1. Warum gehen Frauen fremd?

    Klingt erstmal nach einer ziemlich dämlichen Frage. Zumindest bei den Französinnen scheint es dafür einen recht simplen Grund zu geben.
    Nach einer neuen Studie gehen einige Frauen aus einem scheinbar ganz profanen Grund fremd: weil der Mann nicht genug Engagement im Haushalt zeigt.

    Diese Ignoranz wird vom sensiblen Wesen Frau offenbar als mangelnde Liebesbekundung und fehlende Würdigung interpretiert – die Folge ist der Seitensprung.

    Das zumindest haben jetzt Tausende Französinnen gestanden. Eine Umfrage mit 10.000 fremdgehenden Frauen ergab, dass 73 Prozent der Teilnehmerinnen untreu wurden, nachdem ihre bessere Hälfte zuvor nicht genug beim Putzen und Aufräumen geholfen hatte.

    Die Seitenspringerinnen wurden nach ihren Beweggründen gefragt. Ist der Mann nicht mehr attraktiv genug? Waren sie in jemand anderen verliebt? Ist das Sexleben langweilig geworden? Überraschend kristallisierte sich heraus, dass sein fehlendes Interesse an Hausarbeit oft den Ausschlag zu ihrem Fremdgehen gab.

    Zuvor hatten Wissenschaftler der Universität von Michigan herausgefunden, dass ein Mann im Haus für sieben Stunden zusätzliche Hausarbeit sorgt. Pro Woche. Boxershorts auf dem Boden, Barthaare im Waschbecken, Hemden bügeln u.s.w.

    Zuerst lachte ich ungläubig auf, doch dann dachte ich darüber nach, welche winzigen Gedankenlosigkeiten oft reichen um mich weniger geliebt zu fühlen.
    Wie geht es Euch Frauen dsmit? Könnt Ihr das Ergebnis der Studie für Euch nachvollziehen?
     
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  3. "Hättest Du die Spülmaschine ausgeräumt, müsste ich nicht fremdgehen."

    Die Schuld am Seitensprung dem Partner in die Schuhe zu schieben, ist doch ein bei Frauen häufig zu beobachtendes Phänomen. Er hat sie quasi genötigt, mit dem anderen ins Bett zu steigen.

    Männer hätten bei der Umfrage wohl geantwortet, dass sie Lust auf fremde Haut hatten. Sie hätten einfach die Wahrheit gesagt und sich mit dieser Ehrlichkeit moralisch auch angreifbar gemacht.

    Die Frauen zeigen lieber mit dem Finger auf die Männer.
     
  4. Das ist so eine Pauschalfrage, wie warum gehen Männer fremd.

    Ich gehe davon aus, dass bei dieser Frage getrennt wird zwischen offener Beziehung und Fremdgehen?

    Für mich Gründe - nicht vorgeschoben, wie bei der Umfrage.
    Der Bereich, der nichts mit dem Partner zu tun hat. Die individuelle Persönlichkeitsstruktur, die Grundeinstellung zur Partnerschaft, die Grundeinstellung zu Sex, (sowie zu Monogamie, Treue, Vertrauen, etc.), das individuelle Erleben von sexueller Anziehung - der Thread sagte viel, Bedürfnis nach fremder Haut, Selbstbestätigung, EgoPush, "Gelegenheit".

    Der andere Bereich ist die Partnerschaft.
    Es ist nicht der Staubsauger, die Zahnpastatube - da gibt es grundsätzliche Unstimmigkeiten. Entweder von Beginn an, aber man / frau wollte halt eine/n Partner/in, aus Angst vor Alleinsein, Status, geführter Erwartungsdruck von außen.
    Die Negierung der eigenen inneren Motiv- / Bedürfnislage gehört zur "falschen" Partnerwahl dazu, der fehlende Abgleich, ist man kompatibel mit dem / der potentiellen Partner/in.

    Oder das Paar hat sich im Lauf der Zeit der Zeit entwickelt.
    Und statt den Weg zu suchen, diese Unstimmigkeiten zu lösen, Kompromisse zu finden, die Partnerschaft zu pflegen, sucht man einen Ausgleich (nicht Lösung) im Außen.
    Der / die Fremdgeher/in will ja nicht die Partnerschaft aufgeben, Gründe auch wieder individuell.

    Ich für mich kenne meine Bedürfnisse, wenn ich Fremdgehen wollte, wäre das mein Inneres Signal, es stimmt Grundlegendes nicht mehr in der Beziehung, und ziehe entsprechende Konsequenzen.
    Fremdgehen würde ich nicht, da sind mir Vertrauen und Ehrlichkeit viel zu wichtige Werte.

    Dem Partner die Verantwortung / Schuld zuzuweisen, ist billig, einfach und bequem.
    Verantwortlich ist man / frau selbst.

    Die Gründe in der Umfrage sind für mich Kindergarten. Als seriös kann ich sie auch nicht empfinden.
     
