• 21.06.2018
    • void

    Was gehört in einer Beziehung zur "Privatsphäre"?

    Hallo, liebe Mitschreiber.

    Angeregt durch den Thread, in dem gefragt wird, ob per Nachrichtendienste mit anderen zu flirten oder heiße Gedanken auszutauschen schon Betrug sind, und weil der Flirter zu seiner Partnerin sagte, es sei seine "Privatsphäre", was er mit anderen Frauen schreibt, frage ich euch mal: Was gehört für euch zu den Dingen, die der Partner nicht zu wissen hat, weil es ihn nichts angeht?

    Vielen Dank schonmal für eure Gedanken.
     
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    • # 1
    • 21.06.2018
    • Pia62
    ...es gibt bei mir nichts, was mein Partner nicht wissen darf.

    Wenn es etwas bei meinem Partner gibt, was ich nicht wissen soll, darf, dann ist es akzeptabel. Inakzeptabel wäre es für mich, wenn es etwas wäre, was auf unsere gemeinsame Privatsphäre Einfluss nehmen würde. Dazu gehört auch das sexuell gefärbte Geplänkel mit Frauen.
    Betrug fängt im Kopf an und geht einher mit der sexuellen Aufmerksamkeit auf eine andere Person in Form von einer Kontaktaufnahme, die weit über nur einen Blickkontakt hinausgeht.
     
    • # 2
    • 21.06.2018
    • Thanis
    Ich kann nur Beispiele nennen, es fällt einem ja auch nicht immer alles direkt ein.
    Privatsphäre:
    Alles was mit der eigenen Selbstbefriedigung einhergeht, wie beispielsweise einem Fetisch frönen oder Geschichten schreiben.

    Inhalt von vertrauten Unterhaltung mit Freundin oder Familie

    Wenn ich morgens ins Badezimmer gehe
     
    • # 3
    • 21.06.2018
    • Lebens_Lust
    Schon mehrfach diskutiert und es wird kaum eine einheitliche Lösung geben. Ich kann da nicht mal gleichbleibende Kriterien für mich nennen, denn für mich ist das abhängig vom Vertrauen, das ich haben kann und es ist auch schwer zu entscheiden, was wirklich grenzwertig ist. Wenn ich hier im Forum im Rahmen eines Threads "intime" sexuelle Gedanken oder Erfahrungen preisgebe, ist das dann Privatsphäre oder sollte meine Partnerin das auch wissen? Wenn ich in einem anonymen BDSM-Chat mit einem anonymen Gegenüber chatte, ist das dann Privatsphäre oder zu offenbaren?

    Über die Privatsphäre entscheidet jeder selbst. Selbstverständlich lasse ich mich nicht dazu verpflichten, Gedanken zu offenbaren, wenn ich das nicht will. Kontrollierbar ist das sowieso nicht wirklich. Über Vertrauen auf der anderen Seite entscheidet auch jeder selbst. Wenn das nicht kompatibel ist, dann gibt es ein Problem.

    Für mich ist die Grenze grob gesagt da, wo klar Einfluss auf die Beziehung beginnt. Aus meiner Sicht ist das Ansehen von anderen Frauen in jedem Fall Privatsphäre. Das würden einige Frauen hier anders sehen.
     
    • # 4
    • 21.06.2018
    • Joggerin
    Mein Handy und mein Computer gehören zu meiner Privatsphäre, was ich google oder mit meiner besten Freundin mich austausche, geht mein Partner schlichtweg nichts an.

    Dort sind z.b. sehr persönliche E-Mails gespeichert in denen mir private Dinge Dinge von Freunden anvertraut wurden, ebenso sehr persönlicher Schriftverkehr zB mit früheren Partnern, Liebschaften, etc.

    Das ist für mich nichts anderes, als wenn man in einem Tagebuch liest. Also alles, was man als geistiges Eigentum bezeichnet, zB. auch der Zugang zu meinem Account hier.

