1. Sorge um meine Freundin - ist sowas normal?

    Ich mache mir zunehmend Sorgen um meine beste Freundin, sie ist 35 und wir sind seit 20 Jahren befreundet, kennen uns also sehr gut und stehen uns sehr nahe, soviel zum Hintergrund...

    Die Lage ist folgende: sie hat vor drei Jahren zufällig online über ein Spiel einen Mann (40 Jahre) kennengelernt. Sie haben täglich miteinander geschrieben, sich dabei angeblich ganz langsam ineinander verliebt und nach zwei Jahren(!) beschlossen, sich zu treffen, seitdem sind sie ein Paar. Nun führen sie seit einem Jahr eine Fernbeziehung (800km) und sehen sich nur am Wochenende, was bei der Entfernung ja auch verständlich ist. Der erste Knaller war, dass sie plötzlich verkündete, hier alles aufzugeben (einen wirklich guten Job, ein Haus, Familie, Freunde etc.), um zu ihrem Freund zu ziehen und mit ihm gemeinsam zu leben. Diese Idee fand ich nach einem Jahr Fernbeziehung ja schon mal krass...! Dann kam kürzlich der zweite Schock, er hat ihr einen Antrag gemacht und sie hat ihn angenommen! Der Plan ist jetzt, dass sie im Dezember zu ihm zieht (ihren Job hat sie bereits gekündigt, bei ihm vor Ort allerdings noch keinen neuen) und sie im März, also nur zwei Monate später, heiraten.

    Ich finde das alles sehr übereilt und unvernünftig und mache mir sehr grosse Sorgen um sie. Was ist, wenn sie hier alles aufgibt und dann (nach der Hochzeit, auch das noch...) feststellt, dass sie sich geirrt hat und mit diesem Mann doch nicht leben kann?

    Und mal ganz ehrlich, findet ihr so ein Verhalten normal? Ich meine, sie ist kein Teenager mehr, steht auch sonst mitten im Leben und ist eigentlich ein vernünftiger, rationaler Mensch. Umso weniger kann ich ihr handeln derzeit verstehen. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und weiss dennoch nicht, wie ich ihr zu mehr Vorsicht raten kann, ich habe das Gefühl, nicht mehr zu ihr durchzudringen, was das Thema angeht.

    Vielleicht findet ihr es komisch, dass ich mir als "nur" ihre Freundin solche Sorgen um sie mache, aber wir sind quasi miteinander aufgewachsen, ich fühle wie eine Schwester für sie und wir stehen uns wirklich sehr nahe! Übrigens liegt meine Sorge nicht darin begründet, dass ich befürchte, sie durch die Entfernung zu verlieren, wir leben nämlich mittlerweile schon 200km voneiander getrennt und sehen uns entsprechend selten, das wollte ich nur anmerken, um den Verdacht auszuräumen, dass ich "Verlustängste" oder sowas haben könnte.
     
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    • # 1
    • 23.09.2014
    • Gast
    Hallo


    was weiss man von dem Herrn der spielt ?
    Hast du ihn mal live erlebt ?

    Hat sie andere berufliche Pläne von denen du nicht weisst ?
    Warum will sie alles verkaufen /aufgeben ? Was erwartet sie denn am anderen Ort ?

    Ich, w, habe mich vor zwei Jahren in einen Mann verliebt der 550 km weiter weg wohnte. Dämliche Sache. Ich habe mein ganzes Leben komplett geändert und lebe jetzt zwei Strassen von ihm entfernt zur Miete. Bereut habe ich bislang nichts. Fernbeziehung wirst du schnell leid. Deine Freundin will einfach endlich Nägel mit Köpfen.
     
    • # 2
    • 23.09.2014
    • Gast
    Wie soll sie denn sonst rausfinden, ob es der Mann ihres Lebens ist ?
    OK, ich würde jetzt nicht gerade heiraten, aber umziehen würde ich wohl auch.
     
