• 11.03.2018
    • Linda_90

    Wann sollten sich Eltern und Schwiegereltern kennenlernen?

    Hallo zusammen,
    mein Freund und ich sind beide 27 und seit einigen Jahren zusammen. Seit zwei Jahren wohnen wir auch in einer gemeinsamen Wohnung in unserer ehemaligen Studentenstadt. Wir verstehen uns mit den Eltern des jeweils anderen prima und fühlen uns in beiden Familien sehr wohl. Ursprünglich kommen wir aus unterschiedlichen Städten und fahren beide Familien gerne besuchen.
    Mein Freund hat demnächst Geburtstag und vorgeschlagen unsere Eltern zu diesem Anlass gemeinsam zu uns einzuladen. Ich war darüber ehrlich gesagt sehr überrascht und weiß noch nicht richtig was ich davon halten soll. Unsere Eltern sind sehr verschieden und ich kann mir so ein Treffen überhaupt nicht vorstellen. Sie werden sicher alle vier sehr bemüht sein, aber ich habe Sorge vor einer zu gezwungenen Atmosphäre. Wenn er sich das wünscht habe ich natürlich nichts dagegen, aber selber wäre ich gerade nicht auf die Idee gekommen so ein Treffen zu organisieren.
    Mich würde daher interessieren wann ihr die Eltern miteinander bekannt gemacht habt, wie so ein Treffen abgelaufen ist und wann für euch der Zeitpunkt gekommen wäre?
    Ich freue mich über Antworten und bedanke mich schonmal.
     
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    • # 1
    • 12.03.2018
    • Goody
    Ich denke das ist ein guter Zeitpunkt. Ihr lebt seit zwei Jahren zusammen, habt ein gutes Verhältnis zu Euren Eltern. Das liest sich alles rund.
    Eure Eltern müssen keine besten Freunde werden, doch schön wenn man sich kennenlernt. Gezwungene Atmosphäre: das muß nicht sein. Anfänglich vielleicht bis man sich beschnuppert hat, doch Eure Eltern werden erwachsen genug sein um mit dieser Situation umzugehen wissen.
     
    • # 2
    • 12.03.2018
    • Lebens_Lust
    Nach einigen Jahren ist es sicher angemessen, wenn sich auch die Eltern gegenseitig kennen lernen. Mich wundert etwas, dass Du die Eltern komplett verschieden einschätzt. "Kinder" kommen ja doch meist auf ihre Eltern.
     
    • # 3
    • 12.03.2018
    • neverever
    Eure Eltern sind schon groß und werden schon wissen wie diese Situation entspannt zu gestalten ist.
    Die Grundvoraussetzungen sind doch gegeben.
    M47
     
    • # 4
    • 12.03.2018
    • Pia62
    Gute Morgen liebe FS,

    beide Elternpaare sind erwachsen, davon darfst du ausgehen. Sie werden wissen, wie man miteinander umgeht.
    Kann es sein, dass du ein Problem, was an dir nagt vielleicht verlagerst?
     
    • # 5
    • 12.03.2018
    • Ejscheff
    Ihr seit einige Jahre zusammen und lebt davon zwei Jahre gemeinsam. Zu früh ist diese gemeinsame Feier sicher nicht. Mir kommt es sogar relativ spät vor. Als Problem sehe ich das aber nicht an. Seine Absicht ist gewissermaßen eine Bekräftigung eurer Beziehung. Würde er irgendwelche relevanten Beziehungsprobleme sehen, wäre er nicht auf diese Idee gekommen.

    Interessanter ist es es eher, was für dich das tatsächliche Problem ist. Meinst du, dass ein Elternpaar den Ansprüchen des anderen Elternpaars nicht genügen könnte? Genierst du dich für eines der beiden Elternpaare? Warum sieht er dieses Problem nicht?
     
    • # 6
    • 12.03.2018
    • Tom26
    Dein Freund hat doch recht - die Gelegenheit ist günstig. Zu früh finde ich den Zeitpunkt auch nicht.
    Warum denn eigentlich nicht? Die Bedenken, die Eltern könnten steif die üblichen Floskeln absondern und nach 2 Stunden den Wunsch haben, wieder zu verschwinden, mögen berechtigt sein. Aber sicher wissen kannst du das erst nachdem sich die Eltern kennen gelernt haben.
     
