1. Was braucht ihr, damit ihr euch jemanden nahe fühlt?

    Hallo :)

    ich stelle mir oft die Frage, was mir Menschen geben und was ich zu brauchen glaube. Ich finde es für mich wahnsinnig schwierig Liebe einfach sein zu lassen, ohne zu wissen, ob es eine Kompensation oder ob es wirklich Liebe ist. Dann komme ich immer wieder auf den Schluss, dass Liebe bei vielen Menschen letztendlich ein Bedürfnis ist, dass ausgelebt werden möchte. Und aus diesem Grunde alle Menschen, die lieben, ebenfalls einen Mangel haben, wenn sie nicht von anderen geliebt werden.
    Ich habe oft das Gefühl, dass es mir enorm schwer fällt, mich jemanden wirklich zu öffnen und Nähe anzunehmen. Dies jedoch nicht, weil ich es nicht möchte oder nicht vertraue, sondern weil mein Gegenüber oft diese Nähe nicht wahrnehmen kann oder nicht aufbauen kann. Könnte meinen es "matcht" einfach nicht, es kommt aber wirklich selten vor, dass beide die Nähe empfinden und meistens mit Menschen, die es sonst sehr schwierig finden.
    Daher nimmt es mich Wunder, wie es ihr erlebt und was für euch, um die Nähe aufbauen zu können, relevant ist.

    Danke euch :)
     
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  3. Ich glaube du hast zu viel Verstand bei diesem Thema.
    Einen anderen Menschen in seinem tiefsten Wesen zu erkennen und zu verstehen und sich gleichzeitig gesehen und verstanden zu fühlen, ist eine der schönsten Erfahrungen, die wir machen können.

    Während eines tiefen Gesprächs bzw. einer intensiven Begegnung können sich die Gehirnwellen und die Herzfrequenz dieser Menschen derart angleichen, dass sie vollkommen übereinstimmen. Dazu müssen wir noch nicht mal am gleichen Ort sein. Diese Menschen schwingen sich wortwörtlich aufeinander ein. Dadurch entsteht ein Gefühl tiefer Verbundenheit, eine ganz besondere und warme Nähe, solange dies nicht der Fall ist, habe ich kein Interesse weiterzumachen.
    Einem anderen Menschen mit dem Herzen zuzuhören, erfordert vollkommene Präsenz. Du solltest ganz bei dem anderen sein, anstatt im Kopf schon Antworten vorzuformulieren und nur darauf zu warten, endlich wieder sprechen zu können. Versuche mit dem Herzen und nicht nur mit dem Kopf zuzuhören, um den anderen wirklich zu verstehen.
    Ich habe meine Seelenpartnerin gefunden, da gibt es keine solche Fragen, die hier bei diesen Beitrag von FS gestellt wurden, bin sehr zufrieden, ausgeglichen und glücklich.
     
  4. Ich glaube Nähe lässt sich durch absolute Ehrlichkeit herstellen.

    Mit Ehrlichkeit meine ich, dass man alles was einen bewegt/was einem im Kopf rumgeht, ZU GLEICHEN ANTEILEN ausspricht. Und zwar so ungefiltert wie möglich.

    Wenn ich zu 40% über mein Studium, zu 30% über meine Ernährungsweise, zu 10% über die Wohnungseinrichtung, zu 7% über die Krim-Krise und zu 3% über mein kompliziertes Verhältnis zu meiner Mutter nachdenke, muss ich mich auch ca. zu 40% über mein Studium, zu 30% über Ernährung etc. unterhalten um ehrlich zu sein. (Die Themen hier sind nur völlig aus der Luft gegriffene Beispiele).

    Das was aus meinem Mund kommt, sollte meine Gedanken und Gefühle so genau wie möglich abbilden.
    (Zentral ist hier bei natürlich seine eigenen Gefühle und das was einen selbst wirklich bewegt, wahrzunehmen. Denn nur wenn man weiß was einem gerade wirklich wichtig ist/was man worüber wie empfindet, kann man das auch kommunizieren.)

    Bei anderen frage ich mich: Was bewegt sie wirklich? Worüber denken sie wirklich nach? Zu welchen Anteilen denken sie worüber nach?

    Bei meinem Partner und bei meinen engen Freunden weiß ich relativ genau was sie, wie sehr, beschäftigt, da wir alle eine recht ungefilterte Kommunikation pflegen.

    Ich fühle mich ihnen dadurch total nah. Ihre Sorgen SIND meine Sorgen. Ihre Freude ist meine Freude. Ihre Bedürfnisse sind meine Bedürfnisse.

    Es ist wie, als wenn meine eigenen Bedürfnisse um die Bedürfnisse meines Partners, meiner Freunde und der Leute die mir etwas bedeuten, erweitert wären.
     
  5. Ich finde es enorm schwierig, deinen Post zu verstehen, deshalb konzentriere ich mich mal auf die Frage ganz unten in deiner Nachricht.

    Was ist für mich relevant, um Nähe zu empfinden? Wohl das Gefühl, dass der andere mich in den verschiedenen Dimensionen meiner Persönlichkeit wahrnimmt und annimmt - so wie ich ihn. Dass ich echt sein kann und dass ich spüre, dass er sich mir gegenüber auch öffnet und echt ist. Dass ich ihn kenne, so wie er mich kennt, dass wir einander schätzen und auch die Unterschiede wertschätzen und nicht störend, sondern bereichernd finden. Dass der andere mich in sein Leben lässt und ich ihn auch unbedingt in mein Leben lassen möchte, ihm die Dinge zeigen möchte, die mein Leben ausmachen - und er das auch kennenlernen möchte. Dass ich seine Gedanken wissen möchte und er meine. Dass wir einander vertrauen, achtsam miteinander sind. Dass es uns wichtig ist, dass es dem anderen gutgeht. Dass wir miteinander reden, lachen und weinen können. Undsoweiterundsofort :) Das ist ein großes Paket von Dingen, die letztlich Nähe ausmachen.
     
