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  1. Unordnung in der Wohnung ein absolutes Ausschlusskriterium?

    Besonders ordentlich war ich noch nie. Bei mir fliegen oft Klamotten in der Wohnung umher, der Schreibtisch sieht sehr "benutzt" aus, manchmal steht auch das ein oder andere Glas tagelang unbeachtet im Wohnzimmer herum und das Geschirr stapelt sich in der Küche. Ich kann einfach nicht "hinter mir herräumen" und bin generell das, was man als chaotisch-kreativ bezeichnen würde. Ansonsten funktioniere ich völlig normal, promoviere gerade, lege Wert auf meine Körperpflege und kümmere mich um mein Sozialleben. Auf viele Männer scheine ich auch attraktiv und interessant zu wirken. Bis sie meine Wohnung betreten. :)

    Ich hatte leider tatsächlich schon mal den Fall, dass ich ein paar Wochen mit einem Mann ausgegangen bin, wir aber immer außerhalb unserer Wohnungen oder bei ihm etwas unternommen haben. Es sah wirklich vielversprechend aus und schien gut zu passen - ich war sogar dabei, mich zu verlieben - bis er, wie gesagt, meine Wohnung (blöderweise spontan - sonst hätte ich noch aufräumen können), die derzeit in einem wirklich, auch was die Sauberkeit betrifft, schrecklichen Zustand war, betreten hat. Er fing dann auch an, mich dezent und etwas schockiert darauf hinzuweisen. Danach lief die ganze Sache dann irgendwie langsam aus und es war offensichtlich, dass es an unserem unterschiedlichen Ordnungsbedürfnis lag.

    Generell habe ich oft das Gefühl, dass Männer, auch wenn sie selbst nicht sehr ordentlich sind, dennoch bei einer Frau darauf achten. Ist Unordentlichkeit wirklich ein absolutes Ausschlusskriterium?

    w 28
     
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  3. Fangen wir mal bei den beiden ganz grundsätzlichen separaten Merkmalen an, die man nicht vermengen sollte:

    + Sauberkeit
    + Ordnung

    Persönlich empfinde ich Sauberkeit als absolut essentiell. Damit meine ich nicht die kleine Staubschicht auf der Kante der Lichtschalter (typisch Schwiegermutter...), sondern Hygiene der Toilette, Sauberkeit des Bodens, regelmäßig gewechselte Bettwäsche, saubere Küche ohne Schimmel und verdorbene Essensreste, keine sichtbar verdreckten Oberflächen.

    Ordnung dagegen ist eine relative Sache und eher typabhängig. Ob nun im Arbeitszimmer viele Zettel herumliegen oder die Regale aufgeräumt oder eher chaotisch wirken, wäre mir nicht so wichtig. Hauptsache, das Genie überblickt das Chaos und die Verwaltung ist so gut geführt, dass keine Mahnungen kommen und Versicherungspolicen auf Anhieb gefunden werden. Wenn man unangekündigt eine Wohnung betritt, muss man eben damit rechnen, dass im Wohnzimmer viele Zeitschriften rumliegen, noch eine angebrochene Tüte Chips verweilt oder der Staubsauger im Wege steht. Ist halt unangemeldet. Mangelhafte Ordnung beginnt bei sachfremden Stapeln von sonstwas im Wohnzimmer, von totalem, unüberblickbarem Chaos oder stapelweise Essgeschirr und Töpfe in der Küche (das aber oft ohnehin grenzwertig in bezug auf Hygiene).

    Konkret zu Deiner Frage: Ich glaube, mangelnde Hygiene in Küche und Bad ist ein K.O.-Kriterium, mangelne Sauberkeit im haushalt zumindest abtörnend, mangelhafte Unordnung schon abschreckend, einfach nur wenig Ordnung nicht so schlimm, je nach Typ natürlich.
     