    • # 7
    • 12.03.2018
    • Amytan
    Hier gibt es keine Regeln (und kein Muss). Ich selbst habe meine früheren Schwiegereltern und meine eigenen Eltern nie zusammengebracht, weil sie in völlig unterschiedlichen Welten lebten und ich die »scheinbar Stilleren« nicht dem Stress meiner oft überheblichen Mutter aussetzen wollte.

    Bei meinem eigenen Sohn, seinen möglicherweise künftigen Schwiegereltern und mir läuft das anders: zuerst sind wir uns einig, dass nur »die ernsthafteren Kandidaten«, also diejenigen, von denen er selbst meint, sie könnten in den sog. Schwiegerelternstatus einrücken, irgendwann von mir eingeladen werden. Zusammen mit den involvierten »Kindern«.
    Da mein Sohn aber nicht unbedingt heiraten will (und das auch offen kommuniziert), war das bisher schon zweimal der Fall. Einmal lief es ausgesprochen nett ab (die Eltern seiner damaligen Freundin kamen vor weit her und wohnten dann ein paar Tage bei mir), das lag daran, dass wir uns auf Anhieb menschlich sehr mochten. Das nächste Mal fand ich den Vater ausgesprochen liebenswert, die Mutter hätte gut zu meiner eigenen gepasst - auch sie wohnten nicht gerade um die Ecke (USA) und ich brachte sie nicht bei mir unter ...
    Mal sehen, ob es eine dritte Option (mit wieder neu gemischter Besetzung) geben wird. Ich bin da offen und freue mich immer, die liebenswertesten - und manchmal auch unmöglichsten - Gruppierungen kennen zu lernen.

    Liebe @Linda_90, ich denke, wenn du eine starke Persönlichkeit bist und es dir zutraust, Gespräche auch korrigierend zu lenken bzw. einzugreifen, wenn sich jemand an deinem Tisch überfahren, vernachlässigt, nicht einbezogen fühlt, bring die Eltern zusammen. Denn sie sind ja, durchaus berechtigt, neugierig darauf, in welchem Umfeld das eigene Kind künftig (auch) leben wird.
     
    • # 8
    • 12.03.2018
    • mokuyobi
    Liebe FS,
    das ist sicher bei jedem anders. Bei mir hatte es sich in der Vergangenheit manchmal einfach ergeben, da sie nicht weit auseinander wohnten o.ä. Ich selbst lege darauf keinen großen Wert, wenn ich schon vorher einschätzen kann, dass sie nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Wenn man gedenkt zu heiraten, wär es aber sich vor der Hochzeit besser, als das erst bei der Feier auszuprobieren.
    @Lebens_Lust sicher kommen Kinder in groben Dingen (Bildungsgrad o.ä.) häufiger nach ihren Eltern, aber bei Dingen wie Hobbies, Beruf, Vorlieben, politische Einstellung, Gesprächsthemen geht es da generationsbedingt häufig sehr weit auseinander in meinem Freundeskreis, z.B. "Alt-68er" und streng konservative Eltern; manche mit Ende 70 fit und sportbegeistert, die anderen reden nur von ihren Krankheiten und leiden an der Welt. Die Kinder sind da oft ganz anders eingestellt, das ist doch oft eine Generationsfrage. Ich finde es daher gar nicht seltsam.
     
    • # 9
    • 12.03.2018
    • irina_85
    Hallo FS,

    in meinen Beziehungen gab es bisher nur die Konstellation, dass entweder ich die Eltern des Partners kennengelernt habe oder der Partner meine Eltern kennengelernt hat.

    Das gegenseitige Kennenlernen der Eltern würde für mich nur in Frage kommen, wenn wir planen zu heiraten oder es wirklich ernst wäre. Zusammenleben gehört sicherlich dazu, ist aber kein Muss.

    Generell würde ich die Situation meisstern mit beiden Eltern, aber es wäre für meine Eltern jetzt auch ein bisschen komisch. Meine Eltern sind russlandsdeutsche und ich hatte bisher immer deutsche Partner. Daran lag es wohl, dass ich da nicht so schnell solche Treffen wollte. Da sind die Unterschiede schon extrem. Bisher stand es auch nie zur Debatte.

    Also wenn du dich wohlfühlst und deine Eltern locker drauf sind. Warum nicht? Manchmal kann man von vornherein sagen, ob die Eltern harmonieren würden.

    Im Nachhinein lags bei mir auch eher daran, dass ich die Eltern des Partners nicht 100%ig super fand. Würde da aber alles passen, hätte ich keine Bedenken.
     
    • # 10
    • 12.03.2018
    • Laubsk
    Wieso hast du Bedenken? Fühlt sich das für dich wie eine Verlobung an, die du eigentlich gar nicht willst?

