1. Überwiegt klassische Rollenverteilung in deutschen Haushalten?

    Kochen, Haushalt, Wohnung einrichten: Diese Dinge scheinen in den meisten Partnerschaften immer noch Frauensache zu sein, wohin gegen Männer für Reparaturen und Geld-Verdienen zuständig sind.

    Laut der neuen ElitePartner-Studie mit 25.000 Teilnehmern sind Partnerschaften glücklicher, bei denen ein ausgewogenes Verhältnis in der Aufgabenverteilung besteht.

    Sind die Aufgaben in Ihrer Beziehung gleichberechtigt verteilt? Kümmert sich Ihre Frau ausschließlich um Aufgaben wie Kinder versorgen, kochen, putzen, etc. oder ist Ihr Mann hauptsächlich für das Geld Verdienen zuständig?

    Wie glücklich sind Sie mit dieser Aufteilung? Hat diese Verteilung Auswirkungen auf Ihre Beziehung?
     
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    • # 1
    • 19.03.2013
    • Gast
    In erster Ehe war ich nach außen für das Geldverdienen zuständig, de facto aber für alles. Am Wochenende habe ich die Großputzarbeiten erledigt, bis ich eine Haushälterin eingestellt habe, mein Sohn war bei meiner Mutter - später im Kindergarten - oder mit mir im Betrieb. Meine Exfrau hatte sowohl ihr Versprechen, mir einen Teil des Erziehungsurlaubs zu lassen als auch danach wieder arbeiten zu gehen, ohne Vorankündigung gebrochen. Da ich die Zeit mit meinem Sohn - der folgerichtig nach der Trennung bei mir bleiben wollte - immer genossen habe und auch gerne Arbeiten im Haushalt mache, war die Arbeit an sich keine Strafe für mich, wohl aber die ungerechte Lastenverteilung, was ich bei einer "pflichtbewussteren" Hausfrau auch nicht viel anders empfunden hätte. In zweiter Ehe habe ich einen guten Griff gemacht. Wir haben beide eine Vollzeitarbeit, teilen uns die "Kinderfahrten" und schmeißen den Haushalt zusammen - nur meine Hemden lassen wir gelegentlich "fremdbügeln". Es ist - sicher nicht nur, aber auch - aus dem Grund im Gegensatz zu meiner ersten Ehe eine glückliche Ehe. Wenn der eine die Verantwortung für das finanzielle Wohlergehen allein tragen muss, der andere sich aber langweilt und die berufliche Perspektive verliert, macht das beide unzufrieden.
     
    • # 2
    • 19.03.2013
    • Gast
    Wie in allen Bereichen des Lebens gibt es bestimmte Dinge, die einem leichter von der Hand gehen oder die man gerne macht; andere widerum hasst man bzw. kann es schlichtweg nicht. Wenn mein Partner geschickt ist, sagen wir mal... kleine Reparaturen im Haus...zu erledigen. Dann mache ich gerne was anderes dafür. Z.B. Wäsche.

    Was ich aber überhaupt nicht ab kann, ist wenn jemand meint, er bräuchte sein eigenen Teller nicht vom Tisch abräumen und falls eine Geschirrspülmaschine vorhanden ist, nicht da reinstellen sondern alles im Waschbecken türmen. Das sind Dinge die wirklich jeder erledigen kann.

    Ich würde aber auch ungern auf meinem Beruf verzichten. Ich möchte nicht in die Falle tappen, dem Mann um 10 Euro zu betteln, weil ich mir mal ein Eisbecher gönnen möchte.
    Falle, weil man aus diesem Trott oft schlecht wieder raus kommt. Eine Frau, die 20 Jahre zu Hause hockt (Haushalt schmeist, auf die Kinder aufpasst etc) und keiner Arbeit/Beruf nachgeht, vom Mann verlassen wird; wird es sicherlich schwer haben, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen. Meine Meinung!
     
    • # 3
    • 19.03.2013
    • Gast
    Das kommt drauf an, ich m 31 bevorzuge die klassische Rollenteilung. Solange die Welt existiert wird es immer Menschen geben, die die klassische Rollenteilung bevorzugen und es wird eben die geben, die eine moderne Rollenteilung bevorzugen. Das ist einfach eine persönliche Sache und man sollte keine Studien darüber machen.
     