    • # 3
    • 23.09.2014
    • Gast
    Finde ich auch, aber ich glaube, man kann sich nicht hineinversetzen und vielleicht spürt sie einfach, dass alles so passt und so sein muss. Das heißt nicht, dass die Beziehung halten wird und sie sich nicht in die Sch... reitet, aber es ist ihr Leben, ihre Entscheidung und danach ist sie klüger, wenns schief geht. Oder glücklich, wenn es gut geht.


    Was ist schon normal? Ich finde es unnormal, bei ungeliebten Gewohnheitspartnern zu bleiben, aber frag mal die.
    Vielleicht rennt sie in ihr Unglück. Deine Hilfe wird dann sein, sie ein bisschen aufzufangen, wenn sie zurückkommt. Aber ihr jetzt mit Vernunft zu kommen - zumal Du nicht sagen kannst, ob nicht ihr Schritt vernünftig ist in ihrer Welt, denn SIE hat ja diese Gefühle - halte ich für vergeudete Energie.

    Gerade diese rationalen Typen sind oft meilenweit davon entfernt, mit Gefühlen vernünftig umzugehen. Irgendwann lernen sie es dann, und manchmal eben durch eine rosa Brille.
    Ich meine eine Art Überkompensation - erst immer rational und logisch und auf einmal das völlige Chaos und die Herzchen in der Luft. Beides kein gesundes Maß, aber irgendwann lässt man vielleicht Federn und lernt es, dass auch hier Gesetze gelten und nicht jedem Gefühl nachgegeben werden sollte.

    Nein, aber Du kannst gerade nichts tun. Also lass ihr die rosa Wolke. Vielleicht ist Deine Freundin auch einfach nur intuitiv und hat ihre große Liebe gefunden.
     
    • # 4
    • 23.09.2014
    • Gast
    Manchmal weiß man nach einem Date, dass man den Menschen getroffen hat, den man heiraten will.
    Man muss nicht immer erst 2 Jahre jeden Tag zusammenleben, um zu wissen, ob man zusammenpasst.
    Was ist, wenn es doch nicht passt?
    Dann ist sie ja verheiratet und er muss den sogenannten "ehebedingten Nachteil", den sie hat bis sie wieder voll im Beruf steht, finanziell ausgleichen - ganz einfach.

    Vielleicht willst Du aber auch nur eine gute Freundin nicht verlieren.
    Nicht durch die Entfernung, sondern durch die Heirat und eine eventuelle Familiengründung.

    Aber selbst wenn es ein Fehler ist:
    Jeder muss und soll seine eigenen Erfahrungen und Fehler im Leben machen dürfen.
    Sei einfach als Freund für sie da und freu Dich mit ihr.

    Wieso schockt Dich das?
    Hab Freunde, die haben sich abends kennengelernt und er hat zu ihr gesagt: "Du bist die Frau, die ich heiraten werde" - und so war es dann auch. Die sind seit Jahren glücklich. Bis dahin hatte er eine andere Freundin.

    Liebe hat nichts mit Vernunft zu tun.
    Und wenn sie sich sicher ist, dann muss sie nicht noch 3 Jahre warten, bis durch die Entfernung die Liebe eingeschlafen ist.

    w,40
     
    • # 5
    • 23.09.2014
    • Gast
    Liebe FS,

    Was ist für Dich "normal"???

    Ist es nicht schön, wenn man das tut was und wie man sich fühlt? Muss man nur, weil wir Deutschen so vernagelt sind und für jedes und alles eine Versicherung aus der Schublade ziehen wollen? Einbetoniert im Einfamilienhäuschen? Gefangen in jahrelangen Zweckgemeinschaften? Malochen bis das Herz verfault und die Seele krank? Superlative bis zum Zusammenbruch?

    Lasse Deiner Freundin das Gefühl der Schwerelosigkeit, das Bewusstsein anzukommen und da zu sein. Werfe Deine kleinkarrierte Art ab so zu denken und zu fühlen. Sehe einfach (auch) die Chancen.

    Was kann Deiner Freundin schon passieren? Im schlimmsten Fall noch (ein 2.) mal von vorne anfangen mit einer so wundervollen Freundin an ihrer Seite. Im besten Fall hat sie das Leben wovon sie träumt, auf das sie hofft und ersehnt und das bis an ihr Ende.