    Um die Eltern mach dir mal keine Sorgen. Die sind ja auch nicht mehr ganz grün hinter den Ohren.
     
    • # 11
    • 12.03.2018
    • frei
    Meine Eltern und die Eltern meines Kindsvaters haben sich zweimal gesehen, bei der Taufe und bei der Konfirmation meiner Tochter.
    Und das reichte auch.

    Alle anderen Elternpaare haben meine Eltern nicht kennengelernt.

    Außer jetzt kürzlich die Eltern meines Freundes und das kam so:
    Heiligabend vor 15 Monaten.
    Mein Vater ist dement, mein Bruder seilt sich ab, bleiben nur meine Stiefmutter, meine Tochter und ich von unserer ehemaligen Kernfamilie. Das ist schon ziemlich trostlos.
    Mein Freund verbringt seit Jahren den Heiligabend allein mit seinen schwierigen Eltern, was ziemlich trostlos ist.
    Meine leibliche Mutter verbrachte viele Jahre den Heiligabend mit der großen Familie ihres Mannes, der aber inzwischen, ein weiteres Beispiel seines unmöglichen Wesens, ich habe das schon ab und zu erzählt, mit allen zerstritten ist. Der wollte den Heiligabend allen Ernstes ohne sie mit seinen Saufkumpanen in der Kneipe verbringen, das wäre für meine Mutter sehr trostlos gewesen.

    Was lag also näher, als die drei Minigrüppchen zusammenzuführen ?
    Was soll ich sagen ? Meine beiden Mütter waren sehr abgeturnt, die eine sagte hinterher 'die will ich nie wiedersehen', was selbst bei oberflächlicher Betrachtung verständlich war.
    Das war's also.
    Übrigens verstehen sich meine beiden Mütter erstaunlich gut und das seitdem meine Stiefmutter vor über 40 Jahren in unser Leben getreten ist.
    Das ist schon erstaunlich, nicht ?

    An Ostern werden wir zu sechst sein: meine beiden Mütter, meine beiden Töchter, mein Freund und ich.

    Die Mutter meiner Schwiegertochter würde ich übrigens sehr gerne kennenlernen ( einmal ganz kurz gesehen und das war nett ), sie zieht aber nicht.
    Schade...naja, sie sieht wahrscheinlich die Notwendigkeit nicht, denn sie denkt, die Mädchen seien Freundinnen, die halt in einer WG zusammen wohnen. Sie darf nicht wissen, dass sie ein lesbisches Paar sind ( kulturelles Problem, ich maße mir nicht an, das zu bewerten ).

    w 50
     
    • # 12
    • 12.03.2018
    • Moona
    Liebe Linda. Es wurde schon viel Gescheites geschrieben und dem muß ich nichts mehr hinzufügen ausser ein kleiner Praxistipp für das Treffen: serviere einen Begrüßungssekt (oder auch zwei....) zur Feier des Tages, das entspannt schon mal ein wenig.

    Später dann könntes Ihr entweder in den Garten gehen oder vielleicht einen Spaziergang machen? Das entspannt zusätzlich und entkrampft. Viel Glück.
     
    • # 13
    • 12.03.2018
    • Salemina
    Ging mir mit meinen Eltern & Schwiegereltern anfangs genau so. Ich dachte das könnte unangenehm & komisch werden, weil die Ansichten bei gewissen Themen doch seeehr auseinander gehen.. War aber überhaupt kein Thema! Die Atmosphäre war auch überhaupt nicht gezwungen, alle haben sich gefreut eingeladen worden zu sein & haben sich ganz normal unterhalten. (Was sonst?)
    Mittlerweile hat sich das ganz gut entwickelt. Bei uns kommen beide Elternseiten zu unseren Geburtstagen, zwischendurch laden sie sich auch gegenseitig (inkl. uns natürlich) zum Grillen etc ein.

    Eure Eltern sind ja erwachsen & werden entsprechend miteinander umgehen. Sind ja sicher nicht die ersten Leute, die sie auf einer Geburtstagsfeier neu kennenlernen. Was soll denn passieren?
    Im schlimmsten Fall können sie sich nicht leiden & man lädt sie in Zukunft nicht mehr gemeinsam ein..
     
    • # 14
    • 12.03.2018
    • pixi67
    Bei mir war es einfach, meine Eltern hatten eine große Feier ( ca 1,5 Jahre zusammen) und die Idee die Eltern meines Freundes einzuladen, konnten gerne noch die Tante mitbringen.
    Wir haben meine späteren Schwiegereltern gefragt und sie wollten! In der Menge war es sehr schön ungezwungen und von da gab es gemeinsame Weihnachten..