    • # 4
    • 19.03.2013
    • Gast
    Nein, jeder verdient sein eigenes GEld, jeder gibt sein eigenes Geld aus. Und der Mann kann sich seine Brote auch alleine schmieren. Ist doch ganz normal?
     
  3. Ich empfinde die genannte Rollenteilung nicht als klassisch. Allein schon die Formulierung regt mich auf...!

    Als Frau länger als 3 Jahre zuhause zu bleiben - dafür gibt es in der modernen Gesellschaft keine Notwendigkeit mehr. Das tägliche Arbeitspensum heutzutage ist nicht im entferntesten mit dem Pensum einer Frau im 19. Jahrhundert zu vergleichen, wo buchstäblich noch alles selbst und von Hand gemacht wurde. Den Haushalt kann man auch mit Kindern wuppen, wenn man eine 30-Stunden-Woche hat.

    Für mich wäre es schlicht unvorstellbar, aus meinem geliebten Beruf auszusteigen. Gleichartig grauenvoll wäre die Vorstellung einer finanziellen Abhängigkeit von einem Mann. In meiner Familie gibt es dieses oben beschriebene Modell nicht, auch nicht in der engeren Verwandtschaft oder in meinem Freundeskreis. Die anstehenden Arbeiten teilen sich beide je nach Neigung und Begabung.
    Mein Opa blieb ´44 im Krieg, meine Oma hatte allein drei Kleinkinder großzuziehen. Meine Eltern sind beide selbständig, ich ebenso. Zuhause würde ich verblöden.
     
  4. Selbst wenn der Mann der Hauptverdiener ist, kann er m. E, daraus nicht ableiten, dass ihm alles hinterhergetragen wird und er rund um die Uhr umhegt und umpflegt wird.

    Ich arbeite nur 30h im Monat, d. h. aber nicht, dass ich alle Hausarbeit erledige. Natürlich mache ich das meiste, weil ich auch mehr Freizeit habe. Aber wenn am Wochenende die Wäsche gewaschen werden muss oder noch nicht gestaubsaugt ist, dann macht das mein Mann ganz selbstverständlich. Nie im Leben würde der sich in den Sessel setzen und sagen: "mach mal, ich hab schon die ganze Woche malocht". Er weiß instinktiv, dass das nicht besonders sexy wäre ;-)

    Weil mein Lebensinhalt auch nicht darin besteht jeden Tag 2-3h zu putzen, gönnen wir uns 6h in der Woche in der Woche eine Haushaltshilfe. Das kann ich nur empfehlen. Das ist Luxus, der mir tausendmal mehr wert als ein vermeintlicher "Luxusurlaub"
     
    • # 7
    • 20.03.2013
    • Gast
    Die Erwartung einer klassischen Rollenverteilung wurde von einem sehr erfolgreichen Mann an mich als berufstätige Frau herangetragen mit der Begründung dass er derjenige ist, der für den Lebensunterhalt aufkommt. Das lief dann in der Werbephase so ab: "mein Haus, meine Autos, mein Swimming-Pool, meine Ferienwohnung, meine..." Die Rollenerwartung an mich war es, die Stütze im Alltag zu sein. Familie gründen sowieso, Job aufgeben oder halbieren und für diesen Familienbetrieb da zu sein. Der Deal lautet also: Geld und Status gegen soziale Absicherung als Ehefrau.
    Alter des Mannes: + 50.
    Was ist draus geworden:ich habe mich nach der Kennenlernphase wegen Unvereinbarkeit der Lebensziele getrennt. Wenn ich mir anschaue worauf manche Frauen sich in ihren Ehen einlassen dann bergreife ich wie sehr sie es hassen müssen für ihr eigenes Einkommen zu sorgen.
     
    • # 8
    • 20.03.2013
    • rg52
    Eine Rollenverteilung im klassischen Sinne gibt es bei uns in kleineren Teilbereichen wohl immer noch. Allerdings lebe ich (m/52) in einer Partnerschaft, in der wir diese Rollenverteilung schon langsam aber sicher auflösen.

