Status der Frage:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Trennung nach Krankheiten und Schicksalsschlägen?

    Ja, genau das ist doch die zentrale Frage in ganz vielen Beziehungen: Warum trennt man sich und woran kann es liegen, dass man sich entliebt?

    Es leider Fakt, dass sich viele Menschen nach Schicksalsschlägen, Krankheiten und anderen Problemen verändern und sich dadurch natürlich auch die Beziehung zu dem Partner ändert. Wer selbst verzweifelt, verbittert, negativ das Leben sieht, vielleicht abweisend, böse, fies, verletzend wird, der muss eben meines Erachtens auch damit leben, dass der Partner sich entliebt.

    Analog zu Volljurists Formulierungen in anderen Fällen: Ich kann nicht jemanden weiterhin lieben, weil es fair oder anständig wäre, ihn weiterhin zu lieben. Liebe kommt und Liebe kann auch wieder gehen und eine Partnerschaft setzt eben voraus, dass man den Partner wirklich liebt -- nicht früher mal geliebt hat, nicht sein früheres Ich, sondern im Hier und Jetzt.

    Natürlich stehe ich dazu: In guten wie in schlechten Zeiten. Das gehört dazu. Aber das bezieht sich doch aber vorallem auf externe Einflüsse, nicht darauf, dass ein Mensch sich grundlegend in seiner Persönlichkeit verändert, oder?

    Wie seht Ihr das? Was sind legitime Gründe, sich zu trennen? Was sind legitime Anlässe, sich nach Persönlichkeitsveränderungen zu trennen? Wer einfach so ein Arschloch wird, wird verlassen. Wer es aufgrund eines Schicksalsschlag wird, dem muss man treu bleiben, auch wenn man ihn nicht mehr liebt?
     
  2. Die Seite wird geladen...

  3. Niemand verändert sich grundlegend nach einem Schicksalsschlag und schon gar nicht dauerhaft: Krankheit, Unfall, Kindestod, Jobverlust usw. Was danach vorübergehend auftritt ist die sog. Anpassungsstörung (früher depressive Reaktion genannt). Sie kann wenige Tage, Wochen und Monate dauern - je nach Art und Schwere des Schicksalsschlags. Pauschal kann man deine Frage nicht beantworten. Auf der einen Seite gibt es ein Mann, der seine in Wachkomma liegende Frau pflegt und auf der anderen Seite verlässt ein Mann seine aktive, selbständige Paraplegikerin. Jeder muss und darf für sich selber entscheiden, was er in einem solchen Fall macht.

    Diese Krise heisst nicht umsonst Anpassungsstörung, denn es geht darum sich auf Dauer auf die einhergehenden Veränderungen in allen Bereichen des Lebens anzupassen: Arbeit, Freizeit, Partnerschaft (emotionale und körperliche Intimität), Kinder.
    Legitime Gründe wären für mich: wenn die Freizeitgestaltung fast unmöglich wäre: keine Urlaube, keine Restaurant-, Theater. Konzertbesuche etc. und wenn die Sexualität nicht mehr möglich wäre. Dito: Persönlichkeitsveränderungen sind nur bei Persönlichkeits- und Suchterkrankungen dauerhaft, aber nicht bei einer somatischen Erkrankung.
    Nein, auch dann nicht, denn er hat ihn ja schon vorher nicht geliebt. Mit dem plötzlichen Unfall endet auch die Liebe nicht plötzlich! Entweder man will einen unversehrten Partner immer bis ins hohe Alter, kann mit Schicksalsschlägen nicht umgehen, dann "muss" er seinen Partner verlassen oder er liebt ihn und für ihn gilt: wie in guten so in schlechten Zeiten.
     
  4. Wie sagst Du immer so schön: das Leben ist kein Ponyhof.

    Wer die Flinte beim ersten Gegenwind des Lebens ins Korn wirft, erhält nicht meinen Respekt und meine Wertschätzung. Dazu gehören auch Krankheiten und Schicksalsschläge. Sonst ist die Trennung doch gleich der nächste Schicksalsschlag!

    (habe noch keine schweren Schicksalsschläge hinter mir)
     
    • # 3
    • 15.12.2011
    • Gast
    Eines sei noch vorweg gesagt:
    Es gibt den Spruch: „ Am Leid wachsen“.
    Dafür muss man jedoch zuerst durch das Leid hindurchgehen, mit all(!) seinen Begleiterscheinungen.

