• 05.11.2017
    • mariga

    Suchen, um der Suche willen?

    Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass nicht jeder, der einen Partner sucht, auch einen will.

    Eigene Erfahrungen bei der Online Partnersuche scheinen das zu bestätigen. Lustlose, unpersönliche Anschreiben, häufiges Nutzen des "gefällt mir" (o.ä.) Flirt-Buttons, ohne weitere Kontaktaufnahme hinterlassen bei mir den Eindruck, dass derjenige wahllos alles kontaktiert, was (optisch) halbwegs infrage kommt. Schaue ich mir die Profile an, sehe ich, dass meistens null gemeinsame Interessen vorhanden sind, oder so gar konträre Einstellungen zu wichtigen Themen bestehen. Zielgerichtete, ernsthafte Partnersuche erkenne ich hier nicht.

    Geht man auf solche Kontaktanfragen ein oder schreibt den Mann an, gestaltet sich der Kontakt ähnlich. Fragen werden kurz und knapp beantwortet, es gibt keine eigenen Beiträge, um die Konversation in Gang zu bringen, bis ich das Ganze irgendwann einschlafen lasse, weil mir das zu anstrengend und zäh wird.

    Bei einigen Singlebörsen kann man sehen, wie lange der jeweilige User schon angemeldet ist. Dauermitgliedschaften von teilweise bis zu 10 Jahren sind keine Seltenheit. Für mich ein Zeichen, dass derjenige entweder ein Problemfall ist, oder keine Ahnung hat, was er eigentlich will. Mit "egal, Hauptsache die Optik stimmt" kann man m.M. nach keine dauerhafte Partnerschaft aufbauen.

    Suchen viele nur noch aus Spaß/Langeweile, oder dient die erfolglose Dauersuche der Rechtfertigung vor sich oder anderen, dass man ja will, aber nichts Passendes findet? Quasi: Schuld sind die anderen?
     
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    • # 1
    • 05.11.2017
    • INSPIRATIONMASTER
    Dein Thema ist auch mein Thema und ich stelle dies genauso umgekehrt bei Frauen fest, wie du das mit Männer erlebst! Erkenne auch kein aufrichtiges und authentisches Interesse, eher mehr als Freizeitbeschäftigung und als Spiel!
     
    • # 2
    • 05.11.2017
    • Tom26
    Manche vergessen sicherlich, dass sie noch mit einem kostenlosen Account angemeldet sind. Manche suchen wirklich ziemlich ziellos. Wieder andere mit dem Giesskannenprinzip. Wieder andere schauen das Profil der Dame erst an, wenn diese sich meldet. Vielleicht sind manche auch nur aus Spass dabei .....
     
    • # 3
    • 05.11.2017
    • Vikky
    Das sind die Kontaktaufnahmen nach dem Schrotflintenprinzip - Breite Streuung mit minimalem Aufwand, in der Hoffnung einen Zufallstreffer zu landen. Kann klappen, tut es meistens aber nicht.
    Viele suchen ja auch keine dauerhafte Partnerschaft sondern wollen mit minimalem Aufwand mitnehmen was geht.

    Ich denke, das sind Menschen, die extrem geringe Kommunikationsfähigkeiten haben und auch im echten Leben das gleiche Problem haben: einfach nichts zu sagen haben, weil sie ziemlich wenig interessiert - vielleicht irgendein Spezialgebiet in aller Tiefe, was nur für wenige andere von Interesse ist.

    Daher entwickelt sich auch nichts und ja, dann ist es ok, das einschlafen zu lassen, weil da nichts anderes kommen kann. Du wirst mit so einem Mann kein Gespräch führen können, dass länger als 10 Minuten dauert, ohne dass es zäh wird.

    Ich glaube nicht, dass irgendwer daueronline ist um sich da irgendein "Schuldkonstrukt" zurechtzubasteln. Eher ist es zur Gewohnheit geworden mit geringer Hoffnung und daher geringer Aktivität oder auch zum Zeitvertreib, weil wenig eigene Interessen (siehe keine flüssige Kommunikation möglich) und auch kein echtes Interesse an anderen Menschen.
     
    • # 4
    • 05.11.2017
    • irina_85
    Liebe FS,

    ja mir geht es genauso wie dir. Echt traurig im Moment, dass so wenige Männer wirklich wissen was sie wollen.
    Ich werde auch eher durch Einzeiler angeschrieben, so nach dem Motto "wie gehts dir" oder "du wirkst sehr interessant und ich möchte dich näher kennenlernen". Auf sowas antworte ich nicht und dafür ist mir meine Zeit zu schade. Wenn man da antwortet, dann geht es so schleppend weiter. Das ist dann eher so Chatmäßig.

