1. Teilzeitbeziehung akzeptieren und Beziehung beenden?

    Seit 2 1/2 Jahren bin ich (43) verliebt in meinen Freund (50). Wir wohnen ca. 80 km auseinander aber nicht im selben Land. Er hat ein minderjähriges Kind und ich zwei.

    Aktuell sehen wir uns einmal unter der Woche und jedes 2. Wochenende. Mir reicht das nicht, insbesondere weil es so bleiben wird. Ich bin im Frühjahr in eine grössere Wohnung umgezogen. Es sollte "unsere" Wohnung werden. Er wollte auch die Wochenenden mit seinem Kind bei mir verbringen. Aber es ist alles beim Alten geblieben. Sein Kind möchte sich am Wochenende mit Schulfreunden treffen, also bleibt er zu Hause bei sich. Er hat während der ganzen Beziehung keines seiner vielen Ehrenämter abgegeben - aber immer davon geredet. Seine Arbeit macht ihm sehr viel Spass - klar dass er den Job nicht wechseln möchte, auch wenn er in meinem Land wesentlich mehr verdienen würde. Im weiteren ist es in seinem Alter auch nicht mehr so einfach einen guten Job zu finden. Ich ziehe mit meinen Kindern auch nicht ins Ausland. Wir sind halt beide nicht ungebunden. Für die Situation habe ich volles Verständnis. Aber ich glaube wenn es keine Lösung gibt, kann ich mit dieser Beziehung nicht leben. Ich fühle mich von diesen ständig wechselnden Phasen überfordert. (mal mit Partner, mal alleine mit Kindern, mal ganz allein) Was denkt ihr? Bin ich kompliziert?
     
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  3. Habt ihr das zuvor abgesprochen? Wenn ja ist es mehr als ärgerlich für Dich, dass er sich nicht daran gehalten hat. Die größere Wohnung wird sicher auch teurer sein.
    Oder war das nur Dein Gedanke und gar nicht ganz so klar für beide?

    Das halte ich für ganz normal. War bei meiner Tochter auch so und wird sich lange Zeit nicht ändern. Wird bei Deinen Kindern nicht anders sein, oder?

    Warum suchst Du die Lösung auch ausschließlich bei ihm?
    Er ist nicht alleine für diese Entfernung verantwortlich. Was würde es ändern, würde er seine Ehrenämter aufgeben?
    Ja, Ihr seid BEIDE gebunden. Nicht nur Du.
    Wie alt sind die Kinder? Sind Deine jünger, so dass ein Umzug für Deine Kurzen leichter wäre?
    Wie sind denn Deine Jobaussichten im "Ausland"?
    Könnt Ihr Euch entfernungsmäßig in der Mitte treffen und dort zusammenziehen?
    Was überfordert Dich an der Situation ??

    Liest sich für mich alles ziemlich einseitig.

    W, 46
     
  4. Dank für deine Antwort. Unsere Kinder sind alle zwischen 11 und 14. Ich könnte in die Nähe der Grenze ziehen. Das wäre kein Problem. Allerdings kann er sich dort zu wohnen auch nicht leisten. Weil das Lohnivau in Deutschland einiges tiefer ist. Er sieht sein Kind unter der Woche nicht. Durch die Ehrenämter hat er einfach viele Termine. Er darf das alles so machen - aber für mich fühlt es sich nicht richtig an. Ich sehe einfach keine Lösung die ein Zusammenleben möglich machen würde. Aber das möchte ich, deshalb erwäge ich schweren Herzens die Beziehung zu beenden. Das ständige Hin und Her stresst mich. Anfangs ging es gut, aber mittlerweile bin ich müde.
     
  5. Dazu wird es sicher nicht kommen, Du kennst sein Leben. Das wird er nicht aufgeben. Es wird immer eine Fernbeziehung bleiben, so lange er arbeitet - oder enden.
    ErwinM, 50
     
  6. Dass er Rücksicht auf sein Kind nimmt, finde ich normal. Aber wenn er etliche Ehrenämter hat und keines davon ablegen will, um etwas mehr Partnerschaft zu führen, braucht, bzw. hat er wohl kein Bedürfnis nach mehr. Das würde mir mit der Zeit auch nicht gefallen, denn ich wollte in einer Beziehung auch nicht die Letzte in der Prioritätenliste sein.