    Ich wurde vor knapp 20 Jahren von meinem damaligen Partner verlassen. Ich war durch eine Erkrankung plötzlich an den Rollstuhl gefesselt und konnte zusätzlich nicht mehr richtig sprechen. Ich litt an einer seltenen Erkrankung mit unklarem Verlauf. Knapp 3 Monate nach Auftreten dieser üblen Symptome trat eine Remission ein. Einige Ärzte glaubten an ein Wunder. Ich hatte mich jedoch während dieser kurzen Zeit mithilfe meiner Schwester über diese Erkrankung kundig gemacht, alleine hätte ich das übrigens in meinem Zustand nicht geschafft! So hatten wir eine Spezialklinik gefunden und mithilfe ungewöhnlicher Behandlungsmethoden und alternativer Medizin eine rasche Besserung erzielt. Das hätte ich alleine ohne meine Schwester nie geschafft!
    Als mein damaliger Partner erfuhr, dass ich wieder fit wie ein Turnschuh war, wollte er mich wieder zurückhaben, und sagte mir das auch so unverblümt: „er finde mich immer noch attraktiv und könne sich eine Beziehung mit mir jederzeit wieder vorstellen.“
    Welche Kaltschnäuzigkeit! Dieses Mal hatte ich jedoch dankend abgelehnt.

    Liebe Fragestellerin, ich denke, dass Sie nicht älter sein können als mein damaliger Partner war. Denn Menschen mit Lebenserfahrung bringen mehr Empathie auf. Wer sonst, als der liebende Partner sollte dem Schicksalsgezeichneten helfen? (nicht jeder hat Geschwister, Angehörige, etc)
    Denken Sie bitte auch mal daran, dass sie selbst ja auch nicht unverwundbar sind. Jeder kann durch Schicksalsfügung ein Leid erfahren, und dann ist man froh, einen Menschen zu haben, der einem zur Seite steht, da man alleine und noch dazu gesundheitlich beeinträchtigt, im seltensten Fall die Kraft dazu aufbringt, die richtigen Schritte tun zu können.

    Vielleicht bringen Sie meine Worte zum Nachdenken.
    Alles Gute.
     
  5. Es kommt darauf an, ob und wie stark die Liebe immer noch ist, auch in schlechten Zeiten.
    Es wird schwerer, je stärker ein oder beide Partner eingeschränkt sind. z.B. Einer ist im Wachkoma = die Liebe kann relativ kaum noch praktiziert werden. Wie sehr liebt man diesen Partner dann trotzdem ?

    Wer den (angeblich) "geliebten" Partner in schweren Zeiten verstößt, wie echt und stark war seine Liebe wirklich ?
    (Danke an #3, für ihr ausführliches Posting, und eindrucksvollem Fall)

    Als Kind besuchte ich mehrmals eine junge Frau, die querschnittsgelähmt war, meistens im Bett lag, und von ihrer Mutter gepflegt wurde. Beide freuten sich über meine Besuche, soweit sie es ausdrücken konnten. Ich habe viel durch sie gelernt.

    Ich kenne ein junges Paar, wo der Bräutigam kurz vor der Hochzeit an Multiple Sklerose erkrankte (unheilbar, meist verschlechtert sich der Zustand), und relativ schnell im Rollstuhl war. Das Paar heiratete trotzdem, und lebt immer noch zusammen.
    Obwohl die Braut sehr attraktiv und lebenslustig ist = leicht auch andere Männer bekommen könnte.

    Ein junges Paar beim Flugzeug-Unglück in Rammstein. Die junge Frau erlitt schwere Verbrennungen an ihrem Körper (z.B. beide Arme), die auch ein Jahr danach noch hässlich aussahen. Das Paar blieb trotzdem zusammen. (Quelle: TV-Doku)

    Als mein Vater todkrank (Krebs) auf der Intensivstation lag, im künstlichen Koma, bin ich 150 km. zu ihm gefahren. Er schlief im Prinzip = kein sprechen, etc, Ich habe ihn berührt, gestreichelt, und seinen Kopf in meinen Arm genommen. (soweit es mit seinen vielen Kabeln etc. möglich war).
    Die Schweissperlen auf seiner Stirn verschwanden = positive Reaktion..
    Auch zu sowas sollte man fähig sein, wenn man wirklich lieben will.
    Zwei Stunden später ist er ganz friedlich gestorben. Sein Herz blieb einfach stehen. (lt. diensthabenden Arzt).

    Wer aber die Liebe verschmäht / ablehnt, sei es als Betroffener des Schicksals, oder dessen Partner, - dann kann dem Anderen m.E. nicht erwartet oder zugemutet werden, trotzdem an dieser Liebe festzuhalten.
    Besonders schwierig, wenn die Ursache der Ablehnung nicht sein freier Wille ist, sondern z.B. aufgrund seiner Krankheit. (z.B. psychische Erkrankungen - z.B. das Tourrette-Syndrom).

    Die Liebe ist auch in schweren Zeiten sehr wichtig, um dadurch in dieser Zeit dem Betroffenen und seinem Partner zu helfen. Sowohl psychisch, als auch gesundheitlich hilft das enorm. Kann ggf. sogar den Heilungsprozess verbessern.
    Wer bei der Hochzeit gelobt "...auch in schweren Zeiten", der sollte dazu auch bereit sein, egal was kommt.
     