    Die wenigsten geben sich wirklich Mühe bzw. zeigen mir, dass sie mein Profil angesehn haben und was sie daran interessiert. Einige gaben zu, da du faul zu sein.

    Ich habe mir wirklich Mühe gegeben mich zu beschreiben, was mir wichtig ist und was mich auszeichnet. Aber darauf geht kaum einer ein. Da werden dann "ich mag" Buttons angeklickt oder ein "Hi" kommt dann.

    Ich denke, dass man als tiefgründiger und sensibler Mensch da seine Schwierigkeiten hat mit dieser Oberflächlichkeit. Kein tiefgehendes Interesse anderer ist an der Tagesordnung. Mitnehmen was geht mit minimalem Aufwand. Dazu noch die ungebildeten Männer, die nichts im Kopf haben.
     
    • # 5
    • 05.11.2017
    • Lionne69
    Wichtig ist, mit welcher Einstellung gehe ich auf SB-Seiten.

    Mal selbst zu reflektieren
    - muss ich jetzt unbedingt jemanden finden
    - möchte ich ernsthaft, aber ohne Zwang auf Partnerfindung sein
    - ist es Unterhaltung
    - ist es ein EgoPushen
    - (...)

    Je nachdem kann ich doch aus den Profilen herausfiltern, was mich anspricht.
    Wenn ich ernsthaft einem Mann begegnen möchte, ihn kennen lernen, dann muss mich auch sein Profil ansprechen, dann brauche ich einen entsprechenden Inhalt.
    Wenn mich jemand mit "Hi, wie gehts" anschreibt, ist mir das zu wenig, etwas Text möchte ich schon.
    Wobei ich, wenn ich eine Endlos Mail als Erstkontakt bekomme, auch ganz schnell weiterklicke.

    Es findet sich, wie immmer, alles an Individuen - aber bei dem sympathischen Typen, dem ich im realen Leben vielleicht begegne, weiß ich am Anfang auch nur, dass er auf mich sympathisch wirkt, und nciht ob er "glücklich" verheiratet mit 5 Kindern ist und auf der Suche nach einer Affäre - überspitzt.

    Es hilft auch nichts zu sagen, dass online nur Looser unterwegs sind - man ist ja schließlich da auch auf der Suche?
    Dies ist auch kein Männer-Frauen Thema, auch Frauen gehen mit ganz unterschiedlichen Interessen auf diese Seiten - s. aktuell den Tipp für das Single -WE.

    Ich nehme das Ganze nicht mehr so ernst, es ist eine Möglichkeit unter vielen, Menschen zu begegnen, ich hatte viele schöne Dates und zumindest viele interessante Begegnungen. Insgesamt so als Fazit, es ist eine Chance, viel über sich selbst kennen zu lernen, und über die vielen verschiedenen männlcihen Individuen.

    Der künftige Partner kann einem im Netz begegnen, genauso wie an der Käsetheke im nächsten Supermarkt oder sonst wo. Nur nachhause wird er sehr selten geliefert. Also braucht es einfach die Möglichkeiten.
     
  2. Ich glaube, man kann das nicht verallgemeinern. Es ist hier einfach problematisch, dass es keinen Chat gibt. Der eine ist kommunikativer und der andere muss erstmal warm laufen. Ich weiß, hier soll man sich ausführlich beschreiben, um ein zutreffendes Bild zu vermitteln. Aus meiner Sicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, je mehr ich schreibe, dass ich in einer Schublade lande. Für einen rational denkenden Menschen ist für ihn mit den ausführlichen Ausführungen alles gesagt und er würde vielleicht nicht ewig rumschreiben wollen, sondern zügig treffen, um seinen gewonnenen ersten Eindruck zu verifizieren. Der emotionale Typ interpretiert vielleicht tausend Dinge, obwohl nur sachliche Fragen gestellt wurden und empfindet das als Abweisung. Da hier nur Mailverkehr stattfindet und die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass beide gleichzeitig im Portal sind, so meine bisherige Erfahrung, kann man zwar mit Zeitversatz getätigte Aussagen erläutern. Wie ja aber bereits hinreichend in den Threads dargestellt, gehen bereits frühzeitig Schubladen auf: Desinteresse, ... Und nach mehrfachen Negativerfahrungen, Karteileichen etc. schwindet natürlich auch die Motivation, seitenlange Aufsätze zu schreiben und sich für etwas zu entschuldigen, was eigentlich nur von der anderen Seite rein-interpretiert wurde. Wo wir wieder bei der Sender-Empfänger-Problematik wären.
     
