1. Soll ich mich von ihm trennen? Wenn ja, wie?

    Hallo ihr Lieben,

    seit einigen Tagen, wahrscheinlich sogar schon Wochen, überlege ich mich von meinem jetzigen Partner zu trennen.

    Es hat alles damit angefangen, dass ich jemand anderen kennen gelernt habe. Wobei von „kennenlernen“ gar nicht die Rede sein kann. Ich habe ein paar Worte mit meinem Finanzberater gewechselt und seit dem kann ich ihn nicht vergessen (es tut mir leid, das hört sich total bescheuert an). Ich habe aber tatsächlich nicht das Gefühl in ihm einen neuen Partner zu finden, sondern „wachgerüttelt“ zu werden, weil ich sehr unglücklich in meiner Beziehung bin.

    Tatsächlich läuft meine Beziehung aber überhaupt nicht schlecht, jedenfalls seit kurzem. Am Anfang war unsere Beziehung eine reine Katastrophe. Wir stritten ständig nur und waren auch trotz schöner Zeiten absolut nicht gut füreinander, blieben aber zusammen mit in dem Glauben es würde sich bessern. Das tat es aber nicht bis wir uns im Oktober letzten Jahres trennten. Im Gegensatz zu ihm verkraftete ich die Trennung sehr gut und kam auch schnell drüber weg. Er jedoch verlangte nach etwa drei Monaten eine zweite Chance von mir und bat mich erneut eine Beziehung mit ihm einzugehen, weil er meine Hilfe im Bezug auf seine erheblichen Probleme bräuchte. Ich willigte ein. Wie schon gesagt, seit dem läuft es sehr gut. Er ist verständnisvoller, liebevoller und weniger impulsiv und aggressiv. Er gibt sich sichtlich Mühe, aber aus irgendeinem Grund reicht mir das nicht.
    Ich frage mich natürlich was mit mir nicht stimmt.

    Seit etwa zwei Wochen jetzt leide ich erheblich unter depressiven Verstimmungen. Ich kann kaum essen, schlafe sehr schlecht und fühle mich allgemein sehr unwohl mit mir selbst. Ich vermute natürlich, dass das auf diese Beziehung zurückzuführen ist.

    Ich will aus dieser Beziehung raus, aber ich kann mich nicht trennen, weil er ja meine Hilfe braucht. Ich habe es sogar schon versucht, aber er ist dann so liebevoll und sagt mir er würde sich ändern und dass er mich doch so liebt.

    Ich weiß nicht weiter...
     
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  3. Liebe FS,

    Du befindest Dich in einer Zwickmühle. Ich kann mir vorstellen, wie Du Dich gerade fühlst. Dass Du Dich trennen solltest, ist klar. In Eurer Beziehung ist anscheinend viel kaputt gegangen, worunter Deine Gefühle für ihn gelitten haben.

    Wie schwerwiegend sind denn seine Probleme? Sind diese vorübergehend?
    Falls es sich um Schwierigkeiten in seinem Leben handelt, die er in absehbarer Zeit (Wochen) bewältigen wird, würde ich mit der Trennung noch etwas warten. Sollten seine Probleme vergleichsweise gut zu meistern sein (Stress im Job etc.), dann trenne Dich sofort. Sag ihm, dass die Beziehung für Euch beide ungesund ist und Du entweder Freundschaft (rein platonisch!) oder, wenn er das nicht erträgt, Kontaktabbruch möchtest.
    Sollte Dein Freund sehr labil oder psychisch krank sein bzw. hat er ernsthafte Probleme und ist vielleicht sogar selbstmordgefährdet, dann such Dir dringend professionelle Beratung. Es gibt für solche Fälle Anlaufstellen, bei denen Du bzgl. Trennung gute Tipps bekommen kannst.

    Du solltest Dich wirklich trennen, aber sei sensibel. Ich finde es super, dass Dir das Wohl Deines (noch-)Freundes nicht egal ist.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    w, 25
     
  4. Dein Freund ist doch ein erwachsener Mann, @Abnormal.

    Wieso braucht er dich, um seine Probleme zu lösen?
    Begreifst du eigentlich, was da zwischen euch passiert?
    Er wollte zu dir zurück, weil er seine Probleme alleine nicht lösen kann, quasi bist du also für ihn nur Mittel zum Zweck.
    Ist denn die Lösung seiner Probleme absehbar oder ein Dauerzustand?
    Du hättest es besser bei der Trennung belassen, wenn du schon gut drüber weg warst? Dann wärst du frei für eine neue Liebe, während euer jetziger Beziehungsstatus mehr eine Zweckgemeinschaft ist.