  6. Ich glaube, die Frage darf nicht so sehr "Was passiert, wenn die liebe erstmal Vergangenheit ist?" sein. Denn wenn sie es ist, dann ist eine Trennung letztlich der einzig richtige und für beide akzeptable Weg.
    Die Frage muss eher lauten, wie ich als Partner längerfristige Persönlichkeitsveränderungen des anderen möglichst frühzeitig erkennen und wie ich auf meine Partnerin oder meinen Partner einwirken kann, so dass destruktive Persönlichkeitsveränderungen vermieden werden.

    Und ich fürchte, wie bei so vielen Themen Rund um die Liebe so gibt es auch hier keine pauschalen Antworten. Ob und falls ja wie man gemeinsam mit einem schweren Schicksalsschlag oder auch nur dem ganz normalen Alltag fertig wird hängt von unzähligen Details ab und nicht selten werden irgendwelche vermeintlichen Kleinigkeiten den Unterschied zwischen "als Paar gerade nochmal die Klippen umschifft" oder "untergegangen" ausmachen.

    Ich halte wenig von Menschen, die beim kleinsten Anzeichen von Problemen lieber das Weite suchen anstatt sich dem Problem zu stellen und zu seiner Lösung beizutragen. Aber nicht für jedes Problem einer Partnerschaft findet sich auch eine Lösung, und wenn ein Problem, egal ob eine durch einen Schicksalsschlag ausgelöste Veränderung der Persönlichkeit oder irgendetwas anderes, die Partnerschaft insgesamt in Frage stellt und langsam aber sicher die Liebe zueinander auslöscht, dann ist es oft besser einen sauberen Schlußstrich zu ziehen solange man sich noch mit Respekt und ohne Hass oder Wut ansehen kann als irgendwann neben der Liebe auch noch den Respekt vor der Partnerin oder dem Partner verloren zu haben.
     
    • # 6
    • 15.12.2011
    • Gast
    Nehmen wir mal meinen Bekannten. Der ist 51, HATTE eine Frau von 44 und 2 wohl geratene Töchter.
    Die Frau ist ein Arbeitstier...morgens ins Büro, abends im Lokal im Service.
    Er hatte in seinem Leben reichlich Unfälle und Probleme wie Stellenwechsel und Arbeitslosigkeit. Sie hielt immer zu ihm, aber vor 2 Jahren war Schluß und sie reichte die Scheidung ein.
    Nun ist mein Kumpel ein netter, hilfsbereiter Mensch...ich konnte mir erst gar nicht vorstellen, warum eine Frau so einen verlässt.
    Aber ich lernte ihn dann besser kennen.
    Ohne Witz..dieser Mann hat mindestens 1x im Monat einen Unfall, jammert rum wie schlecht es ihm ihm doch geht, dass er um Frührente kämpft, weil er ja sooo krank ist und versucht andere so zu manipulieren, dass sie denken er wäre ein "Guter" und man brauche ihn.
    Dieses Gerede macht einen mürbe und deshalb brach ich den Kontakt ab.. seine Frau hats eben auch nicht mehr ausgehalten. Ich verstehe sie voll und ganz.
    Man muss nicht durch dick und dünn gehen, wenn die Probleme des einen das Nervenkostüm des anderen kaputt machen und es dadurch kein Weiterkommen gibt.
    Ach ja....
    Als ich damals meinen Freund fragte, was er täte, wenn ich im Rollstuhl landen würde, sagte er:
    Ich würde dich verlassen!
    Nett, nicht wahr?
    Na ja.....ich habe ihn verlassen. Das dazu!
     
    • # 7
    • 15.12.2011
    • Gast
    Primär ist jeder Grund sich zu trennen für den betroffenen legitim, gleichwohl sagt aber doch der eine oder andere Grund sehr viel über den Charakter des Menschen aus wie bei #3. Aber wir sollten hier nicht immer gleich den Moralapostel spielen, denn nur wer frei ist von jeder Schuld solle den ersten Stein werfen.
    Aus meiner Erfahrung habe ich festgestellt, dass nicht mein Partner sondern ich mich verändert habe und somit habe ich das was ich früher anziehend fand mit der Zeit in Frage gestellt und demzufolge auch die Reißleine gezogen. Wenn Beziehungen über 10 oder 20 Jahre bestand hatten, verändert sich immer beide Seiten und nicht nur eine. Wie heißt es so schön: Jede Medaille hat zwei Seiten.
    Und wer sich wegen einer Krankheit oder anderen Schicksalsschlag gleich trennt gilt eventuell auch als schäbig, aber die andere Person ist im Nachhinein mit Sicherheit ohne diesen Partner um Klassen besser dran.
    m,47
     
  7. Wenn jemand in oder nach einer schweren Krise auch mal traurig, verzweifelt, depressiv, wütend oder sonstwie negativ reagiert, habe ich dafür Verständnis. Wer sagt denn, dass es sich um eine dauerhafte Persönlichkeitsveränderung handelt, die unumkehrbar wäre?