    • # 7
    • 05.11.2017
    • DLIT
    "Lustlos unpersönliche Anschreiben" und "Schrotflintenprinzip"... tja man stelle sich vor, da ist ein Mann, der liest sich ein Profil gut durch und formuliert ein nettes Anschreiben, möglichst kurz, soll ja nicht die Frau mit einem Roman erschlagen. Persönlich und geistreich, möglichst witzig und nicht zu plump. Hundert Frauen werden so angeschrieben... tja und von diesen 100 Frauen schaffen es gerademal fünf sich das Profil des Mannes anzuschauen... und wenn aus diesen Fünf irgendwann wieder hundert werden, davon schafft es eine zurückzuschreiben. Man tut sich sowas eine gewisse Zeitlang an und dann stellt man das Präzisionsgewehr in die Ecke und greift zur Schrotflinte und begrüsst das gute alte "in die Breite" schreiben.
    Liebe Frauen, denkt bevor ihr sowas postet, wenn ich sowas lese, vergeht mir tatsächlich jegliche Lust irgendwas Ernstes zu probieren und dann hat die FS wohl Recht mit ihrer Theorie.
     
  3. Liebe Mariga

    nach rund 3 Monaten auf EP komme ich auch zu diesem Schluss. Ich habe mir in den letzten zwei Wochen auch grundlegende Gedanken gemacht zu EP. Meine Erfahrungen sind, dass viele Frauen (und wahrscheinlich ist es im umgekehrten Fall bei den Männern nicht anders), nicht wirklich bereit sind für eine Beziehung und wenn es nach einigen Nachrichten ernst werden könnte, kalte Füsse bekommen. Es ist schon fast eine Kunst, im mittleren Alter (ich bin 50), auf Frauen zu treffen, welche nicht jeden Mann durch die Brille all ihrer Ex-Männer anschauen. Die Angst, wieder verletzt zu werden scheint bei vielen unbewusst sehr gross. Ich weiss noch nicht, wie ich diese Situation für mich lösen kann, aber was die "Likes" betrifft habe ich auf meinem Profil geschrieben, dass ich auf diese nicht reagiere, gerne aber auf eine Nachricht.

    Fazit: Ich denke es ist schon so wie Du vermutest. Man sucht, um sich zu sagen, dass man es ja versucht hat. Und aus diesen Profilen diejenigen zu filtern, die wirklich bereit sind, da übe ich noch.

    Liebe Grüsse und wenn Du die Lösung hast, schreib mir bitte.

    Kurt, 50
     
    • # 9
    • 06.11.2017
    • Lebens_Lust
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Auswahl wirklich interessanter Frauen auf SB relativ gering ist. Für mich waren das ungefähr 10, von denen wahrscheinlich noch eine Reihe "Fakes" sind, die gar nicht mehr aktiv sind und nicht antworten können. Das ist geschickterweise nicht erkennbar.
    Wenn die alle nach 2 Wochen individuell angeschrieben sind, sind von der Mitgliedschaft noch 11 Monate übrig. Letztlich bewegen sich die Kontaktversuche dann immer mehr in Richtung "2. Wahl". Ich denke, das geht Frauen nicht viel anders.
    Mag sein, dass andere Männer dann eher gleich nach dem "Schrotflintenprinzip" vorgehen und 100 Standardtexte versenden.

    Es ist schon richtig, dass die Frauen hier sich beklagen, dass minimaler Aufwand betrieben wird. Auf der anderen Seite wird dabei verkannt, dass Frauen das genauso tun. Versende ich 100 zum Profil passende Texte, werden 90 Frauen das völlig ohne jeden Aufwand ignorieren. Eigentlich finde ich es daher völlig in Ordnung, einen kurzen, individuellen Text zu schreiben, damit die Adressatin auf mich aufmerksam wird und feststellen kann, ob mein Profil überhaupt interessant ist. Reagiert sie darauf nicht, würde auch ein langer individueller Text nichts nützen.
     