    Du kannst/ willst nicht ohne Partner sein und solange kein neuer Mann in Sicht ist, wärmst du lieber eine Ex-Beziehung auf. Dass dir das nicht gut bekommt, zeigt sich an deinen körperlichen und seelischen Beschwerden.
    Werde dir darüber klar, dass du nicht verantwortlich für das Leben und die Probleme deines Freundes bist und lass los, was dich nicht glücklich macht. Oder willst du erst richtig krank werden?
     
  5. Keine gute Grundlage für eine Beziehung. Eine Chance "verlangen" kann jeder, eine gewähren muss niemand. Wenn Du Dich in der Beziehung nach wie vor nicht wohl fühlst und Dich eigentlich trennen möchtest, solltest Du das tun, denn eine Perspektive fehlt doch sowieso. Ihm bei seinen Problemen helfen zu wollen ist die falsche Motivation für eine Beziehung.
     
  6. Erstmal Danke für die schnellen Antworten.

    Tatsächlich sind seine „Probleme“ zurückzuführen auf Kindheitstraumata und somit nicht unbedingt in absehbarer Zeit zu bewältigen oder gar zu lösen.

    Natürlich verstehe ich, dass meine Gründe, die Beziehung aufrechtzuerhalten, nicht fair gegenüber meinem Partner sind. Und ich bin auch ziemlich sicher, dass er alles alleine schaffen könnte, selbst ohne meine Hilfe, aber trotzdem habe ich Angst, dass ihm eine Trennung einen Rückschlag verpassen könnte. Und das Letzte was ich möchte ist ihn zu verletzen.
    Vor allem hat er niemanden außer mir.

    Ich würde mich selbst tatsächlich nicht so einschätzen, dass ich mich emotional von einem Mann abhängig mache. Ehrlich gesagt, wenn ich über eine Trennung nachdenke, freue ich mich so sehr darauf einfach alleine zu sein.
     
  7. Liebe FS. Jetzt läuft es gut und seither geht es Dir schlecht. Er gibt sich Mühe, ist verständnisvoller und Du kannst Dich so gar nicht darüber freuen.

    Dazu habe ich zwei Theorien:

    entweder bei Dir ist schon zu viel kaputt und nicht mehr reparabel,

    oder Du gehörst zu den Menschen, die Harmonie nicht ertragen können. Dazu wüsste ich gerne, wie Du aufgewachsen bist und wie es denn sonst so in Deinen Beziehungen, allen voran in Deiner Herkunftsfamilie, zugegangen ist.

    Prägungen sind oft sehr hartnäckig. Oft bevorzugen wir später sogar die Konstellationen, die uns leiden lassen, ganz einfach deshalb, weil wir das gewöhnt sind, dort fühlen wir uns zuhause.

    Ob das auf Dich zutreffen könnte, wirst Du viel besser beurteilen können. Denk mal darüber nach. Viel Glück.
     
  8. Definitiv !
    Helfen kann man auch als Freundin, was natürlich schwierig ist, wenn er vielleicht noch tiefe Gefühle für dich hegt.
    Andererseits, wenn du nur aus Sorge um ihn bei ihm bleibst, landest du eventuell sehr schnell in der "Erpressungsfalle" ("Ohne dich kann ich nicht leben - Wenn du mich verlässt stürze ich mich von der nächsten Klippe").
    So entsteht niemals eine Beziehung auf Augenhöhe.
    Ob sich beide auf Dauer damit wohlfühlen können ?
    Für mich wäre es absolut nichts, wenn jemand nur "aus Mitleid" bei mir bleibt.

    Dies zeugt nicht von wirklichen Gefühlen für deinen Partner.
    So sehr sich dies alles auch nach einer lieben Frau anhört, die niemanden in Schwierigkeiten stecken lassen möchte - grundsätzlich hilft es weder ihm, noch dir wirklich weiter.
    Du steckst fest in der "Helferposition" - er wird nicht "gezwungen" sich seinen Problemen zu stellen - verharrt in seiner "Bequemlichkeit", was ihm die Chance nimmt, sich selber weiterzuentwickeln.

    Wahrscheinlich suchst du etwas wesentlich "Wilderes" als ihn ...
     
