• 02.11.2017
    • FrecheFrau

    Verlernt man als Single das Partnersein?

    Ich bin seit inzwischen 7 Jahren alleine.
    Natürlich habe ich versucht, Männer kennenzulernen, einen neuen Partner zu finden, nachdem der Vater meiner Kinder mich verließ und die Ehe geschieden wurde.
    Beziehungsanbahnungsversuche gingen schief, die Herren waren letztendlich nicht an einer festem Beziehung interessiert.
    Ich fand mich vor drei Jahren in einem Konstrukt wieder, das mehr als F+ und weniger als eine verbindliche Beziehung war. Es endete sehr schmerzhaft für mich, ich war leider doch nur Übergangsfrau.
    Inzwischen glaube ich, dass ich das "Partnerinsein" verlernt habe. Die Männer in meinem Leben haben sich mir gegenüber auch nie wirklich partnerschaftlich verhalten.
    Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie das geht... Partnerschaft.... Liebe...wertgeschätzt werden.
    Inzwischen habe ich auch jegliche Hoffnung aufgegeben und ziehe mich immer mehr zurück.
    Es fällt mir schwer, jemandem zu vertrauen, ich war früher eher leichtgläubig.
    Wer kennt diesen Zustand und konntet ihr ihn positiv ändern?

    W, 48, zwei Kinder
     
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    • # 1
    • 02.11.2017
    • HDCrafty
    Ich finde jeder definiert "Partnerschaft" anders bzw. subsumiert darunter verschiedene Eigenschaften und Inhalte.

    Ich selbst bin jemand, der noch nie gut mit Menschen intim sein konnte. Das entspricht mir einfach nicht. Da kann man mich ruhig verkorkst oder geschädigt nennen, aber betrifft es mich oder macht es mich traurig ? Nein.

    Daher tendiere ich bei solchen Fragen, wie der deiner, mal ganz provokant die Frage in den Raum zu stellen, ob man es überhaupt lernen/muss oder soll ? Kann man das überhaupt "lernen" ? Braucht es da nicht sowieso zwei für ? Was bringt es an sich selbst "rumzudoktern" und dann gerade dadurch eine potentielle Partnerschaft zu torpedieren ?

    Das was Menschen wollen bzw. auch geben wollen ist doch sehr subjektiv. Da kann man sich doch gar nicht feinjustieren oder kalibrieren. Das ist wie stochern im Trüben. Wenns klappt, weiß man nicht, ob das was man gemacht hat dazu geführt hat, wenn es nicht klappt, weiß man nicht, ob man gerade wegen dem, was man gemacht. es dazu geführt hat oder das was man zum Leidwesen nicht gemacht hat, dazu geführt hat.

    Von dem mal abgesehen, könnte auch, wie ich es gerne nenne, dein inneres Feuer oder irgendwas Essentielles in dir drin zerstört worden sein. Durch die gescheiterte Beziehung und das was danach folgte.
    Ich glaube aber nicht, dass das ein Dauerzustand sein muss. Aber bevor man sich nicht selbst innerlich wieder aufgebaut hat, macht es glaube ich wenig Sinn, sich über Partnerschaft gedanken zu machen, weil man in der falschen Gemütslage ist.
    Als ob man versucht besoffen Wurfstrategien für einen Wettkampf zu entwickeln, man aber erstmal nüchtern werden sollte und dann das Problem aus der richtig Perspektive angehen kann.

    m in den 20ern
     
    • # 2
    • 03.11.2017
    • Leopardin
    Als Erstes schminke dir den Gedanken ab, dass du einen Partner zwingend zum Leben brauchst um glücklich zu sein. Das geht fürwahr auch als Single.

    Für mich persönlich ist sowieso wichtiger: Mein Sohn!!!, der Rest der Familie, eine wahre Freundin - Jahrzehnte an meiner Seite -, dann meine Gesundheit und last but not least die Tatsache, dass ich ein doch schon privilegiertes Leben führe, in dem ich den Euro nicht fünfmal umdrehen muss. Altersarmut muss ich Gott sei Dank nicht fürchten. Nicht nur in in diesem Punkt sorge ich - soweit es möglich ist - für alle Eventualitäten vor.

    Selbstverständlich ist auch mein neuer Partner wichtig. Ein astreiner Charakter, wir leben beide aber gewollt nicht zusammen, weil jeder ein eigenes Haus hat. Das bereits nach kurzer Zeit aufzugeben wäre verfrüht und unüberlegt. Und was in zehn Jahren ist steht sowieso noch in den Sternen.

    Du hast bisher Pech mit den Männern gehabt. Na und? Keine Katastrophe und erst recht kein Weltuntergang. Hast lediglich bisher noch nicht den Mann getroffen, der integer veranlagt ist und auf den du dich blind verlassen kannst. Stell dir vor, trotz vieler Dummschwätzer und Fremdgeher auf unserem Planeten gibt es diese integer veranlagten Männer. Also gehe auf die Suche, arbeite aber zuerst an deinem Selbstwert. Einen solchen besitzt du nämlich nicht, wenn du dich von Misserfolgen nach unten ziehen lässt. Rückzug in ein stilles Kämmerlein geht durchaus mal um nachzudenken, die Gedanken zu ordnen, aber nicht um sich vom Leben zu verabschieden und die Freude daran zu verlieren. Auf diesem Weg bist du leider gerade, was ich auch deshalb nicht nachvollziehen kann weil du Kinder - somit Familie - hast, egal ob jung oder alt. mit dir zusammen oder aus diversen Gründen in der Ferne.

    Also, suche dir einen Therapeuten, der dich wieder aufbaut. Und dann gehe (durch Sport oder anderes Hobby) unter Leute, zurück in den alten Freundeskreis oder in einen neuen, den du dir suchst. Eine verlässliche Person im Leben ist wichtig. Nicht Tausende, eine einzige!! reicht voll und ganz.