    Natürlich trage ich als Mensch in der Krise die Verantwortung, mich nicht einfach hängen zu lassen und mich zu bemühen, mit dem Schicksalsschlag zurecht zu kommen. Natürlich kann ich als Partner auch saegn, wenn bestimmte Verhaltensweisen nicht in Ordnung sind. Aber ich übernehme mit dem Eingehen der Partnerschaft eben auch Verantwortung für diese, Verantwortung, dem anderen zur Seite zu stehen, ihm zu helfen und nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, wenn es schwierig wird, auch wenn sich diese Schwierigkeiten über längere Zeit hinziehen. Es wäre mit meinem Verständnis von Partnerschaft nicht zu vereinbaren, die Krise nicht noch weiter zu verschärfen, indem ich noch eine Trennung oben drauf setze.

    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast", sagte der Fuchs zum kleinen Prinzen. Und diese Art von Verantwortung ist für mich Bestandteil zumindest einer Ehe, wenn nicht jeder längeren Partnerschaft. Alles andere ist eine Gute-Zeiten-Spaß-Gemeinschaft.
     
    • # 9
    • 15.12.2011
    • Gast
    Allein durch diese Frage und Formulierung wird der Sinn einer echten Partnerschaft per se in Frage gestellt und reduziert alles auf eine Spassbeziehung.
    Wenn tatsächlich ein Schicksalsschlag eintritt, dann ändert sich das ganze Leben zumindestens zeitweilig.
    Aber deine Frage zeigt die Gefahr:
    Wenn mir vorher bewusst ist, dass eine Erkrankung meinerseits oder eine darauf folgende Charakteränderung eventuell zu einer Trennung führt, dann käme eine Frau, die solche Gedanken äussert, sicher nicht in Frage.
     
  8. ich denke, diese Frage kann man pauschal nicht beantworten!

    Eine kleine Geschichte.
    Ich war mit meiner Frau 18 Jahre verheiratet, seit 2004 hatte sie Brustkrebs, 2006 einen weiteren Befund in der anderen Brust und dieses Jahr dann mehrere Methastasen, welche ihr letztendlich das Leben gekostet haben. In all diesen Jahren hatten wir / sie mehrere Krankenhausaufenthalte und Operationen hinter uns, als ich Finger und Zehen habe. Mir wäre in dieser Zeit NIE der Gedanke gekommen, sie zu verlassen. Auch dieses Jahr nicht, wo ich wirklich zusehen musste, wie sie vor Schmerzen nicht mehr leben konnte. Ich habe ihr hoffentlich damit geholfen, dass ich einfach da war und ihre Hand gehalten habe - auch zu dem Zeitpunkt, wo sie dann von uns allen losgelassen hat.
    Ich habe sie geliebt und liebe sie immer noch und diese tiefgründige Liebe gab mir die Kraft, das alles mit ihr durchzustehen. Diese Liebe ist im Laufe der Jahre gewachsen und hat gehalten bis zum Tod.
    Sie konnte für die Umstände nichts, hat gekämpft wie ein Löwe und am Ende doch verloren. Sie hat sich aber auch bemüht, den Umständen entsprechend weiterzumachen, war weder verbittert, böse noch verletztend. Und auch wenn wir zum Schluß keinen Sex mehr hatten, hätte ich sie deswegen nicht verlassen. Einen Menschen, denn man über viele Jahre liebt und der unverschuldet Krank wird, verlässt man doch nicht einfach, weil wir nicht mehr in Restaurants oder Theater gehen können oder weil wir nicht mehr miteinander schlafen können! Für mich war es eine Ehre, diesen Weg mit ihr bis ans Ende zu gehen und ich hoffe, dass sie mich auch dafür geliebt hat.
    Sie hat mir trotz ihrer schweren Krankheit ein Miteinander möglich gemacht und verlassen zu werden, hätte sie einfach nicht verdient. Für mich ist das ein unvorstellbarer und unerträglicher Gedanke.
     
    • # 11
    • 15.12.2011
    • Gast
    Letztendlich geht es doch nur darum, dass jeder irgendeine Legitimation für sich selber sucht, wenn er eine Partnerschaft beenden möchte.
     
    • # 12
    • 15.12.2011
    • Gast
    Eine schwierige Frage, zumal ich mich eher zu den "Moralistinnen im Lande" zähle, aber ich versuche mich an einer Antwort: Auch nach einem schweren Schicksalsschlag kann ein Mensch nach einer gewissen Zeit der Anpassung noch/wieder die freundliche, liebenswerte und als Partner passende Person sein/werden, die er vor dem Schicksalsschlag war und als die er oder sie geliebt wurde. Aus meiner Sicht ist es auch eine Frage der Disziplin, wie man einen Schicksalsschlag verkraftet. Prinzipiell denke ich, man muss kein "böser" Mensch werden, weil man eine schlimme Krankheit hat, man beispielsweise sein Augenlicht verlor, ein Kind starb, sein Vermögen/den Job verlor etc..
    Davon ausgehend bin ich der Meinung, Bösartigkeit und Gemeinheit sind Gründe einen Menschen nach einer gewissen Anpassungszeit zu verlassen. Man hilft dem Betroffenen meiner Meinung nach nicht weiter, wenn man ihn durch die eigene Anwesenheit darin unterstützt, diese Züge auszuleben. Davon abgesehen kann ich mir auch vorstellen, dass der Betroffene auf diese Weise erreichen möchte, dass der andere geht, weil er ihn nicht direkt wegschicken möchte. Beispielsweise gibt es Menschen die es regelrecht "hassen", einem anderen ausgeliefert zu sein, abhängig zu sein bzw. sich dem Partner in ihrer Schwäche zu zeigen. Bösartigkeit und Gemeinheit sind dann gute Mittel, den anderen wegzutreiben, was meines Erachtens in diesem Fall dann auch gewollt ist. Ein Partner kann in solchen Fällen nämlich durchaus auch eine zusätzliche Quelle des Unbehagens und des Stresses sein.