  9. Nie, niemals werde ich verstehen warum Frauen immer die Schuld bei sich suchen. Du machst das auch. Was mit dir nicht stimmt weil du nicht glücklich bist? Ehrlich jetzt? Ich springe gleich aus dem Kleid. Es ist dein Recht, alles zu fühlen was du willst. Wenn es nicht passt, passt es nicht. Er erpresst dich emotional. Das ist doch keine Basis für eine Beziehung. Für Freundschaft gerne, aber für eine Beziehung niemals. Wenn er in Therapie ist, ist das sehr gut und wichtig. Aber du bist nicht seine Therapeutin. Ich finde das wirklich schlimm, aber wahrscheinlich regt mich das völlig unnötig auf, wie immer. Gleich kommt das zurück rudern.
     
  10. Wie schon zigmal im.Forum geschrieben wurde: ein Partner ist kein Therapeut!!!
    Er muss zur Therapie und sein Leben selbst in die Hand nehmen. Bitte trenne dich, weil du keine Beziehung mehr möchtest. Wer ist denn bitte aus Mitleid mit einem Typen zusammen, der einem nicht guttut???

    Wenn du ein Helfersyndrom hast, arbeite dich doch gern in der sozialen Pflege ab, dafür wirst du wenigstens halbwegs bezahlt ;)

    Ach ja und im Sommer schneit's. Ich klinge gefühlskalt, aber sorry, von außen betrachtet musst du einfach nur noch mal Schluss machen und nicht wieder aus Mitleid anfangen. Ich weiß, die Umsetzung ist schwer....
    w35
     
    • # 9
    • 13.05.2019
    • void
    Ich denke, ich kann mir Dein Dilemma vorstellen: Du würdest ja einen Hilfebedürftigen im Stich lassen. Aber BEZIEHUNG funktioniert ja nicht auf der Basis, einer hilft dem anderen, einer kuriert oder therapiert den anderen.
    Was ist Beziehung für Dich? Verliebt, heiße Liebe, Sex, Spaß.
    Was ist das, was Du hast? Frau ohne wirkliches Interesse am "Partner hilft abhängigem Mann, der um seine Hilfsbedürftigkeit weiß und sich Mühe gibt.

    Puh, das ist wie in einer Falle sitzen. Nicht, weil Du den Finanzberater jetzt nicht anflirten kannst (ich denke, der ist nur so eine Ausflucht aus dieser Situation), sondern weil Du ja völlig überfordert bist mit der Hilfestellung.
    Im Stich lassen willst und kannst Du ihn auch nicht. Ich würde meine Belastung sichtbar machen und ihm helfen, einen Therapeuten zu finden. Wenn sich das Verhältnis stabilisiert hat zu dem, dann kann der Deinen Mann "auffangen", wenn die Beziehung beendet wird. Ich glaube auch nicht so wirklich, dass das was bringt, was ihr da macht, denn: Es kann doch gut sein, dass der Mann merkt, dass Du quasi "die Luft anhältst" und unterschwellig klar ist, dass sobald es ihm besser geht, Du die Beziehung beenden könntest. Also könnte sogar eure Beziehung verhindern, dass er "gesundet". So grob gesagt. Wenn es große Probleme sind, die er hat, ist DAS ja Thema und noch nicht so bewusst, was passiert, wenn er weiterkommt und sich stabilisiert.

    Einfach abschießen und Tschüss würde ich nicht gut finden, weil Du Dich ja nun wieder auf ihn eingelassen hast und er sich Mühe gibt, und bis zum Finanzberater war das ja alles irgendwie okay für Dich. Also mein Tipp wäre, wie gesagt, beim Therapeutensuchen zu helfen und klarzumachen, dass Du nicht weiter weißt mit dem Helfen. Dann hast Du erstmal diese Last weg, dass DU allein für ihn und sein Seelenheil verantwortlich bist, weil er sonst niemanden hat.
     
  11. Hallo,
    tatsächlich habe ich mich in einer sehr ähnlichen Situation befunden. Meine Beziehung lief auch von Anfang an ziemlich schief und über die Jahre hinweg ist es bei uns zu Routine geworden, dass wir unsere Beziehung Null pflegen. Ich muss gestehen, dass die ersten Jahre auch viel Aggression und Gewalt eine Rolle gespielt hat und ich mich nach und nach entliebt habe. Als ich dann plötzlich Augen für einen anderen Mann hatte, ist mir das bewusst geworden. Auch wir haben eine kurze Trennung vollzogen, die aber nur eine Woche andauerte, weil er mich bekniet hat, es nochmal zu versuchen. Ich muss dazu sagen, dass bei uns ein gemeinsames Kind mit im Spiel ist, also habe ich nachgegeben. Allerdings lief die Beziehung genau so weiter und 6 Monate später habe ich dann einen endgültigen Schlussstrich gezogen. Er hatte damit auch seine Probleme und natürlich habe ich versucht mich dieser Probleme anzunehmen, aber eben mit klaren Grenzen und Regeln. Wir sind nun seit 3 Monaten getrennt und verstehen uns trotz allem gut. Wir bleiben natürlich des Kindes wegen immer irgendwie in Verbindung, aber ich kann sagen, dass es jetzt alles viel einfacher ist. Jeder geht im Grunde seine eigenen Wege und für mich persönlich war diese Trennung der richtige Weg.
    Ich wünsche die viel Kraft und dass du für dich eine Entscheidung treffen kannst, die für dich gut ist. Denn hin und wieder muss man auch mal einfach nur an sich selbst denken.
     