    Dann kommt vielleicht auch irgendwann der Mann, mit dem es rund läuft. Aber bis dahin musst du an dir arbeiten und durch äußere Gegebenheiten nicht die Laune vermiesen lassen. Alles Negative strahlst du aus und bist vielleicht auch deshalb für viele Männer eine leichte Beute.
     
    • # 3
    • 03.11.2017
    • Lebens_Lust
    Grundsätzlich kannst Du sicher auch alleine glücklich werden. Und ich denke, das ist für Dich wahrscheinlich auch der richtige Weg.
    Wenn ich Dich hier lese, wundert es mich nicht, dass Männer flüchten:

    Ja, ich denke auch, Du hast das "Partnerinsein" verlernt. Oder es nie gekonnt. "Frechefrau" klingt nach einer, die sich durchsetzt und das was ich hier von Dir lese auch. Für mich entsteht das typische Bild einer KG44/46-Frau, die mit der Attitüde "Ich bin wie ich bin" durchs Leben schreitet und sich noch ein wenig wundert, dass sich kein Mann an sie anpassen möchte. Auch dazu wieder ein Zitat von Dir:

    Wenn Du nur an Männer gerätst, die sich nicht auf Dich einlassen möchten, wird das von außen betrachtet vermutlich nicht nur an den Männern liegen. Ich befürchte aber, Du hast wirklich verlernt, Dich darauf einzulassen. und offensichtlich auch in Deiner Ehe Erfahrungen gemacht, die zu "das lasse ich mir nie wieder gefallen" geführt haben, wie bei doch einer Reihe Frauen.
    Ich glaube nicht, dass Du den Zustand ändern kannst. Richte Dich besser darauf ein, Dir einen guten Freundeskreis von Gleichgesinnten zu schaffen, so lebst Du vermutlich glücklicher.
     
    • # 4
    • 03.11.2017
    • Moona
    Liebe FrecheFrau. Du bist unglücklich und Du suchst die Rettung und die Erlösung in einer Partnerschaft. Und das genau ist der falsche Weg. Ein Pferd lässt sich schlecht von hinten aufzäumen.

    Mach es anders herum: arbeite an Dir, Deinem Selbstwert, an Deiner Lebensqualität, an Deinem Umfeld, Deinem Leben, Deinen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, Deiner Freizeitgestaltung, Deiner Wohnung, Deinen Hobbies. Richte Dir Dein Leben so schön wie möglich ein, LERNE Dich zu mögen und glücklich zu sein.

    Und wenn Du dann mit Dir im Reinen bist, dann wirst Du auch den Menschen in Dein Leben ziehen, der genau dazu passt, nämlich zu einer aufgeräumten und zufriedenen Frau. Das passiert genau zu dem Zeitpunkt, wenn Du gar nicht mehr mit ihm rechnest und wenn Du ihn gar nicht mehr brauchst.

    Bis jetzt hast Du im Mangel gelebt. Ich wette, dass Du das kennst. Und es würde mich sehr wundern, wenn das in Deiner Kindheit anders gewesen sein sollte. Du bist vermutlich schon negativ geprägt. Und das umzukehren wird Dich einige Anstrengungen kosten. Wer sich nicht selbst lieben kann, der wird auch von anderen nicht geliebt und schon gar nicht gerettet. Und genau aus dieser Abwärtsspirale musst Du ausbrechen. Viel Glück.
     
    • # 5
    • 03.11.2017
    • frei
    Ja, auch ich habe das Partnerin-Sein verlernt.
    Ich bin zu keinen Kompromissen bereit.
    Ich finde mein Leben gut auch ohne Mann und wenn ich mich darauf einlasse, mit einem Mann zusammen zu sein, dann nur, wenn mein Leben mit ihm noch ein bisschen schöner wird und das ist schwer.

    Wenn mein Freund ( immerhin klappt das schon 3,5 Jahre ) etwas macht, was mich abturnt, ist meine Überlegung zwar auch, ob ich damit leben kann, weil es mich z.B. nicht betrifft ( ganz viel ) oder ob ich versuchen soll, ihn zu bitten, das Verhalten abzustellen, z.B. weil es mich nervt ( da fallen mir seine wirklich unerträglichen Kalauer ein ), aber vor allem denke ich immer an die Option, dass ich mich ja jederzeit trennen könnte, wenn die Bilanz negativ wird.
    Ich bin gerade an diesem Punkt.
    Ja, es handelt sich mitnichten um Abturner erheblichen Ausmaßes wie Untreue, Illoyalität oder Gewalt, sondern um Kleinigkeiten, die andere Frauen sicher nur ärgern und zum Zetern veranlassen würden, aber niemals dazu, das Sicherheit gebende Nest, das ihr Mann ihnen bietet, in Frage zu stellen.

    Und genau das dürfte mit Beziehungsfähigkeit, du nennst es 'Partnersein' gemeint sein.
    Ja, ich will nur die Schönwetterlagen.
    Ich will mich nicht belasten.
    Ich will ihn nicht mit mir belasten.
    Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, die dauerte insgesamt ca. ein Jahr und ich habe es ihm ( und meiner Tochter und sonst niemandem ) erzählt, als alles vorbei war.
    Ich schaffe alles allein und das gefällt mir.
    Das ist keine Partnerschaft, wir sind keine Partner, ich brauche keinen Partner, ich will keinen Partner.

    Ja, ich habe es verlernt, als ich eine Partnerin sein wollte und einen Partner brauchte und gemerkt habe, dass ich allein war, als es darauf ankam.
    Ich habe gelernt, allein zu sein, ich habe verlernt, eine Partnerin zu sein.