    • # 3
    • 18.11.2016
    • void
    Ich frage mich, wie das funktionieren kann. Wenn man Sex mit einem anderen haben will, muss man ja einen finden, der einen sexuell auch reizt. Sowas läuft für mich längst nicht an jeder Ecke rum.
    Weiterhin frage ich mich, was das für eine Lösung sein soll, wenn man sich in der Beziehung nicht geschätzt fühlt, weil man nur noch Haushälterin und Putzfrau ist. Dann bringt mir ein Seitensprung nichts, außer ich hätte ein Gefühl der Genugtuung, weil es den Mann kränken würde, wenn er es wüsste, was aber nicht eintreten wird. Und ich mach den Seitensprung dann nicht, weil ich sexuell gereizt bin, sondern weil ich wegen meines Partners in anderer Weise gereizt bzw. enttäuscht bin. Dh. ich mach es wegen ihm, nicht wegen mir.

    Ändert sich damit was, macht es mir mehr Spaß, diesen Haushaltsmuffel, der mich zu seiner Putzfrau macht, zu ertragen? Mir nicht, ich hätte noch genau dasselbe Problem wie vorher und würde darüber nachdenken, ob ich mich nicht geschätzt fühle, weil er nicht macht, was ich sage, und ob ich übertreibe mit meiner Ordnungsliebe, oder ob ich mich nicht geschätzt fühle, weil mir die Klamotten irgendwo hingeschmissen werden mit der Ansage "das brauch ich morgen sauber". Ich würde im letzten Fall vielleicht über mein Leben ohne das nachdenken, wenn ich das schon ein paar Mal angesprochen habe, denn ich bleibe nicht mit wem zusammen, der mich nicht schätzt, aber ich würde nicht davon ausgehen, dass ich das besser verpacke mit einem Seitensprung. Macht die Beziehung ja noch schlechter und noch mehr zur Hülle.

    Das ganze klingt für mich wie ein Erziehungsprogramm für Männer - hilf im Haushalt, oder du weißt nicht, was hinter deinem Rücken passiert...

    Warum gehen Frauen fremd? Ich denke mal, weil sie ihren Mann sexuell nicht reizvoll finden, weil er sexuell nicht passt oder der Sex immer derselbe ist oder die Frau eine sexuelle Entdeckerphase hat und viele andere Partner oder irgendwas Bestimmtes braucht, das sie mit ihrem Partner nicht leben will oder kann. Ich finde, fremdgehen wegen mangelnder Arbeit des Mannes im Haushalt (kann es nicht wirklich glauben) total 50er Jahre hausmuttimäßig, weil die Frau ja nichts ändert an ihrer blöden Situation, keine Konsequenzen zieht, den Zustand loszuwerden, wenn er sie ständig in ihrer Kritik überhört. Das ist doch in dem Fall schon klar, dass das kein guter Partner ist, also wieso bleiben?
    Früher, als man sich nicht scheiden lassen konnte, wenn man gesellschaftlich nicht verstoßen werden wollte, hieß es, Hausfrauen wandten sich Alkohol oder Tabletten zu (mother's little helper), heute gehen sie ein bisschen fremd, aber bloooß nicht das bequeme Leben aufgeben. Geld darf er weiter ranschaffen, für seine Unerträglichkeit wird ein Ausgleich geschaffen, der ihn träfe, wenn er es wüsste... Toll.
     
  5. Wegen dem Kick des jemanden neu Kennenlernens, wegen dem Wunsch nach einer Prise Drama im Alltag.
    Als Beziehung bevorzuge ich eher was Bequemes, Gemütliches, und "das Andere" ist für die Aufregung zuständig.
     
  6. Was für ein Quark, diese französische Umfrage. Von Umfragen halte ich eh nichts! Klingt natürlich auch hübscher , den Haushalt als Grund anzugeben, ja? Davon wird das Interesse des Betrogenen Mannes auch nicht größer, sich mehr um den Haushalt zu kümmern.
    Frauen haben den gleichen Grund fremd zu gehen, wie Männer. Schwäche, Feigheit, Angst ohne Mann dazustehen, Unehrlichkeit.
     
  7. Frauen gehen aus dem selben Grund fremd wie Männer: Weil sie es können. w55
     
  8. Nein, das kann ich nicht nachvollziehen, außerdem interessieren mich Studien nicht die Bohne.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass fremdgehende Menschen ein Selbstwertproblem haben. Nach außen hin stark, aber nach innen nicht positiv weich, sondern ganz arme Würstchen sind. Egal, ob Männlein oder Weiblein.

    Kenne einige heimlich fremdgehende Menschen in meinem Ort. Der Eine mehr beruflich erfolgreich, der Andere weniger. Und die mit dem geringsten Selbstwert haben oftmals das größte Auto unter'm Popo. Sagt doch schon alles, oder? Selbstdarstellung ist deren Sucht. Auch über einen Menschen, kompensiert durch eine Affäre.

    Außerdem ist meine Erfahrung: Auch in Worten Lügner und nicht ganz so selten in Ansätzen kriminiell veranlagt.
     