    Mein Partner weiß, dass ich gerne in Foren schreibe, aber meine Nicknamen werde ich ihm nicht verraten, weil hier sehr viel Persönliches über mich letztlich zusammengetragen ist, worüber ich bestimmen möchte, ob und wann ich ihm das im Detail erzähle.

    Ebenso möchte ich im Bad meine Privatshäre und kann es nicht leiden, wenn mich da jemand stört, auch wenn ich nur beim Zähneputzen bin.
     
    • # 5
    • 21.06.2018
    • BaumFischFahrrad
    Ich schließe mich hier mal ohne weitere Worte #1 @Pia62 an und sehe es genauso...

    Allerdings wäre so ein Partner, der so drauf ist und in 6Chats, etc. rummacht, sowieso uninteressant für mich und stünde generell nicht zur Debatte als ernstzunehmender Lebenspartner. Dieses Rumgechatte hat für mich einfach einen zu großen Loser-Touch... denn mal ehrlich, welche Männer sind es, die sich in solchen Chats rumtreiben??! Mich würde eine solche Persönlichkeit langweilen und nicht reizen, da ging mir der Respekt vor dem Menschen abhanden...
     
    • # 6
    • 21.06.2018
    • Lionne69
    Das wären für mich 2 Themen/Fragen.

    Ich schreibe nichts mit anderen Männern, was ein Partner nicht wissen dürfte, und auch im Realen Leben verhalte ich mich so, dass mein Partner fürs jederzeit sehen, wissen kann.
    Thema Vertrauen.
    Er kann mir vertrauen, ich ihm.
    Prüfen, Herumfragen, seine E-Mails lesen, Handy, etc. habe ich nie getan, möchte ich nicht, werde ich nicht.
    Wenn ich nicht mehr vertraue, ist es sowieso vorbei.

    Das andere Thema - Privatsphäre.
    Es hängt davon ab, wie lange man zusammen ist und in welchem Stadium. Ist es eine feste Partnerschaft, ist es noch etwas anderes als im Kennenlernen.

    Meine privaten Unterlagen, etc. sind privat. Da möchte ich zumindest gefragt werden, bevor egal wer hinein schaut, auch wenn die Sachen unverschlüsselt da liegen, oder Passwörter bekannt sind.
    Unterlagen oder sonstiges, wenn es beide betrifft, sind natürlich frei.

    Man kann mich alles fragen, ggf. wenn das Vertrauen noch nicht soweit trägt, werde ich klar sagen, Antwort zu einem späteren Zeitpunkt.
    Wenn ich mit einem Mann zusammen lebe, sollte das Vertrauen so sein, dass er alles wissen kann - und trotzdem werde ich nicht jeden Gedankenfloh mit ihm teilen.
    Ich muss und möchte selbst auch nicht alles wissen, ich vertraue ganz naiv darauf, dass wenn es relevant für unsere Partnerschaft wäre, ich alles Notwendige von ihm erfahre. Von Dritten will ich es schon gar nicht wissen.
    Ist halt Lebensrisiko, und ggf.ziehe ich hinterher meine Konsequenz, wenn mein Vertrauen missbraucht wird. Irgendwann fliegt es immer auf.

    Ich tue mich natürlich in einer Hinsicht leicht, betrogen wurde ich noch nie.

    Bei Privatsphäre bin ich aber sehr empfindlich, da möchte ich die Kontrolle über meine Informationen haben.
    Teilen auf Nachfrage, gerne, aber - ich will gefragt werden und entscheide.

    Mein Ex las heimlich mein Tagebuch, Notizen, die ich mir während meiner Therapie machte.
    Das ging ihn definitiv nichts an.

    Weiterer Bereich - gehört dazu, das ist meine Intimsphäre.
    Alles, was ich im Bad tue, muss Mann nicht aktiv miterleben - außer ich will ausdrücklich mit ihm duschen. :).
    Zuviel Offenheit, Vertrautheit hier schadet mE. der Erotik, auch wenn es natürlich und menschlich ist. (Ich gehe in die Sauna, und zum FKK, Nacktheit ist nicht das Thema).