    Was ich sehr gut kann, ist eine Mutter zu sein und das macht mich glücklich.

    w 50
     
  2. Liebe FS,

    es ist entscheidend, wie sich Partnerschaft für dich anfühlen soll.
    Ich habe ein bisschen das Gefühl, das du dir selber nicht traust und dich vielleicht schon gleich zu Beginn einer Beziehung, viel zu schnell auf Kompromisse einlässt, in der Hoffnung, dass es wird. Du negierst deine Gefühl vielleicht, was sich als Unwohlsein bemerkbar macht und vergisst, was du in einer Beziehung fühlen und leben möchtest.
    Vielleicht handelst du mit deiner Seele ständig Kompromisse aus und stolperst in Weichen, die andere für dich stellen. Somit stellst du dich selber als Verliererin *Übergangsfrau* auf und sendest entsprechende Signale.
    Natürlich bist du partnerfähig, tief in dir ist diese Sehnsucht, die freigeschaufelt und gelebt werden möchte. Nur du musst die Entscheidung treffen und dich entsprechend mental neu ausrichten und DIR vertrauen.
    Hake deine Erfahrungen wertschätzend ab, in dem Bewußtsein, dass sie dich näher an dich und deine Intentionen gebracht haben. Das verwandelt dich in einen Gewinner, statt Verlierer.

    Sei gut mit dir und deiner Sehnsucht. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe!
     
    • # 7
    • 03.11.2017
    • Tomyi
    Ja, das kann schon sein, dass Du das Partnerin-sein verlernt hast.

    Das geht doch vielen AE so, dass sie gewohnt sind, alles alleine ohne Mann zu stemmen, die Kinder in den Lebensmittelpunkt gestellt werden. Da hat ein neuer Partner garkeinen Platz mehr im Leben und es wird häufig von der AE erwartet, dass er sich außen um den bestehenden Alltag rum irgendwie anpasst und einfügt. Vielleicht ist das bei Dir so.

    Du schreibst von einer Freundschaft+ Beziehung in der Vergangenheit. Wie eine Beziehung aussieht, liegt nicht nur an dem Mann, sondern auch an Dir.

    Vielleicht überlegst Du Dir, ob Du einen Mann in Deinem Leben haben willst und für was.

    Wenn Du freundschaftliche Unterstützung und regelmäßig romantische Abende haben willst, ist eine Freundschaft+ vielleicht garnicht so verkehrt.

    Bis ungefähr in das Alter in den 40er ist der Grund für eine Beziehung ja häufig die Familiengründung und das Großziehen der gemeinsamen Kinder.

    Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und keine gemeinsamen Kinder da sind, braucht es doch einen anderen Grund für eine Beziehung. Was könnte das für Dich oder Deinen künftigen Partner sein?
    Hier würde ich ansetzen.

    Liebe und Partnerschaft, Verlieben, Sex sind was Schönes. Es wäre schade, wenn Du als gestandene Frau in Deinen besten Jahren darauf verzichtest.
     
    • # 8
    • 03.11.2017
    • annie83
    Liebe FS
    Ich glaube nicht daran, dass man das verlernt. Ich glaube, das ist wie Fahrradfahren. Du hast wohl einfach versucht, Fahrrad auf einem Einrad zu fahren, das war wackelig, du bist gestürzt und hinterfragst dich nun.
    "Es muss an dir liegen"... hm ja. Weisst du, es kann insofern an dir liegen, als dass du nicht genau hinschaust bei den Männern (passiert mir manchmal). Es gibt viele kleine Dinge, mit denen sie uns zu verstehen geben "eigentlich will ich keine Beziehung.. eigentlich will ich mich ausleben". Aber weil sie attraktiv oder intelligent oder zwischendurch sehr charmant sind und wir die Zeit geniessen wollen, stellen wir die unbequemen Fragen nicht und hoffen ins Blaue hinaus. Wir stellen uns die Beziehung so realistisch vor, dass wir nicht genau beobachten, ob dieser Mann sie auch mit uns will. Tja und dann landen wir auf dem Boden der Realität.
    Naivität und Paranoia - beides sind Fehleinschätzungen, die auf Unkenntnis der Materie beruhen. Lerne, deine Gegenüber zu beobachten, ihnen zuzuhören; orientiere dich weder an Wunschdenken, noch an Horrorszenarios, sondern an dem, was du wahrnimmst. Schärfe deine Wahrnehmung, richte deine Aufmerksamkeit nach aussen, ganz auf dein Gegenüber, statt auf deine Gedanken, Wünsche und Absichten.
     
    • # 9
    • 03.11.2017
    • Joggerin
    Ich kann schon verstehen, dass man solche Befürchtungen hat, aber ich glaube nicht, dass man es verlernt. Die Ansprüche werden nur höher, man weiß genauer, was man nicht will. Und die Guten sind halt rar, von denen trennt man sich ja nicht grundlos.

    Um Beziehungsunfähigkeit festzustellen, müsste man ja erstmal eine Beziehung haben, jemanden kennenlernen, der passt.

    Sich bestimmtes Verhalten nicht mehr bieten zu lassen, heisst ja nicht, das man permanent als streitlustige Kampfemanze unterwegs ist.

    Glücklicherweise sind ja nicht alle Männer gleich, man hat nur gelernt, die schlechten auszusortieren, statt aus blinder Liebe alles zu ertragen.

    Meine Oma hat nach ihrer Trennung vom fremdgehenden Trunkenbold einen Mann geheiratet, der sie stets mit höchstem Respekt und sehr liebevoll behandelt hat. Da war sie schon 60. Dieser Opa war für mich stets ein Vorbild eines anständigen Mannes.

    Und es gibt mir die Hoffnung, daß man auch einen guten und liebevollen Mann finden kann, wenn man schon älter ist.

    Es gibt auch einige Beziehungen in meinem Umfeld, wo ich die Frauen keineswegs um ihre Beziehung beneide - zB. Männer die verbal erniedrigen. Wer braucht sowas? Da bleib ich lieber Single.
     
    • # 10
    • 03.11.2017
    • Lionne69
    Ab und zu kommt diese Frage in einem selbst, ich denke, das ist ganz normal.

    Für mich das Fazit, ok, ich kann gut Single, mit allen Facetten.
    Ich glaube, ich kann auch gut Partnerin.

    Aber es muss halt stimmig sein, die Sahnehaube, nicht im Sinn von großen Ansprüchen, aber eine Partnerschaft soll mein Leben mindestens gleichwertig machen, eigentlich bereichern. Und demjenigen soll es mit mir genauso gehen.