    44m

    PS: Ich werde mein Zuhause verkaufen, vieles hinter mir lassen, aufgeben und dorthin gehen, wo mein Kind seine, diese, Voraussetzungen erwerben kann und dann alt genug ist, selbst durchs Leben zu schreiten und gehen zu können. Für überschaubare 3 Jahre, um dann wiederum ganz neu anzufangen.
    In jedem Anfang wohnt ein Ende, in jedem Ende ein Anfang, mit einer großen Ausnahme.
     
    • # 6
    • 23.09.2014
    • Gast
    Meiner Meinung nach ist es normal, dass man auch mal eine Entscheidung wagt mit allen Konsequenzen. Deine Freundin ist verliebt, sie ist sich ihrer Sache absolut sicher und handelt deshalb folgerichtig. Jede Ehe ist ein Wagnis, ganz egal wie lange man sich kennt oder wie weit weg einer der Partner ziehen muss. Mit 35 sollte sie auch nicht mehr lange Jahre hin- und herüberlegen. Möglicherweise kennst du sie anders, langsamer bei Entscheidungen oder nicht so begeistert. Hier ist die Sachlage eine andere. Gönne ihr das (hoffentlich lange währende) Glück und sei dir gewiss, dass eure Freundschaft halten wird, auch wenn erst einmal ihr Mann den ersten Platz einnehmen wird. Du kannst ihr signalisieren, dass du immer für sie da bist, wenn sie dich braucht, und auf eure Freundschaft baust.
    w
     
    • # 7
    • 23.09.2014
    • Gast
    Hallo FS,

    ganz ehrlich...?
    Das "Verhalten" deiner besten Freundin finde ich völlig normal und auch sehr nachvollziehbar!!!
    Es hört sich durchaus nicht nach einer Kurzschlussreaktion an, ganz im Gegenteil.
    Sie scheint die Liebe ihres Liebens kennengelernt zu haben und möchte mit ihm zusammen leben. Für mich völlig verständlich und nachvollziehbar.
    Eine Garantie, ob es es für immer so bleiben wird, wirst du nie bekommen, selbst wenn beide noch viele Jahre vor der Ehe die Fernbeziehung so weiter führen würden.
    Ich persönlich finde es sehr schade, dass gerade DU deine Freundin nicht verstehen kannst oder wenigstens ihre Entscheidung respektierst und dich nicht für sie und ihr Glück freuen kannst.
    Du hast ihr deine Bedenken mitgeteilt und ich finde, mehr steht dir nicht zu!!!
    Vielleicht verstehe ich unter "wahrer Freundschaft" aber auch etwas anderes als du.
    Ich befürchte fast, solltest du aus deinen "Schockzuständen" nicht langsam herauswachsen, wirst du deine Freundin "verlieren".

    w53
     
    • # 8
    • 23.09.2014
    • Gast
    Deine Freundin ist glücklich mit ihrem Zukünftigen. Außerdem ist sie mutig, sich zu entscheiden, zu ihm zu ziehen und das ist ja nur konsequent. Sie weiß, was sie fühlt, sie weiß, was sie will, das finde ich toll, leidenschaftlich und zielstrebig. Ein Risiko gibt es in der Liebe immer, aber das ist kein Grund, es nicht einzugehen. Außerdem kann es einen auch beflügeln, wenn man den Mut hat, sein Leben komplett umzukrempeln und neu durchzustarten. Du brauchst dir also bestimmt keine Sorgen um sie zu machen. Man könnte höchstens ein bißchen neidisch werden. Aber bestimmt gönnst du ihr ihr Glück.
     
    • # 9
    • 23.09.2014
    • Gast
    Liebe FS,
    sie ist 35 und eine lebenserfahrene Frau. Manchmal weiß man einfach, dass es passt und muss nicht Jahre halbherzig rumprobieren und versuchen, sich gegen fehlende Gefühle abzusichern. Je länger man zaudert, desto begründeter ist es, weil es nicht wirklich passt. Worauf soll sie warten? Dass ihr Traummann in der Nachbarschaft begegnet? Höchst unwahrscheinlich, denn da wohnt sie schon länger.