    Somit: Für mich sind Bösartigkeit und Gemeinheit Gründe einen Menschen nach einer gewissen Anpassungszeit zu verlassen (auch um selbst nicht krank zu werden). Ich könnte mir vorstellen, dass ich so ca. 1-2 Jahre noch an der Seite dieses Menschen bliebe, habe allerdings in meinem Alter mit 49 J. auch keine Zeit mehr in Hinsicht auf Familiengründung etc. zu verlieren.

    Nun zur Frage der Freizeitgestaltung: Diese ist für mich weniger relevant, da ich ohnehin meist lese, Musik höre oder in die Oper gehe und da kann der Partner ja dabei sein bzw. hält mich nicht davon ab.

    Sex: Auch da kann ich mir eine Alternative wie beispielsweise Selbstbefriedigung vorstellen, allerdings bin ich bereits 49 Jahre alt, in früheren Jahren wäre es vielleicht anders gewesen.

    @1: Hier liegt meines Erachtens ein Missverständnis vor. Frederika votiert nicht dafür einen Menschen nach einem Schicksalsschlag zu verlassen, sie stellt lediglich eine (meines Erachtens nach gute) Frage in den Raum.

    w/49
     
    • # 13
    • 15.12.2011
    • Gast
    Ich nochmal: Mein Hinweis in Bezug auf das evtl. Missverständnis war @3 gerichtet und nicht, wie ich irrtümlicherweise schrieb, @1.

    w/49
     
    • # 14
    • 15.12.2011
    • Gast
    Mit ist klar, worauf deine Frage abzielt, Frederika. Sie entspricht derselben Haltung wie Deiner Antwort vor einigen Tagen: Da hast Du einer Frau mit Depressionen und Gewichtszunahme geraten, das alles ganz schnell in den Griff zu kriegen, damit sie für ihren Mann wieder attraktiv ist. Das hat mit dem eigentlichen Wesen einer guten Partnerschaft nichts zu tun.

    Eine gute Partnerschaft zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man die Schwierigkeiten des Einen GEMEINSAM meistert. Meinst Du, die Frau wird fröhlicher, wenn sie das Ende ihrer Beziehung fürchten muss, weil sie nicht den Knopf findet, wo sie ihre Depressionen abschalten kann?

    Ich möchte keinen Partner haben, der das Weite sucht, weil das Zusammenleben mit Krankheit oder anderen Problemen verbunden ist. Eine ECHTE Beziehung wächst daran und funktioniert eben nicht nur in spaßigen Zeiten.
     
    • # 15
    • 15.12.2011
    • Gast
    <MOD: Persönliche Angriffe entfernt.>

    Es ist nicht so, dass Schicksalsschläge automatisch verbittern und ich sage Dir, meine schwere Krankheit (wochenlange Intensivbehandlung etc) hat das Verhältis zwischen mir und meiner Partnerin vertieft. Wieso nehmen sich in diesem Forum die Frauen eigentlich immer das Recht den Partner bei den geringsten Schwierigkeiten zu verlassen, bestehen aber selbst darauf, dass diese bei Schicksalsschlägen uneingeschränkt von ihrem Partner unterstützt werden? Bei einer Wesensveränderung des Menschen mag die Trennung eine Lösung sein - bei Schicksalsschlägen die eine gewisse Zeit der Rekonvaleszenz in Ansruch nehmen keinesfalls. Eine Beziehung ist für mich ein geben und nehmen auch in schwierigen Zeiten und nicht nur Party! m 42
     
    • # 16
    • 15.12.2011
    • Gast
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn vor der Veränderung, dem einschneidenden Ereignis (Unfall, Erkrankung) wirklich Liebe da war, dann ändert sie sich nicht dadurch.
    Die Liebe bleibt, auch wenn das Zusammenleben im Alltag schwerer wird, bis zum letzten Atemzug!

    Wenn es bereits vorher gekriselt hat, dann ist die Neigung eher vorhanden, nach Legitimationen für eine Trennung zu suchen.
     