    Ich bin mir sicher, solange man zweifelt, war es einfach noch nicht der/die Richtige, wenn es passt, gibt es keine Zweifel mehr.

    Das heißt aber auch nicht, dass ich mich nicht ab und zu mal hinsetze und reflektiere über mich, meine Eigenheiten, etc. - und dann an so ein paar Stellschrauben Feinjustierungen unternehme.

    Lieber Lebens_Lust, das Zitat ist aus dem Zusammenhang, Freche_Frau hat nicht sich damit beschrieben, sondern dies über das Verhalten einer anderen Foristin geäußert.

    Die Haltung Ich bin wie ich bin, - mag mich mit allen meinen Facetten, habe ein gutes Selbstbewustsein, einen gesunden aSelbstwert ist erst mal per se ganz sicher nicht negativ. Das wird ja oft in anderen Threads als Manko angemerkt.

    Wichtig ist, dass man auch die anderen genau so akzeptiert, und wertschätzt in ihrem Sein.
    D.h. Ich bin wie ich bin und Du, wie Du bist, und ich liebe Dich genauso wie Du bist - das ist das Gefühl, dass ich für einen potentiellen Partner emfinden möchte.
     
    • # 11
    • 03.11.2017
    • gast_m
    Ich kenne diesen Zustand nicht. Ich hoffe jedoch, dass Du von Deinen Kindern wertgeschätzt wirst und ein, zwei echte loyale Freundinnen im Leben hast.

    Zurückziehen ist fehl am Platz, das Gegenteil ist angebracht. Geh raus und sei aktiv (insb. auch in sportlicher Hinsicht), und zwar nicht mit dem Hintergedanken "ich brauch jetzt unbedingt einen Partner der mich wertschätzt", sondern weil Du eine schöne Zeit mit Dir und mit Deinen echten sozialen Kontakten verbringen möchtest.

    Wenn frau ständig maximal in F+ landet ist sie selber schuld. Unabhängig vom Geschlecht natürlich gilt: Wer in Beziehungen scheitert,
    - macht massive Fehler bei der Partnersuche
    - hat Kommunikationsdefizite
    - hat charakterliche Schwächen

    Davon ausnehmen möchte ich langjährige Beziehungen, wo sich die Partner auseinanderleben bzw. keine Reize mehr füreinander übrig haben - dies jedoch noch als essentiell wichtig erachten.

    Selbstreflexion ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung des persönlichen Lebens. Und nicht, die Schuld auf Frauen, Männer oder sonstwen abschieben.

    m, 39
     
    • # 12
    • 03.11.2017
    • Lionne69
    Liebe frei, Danke Dir. Du hast mich gerade sehr tief bewegt, ich denke, Du bist zwar nicht der Typ dafür, aber am liebsten würde ich Dich virtuell zumindest umarmen.

    So prägnant hätte ich es nicht formulieren können. Aber Du hast mit dieser Aussage MEINE ganz persönliche Angst getroffen.
    Ich würde zwar nicht das Fazit ziehen (wollen), dass ich Partnerin verlernt habe, aber ich habe Angst davor.
    Denn ich WAR Partnerin und wollte es auch gerne sein, habe immer gerne gegeben, unterstützt, gekümmert. Nur umgekehrt, als es für mcih darauf ankam, war ich - immer - alleine.
    Das tut weh, ganz tief, berührt meine Urerfahrungen (Angst / Einsamkeit) und auf diese Erfahrung möchte ich zumindest künftig verzichten. Das verarbeitet sich nämlich nicht einfach.

    Damit sind meine schönen Texte von wegen Fügung vielleicht doch nur eine Fassade, Selbsttäuschung? Und bis ein Mann mich heute davon überzeugen könnte, dass er wirklich Partner sein könnte - ein sehr, sehr weiter Weg?

    Oder - ich nehme Deinen Post, und die Gedanken, die es bei mir ausgelöst hat, und arbeite mal daran.
    Prüfe, ob diese Angst (die mir so bis vorhin gar nicht bewusst war) nicht reduzierbar ist, nicht mir permanent im Weg bleibt.
    Die Akzeptanz der Angst, aber reduziert auf ein sensibles Bauchgefühl, und gleichzeitig den Aufbau von Mut, dass das sich Einlassen auf einen anderen Menschen auch Chancen beinhaltet. Gepaart mit dem Wissen, dass ein Irrtum zwar verletzt, aber man dies auch die anderen Male überstanden hat. Also worst case szenario und Optimismus pflegen.
    Weil - ich fände es schon durchaus sehr schön, mich eines Tages wirklich in einer Partnerschaft zu finden - als Partnerin mit einem Partner.

    Freche Frau, Du hast das gleiche Alter, AE, findest Du Dich bei diesen Gedanken wieder?

    Danke Dir für Deinen Thread, danke Frei für den Gedanken.

    w, 48
     
    • # 13
    • 03.11.2017
    • Kathyberlin
    Das solltest Du nicht! Ich habe nach dem Ende meiner Ehe mehrere Versuche machen müssen (auch ein paar sehr enttäuschende) und tausche mich mit Freundinnen über die Beziehungsanbahnung ü 40 aus. Ich habe einen festen Freund, das ist verbindlich, aber anders als andere Beziehungen, die ich früher hatte.

    Es gibt heute unterschiedliche Beziehungsmodelle, und ich denke es gibt nur noch wenige Leute, die in so engen Partnerschaften leben, wie das einst unsere Eltern vorgemacht haben. Das schließt Verbindlichkeit und Treue nicht aus, aber man macht halt nicht mehr alles zusammen. Und das ist Deine Chance, da Du Eigenständigkeit und Beziehung unter einen Hut bringen kannst. Man muss eben nicht gleich zusammen leben, sondern kann auch einfach mal über längere Strecken jemanden "daten". Geh die Sache locker an, stelle nicht allzu viele Erwartungen an das Modell, das Du leben möchtest, und lass den Dingen ihren freien Lauf. Hab Geduld und versuche es neu! Nicht verzagen, Neues wagen.
     