    Zwar ist es noch so, dass ich den Hauptteil des monatlichen Einkommens erwirtschafte, aber auch meine Partnerin ist ebenfalls berufstätig und bringt das, was sie kann, mit ein. Und das wird auch respektiert - auch wenn es weniger ist als bei mir. Zudem hat sie vor etwa 2 Jahren eine Erbschaft gemacht, die sich jetzt als wirklich wertvoll und richtig lukrativ herausstellt. Natürlich entscheidet sie selbst über die Verwendung. Ich will ihr da auch gar nicht reinreden. Da ich unabhängig davon auch nicht unvermögend bin, dürfte es beim Thema Finanzielles jetzt wirklich keinen großer Zündstoff mehr geben.

    Was tut sich also in den anderen Bereichen? Hier ein paar Beispiele:

    Haushalt, Kind (Sohn schon fast aus dem Haus), Kochen, Wäsche und anderes erledigen wir gemeinsam. Wobei hier jeder das übernimmt, was er am besten kann. Im Haushalt helfen ist also kein Thema für mich - ich kann also genauso putzen oder Staubsaugen, wie sie das auch kann. Bei der Wäsche und beim Kochen gibt es wieder eine Trennung, die wir abgestimmt haben...

    Auch bei möglichen Reparaturen - ich gebe zu, dass ich dazu manches Mal keine Lust habe - gibt es ebenfalls eine Absprache zwischen uns. Dabei muss aber das Einverständnis des jeweilig anderen eingeholt werden, wenn die Arbeit nach aussen zu einem Profi (Handwerker) gegeben wird. Das sorgt schon manches Mal für Diskussionen, die aber eigentlich unsere Partnerschaft beleben...

    Für die Einrichtung ist meine Partnerin verantwortlich. Ich habe beim Möbelkauf lediglich beratende Funktion - aber schon auch ein Wort mit zu reden. Beim Autokauf hat sie wiederum beratende Funktion und ich bin verantwortlich, wenn es um mein Auto geht. Bei ihrem Auto ist das umgekehrt, da ist sie verantwortlich und ich habe wiederum nur beratende Funktion...


    Ich meine also, dass man es auch ohne feste Rollenverteilung versuchen kann... Das ist dann allerdings immer eine Sache von Vertrauen, Toleranz und Kommunikation. Und das ist schon nicht immer ganz einfach... leichter und bequemer wäre eine feste Rollenverteilung.

    Sie wäre aber auch langweiliger - und da fängt es wieder an, interessant für die Partnerschaft zu werden.
    Bei unserer Art der "Rollenverteilung" wird es mit dem Partner nie langweilig, also auch bei alltäglich Aufgaben nicht. Und das kann man schon als gewichtigen Pluspunkt verbuchen.

    Viele Grüße
     
  5. Was heißt denn klassische Rollenverteilung? Mein Vater beteiligt sich an der Hausarbeit, meine Mutter geht schon seit Ewigkeiten Vollzeit arbeiten, ist mittlerweile sogar Geschäftsführerin, wenn auch bei einem sehr kleinen Betrieb, wo nichts reinkommt. Dennoch war mein Vater immer der Chef im Hause, auch weil meine Mutter nie mit viel Selbstbewusstsein gesegnet war und mein Vater ein sehr dominantes und charismatisches Wesen hat, verbunden mit maskulinem Äußeren und sehr viel Bildung. Er hat alles bestimmt, auch die Kindererziehung. Mutter hat nichts entgegengesetzt, was sie später sehr bereut hat. Warum sie es immer noch mit ihm aushält, liegt wohl eher an anderen Bindungen. Es ist also nicht immer eine "klassische" Rollenverteilung nötig, damit der Mann auch Chef ist.

    (m,30)
     
    • # 10
    • 19.06.2013
    • Gast
    Interessante Umfrage.
    DIE EKD fordert gerade eine gründliche Modernisierung maroder Rollenmuster, die sowohl Männer als auch Frauen nur noch belasten und nerven. Es ist zwar wahr dass Lebensgemeinschaften
    stärker sind als Einzelpersonen, aber bedeutet nicht automatisch dass Frauen sich der klassischen Rollenverteilung fügen müssen. Meistens blieb ihnen ja aus organisatorisch-finanziellen Gründen
    keine grosse Wahl, gewollt hätten sie mehr Gleichrangigkeit schon. In der Praxis leben die meisten Paare in ihrem privaten Alltag längst eine gesunde Aufgabenverteilung ohne sexistische Muster. Was ist schrecklich daran wenn ein Mann sich um den Haushalt kümmert ? Sicherlich nichts. Was ist dagegen zu sagen wenn die Frau der Hauptversorger ist ? Sicherlich nichts. Ich denke die Flexibilität und Unsicherheit der Arbeitsmärkte wird uns allen abverlangen ohnehin zwischen den Funktionen dauernd angepasst zu switchen, eben intelligent zu reagieren um es gemeinsam zu schaffen.
     