  9. Witziges Umfrageergebnis mit Unterhaltungswert - mehr jedoch nicht. Vorausgesetzt, die Damen haben ehrlich geantwortet, scheint mir der angebliche Kausalzusammenhang zwischen fehlendem Beitrag zur Haushaltsführung und Fremdgehen dennoch eher eine Scheinkorrelation zu sein.
    Der fehlende Beitrag bei der Hausarbeit wird nur ein Symptom einer von diesen Damen als unbefriedigend empfundenen Beziehung sein, und damit die gleiche Ursache haben wie das Fremdgehen.

    Ich glaube, dass Fremdgänger sehr viele Gründe haben können. Schlechter(mangelnder) Beziehungssex, Suche nach Bestätigung, langsamer Ausstieg aus der Beziehung,eventuell auch Rache (fürs Betrogenwerden),Langeweile usw. und ziemlich oft bestimmt auch einfach nur eine tolle Gelegenheit. Die berühmte Versuchung, der man nachgeben sollte, weil man ja nicht weiß, ob sie nochmal wieder kommt (nach Oskar Wilde:))

    Menschen machen Fehler - jeden Tag, in allen Bereichen. Auch in Beziehungen.
     
  10. Also dass fehlende Hausarbeit und auch Arbeit mit den Kindern zur Schieflage der Partnerschaft führt, glaube ich ja. Dass das zu Streit, Frust und dem Gefühl nicht geliebt zu werden führt, stimmt sicher auch. Dass Männer mindestens 7 Stunden Mehrarbeit pro Woche bedeuten, kann ich unterschreiben - das ist aber selbst bei einem Lover so. Dass man deswegen fremdgehen muss, finde ich etwas weit hergeholt.
    Es gibt sicher auch Männer, die sich unverstanden und ungeliebt fühlen, die sich auch nicht wertgeschätzt fühlen in der Partnerschaft oder sie sich überflüssig fühlen, wenn das Kind da ist oder die Frau schwanger ist und nur noch Babybücher liest... Männer fühlen sich ja schnell vernachlässigt ;-)
    Aber auch da ist das kein Grund zum Fremdgehen.
    Ich bin noch nie fremdgegangen und war jahrelang in meiner Ehe der Depp vom Dienst und habe alles alleine machen müssen...
    Mein Mann ist dafür regelmäßig fremdgegangen - hatte dafür im Gegensatz zu mir aber immer beste Laune.
    Es ist eine Frage der Einstellung zur Partnerschaft, ob Fremdgehen dazugehören kann.
    Manchmal kann es eine Ehe sicherlich sogar verbessern und wieder stabilisieren.
    Also ich glaube, dass Beziehungen kaputtgehen, wenn der Mann im Haushalt nichts oder wenig tut - ja! Aber dass es fremdgehen fördert - eher nicht.
    Trotzdem lustige Hypothese ;-)
     
  11. Für mich eine einfache Frage, mit einfacher Antwort von mir! Ich habe keine einzige Frau kennen gelernt, die mir die Wahrheit sagen konnte, wenn es um das Thema: “Sex“ ging, Punkt. Ganz anders bei Männer!
     
  12. Naja, die Assoziationen ist bissl falsch. Nicht weil er keine Hausarbeit macht, sondern weil ich mich unverstanden und ungeliebt fühlte, was sich in mangelnder Unterstützung im Haushalt und der Kindererziehung zeigte.

    Weil nie was nettes kam, was Wertschätzung zeigte, keine Komplimente, keine Liebenswürdigkeiten, keine kleinen Geschenke.

    Ach und weil er mich auch betrogen hatte, sah ich keinen Grund mehr treu zu sein.

    Weil ich mich in meinem Leben mit Kind und Hauskredit gefangen sah.

    Und weil es sich ergab, weil ich jemanden traf, von dem ich mich geliebt und verstanden fühlte. Der Sex, als rein tatsächliches Fremdgehen war dabei eher nebensächlich. Getrennt habe ich mich dann trotzdem, eigentlich war es nur die Vorstufe dazu. Der andere Mann war auch nicht der Grund.

    Der Grund war eher, dass ich gesehen habe, dass es auch anders sein kann und ich das so nicht mehr will.

    Damals war es für mich in Ordnung, ich habe diesen Weg für mich gebraucht , aber heute würde ich eine Beziehung nicht mehr so lange unnötig am Leben halten, sondern mich vorher trennen.
     
  13. Guten Morgen lieber FS,

    ich bekomme Beklemmungen, wenn ich so etwas lese. Ich halte nichts von Umfragen und Statistiken und die daraus resultierenden Studien. Woher wollen wir wissen, ob die Befragte ihr eigentliches Problem nicht einfach nur kompensiert?
    Ich nehme die Welt der Frauen anders war, ob Französin, oder Deutsche. Mangelnde Hilfe im Haushalt wird auch signalisiert, wenn der Mann sich den Hintern aufreißt. Die eigene Triebhaftigkeit wird gerne verschwiegen, oder mit der sexuellen Freiheit erklärt. Langeweile, Überdruss und ein Sättigungsgefühl, spielen auch eine große Rolle und die Erwartungshaltung, sexuell maßgeschneidert bedient zu werden etc.pp. sowieso.....Klammert man diese weiblichen Wesen aus, dann bleibt nur ein geringer Teil, der zurecht mangelnde Liebe in einer Beziehung spürt. Statistiken sind künstlich erschaffene Konsrukte, die nur funktionieren, wenn ein Lügendedektor mit im Spiel ist ;-), ansonsten ergeben sie nur ein falsches Bild, was noch mehr die Gläubigen verunsichert und die Ungläubigen auf die Palme bringt...
     