    • # 14
    • 03.11.2017
    • carpe
    Ich denke nicht, dass du das verlernen kannst. Aber nicht jeder Mensch ist gleichermaßen beziehungsfähig. Hinzu kommt noch, dass es der passende Partner sein muss. Und das ist wirklich ein Glücksfall. Ich hab ihn erst nach 48 Jahren gefunden. Und wenn alles stimmt, dann fühlt sich eine Beziehung einfach toll und mühelos an.
    Sicherlich ist es auch etwas einfacher, sich wirklich einzulassen und neu anzufangen, wenn man keine Kinder hat. So wie ich mit meinem Partner die Beziehung gestalten kann, die spontanen und verrückten Abende, wäre mir das als Mutter nicht möglich gewesen. Und vielleicht wäre dann auch nicht die Motivation so groß einen neuen Menschen so intensiv kennen zu lernen.
     
    • # 15
    • 03.11.2017
    • sonrix
    Natürlich verändert man sich, wenn man in bestimmten Lebenskonstellationen lebt.

    Irgendwo habe ich die Geschichte von einem Mann in den USA gelesen, der an einem Tag los ist, immer weiter gefahren ist, dann immer weiter gelaufen ist und dann 27 Jahre allein im Wald gelebt hat. Als Instalateur für Alarmanlagen hat er besonders im kalten Winter, dann aus Jagdhütten das besorgt, was er zum Überleben brauchte.

    Natürlich hat der sich extrem verändert.

    Und auch wenn das bei normalen Menschen viel milder ist, verändern wir uns, je nachdem welche soziale Kontakte wir haben oder eben nicht.

    Eigentlich glaube ich aber, dass das bei Frauen wesentlich weniger extrem ist als bei Männern. Denn auch alleinerziehende Frauen pflegen doch meistens ein großes soziales Netzwerk.

    Und natürlich ist man dann nicht mit jedem Menschen für eine Partnerschaft kompatibel. Aber das war man vorher auch nicht mit jedem. Vielleicht braucht man dann eben einen Menschen, der auch etwas eigenständiger ist als vorher.
     
    • # 16
    • 03.11.2017
    • Clara69
    Das man es verlernt, glaube ich nicht. Aber das man nicht mehr so handelt wie früher, weil man sich nicht mehr so sehr anpassen kann und/oder will, das glaube ich schon. Als Mutter hast du in einer Partnerschaft wahrscheinlich andere Prioritäten als früher oder zumindest einen anderen Rahmen als früher. Und dem muss sich wohl vor allem ein neuer Partner anpassen. Frauen mit Ende Vierzig (gehöre auch dazu) haben zudem in der Regel einen Prozess hinter sich, der häufig dazu führt, dass sie mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse hören, nachdem sie jahrelang für die Familie da waren und nun genauer wissen, was sie brauchen und was nicht.
    Es wird meiner Meinung nach tatsächlich schwieriger, nach vielen Jahren des Singleseins Beziehungen zu leben wie früher. Aber anders als früher geht es bestimmt und die nicht ganz leichte Aufgabe ist es, herauszufinden, wie es gelingen kann und mit wem. Ich selbst verzweifle verzweifle manchmal daran, mit welchen Problemen ich heute in meiner neuen Partnerschaft zu kämpfen habe. Aber eine neue Partnerschaft mit Ende 40 nach langer Singlezeit ist eben etwas, in dem ich keine Erfahrung habe.
     
    • # 17
    • 03.11.2017
    • FrecheFrau
    Danke für die ausführlichen Denkanstöße.
    Ja, ich habe immer irgendwie "im Mangel" gelebt, wie es in einem Beitrag so bezeichnend heißt.
    Diesen Mangel erkennt man es meistens leider erst rückblickend und (zu) spät und lebt dann entsprechend, um ihn zu mildern, die Narben heilen zu lassen.
    @frei und @Lionne69 haben mich besonders aufhorchen lassen.
    Auch @Moona mit dem "aufgeräumten Leben" - die wenigen Männer traten dann in mein Leben, wenn ich selbst mit mir im Einklang war und mein Leben als erfüllend bezeichnete.
    Weshalb es dann ausgerechnet Energievampire waren, die letztenendes viel emotional verbrannte Erde hinterließen, das hatte ich schon versucht, in professionellen therapeutischen Gesprächen herauszufinden.
    Die Psychotherapeutin sagte mir auf den Kopf zu, dass ich ganz einfach das Pech hatte, an die falschen Männer zu geraten.
    Weil hier die Hinweise kamen, die ich selbst auch gerne gebe:
    Ich mache inzwischen wieder viel Sport, meine körperliche Gesundheit festigt sich. Ich habe einige Hobbies, die alleine für sich und auch in Gemeinschaft möglich sind. Mein Freundeskreis hat sich z.T. erneuert.
    Ich bin politisch aktiv.
    Meine halbwüchsigen Kinder brauchen mich in der Freizeit immer weniger, ich bin auch keine Gluckenmutter.
    Mein Job macht mir Spaß und sorgt für meine finanzielle Unabhängigkeit.
    Und ich habe mir in diesem Jahr einen großen Lebenstraum erfüllen können, der mir hoffentlich noch sehr lange erhalten bleibt.
    Trotzdem ist da dieses Gefühl des Mangels, dieses "zu blöd für die Liebe" - Seins.
     
    • # 18
    • 03.11.2017
    • saepe_inscia
    Hm.
    Ich habe ein Problem mit Deiner Logik.
    Du schreibst, Du habest verlernt eine Partnerin zu sein - weil Du festgestellt hast, dass Du alleine warst als Du einen Partner gebraucht hättest. Richtig?
    Hast Du ihm denn eine Chance gegeben Dich wirklich als Partner zu unterstützen? Wusste er von Deinen Problemen? Bei einer Fernbeziehung kann man sehr viel am Partner vorbei schleusen - ich kann es auch beim Zusammenleben - aber bei meinem Mann will ich nicht. Manchmal habe ich immer noch sehr intensiv den Impuls es alleine schaffen zu wollen, ja. Ich bin da kein Jota besser.