    Habt Ihr mal gesprochen, wie Ihr Euch das jeweils vorstellt in Zukunft?

    w49
     
  7. Würde auf die Fortführung der Beziehung verzichten. Ich bin auch in sehr vielen Vereinen aktiv tätig und wäre eine derartige Fernbeziehung gar nicht eingegangen. Auch Kind/Kinder sind ein wichtiger Grund, in deren Nahbereich zu bleiben.
    Deine Gedanken und Ansichten sind voll nachvollziehbar und berechtigt, aber weil sich seinerseits bisher nichts geändert hat, wird er so in der Situation verbleiben wollen , weil es für am einfachsten ist und ihm auch reicht. Große Gefühle für dich kann ich bei ihm nicht unbedingt erkennen.
     
  8. Wie weit könntest Du denn ran ziehen?
    Muss es Zusammenwohnen sein?

    Es hört sich nicht so an, als wäre Dir mit näher geholfen. Warum kannst Du nicht zu ihm ziehen? Wärst Du finanziell dort Vll auch besser gestellt?
    Die Kinder sind in einem Alter, das kann noch etwas dauern. Wie kommt es, dass Deine keine Probleme mit Umzug haben?

    Was macht Dich konkret müde?
    Ich habe ja zuletzt anderweitig noch behauptet, dass nicht immer ein tieferes Problem vorhanden sein muss... Aber ein wenig Trubel wird Dich doch nicht soo müde machen.
    Ich glaube auch nicht, dass es die Unruhe in der Beziehung ist, sondern vll Dein Nähebedürfnis. Oder noch anderer Kummer. Du zweifelst iwie die ganze Beziehung an.
     
  9. Verstehe ich nicht. Widerspricht sich das nicht? Oder wohnst DU nicht in Deutschland.

    Ich persönlich glaube, wenn man Liebe an solchen Dingen festmacht, hat sich die Liebe davongeschlichen. Es gibt ja keine kurzfristige Lösung, beide habt ihr Argumente, euer Leben so zu leben wie es ist.
    Klar könnte er Ehrenämter abgeben, aber das löst das Grundproblem ja nicht. Du bist unzufrieden mit der Wohnsituation.
    Von daher würde ich zur Trennung raten, Du denkst ja schon drüber nach. Er müßte ja komplett sein Leben ändern, Du wirst ja bis auf an die Grenze ziehen nichts ändern wollen.
    An diesem Punkt verstehe ich viele Menschen nicht so. Sie finden "die Liebe" (ist ja selten genug), aber wenn dann nicht alles so ist, wie sie es sich vorstellen, werden sie beziehungsmüde.
    Ich denke ja immer, entweder liebt man oder nicht. Ich würde da durchaus "aus Liebe" noch ein paar Jahre durchhalten, aber wenn das bei Dir nicht in Deiner Vorstellung vorkommt, solltest Du Dich beizeiten trennen.
    W
     
  10. Er hat von sich aus gesagt dass er sich hier eine Stelle sucht. Ganz viele seiner Landsleute arbeiten bei uns. Er hat dann drei Bewerbungen gemacht und seither nichts mehr. Und ja ich verstehe ihn auch, Kind, Job, Hobbys alles dort - seine Heimat.
    Und ja wenn das alles sooo wichtig ist, dann ist unsere Liebe zu wenig wichtig mit allen schmerzhaften Konzequenzen. Oder könntet ihr so leben? Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?
     
  11. Für mich klingt es danach, dass er eine Begründung dafür braucht, nicht zu Dir ziehen zu wollen und von Deiner Seite aus ist das einfach so gesetzt. Mir erscheint die Situation tatsächlich unlösbar. Eine Änderung ist langfristig nicht in Sicht. Zufrieden bist mindestens Du mit einer Teilzeitbeziehung nicht und wirst es vermutlich auch nicht werden. Die Schweiz(?) ist ein Hochlohnland. Natürlich sind die Kosten entsprechend und für deutsche Gehälter nahezu unerschwinglich. Ihr seid beide wenig flexibel. Das wird die Beziehung auf Dauer zerreissen.
     
  12. Das sehe ich ganz genau auch so, da von ihm nichts positives für dich kommt, er auch nichts umsetzt, was er sagt, eine einseitige Beziehung hält sich nicht!
     
  13. Ja wenn man träumt....
    Vergisst man, dass Kinder in das Alter kommen, wo auch sie Verabredungen haben.
    Und das geht bei größeren Entfernungen nicht...

    Dazu muss nicht mal eine Grenze dazwischen liegen .

    Wer gibt was auf?!