  14. Vielleicht ist es ganz einfach so, dass einfach nicht alle Menschen monogam sind? Einfach schon aus Veranlagung. Die wollen dann eben nicht nur einen Sexualpartner, Punkt. Wenn man das akzeptiert, dann erspart man sich viel Erklärungsnot.
     
  15. Tut mir leid, Deine Illusion zerstören zu wollen aber das muß jetzt mal sein. Umfragen sind Schall und Rauch und werden so gestaltet, daß sie das Ziel des Umfragenden herausarbeiten.

    Es ist doch so: zum allgemeinen Konsens (?) des aktuellen gesellschaftlichen Diskurse gehört es, daß Männer und Frauen gleichermaßen in Beruf, Haushalt und Kindererziehung engagiert sein sollen (!) wenn sie nicht als hinterwäldlerisch, rückwärtsgewandt, ewiggestrig, rechtsradikal und revanchistisch gelten wollen.
    Nun ist es so, daß sich zwar jeder Mensch mit seinen nächsten über eigene Gedanken austauscht, aber kennst Du wirklich die Meinung eines Menschen, der Dir unbekannt zwei Straßen weiter wohnt? - Nicht? - Eben!

    Menschen neigen dazu, sich der Mehrheitsmeinung (das "2+2=5-Experiment"!) anzuschließen. Will man also den öffentlichen Diskurs so bestimmen, daß die Menschen aufgrund des Wunsches dazu zu gehören geneigt sind, der propagierten Idee trotz eigener andere Ansichten zuzustimmen, dann braucht man eine Umfrage.
    Man braucht eine Umfrage, die zeigt, daß die übergroße Mehrheit der fortschrittlichen Idee anhängt und man selbst der zurückgeblieben Trottel ist, weil man anderer Meinung ist.

    Nun läuft sowas nicht offensichtlich ab. Die Studie gibt es wirklich und den herausgearbeiteten Zusammenhang hat sie auch so dargestellt. Auch die mitwirkenden Befragten sind authentisch.
    Was Du nicht weißt, ist - welche Fragen wurden gestellt, um das herauszufinden. Welche Methode wurde angewandt, wie wurden die behaupteten Kausalitäten bewiesen?

    Letztendlich zeigt diese Studie nur eine Korrelation und jeder, der Ahnung hat, weiß, daß Koinzidenz noch keine Korrelation und Korrelation noch lange keine Kausalität beweist.
    Die Fragen an die Befragten war definitiv nicht: "Haben sie ihren Partner betrogen, weil er nicht im Haushalt mithalf?"
    Die Frage waren nach dem Muster:
    1. "Haben sie ihren Partner betrogen?"
    2. "Hat ihr Partner im Haushalt mitgeholfen?"
    In Partnerschaften auf der Kippe werden meist beide Fragen mit "Ja" beantworten.
    Wurde denn gefragt, ob diese geringe Mithilfe nicht auch akzeptiert wurde? (weil die Frau zu Hause bleiben möchte - auch das gibt es!) Nein? - Warum nicht?

    É voila - Ziel der Umfrage bewiesen: Frauen betrügen, wenn der Partner nicht mithilft. (wobei die Frage erlaubt sei, was Männer dazu treibt: Geht er fremd, wenn sie nicht mithilft oder gerade deswegen oder wie?)

    Laßt euch nicht fremde Meinungen aufzwingen, schon gar nicht durch "Umfragen"/"Studien", die euch ein Außenseitertum andichten wollen!

    "Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Kant)
     
  16. Die Umfrage offenbart ein grundsätzliches Problem. Der Mensch ist eine Blackbox. Wir wissen selbst nicht sicher, warum wir etwas tun.

    Fragt man uns danach, so ist die Antwort keinesfalls die tatsächliche Begründung sondern nur eine für uns selbst plausibele Erklärung.

    Deswegen werden von Psychologen auch die abenteuerlichsten Experimente erdacht, um gelegentlich Blicke in Teile der Blackbox werfen zu können.

    Die typischen Umfragen sind sogar noch sinnloser, weil meistens vorgegebene Antwortalternativen das Ergebnis zusätzlich beeinflussen.

    Typischer Weise läßt sich das Verhalten von Menschen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erklären. Z.B. aus biologischer, soziologischer, historischer, lerntheoretischer, psychoanalytischer und ähnlicher Perspektiven.

    Die Antwort der Frauen in der Befragung behandelt die soziologische Sicht. Und sicher kann man so eine mehr oder weniger richtige Erklärung geben. Man kann das Verhalten aber auch biologisch, lerntheoretisch oder psychoanalytisch erklären ohne damit falsch zu liegen.

