1. Technik als Beziehungskiller

    Hallo liebe liebende,
    Ist es wirklich so , dass unsere heutige Technik wie Handys, Smartphones und Internet, es uns geradezu leicht machen, unsere Partner zu betrügen und die Hemmschwelle dadurch immer mehr sinkt? Früher musste Mann/Frau Wege gehen, um in solche Situationen zu kommen und sie auch zu Pflege! Früher fing der Betrug meistens erst beim zweiten oder dritten Treffen an. Heute kurz die Nummern getausch und schon geht das muntere schreiben und balzen los. Ist dadurch unsere Gesellschaft nicht in einen Sumpf geraten der es vielen erleichtert, ihre Partner zu beschei...... Ich schreibe bewusst so verallgemeinert, da ich alle ansprechen möchte. Bin gespannt wie ihr das seht!!!! Viele Grüße an euch dort draußen
    Neverever
     
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    • # 1
    • 07.04.2015
    • Gast
    Da is schon was dran! Wir leben in einer "Wegwerfgesellschaft", wenn mal nicht was ganz toll läuft wird es einem doch mehr als einfach gemacht gleich alles hinzuwerfen, ohne auf andere Menschen wirklich einzugehen und mal an sich und einer Partnerschaft zu arbeiten. Probleme und/oder Wünsche werden kaum noch zugelassen, wenn es grad nicht ins eigene Konzept passt...
     
    • # 2
    • 07.04.2015
    • Gast
    Nein, das sehe ich nicht so, der Technik kann man keine Schukld zuweisen. Die Technik wird von Menschen bedient, die einen eigenen Willen haben. Mein Smartphone schreibt keine sms, Mails, chattet nicht eigenständig - das mache ich selber und ich entscheide wann, an wen, mit welchem Inhalt. Wer betrügen will, braucht dafür kein Smartphone - der hat das immer schon mit anderen Mitteln geschafft. Ein Smartphone ist lediglich ein willenloses Werkzeug, mit dem man leichter Kontakt aufnehmen kann - der Willen zum Betrug/Fremdgehen kommt von dem Besitzer des Smartphones.

    Der ganze Ansatz ist mit zu simpel, dass Smartphones das fremdgehen fördern. Diese Kommunikationsmittel verändern die Interaktion der Menschen, lange bevor überhaupt jemand zum betrügen da ist. Ich sehe, dass Smartphones in sozialen Situationen ein nettes Ablenkungsmittel sind, mit dem man sich Unbehagen vom Hals schaffen kann, indem man darauf rumklimpert, Spiele macht, News liest etc - Kontakten mit anderen Menschen scheinbar vielbeschäftigt ausweicht. Dadurch werden Begegnungen vermieden, bzw. sehr flüchtig. Das wiederum beeinflusst Beziehungen (sofern man überhaupt welche hat), die werden genauso unverbindlich wie die Kommunikation.
    Ich meine, dass die Vielbeschäftigung mit Smartphones eher verhindert, dass man mit anderen in Kontakt tritt und überhaupt in Beziehungen kommt - es scheint alles überall verfügbar zu sein und immer eine vermeintlich noch bessere Option in Reichweite, sodass es oft garnicht mehr zur richtigen Begegnung kommt. Man verliert die Offenheit gegenüber anderen Menschen, verschließt sich gegenüber neuen Begenungen und Erfahrungen. Es gibt Menschen, die vor fotografieren, filmen und posten am Leben nicht mehr richtig teilnehmen. Durch Verlagerung von echten Begegnungen in virtuelle Welten, verliert man soziale Kompetenzen und glaubt sich als Mensch gefragt, obwohl es eigentlich bniemadnen inetressiert, was man grad zum besten gibt, Posts beantwortet werden, damit man selber wieder virtuelle Rückmeldungen bekommt - künstliche und flüchtige Aufmerksamkeit generiert. Dadurch verlieren viele Menschen das echte Erlebnis von Zuwendung geben, Zuwendung bekommen und diese Verrohung oder Vereinsamung verhindert m.E. den sorgfältigen Umgang miteinander, schafft die Bereitschaft zum leichtfertigen Betrügen....
     
    • # 3
    • 07.04.2015
    • Gast
    Auf die Technik kann man es nicht schieben, auch mit Pfeil und Bogen konnte man entweder die Familie ernähren oder den Nachbarn "erlegen".
    Was sich geändert hat, ist die Art der Wertschätzung (die früher wahrscheinlich auch vor allem durch Konvention, nicht durch Charakter getrieben war).
     