    Deshalb seh ich keine Fehler, nur Tatsachen.

    Ich kenne das selbst von früher.
    Gescheitert sind wir an anderen Dingen.
    Probleme hatte ich mit Entfernung auch, allerdings eher mit: spontan ging nichts.
    Also man muss den anderen ja nicht immer mit Problemen überschütten aber manchmal braucht man vielleicht mal einen Arm.
    Dumm wenn das nicht geht.

    Das es trotzdem 7 Jahre ging, lag daran, dass mir klar geworden ist: manchmal ist das einzige was man ändern kann, man selbst.

    Das ist aber eine Überlegung die man für sich ausmachen muss, nicht anderen zu liebe.

    Das Du so nicht leben möchtest ist dein gutes Recht.
    Ich konnte es aber ich bin nicht Du und werde es nicht bewerten.

    Nur zum sich besser fühlen, brauchst Du eine Änderung.
    In Dir, im Umgang oder auch lösen
     
  14. Im Grunde könnt und wollt ihr euch beide nicht verändern.
    Fakt
    Also entweder weiter so - oder Trennung.
    Bevor du diese aussprichst, solltest du aber überlegen, was du verlieren würdest. Und auch, was du gewinnen kannst.
    Ein Unglück durch ein neues zu ersetzen bringt auch nichts.
     
  15. Erzähl doch mal, wer nun wo wohnt. Warum ist es Dir nicht möglich, in seine Heimat zu ziehen? Du lehnst ja genauso ab (schreibst aber nicht warum), nur bei Dir hat es in Ordnung zu sein. Vll erschließt sich das, wenn Du mal die Orte/Länder mitteilst.
    Nur sagen, "er zieht nicht zu mir, dann liebt er mich wohl nicht", damit machst Du es Dir doch selbst einfach.
    Deine Liebe zu ihm kann also auch nicht übergroß sein.

    Mit Spatz in der Hand würde ich Deine Situation nicht beschreiben.
    Ja, ich könnte so leben. Ich würde auch ein paar Jahre in Kauf nehmen und ein wenig die Zähne zusammen beissen. Würde das an Deiner Stelle als "Projekt" annehmen.
    Aber das bringt Dir ja nichts!

    Ich glaube, dass Du arbeits- und/oder freizeitmäßig nicht ausgelastet bist.
    Oder Du hast viel Zeit zum Nachdenken und hast gemerkt, dass Du ihn gar nicht brauchst bzw auf ihn verzichten kannst.

    Wie sieht denn sein Plan für die Zukunft aus?
    Habt Ihr Euch für später etwas vorgenommen?
     
  16. Guten Morgen,
    du bist nicht kompliziert.
    Dein Freund zieht nicht mit, wie besprochen und macht sein Ding weiter. Keine gute Voraussetzung, um ein stabiles Wir zu schaffen.
    Dass du müde bist, wundert mich nicht, letztendlich baust du die Beziehung wohl größtenteils alleine auf. Lösungen sucht man gemeinsam und wenn es schon daran scheitert, dass man sein Wort nicht hält, dann macht es keinen Sinn.

    Alles Gute dir und die Kraft für die richtige Entscheidung.
     
  17. Ich verstehe Dich zu gut. Diese Situation ist ermüdend. Es ist nicht gelebter Alltag, auch wenn der mal langweilig ist. Es sind diese Wechselbäder der Gefühle. Man ist sich nah, wünscht sich den anderen herbei.. tja.. das ist es dann aber auch schon. Auch nach dem Urlaub fand ich es immer schlimm. Für andere ging nur der Alltag wieder los, bei uns erstmal wieder die Trennung.

    Auch mein Partner wollte sich nicht entscheiden, obwohl es für ihn sehr einfach gewesen wäre bei mir zu sein. Er war in seiner Heimat nicht gebunden und mit seiner Arbeit ortsunabhängig. Ich habe das nicht verstanden. Auch mich hat das müde gemacht und ich empfand es auch als anstregend.