  12. Liebe FS,

    Kindheitstraumata sind schlimm (!!!), aber es ist seine Aufgabe, sich ein schönes Leben aufzubauen und neue Kontakte zu knüpfen.
    Mach mit ihm Schluss. So habt Ihr beide die Chance, Euer Leben in die Hand zu nehmen (vor allem er) und irgendwann einen Partner zu finden, der wirklich zu Euch passt. Du solltest das auch genau so kommunizieren. Erkläre ihm, was Ihr verpasst, wenn Ihr zusammenbleibt. Ihr BEIDE profitiert von einer Trennung, auch wenn das erstmal mit Liebeskummer verbunden ist, denn Ihr seid nicht mehr glücklich miteinander. Vielleicht nutzt Dein Freund die Trennung dann auch als Gelegenheit, an sich selbst zu arbeiten und seine Kindheitstraumata nicht mehr in künftige Beziehungen hineinzutragen. Heutzutage gibt es ja zum Glück auch zahlreiche Möglichkeiten, neue Bekanntschaften zu schließen (Hobbys, Internet, ...)
    Mach es ihm so einfach wie möglich, aber bleib nicht mit ihm zusammen.

    Alles Gute!
     
  13. Was ist an Dir abnormal? Und der Finanzberater zeigt Dir doch wohl gerade was ganz Wertvolles. Er zeigt Dir etwas. Ein anderes Bild von einem Mann, eine Vision von einer Liebe, von einem anderen Menschen, einem anderen Gefühl. Was an dem Typen hat dich so hingerissen? Erlaube Dir diese Reflexion doch mal.

    Deine Beziehung ist gut? Denkst Du? Hat das mit Liebe mit Euch noch was zu tun, wenn einer fordert, und die Krankenschwester einspringt? Liebe fordert doch erstmal gar nix, oder? Klar, daß man sich auch in einer Beziehung hilft und beisteht. Aber, quick and dirty, Euer Ding ist doch Murks, sonst ginge es Dir doch nicht, wie es Dir geht.
    Lerne mehr von Dir kennen, Deinen Mustern, wie, wann, warum und wen Du liebst. Fange bei Dir selbst an. Liebst du Dich selbst unter allen Umständen? Wie fühlt sich diese Frage an?
    Ich vermute, Dein Freund kann nicht alleine sein, Ihr habt keine Beziehung auf Augenhöhe, er sucht in Dir die Mutter und Problemlöserin. Du kannst/wirst ihn niemals erfolgreich therapieren. Das fkt. nicht. Du selbst hast auch Deine Baustellen, bist aber gereifter als er, denn Du möchtest alleine sein. Das ist ein wunderbares Zeichen für Reife. Du bist auf Deinem Weg, er klammert.
    Überlege Dir, was in Deinem Leben wichtig ist. Und aus diesem Gefühl (nicht dem Gedanken, dem Gefühl, das dauert ein paar Tage/Wochen) sprich in Ruhe, achtsam, wertschätzend, aber klar, face to face mit Zeit & Ruhe, daß Du Dich trennen willst, und zwar irreversibel und in liebevoller Achtsamkeit, Respekt und Dankbarkeit. Bleibe bei: irreversibel. Und ohne Freunde zu bleiben. Er muss sich ein anderes Netz aufbauen. Das ist seine Aufgabe, nicht Deine. Liebe unterhält kein Konto, keine Hypotheken, keine Folgeverträge. Wenn du ihm die Tür schließt (bitte nicht zuknallen), wird irgendwo dfür ihn ein Spaltbreit Fenster wieder aufspringen. Das ist so im Leben. Niemand ist eine Insel.
    Du kannst und darfst Dich von einem Schmarotzer lösen, aber Du solltest und darfst erst gedanklich und emotional dorthin kommen, daß Du innerlich an diesem Standpunkt bist. Es ist nicht Deine Aufgabe in diesem Leben, bei ihm zu bleiben. Jeder in diesem Leben ist für sich selbst verantwortlich. Es gibt keinen vereinbarten ewigen Beistand aufgrund mal eingegangener Beziehung. Dieses Recht existiert nirgends.
    Du darfst Dich lösen, suchen und finden, Dich oder wen anders. Es ist eine Kunst, eine gute Trennung "zu geben". Du kannst Dich darauf vorbereiten zu sagen, "ich nehme von Dir alles, was Du mir gabst, bin Dir dankbar. Und als Partnerin löse ich mich jetzt von Dir." Buchtipp: "Warum hast du mir das angetan", von Hans Jellouschek. Geht um Dreiecksbeziehungen, beleuchtet aber im Prinzip, warum wir lieben, und wen, und wie. Und wie wir das stemmen, zu bleiben, oder zu gehen. Ein Klassiker (TB)
     