    Ja, irgendwann muss man sich entscheiden, ob man hingeht oder Jahrzente stagniert. Frauen scheinen in diesen Dingen bereit zu sein, viel mehr zu riskieren. Dabei, was riskiert sie schon? Sie wird einen Job finden, ein Dach über dem Kopf haben. Und passt es auf Dauer doch nicht, dann wird das Ganze rueckabgewickelt.
     
    • # 10
    • 23.09.2014
    • Gast
    So what ? Auf was soll man denn noch warten... erst 5 Jahre FB haben und dann erst zusammen ziehen... was ein Unsinn.... man hat doch nichts zu verlieren. Ich glaube Du bist einfach nur neidisch.
     
    • # 11
    • 23.09.2014
    • Gast
    Ja, das ist normal.

    Wenn sie Familie will, ist das das einzige richtige. Für langes Zuwarten hat sie keine Zeit. Der Mann hat ernste Absichten und beide wollen sich.

    Schief gehen kann es immer, aber wenn der Gedanke die Bremse ist, gäbe es uns alle nicht.

    Unterstütze deine Freundin, lerne ihre Zukünftigen kennen usw.

    Alles Glück wünsche ich den beiden.

    W
     
    • # 12
    • 23.09.2014
    • Gast
    Wir kennen den Herren nicht und allein aus deinem Text kann ich da jetzt bisher nichts rauslesen, worüber man sich extreme Sorgen machen müsste.

    Du fragst, ob so etwas normal ist. Was ist denn normal, das, was jeder Horst und jede Trulla macht? Das ist für mich kein Maßstab. Im Gegenteil, ich mag Menschen, die auch mal was wagen ohne sich vorher doppelt und dreifach abzusichern, das ist Leben und es birgt Risiken, aber es macht vielleicht auch Freude. Sie folgt ihrem Herzen und hat das Gefühl, dass es einfach richtig ist.

    Du schreibst, dass sie ein vernünftiger Mensch ist, aber mal abgesehen davon, dass auch das wieder eine Bewertung ist, die Außenstehenden nicht unbedingt zusteht, selbst, wenn das Ganze keinen Bestand auf Dauer hat, ich würde sagen, sie ist erwachsen, zurechnungsfähig, sie entscheidet und was auch passiert, es wird das sein, was für sie gut ist, jede Entwicklung hat doch am Ende ihren Sinn.

    Vielleicht bist du jemand, der nur mit viel Sicherheit kann, das ist ok, aber gönne es Anderen, sowas anders zu handhaben.
     
    • # 13
    • 23.09.2014
    • Gast
    Ich spiele selber Onlinespiele und ich kenne das Phänomen. Ich finde das nicht verkehrt, da haben sich zwei gefunden, die ihre Leidenschaft/Hobby teilen. Computergames sind ein bei manchen Menschen ein wichtiger Bestandteil im Leben, der teilweise sogar richtig ins Geld geht, und dem man intensiv ernsthafte Zeit widmet, also praktisch jede Minute. Ich kenne Leute, die stehen im Kino früher auf oder stellen sich nachts den Wecker, um ihre Aufgaben im Spiel zu managen, weil für sie das eine wichtige Aufgabe ist und ihnen das viel Inspiration im Leben gibt.

    Ich würde sie ziehen lassen, dass sie ihre Erfahrungen macht. Wenn es nicht hält, fängt sie eben nochmal bei Null an. Ich finde das in heutiger Zeit nicht weiter schlimm. Materielles kann man ersetzen. Einen neuen Job kann man überall anfangen, wenn man flexibel ist.