    • # 17
    • 15.12.2011
    • Gast
    #10: meinen tiefen Respekt für deine Haltung. So traurig es ist, eine sehr schöne, weil tief gehende Geschichte. Es macht Mut zu lesen, dass es auch andere Menschen gibt, die das wie ich sehen.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft - behalte dir deine Frau im Herzen, wenn du weiter lebst.

    w/42
     
    • # 18
    • 15.12.2011
    • Gast
    Sehr gut formuliert, auch wenn dies nicht ganz schwarz-weiss dargestellt werden kann.
     
  9. Frederika, was dich betrifft, gehe ich davon aus, daß du in der Reißbrettbeziehung, die du hier entwirfst und die du anstrebst selbstverständlich an der Seite deines Mannes stehen wirst. Egal, was passiert. Das Leben ist kein Ponyhof.

    Ich würde trennen in Krankheiten und "Schicksalsschläge" aus mangelnder Verantwortung für sich selbst und unverschuldeten Ereignissen. Wer sich jahrelang gehen läßt und trotz Warnung mit seinem ungesunden Leben weitermacht, sich zu Tode frißt, zu Tode säuft, kann auf meine Loyalität nur begrenzt zählen. Gleiches gilt für finanzielle Hasardspielchen oder alles in den Abgrund reißende Faulheit.
    Alles andere: In guten wie in schlechten Zeiten.

    Ich habe dies Geschenk von einem Partner bekommen, der an meiner Seite war, als ich durch Krankheit ein völlig anderer Mensch war und ich würde dieses Geschenk auch dem Mann an meiner Seite machen. Was heißt Geschenk. Das ist Bestandteil einer ernstzunehmenden Partnerschaft.
     
    • # 20
    • 15.12.2011
    • Gast
    Wie sagte man so schön? In schlechten Zeiten sieht man, wer die wahren Freunde und wie der Partner sprich die Kinder zu einem stehen! Na klar! Wenn es einem gut geht, lacht die Welt mit einem, geht es einem schlecht, dann weint man alleine, und daran ist was dran!

    Ich denke, nein ich bin davon überzeugt, dass wenn man seinen Partner aufrichtig ehrlich liebt, man auch zu ihm steht, wenn es mal nicht eitel Sonneschein ist! Ich meine, dass Leben ist eine Achterbahn, es geht mal auf und mal ab, mal leichter, mal schwerer, so ist das Leben! Wir alle wissen nicht, wie es in der Zukunft um unsere Gesundheit stehen wird, was uns alles noch erwartet, an Schicksalsschlägen, aber ich erwarte von meinem Partner, dass er zu mir steht, so wie auch ich stets für ihn stehe, nicht nur in guten Zeiten! Doch leider sieht man heute, wie schnell viele geschlossenen Ehen gar Beziehungen in die Brüche gehen, da wird Fremdgegangen und schnell das Handtuch geworfen, weil Frau z. B. zuviel meckert oder sonstwas!

    Traurig, heute haben Menschen Lebensabschnittsgefährten, das scheint das neueeste Modell der Lebensform zu sein, Familien brechen auseinander, Ehen haben keinen Bestand, das traditionelle Familienleben keinen Wert mehr! Ich bin erschüttert, was man so um sich herum erfährt, wie schnell aufgegeben wird, wie schnell eine Beziehung von zig Jahren einfach so weggeworfen wird, warum auch, an der nächsten Ecke wartet schon der nächste potenzielle Partner!

    Wie kann sich Liebe verändern? Ich glaube das nicht! Ich denke, je länger man miteinander durch Ups and Downs gegangen ist, je mehr schweißt dies zusammen. Wenn mein Partner nicht gerade ein Drecksschwein ist, wie kann die Liebe aufeinmal komplett verlöschen, außer ich habe einen anderen Mann kennengelernt, dass ist bei 99,9 % der Fälle so! Vielleicht nicht sofort erkennbar aber im nachhinein kommt es dann doch irgendwie raus!

    w, 33
     
    • # 21
    • 15.12.2011
    • Gast
    Dazu, liebe Forumsmitglieder, habe ich meine persönliche Geschichte:

    Ich hatte einen Mann und ein Kind, wir waren glücklich. Mein Mann erlitt 2005 einen schweren Hirnschlag, mit 49 Jahren (ich war damals 39 Jahre alt und unser Sohn 8 Jahre).

    Neben den körperlichen Handicaps (linksseitig gelähmt) ist eine relativ schwere Persönlichkeitsveränderung dazu gekommen. Von epileptischen Anfällen, wo ich jeweils dachte, mein Mann stirbt mir unter den Fingern weg, ganz zu schweigen.

    Ich habe 3 Jahre gekämpft, betreut, gefahren, gepflegt, geschaut, geliebt, gehofft.....Existenzängste gehabt, mich mit Versicherungen und Spitälern gestrittten, das Geschäft meines Mannes aufgelöst, mit Anwälten Ersatzansprüche von Kunden abgewehrt, umgezogen in ein rollstuhlgängiges Haus, altes Haus verkauft, getragen, ertragen.....und mich daneben versucht, um unser Kind zu kümmern. Mein Mann ergab sich seinem Schicksal, und wenn es mir mal schlecht ging, dann hörte ich nur: Warum, dir geht es ja gut, du kannst laufen !