    Aber diese Themen hatten wir hier schon öfters, und immer wurde sehr heiß und kontrovers diskutiert.
     
    • # 7
    • 21.06.2018
    • Laleila
    Würde mein Mann jemals zu mir sagen: "Das ist meine Privatsphäre, die Dich nichts angeht" würde ich schonmal heimlich (das wäre dann meine Privatsphäre, die ihn nichts mehr angeht) meinen Absprung planen.
    Wir sind uns aber zum Glück darüber einig, dass wir gegenseitig Teil unserer Privatsphäre sind, eine solche also nur außerhalb unserer Beziehung existiert.
    Mein Freund hingegen braucht ständig seine Privatsphäre, entsprechend unverbindlich halte uch meine Gefühle für ihn. Was er natürlich nicht weiß, denn das ist dann eben meine Privatsphäre.
     
    • # 8
    • 21.06.2018
    • Amytan
    In einer Liebesbeziehung (die unsere Gedanken und unsere Körper umfasst), die ich schon längere Zeit habe und mit der ich gute Erfahrung gemacht habe ... sind mein Herz, meine technischen Geräte, meine Wohnung offen. Bereuen musste ich das (bisher?) nie.

    Herumschnüffeln, weder durch ihn, noch durch mich, ist damit der Wind aus den Segeln genommen. Wenn wir etwas wissen wollen, fragen wir halt ...

    Allerdings trage ich nicht unbedingt alle meine Gedanken und Fantasien auf der Zunge. Rätselhaftes belebt eine Beziehung. Zumindest dann, wenn das »Geheimnisvolle« nicht mit Gewalt heran gezerrt wird.

    »Privatsphäre« ist für mich eher die Möglichkeit, mich zurück ziehen zu können, in mein eigenes Zimmer, und dass hier die geschlossene Türe respektiert wird. Aber das kennt und akzeptiert »er«. Gilt, umgekehrt, genauso.
     
    • # 9
    • 21.06.2018
    • Libelle123
    Ich möchte nicht, dass mein Mann in meinem Handy stöbert. Aber umgekehrt möchte ich Zugriff auf sein Handy. Da messe ich mit zweierlei Maß.

    w30
     
    • # 10
    • 21.06.2018
    • MoonRiver
    ....aber aber ist denn dann dein Freund nicht sowas wie die Privatsphäre für dich, wo dein Mann ausgeschlossen ist? Oder erfährt er alles was er wissen will, aber vielleicht will er es auch gar nicht wissen...

    Aber ich finde es ganz wunderbar ausgedrückt @Laleila sich gegenseitig als Teil der Privatsphäre zu sehen, da können sich einige ein Beispiel nehmen! - Z.b mein Ex, ich durfte nach einem Jahr nicht mal den Schrank bei ihm öffnen, ohne spitze Bemerkungen...
     
    • # 11
    • 21.06.2018
    • Merretich
    Schwierig. Ich bin nicht der Meinung dass man alles mit dem Partner teilen muss. Ich will v.a. nicht dass ein Partner in meinen Gedanken und meinem Seelenleben "rumwuehlt".
    Das finde ich übergriffig.
    Was ich mit ihm teile möchte ich freiwillig tun. Alles andere ist emotionale Gewalt.

    Nun habe ich allerdings auch meine Empfindlichkeiten und spreche zu Beziehungsbeginn gerne gleich diese heißen Eisen an (Vereinnahmung in Beziehungen z.B, oder SM, da ich mal n sexuellen Sadisten kennenlernte und es spät Begriff dass er gerne leiden lässt, oder Kindesmissbrauch, da das in meiner Ursprungsfamilie häufig vorkam..)

    Und dann warte ich was zum Thema kommt und ziehe meine Schlüsse daraus.
    Aber ich finde jeder sollte das Recht haben auf einen eigenen Raum, solange der nicht Luegen, Illoyalitaet oder Manipulation bzgl der Beziehung verbergen soll.
     