    Vermutlich würde sich am Fremdgehen der Frauen insgesamt nichts ändern, wenn plötzlich alle Männer mehr Hausarbeit verrichten, weil sich dann die Standards, was als normal gilt und wo die Zurücksetzung der Partnerin beginnt, einfach verschieben würden. Ein Mann, der im Haushalt hilft, ist nur dann etwas besonderes, wenn es viele viele Männer gibt, die das nicht ebenfalls tun.

    Und an den biologischen Gründen hat sich nichts geändert. Es wird sich immer etwas anderes finden, was der gehörnte Mann schlechter als andere Männer tut.

    Meiner persönlichen Meinung nach gehen Frauen fremd, weil es eine biologische Anziehung zwischen Menschen gibt, die zwar von gesellschaftlichen Normen gezügelt werden kann, niemals aber ganz verschwindet. Und gerade im 21Jhr. wird der Individualismus und das Glück durch Selbstverwirklichung wie nie zuvor als gesellschaftliche Norm propagiert, während gesellschaftliche Schranken immer weiter an Bedeutung verlieren.

    Es kommt vielleicht noch hinzu, dass die Gegensätze zwischen den sozialen Schichten immer größer werden und viele Frauen nicht die Männer bekommen, die sie eigentlich haben wollen. Und da ist dann wenigstens mal Sex mit so einem Exemplar Mann möglicht.
     
  17. Auch ich halte die Ergebnisse dieser "Umfrage" als gefakten, groben Unfug (an der Grenze zur Gemeingefährlichkeit). Cui bono?

    Für die Einschätzungen solcher Situationen bin ich am allerbesten immer noch mit meinen eigenen gewonnenen Erkenntnissen gefahren:

    • Männer haben Sex / Beziehungen / gehen fremd
      aus Lust an ihrer eigenen sexuellen Lust, idealerweise auch an der der Frau.

    • Frauen haben Sex / Beziehungen / gehen fremd
      weniger aus Lust am Sex, sondern um diesen als Instrument und Werkzeug für die Erreichung ihrer Ziele zu benutzen
      (und sei es beim Fremdgehen nur, um den Partner "zu bestrafen").

    Ja, das klingt nicht nur verallgemeinernd, sondern ist auch so - aber in den meisten Fällen liegt man(n) dennoch damit richtig.
     
  18. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar! Du kannst doch die Deutschen nicht mit anderen Kulturen vergleichen!

    Die Französinnen oder allgemein ausländischen Frauen sind bekannt, nicht nur für ihre Attraktivität, sondern auch für ihre elfenhaften Figuren und ihr immer modisches Auftreten. Und die Männer sind viel aufmerksamer, reißen einem die Koffer aus der Hand und reichen der Frau die Hand, wenn es holprig ist, und fragen, was man sonst noch für einen tun kann. Sie flirten viel offensiver, mit viel mehr Temperament, und lassen sich auch niemals abschütteln. Für eine Französin ist es daher kein Verlust, einen unaufmerksamen Mann zu verlieren. Er wird eher von seiner ganzen Familie bloß gestellt!

    Ein ausländischer Mann hat seine Pflicht, seine Frau und Familie zu verpflegen, und das tut er ganz selbstverständlich aus eigener Überzeugung! Er ist meist ungebildeter als der deutsche Mann und ist ein Familienmann, der das Geld ganz selbstverständlich nach Hause bringt. Er kann es sich daher nicht leisten, gar nichts zu machen... Partnerschaft und Familie hat in anderen Kulturen höchste Priorität, wo die Männer gleich beim Auszug mit Anfang 20 dran werkeln, um zum Zug zu kommen.

    Zudem die Sache mit den Hosen auf dem Boden. Deutschen ist Mode und Stil ja nicht so wichtig - es muss nützlich sein und seinen Sinn erfüllen. Besser günstig als Qualität. In anderen Ländern gleicht das einem Armutszeugnis. Das kann man in Frankreich echt nicht machen.

    Ich ziehe mich ziemlich modisch an für den deutschen Geschmack, so, dass Leute schon häufig neidisch gucken, aber wenn ich Ländern wie Frankreich, Italien oder gar Schweden bin, fühle ich mich durchgehend derart underdressed, dass ich mich fast schäme auf die Strasse zu gehen.
     
  19. Es gab 3 feste Partner in meinem Leben, denen ich mutwillig fremdgegangen wäre, weil sie mich mutwillig ignoriert haben obwohl sie meine große Liebe waren. Der eine wollte keinen Sex mit mir, so bließ ich jahrelang sexlos, bei Gesprächen gab es immer nur ein freches und maßregelndes: "Du bist doch eine Frau/kleines Mädchen, da ist das nicht so wichtig, stell dich nicht so an." Ich war so gekränkt und gefrustet von diesem Mann, der eigentlich meine große Liebe war. Bedauerlicherweise fand ich in der Zeit keinen attraktiven Mann, der mir gefallen hätte - ich wäre sofort mit einem anderen ins Bett. Ich hab mich dann glücklichweise neu verliebt und dann erstmal sexuell die Sau rausgelassen für die nächsten Jahre. Mein Ex hat sich zwar später entschuldigt, aber ich habe ihm dann nur meine Sexgeschichten unter die Nase gerieben, damit es ihm so richtig das Herz bricht. Gute Sache.