    Aber ich habe mich in den letzten Jahren dann nach einer kurzen Zeit des "Brütens" immer dazu entschieden zu reden. Es fällt mir immer noch schwer, weil mein Ex-Mann Schwächen, von denen er wusste, skrupellos ausgenutzt hat, somit habe ich ihm keine gezeigt.

    Diese Impulse sitzen tief, aber ich gehe dagegen an. Und Du, liebe frei?

    Liebe FS, ich lese aus Deinem Text, dass Du herum gehampelt hast ohne Ende um eine neue Beziehung zu finden. Wie lässt sich das mit Deiner Selbstachtung vereinbaren? Ich würde nie hinter einem Mann herdackeln. Nie.

    Hör auf damit und die Menschen (auch die Männer) werden Dich anders behandeln.
     
  3. ...deine Therapeutin ist eine kluge Frau. Es macht keinen Sinn, ständig an sich herumzuschrauben und in den Untiefen zu stochern. Manche Dinge passieren eben. Man kann es Pech nennen, oder wie auch immer. Ich für mich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich auf das zu konzentrieren, was man möchte. Das Wühlen in Ansammlungen und Ängsten gibt diesen Geistern Feuer und lassen viele unschönen Gefühle wieder aufleben. Die bremsen mich eher aus, als dass sie mich voranbringen. Es gibt einen Standardsatz, den ich in mein Gehirn gemeißelt habe, der da lautet: Es kann auch was gut werden, oder gehen, weil ich es will. Da haben Kleingeister wie Angst und alle anderen Gefühle, die mich ausbremsen, nichts mehr zu suchen. Es bedarf eines ziemlichen Aufwandes und Achtsamkeit, um gleich im Ansatz negative Konditionierungen zu blocken und in ihre Schranken zu weisen. Eine vergnügliche Erwartungshaltung und Stimmung helfen mir am besten dabei.
     
    • # 20
    • 03.11.2017
    • void
    Was heißt es für Dich, eine Partnerin sein zu können?
    Was erwartest Du von Männern als Partner?

    Ich will darauf hinaus, dass Du vielleicht irgendwas suchst, das es nicht gibt, z.B. dieses wortlose Verstehen, wo es nie größere Probleme gibt oder wo immer der andere zuerst kommt. Das denken meiner Ansicht nach viele Frauen. Die arbeiten sich dann an Männern emotional ab, von denen nichts kommt und die sich für nichts weiter interessieren, was die Persönlichkeit der Frau angeht, sondern nur diese ganze Umsorgung mitnehmen, wenn sie nicht genervt sind. Denn die Frau versucht damit auch, sich unentbehrlich zu machen, indem sie die Mutterrolle übernimmt. Sie macht den Mann zum Jungen damit, oder er ist tatsächlich so, aber dann hat sie ihn sich ja auch ausgesucht.
    Diese Umsorgung soll ein Tauschgeschäft werden: Ich umsorge dich (mit allem, was ich für richtig halte für dich), du umsorgst mich (mit allem, was ich für richtig halte für mich). Ihre Männer denken dann, das macht die Frau, weil sie so mütterlich ist oder weil sie das gern tut, also es wird nicht gesehen, dass dafür auch was erwartet wird.

    Ich denke, die Paare, die schon lange zusammen sind, haben gelernt, sich so weit zurückzunehmen, dass ihre Individualität passt zur Beziehung, oder sie haben den richtigen Menschen gefunden und keine so "schlimme Individualität", dass es zu keiner Partnerschaft passen würde. Oder es hat sich so entwickelt, dass beide ihre Wege gehen konnten und trotzdem die Beziehung erhalten blieb.
    Aber wenn man "ALLEIN alt wird", also in ein bestimmtes Alter kommt und Lebenserfahrung gesammelt hat, ist die Person dann eben auf Eigenständigkeit geeicht und kann z.B. mit einem Mann, der aus einer langjährigen Partnerschaft kommt und wieder eine will, vielleicht nichts anfangen, weil der so auf Symbiose aus ist, also eine Frau sucht, die einerseits den Part ersetzt, der an der Ex gut war (vermutlich Umsorgeaspekte, die an Muttihaftigkeit grenzen) und andererseits aber frischen Wind in sein Leben bringt. (Geschlechtlich umgekehrt gibt es sicher ähnliche Probleme)
    Ein Leben, das man sich zusammen aufbaut, beginnt mE auch nicht mehr mit Ende 40. Da sind nur zwei Leben und eine schöne Schnittmenge möglich, insbesondere, wenn es Kinder aus der Exbez. gibt. Es kann natürlich gut zusammengehen, wenn beide das gleiche Ziel haben. Aber wenn sich einer schon daran gewöhnt hat, alles allein zu machen, ist der eben eigenständiger. Kann doch aber trotzdem ein guter Partner sein, nur werden auch vom anderen bestimmte Eigenständigkeiten erwartet.

    Deswegen die Frage: Wie definiert man "(guter) Partner". Als jemanden, der trotzdem noch sein eigenes Leben leben kann und nicht sein Seelenheil in einem anderen sucht, oder als einen, der am anderen klebt, ihn bemuttert/vatert und für sein eigenes Verzichten auf Individualitäten auch verlangt, dass der andere verzichten muss?
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.11.2017
    • # 21
    • 03.11.2017
    • Joggerin
    Beobachte doch mal ganz bewusst Paare. Im Umfeld, beim Einkaufen, im Restaurant.

    Schau sie dir ganz genau an, insbesondere die Männer, mit allem, was man so erkennen kann: die Optik, ihre Umgangsformen mit ihrer Frau...
    Dann frag dich, ob du das tatsächlich nicht kannst oder gar nicht willst.

    Mit wie vielen wolltest du tauschen ? Einer von zehn, einer von hundert?

    Ich finde, solche Beobachtungen relativieren doch sehr auch die negativen Seiten des Singleseins.