    • # 12
    • 21.06.2018
    • Lavieestbelle
    Privatsphäre: Tagebücher, Briefe der Vergangenheit, Briefe, die ich bekomme und an mich adressiert sind. Im Bad, wenn ich die Tür zu mache! Meine Emails und Nachrichten, die ich bekomme und die ich versende. Ich möchte eine Atomsphäre des Vertrauens haben und keine Atmosphäre der Angst und Überwachung.
    Ich gestehe, dass ich nicht immer so dachte. Ich wollte auch alles von meinem Partner wissen und als es rausgekommen war, dass er eine Affäre hatte, habe ich auch rumgeschnüffelt. Ich muss gestehen, dass ich mich dafür sehr schäme und das nicht mehr machen möchte und nach diesem Ereignis nie wieder gemacht habe.
    Mein Mann hat mich nie überwacht. Das habe ich immer an ihm geliebt. Er hat nie meine Briefe gelesen oder sonst was. Das habe ich immer an ihn geschätzt. Als Kind habe ich andere Erfahrung gemacht. Meine Mutter war Lehrerin und schnüffelte regelmäßig in meinem Zimmer und meinen Heften rum. Ich weiß bis heute nicht, was sie gesucht hat. Auch jetzt obwohl ich eine erwachsene Frau bin, überwacht sie mich. Sie hat auch meinen Vater immer nachspioniert. Ich habe es gehasst und deshalb fand ich es sehr schön, dass mein Mann wirklich anders war.
     
    • # 13
    • 21.06.2018
    • realwoman
    Ich halte mit der Privatsphäre ein bisschen wie unsere Kanzlerin- im engen Kreis bin ich offen,eigenlich gibt es keine Tabuthemen, da darf auch kritisiert werden, nach aussen hin erwarte ich absolute Loyalität. Nach dem Motto,was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas. Privat sind meine Intimsphäre, mein Handy, meine Unterlagen. Grundsätzlich ist es schwierig zu deferenzieren. Da ich ein gebranntes Kind bin, hängt meine Offenheit davon ab, wie die Person mit meinem Vertrauen umgeht. Fallen spitze Bemerkungen, Abwertung, Massregeln, Aufziehen etc.-mache ich ziemlich schnell dicht und zwar unwiderruflich. Habe ich hingegen wohliges Gefühl bei der Person, bin ich auch bereit sehr offen zu sein und meine Grenzen zu verschieben.
     
    • # 14
    • 21.06.2018
    • Protarier
    Gerade private Nachrichten und Chats sind absolute Privatsphäre. Nicht aus dem Grund, dass ich etwas zu verbergen hätte, oder gar um die Frage des Vertrauens. Ich erwarte von meinem Gegenüber, dass "Unterhaltungen" unter vier Augen auch solche bleiben. Dies sichere ich- stillschweigend, auch meinem Gesprächspartner zu.
    Wenn man bedenkt, was das Smartphone heute alles beinhaltet- für jeden persönlich, aber eben auch für alle Involvierten, ist dieses einfach tabu. Selbiges gilt für Laptops, Tagebücher etc pp.
    Auch Beziehungen zu anderen, sofern sie das gelebte Lebens-und Partnerschaftsmodell nicht verletzt, was man ja in der Regel spürt, haben mich grundsätzlich nicht zu interessieren, bzw ich kann keinen Anspruch aus einer Partnerschaft daraus ableiten, dies tun zu dürfen.
     
    • # 15
    • 21.06.2018
    • Vikky
    Ich kann mir nicht viel vorstellen, was meinen Partner "nichts angeht".
    Sicherlich nicht meine Tagebücher von Kindheit an. Vielleichtv uch nicht alle gesundheitlichen Dinge, wohl aber schwere Erkrankungen, die die Partnerschaft beeinflussen.

    Vielleicht auch nicht jedes Detail meiner Finanzen, aber da habe ich keinen Bedarf etwas zu verschweigen. Abgesehen davon wird es im nächsten Jahr ohnehin transparent wegen gemeinsamer Steuererklärung.

    Was ihn und umgekehrt mich nichts angeht sind vertrauliche Gespräche, die wir mit Freunden führen, resp. wenn Vertraulichkeit zwischen den Freunden vereinbart wurde.