    • # 2
    • 22.01.2012
    • Gast
    Ja. Du solltest an Deiner Ordnung arbeiten. Ein sauberes, ordentliches Zuhause spricht für einen
    gesunden Menschen, der sich die Mühe dafür macht, es liebt, verlässlich, sauber und bodenständig leben kann. Chaos und Dreck liebt keiner. Es zeigt Charaktereigenschaften.
    Ich putze auch nicht täglich hinter mir her - koche jeden Tag für mich und halte eine grundlegende Ordnung ein. Böden wische ich nicht jeden Tag und Geschirr kann auch Mal einen Tag warten - ich bin Single. Mit meinem Ex hingegen habe ich täglich geputzt, im 3 Personen Haushalt ein Muss. Abwaschen oder die Toilette beim Steh - Pinkler waren permanent dran.
    Jetzt habe ich mehr Ruhe, aber Sauberkeit ist halt doch wichtig. Die Toilette, Türgriffe oder andere Griffstellen werden hin und wieder zusätzlich mit Desinfektionstüchern gereinigt.
    Gewöhn es Dir an. Was der Mann da gesehen hat kann schon ein Schock für ihn gewesen sein.
     
    • # 3
    • 22.01.2012
    • Gast
    Ich bin ein Ordnungsfanatiker. Zwar habe ich auch öfter Sachen rumliegen, versuche aber selbst das noch halbwegs ordentlich zu machen (bei mir ist meine Erziehung ein Grund dafür). Was ich aber, auch durch Jugendherbergen, bei vielen Frauen sehe, ist für mich ein absolutes Fluchtkriterium.

    Ich finde, wenn man die eigene Wohnung so überspitzt nicht in Ordnung halten kann, hat man sein restliches Leben auch nicht im Griff.

    Oft genug sind solche Frauen außerhalb der Wohnung auch sehr oberflächlich (sehen überspitzt gut aus) oder sind eher zickig.

    m/30
     
    • # 4
    • 22.01.2012
    • Gast
    Bin m/41 und lebe alleine in einem "ganzen" Haus. Beruflich bin ich über einen 8-Stunden-Arbeitstag hinaus engagiert und trotzdem stellt es für mich kein Problem dar mein Haus in einem, na sagen wir es ruhig so, tadellosen Zustand zu haben.

    Ich "lebe" auch und bin bestimmt kein pingeliger Typ, aber Sauberkeit gehört für mich zu meinem Wohlfühlfaktor dazu.

    Lerne ich eine Frau kennen und lerne ihre Wohnung dann kennen, so achte ich auch darauf wie sie es mit der Sauberkeit hält und welchen Geschmack ihre Einrichtung wiederspiegelt.

    Entspricht das nicht meinem Standard, so hat sie höchstens noch eine Chance wenn sie Kinder hat (denn mir ist durchaus bewußt, dass man bei Kindern hier durchaus tollerant sein muss). Lebt sie jedoch alleine in Unordnung, so würde ich mich auch nicht bei ihr wohlfühlen und es könnte zu einem Ausschlußkriterium werden.
     
    • # 5
    • 22.01.2012
    • Gast
    Liebe FS,

    in dem von Dir geschilderten Maße stelle ich es mir schon als abtörnend vor. Ich war auch einmal mit einem Mädchen zusammen, das sehr unordentlich war. In ihrer Wohnung lag alles Mögliche auf dem Boden, sämtliche Flächen in der Küche waren zugestellt. Und sauber war es auch nicht unbedingt (im Bad allerdings schon einigermaßen). Wenn sie in meiner Wohnung war, ließ sie auch alles stehen und liegen. Obwohl ich selbst nicht der Ordentlichste bin (was meine Eltern immer schwer geärgert hat), habe ich die Dimension, in der sich das abspielte, nicht lange ausgehalten. Also, wenn Du auch so schmuddelig bist, wäre das nicht gut...

    m27
     
    • # 6
    • 22.01.2012
    • Gast
    Ich, w, bin ein Pingel und du wärst für mich ein NoGo.
    Hey, wenn dich schon ein Mann dezent darauf anspricht....
    Mit sowas könnte ich nicht zusammen leben, da kannste noch so promovieren.
    Und chaostisch, kreativ ist bei dir wohl schon eine nette Umschreibung für schlampig.
    Ich hör mir oft an...Du bist ja sauber. Meine Antwort: Was dagegen, dann such dir ne Schlampe!
     