  14. Trenne dich mit Kontaktabbruch, ich werde und möchte niemals mehr in einer,Beziehung leiden, eine Beziehung muss für mich ein Kraftort sein auf Gegenseitigkeit!
     
  15. Dann musst Du ihn schnell heiraten, drei Kinder bekommen und ein Leben lang bei ihm bleiben.

    Du wirst an manchen Stellen im Leben Verletzungen nicht vermeiden können. Ihm etwas vorzuspielen, verletzt auch, sobald er das irgendwann erkennt. Vermutlich noch mehr als jetzt. Die Alternative: Dich selbst verletzen. Auch nicht besser.
    Eine Beziehung ist langfristig keine caritative Veranstaltung. Das wäre auch letztlich für keinen Beteiligten hilfreich. Mitleid ist keine Grundlage für eine Beziehung.
     
  16. Hallo Abnormal,

    Erstmal...du bist überhaupt nicht abnormal.
    Du musst dich deshalb auch nicht fragen, was nicht mit dir stimmt.
    Du bist sehr einfühlsam. Das ist kein Fehler. Aber du achtest zu wenig auf dich selbst.

    Ich glaube aus deinen Erzählungen herauszuhören, dass dein Partner immer wieder aggressive Ausfälle hatte. Das ist ein ganz klarer und verständlicher Grund, warum du aus dieser Beziehung heraus willst. Nur du selbst spürst das noch nicht, dass dies der Grund ist, weil du es nicht an dich heranlässt, was das mit deiner seelischen Konstitution anstellt.

    Ja...wahrscheinlich klammert er da auch sehr.
    Der Schritt dich zu trennen, wird der Weg sein, dass du ein selbstbestimmtes und ein von dieser Last befreites Leben führst.
    Ja es wird ihn verletzen.
    Ja er wird grosse Schwierigkeiten damit haben.
    Ich verstehe deine Angst. Manchmal drohen jene Menschen eben auch.
    Es tut dir im Herzen weh, ihn mit diesem Bewusstsein darüber zurückzulassen.
    Das sind die Fakten, die du für dich verstehen solltest. Die du dir bewusst machen musst. Es ist nicht deine Schuld.

    Zeige Verständnis für dich selbst.
    Und dann sorge für dich. Sorge dafür, dass DU in dieser Situation aufgefangen wirst.

    Nicht du kannst deinem Partner mit diesen Problemen helfen. Du bist keine Psychologin.
    Dein Partner muss das lernen. Er sollte sich an eine Person vom Fach wenden. Er muss lernen, dass er nicht deine Selbstbestimmung mit seinen Problemen belasten kann.
     
  17. Liebe FS,

    lass dir bitte meine folgenden Zeilen eine Warnung sein!

    Ich war jahrelang mit dem falschen Mann zusammen. Aus Mitleid. Es war der größte Fehler meines Lebens. Es hat mich um meine besten Jahre gebracht (die 20er) und ich habe 40 kg durch Frust zugenommen. Mittlerweile sind die zwar wieder runter aber der Körper hat es mir nicht verziehen.
    Wofür? Für einen Mann, der insgeheim zu bequem war, seine Probleme selbst in den Griff zu bekommen. Er hatte ja schließlich mich. Ich war zu gutmütig.

    Ich kann deine Gefühle verstehen. Ich hatte auch Mitleid. Es tat mir weh ihn allein zu lassen. Aber im Nachhinein, war es das beste was ich je gemacht habe. Dieses Gefühl von innerer Freiheit.... unbeschreiblich.

    Lauf! Du hast nur dieses eine Leben! Es klingt dramatisch, aber eine unglückliche Beziehung erzeugt so viel Leid. Du merkst es ja jetzt schon.

    LG
     

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