    Alles, was die Beziehung beeinflusst und dazu gehören diese "heimlichen" virtuellen Kontakte, geht mich was an und wenn ich sowas machen würde, geht es ihn was an.
    Im echten Leben kennen wir die Freunde des Partners und pflegen mit diesen ebenfalls freundschaftliche Kontakte, halt mehr oder weniger intensiv.

    Ich habe mit diesem Thema keinerlei Probleme weil wir hierzu die gleiche Meinung haben und es gleich handhaben - sehr transparent gegeneinander, aber aber ausserhalb unserer bestehenden sozialen Kreise sehr verschlossen.
    Beide verteilen wir unsere Handynummern sehr restriktiv (wir sagen "Nein" wenn wir "Nein" fühlen) und haben bis auf xing keine Onlineprofile, über die wir kontaktet werden können.
    Selbst bei xing sind wir wenig aktiv und kontaktfreudig - ist eher, um auffindbar für jemanden zu sein, den man mal bei einer beruflichen Veranstaltung getroffen hat und wo die Kontaktdaten verloren gingen.

    Insgesamt haben wir eine transparente Kommunikation. Man sagt sich gegenseitig, was man plant und mit wem. Gibt es Verzögerungen/Verspätungen wird kurz informiert. Was hier so oft als Kontrolle diskutiert wird leben wir ganz anders - bei uns kann jeder machen, was er will und wann er es will. Vieles machen wir ohnehin am liebsten Zusammen.
     
    • # 16
    • 21.06.2018
    • Schnuppe78
    Hallo,

    also ich würde in einer Partnerschaft nicht zum gläsernen Menschen werden wollen. Es gibt dann natürlich auch Bereiche, die nur mich etwas angehen. Da stimme ich @Protarier zu. Ich werde mich auch mit Freunden über den Partner unterhalten, ohne dass dieser davon Kenntnis besitzt. Das ist ebenfalls Privatsphäre. Und es wäre auch nicht gut, wenn man sich ausschliesslich auf den Partner stützt als Bezugsperson.
    Weder darf man da selbst zum Kontrollfreak werden, noch würde ich das mir gegenüber zulassen.
    Es muss schon eine gewisse Vertrauensbasis geben, sonst macht das doch keinen Sinn.
     
    • # 17
    • 21.06.2018
    • QFrederick
    Warum führe ich eine Beziehung? Weil sie mir etwas gibt was ich selbst/alleine nicht habe.

    Wann führe ich eine Beziehung? Wenn sie mir mehr gibt als nimmt.

    Positiv formuliert leite ich daraus ab, wenn diese beiden Bedingungen für mich erfüllt sind, brauche ich darüber hinaus nicht mehr, auch nicht Wissen. Das/alles andere könnte dann die Privatsphäre sein, ist aber wahrscheinlich eher noch mehr.

    Lange Zeit hätte ich mir nicht vorstellen können eine Teilzeitbeziehung zu führen. Teilt mir meine Freundin von der anderen Zeit etwas mit freut es mich, wenn nicht auch gut. Momentan fühle ich mich sehr wohl. Ich fühle, denke und hoffe sie auch. Sollte sich dies ändern, werde ich mich darum kümmern.
     
    • # 18
    • 22.06.2018
    • Tom26
    Wir sind beide Menschen, die ihre Privatsphäre benötigen. Von daher passt es sehr gut - wir lassen uns unsere Geheimnisse.
    Bei mir kommt dazu, dass ich beruflich teilweise zur Verschwiegenheit verpflichtet bin. Also Lappies, Handy (beruflich) Post und Akten für sie tabu sind.
    Unterlagen über die Finanzen, Familienangelegenheiten oder Versicherungen sind ebenfalls tabu. Patientenverfügung - sie weiss, wo diese aufbewahrt wird - aber ich gehe davon aus, sie hat es nicht gelesen.
    Vertrauliche Gespräche mit Freunden sind ebenfalls privat.
    Und - uns beiden sehr wichtig - die Vergangenheit.