    Als mein Mann an Weihnachten wieder einmal einen epileptischen Anfall hatte und ich 3 Stunden ihn und das Bett und die Dusche geputzt habe (weil sich die Blase und der Darm entleert)...und danach 2 Stunden unseren verängstigten Sohn bei meiner Nachbarin gesucht habe....wusste ich: ICH KANN NICHT MEHR !!!!!!!

    Nach Trennung und Scheidung, so leid es mir auch tat und manchmal in ganz dunklen Stunden immer noch tut, geht es mir heute wieder gut. Und dies bin ich auch meinem Sohn schuldig. Ja, ich vermisse meinem Exmann manchmal, so wie es früher war und ich vermisse manchmal mein altes Leben.

    Aber die Vorstellung mit 42 Jahren "nur" noch Pflegerin zu sein, keine Gesprächspartner und auch keinen Sexpartner zu haben, konnte ich nicht ertragen. Ihr könnt jetzt sagen, ich hätte einen Lover nehmen können....So was geht eben nicht bei mir, Liebe und Sex geht zusammen für mich.

    Ich glaube, niemand der so was nicht selber erlebt hat, kann darüber urteilen !
    Bevor ihr euch ein Urteil erlaubt, versucht in meinen Schuhen zu gehen !
     
    • # 22
    • 15.12.2011
    • Gast
    Ich bin eine Frau mit 32 Jahren und erlebe erst jetzt, dass das Leben auch schön sein kann. Schwere Krankeiten in der Kindheit, Scheidung der Eltern, Arbeitslosigkeit aufrund von Insolvenz der Firma, also ich habe ganz schön was erlebt. Da ich aber resilient bin, habe ich alles gemeistert und zusätzlich noch in der Familie (psychische Unterstützung nach der Fehlgeburt der Freundin meines älteren Bruders) geholfen. Selbstverständlich hatte ich mit Mitte Zwanzig eine posttraumatische Belastungsstörung, die ich mittels Therapie (ohne Medikamente) überwunden habe.
    Während der ganzen Zeit war ein Mensch an meiner Seite, meine beste Freundin. Wir sind wahrlich durch dick und dünn gegangen, denn auch sie hatte es nicht immer leicht. Wenn wir uns anzickten, wussten wir warum die andere jeweils so ist. Kein Mann in diesen Zeiten wäre uns geblieben. Wir waren auch ab und zu drauf und dran, die Freundschaft aufzugeben.
    Daher glaube ich ganz fest, dass nur diejenigen, die wissen, was es bedeutet vom Schicksal gebeudelt zu werden, bei einem anderen bleiben, der ähnliches erlebt. Ich habe Menschen an weit weniger, als ich erlebt hatte, förmlich zerbrechen sehen.
    Somit: In einer echten Beziehung klappt es auch mit einer Deppressionsphase, ein paar Kilos mehr (vorübergehend), einer Glatze usw. Weil man nicht beleidigt ist, wenn der andere einen anzickt, da man weiß, er ist nicht er selbst.
    Doch in einem gebe ich dir recht: Zeigt jemand erst später, dass er ein Arschloch ist, ohne etwas erlebt zu haben, einfach nur aus Spaß und Emphatiebegreitheit, würde ich gehen. Doch durch meine Erlebnisse habe ich sehr an Menschenkenntnis gewonnen und hoffe, so einem Menschen nicht begegnen zu müssen.
     
  10. <MOD: Keine falschen Schwarzweiß-Unterstellungen! Bleiben Sie fair!>
    <MOD: Keine Nebenthemen!>
     
  11. Danke für diesen sehr persönlichen Einblick in ein Einzelschicksal, für das ich volles Verständnis habe -- auch für Deine Entscheidung.

    Ich befürchte, die allermeisten verstehen genau diesen wichtigen Punkt nicht. In der Theorie ist vieles einfacher als in der Praxis.
     
  12. Ich habe eine Freundin, die in einer Reha-Klinik arbeitet und eine Vielzahl von Einzelschicksalen erlebt. Es zeigt sich, dass man die Patienten durchaus grob einteilen kann in mit und ohne Persönlichkeitsveränderung.

    Beide Gruppen sind zunächst verzweifelt, traurig, geschockt, wenn sie nach einem Unfall oder einer Krankheit realisieren müssen, dass sie lebenslang behindert bleiben werden. Der Unterschied besteht darin, wie sehr Verbitterung, Selbstmitleid, Welthass und Fixierung auf das eigene Schicksal Überhand vor dem normalen Gefühlsspektrum nehmen.