    • # 7
    • 22.01.2012
    • Gast
    M/54
    Ordnung und Sauberkeit hängen insofern aneinander, als das bei vorhandener Ordnung das Sauberhalten einfach ist. In 40m² Wohnungen ist schwerer Ordnung zu halten, als in 120m². Allein weil dort mehr Schrankraum, Ankleidezimmer etc vorhanden sind.
    Abgesehen davon kann man sich auch anders verhalten, wenn man sich eine Weile darauf konzentriert Ordnung zu halten.
    Eine aufgeräumte Küche hatte ich übrigens erst nach der Anschaffung eines Geschirrspülers, danach verschwand das schmutzige Geschirr immer automatisch in der Maschine.
    Ich denke du hast noch eine typische Studentenbude, mach dich nicht heiß. Wenn dich jemand liebt, dann sieht er auch über das Chaos hinweg. M/54
     
  4. Ich sehe das wie Frederika, Hygiene und Sauberkeit muss schon sein. Ordnung wenn geplanter Besuch kommt allerdings auch, bei Überraschungen eher nicht. Ein Mann mit der totalen Chaosbude würde. In auch nicht wieder sehen wollen.
     
    • # 9
    • 22.01.2012
    • Gast
    Unordnung - nicht so wild, wenn sie im Rahmen bleibt.
    Unsauberkeit - da fängt es an, eklig zu werden. Da fühlt man(n) sich nicht wohl.
    Immer wieder auch verwunderlich, wie manch Frauenauto zugemüllt ist. Da kann die Wohnung proper aussehen, aber das Auto ist die rollende Mülltonne.
    Kreativ kann ich da nichts dran finden.
     
  5. Mir sagte mal eine Therapeutin, daß die Wohnung der Spiegel des Inneren sei. Und bei manchen sieht es chaotisch aus oder bleiben Sachen ewig im Arbeitsspeicher und machen keinen Platz für Neues.
     
    • # 11
    • 22.01.2012
    • Gast
    Hallo FS,

    ich bin eine Leidensgenossin.... im Beruf sehr tüchtig und erfolgreich aber Ordnung halten habe ich wirklich nicht erfunden, ärgere mich immer wieder über mich selbst.

    die guten Nachrichten:
    das kann man lernen - wenn man will, ich bin systematisch drüber, mache eine Kurzzeittherapie deswegen ohne einen unangenehmen Vorfall, wie Du ihn beschrieben hast.
    ich lasse 2x wöchentlich eine Putzfrau kommen, das strukturiert das Ganze und ich halte mir Zeit frei, wenn sie da ist um meinerseits aufzuräumen.

    In der Regel ist es so, dass ein unangemeldeter Gast die Wohnung betreten kann ohne Probleme zu kriegen, er denkt halt, man müsste mal aufräumen. Bei Dates sage ich es nett, dass Ordnung halten meine Achillesferse ist und was ich dagegen tue, deshalb ist noch nie ein Mann abgesprungen. Dabei ist es mir definitiv lieber, wenn der Mann ordentlicher ist als ich, das motiviert mich einfach, weil er mir wichtig ist.

    Das kriegst Du hin, Dir alles Liebe

    w
     
    • # 12
    • 22.01.2012
    • Gast
    Hier stehen auch allerlei Gegenstände in der Wohnung herum. Bei Lebensmitteln und Küche bin ich für einen Mann aber überdurchschnittlich empfindlich. Dass Teller vom Vortag herumstehen ist noch o.k. Da ich aber selbst nach dem Kochen täglich mein Geschirr spüle und Schimmellebensmittel etc im Kühlschrank und anderswo nicht ab kann, würde mich das bei einer Frau bei der selbige tagelang herumstehen difinitiv stören - einen Beruf habe ich auch und selbst in Zeiten ständiger Flugzeugtermine ( 2 - 4 mal / Woche) war meine Küche keine Rumpelkammer. Papierstapel sind leider eine chronische Krankheit moderner menschlicher Existenz, da wir allesamt permanent von Behörden, Werbern und anderen Kletten schriftlich belagert und zugemüllt werden - schade eigentlich dass es keine privaten Briefe mehr gibt. m 42
     