  6. Ich würde die "Schuld" (die es als solche nicht gibt) nicht nur dem Gegenüber zuschieben. Ich würde überlegen, warum ich ein Problem mit dem Annehmen von Nähe habe. Schlechte Erfahrungen? An "Nähe aufbauen" sind zwei Menschen beteiligt. Wenn beide das können, dann funktioniert das automatisch.
     
    • # 5
    • 02.12.2018
    • Anju
    Zeit.

    Ich denke dabei an Erdkrusten. Geschichteter Aufbau, differenzierte Beschaffenheit. Wirkliche Verbundenheit impliziert (für mich) die Nähe zum eigentlichen Kern. "Matchen" erinnert mich eher an oberflächlich orientierte Apps, die menschliche Facettenreichtümer keineswegs erfassen können.

    Sie täuschen Rahmenbedingungen für

    vor, die erst über zeitlichen Einsatz entstehen können.
     
  7. Liebe FS,
    die Antwort ist simpel: das Gefühl von Nähe ist da oder es ist nicht da.
    Bei mir ist es nur bei wenigen Menschen (Freunde, einige Familienmitglieder, Ehemann) da und ich versuche auch garnicht es inflationsartig zu vermehren sondern akzeptiere, dass es ist wie es ist und pflege die Kontakte, bei denen es vorhanden ist umso intensiver.
     
  8. Ich sehe es änlich wie @Vikky ,

    Nähe zu anderen Menschen stellt sich bei mir unbewusst ein oder nicht.
    Man nimmt sich gegenseitig an, mit all den kleinen und auch großen Macken.
    Und, - Nähe ist für mich ein Momentwunschgefühl.
    Ich muss nicht immer diese starke Nähe spüren, nur weil ich einen/diesen Menschen besonders mag.
    Diese Menschen nicht ständig um mich haben.
    Es ist eine Verbindung zu diesen Menschen vorhanden, welche ein Teil meines Lebens wird und dazu gehört.
    Nähe überwindet jede Entfernung.

    m48
     
  9. Habe noch nie darüber nachgedacht, aber vielleicht hat Vikky Recht.
    Ich spüre Nähe allerdings auch schnell bei Freunden, die mir das Gefühl geben, mich fallen lassen zu können, wo ich wirklich mein Herz ausschütten kann oder einfach ich selbst sein kann ohne Angst, dass sie keine Lust mehr haben, mich zu treffen.
    Allerdings merke ich auch, dass es anderen Leuten schwer fällt, weil sie keinen gute Zugang zu ihren eigenen Emotionen haben.
    Ich war schon immer eher vertrauensselig und bin (leider zu sehr) wie ein offenes Buch. Wenn jemand das missbraucht hat, dann wandte ich mich von ihm ab. Mir ist das viel lieber als mich erst mal zu verschließen und erst zu checken, wem ich mich öffnen kann - allerdings hatte ich oft Glück und fiel selten auf die Nase.
    Es wird viel mit der Erziehung zusammenhängen - zu Hause kann ich mit Eltern und Geschwistern auch über alles reden, wir haben einen ehrlichen Umgang, und das nimmt man in die Partnerwahl mit. Wenn das bei dir, FS, anders war, ist es völlig verständlich, dass ein Fallen lassen schwer fällt, zumal Männer oft auch so erzogen werden, dass sie keine Gefühle zeigen, weswegen ihnen selbst der Zugang fehlt. Und dann fällt es diesen Menschen erst recht schwer, die Gefühle anderer zu verstehen.
    w34
     
  10. Um ihn spüren zu können, muss er erst mal bei sich selber sein. Sonst kann ich ihn nicht wahrnehmen (wahr nehmen) - sondern es kreist um die gesprochenen Themen.

    Ich kann mich auch intensiv einem Thema widmen - wenn es mich sehr berührt.
    Zur Zeit kämpfe ich dafür, dass die Ent-Hornung der Horntiere grundsätzlich verboten wird
    Also so wenn ein Thema mich in der Seele berührt - dann spüre ich das - unabhängig des Menschen, mit dem ich darüber spreche und spüre Gemeinschaft im guten Kampf für die Erde.

    Aber wenn es um persönliche Freundschaft oder Partner-Liebesbeziehung geht, dann brauche ich es, dass der Mensch ganz bei sich ist - sonst spüre ich ihn nicht ... wenn er meistens an seine Projekte oder Business oder seine Kinder oder die Ex denkt ...
    Also er muss 'fühlbar' er SELBST sein.
    Ich kann ihn ja auch nur so erkennen, aus den vielen Milliarden Männern.
     
  11. Sehr schön geschrieben. Genau so durfte ich es auch erleben. Und ich darf noch ergänzen, dass es umso besser wird, je länger die Beziehung dauert. Liebe kann nur entweder zunehmen oder abnehmen.
     
  12. Mein Gedanken zu meiner Freundin:
    SIE ist da - und das ist verdammt gut so.
    Klingt so einfach und ist sooo schwierig zu finden.
    Das ist wie bei der Familie und den Freunden - komplizierte Fragen dazu gibt es nicht. Wenn ich mir die Fragen stellen muss, die du ansprichst ... dann ist es niemand in meinem engsten Kreis.
     

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