    Ein intensiver Computergamer kommt nur mit einem Partner aus, der genauso tickt, weil man, statt in Bars herumzuhängen, lieber daheim sitzt. Zudem habe ich Computerspieler zwar als ziemliche Nerds, aber doch sehr korrekte Typen, kennengelernt. Sie gehen nicht aus um sich zu besaufen, gehen praktisch nicht fremd und legen nicht so viel Wert auf Sex, weil ihr Leben daheim wie ein kleiner eigener Kosmos abspielt. Der Partner muss also genauso sein. Ich finde es doch gut, dass die beiden es so langsam angegangen haben. Das zeigt doch, dass da Ernsthaftigkeit mitspielt. Nach 3 Jahren ist es doch normal, dass man allmählich mal zusammenziehen möchte. Wo ist da dein Problem?

    w
     
    • # 14
    • 23.09.2014
    • Gast
    Ich kann deine Sorge zwar nachvollziehen, aber begründet finde ich sie nicht. Leider hast du wenig zum Charakter deiner Freundin geschrieben, aber ich unterstelle mal freundlich, dass sie mit 35 weiß, was sie tut. Sie kennt den Mann seit drei Jahren. Nach einem Jahr Fernbeziehung einen Versuch zu wagen, zusammenzuziehen finde ich ok. Klar, heiraten muss nicht zwingend sein, aber wer eine romantische Ader hat.... Schaden wird eine Hochzeit heute nicht mehr. Vielleicht hat es sie wirklich richtig erwischt und sie ist sich todsicher, dass er der Richtige ist.

    Das wichtigste, was du tun solltest; Rate ihr, das Haus zu behalten, als Sicherheit für kritische Zeiten.
    Familien und Freunde verlässt man auch schon mal wegen eines Jobs, und in der heutigen Zeit ist es nicht ungewöhnlich, seinen Horizont um ein paar Km zu erweitern.
    Und wenn es nicht klappt, dann wird sie eine andere Lösung finden, vielleicht zurückkommen, vielleicht dort bleiben, vielleicht wird sie ein wenig unglücklich werden, aber um eine Erfahrung reicher... wer weiß.
    Mach dir keinen Kopf, vertraue einfach darauf, dass sie weiß, was sie tut.
    w, Ü40
     
    • # 15
    • 23.09.2014
    • Gast
    Dass du dir Sorgen machst ist verständlich und zeigt, dass sie für dich sehr wichtig ist. Normal? Was ist schon normal.

    Aber nach einem Jahr Fernbeziehung verspüren wohl beide den Wunsch, ihre Beziehung auf eine andere Ebene zu bringen. Bei den vielen Kilometern, die beide trennen, muss ja zwangsläufig einer von beiden die Heimat aufgeben, wenn sie miteinander leben wollen. Schätzungsweise werden sich die beiden darüber intensive Gedanken gemacht haben. Die geplante Heirat stellt eine gewisse Sicherheit für deine Freundin dar, dass sie "versorgt" ist (finanziell, Dach über dem Kopf), auch wenn sie vielleicht erst einmal nicht sofort einen neuen Job bekommt. Wenn man es mal ganz unromantisch betrachten will.

    Soweit einmal meine Gedanken dazu. Denn so wie du deine Freundin beschrieben hast, wird sie nicht einfach schafig in ein Märchen hineinlaufen. Wenn sie in ihrem derzeitigen Job erfolgreich ist, wird sie auch in der Ferne über kurz oder lang etwas Neues finden.
    Und es gibt Hochzeiten, die sind in wesentlich kürzerer Zeit des Kennenlernens oder aus seltsamen Gründen gefeiert worden und die Ehe funktioniert trotzdem. Natürlich gibt es auch viele Negativbeispiele. Aber da steckt man nicht drin. Wie das Leben spielt und wie beide Partner miteinander umgehen und an der Beziehung arbeiten. Kann immer schiefgehen. Kann aber auch funktionieren.

    Warum also nicht einfach das Risiko eingehen? Wie lange noch eine Fernbeziehung führen, bevor man sich und einander sicher ist? Diese Fragen solltest du dir auch selbst stellen, vielleicht kannst du dann besser die Entscheidung deiner Freundin verstehen. Und besser deine Sorgen um sie an sie mitteilen, ohne dass sie sich angegriffen fühlt.