  6. Es heißt: "Nur Idioten halten Ordnung, ein Genie beherrscht das Chaos." Das trifft auf Dich zu. Du kümmerst Dich eben nur um das was wesentlich ist - und in Deiner Wohnung gilt DEIN Maßstab.

    Ich denke, Du hast keinen Grund das zu ändern - vor allem schreckst mit Deiner Wohnung diejenigen ab, die Dich als bald promoviertes Weib zum KKK Weib (Kirche Küche Kinder) machen wollen.
     
    • # 14
    • 22.01.2012
    • Gast
    für mich wäre es ein K.O. Kriterium, denn ich würde sofort Angst bekommen, dass es in einer eventuell gemeinsamen Wohnung dann auch so aussieht. I.d.R. sind es doch eher die Frauen, die in der Wohnung für Ordnung und Sauberkeit sorgen; und wenn der erste Eindruck von Dir hier
    Böses erwarten lässt, werden sich bestimmt viele Männer schnell zurückziehen.

    m51 der gerade versucht, seiner 15 jährigen Tochter das Aufräumen beizubringen.
     
  7. Hallo FS, mach Dir keine Sorgen - bei mir sieht es genau so aus und das hat noch nie jemanden gestört. Das Obernervigste an Männern oder Frauen sind doch die Putzfanatiker, welche nichts anderes als Putzen auf ihrem Plan haben.
    Keine Sorge - Du mußt lediglich jemanden finden, der es genau so sieht. Davon gibt es genug.

    Es gibt Wichtigeres im Leben, als Gegenstände im 90-Grad-Winkel auszurichten.
     
    • # 16
    • 22.01.2012
    • Gast
    Das sind die typischen Äußerungen, die ich auch immer wieder höre. Das stimmt aber ganz einfach nicht. Ob man eine 40 oder 140 qm Wohnung hat, ist völlig egal, denn bei 140 qm habe ich eben auch mehr Fläche zu reinigen, mehr Zimmer, mehr Fenster, mehr Stellfläche, die vollgestellt werden kann.
    Ich selbst arbeite seit ca. 40 Jahren an meiner Unordnung und ich kriege sie nicht in den Griff. ich weiß genau, wie es geht, kommt also nicht mit dem Ratschlag eines VHS Kurses oder eines Buches. Nein, es ist nur mein innerer Schweinehund, der mir sagt, dass ich doch lieber etwas anderes machen sollte als Aufzuräumen. Selbst eine Putzfrau bringt nichts, denn da müsste ich ja aufräumen, bevor die Puttfrau saubermachen kann.
    Ich habe es inzwischen einigermaßen im Griff, meine Wohnung ist nicht schmutzig, aber es liegt eben immer etwas rum, im Schlafzimmer liegt Wäsche, im Bad sind Haare im Waschbecken und in der Küche liegen eben auch mal schmutzige Tassen in der Spüle und nicht in der Spülmaschine. Der Kühlschrank beherbergt auch schon mal Lebensmittel, die ich vergessen habe und eine vergammelte Topfflanze steht wohl schon seit 6 Wochen am Fensterbrett.
    So bin ich - und ich stehe inzwischen dazu. Ich hatte aber trotzdem 2 langjährige Beziehungen und beide Männer hatten kein Problem mit mir. Sie waren allerdings ähnlich und ich könnte mit einem sehr pingeligen Mann auch nicht leben.
    Also mach dir keinen Kopf, es gibt auch Männer, die weniger Wert auf Ordnung halten.
     