    • # 4
    • 07.04.2015
    • Gast
    Ja leider ist das so. Auch Menschen die viel, meist aus beruflichen Gründen unterwegs sind, begegnen vielen interessante Personen. Haben also dadurch Gelegenheit.......
    Hinzu kommt auch noch die Technik, die uns alles eine wenig leichter macht. Natürlich, lebe und arbeite ich abgeschottet vom Rest der Welt :) dann komme ich nicht so leicht in Versuchung mal was anderes zu testen.
    Aber letztendlich kommt es immer noch auf die Person selbst an, ob diese treu ist oder nicht.
     
  3. Ich sehe es her anderherum.
    Das Handy, Smarty sorgt für eine ständige Kontrolle durch die Frau. Viele Frauen wollen doch das Mann ständig erreichbar ist. Ist man es mal nicht wird ewig nachgefragt wo man den war. Da wird es immer schwieriger noch ein Stündchen für die Geliebte frei zuhaben. Bei Dienstreisen auch. Im Zug muss man die ganze Zeit mit der Frau daheim chatten und kann gar kein hübschen Mitreisenden anbaggern und dann abends will sie auch eine stündliche Meldung - auch keine Zeit mehr für die Geliebte.
    Handys sind ein Segen für Kontrollfreaks und ein Fluch für Gentlemen welche auch mal ein kleines Geheimnis haben.
    Dies ist ein nicht ganz ernstgemeinter Beitrag eines Mannes über 50, der immer noch nicht weiss wo die Smileys auf seiner Tastatur zu finden sind.
     
  4. So ist es nun einmal leider. Ich habe dies erst wieder an den Osterfeiertagen erlebt,Da haben manche eine neue Tischbesteckordnung im Restaurant. Messer – Gabel – iPhone
    Die scheinen ja alles so VIP zu sein, die auch an einen Feiertag permanent erreicht werden müssen. Da ich gerade privat oft mein Handy lieber im Auto lasse, wurde ich schon oft komisch angeschaut.
    Warum hat man dich nicht erreicht?
    Gegenfrage von mir: War es wichtig?
    Antwort: Eigentlich nicht so!
    Also warum hätte ich dann mein Handy dabei haben sollen.

    Oft habe ich den Verdacht, dass sich mancher eher zum Sklaven der Technik macht und wir nicht mehr wissen, wann die Technik mir hilft und wann sie nur noch lästig ist.

    Lt. dieser Theorie wurde wohl früher ohne Handy + Internet nie betrogen oder?
    Damals hat man dies halt ganz anders praktiziert. Man ging dann nie fremd, sondern nur "bekannt".Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ganz egal ob im analogen oder digitalen Zeitalter. Die Hemmschwelle mag eventuell gesunken sein, aber dies hat wenig mit der Technik zu tun.Vielleicht auch nur ein Relikt des jetzigen Zeitgeistes. Man muss sich ja nur die jeweiligen angeblichen gesellschaftlichen Vorbilder anschauen und dann braucht man sich nicht mehr wundern.
     
  5. Doch doch, auch früher wurde betrogen! Ich denke nur das die Technik in Sachen, öfter in Kontakt zu stehen, die ganze Sache noch etwas vereinfacht!
     
  6. Internet und Co. machen "fremdgehen" in jedem Fall leichter, da die Anonymität gegeben ist und man sich in aller Ruhe auf diversen Foren umschauen kann!
    Ich habe manchmal den Eindruck, mindestens 1/3 der Männer in Singleforen ist verheiratet und auf der Suche nach einer Affäre - wenn ich nach der Zahl der Zuschriften von Verheirateten gehe, die ich bekommen habe (in meiner Anzeige hatte ich eine Affäre explizit ausgeschlossen - die Zuschriften kamen trotzdem...)!
    Und das alles im Schutze der Anonymität und ganz ohne schlechtes Gewissen - das geht in der Dorfkneipe so eben nicht!
     