  6. Das liegt in meine Augen an den jeweiligen Personen selber.
    Ich habe Koch gelernt und koche daheim auch sehr gerne, dafür bin ich handwerklich sehr, sehr unbegabt.

    Bei allen meinen Beziehungen war ich immer in der Küche und tapezieren, malen usw. war absolut nicht mein Ding. Oft dachten auch manche Freunde, dass bei uns die Geschlechter vertauscht worden sind. Am Ende waren ja beiden zufrieden und da war es mir egal, was so die klassische Rollenverteilung ist.
     
  7. Bei uns arbeitet meine Frau Teilzeit, ich Vollzeit - und obwohl ich schon nicht schlecht verdiene, verdient sie deutlich mehr. Ausgaben sind 50/50 geteilt, putzen lassen wir machen, Entscheidungen wie neue Lampe, welche Wandfarbe oder sonstiges treffen wir gemeinschaftlich. Kochen, Wäsche waschen, etc. machen wir beide.
     
  8. Das ist ja irgendwie mein Lieblingsthema. Grolllll. Ich denke aber, das ist zum großen Teil ein Altersproblem. Männer in den späteren 50ern und drüber denken oft noch, dass Zusammenleben wie bei den eigenen Eltern sein soll. Natürlich nicht alle, aber ich bemerke das schon verstärkt. Genauso haben die dazugehörigen Frauen auch noch ein anderes Frauenbild, jedenfalls zum großen Teil. Jüngere Männer und Frauen leben ein komplett anderes Leben, jedenfalls die meisten, es sei denn einer der Beiden ist beruflich auf einem einfacheren Level angesiedelt und hasst seine Arbeit gründlich. Der bleibt dann gerne daheim und spielt Hausfraumann. Oder Hausmannfrau, ganz nach Belieben. Letztens hat mir mein Schornsteinfeger erklärt, dass er in Vaterschaftsurlaub geht und es ihn sehr wurmt, dass er es nicht länger machen kann. Also, da hat sich gottseidank ne Menge verändert. Als ich letztens mit einem Freund aus der Kindheit telefonierte berichtete er mir, dass seine Frau erst mit 45 wieder in ihren Lehrerberuf zurück ist, jetzt ist sie 62, da sie zuvor die Kinder betreute. Ich weiß nicht warum, aber das hat mich nachhaltig schockiert. Ich bin nie davon ausgegangen, dass das in meiner Generation noch so "normal" ist. Ich selbst habe immer gearbeitet, mich selbständig gemacht und nötige nun meinen geliebten Mann dauerhaft, das 50/50 Haushaltsmodell auch zu erfüllen, widrigenfalls ich ihm die Rücksendung seines Heldenkörpers zu Mami in Aussicht stelle.
     
  9. Komischer Weise ist die klassische Rollenverteilung erst abhanden gekommen,seit die Emanzipation und des alles "HABEN" wollens-der "Antrieb" der Frauenwelt geworden ist.
    Nutzt jeder seinen eigenen Arbeitstag(einer zu Hause und der andere in der Firma,vielleicht auch wechselseitig) voll aus,teilt sich dann die Arbeit danach-dann bleibt auch für jeden Zeit für eigene Interessen.Es ist halt eine Organisationsfrage mit relativem Zufriedenheitsaspekt-soviel zur Klassik.
    Wollen beide voll im Berufsleben stehen,sollte man familäre "Abstriche" in Kauf nehmen-Kinderbetreuung in fremde Hand geben und danach gemeinsam Haushalt und Familie führen.....aber die meisten Frauen(und auch einige Herren) sind dazu nicht bereit-selbst wenn die Voraussetzungen gegeben wären.

    Immer das was man nicht hat,will man haben...irgendwie verrückt.
     
  10. Viele deutsche Männer wollen eine selbstständige Frau. Ich nehme an, dass sie Angst haben bei einer Scheidung zahlen zu müssen.
    In Griechenland erwartet man eher, dass die Frau zuhause bleibt und kocht, sowie Kinder versorgt.
     