    • # 17
    • 22.01.2012
    • Gast
    Hallo, hier ist nochmal die FS:

    Scheint also wirklich ein sehr schlimmer Abtörner zu sein...
    Nicht unbedingt überraschend, dass die Mehrzahl für Ordnung und Sauberkeit plädiert. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Es ist wirklich nicht so, als würde ich aus eigenem Verlangen und zum Vergnügen in meiner Unordnung (naja, ein absoluter Saustall, wie hier von einigen angenommen, ist es nun auch nicht) wohnen und mich darin wohlfühlen. Leider tue ich mich einfach sehr schwer damit, Ordnung zu halten.
    Danke für die paar netten, aufbauenden Kommentare, die mir nicht ein, sich durchs ganze Leben ziehendes, "Schlampentum" unterstellen. ;-)
     
    • # 18
    • 22.01.2012
    • Gast
    Wenn tagelang Geschirr rumsteht würde mich dies stören. Ansonsten bin ich auch eher kreativ, chaotisch. Kleider und Blätter liegen bei mir auch ab und zu rum . Ich habe auch keine grosse Wohnung. Ich habe einen kreativen Beruf mit Hochschulabschluss. Doch arbeite ich auch daran ordentlicher zu werden! Weil es mir schon bewusst ist, dass es andere stören könnte. Und ich Ordnung auch mag. Mit einem peniblen Partner hätte ich wohl Probleme.

    w30
     
    • # 19
    • 22.01.2012
    • Gast
    Also ich bin da komplett anderer Meinung.
    Ich mag die Unordnung.
    Eine komplett ordentliche Wohnung ist mir etwas zu wieder.
    Eine Wohnung sieht belebt und bewohnt aus, zerknüllter Teppich auf der Couch, Glas vom Vorabend auf dem Couch Tisch etc. Das macht doch den Charme jeder Wohnung aus.


    Natürlich sollte auf Hygiene geachtet werden auch Schimmel usw. ist nicht OK. Mir geht es rein um die Unordnung.
     
  8. Sauber sollte es sein. Kreatives Chaos ist okay.

    Bei einer Toilette bei der ich nicht weiß, ob es sicherer ist nur mich, oder auch die Badgarnitur anzufassen, ist nichts für mich.
     
    • # 21
    • 23.01.2012
    • Gast
    Oh, dieses Problem habe ich auch! Allerdings ist noch kein Mann deshalb abgesprungen.
    Ich kenne allerdings Menschen, da ist es noch viel schlimmer, als bei mir und da bin ich dann selbst entsetzt, dass es noch schlimmer geht!
    Allerdings kenne ich auch Menschen, bei denen es immer wie geleckt aussieht, egal wann man kommt - das bewundere ich auch total und mir ist nicht nachvollziehbar, wie die das machen!

    Ich räume auf und mache immer dann sauber, wenn ich weiß, dass jemand in meine Wohnung kommt, z.B. auch immer bevor ich länger wegfahre, also wenn jemand zum Blumengießen und Postkasten leeren in meine Wohnung kommen wird, oder auch, wenn nur die Heizungsableser kommen. Weil es dann immer so viel ist, da lange nichts gemacht wurde, kriege ich jedesmal dann fast eine Krise, weil es so anstrengend und umfangreich ist! Also leider tritt dadurch bei mir auch nie der Gedanke auf: "Na so schlimm ist das doch gar nicht mit dem Aufräumen, könnte man öfter mal machen!", sondern das Gegenteil, was den Teufelskreis leider aufrechterhält. Allerdings habe ich dann auch schon mal erlebt, dass ein Freund, der mich abholte, sagte: "Boah, bei dir ist es aber ordentlich!" Ich bin dann eben auch sehr gründlich!
    Ich muss auch sagen, dass ich häufig vermeide, dass jemand in meine Wohnung kommt, eben wenn ich weiß, dass nicht aufgeräumt ist.