    Wie gesagt, die sind gross und können ja oder nein sagen..
     
    • # 15
    • 12.03.2018
    • Thanis
    Wir haben das letzten Sommer, einem 3/4 Jahr nach unserem Kennenlernen, beim Grillen im Garten gemacht. Bei mir waren es Onkel und Tante, die für mich schon lange Eltern-Ersatz sind, seine Eltern und die ältere Schwester mit Anhang. Die erste Stunde war etwas schleppend, dann kam der Wodka für die Männer, die Bowle für die Frauen. Ich muss heute noch lachen, wenn ich dran denke.
     
    • # 16
    • 12.03.2018
    • frei
    Hm...genau das war eben der Grund, warum meine Mutter meinen quasi-Schwiegervater nie wieder sehen will.
    Der wird nämlich wenn er voll ist richtig ätzend.
    Sonst ein gebildeter, schöngeistiger Mann wird er nach drei Gläsern Wein jovial, laut, albern, peinlich.

    Du siehst, genau das ist eben das Problem, die Leute sind verschieden. Du, deine Eltern ( Onkel und Tante ) und deine Schwiegereltern passen da halt zusammen. Ihr alle mögt es, wenn ihr blau seid und dann lustig werdet.
    Ich und meine Mütter finden das nicht angenehm.
    Meinem Freund und seiner Mutter, Ehefrau des Blauen, der in nüchternem Zustand durchaus ein interessanter Herr ist, ist diese Metamorphose sehr peinlich und ihm selbst, wenn er wieder nüchtern ist, auch.
    Er sieht ein, dass er nur noch ein Glas trinken sollte, aber für den Kontakt zu meinen Müttern ist es zu spät.

    Naja, das war es nicht allein. Es ist mit den beiden auch sonst nicht so einfach. Speziell die Mutter vergrault alle, sogar ihre Putzfrau.
    Das hat dann eher nichts mit Inkompatibilität zu tun, sondern mit schlechtem Benehmen.
    Ich komme mit ihr übrigens ganz gut zurecht, denn herzlich und liebevoll ist sie eben auch. Sie hat zwei Gesichter.
    Und ich kann mich wehren, was ich auch sehr grob tue.
    Genauso grob wie sie, denn ich finde, sie verdient keinen besonderen Respekt, nur weil sie alt ist oder die Mutter meines Freundes.
    Ich werde natürlich nie laut, aber ich gebrauche sehr deutliche Worte und zwar direkt in der Situation.
    Bislang war sie dann ganz kurz still und hat sich schnell wieder eingekriegt und mir das nicht nachgetragen, was ich wiederum erstaunlich fand und sich dann sogar ein Weilchen sozialverträglich verhalten.
    Im letzten Herbst war wieder so eine Situation, nicht anders als viele davor, aber sie war sehr beleidigt und seitdem hält mich mein Freund von ihr fern, obwohl sie mich gerne wiedersehen will, mich an Weihnachten sogar angerufen und sich entschuldigt hat, was ich gerne angenommen habe und bewundernswert fand.
    Ich denke, er hat Angst, dass es wieder passiert ( das wird es sicher ) und er sich dann entscheiden muss.

    Na meinetwegen, ich bin nicht scharf auf Kontakt, eher sogar froh, dass er mich nicht dabei haben will.
    Jetzt geht er immer samstags zum Frühstück da hin.
    Meine Welt ist in Ordnung.

    Wenn die Eltern und Schwiegereltern der FS angenehme, unkomplizierte, freundliche Leute sind, dürfte es kein Problem geben.
    Meine Schwiegereltern sind schon ein Sonderfall.

    w 50
     
    • # 17
    • 12.03.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Das kann man doch so nicht verallgemeinern, das ist ganz individuell und daher jede Empfehlung nach meiner Meinung nicht zu zu gebrauchen, das ist einzige Sache zwischen dir und deinem Freund und diese Frage solltest du daher besser deinem Freund besprechen, das wäre aufrichtig und authentisch!
     
    • # 18
    • 13.03.2018
    • Thanis
    Liebe Frau @frei,
    die TE ist 27 und mit ihrem Freund seit Jahren zusammen und kennt, wie sie schreibt, auch seine Eltern gut.
    Ob darunter solch ein Exemplar wie Dein Quasi-Schwiegervater ist, sprich ein Mensch der unter Alkohol sein wahres Gesicht zeigt, wird sie längst wissen.
    Ich finde es eher ungewöhnlich, dass sich die Elternpaare nach so langer Zeit noch nicht kennen.
     