  7. ... ich musste mich auch erst daran gwöhnen, dass der Mann (am Mittagstisch sitzend und auf das Essen wartend) mit seiner heimlichen Geliebten sms schreibt, während die Frau nichtsahnend das Gericht serviert. Der Mann sagte, 'die Firma braucht mich, Schatz' und in Wirklichkeit war am anderen Ende die Geliebte.
    Oder die Frau liegt neben ihrem Mann im Bett, er liest und sie schreibt...
    Sehr viele Menschen haben fixe Beziehungen, Familien, Kinder... und oftmals mehrere 'Nebenschauplätze' und das über lange Zeiträume hinweg.
    Nieman kann das kontrollieren, über spezielle mailadressen bleiben diese Geheimnisse für immer unentdeckt - außer ein Zufall tritt ein oder die Beteiligten lüften ihr Doppelleben weil sie nicht mehr können oder wollen.
    Als in einem psychologisch tätigem Beruf wundere ich mich über gar nichts mehr.
    Wenn Menschen dadurch glücklicher und zufriedener sein würden, wäre ja alles bestens, leider nehmen aber stattdessen die Probleme zu...
     
  8. Ich denke nicht, dass das nur eine Folge der Technik ist. Die Zeit ist schnellebiger geworden, die Unabhängigkeit durch die Emanzipation der Frau größer, die Pille macht fremdgehen ungefährlicher, die Technik ermöglicht andere Seiten des Kennenlernens.
    Auf der anderen Seite, wie oft lese ich hier, dass Affären durch Spionieren im Handy aufgeflogen sind...
     
  9. So einen Verfolgungswahn muss man aber auch erst über die Jahre erwerben.
    Sorry, aber ich kenn wirklich niemanden der in einer Partnerschaft nonstop "kontrollierend" hinterherschreibt und telefoniert.
    Klar, wenn der Partner ( kann ja auch die Frau sein) schonmal fremdgegangen ist und die Beziehung dies überlebt, kann es zu solchen Motivationen führen.
    Sonst denke ich, es liegt am Charakter und an den Möglichkeiten die sich einem bieten ob man fremd geht oder nicht.
    Ob die Technik dabei hilft? Vielleicht. Frauen hilft vor allem ein freizügiges nettes Äusseres.... Männern Charme, Geld, guter Körperbau und beiden der nötige Raum, Sexappeal, Alkohol, Drogen, Risikobereitschaft...und vielleicht auch ein ordentlicher seelischer Schaden, dass man so ohne weiteres seinen Körper einem beliebigen Fremden anbietet.. aber letzteres ist jetzt meine unwissenschaftliche persönliche Meinung.
     
  10. Natürlich! Früher war alles anders. Früher musste man mehr Aufwand betreiben um den Kontakt zu halten. Früher hat es länger gedauert eine Nachricht zu versenden (Brief) bzw. zu erhalten. Man hatte irgendwie die Zeit gepachtet, wartete geduldiger, war geduldiger. Man gab dem Augenblick eine andere Zeitmessung!

    Heute ist es die Oberflächlichkeit, die Vorrang gewinnt. Profit ist Geld. Die Gesellschaft ist krank, zunehmend.
     
  11. Tlw. ja.

    Internet-Singlebörsen u.ä.: 31 % der Teilnehmer würden nur Sexpartner suchen. 35 % nur Affären = zusammen 66 % = die Mehrheit. (lt. einer Studie für n-tv). Das hat es früher auch gegeben, aber nicht in diesem großen Ausmaß.
    Es ist ein Misbrauch dieser Seiten. Weil sie zur seriösen Partnersuche eingerichtet + betrieben werden.

    Die Hälfte der verheirateten Männer in Dtl. würden (mindestens einmal) fremdgehen. Das Internet etc. vereinfacht Dieses. Und Liebesnachrichten und Verabredungen mit der/dem Geliebten gehen heute diskreter und sicherer via E-Mail etc. und z.B. Smartphone (ggf. lautlos) direkt zum gewünschten Empfänger. Selbst wenn dessen Partner/in daneben steht.

    Beziehungskiller ? Vielleicht in Zukunft nicht mehr ?
    Vielleicht wird fremdgehen eines Tages gesellschaftsfähig ? Weil es so Viele bereits tun ? "Keine Sorge, mein Schatz - ist nur wegen Sex"

    Ich habe den Eindruck , dass in der Gesellschaft um mich herum (noch heimlich) wild herum gev..... wird, während ich "wie ein belächelter Depp" da stehe, der noch auf Liebe + Treue + feste Partnerschaft steht. Womöglicher Kommentar:"Igitt - wie langweilig und umständlich"

    Fluch der Technik. So Manche meinen, dass Singles ständig per Smartphone erreichbar sind. Wenn nicht, dann seien sie keine Singles ?
    Selber erlebt: Bei ihrem ersten Versuch, war ich gerade via Handy nicht erreichbar. Prompt brach sie den ganzen Kontakt ab.