    Unterschiede gibts natürlich auch - meine Zahnbürste ist meine und nur meine. Dafür ist ihre Haarbürste heilig, die darf ich nur aus Entfernung betrachten. An ihrem Kleiderschrank habe ich nichts verloren. Sie führt Tagebuch - das weiss ich. Aber das geht mich auch nichts an.
    Und - ich mag nicht, wenn sie Geld aus meinem Geldbeutel nimmt - aus dem kleinen Safe dagegen darf sie sich bedienen.

    Manche werden nun lachen - aber wichtig ist eben nur, dass man sich wohlfühlt.
    Und die Gedanken - die sind frei. Ich will weder alles wissen noch alles sagen ....... dafür darf jeder alles essen.
     
    • # 19
    • 22.06.2018
    • Magnus
    Das ist wieder so eine Frage, wo man bei 50 Antworten ca. 40 verschiedene Meinungen bekommt.

    Gerade bei dem Thema Handy muss ich schon schmunzeln. Vielleicht haben ja die Deutschen durch den verniedlichen Begriff “Handy“ so eine tiefe Beziehung zu ihren mobilen Telefon. Wenn einen die Daten auf dem Handy so strenggeheim sind, dann sollte man diese Daten auf einer Cloud verstecken.
    Wie geheim das Handy ist, hat ja Dr. Merkel 2015 festgestellt, als der CIA ihr Handy überprüft hat.

    Mein iPhone könnte jeder gerne durchleuchten, weil es dort nichts Geheimes gibt.

    Privatsphäre gibt es für mich in einer Beziehung nicht und wenn ich da schon nachdenke, was privat ist und was nicht, dann sollte ich mir auch Gedanken über die Beziehung machen. Dann passt ja irgendetwas nicht in der Beziehung.
     
    • # 20
    • 22.06.2018
    • irina_85
    Ich möchte in einer Beziehung auch nicht alles aus der Vergangenheit thematisieren, also Exaffären, Exfreunde etc. das muss nun wirklich nicht sein. Nur Themen, die sich eben auch auf die Gegenwart/Zukunft beziehen sind wichtig z.B: Kinder, Scheidung, Vorstrafen, Krankheiten etc.

    Wenn man schon mal eine Krankheit durchgemacht hat, geht man auch nicht damit unbedingt hausieren, weil es ja schon überstanden ist. Bestimmte Phantasien, je nach Abwägung (kommt auf die Offenheit des Partners an) würde ich natürlich auch ansprechen.

    Wenn ich mit einem Partner zusammen bin, dann möchte ich nur wenig Privatsphäre (was die Gegenwart anbelangt). Geheimniskrämerei mag ich überhaupt nicht und mir fällt im Moment auch nichts ein, was ich nicht erzählen würde. Ausnahmen:

    -im Tagebuch lesen darf niemand
    -Dinge die mir im Vertrauen von Freunden erzählt wurden behalte ich für mich
    -in mein Handy schauen/nachspionieren geht gar nicht weil man sich hier einfach vertrauen muss
     
    • # 21
    • 22.06.2018
    • noreia
    Für mich beginnt die Privatspäre, bzw. in diesem Kontext der Bereich, der den Partner "nichts angeht" bei allen Dingen, die nicht unmittelbar (weil er dabei involviert ist) oder mittelbar (weil ich sie ihm mitteile) mit ihm zu tun haben.
    Mein Mann und ich sind beide recht eigenständig. Er kennt weder alle meine Freunde, noch irgendwelche Kollegen. Ich seine auch nicht. Er kennt auch nicht meine komplette Lebensgeschichte in allen Einzelheiten, er weiß auch nicht immer, was ich unternehme, wenn ich nicht gerade mit ihm was unternehme. Es wird durchaus mal getrennt Urlaub gemacht. Ich lebe auch nicht monogam. Und in allen diesen Bereich sind die Dinge, die ich ihm nicht erzähle, privat. Mir würde es nicht gefallen, wenn er dann versuchen würde sich entsprechende Informationen selbst zu beschaffen (schnüffeln, kontrollieren, ausfragen, usw.)