    Es gibt Menschen, die nehmen weiterhin Teil an dem Leben der Freunde und Verwandten. Sie interessieren sich für berufliche Erfolge der Besucher, Veränderungen am Haus, den Reitunfall der Nichte, sie sorgen sich um die Arbeitslosigkeit des Bekannten, freuen sich über die Geburt der Nichte -- dennoch leiden manche extrem stark darunter, dass sie selbst das nicht können. Aber nicht neid- oder hassfixiert, sondern realistisch.

    Die andere Gruppe dagegen steigert sich in Verbitterung, Selbstmitleid und Welthass hinein. Die gebrochene Hand beim Reitunfall der Nichte wird abgetan als "was ist das schon, heilt wieder, ich dagegen...", der gekündigte Job des Bekannten ebenso. Bei solchen Menschen nimmt der Besuch mehr oder weniger schnell ab, das hört sich zurecht keiner lange an. Dass solche Fiesheiten, mangelnde Empathie, mangelndes Interesse eben Liebe und Zuneigung schwinden lassen können, ist doch nachvollziehbar und unvermeidbar. Gefühle hat man nicht, weil sie politisch korrekt wären, sondern weil man sie im Herzen fühlt. Man kann sich nicht schlecht fühlen müssen, keine Sympathie mehr zu fühlen für jemanden, der nur noch negativ oder eozentrisch ist, ganz gleich welche Ursachen das haben mag.

    In der Praxis zerbrechen bei Menschen unter 30 und ohne Kinder über 80% der Partnerschaften nach einer unfallbedingten Querschnittlähmung innerhalb von wenigen Monaten -- obwohl gewiss umgekehrt mindestens 90% sagen würde, sie täten es niemals. Praxis und Theorie liegen eben weit auseinander.
     
    • # 26
    • 15.12.2011
    • Gast
    Ich habe persönlich 9 Jahre mit einem schwerkranken Mann zusammengelebt mit allen Ups and Downs, das zehrt an der Kraft, manchmal schwindet mitunter auch die Liebe, aber all dieses wäre kein Grund für mich einen Menschen zu verlassen.

    <MOD: Keine persönlichen Angriffe!>
     
  13. Vielen Dank. Natürlich votiere ich nicht für Kaltherzigkeit oder Egoismus. Wer mich aus vielen anderen Threads kennt, wird das wissen. Ganz im Gegenteil plädiere ich doch immer wieder für "wie in guten so auch in schlechten Zeiten", immer wieder für Liebe und Zuneigung und wahre Gefühle.

    Ich stelle hier ein kontroverses und tiefschürfendes Thema zur Diskussion, bei dem sich erfahrungsgemäß Theorie und Praxis extrem unterscheiden. Ich finde die erzählten Einzelschicksale und die Vielfalt der Meinungen interessant.
     
    • # 28
    • 15.12.2011
    • Gast
    Menschen sind im Schnitt ein halbes Jahr bis ein Jahr in der Reha. In dieser Zeit müssen sie sich völlig neu erfinden. Querschnittsgelähmte müssen mit der neuen Situation umgehen lernen. Auch die Angehörigen. Wer hier glaubt so ein Schicksalsschlag verändert einen nicht täuscht sich.

    Meistens verändert sich die Situation der Menschen wieder in ihrer häuslichen Umgebung, wenn sie am Leben wieder teilnehmen. Von dem Leben nach der Reha wird deine Freundin wahrscheinlich wenig mitbekommen.

    Aber jetzt mal Butter bei die Fische, dein Mann hat einen Unfall mit Querschnittslähmung, seine Gemütslage verändert sich, er wird depressiv, hadert mit seinem Schicksal. Würdest du ihn verlassen wenn sich das nach einem Jahr nicht ändert?

    Also los komm ich möchte jetzt mal deine ganz persönliche Meinung dazu hören.

    Dass sich Leute unter 30 ohne Kinder bei einem solchen Schicksalsschlag trennen wenn keine Aussicht mehr auf ein normales Familienleben, sprich gemeinsame Kinder etc. gegeben ist, wundert mich nicht. Frage wäre jetzt, haben die sich alle vorher nicht genug geliebt???

    w45
     
  14. @Frederika
    Deine Schilderung kann ich nachvollziehen.
    Jemand, der seine Krankheit inszeniert und benutzt (Stichwort "sekundärer Krankheitsgewinn") und nicht genauso mit Haltung "trägt" wie seine Mitmenschen, könnte auf meine Loyalität nicht zählen bzw. erst, wenn er diese Spielchen läßt.
    Der Unterschied zwischen moralischer Vorstellung und realem Handeln ist da. Daher sprach ich auch von Reißbrettbeziehung. Was das Leben bringt, wird sich zeigen. Viele hier träumen jahrelang von einer Ehe bis ans Ende der Tage, wenige erreichen sie und noch mehr geben wegen nichtigerer Sachen (Körpergewicht!) auf.
    Ich glaube, es ist auch eine Frage der Reife. Menschen größerer praktischer Lebenserfahrung und guter Redlektionsfähigkeit sind frustrationstoleranter, streßresistenter und auch in der Lage, die richtigen Grenzen zu ziehen.
     
Status der Frage:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)