    Ich bin kein Messi, aber ich habe mich mal zum Thema Messi belesen und dabei gelesen, dass psychologisch gesehen, diese Leute eigentlich extrem ehrgeizig sind und zum Perfektionismus neigen. Ihr eigener Anspruch überfordert sie aber dermaßen, dass sie dem Problem gegenüber wie ohnmächtig sind und es einfach nicht gebacken kriegen. Das kann ich persönlich gut nachvollziehen!

    Ich habe darüber hinaus bei mir festgestellt, dass ich, wenn ich mit Partner zusammenlebe, viel ordentlicher bin. Auch schon, wenn ich mit einem Partner im Urlaub bin, halte ich das Apartment sauber und ordentlich.
    Außerdem habe ich aber leider auch festgestellt, dass ich in jüngeren Jahren ordentlicher war, bzw. die Wohnung noch besser im Griff hatte. Mit zunehmendem Alter wird es bei mir immer schlimmer!

    Letztlich glaube ich, dass es eben verschiedene Ordnungstypen gibt. Es gibt auf jeden Fall sehr viele Menschen, die es mit der Ordnung nicht so haben. Man muss sich wohl einfach einen Partner suchen, mit dem man in diesem Bereich auch kompatibel ist. Was nutzt dir ein Mann, mit dem es in der Beziehung später immer wieder zum Streit wegen der unterschiedlichen Ordnungsbedürfnisse gibt!

    w45
     
    • # 22
    • 23.01.2012
    • Gast
    Das ist doch absurd....ich bin die Pingeltante, aber nur weil ich Ordnung halte, macht mich keiner zum KKK-Weib, denn ich kann Kinder nicht ausstehen, glaube nicht Gott und stehe wenn überhaupt nur für mich am Herd.
    Ich kümmere mich lieber um mich selber und in meiner Umgebung fliegt nun mal nichts rum.Ach so....ich halte einen Hund großen Hund in der Wohnung...also steril ists nicht und Sand und Haare liegen immer auf dem Fussboden.
     
  9. @FS Finde einen unordentlichen Mann - und räumt gegenseitig Eure Wohnungen auf ?
    Unordentlichen Leuten fällt s viel leichter, die Whg. Anderer aufzuzräumen, als die Eigene.
    Ein unordentlicher Mann kann sowas eher tolerieren, als ein Ordentlicher.

    Ich kannte ein Paar. Sie etwas unordentlich. Klamotten, Wasserflaschen, ihr Schreibtisch, usw.
    Manchmal auch Gläser und Geschirr. Sie schaffte es nicht mal, das Geschirr in die Spülmaschine zu stellen. Ihn störte das ständig = passt nicht zusammen.

    Unordentlichkeit toleriert man eher bei einem Junggesellen, als bei einer Frau. Das Klischee der Frau: Schön, sauber, gepflegt, = auch ihre Kleidung und Haushalt, gute Haushälternín
    Beim Junggesellen: Der hat keine Mutter, und noch keine Frau - die für ihn sorgt. Manche meinen sogar, daß Männer generell nicht ordentlich sein könnten.

    Kleidung: Einem nachlässig gekleideten Mann verzeiht man eher, als einer solchen Frau.
    Männern unterstellt man eher, daß sie kein Modebewußtsein haben = nichts dafür können.
    Bei einer Frau verzeiht man dies nicht. Und ähnlich ist es auch mit dem Ordnungssinn.

    Trotzdem wichtig: Hygiene. Benutztes Geschirr - weg räumen. Und nicht:"Ach das könnte man noch benutzen". Gläser und Tassen sind besonders kritisch, weil sie Kontakt mit den empfindlichen Lippen bekommen, auch wenn mans nicht sieht. Folge: Herpes, etc.
    Man muß nicht jeden Teller sofort abwaschen. Aber wenn sich das Geschirr stapelt, dann muß man es anpacken. Der Abwasch ist meistens fix in zehn Minuten erledigt. Dann trocknen lassen.
    Das saubere ! Geschirr darf sich stapeln.

    Die Unordnung kann Einen das ganze Leben begleiten. z.B. weil Derjenige es nicht so streng + "stressig" haben will. Aber ein Minimum an Ordnung und Sauberkeit sollte man schon schaffen.
     