    Der andere hat mich ständig ignoriert und abgedrückt, wenn ich Glück hatte, hat er mir mal alle paar Wochen eine SMS geschrieben und sich ansonsten nur wortkarg verhalten. Nach 10 Jahren wusste ich praktisch immer noch nichts über meinen Partner und ich habe mein ganzes Leben für diesen Mann geopfert.

    Wie es dann so sein sollte, bin ich beim dritten Mal wieder auf so einen Mann reingefallen. Ich habe dann aber früher die Entscheidung getroffen: Wenn mir ein besserer Mann über den Weg läuft, ich würde nein sein sagen.

    Auch ist es so, wenn ein Mann sagt, er will keine Familie gründen und auch sonst nichts verbindliches wie Ehe und Zusammenziehen, dann halte ich mir lieber nochmal alles offen. Ich bin als Frau ein emotionales Wesen und kann mich daher schnell beim neuen Sex verlieben und weg bin ich.
     
    • # 19
    • 18.11.2016
    • void
    Ich kenne tatsächlich einen Mann, der fremdging, um seine Freundin zu bestrafen. Dadurch verschaffte er sich auch in der Beziehung die Machtposition, weil er sich bei Stress nicht um die Beziehung bemühte, sondern sich ins fremde Bett begab. Seine Freundin war die, die immer wieder einlenkte, während er sich dachte, wenn alle Stricke reißen, nimmt ihn immer noch die Geliebte. Ich denke, man kann es nicht so trennen, wie Du oben geschrieben hast, obwohl ich Dir zustimmen würde, dass Frauen mitunter ganz andere Ziele beim Sex haben als Lustgewinn. Manchmal kann man hier ja sowas lesen wie "ich geb dir Sex, also musst du mir Beziehung geben". Wenn das sexuelle Leben in einer Beziehung nur dann stattfindet, wenn die Frau schwanger werden will, stimmt das wohl auch.
     
  20. Naja, einen direkten kausalen Zusammenhang herzustellen ist wohl eher wacklig. Oder sagen wir mal umgedreht so: ein Partner wird nicht erotischer, nur weil er öfter im Haushalt mithilft. Ist der Partner allerdings sowieso kein begnadeter Liebhaber und schmeißt seine Drecksocken überall hin, fallen seine Sympathiepunkte damit ganz in den Keller. Frauen sind dann ebenso pragmatisch wie Männer und denken sich: ok, der Sex ist nicht der Knaller, und ich bin auch noch die doofe Putze / Mami-Ersatz. Dann holt sie sich den Kick außerhalb. Ob das ideal ist, sei dahingestellt. (Lange Diskussionen bringen auch nichts, wie eine kluge Frau weiß.)
    In Frankreich ist es allerdings gesellschaftlich akzeptiert(er), dass Mann und Frau ihre kleinen Affären haben. Und bekanntermaßen ist die Französin auch mehr "Weibchen", hat mehr Chic und ist koketter (durchschnittlich gesehen im Vergleich zu Deutschland). Da liegt der Verdacht nahe, dass eine Reduktion auf das Amt der häuslichen Grundversorgung schneller frustriert.
    Einen schlechten Liebhaber wird sie sich dann garantiert nicht zulegen. Als Frau hat man ja immerhin in diesem Sektor eine schier unübersichtliche Auswahl ;)
     
  21. Aus Männersicht eine völlig unlogische, weibliche Entscheidung. Du gehst fremd, hast Sex und an dem Ärger mit dem Haushalt ändert sich nichts, denn Dein "Mitfremdgeher" übernimmt ja erst Recht keine Arbeit in Deinem Haushalt. Eigentlich will der Dich doch noch extremer nur, weil Du Sex bietest. Wo genau ist der Mehrwert an "Würdigung"?
     
  22. Ich war 5 Jahre mit einem Franzosen zusammen. (In Gegensatz zu manchen deutschen Mann), hat er ganz selbstverständlich den Abwasch gemacht, gespült, gesaugt, war einkaufen... Sicherlich spülen die Franzosen anders als wir deutschen den Abwasch und gehen anders mit den Geschirr um.
    Weiß nicht, kann mir gerade diese Studie aufgrund dieser erfahrung nicht vorstellen.
     
  23. Ob das der Grund ist, keine Ahnung. Fakt ist, dass die allermeisten Menschen fremdgehen wenn sie können. Da die Konventionen heutzutage keine Möglichkeit einer Sanktionierung vorsehen, weder juristisch, noch moralisch, noch gesellschaftlich, kann die Konsequenz aus diesem eigentlich nur sein keine sexuelle Exklusivität zu gewähren.
    Wenn sich jeder der eine Beziehung eingeht vorher eingestehen würde, wie er/sie sich fühlt wenn ein Betrug des Partners stattfindet und das mit der Wahrscheinlichkeit korreliert, würde jeder so denken wie ich. Leider können Menschen Wahrscheinlichkeiten nicht sonderlich gut einschätzen, was wohl auch der Grund ist, dass so viele Leute Lotto spielen.
    Immerhin sind offene Beziehungen auf dem Vormarsch, was einen gesellschaftlichen Fortschritt darstellt.
     