    • # 19
    • 13.03.2018
    • Ejscheff
    Das ist bisher einer der besten Kommentare. Im Gegensatz zu ihrem Freund scheint die FS Bedenken bezüglich eines Zusammentreffens zu haben. Nett wäre es wenn sie ihre Bedenken kurz erörtert.

    Das ist wieder so typischer @irina_85 Post. Alles muss passen und 100 % super sein. Vermutlich kann man diese Aussage wörtlich verstehen. Leider wird es niemals zu 100 % passen. Dass ist schade denn so ein Treffen ist auch eine Aussage dazu, wie die Beteiligten zu ihrer Beziehung stehen.

    @frei beschreibt wieder sehr bildgewaltig was alles gegen solche Zusammenkünfte sprechen kann. Tatsächlich gibt es solche Events kaum ohne unterschwellige Konflikte. Alkohol kann tatsächlich die Stimmung zwischen Fremden lockern oder gerade Konflikte auslösen. Wenn die Gastgeber ihre Gäste kennen, können sie hier aber steuernd eingreifen.

    Eine sehr schöne Komödie zum Thema ist "Mein Braut, ihr Vater und ich" zuzüglich der beiden Fortsetzungen.

    Ich selbst habe schon die Eltern meiner "Schwiegersöhne" (innerhalb von 7 Jahren zwei Stück) kennen gelernt und mit ihnen "gefeiert". Mit dem ersten Schwiegerelternpaar habe ich immer noch einen netten Kontakt, während die "Kinder" heillos zerstritten sind ;)

    Meine Mutter, meine Stiefmutter und meine inzwischen verstorbene (Ex)Schwiegermutter ließen bei Zusammentreffen die Waffen schweigen. Es lief gemeinsam mit ihnen oft besser als mit ihnen getrennt. Die Väter waren alle schon vorher verstorben.

    Ein Familientreffen mit meiner Mutter und meinem neuen temporären Schwiegervater, meiner Tochter und ihrem Freund war bereits terminiert. Durch das Nichterfüllen der 100 % Marke meinerseits ist dieses Treffen aber entfallen. Treiber für das Treffen waren übrigens meine Tochter und ich.

    Mit dem Vater meine Exfreundin und anderen ihrer Verwandten bin ich wohl zu gut klar gekommen. Ich stand nach Aussage meiner Exfreundin zu sehr im Mittelpunkt bzw. habe zu sehr die Meinung ihres Vaters gestützt. Das war auch ein Teil der Nichterfüllung der 100 % Marke.
     
    • # 20
    • 13.03.2018
    • Rosenblatt
    Meine Eltern (meine Mutter, habe keinen Vater) kennen meine Nichtspe-Schwiegereltern gar nicht, auch nach 4 jahren nicht. Sie hatte auch keine Ambitionen, da die Bildungslücke zwischen ihr und ihnen extrem groß ist, die Eltern meines Mannes sind extreeem einfach im Kopf und haben auch schon beleidigende Sachen über sie gesagt, ohne sie zu kennen und ich bin auch nicht ihr Wunsch-Schwiegertöchterchen (Frauen mit Tattoos sind für sie auch asozial, ich finde, das trifft eher auf ihre verblendeten Vorurteile zu...).
    Daher hat meine Mutter keine Ambitionen, sie kennenzulernen, was ich auch verstehen kann. Ich hab zu den S-Eltern keinerlei Bindung, ich sehe sie 1 - 2x im Jahr obwoh sie in derselben Stadt wohnen. Man grüßt sich kurz ubd fertig. Meine Familie im Rheinland sehe ich trotz der größeren Entfernung deutlich öfter. Aber ich hab auch keinen Drang danach, zwanghaft einen auf Harmonie und Familie zu machen. Entweder es passt oder (hier auf beiden Seiten) es passt nicht. Mir ist das wirklich egal.

    Geh es locker an. Sehe auch das Risiko, dass es NICHT passen könnte. Keiner sollte sich zu was zwingen und heucheln. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.
     