    Bei mir war es auch nach drei Jahren so, dass ich einen letzten gemeinsamen Urlaub machen wollte und mich dann verabschiedet hätte. Mir fehlte die Kraft das weiterführen. Ich hatte ihm auch gesagt, wenn er sich so sein Leben wünscht, wie er es führt, dann ist das legitim und gut so, aber dann hat ein Wir darin keinen Platz. Dann soll er einfach dazu stehen und sein Leben so weiterführen. Ich begann schon mein Leben wieder neu zu sortieren. Plötzlich, wirklich von einer Woche auf die nächste, stand er vor meiner Tür. Das war dann aber auch sehr unerwartet. ;-)
     
  18. Die FS wohnt vermutlich in der Schweiz, er in Deutschland.
    Das er in der Nähe der Kinder bleiben will, verstehe ich.
    Aber das er keines seiner Ämter aufgeben will um mit dir etwas mehr Zeit zu verbringen, damit hätte ich Probleme.
    Er soll ja nicht alles aufgeben aber unter der Woche sind 80km auch nach der Arbeit möglich.
    Du bist bereits in eine grössere Wohnung wegen ihm gezogen und finanzierst das sicher auch alleine und er ändert rein gar nichts, du ziehst um, bezahlst alles und er kommt trotzdem nicht öfters.
    Für einen Mann der sich überhaupt nicht bewegt und sein Leben nach seinem Plan einfach weiter lebt, würde ich nicht umziehen, das ist sicher......
    Du gibst zu viel weil du eine Beziehung willst und das geht selten gut, einseitige Liebe ist nur ein Hinterherlaufen
     
  19. Besprich es mit ihm genauso wie Du es uns hier schilderst.
    Das bist Du ihm schuldig.

    Ich finde Deine Zweifel berechtigt.
    Er stellt sowohl sein Kind als auch seine Hobbys über Dich.
    Das ist ungesund.
    Laut Forschung scheitern die meisten Familien und Patchwork Familien weil die Eltern das Kind vor dem Partner priorisieren.
    Dabei gehts dem Kind eigentlich nur gut, wenn der Vater,Mutter Stabilität und Liebe in einer gesunden Partnerschaft findet. Dann muss nämlich das Kind nicht zur Stillung der Bedürfnisse des Elternteils nach Nähe und Wärme herhalten.
    Es ist ein weit verbreiteter Denkfehler.

    Auch die Ehrenaemter könnte er..nicht komplett.. aber in Teilen abgeben?

    Ich würde sagen Du bist ihm nicht wichtig.

    Mein Freund hat auch drei Minderjährige Kinder aus erster Ehe.
    Er spricht aber alles immer mit mir ab und schaut welche Wünsche ich habe und setzt nicht einfach die Kinder an erster Stelle.
    Im Umkehrschluss nehme ich Rücksicht und ziehe mich an den Wochenenden wo er die Kinder hat freiwillig zurück.

    In guter Beziehung denke ich gehen beide! aufeinander zu und treffen sich in der Mitte.

    Das hört sich bei Euch nicht so an.

    Nach zwei einhalb Jahren würde ich einen Partner jetzt allerdings nicht einfach "abschiessen".
    Ich würde reden. Schauen was er denkt. Ob er deine Bedenken ernst nimmt.
    Wenn er da blockiert und so tut als gäbe es kein Problem, dann würde ich gehen.

    Im besten Fall gibt es einen Kompromiss: er könnte die Ehrentaetigkeit zurück Schrauben. Der Sohn könnte bei seinen Schulfreunden hin und wieder übernachten dass ihr euch seht oder mitkommen. Du könntest vermeiden, als lebender Vorwurf aufzutreten wenn sein Sohn ihn braucht.

    Ich glaube wenn beide wirklich! wollen, kann man sowas kreativ lösen.
    Wenn aber einer mauert bleibt nur das Köfferchen zu packen. Denn dieses Muster wird sich dann auch bei anderen Problemen wie ein roter Faden durch den Kontakt ziehen.

    Alles Gute, Meerrettich
     
  20. Ja. Freu dich doch an den Dingen, die du hast. War das mit der größeren Wohnung abgesprochen oder wolltest du Tatsachen schaffen? Ihr könntet euch doch auch öfter sehen. 80 km ist doch keine Entfernung, mein Arbeitsweg ist länger. w58
     
  21. Kann sein. Kann auch nicht sein. Die FS lässt uns doch eigentlich im Dunkeln, wer hier "sein Ding" macht. So wie ich das lese, beide. Sie schafft Fakten, er versucht ohne wirklich Dampf dahinter ein paar Änderungen. Im Grunde wollen beide ihr aktuelles Leben nicht wirklich aufgeben. Die Beziehung auch nicht.

    Die Schuld jetzt auf einen von beiden zu schieben, finde ich wenig hilfreich. Das kann die FS in dem Fall ja auch selbst schon...
     

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