    Kommt halt auch drauf an, was man sich erwartet. Wenn Hauptargument das Nichtalleinesein ist, dann ist man sicher wesentlich kompromissbereiter und hat natürlich entsprechend eine größere Auswahl, als wenn man einen Partner sucht, der das Sahnehäubchen auf dem eigenen Leben ist.

    Meine wesentliche Erkenntnis nach meiner Trennung aus der Ehe, die ich viel zu lange rausgezögert habe, ist eigentlich gewesen, dass es allein schöner sein kann, als mit dem falschen Partner zusammen.

    Denn die Erfahrung, dass man auch mit einem Partner sich allein und verlassen fühlen kann, wenn emotionale Nähe, Verständnis und Fürsorglichkeit fehlen, habe auch ich gemacht.
     
    • # 22
    • 03.11.2017
    • Vikky
    Nein,man verlernt es nicht. Partnersein kann man nur, wenn man einen Partner hat.
    Eine Partnerschaft aufzubauen bedeutet kommunikative Fähigkeiten und soziale Kompetenzen anzuwenden. Beides nutzt man täglich und trainiert das auch.

    Je besser man als Single zurecht kommt, desto weniger ist man bereit, die eigenen Interessen zugunsten einer Partnerschaft zurückzuschrauben. Man ist genauso partnerschaftsfaehig wie vorher, aber viel weniger willig, sich auf faule Kompromisse zugunsten einer unbefriedigenden Partnerschaft einzulassen.
    Das gilt es zu unterscheiden.
     
    • # 23
    • 03.11.2017
    • Matrix
    Hallo FS, dein Leben hört sich doch toll an. Genieße es einfach und mach dir keinen Druck.

    Allerdings ist es nicht nur "Pech", wenn man oft an die falschen Menschen gerät, da warst du vielleicht zu bedürftig, weil du es unbedingt wolltest.

    Niemand ist "zu blöd für die Liebe", und wahrscheinlich triffst du genau dann jemanden, wenn du am wenigsten damit rechnest. Aber man muss nicht um jeden Preis eine Beziehung haben, deshalb muss es einfach passen.

    Wie man Energievampire frühzeitig erkennt, kann ich dir leider auch nicht sagen. Das ist ja auch bei Freundschaften manchmal ein Problem, wenn ein Part immer die gesamte Aufmerksamkeit fordert. Da ist man aber emotional nicht so involviert und kann sich besser abgrenzen. Verliebt ist das viel schwerer.

    Was ich nicht verstehe, das betrifft jetzt allerdings die Moderation, warum Postings wie #3 freigeschaltet werden. Ich finde derartige Unterstellungen beleidigend und niveaulos.
    Unter anderem
    Mit der Frage hat das ja wohl nichts zu tun.
     
    • # 24
    • 03.11.2017
    • Kathyberlin
    Was mir an Deiner Antwort auffällt, ist, dass sie etwas entschuldigend wirkt. Du hast dies und jenes gemacht, um Dich selbst aus Deiner Sicht wertvoller zu machen, wobei Du im Einklang mit den allgemeinen Erwartungen „wertvoll“ im Sinne von „ich muss erstmal irgendwelche Sachen machen“ interpretierst. Du stellst generell Dein Licht unter den Scheffel. Du hast, wie man schön sagt, eine hervorragende „Role-taking-Ability“, ordnest Deine eigenen wahren Bedürfnisse unter. Wenn ich Dir einen sehr erlernten Rat geben darf: Lerne, Dich wirkich selbst zu lieben. Mach nicht, was andere wollen, sondern lerne Dein wahres Ego kennen. Hör auf, brav zu sein, wenn es für Dich nicht opportun ist. Lass Dich in der Therapie nicht runterziehen. Du selbst hast die Fäden Deines Lebens und Deines Glücks in der Hand! Du bist eine tolle Frau und hast auf dieser Welt nur das Beste verdient. Die Männer sind nicht „Pech“, wie Deine Therapeutin sagt, sondern ein Durchgangsstadium auf dem Weg zu größeren Zielen. Wisch sie ab wie eine Spinnenwebe. Sie waren es nicht wert. Männer dürfen Dich begleiten, aber Du brauchst sie nicht. Konzentriere Dich auf Dein Glück, nicht auf die Kerle. Du kannst auch mal Typen ausnutzen, um Dir selbst näherzukommen! Und genau dann kommt der Richtige! Und übrigens nur am Rande: Lass Dich auch nicht vom Alter unter Druck setzen. Viele Frauen denken, sie müssten Mr Right bis dannunddann kennenlernen. Das ist Unsinn. Alle Menschen lernen in allen Phasen ihres Leben Mr Right oder Mr Wrong kennen. Es gehört zur Vitalität wie Essen, Trinken und Sport.
     
    • # 25
    • 03.11.2017
    • hentai
    Oh FrecheFrau, Deine Situation beschreibt meine damalige Situation als AE sehr gut.
    Auch mir hat ein Therapeut die Augen geöffnet.

    Nicht ich bin an die falschen Männer geraten sondern habe die falschen Signale gesendet.
    Und somit unpassende Partner angezogen.
    Meistens hab ich recht schnell gemerkt dass etwas nicht stimmt.

    Ich bin eine starke Frau die alles alleine stemmen musste mit den Kindern und Beruf, und sehnte mich nach einem Partner der mir Sicherheit und Geborgenheit gibt.
    Das ging solange gut bis etwas Ungeplantes passierte wie z.B. Kind krank und ich muss einen Kinoabend verschieben oder finanziell mal kein Thermebesuch möglich war.
    Dann waren die Männer ganz schnell nicht mehr interessiert.
    Zudem verfiel ich in den Kleinmädchenmodus nachdem ich mit einem Mann intim wurde. Vorher die taffe selbstbewusste Frau und nach einer gemeinsamen Nacht war ich zu anschmiegsam.