    Junge Leute fragen sich gegenseitig:"Hast Du Whatsapp, Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat, Kik ? Waas ? Hast Du nicht ?" - was für ein medialer Stress, dass Alles und die eigenen Follower/"Freunde" zu bedienen. (Außerdem gibts noch Younow)
    Aber diese Medien kann man tlw. auch beim fremdgehen oder Affären-/Sex-Suche einsetzen.

    Aber nicht: Früher sei Alles besser gewesen.
    Meine beiden Großväter trieben es sehr "bunt" mit den Frauen. (ca. 1915 - 1944) Der Eine bevor, der Andere während seiner Ehe. Trotz der hohen Moralanforderungen in der damaligen Gesellschaft. Und damals gabs weder Internet noch Handies.
     
  12. Das ist falsch. Es ist ein Geschäftsmodell, auf den meisten Seiten kann ich explizit bei Suche "Abenteuer" oder "Affäre" anklicken und das werden die 66% auf zum Großteil tun (ob das die "Gegenseite" sieht oder das im "Matching" untergeht, ist eine andere Frage). Machen wir uns nichts vor, hinter den Seiten steckt nicht die Caritas, sondern Wirtschaftsunternehmen. Und so wie ich im realen Leben solche und solche Frauen kennenlerne, ist es online auch.
    Ich suche ernsthaft eine Partnerschaft, habe auch schon Frauen getroffen, die dann offensichtlich "kurzfristigere Ziele" hatten, als erwachsener Mensch kann ich mir überlegen, will ich oder will ich nicht. Vor der Entscheidung mögen Frauen öfter stehen als Männer, aber so ist es bei jedem Treffen, ob Online oder nicht.

    Jeder von uns hat vermutlich schonmal jemanden gegenüber sitzen gehabt, der oder die rein sexuell attraktiv war, aber eben nicht ernsthaft. Die Sichtweisen zu ONS sind unterschiedlich, aber sich dauernd lautstark über die anderen zu beschweren, die klar ihre Sichtweise äußern, nur weil man selbst kein klares "Nein" über die Lippen bringen möchte, bringt wenig weiter.
     
  13. Ich hab diese Antworten bis jetzt nur mal überflogen, aber ich bin der Meinung, dass die Technik es einem leichter Macht zu betrügen und das ganze mit einem Klick auch wieder zu beenden.Gelegenheit macht (L)Diebe! Ich selber habe das Fremdeln meines Ex im Internet durch "Schnüffeln" in seiner" Privatspähre" entdeckt und nicht die geringsten moralischen Skrupel dabei gehabt. Die kann er haben.Mein Bauchgefühl hat mich schnüffeln lassen und das war gut so.Ich habe viel zu lange damit gewartet...früher, im Zeitalter vor dem Internet, als ich Anfang 20 war, war es schwierig, sich von einem Menschen wieder zu verabschieden, aber sehr notwendig. Das haben viele heute verlernt. Sie hauen ab, blockieren, löschen von Listen und verschwinden so einfach aus deinem Leben. Jetzt kann man sagen, Mails und Nachrichten schreiben sich nicht von allein usw...aber der Mensch ist schwach! Internet und alles was dazu gehört kann ein Segen sein, wenn man es verantwortungsvoll nutzt.
     
  14. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten und die Menge der möglichen neuen Kontakte werden die beliebten noch beliebter und die unbeliebten noch unbeliebter. Es findet sozusagen eine Verschärfung des Partnermarktes statt.
     
    • # 17
    • 08.04.2015
    • Gast
    Natürlich vereinfacht die Technik das Fremdgehen. Aber nur, weil es möglich ist, muss ich es nicht tun. Was heute zunehmend fehlt, ist emotionale Tiefe, Ehrlichkeit, Wertschätzung, Moralgefühl.

    Ich hab keinerlei Interesse an kurzfristigen Kontakten, das war schon immer so u. wird so bleiben, weil ich nicht der Mensch bin u. noch nie war für oberflächliche Kontakte.

    Was da für eine Jugend heranwächst, die Fremdgehen u. Co vorgelebt bekommen incl. Pornos im Internet ... ja unsere Gesellschaft ist krank ... immer mehr dicke Menschen, kranke Menschen, immer mehr psychische Erkrankungen, Burnout u. instabile Partnerschaften ... traurig ... aber jeder Einzelne könnte etwas daran ändern. Allein am Willen fehlt es anscheinend.
     
