besser - und haltbarer.
     
  19. Ich bin in etwa in deiner Altersgruppe.

    Ich kenne auch keinen Mann, der mit seiner Frau wie mit einem guten Kumpel umgehen kann. Das ist doch gar keine Frage. Ein emanzipierter Mann ist nicht einfach nur eine Frau mit Penis, das ist ein großes Missverständnis.

    Nun, welche Erwartungen einer Frau sind für einen emanzipierten Mann irrelevant. Dazu müssen wir uns erstmal über den Begriff 'Emanzipation' klar werden. Damit ist immer ein Akt der Selbstbefreiung gemeint, und, um das zu können, die Selbstbewusstwerdung. Man muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und sich über seine Bedürfnisse klar werden.

    Die Bedürfnisse eines Mannes können aber im Zweifelsfall deutlich anders gelagert sein als die einer Frau, deswegen werden deine Freundinnen auch enttäuscht werden, wenn sie in einem emanzipierten Mann eine Art Freundin erwarten. Deshalb sind auch die Erwartungen der Frauen an den Mann nur dann relevant, wenn sie mit den Bedürfnissen des emanzpierten Mannes entweder deckungsgleich sind, oder sich zumindest in irgendeiner Weise für ihn lohnen (ich glaube nicht an echten Altruismus), so wie auch ein Mann für eine emanzipierte Frau nur so lange interessant ist, wie sie, zumindest langfristig, irgendeine Art von Plus aus der Beziehung ziehen kann.
    Wirklich emanzipierte Männer können für Frauen also etwas sehr unangenehmes und unbequemes sein, denn sie können auch eine Bedrohung an eigene Rollenbilder und vor allem Erwartungen an die Männerwelt darstellen. Frauen müssen sich darauf einstellen, dass ihr gesamtes Verhalten Männern im Allgemeinen gegenüber, durch einen emanzipierten Mann infrage gestellt wird.
    Nur wahrhaft emanzipierte Frauen kommen damit ohne Probleme zurecht, von allen anderen verlangt dies mehr oder weniger viel Toleranz.

    Deswegen, um auch auf die Ausgangsfrage einzugehen: M.E. gibt es nur sehr wenige wirklich emanzipierte Männer. Sie werden auch kaum Akzeptanz finden. Unsere Gesellschaft kann meiner Meinung nach der Emanzipation des Mannes zur Zeit noch nicht positiv gegenüber stehen, da sie noch in viel zu großem Maße von den unhinterfragten Leistungen unemanzipierter Männer abhängig ist, um bestehen zu können.
     
    • # 20
    • 27.01.2015
    • Gast
    Ich würde das ausdehnen auf: Es gibt sehr wenig emanzipierte Menschen. Eine Frau, die dem Mann die Klamotten hinterherräumt, ist genauso unemanzipiert in dieser Sache wie der Mann, der nicht weiß, dass seine Klamotten sich nicht von selber in die Wäsche begeben.
    Ein Mann, der eine Frau braucht, die ihn daran erinnert, dass er auch mal Zeit mit allein ihr als Beziehungspartnerin verbringen sollte, ist auch nicht emanzipiert, weil er seine emotionalen Bedürfnisse nicht kennt. Es sei denn, er hat diese nicht, aber was will er dann in einer Beziehung bzw. warum hat er eine Frau, bei der er nicht von selber drauf kommt, dass er Zeit mit ihr verbringen will? Teilen wohl nicht viele Interessen.
    Dann kann die Emanzipation der Frau auch nicht weit fortgeschritten sein, weil ein emanzipierter Mensch begreift, dass der andere genau das gleiche für sein Leben möchte wie er.
    Und ich denke, dass eine wirklich emanzipierte Frau auch nur mit einem wirklich emanzipierten Mann zusammen sein kann und umgekehrt. Man kann keine Partnerschaft eingehen mit einem Menschen, der nicht den gleichen Entwicklungsstand hat.
    Alles, was so scheinemanzipiert ist und damit meint, Egoismus zu leben, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen oder auf alle möglichen Freiheiten zu bestehen, weil man es gerade braucht, aber der andere möchte bitte dann noch zur Verfügung stehen, ist auch daneben.
    Wer sich emanzipiert hat, kann auch "nein" zu seinen eigenen Wünschen sagen, um einen Schritt auf den anderen zuzugehen oder ihn zu schützen bzw. nicht zu verletzen.
    Emanzipiert sein heißt, Verantwortung für sich, das eigene Leben und die eventuelle Beziehung zu übernehmen. Im letzteren Fall kann man eben nicht mehr weiterleben wie bisher und muss sich mit Verzicht anfreunden.
     
  20. Danke Karlo! Eigentlich kann ich deinen ganzen Beitrag unterschreiben.
    Solange sich Männer und Frauen bekämpfen, von "den Männern" und "den Frauen" reden, ist es nicht weit her mit der Emanzipation. Weder Frauen noch Männer können sich alleine emanzipieren, es ist ein gemeinsamer Prozess, der nur voranschreitet, wenn gegenseitiger Respekt vorhanden ist.
    Alle meine Partner waren emanzipiert. Sie wussten, was sie wollten, waren selbstständig in allen Bereichen und brauchten keine Frau um zu existieren.