  10. Jemanden nach dem Zustand der Wohnung zu beurteilen, der ungewollt alleine lebt, und nicht nach der Persönlichkeit, ist ein großer Fehler.
    Eine Wohnung sauber und ordentlich zu halten ist genau so ein Talent wie z.B. eine Fremdsprache zu lernen, nicht jeder ist gleich gut dafür begabt. Wenn man gemeinsam wohnt, kann man sich auch dabei unterstützen. Was zu zweit leicht von der Hand geht, kann für eine Person eine Überforderung sein.
    Und wer eine passende Partnerin ablehnt, nur weil sie sich nicht zur Hausfrau eignet, ist ein Trottel. Falls die Finanzen es erlauben, gibt es immer noch die Alternative einer Putzhilfe.
     
  11. Das ist natürlich richtig und dennoch komplett an der Kernfrage vorbei.

    Es geht doch nicht darum, die Person zu bewerten, sondern sich ein Bild davon zu machen, ob man als Partner zusammenleben könnte und zusammenpassen würde. Ordnung und Sauberkeit betrifft in Partnerschaften ja beide gleichermaßen und diese Aspekte sind ein wichtiger Aspekt der notwendigen Kompatibilität zweier Personen.

    Ich könnte sicherlich nicht mit jemandem zusammen sein, der unhygienisch, unsauber lebt, bei Ordnung liegt die Latte vielleicht etwas tiefer, aber eine gewisse Grundordnung (man findet alles, man stolpert nicht, es ist nicht wüst) ist schon nötig.

    Quatsch, das ist kein Talent, sondern Erziehung. Talent braucht man nicht dafür, um staubzusaugen oder Zettel abzuheften. Was für ein Unfug.

    Das sehe ich genau anders herum. Wer zusammen miteinander leben und einen gemeinsamen Haushalt führen will, der muss sich eben auch eine Partnerin (oder Partner) suchen, mit dem es harmoniert, mit dem man den gleichen Lebenstil verfolgen kann. Sonst passt es winfach nicht und man wäre ein Trottel, sich eine Situation zu schaffen, unter der man sich nur ärgern wird.
     
    • # 26
    • 23.01.2012
    • Gast
    Hallo FS,

    ich war lange Zeit im gleichen Boot wie du. Geschirr konnte sich über Tage stapeln, Kleidung in der ganzen Wohnung verstreut, allgemein war ich schlicht ein Mensch der Dinge fallen gelassen hat und wo sie dann landeten lagen sie halt dann auch ne Weile. Jedoch war es schon so, dass wenn es dann mal ordentlich war ich durchaus gemerkt habe, dass ich mich wohler fühle. Ich weiß ja nicht wie das bei dir ist, aber wenn du dir grundsätzlich wunscht, dass es bei dir etwas ordentlicher zugeht- so habe ich es halbwegs in den Griff bekommen:
    Die erste Erkenntnis war für mich: es ist wesentlich leichter eine Wohnung ordentlich zu halten als sie erstmal ordentlich zu bekommen. Das heißt: einfach mal ein Wochenende Zeit nehmen und alles von Grund auf in Ordnung bringen (ich braucht dafür am Anfang teilweise 2-3 Wochenenden ^^).
    Die zweite Erkenntnis: Wenn ich nach hause komme und mich erstmal entspanne tu ich gar nichts mehr. Das heißt: bevor ich es mir gemütlich mache, nehme ich mir 20 -30 Minuten Zeit und erledige was zu erledigen ist. Dann ist die Sache schnell gegessen.

    Das positive bei dem ganzen: Man muss nicht von heute auf morgen all seine Laster loswerden. Man kann genauso weiter Dinge liegen lassen, so sein wie man nun mal ist- aber dadurch, dass man immer nur den Müll vom Vortag hat ist es nicht mehr viel und schnell zu erledigen. Natürlich habe ich dann meine Phasen wo es sich wieder mehr türmt. Aber dann eben mal wieder am WE eingreifen und es geht munter weiter.
     