  24. Im statistischen Durchschnitt sind Frauen, die fremdgehen, ca. 10cm kleiner, als ihre Männer!

    Ja, aber sind nicht alle Frauen, egal, ob sie fremdgehen, oder nicht, im statistischen Duchschnitt ca. 10cm kleiner als ihre Männer?

    Das mag sein, aber es trifft eben auch auf die fremdgehenden Frauen zu (ist also von der Aussage her nicht falsch!) und man kann es doch mal publizieren, oder? ...es war doch gerade "Sommerloch", *hüstel*...

    Man sollte sich einfach mal Gedanken machen, ob nicht evtl. generell ca. 3/4 aller Männer zu wenig im Haushalt tun!

    V.m46
     
    • # 25
    • 18.11.2016
    • frei
    Ich bin, wie ich hier schön öfter erzählt habe, deutlich Venedig-affin.
    Ich reiße Sprüche wie 'es gibt in der Welt zwei Sorten von Städten: Venedig und die anderen'.
    Ich reiße Witze.

    Du auch ?
    Ich hoffe es.
    Oder meinst du 'es gibt in der Welt zwei Sorten von Menschen: die Deutschen und die anderen' ?
    Neinnein, du machst ganz sicher auch einen Witz.
    Bitte, laß es einen Witz sein.

    Was anderes: Männer machen pro Woche zusätzliche Arbeit, die 7 Stunden erfordert ?
    Joa, die Normhausfrau wäscht seine Klamotten, muß mehr Essen kaufen, mehr Müll rausbringen und die Barthaare aus dem Waschbecken wegmachen.
    Aber die Normhausfrau muß nicht ihren Rasen mähen, die Reparaturen in Haus, Garten und am Auto machen oder veranlassen.
    Sie trägt nicht die Getränkekisten in den Keller, die facht nicht den Grill an, sie fährt nicht das Auto, an dem der Wohnwagen hängt nach Österreich und vielleicht macht sie noch nicht mal die Steuererklärung.
    Wieviele Stunden macht das denn pro Woche aus ?
    Ich tippe, das hebt sich auf.

    Sagt jetzt nicht, 'ich mähe aber selbst den Rasen und wir fliegen in den Urlaub', sonst sage ich 'ich mache aber nicht seine Bartstoppeln weg'.

    w 49
     
  25. Ich denke Männer und Frauen unterscheiden sich einfach darin, wie sie Wertschätzung erfahren wollen. Dieser Unterschied ist auch in meiner Beziehung zu beobachten. Meinen Freund stört es wenig, wenn ich mal Dinge rumliegen lasse. Ich selbst könnte manchmal an die Decke gehen, wenn Geschirr nicht in die Spülmaschine geräumt wird oder Wäsche herumliegt. Und wenn ich ganz ehrlich bin verletzt mich das. Ich entwickle das Gefühl weniger geliebt und respektiert zu werden, wenn er meine Anforderungen an Ordnung ignoriert.
    Das hat vllt auch damit zu tun, dass Frauen sich umworben fühlen wollen. Wir denken der Mann müsste sich Mühe geben um uns zu gefallen, wenn er uns liebt.

    Wahrscheinlich gehen da die Ansichten der Geschlechter auseinander. Oder wie sehen das die Männer? Was sind die Gründe dafür, dass die Frau 90% des Haushalts schmeißt? Ist das Fall, wenn die Frau nicht genug geliebt wird?

    Fremdgehen ist aber ein anderes Thema. Wenn zwei Menschen unterschiedliche Definitionen von Ordnung und Sauberkeit haben, dann muss man das kommunizieren um sich auf ein paar Regeln zu einigen. Einen Seitensprung kann man so einfach nicht rechtfertigen, auch wenn ich die Beweggründe nachvollziehen kann.
     