    Ein Mensch, der andere manipulieren, umerziehen, unterwerfen und beherrschen möchte ist nicht emanzipert, gleich ob er männlich oder weiblich ist. Das hat absolut nichts mit High Heels, Lippenstift und Mode zu tun.
     
  21. Na da schauen wir doch mal das Wort "Emanzipation" an (Wikipedia hilft): „Entlassung des Sohns aus der väterlichen Gewalt“. Oder auch: "Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern."

    Für mich als Mann bedeutet Emanzipation, dass ich unabhängig bin und mein Leben frei gestalten kann. Die Emanzipation der Frau hat dafür gesorgt, dass Frauen heute einen Beruf lernen und wirtschaftlich unabhängig und auf Augenhöhe mit dem Mann sind. Das ist gut so.
    So wie die emanzipierte Frau heute finanziell unabhängig vom Mann ist, bin ich "haushaltstechnisch" und seelisch unabhängig und kann mein Leben auch darüber hinaus für mich so gestalten, dass ich mich auch ohne Frau wohlfühle.

    Im Kern "brauche" ich keine Frau. Eine Beziehung gehe ich dann ein, wenn sie für mich eine Bereicherung ist und ich das Leben zu zweit mehr geniessen kann. Für mich persönlich hat die Emanzipation damit in den letzten Jahrzehnten mehr Freiheit für beide gebracht, Frauen sind nicht mehr vom Mann abhängig, Männer nicht mehr von der Frau. Beziehungen beruhen mehr und dauerhaft auf Emotionen und nicht mehr auf gegenseitiger Abhängigkeit.
    Früher hat der Mann finanzielle Sicherheit geboten und ist dafür "umsorgt" worden, beide Partner hatten das Gefühl, gebraucht zu werden, das entfällt heute. Für Männer und für Frauen ist das nicht immer einfach...

    Die Kehrseite der Emanzipation könnte sein, dass die "Abhängigkeit" in beiden Richtungen geringer ist und Beziehungen aus männlicher Sicht damit ein Stück nüchterner werden. Natürlich schaue ich mir eine Frau mittlerweile auch daraufhin an, ob sie die Emanzipation ernst genommen und wirklich Unabhängigkeit geschaffen hat. Für mich bringt das den großen Vorteil, dass ich auch nicht mehr wirtschaftlich für die Frau "sorgen" muss.
    Der juristische Teil der Ehe als Krönung der Beziehung entfällt, Beziehungen sind weniger gezwungen eng und vor allem weniger dauerhaft "sicher", denn es entfällt auch die Situation, dass man sich nach 20 Jahren Ehe gar nicht mehr trennen kann, weil beide wirtschaftlich mit den Scheidungsfolgen alleine nicht mehr richtig lebensfähig sind.

    Insgesamt finde ich die Umschreibung von "Individueller Emanzipation" bei Wikipedia passend, der emanzipierte Mann findet seine individuelle Position und Lebensperspektive in der Gesellschaft und pflegt die sozialen Kontakte, die er zur Befriedigung seiner Bedürfnisse braucht.
     
  22. Na ja, hier wird der Begriff Emanzipation mal wieder für alles missbraucht, wie es einem in den Kram passt. Der Begriff Emanzipation wird heutzutage aber generell für eine eigenständige bzw. bewusste Befreiung aus einer sozialen Zwangslage verwendet - und nicht dafür, ob jemand seine emotionalen Bedürfnisse kennt oder seine Socken ordentlich einräumt.
    Und ja, da haben es die Männer scheinbar schwerer als die Frauen. Wenn ein Mann kein "klassischer" Mann sein möchte, weil er keinen Bock mehr hat, dieser sozialen Definition zu entsprechen, dann wird er es bei Frauen i.d.R. schwerer haben, auch wenn er diese Emanzipation selbstbewusst vertritt. Tja, da muss er sich eben entscheiden.
    Da bei den emanzipierten Frauen immer noch ein klassisches Männerbild in den Köpfen herrscht, das ja einfach "nur" durch andere Qualitäten (z.B. aktiverer und fleißigerer Vater) erweitert werden sollen - Männer sollen also privat noch mehr malochen als bisher, ohne beruflich gravierend kürzer zu treten und ohne aufhören, ein "echter" Kerl zu sein - haben es Männer meiner Ansicht nach schwerer, "klassische" Rollen aufzugeben, ohne das Gesicht und noch mehr zu verlieren.
    Also nochmal zum Mitschreiben: Emanzipation im heute verstandenen Sinne bedeutet nichts anderes als die bewusste, eigenständige Befreiung aus einer als Zwangslage empfundenen (sozialen) Rolle.

    (m,32)
     
  23. Ich verstehe es leider nicht. Warum kann ein Mann mit einer Frau nicht umgehen wie mit einem Kumpel? Könntest du Beispiele anbringen, warum das aus deiner/ der Sicht deiner Kumpel nicht geht?