  11. Ich wollte auch einen selbstständigen Mann, damit ich bei der Scheidung nicht zahlen muss, das ist doch völlig nachvollziehbar. Hausfrau ist ein Auslaufmodell, gottseidank
     
  12. Ich war letzte Woche für einige Tage in Thüringen und lernte durch Zufall einen sehr klugen jungen Mann kennen. Wir unterhielten uns sehr angenehm und was er mir von der dörflichen Gegend, ausserhalb der bekannten grösseren Städten erzähltte, erschütterte mich.

    Der Trend zu "Mann geht arbeiten, Frau bleibt zu Hause und hält den Mund", ist ganz gross und wird gerade bei den Handwerkerkreisen und der Bildungsschicht, die nicht studiert hat, sehr gepflegt und weiter gegeben. Es sind ganz starke konservative Denkstrukturen vorhanden und stark wieder im Kommen.

    Erstaunlich, wo ich mich frage, wie können sich das diese Männer/Familien bei nur einem Gehalt in Ostdeutschland leisten?

    Was veranlasst diese Menschen diese rückständigen Denk-und Verhaltensstrukturen zu pflegen?

    W Ü55
     
  13. Na ja, dass erzählt dir "ein" junger Mann und dann ist das in diesen unseren Kreisen dann so.
    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.
    Schublade auf, kurz reingekotzt und Schublade wieder zu. Das ist dann das Rezept für die Gesellschaft?

    Wie sagt der IMaster? Mein Kopfschüttel :)

    m48
     
  14. Ich denke, in manchen Gegenden ist das Leben noch beschaulicher und die Preise sind so, dass die Palette breiter ist und ein „rückständiges“ Leben eben auch möglich.
    Grundsätzlich nicht erstrebenswert finde ich das nicht. Letztlich muss das doch jeder für sich entscheiden. Bequemer und ruhiger als das „fortschrittliche“ Leben in München ist es wahrscheinlich.
     
  15. Wir teilen 60/40 - 60% der Mann, 40% ich, die Frau. Dafür organisiere ich aber auch alle anderen Termine, Rechnungen zahlen, Urlaub zusammenstellen, seine Arzttermine machen, einfach alles. So ist es im Alltag mit all dem was dazu gehört und was im Leben sonst noch so anfällt also doch eine 50/50 Verteilung.

    Ein Mann der nichts im Haushalt macht kommt für mich nicht in Frage, und sobald ich das in der Kennenlernphase auskundschafte das "er" einer ist, der auf (naive) Hausfrauen steht, war es das. Ich bin nicht seine billige Putze.

    Außerdem hasse ich kochen, dass macht immer mein Mann. Ich interessiere mich sowas von überhaupt nicht dafür, dass ich sogar Kartoffeln anbrennen lasse, weil ich zwischenzeitlich schon wieder 500 andere Dinge mache. Selbst als ich ihm mal eine Freude machen wollte und extra ganz teures BioGeschnetzeltes gekauft habe, um ihn zu verwöhnen - 2 Bissen, dann haben wir es weggekippt - verbrannt! Dafür weiß ich wie ne Bohrmaschine funktioniert und bin handwerklich sehr begabt.

    Ganz früher konnte ich auch noch gut kochen, da hat es mich auch noch interessiert, dann war ich Single und war mit ner halben Dosensuppe zufrieden. 2 Minuten aufwärmen - fertig.

    Ich sehe aber an meiner Oma und meiner Mutter, dass sie noch ganz anders erzogen wurden. Damals war man eine schlechte Frau, wenn man dem Mann nicht sein Essen gemacht hat. Und ich streite mich jedes Mal mit meiner Mutter, wenn es zu diesem Thema kommt, wie ich meinen ach so armen Mann nur in die Küche stellen kann.

    Sorry, habe ich echt kein Verständnis dafür, wenn der Mann sich nicht im Haushalt beteiligt. Er geht 8h arbeiten, ich gehe 8h arbeiten,... Kann man sich den Rest der Arbeit auch noch teilen, oder?

    Anders ist es, wenn Kinder da sind und einer mehr zu Hause ist. Dann taucht meist die klassische Rollenverteilung wieder auf, weil in der Mehrheit die Frauen die Kinder betreuen - wie andere Studien belegen. Aber ob die damit glücklich sind???
     

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