    Mein Berater hat mir da ganz gut geholfen.
    Jetzt weiss ich dass ich nicht beziehungsunfähig bin, ich soll so bleiben wie ich bin.
    Das ist vergleichbar damit dass sich viele nach der Hochzeit gehen lassen usw.
    Wenn man eine eher dominante Frau ist und der Mann sich anstrengen muss um zu erobern wird man ganz schnell zur Übergangsfrau falls man vor lauter überschwänglicher Zuneigung zum Weibchen mutiert weil man alles richtig machen möchte.
    Oder man eigene Hobbies vernachlässigt oder sich ZU SEHR anpasst und immer am Mann klebt.

    Nein, Du hast es nicht verlernt.
    Dir wird Einer begegnen der genau zu Dir passt.
     
    • # 26
    • 04.11.2017
    • Lionne69
    Liebe FrecheFrau,

    dieses Urteil kenne ich auch - und es heisst bei mir tief im Inneren, ich habe Liebe nicht verdient. Die Stimme ist leise geworden, aber so in den dunklen Momenten?
    Denn das ist auch eine ganz alte Narbe, das Wissen, dass eine die eigene Mutter nie liebte. Die Antwort auf das Warum gibt es nicht, und für mich als Mutter unverständlich. also, was war an einem verkehrt - nichts.

    Man ist nicht zu blöd für die Liebe, es ist nur generell, unberücksichtigt alle Rucksäcke, die man so mit sich trägt, nicht so einfach, dem Menschen zu begegnen, den man so ganz und gar lieben kann. Weil dazu für mich einerseits sehr viel Vertrauen gehört, und andererseits auch die Anziehung. Liebe ist ein Gefühl - liebenswerten Männern bin ich schon häufig begegnet, lieben konnte ICH sie trotzdem nicht, es fehlte eben für mich das gewisse Etwas. Über den Verstand kann ich das Gefühl nicht erzeugen.
     
    • # 27
    • 04.11.2017
    • Laleila
    Ich kenne diesen Zustand aus meiner Jugend und ja ich konnte ihn ändern.

    Zuerst fragte ich mich warum ich diese zwei Männer, die mir nicht geben konnten was ich suchte, ursprünglich einmal wollte.
    Das Ergebnis dieser Überlegungen hatte nichts mit Partnerschaft zu tun. Ich wollte sie weil sie süß waren, attraktiv, sexy, kreativ, wortgewandt und weil sie viele wollten. Kurz, weil ich verknallt war.

    Dann überlegte von einem anderen Ansatz aus. Welche Anforderungen habe ich an eine Partnerschaft?
    Loyalität, (seine) Treue, Fürsorglichkeit, Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und ein paar wenige Rahmenbedingungen an die optische Attraktivität.

    Auf Männer aus meinem ersten Beuteschema ließ ich mich emotional bewusst nicht mehr ein, nutzte sie nur noch für Sex und Freizeit und auch nur dann, wenn ich das gerade wollte.
    Seltsamerweise wurden diese dann anhänglich, was mir jedoch egal wurde, da sie nicht mehr in mein Partnerschaftsbild passten.

    Diesbezüglich konzentrierte ich mich nun auf jene Männer, welche keinerlei Herausforderung darstellten, weil sie unbedingt was von mir wollten, mich wollten. Unter diesen suchte ich mir dann den aus, mit dem ich meine Beziehungsvorstellungen verwirklicht sah und lernte ihn zu lieben, dafür, dass er der perfekte Mann für mich ist.

    Bald feiern wir Silberhochzeit (wie furchtbar das klingt) und ich liebe ihn mit jedem Tag mehr. Er ist der aufrichtigste, fürsorglichste, tollste und toleranteste Mann überhaupt und ich bin einfach nur glücklich.

    Fazit: Mach Deine Partnerwahl nicht von Deinen Gefühlen abhängig sondern von Deinen Ansprüchen.

    Alles Gute!
     
  4. Hallo liebe Unbekannte.
    Du hast Dir den Namen "freche Frau" ausgesucht.
    Das klingt nach Neugier und Lebensfreude.
    Wenn ich Deinen Text lese, denke ich "Schokolade zum Frühstück"

    nimm die Ratschläge meiner vorhergehenden Schreiber an

    lerne wieder zu strahlen - damit gewinnst Du die freche Frau zurück, die hinter Deiner resignierten Seele bestimmt noch versteckt ist.

    Wenn Du erst einmal wieder selbst positiv sein kannst, ziehst Du das Positive von alleine wieder an.

    Glaub an Dich - jede Frau ist schön - jede Frau ist besonders
    sie muss es nur der Welt auch zeigen.

    Herzliche Grüße
    Marie
    Wenn Du positive Impulse und Lebensfreude suchst - wäre meine unbedingte Empfehlung: mach einen Salsakurs.
    Du lernst neue Menschen kennen und schon allein die Musik hellt jeden noch so trüben Tag von alleine auf
     
    • # 29
    • 04.11.2017
    • Lionne69

    Wenn man dies kann?
    Ich denke, das gilt nicht für viele, ist vielleicht eine Frage der Persönlichkeit.
    Genau wie die Frage, wieviel man aus einer Beziehung auslagern möchte, damit es passend bleibt.

    Ich kann mir meine Ansprüche (für mich das falsche Wort) an einer guten Partnerschaft bewusst sein - wir haben alle unsere Vorstellungen, was stimmig sein muss.

    Es kann m.E. gut gelingen, wenn man sich überprüft, dass man sich in einen bestimmten Typ Mann / Frau nich mehr verliebt - oder schleunigst beim ersten Anflug von Gefühlen auf Distanz geht, weil man begriffen hat, dass dieses Beuteschema kontraproduktiv ist.

    Aber im Gegenzug -
    mir sind genügend Männer begegnet, attraktiv in ihrer Persönlichkeit, Ausstrahlung, meinen "Ansprüchen" genügt hätten, nur den Schalter habe ich nie gefunden.

    Versucht habe ich dies auch schon, und festgestellt, dass ich ganz im Gegenteil nicht Lieben lernen kann, sondern aus den Kleinigkeiten, die nicht ganz passend waren, irgendwann die Gräben entstanden, die die Beziehung zum Scheitern brachten.
    Und dann konnte ich diese Männer nicht einmal mehr riechen. Das ist nciht beeinflussbar.