    Nach Aufbrechen der Geschlechterrollen müsste doch "das Menschliche" über bleiben, oder? Bitte nähere Infos, das interessiert mich wirklich.
     
    • # 25
    • 27.01.2015
    • Gast
    Es geht nicht darum, die Socken nach irgendeiner Ordnung einzuräumen, sondern zu begreifen, dass man einem anderen damit Arbeit macht, wenn man alles irgendwohin schmeißt wie damals bei Mutti. Auch wenn so ein Mann sagt, dass er auch allein klarkommt, weil er, wenn er allein ist, seine Wäsche eben da hin räumt, wo sie hingehört, sind ja manche so drauf, dass sie bei einer Freundin denken, das sei ihre Aufgabe. Und Frauen machen das mit, z.B. indem Mütter die Schwiegertöchter anmachen, wie der Sohn wieder rumläuft.
    Auch wenn Wiki das so schreibt, würde ich trotzdem unbedingt ergänzen wollen: sowie Entlassung aus der mütterlichen Gewalt.
    Dass Mütter eine unheimliche Macht über ihre Söhne haben, sieht man ganz genau an der Beziehungführung dieser Männer später. Wenn sie sich nämlich wie kleine Jungen behandeln lassen von ihren Ehefrauen, die auch genau nach diesem Muster ausgewählt wurden.
     
  24. Natürlich kann ein Mann mit einer Frau umgehen wie mit einem Kumpel. Aber das wird nicht funktionieren, wenn man mehr als nur eine Freundschaft führen will.
    Deine Annahme mit dem Menschlichen finde ich in mehrfacher Hinsicht problematisch:
    1. Wenn du davon ausgehst, dass ein emanzipierter Mann für eine Frau eine Art "Freundin mit Penis" sein könnte, setzt du das Weibliche als Maßstab für Menschlichkeit. Du definierst (ob du willst oder nicht) Männer als defizitäre Wesen (was im Übrigen in den letzten Jahren immer häufiger passiert - eine ganz gefährliche Entwicklung, wie ich meine). In Wahrheit zeigt sich wahre Menschlichkeit m.M.n. immer nur in der Kombination von Männlichem und Weiblichem - um es in biblischer Sprache zu sagen: Er schuf den Menschen als Mann und Frau. Nur in dieser Dualität sind wir wirklich Mensch im vollen Sinne.
    Das führt zu Punkt 2. Ein Miteinander von Mann und Frau jenseits bloßer Freundschaft benötigt Erotik. Damit meine ich jetzt nicht reine Sexualität sondern eine gewisse Spannung zwischen den Geschlechtern. Für Spannung benötigt es aber Unterschiede. Zwischen meinen Kumpels und mir besteht keinerlei Erotik.

    Deswegen glaube ich, dass es ein Missverständnis ist, dass uns das Aufbrechen und v.a. das Beseitigen von Geschlechterrollen weiter bringt. Emanzipation heißt deswegen für mich Reflektion über und Relativierung von Geschlechterrollen, Selbstbestimmung eben, nicht aber deren Beseitigung (und frag schließlich mal die Frauen hier im Forum, ein Mann, der sich verhält wie eine Frau ist für die meisten von ihnen einfach nur ein unhöflicher Idiot - wobei es allerdings in diesem Punkt m.E. ebenfalls an Reflektion mangelt.).
     
  25. Guter Punkt, absolut richtig. Vermutlich noch entscheidender als der Vater. Ich bin gerade dabei, das Thema zu bearbeiten. Es war mir nicht bewusst, aber mann kann ja auch mit 47 noch dazulernen.
     
  26. Alles schön und gut, aber das hat mit Emanzipation nichts zu tun. Thema verfehlt. Und ein weiterer Beweis, wie Frauen hier diesen Begriff missbrauchen, weil die Männer im Gegensatz zu den Frauen sich nicht selbst emanzipieren sollen, sondern nur nach den Wünschen der Frauen - was dann mit Emanzipation rein gar nichts mehr zu tun hat.
     

  27. kann ich,... wenn sie körperlich unattraktiv ist..

    wenn sie körperlich attraktiv ist, möchte irgendein Teil von mir gerne Geschlechtsverkehr mit ihr initiieren.. =) Das verändert mein Verhalten ihr gegenüber .. ich KANN es natürlich willentlich steuern, in dem ich über diesen "Wunsch" befinde und ihn entsprechend "ablehne" oder dagegen handele.. Ob das so angenehm ist wage ich zu bezweifeln, vor allem wenn man bei der ganzen Angelegenheit eher gute Karten hätte..

    ich möchte mal wagen zu behaupten das JEDER mann der nicht grade beim Hürdenlauf in der Mitte hängen geblieben ist, wirst eine Frau zu aller erst nach dem Aussehen beurteilen und dann nach anderen gesichtspunkten. das ist nunmal die "Werkseinstellung" das "Betriebssystem".. kann man jetzt für veraltet und archaisch halten wie man mag, das macht den Einfluss auf den Umgang zu- und miteinander nicht kleiner..
     

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