    • # 27
    • 23.01.2012
    • Gast
    #25: Genauso sehe ich das auch!
    So ein Verhalten wie geschildert (und propagiert) würde ich gerade noch bei Pubertierenden
    "verstehen" können.
     
    • # 28
    • 23.01.2012
    • Gast
    Ach weißt du: Bleib locker. So schlimm wird's schon nicht sein. Geh doch bei den ganzen pingeligen Mitschreibern mal in die Behausung - ob's stimmt, was sie hier alle schreiben? Fraglich...
    Du musst dich wohlfühlen. "Das wahre Genie beherrscht das Chaos".

    Und wenn du erstmal (wie es mir passiert ist) an einen gerätst, der sich insgeheim offenbar darüber mokiert hat, dass ich aus einer Möbelmischung antik-ikea hause, wegen frischem Umzug noch nicht vollständig eingerichtet war und der mir dann sagte: "Na wenigstens ist es sauber" - brauchts du sojemanden? (Immerhin hause ich nicht in einer Fertigeinrichtung aus dem Möbelkaufhausschaufenster... wie unindividuell!)

    Kleiner Tip: Einmal radikal ausmisten und alles in Ordnung bringen. Mach deinen Abwasch sofort, das ist für eine Person ja nicht so tragisch und nimm dir nach der Großaktion wenigstens vor, solange wie möglich Ordnung zu halten.
    So mache ich das, aber ich bin im tiefsten Grunde meines Herzens ein Ordnungs- und Strukturfreak (ich habe am liebsten logisch thematisch alles beieinander. (Also keine Riesensalatschalen im Bücherschrank und keinesfalls M wie Milch unter K wie Kuh o. ä.).

    Und trotzdem hab' ich Phasen, wo ich einfach keine Lust habe, irgendwas wegzuräumen. Wen interessiert's? Wer sich drüber aufregt, kann ja bei mir aufräumen und putzen, dem steh' ich nicht im Wege...;-)

    Alternative: Schaff' dir einen Raum an, wo du alles reinballerst. Schlüssel umdrehen und wegwerfen - Problem gelöst ;-)

    Komm jetzt nur ja nicht auf die Idee, dir deswegen einen Therapeuten zu suchen - das wäre schlimmer als dein schröckliches Schlampentum!
     
    • # 29
    • 23.01.2012
    • Gast
    Schön ... " Klamotten in der Wohnung ... der Schreibtisch sieht sehr benutzt aus ... Gläser tagelang unbeachtet im Wohnzimmer ... Geschirr stapelt sich in der Küche ..." - DAS ist für einen kreativen Charakter oft der Normalzustand, jedenfalls immer dann, wenn sich Termine und Projekte überschneiden. Das Wohnambiete ist dann eben mal für einige Zeit sekundäres Terrain. Wer so etwas gar nicht abkann, sondern auf trautem Heim einschließlich Kissen mit Handkantenschlag steht, muss sich sicher einen anderen Partner suchen.

    Die Frage, die sich mir hier stellen würde, ist aber die: Lässt sich ein Grundkonzept des Wohnens erkennen, das Hinweise auf die Person gibt? Also z.B. Farbkompositionen, Möbel-, Bilderauswahl, Raumaufteilung etc. - wenn hier ein interessantes, individuelles Konzept durchschimmert, ok, dann ist das Chaos eben der Kreativität geschuldet.

    Sauberkeit zumindest an den wichtigen Stellen (Sanitär, Schlafraum, Küche) sagt allerdings auch etwas über den Umgang mit sich selbst aus - und sollte insofern schon halbwegs gegeben sein. Andererseits: Menschen mit umfassender WG-Erfahrung in den 70er und 80er Jahren oder aus kinderreichen Großfamilien einschließlich einer Vielzahl von Haustieren haben oft eine ganz andere Sozialisation und entsprechend auch andere Schwellenwerte wie Menschen, die in mittelständischen Familien mit Versorger-Ehe aufgewachsen sind.
     
Status der Frage:
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