    • # 10
    • 06.11.2017
    • mightyMatze
    Es ist nun mal leider so, dass einem als Mann (wenn man nun nicht grad aussieht wie Adonis persönlich) schlichtweg nix anderes übrig bleibt, wenn man überhaupt Kontakte bekommen möchte. Ich glaube das ist einer Frau die sich locker zurücklehnen kann und abwarten bis die Anfragen eintrudeln gar nicht immer so bewusst. Man muss dieses "Massegeschäft" betreiben, also liken, liken, liken in der Hoffnung, dass dann wenigstens die eine oder andere Lust auf eine Kontaktaufnahme bekommt. VOR der ersten Kontaktaufnahme sollte man nicht allzu wählerisch sein (was natürlich nicht heißt auch Profile zu liken bei dem einen schon klar ist dass es mit der Person höchstwahrscheinlich überhaupt nicht passt).
    Ohne jetzt selbst eine Statistik aufgestellt zu haben, würde ich jetzt mal aus dem Bauch heraus schätzen dass sich der Prozentsatz von denen die man geliked hat und bei denen sich dann auch eine Kommunikation ergibt im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt. Und bei weitem nicht bei all diesen ergibt sich dann anschließend auch ein Date, so dass ich schätzen würde dass, wenn man ein Profil "liked", die Wahrscheinlichkeit dass sich daraus dann auch tatsächlich ein Date entwickelt irgendwo bei 0,xx % liegt.

    Und mit dem Anschreiben ist es halt so eine Sache: Die Frauen erwarten dass jedes Anschreiben individuell, geistreich, humorvoll ist, nicht zu kurz und nicht zu lang...aber wenn der Mann die Erfahrung macht dass sich die meisten Frauen auf ein solches Anschreiben dann gar nicht zurückmelden - dann überlegt man sich schon ob man diesen Aufwand jedes Mal betreibt oder sich kurz hält und abwartet ob die Frau überhaupt Interesse zeigt. Abgesehen davon ist es einer Frau ja auch nicht verboten von sich aus mal Kontakt aufzunehmen...

    Zusammengefasst betreibt ein Mann Onlinedating meist unter dem Fazit "Viel Aufwand, wenig Ertrag"...
     
    • # 11
    • 06.11.2017
    • Lionne69
    Bei allen Ansprüchen -

    Thema 1. Anschreiben
    nur mal so eines.
    Ich halte mich für durchaus wortgewandt, das Profil habe ich gelesen, vielleicht finde ich da einen Aufhänger - aber einen wirklich knappen, aussagestarken Text an einen doch völlig Unbekannten zu schreiben?

    Mit Infos über mich will ich auch nicht fluten, mein Profil ist ja da, da steht erst aml alles Wesentliche drin..
    Humor kann kritisch sein.
    Also viel mehr als - hey, Dein Profil macht mich neugierig, ich würde Dich gerne kennenlernen - ist schwierig. Nicht ganz so knapp, aber nicht viel mehr.
    Gerade wenn man weiß, der andere hat zu 98% + entweder kein Interesse, weil schon die harten Fakten für ihn / sie dagegen sprechen oder er / sie als Nichtmitglied nicht lesen oder antworten kann.

    Vielleicht sollten wir uns dies alle bewusst sein, dass dieses erste Anschreiben nichts anderes ist als ein verbaler Smiley.

    Den Button mag ich persönlich sehr, weil ich das als Einladung verstehe und verschicke, wenn ICH eben Interesse habe, wenn mein Gegenüber nichts erwidert, ist alles gesagt.
     
    • # 12
    • 06.11.2017
    • Dingens
    Hallo Mariga, ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht. Mittlerweile werde ich das Gefühl nicht los, dass es ggf. nur darum geht unverbindliche Sexpartner zu akquirieren. Wenn die Herren gerade mal nicht direkt mit der Tür ins Schlafzimmer fallen, wird subtil abgeklopft, wie verzweifelt ich möglicherweise bin. Auf einer persönlichen Ebene landet dieser Austausch nie und wenn derjenige merkt, dass ich sehr klare Vorstellungen habe, reißt der Kontakt in der Regel Ruck Zuck ab. Ich frage mich immer, warum diese Leute hier suchen und sich nicht auf einschlägigen Seiten tummeln? Ansonsten sehe ich es nüchtern. Spricht mich das Profil an, dann selektiere ich nicht auf Grund eines standardisierten Dreizeilers. Ich versuche dann schon in die Tiefe zu gehen. Kommt nichts zurück, ist dass auch nicht tragisch, dann ist der Mensch eben nicht mein Mensch.
     