    Allerdings ist ein solches Verhalten nicht zu befürchten, weil er genau die gleiche Einstellung hat wie ich. Sowohl er als auch ich mögen unser "eigenes" Leben und wollten nie zu einem "wir-Paar" werden, in denen aus zwei Individuen ein Wesen mit zwei Körpern mutiert. Ich liebe ihn, weil er so anders ist als ich und ich eben nicht jeden Pups von ihm weiß - er ist auch nach 23 Jahren immer noch der interessanteste Mensch für mich, was sicher nicht so wäre, würde ich jeden seiner Gedanken, jede Geschichte seines Lebens, jeden der Menschen, die er je traf, kennen und einfach ALLES über ihn wissen.
     
    • # 22
    • 22.06.2018
    • pixi67
    Das variiert in mir, auch nach der Form der Beziehung.
    Dazu kommt, dass ich in einer Beziehung eher offen bin aber sicher trotzdem auf einige Dinge "komisch" reagieren würde.

    Somit stört mich eher der Impuls, dass jemand sich mein Handy nimmt und schaut oder Kontoauszüge etc.
    Während ich in Gesprächen offen berichte, wer sich so meldet oder wie mein Kontostand ist, wenn mein Auto kaputt war.

    Geht mein Partner an den PC, wo ich meinen Account noch offen habe, um etwas zu googlen etc.
    Renne ich nicht los und brülle halt und wenn er dann sagt: du hast eine Mail von xy bekommen, könnte ich bitten mal kurz vorzulesen.

    Aber mir würde kein Partner gefallen, der den Wunsch hat meine Sachen zu überprüfen.
    Sich einfach so ohne zu fragen mein Handy nimmt, meine Kontoauszüge prüft oder meinen Emailaccount.

    Sein Charakter wäre nicht meiner, denn wer tut so etwas: Kontolleure und Eiersüchtige.

    Ich würde das erste Mal, ruhig nach dem Grund fragen.
    Habe ich zb Anlass zur Eifersucht gegeben möchte ich das klären.
    Dann bekommt er die Dinge freiwillig zum lesen.

    Ich habe nur einmal ein Handy kontrolliert und da hatte ich kein Vertrauen mehr...mit Grund.

    Ansonsten mag ich niemanden an meiner Handtasche.
    Liegt aber am Chaos und nicht am Inhalt.
     
    • # 23
    • 22.06.2018
    • Anita36
    Für mich wären das mein Handy und mein Laptop. Niemals würde ich wollen, dass er alte und neue Mails/Whatsapp-Nachrichten von mir und anderen lesen könnte. Und natürlich möchte ich auch allein ins Bad gehen können.

    Gründe für meine Einstellung:
    - In meinem Leben gibt es lange Singlephasen und ich bin es gewohnt, meine Privatsphäre zu haben
    - Ich bin in Beziehungen sehr treu und loyal - er hätte durch das, was auf meinem Handy passiert, nichts zu befürchten
    - Ich bin ohnehin ein offenes Buch und erzähle jede Kleinigkeit, die in meinem Leben gerade passiert
    - Ich finde Paare, die sich gegenseitig alles zeigen, spießig und affig und langweilig, so möchte ich nicht sein und so einen Partner wünsche ich mir auch nicht.
     
    • # 24
    • 22.06.2018
    • Gast23454
    Wenn man so auf seine Privatsphäre ist, dann sollte man gerade diese dualen Varianten nicht benutzen, sondern nur noch analog Schreiben. Wer räumt schon den Briefkasten aus, um etwas über den anderen zu erfahren. Das geht viel schneller über die online Medien. Privatsphäre ist nur noch analog möglich, aber nicht Digital.

    Ich kenne kaum einen Mann, der das Tagebuch seiner Freundin oder Frau liest. Wahrscheinlich viel zu uninteressant. Gut, das Tagebuch von Fr. Merkel würde ich schon gerne lesen, aber dies ist ein anderes Thema.
     