  15. ...auch noch die aktuellen Beziehungen entwertet!
    Jeder erscheint beliebig austauschbar.
    Im Konfliktfall dann das Fragezeichen im Kopf:
    Was ist einfacher? Den Konflikt zu lösen oder jemand anderes finden??
    Bei so vielen erreichbaren Singles, muss doch eine(r) zu finden sein, der/die noch besser passt.
    Die wahre Befürchtung eines SB-Skeptikers.
     
  16. ..Nö, nicht besser, sondern anstrengender. Man(n) musste viel mehr bedenken und beachten was es zu vertuschen galt vor der Ehefrau!:) In meiner Familie gab es auch einen bunten Vogel..das ganze Dorf wusste Bescheid..ganz ohne Strom!:)
     
  17. Ja das liegt aber nicht alleine an der Technik. Die Technik ist eventuell nur ein Hilfsmittel, aber diejenigen die dazu neigen, würden auch Wege finden, wenn es diese Technik nicht gäbe. Die Verschärfung des Partnermarktes liegt ja an ganz anderen Aspekten und nicht an der Technik. Die Schuld dann jemand anderen zu geben, ist für mich die einfachste Lösung und auch wenig zielführend.

    Bsp.: Ich habe gestern erst im Briefkasten einen "Liebesbrief" erhalten, wo ich ein wenig schneller in der Stadt unterwegs war. Da kann ich jetzt auch der Polizei die Schuld dafür geben.:)

    Und so ist es auch mit der Technik im privaten Leben. Es gehören immer 2 dazu. Einer der diese Technik anbietet und ein anderer, der dieses Angebot nutzt. Immer erst überlegen, ob ich dieses Angebot nutzen möchte und wenn ich es nutze, dann sollte ich auch die Konsequenzen ertragen.

    Oft herrscht auch ein sehr blindes Vertrauen in diese Technik und vor allen beim Internet. Früher dachte man noch nach, ob es sich bei dieser Nachricht in der Zeitung, um eine ENTE handelt. Heute im Netz wird nicht mehr nachgedacht, sondern die sogenannte ENTE als wahr angenommen. Ich könnte die wahnwitzigste Story in meinen Blog verbreiten und viele würden dies noch nicht einmal hinterfragen. Es steht ja im Netz und somit muss es auch wahr sein.
     
    • # 21
    • 08.04.2015
    • Gast
    Früher wurde genauso betrogen wie heute, nur heute wird es Dank Facebook, Handy und Co schneller aufgedeckt.

    Fremdgehen ist keine Sache der bösen Technik, sondern der Sache des abstumpften Charakters!

    Ich könnte an jeder erdenklichen Ecke Möglichkeiten fremd gehen, wenn ich will, 20 Mal am Tag und kenn die attraktivsten und schärften Leuten, die auch auf mich stehen! Ich tu es aber nicht, weil das eine Prinzipiensache ist! Bevor ich betrüge, beende ich meine schlechte Beziehung. Ich trage mich nicht selber durch eine schleppende Beziehung. Lieber verschwinde ich in Nacht und Nebel wort- und kommentarlos. Auch das ist eine Charaktereigenschaft.
     
  18. Ich mag es nicht besonders via SMS oder WhattsApp mit einem Partner zu kommunizieren und telefoniere nicht mal gerne. Ich habe eine Blockade bei "lg" und schreibe das immer aus. Damit die Message zumindest ein bisschen persönlicher wird. Bin halt altmodisch.. Und wer mir am Herzen liegt bekommt handschriftliche Karten und Briefe. Ernsthaft :) w32
     
  19. Das ist schwierig hier eine pauschale Antwort zu geben, dafür weiß ich zu wenig über den sonstigen Verlauf.
    Wie oft Du Deinen Partnerin in der Regel gesehen hast, wie nah ihr Euch seelisch gewesen seid, wie viel Intimität im Spiel war und wie gemeinsame Vorstellungen von einer Zukunft ausgesehen haben.
    Grundsätzlich würde ich sagen:" Du brauchst einen Partner(in), der/die genauso viel Freiheit braucht wie Du!
    Jemanden, der genauso gerne alleine wegfährt wie Du!
    Mit Sicherheit, aber keinen Partner, der lieber alles zu zweit macht, der Nähe braucht etc.
    Du brauchst viel Distanz und suche Dir ein Pendent, mit dem gleichen Distanz Bedürfnis!
     