    • # 21
    • 13.03.2018
    • irina_85
    Ejscheff: nein das meinte ich nicht. Ich kann dir gerne ein Beispiel nennen aus der letzten Beziehung. Bei meinem damaligen Freund kam ich mit der Mutter bestens klar, aber der Vater war sehr dominant und ich sah oft wie er seine Frau unwürdig behandelt, so ist z.B auf dem Boden etwas gelegen und er hat ihr Befehle gegeben das aufzuheben. Es gab noch mehr Vorfälle. So einen Menschen dulde ich in meinem Elternhaus dann eben nicht. Abgesehn davon war mein damaliger Freund mehr bei meinen Eltern als bei seinen.

    Meinen Eltern wollte ich dies irgendwie nicht antun, denn es ist für sie dann auch eine blöde Situation. Wenn es da nicht passt, dann eben nicht.

    Letzendlich kennt man ja die Schwiegereltern und ob die alle nun zusammenkommen müssen ist für mich nicht relevant. Vor der Hochzeit ja ok..ansonsten eher nein. Wozu auch?
     
    • # 22
    • 13.03.2018
    • Lionne69
    Eigentlich geht man bei Erwachsenen davon aus, dass sie mal ein paar Stunden Smalltalk überstehen - vor allem wenn es für die eigenen Kinder und auf deren Wunsch ist.

    Ich finde es eine schöne Geste - im Worst Case ist es nichtssagend und man trifft sich auch in Zukunft nur bei den entsprechenden Gelegenheiten und bleibt beim Smalltalk.

    Auch Menschen, die sehr unterschiedlich sind, können eine Ebene finden, auf der man sich begegnen kann.
    (Und wenn es in einer ferneren / näheren Zukunft die gemeinsamen Enkel sind).

    Dies mal aus der Perspektive einer Irgendwann Schwiegermutter. Ich möchte nicht, dass sich meine Kinder für mich schämen.

    Dass mein Vater meinen Schwiegereltern nur an den jeweiligen Hochzeiten begegnete, lag an ihm. Aber er ist insgesamt sozial inkompatibel, heute ist es irrelevant, weil er nun dement ist.
    Eine Mutter zum Vorstellen gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr.

    W, 48
     
    • # 23
    • 13.03.2018
    • neverever
    So ein wenig habe ich das Gefühl das sich eher die Damen hier und überhaupt solche Gedanken machen, ob es mit den Familien untereinandergemischt bei solchen Treffen passt.
    Als Mann habe ich mir da jetzt nicht diese Gedanken gemacht ob die sich leiden können oder nicht. Ich hatte eher beim ersten persönlichen Treffen mit den Schwiegereltern oder auch bei der letzten Schwiegermutte in spe´ die Sorge, ob sie mich mögen und bei beiden malen die Hosen voll. Damals mit 16 Jahren und auch mit über 40 Jahren.
    Das erste Aufeinandertreffen meiner Schwiegereltern und meinen Eltern, fand tatsächlich bei meiner Hochzeit statt.
    Beginnend mit leichtem abtasten und jeder der Clans saß sich gegenüber bei der Feier. Ich grinse mir gerade einen.....
    Doch nach etwa zwei Stunden war die Sippschaft komplett vermischt und man hatte sich ja so unglaublich viel zu erzählen.
    Lass die Erwachsenen bitte Erwachsen sein. Die machen das schon ganz alleine, wenn nicht gerade alle solche Eigenschaften haben, wie @frei es beschreibt. Mein liebe, mir tut das sehr Leid für dich das du nicht in den Genuss einer sich gut vertragenden großen Familie gekommen bist. Das finde ich sehr sehr Schade.
    m47
     
    • # 24
    • 13.03.2018
    • Laleila
    Meine und seine Eltern lernten sich zur offiziellen Verlobungsfeier kennen. Also am Tag vorher. Da sie 400 km auseinander wohnten, war ein spontanes zwangloses Kaffetrinken kaum möglich.

    Ich hatte nie vorher einem Treffen meiner und der Eltern eines Freundes zugestimmt. Für mich stand immer fest, dass ich dies erst möchte, wenn es absolut klar ist, dass ich mit dem Mann mein restliches Leben verbringen werde.

    Obwohl meine Eltern sehr herzliche, warme Menschen waren, kamen sie kaum durch die angespannte höfliche Distanziertheit meiner Schwiegereltern.
    Am Ende befanden sie sich dennoch alle gegenseitig als "eigentlich wirklich nett."

    Die zweite Begegnung war bei der Hochzeit. Erst nach Jahren entspannte sich das Verhältnis, was aber vorrangig daran lag, dass meine Schwiegermutter mich anfänglich komplett ablehnte.
    Inzwischen hat sie mich aber sehr lieb.
     

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