    Wenn du sie einmal sprichst oder gar triffst, dann frage sie doch einfach mal nach ihrem letzten Wochenende mit ihrem Freund, frage noch einmal nach, wie es zum Heiratsantrag gekommen ist etc. und lass sie reden und erzählen. Dabei höre mal genau zu und beobachte bestenfalls ihre Mimik und Gesten. So kannst du gut erkennen, ob sie glücklich ist und sich freut. Wahrscheinlich wird sie dann ihre eigenen Sorgen wegen dieser Entscheidung auch dir mitteilen und du kannst entscheiden, ob du ihr gut zusprichst, oder sie warnen möchtest. Wenn deine Freundin beim Erzählen selbst so wirkt, als würde sie ihre radikale Lebensänderung aus einer Art "Torschlusspanik" oder auf Druck ihres Freundes ausüben, dann hast du eine Gelegenheit einzuhaken.

    Aber versuche unbedingt, deine eigenen Vorurteile bei solch einem Gespräch wegzulassen.
    Und als Wort zum Schluss: Deine Freundin kann sich glücklich schätzen, eine Freundin wie dich zu haben.
     
    • # 16
    • 23.09.2014
    • Gast
    Wow - was für Knaller!

    Sie macht es doch genau richtig.
    Sie lebt und siecht nicht nur in einem nullachtfünfzehn- Leben vor sich hin.
    Sie ist glücklich, Garantie gibt es nicht, und das Leben geht weiter zwangsweise mit Alternativen, wenn es nicht klappt. Stehen bleibt ja nun nichts.
    Weißt du, wie toll es von beiden -insbesondere ihr- ist, dass sie konsequent eine Lösung erarbeitet haben, wie sie zusammen glücklich werden können?
    Wieviele hier jammern und wollen ja keine Abstriche mehr machen in Punkto Ort und Job, um ja nicht für eine Beziehung zurückstecken zu müssen? Und wieviel Beziehung bleibt ihnen? Genau.

    Ich würde vieles geben, wenn ich nicht immer der wohlerzogenen Sicherheits- Vernunft gefolgt wäre.
    Dann hätte ich jetzt vielleicht keine supertolle Wohnung, einen Schrank voller exklusiver Klamotten, ein Ps- starkes Auto und einen so tollen Job.
    Sondern die Liebe meines Lebens geheiratet.

    Die Option gibt es vielleicht noch -
    Das Leben ist es wert, auch mal ohne doppelten Boden zu springen.
    Gönne es ihr, freue Dich mit ihr, fange sie auf, wenn's schief geht.
    Das, was gute Freunde tun.

    Und echauffiere Dich hier nicht so überkandidelt. Nichts zu tun??

    Gruß,
    W 36
     
    • # 17
    • 24.09.2014
    • Gast
    Wer sagt denn, dass Entscheidungen immer rational sein müssen?

    SIe sind verliebt und möchten beide eine gemeinsame Zukunft. Mit 35 Jahren ist sie ja nicht mehr die Jüngste. Sie ist erwachsen und wird schon wissen, was sie tut.

    Vielleicht gönnst du ihr es einfach nicht. Du erweckst bei mir den Anschein, als seist du unverheiratet und ohne Kinder. Falls du Single bist, kann es gut möglich sein, dass du einfach nur neidisch und eifersüchtig bist, weil sie schneller ist als du? Anders kann ich mir deine "Sorgen" nicht erklären.

    W32
     
    • # 18
    • 24.09.2014
    • Gast
    So knallerhaft finde ich das nicht. Die Beiden kennen sich seit drei Jahren und führen bereits ein Jahr eine Fernbeziehung und nach einem Jahr haben sie festgestellt, zusammen zu ziehen und zu heiraten, so ungewöhnlich finde ich das nicht. Nur, weil es nicht Deiner Vorstellung von einer "richtigen" Vorgehensweise entspricht, heisst es noch lange nicht, dass das auch gut für die Freundin ist.

    Eine Ehe kann immer schief gehen, ob in der Nachbarschaft oder in der Ferne. Sollten die Beiden erst mal fünf Jahre ihre FB ausprobieren und dann "Nägel mit Köpfen" machen? Wahrscheinlich wollen sie eine Familie gründen und nicht mehr allzu lange damit warten. Ich finde es gut, dass sie da nicht 08/-15-mäßig vorgeht und auch mal ein gewisses Risiko eingeht, ausserdem ist Deine Freundin eine 35-jährige Frau und keine 18 mehr.