  20. Da ist tatsächlich etwas Wahres dran... klar ist das Handy auch ein Überwachungsinstrument.

    Aber eigentlich hat die modernere Technik nicht viel Änderungen gebracht. Wer betrügen will, der betrügt.

    Gelegenheiten gab es früher genauso, wie heute auch, vielleicht manchmal andere.
     
  21. Also ich bin ja nun auch schon eine Weile hier im Forum aktiv und auch auf FB vertreten. Allerdings hatte ich bisher noch nie eine Nachricht: " Hey Tom, du fauler Sack - 17 Frauen warten darauf, dass du eine Affaire mit ihnen beginnst und du hockst lieber mit deiner V beim Essen. Erledige endlich deine männlichen Pflichten. Die Klinikpackung Viagra ist per Post unterwegs !"
    Noch bedienen wir Menschen im Normalfalle die Technik. Daher ist unser Verhalten massgebend. Vielleicht wird das in Zukunft anders .... ich hoffe nicht.
     
  22. Genau. Die wirkliche Gefahr der neuen Kommunikationsmedien geht gar nicht so sehr von der leichten Verfügbarkeit potentieller Affärenpartner aus, sondern von der Dauerkontrolle, die sie vermeintlich ermöglichen: einmal tagsüber eine SMS nicht gelesen, warum auch immer, und schon hat die Frau abends die Koffer gepackt, weil für sie das Bett einer Rivalin der einzige Ort ist, wo man ihr nicht sofort antworten kann.
     
  23. Ich finde es eigentlich sehr angenehm, dass man jederzeit und überall mit anderen kommunizieren kann. Früher blieben nur Telefonate und da musste man sich richtig Zeit nehmen für ein Telefonat. Außerdem kann man parallel zum Telefonieren nichts anderes machen. Mich nervt es noch heute manchmal, wenn mich Leute wegen Dingen anrufen und damit verlangen, dass ich genau jetzt Zeit haben muss, wegen Angelegenheiten, die man auch über WhatsApp oder per Mail hätte klären können. Ich chatte auch viel mit meinem Freund und finde es schön, sich immer so unkompliziert austauschen zu können. Das stellt eine Nähe her, auch wenn man sich gar nicht so oft sieht.

    Zudem ist es für mich generell in der Kontaktpflege ein Vorteil, per Nachricht zu kommunizieren. So erhalte ich mir auch die Freundschaften, ohne dass man sich andauernd sieht. Klar, es kann auch die Schattenseite geben, dass man kontrolliert wird, aber das habe ich eher nicht erlebt.
     
  24. Hätte man vor 20 Jahren einen Science Fiktion gedreht, wo alle Menschen wie fremdgesteuert ständig in irgendwelche Geräte gestiert hätten und daran rumgetippt hätten, hätte das jeder als Unsinn abgetan.
    Noch vor 20 Jahren war diese Welt definitiv ganz anders.
    Beziehungskommunikation verläuft gerade in Krisenmomenten sehr häufig nur noch über diese merkwürdigen Geräte, die wir Handys und I-Phones nennen.
    Hier entscheiden sich Beziehungen, hier entdeckt man, ob der Partner fremd geht, sei es auch nur ein "sms-chat-singlebörsen-Fremdgehen".

    Vielleicht haben wir bald eine tägliche Technik, worüber die Menschen 2050 nur sich amüsieren. 2020 waren ja die Menschen technisch so weit, wie die Hinterwäldler.
     
  25. Nun ja, mich würde mal interessieren, wie viele Zufallsbekanntschaften in S-Bahnen, an Bushaltestellen oder in Aufzügen du früher denn so im Wochendurchschnitt geschlossen hast und vor allem: wie nachhaltig diese denn waren. Ich finde nicht, dass sich allzu viel geändert hat - früher war man eben in ein Buch vertieft, heute ins Handy oder iPad. Früher gab es den Walkman, heute den MP3-Player. Früher schaute man im Aufzug am Gegenüber vorbei krampfhaft auf die Etagenanzeige, heute eben ins Handy. Diejenigen, die sich abschotten wollen, haben das gestern genauso wie heute getan. Und derjenige, der gucken und Kontakt knüpfen will, tut das auch mit Knopf im Ohr. Ich fahre jeden Morgen und jeden Abend S-Bahn und der Großteil der Menschen liest wie vor 20 Jahren ganz klassisch die Zeitung und nimmt sein Umfeld genauso wenig wahr wie der iPad-Gucker.
     

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