    • # 25
    • 22.06.2018
    • Laleila
    Naja wir leben seit 10 Jahren zu dritt. Die beiden Männer sind Freunde. Da bleibt nicht viel geheim, muss es aber zum Glück auch nicht.
    Mir privat anvertraute, nicht 'öffentliche' Informationen, bleiben natürlich vertraulich, das halte ich bei Freunden und Freundinnen auch nicht anders. Dafür interessiert sich mein Mann aber auch nicht. Falls Du damit jedoch sexuelle Intimitäten meinst, war das nie problematisch, denn beide Männer sehen es ausgesprochen gern, wenn ich von einem anderen Mann 'beglückt' werde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.06.2018
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 26
    • 22.06.2018
    • Apfeldieb
    Irgendwo im Keller müssen noch Liebesbriefe meiner früheren Freundin sein. Sie bedeuten mir nichts mehr, aber ich möchte auch nicht, daß eine dritte Person sie liest.
     
  2. Das erstaunliche ist:

    Was für mich Privatsphäre ist, ist verschiedenen Partnern.gegenüber unterschiedlich.

    Es hat für mich eindeutig mit der Qualität der Beziehung zu dem anderen Menschen zu tun. Wie diese ist, das entsteht mit jedem Menschen neu.

    Beispiel:

    Eine 7jährige Beziehung mit einem Mann, der sich wenig um mich bemühte, keine Blumen, Geschenke. Wenig Interesse..konnte nicht gut zuhören. Bedeutete für mich, so richtig-richtig intetessiert ist er nicht, er lässt sich nicht 100% ein. Da schwingt stets Des-Interesse mit.

    Bei ihm habe ich mein.Handy argwöhnisch gesichert und auch hinter seinem Rücken geflirtet und wichtig war mir dass er das nicht kontrollieren kann.

    Anderes Beispiel:

    3 Monate währende Kurzbeziehung mit einem Mann, der sich SEHR bemüht hat. Geschenke und vor allem viel viel Aufmerksamkeit, sehr viel Telefonate, sms. Guter Zuhörer. Sehr präsent.

    Ihm hab ich mein Handy überlassen. Absolutes Vertrauen. Umgekehrt bei ihm dasselbe. :))
     
    • # 28
    • 24.06.2018
    • MoonRiver
    Danke @Laleila, ich frage mich, wie hast Du das geschafft? Wie kann sich das ergeben, ich kann nur davon träumen...

    Für mich ist mein Freund auch Teil meiner Privatsphäre, ich mag ihn nicht ausschliessen, auch im Bad nicht oder nur selten...Ich verstehe nicht wie man die Intimität im Bett vom restlichen Leben trennen kann oder auch will. Zuviele Verbote bedeuten ein Minenfeld, das schafft Distanz, und die Leute wundern sich, wieso der Partner plötzlich geht...
     
    • # 29
    • 25.06.2018
    • neverever
    Solange ich selbst entscheide was und wann ich von mir gebe, kann sie alles wissen. Wenn sie fragt bekommt sie eine Ehrliche Antwort oder aber wenn ich nicht drüber sprechen möchte, halt gar keine, außer den Hinweis das ich nicht drüber sprechen mag. Was aber selten vorkommt und mehr in die Richtung von Geheimnissen welche mir ein Freund anvertraut hat. Ich selbst frage auch nur wenn mich etwas interessiert und dann entscheidet sie ob sie es mitteilen möchte oder auch nicht.
    Meine Daten sind Tabu und schnüffeln ist übel. Wenn sie fragt kann sie alles wissen, aber ungefragt geht gar nicht. Das ist ein Geschmack von Misstrauen. In einer Partnerschaft bin ich mittlerweile ein offenes Buch. Wenn es dann eine Partnerschaft ist und für mich so anfühlt.
    Ich muss aber auch sagen, das ich ziemlich unneugierig bin, was das betrifft. Wenn mir meine Partnerin etwas erzählen möchte bin ich interessiert, aber bohren mag ich nicht.
    m47
     

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