    • # 13
    • 07.11.2017
    • Suxxess
    Wie schon gesagt wurde, am Anfang gibt man sich Mühe. Später stellt sich Ernüchterung ein wenn der mühsam formulierte Text nicht mal gelesen wird. Wenn man 100 Frauen mit schön auf sie angepasste Nachrichten anschreibt und man kriegt im einstelligen Prozentbereich Feedback, dann stimmt der Kosten- / Nutzenfaktor nicht.

    Dann kommt die Schrottflinte zum Einsatz. Hat man dann etwas getroffen was reagiert, kann Frau schon erwarten, dass Mann auf sie eingeht. Allerdings wird sich Mann dann auch auf das Profil konzentrieren. Es ist allerdings schon so, dass der Mann dann Punkte entdeckt die ihm nicht passen oder die Frau gefällt ihm jetzt doch nicht so gut da er vorher ja nur ~3 Sekunden auf dem Profil war oder mit dem verschwommenen Foto dachte, ist nicht grundsätzlich uninteressant also wird sie angeschrieben.

    Sprich die tatsächliche Frage ob ihm das Profil ggf. etwas mehr ansprechen könnte wird auf dem Zeitpunkt nach ihrer Antwort verlegt. Ich hoffe das erklärt dir auch warum so viele von dir beantwortete Erstnachrichten unbeantwortet bleiben.

    Bei manchen Apps müssen beide liken, damit man schreiben kann. Daher ist es für mich sinnlos mich zu fragen ob ich die Frau gut finde wenn ich am Ende auch von ihr gelikt werden muss. Ergo like ich einfach alles und zwischen den 3 oder 4 Frauen mit denen dann gematcht wird, kann ich mich dann entscheiden ob eine davon interessant ist, dass sie eine Nachricht von mir bekommt.
     
    • # 14
    • 07.11.2017
    • mariga
    Ok, Ziel ist also, so viel Frauen, wie möglich anzuschreiben, in der Hoffnung, dass dann wenigstens 2., 3. oder 4.Wahl am Ende übrigbleibt, weil man ja dafür bezahlt hat? Bei 100 Anfragen gehe ich nur noch von minimaler Passung aus.

    Ich finde so etwas erschreckend. Ich möchte keinen Partner um jeden Preis.

    Absagen bekommen von mir die Männer, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie alles anschreiben, "was bei 3 nicht auf dem Baum ist", ohne sich auch nur im Geringsten für mich als Person zu interessieren. Das vermittelt mir den Eindruck von absoluter Austauschbarkeit. Kein Wunder, dass so etwas nur ein paar Wochen funktioniert und die Kandidaten anschließend wieder auf die Suche gehen müssen, um dann als Dauergäste auf der Plattform zu bleiben.

    Vielleicht sollte man(n) umgekehrt nur die Frauen anschreiben, die passen würden. Vor allen Dingen schauen, was die Frau sucht, die man da anschreibt. Passt man in das gewünschte Altersraster? Sind gemeinsame Interessen vorhanden? Passt der Bildungsstand halbwegs? Partnersuche ist keine Einbahnstrasse.

    Sucht die Frau etwa gleichalt, kann man sich als wesentlich älterer oder jüngerer Mann das Anschreiben sparen, genauso, wenn die Frau einen Riesen möchte, er aber eher Zwerg ist. Eine Akademikerin reagiert wahrscheinlich nicht auf Anfragen, die 5 Rechtschreibfehler in 3 Wörtern enthalten. Eine sehr hübsche Frau möchte in der Regel auch einen relativ attraktiven Mann und nicht Quasimodo.
    Ich (55kg) bin schon von Männern mit über 100kg angeschrieben worden, frei nach dem Motto "ich suche eine schlanke Frau, auf dicke Frauen stehe ich nicht".. na, danke. Und das trotz des Hinweises im Profil, dass ich einen sportlichen Mann suche.

    Vielleicht kommen so viele Absagen, weil genau diese Punkte ignoriert werden?
     
    • # 15
    • 08.11.2017
    • Annabell_32

    ahja die Schrotflinte. Nur komisch, dass es nachdem ich dann doch mal schreibe so ähnlich weitergeht. Also wenig Sätze und kaum Fragen. Ich langweile mich da einfach nur und habe den Eindruck austauschbar zu sein. Die Männer scheinen nicht wirklich interessiert oder zu wissen, was sie denn überhaupt wollen.

    Vermutlich sind die meissten auf Bestätigung aus, so meine Vermutung.
     
    • # 16
    • 08.11.2017
    • Lebens_Lust
    Ich sehe das genauso. Wir sind aber hier in der Minderheit.