  26. Ja, liebe FS, dieses Studienergebnis kann ich für mich nachvollziehen. Eine Partnerschaft muss aus Geben und Nehmen bestehen und aus gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Würdigung. Ich habe es so erlebt: Der Partner ignoriert hartnäckig meine wiederholten Bitten, sich ins gemeinsame Leben einzubringen - nichts anderes ist nämlich Hausarbeit: Das ist ein wesentlicher Teil des (gemeinsamen) Lebens. Der Partner ist passiv, meine Bitten oder dann auch später Schimpfen wird mit Ja, ja, abgetan, oder mit der Feststellung, es sei doch gar nichts zu tun, und ich würde keinesfalls mehr tun als er (glatt gelogen) etc. - Die Krönung war dann ein Umzug, bei dem ich alle 36 Kisten gemeinsamen Hausrates (z.B. Küche, Bad, Keller, etc.) ganz allein packen musste - ich hatte dafür 2 Wochen Urlaub genommen - und der Herr hat sich auch da hartnäckig geweigert mir zu helfen, und nur 1 Tag bevor der Lkw kam, seine höchstpersönlichen Sachen in ein, zwei Kisten gestopft. - Sorry, aber das ist alles verletzendes Verhalten! Und es hat starke Auswirkungen, man fühlt sich nicht mehr geliebt. - Ich bin mit ihm zusammen geblieben weil ich an anderen Dingen doch gemerkt habe, dass ihm sehr viel an mir liegt - aber: Seine große Faulheit und Passivität geht ihm über ALLES. Seit der Sache mit dem Umzug ist mein Begehren nach ihm auf NULL gesunken. Das niederschmetternde Gefühl, im Stich gelassen zu werden, in seinen Befürfnissen in der Partnerschaft überhaupt nicht für ernst genommen worden zu sein, das hat sich für immer ausgewirkt. Außerdem hat man selbst teilweise den Respekt verloren. Das ist kein begehrenswerter Mann mehr für mich, auch wenn ich ihn noch sehr lieb habe und er mich, das Gefühl ist einfach kaputt gegangen. Er sieht noch genauso aus wie vor der Sache, er sieht nicht unattraktiv aus.
    Ich hatte mal eine gute Freundin, die mir folgendes erzählte: Sie war 7 Jahre lang mit ihrem Traummann (ihre Aussage) zusammen, sie haben zusammen gewohnt. Sie musste nach all den Jahren nur aus 1 *einzigen* Grund mit ihm Schluss machen: Weil sie es leid war, dass er nie auch nur einen Handschlag im Haushalt getan hat, trotz wiederholtem jahrelangem Bitten von ihr. Sie sagte damals zu mir: "ich bin auch nicht der Typ, der gerne jemanden ständig in den Hintern tritt!" - Richtig, man wird auch noch quasi dazu gezwungen, sich so zu verhalten, wie man sich nie in einer Partnerschaft verhalten wollte.
    Merke: Ein toller Mann und Partner, der mein persönlicher Held bleiben will = sexy bleiben, der *steht mir bei*! Auch bei der (aus männlicher Sicht) "unwichtigen" Hausarbeit. Eine Frau im Stich zu lassen, ihre Bitten zu überhören, ihre Anliegen nicht ernst zu nehmen - das tötet sicherlich das Begehren ab und oft auch jede Form der Liebe auf die Dauer. Natürlich nutzt man dann als gesunde Frau dann irgendwann auch die Gelegenheit, sich einen (evtl. nur scheinbar) sexy, attraktiven Liebhaber anzulachen.Habe ich auch getan, allerdings erst nach Öffnung der Beziehung (abgesprochen).
     
  27. Weil es eben nicht um die Hausarbeit geht, sonderndas Gefühl des Geliebt- und Verstandenwerdens, der Aufmerksamkeit etc. Hab ich oben ja schon genauer geschrieben. Und das liefert der Liebhaber - zumindest scheinbar. Zudem Ablenkung, eine schöne Zeit. Die wenigsten Frauen gehen doch fremd, um Sex zu haben. Der ergibt sich dann halt einfach wenn man eine schöne Zeit mit einem anderen Mann verbringt. Auch ein Affärenmann strengt sich ja zumindest erstmal an und ist nett und haut der Frau es nicht direkt um die Ohren, dass es ihm nur um den Sex geht.
     
    • # 29
    • 19.11.2016
    • Frau
    Komisch, dieses Problem "Er macht zu wenig im Haushalt!" kenne ich überhaupt nicht. Ich war mein Leben lang nur mit Männern zusammen, die ganz selbstverständlich genug im Haushalt gemacht haben. Die meisten haben ja auch mal eine Zeit lang alleine gelebt und waren natürlich in der Lage, ihren Haushalt zu bewältigen (manche sogar besser als ich). Obendrein konnten fast alle sehr gut kochen.
    Sicher gibt es Details im Haushalt, die ich "ordentlicher" mache, z.B. Bügeln oder Waschbecken putzen, aber das störte doch nie, das habe ich dann eben gemacht.
    Nicht wertgeschätzt gefühlt habe ich mich allerdings trotzdem von manchen meiner Partner. Das waren diese typisch narzisstischen Männer - drehten sich nur um ihre eigene Großartigkeit, ich hatte die Funktion, sie zu bewundern und anzuhimmeln, sowie, sie durch meine Attraktivität aufzuwerten. Für mich, als Person, interessierten sie sich nur so weit, wie es notwendig war, damit ich weiterhin meine Funktion erfülle.
    Ja, und als ganz junge Frau war ich dann durchaus verführbar durch Männer, die mir das Gefühl gaben, mich mehr als Person wahrzunehmen und zu schätzen.
    Aber ich bin mir sicher, für viele Männer ist es ebenfalls die Sehnsucht nach Wertschätzung durch eine Frau, die sie fremdgehen lässt.


    w51
     

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