    Ich befürchte eher, dass Du Angst hast, Deine Freundin komplett aus den Augen zu verlieren und Du etwas Neid mitschwingt bei Dir. Wenn Du ihr wirklich eine gute Freundin sein willst, dann wünsche ihr Alles Gute dabei.

    w
     
    • # 19
    • 24.09.2014
    • Gast
    Liebe FS,

    die Tatsache, dass die zwei sich beim online beim Spiel kennengelernt haben finde ich nicht dramatisch. Ich habe da auch schon nette Männer, allerdings nicht mein Typ, so kennengelernt. Und wenn es passt - warum nicht? Die Spiele haben nicht den Hintergrund einen Partner zu finden, sondern eher etwas Zerstreuung vom Alltag. Daher ist das sicherlich tausendmal angenehmer als die Online- Singleplattformen.
    Wenn zwei Menschen sich lieben und zusammenleben möchten warum nicht zusammenziehen? Die Tatsache, dass er sie heiraten möchte gibt deiner Freundin doch zusätzlich innerlich einbisschen Sicherheit. Sie weiß sicherlich sehr gut was sie aufgibt.
    Ich habe auch schon einen Heiratsantrag in meinen Leben zurückgewiesen, dass jedoch weil ich genau wusste, dass er nicht glücklich mit wird und es langfristig Stress gegeben hätte. Wenn es passt macht man das nicht.
    Mir persönlich geht es im Moment auch nicht anders, wie deine Freundin. Ich bin im Umzug zu meiner Liebe nach Frankreich (im RL kennengelernt), gebe hier Häuser und eine Firma auf. Für mich ist es dort Job mäßig auch nicht ganz so einfach wird, in Deutschland wäre das alles weniger problematisch. Wir bauen im Moment eine zweite Firma zusammen auf und heiraten nächstes Jahr in Frankreich. Ich glaube in dem Alter ist man alt genug um so eine weitreichende Entscheidung zutreffen. Auf was soll man denn warten, wenn man den Mann liebt? Oder soll man bitte hier versauern und alte Jungfer spielen und sich ein Leben lang fragen, was wäre passiert wenn ich das gemacht hätte? Das Leben hat nun mal Risiken aber entweder man lebt oder man packt sich in ein Watte ein und verpasst alles.

    w34

    PS Ich habe auch noch mein kleines Notfallpolster um zurückzugehen, falls alles schief gehen sollte. Hat deine Freundin sicherlich auch...
     
    • # 20
    • 24.09.2014
    • Gast
    Unnormal kommt mir das nicht vor, sie kennen sich drei Jahre, sind seit einem Jahr ein Paar und wollen jetzt zusammenziehen und heiraten. So geht das.
     
    • # 21
    • 24.09.2014
    • Gast
    Ich finde das auch normal. Ich suche online auch unter Männern, die weiter entfernt leben und ich wäre auch zu einem Umzug bereit, wenn es passen sollte. Ist doch gerade heutzutage relativ üblich.
    Und nach mehreren Jahren ist es auch nicht übereilt.

    w/33
     
  3. Sie kommunizierten 2 Jahre lang, ohne dass ihnen dabei langweilig wurde, sondern sie verliebten sich sogar dabei ineinander, und dann führten sie auch noch eine einjährige Fernbeziehung?
    Das ist doch nicht übereilt. Wenn sie jetzt nicht zu ihm zieht, würde sie diese Bezihung gefährden. Das wäre doch nicht besser.

    Wenn es das beiden wert ist? Vielleicht wollen sie auch Kinder?
    Es ist gewagt, aber nachvollziehbar.

    Genau das.
     
    • # 23
    • 24.09.2014
    • Gast
    Was hat das damit zu tun, wie alt sie ist. Wenn man jmd. liebt und geliebt wird, dann will man mit diesem Menschen zusammen sein. Einen Job kann man auch in anderen Städten/Ländern finden.

    Wieso ist das für dich so unerklärlich. Hast du noch nie diese Gefühe für einen Mann gehabt? Man lernt nicht so oft Frauen (bzw. in deinem Fall Männer) kennen, die man liebt. Deine Freundin hat das genau richtig gemacht. Sehr mutig und cool von ihr.
     

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