    Es gibt hier auch Frauen, die sich beklagen, dass sie für das gezahlte Geld zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Es gibt auch reichlich Frauen, die sich beklagen, dass Männer zu wählerisch sind und Frauen vorschnell nach Profil aussortieren, ohne die "inneren Werte" genügend zu beachten. Die können ja im Grunde kaum erwarten, dass der Mann dann zunächst die anschreibt, die er eigentlich aussortieren würde. Also schreiben die Männer 100 an, um eine zu finden, die sie interessant findet.

    Letztlich ist das hier Business. Es wird ein Angebot gemacht und jede kann selbst entscheiden, wie sie es nutzt.
    Für mich war hier schnell klar: es gibt nur ein Dutzend Frauen, die für mich infrage kommen. Von denen waren einige Karteileichen oder hatten trotz persönlichem Anschreiben kein Interesse. Frauen, die grundlegende Kriterien nicht erfüllen, brauche ich mir dann nicht anzuschauen.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 17
    • 08.11.2017
    • EarlyWinter
    Ach, die sind doch grundsätzlich gelangweil, unmotiviert und völlig leidenschaftslos. Nicht nur in Bezug auf die Frauen, sondern allgemein. Die "brennen" für nichts, alles dümpelt so vor sich hin. Keine Ideen, kein Engagement, kein "Zug". Bei Frauen kann ich das nicht beurteilen, Frauen in meinem Freundeskreis sind halt anders und haben noch Ziele, Wünsche und Träume und entweder ich mache etwas, dann richtig und mit Engagement oder ich lasse es ganz. Aber wenn jemand schon halbherzig ist, wie soll da bitte etwas zustande kommen? Ich muss niemanden aus seinem Dornröschen-Schlaf wecken und will auch nicht besser sein als nichts nur weil jemand meint, er zahlt den Betrag x im Monat und deshalb muss sich unbedingt was tun.
     
    • # 18
    • 08.11.2017
    • sonrix
    Wenn ich eine Frau anschreibe, dann muss ich mir überlegen, ob ich die auch wollen würde, wenn die Fotos 5-10 Jahre alt sind, sie 7 Kinder und die Hütte voller Nilkrokodile und Schnappschildkröten hat, von denen jeweils nichts im Profil steht.

    Würde ich jetzt Frauen aus der Suche ausschließen, die klar einen besseren Partner finden könnten, wenn da im Profil alles 100% den Realitäten entspräche, würde ich mir die Chance nehmen, dass eben mit der üblichen Trickserei das eben am Ende doch einigermaßen passen könnte.

    Zudem suchen ja die meisten Frauen Dinge, die es für sie am Partnermarkt überhaupt nicht gibt, bzw. nicht in der Anzahl dass mehr als 20% der Frauen mit diesen Wünschen Erfolg haben können, solange es hier keine Vielehe gibt.

    Die gehen dann aber eben doch von den Suchkritierien ab und kommen in der Realität an, wenn folgerichtig das Suchen lange genug keinen Erfolg hatten, egal was da eigentlich in den Suchkriterien steht.

    Da attraktive Frauen in der Regel die Auswahl treffen können, wen sie in die nähere Auswahl nehmen, macht es keinen Sinn für Männer, die Chancen dadurch zu verschlechtern, dass sie nun sehr selektiv bei den Erstkontakten sind.

    Es gibt Studien, dass Männer und Frauen ein völlig anderes Auswahlverfahren anwenden: Frauen vergleichen die Bewerber, um den besten herauszusieben. Das kann bei vielen Bewerbern und einem großen Pool sehr aufwendig werden.

    Männer hingegen haben gewisse Mindestanforderungen und sind viel weniger diskriminierend. Wer die Mindestanforderungen erfüllt, kommt als Partnerin in Betracht, ohne dass Männer nun versuchen würden, diese Frau gegen alle anderen abzugleichen, die da vielleicht noch verfügbar wären.

    Evolutionsbiologisch war das von Vorteil, da ein Mann mit vielen Frauen Kinder zeugen kann, so dass für einen anderen Mann keine Frau übrig geblieben ist, wenn er zu lange mit der Auswahl gewartet hat.

    Umgekehrt ist auch die sehr selektive Wahl von Frauen evolutionsbiologisch bedingt. Denn in vielen Gesellschaften war die Frau wesentlich besser als 2. oder 3. Frau eines reichen Mannes als die eines armen Schluckers dran. Daher kommt es nicht darauf an, einen Mann zu finden, sondern den besten für sie verfügbaren aus der Auswahl.