1. Social freezing - Kinderwunsch "einfrieren"?

    Social freezing bedeutet das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ohne medizinischen Grund.

    Diese Möglichkeit, Eizellen einzufrieren, gibt Frauen, die sich Ihren Kinderwunsch mangels Partner oder aus anderen Gründen momentan nicht erfüllen können die Chance auch mit über 35 Jahren noch schwanger zu werden.

    Das ist vor allem interessant für Frauen, die einen medizinischen Eingriff, wie eine Krebstherapie oder Ähnliches vor sich haben um unbeschadete Eizellen zu gewinnen.

    Was stehen Sie zum "social freezing"? Würde das für Sie in Frage kommen? Was könnte dagegen sprechen?
     
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    • # 1
    • 29.01.2013
    • Gast
    Das fände ich nur dann akzeptabel, wenn es allen Bevölkerungsschichten zugänglich wäre.
     
    • # 2
    • 29.01.2013
    • Gast
    Meine Frau hat mit 48 unser Wunschkind geboren und eine ihrer Freundinnen ist auch mit Mitte vierzig noch einmal Mutter eines gesunden Kindes geworden. Wegen der Panikmache, dass Frauen ab vierzig kaum noch schwanger werden können - mag statistisch ja zutreffen, aber jede Frau altert anders - hätte ich es aber begrüßt, wenn wir auf diese Möglichkeit hätten zurückgreifen können, weil wir tatsächlich nach ein paar Monaten schon resignieren wollten. Nicht jede Frau findet in ganz jungen Jahren den Richtigen. Das kann dann dazu führen, dass die Frau wegen des Kinderwunsches einen inadäquaten Partner nimmt oder spät zur Vaterschaft berufene Väter viel jüngere Frauen nehmen müssen, was dann meistens schief geht.
     
  3. Das ist für mich der falsche Ansatz. Unsere Medizin ist seit Jahrzehnten darauf ausgerichtet, dass wir immer älter werden und genau in die Richtung geht das Social Freezing. Zum Dank können wir 120 Jahre alt werden aber werden die letzten 40 Jahre vor dem Fernseher geparkt.
    Richtig wäre allerdings, die Medizin in die Richtung zu führen, dass wir immer jünger bleiben und dadurch älter werden können. Aber Stammzellenforschung ist ja so böse, das geht in Deutschland nicht. Wenn doch, hätten wir Social Freezing nicht nötig und Frau könnte auch in einem Alter natürlich und risikofrei schwanger werden, in dem es heute nicht geht.
     
    • # 4
    • 29.01.2013
    • Gast
    Ich wusste bisher nicht, dass dies möglich ist und finde es genial. Ideal ist es meiner Meinung nach immer noch, wenn sich ein Mann und eine Frau in jüngeren Jahren treffen, lieben lernen und ein Kind entsteht, aber einen Plan B zu haben, ist meiner Einschätzung nach immer gut.

    w/50
     
  4. Unbefruchtete Eizellen einzufrieren, ist aus meiner Sicht ethisch noch vertretbar. Befruchtete Eizellen einzufrieren (diese Möglichkeit gibt es ja auch), halte ich aus ethischen Gründen für bedenklich, weil sich die befruchtete Eizelle schon geteilt hat, d.h. Leben ist entstanden.
     
  5. dagegen? Das nun auch Frauen auf die tolle Idee kommen können jetzt auch nach der ganzen Karriere mit 50 das erste Kind zu kriegen..
     
    • # 7
    • 29.01.2013
    • Gast
    Ich befürchte, das Paare so nicht denken, zummindest meine Frau und ich haben nicht so gedacht und sind kinderlos geblieben. Ausnahme ist in der Tat ein vorhersehbarer medizinischer Eingriff wie Krebs oder so - wo dann eventuell der Arzt vor dem Eingriff darauf hinweist - gilt auch für Mann seine Spermien einzufrieren. M45
     
    • # 8
    • 29.01.2013
    • Gast
    Nichts dagegen - wers mag?

    Kommt mir bei den Kosten aber auch ein bisschen arg wie Geldmacherei vor. Bei 1200 Euro pro Zyklus auf 6 Zyklen verteilt und besonders empfohlen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren - bei Aufbewahrungskosten von 300 Euro pro Jahr.
    Also günstiger als eine künstliche Befruchtung scheint mir das auch nicht zu sein.

    Sicherlich besonders sinnvoll vor Krebsbehandlungen und noch bestehendem Kinderwunsch
    und es mag sicherlich auch sein, dass manchen gesunden Menschen Kinder über alles wichtig sind und die könnten sich damit "absichern".

    Bei letzterem kommt es mir aber auch so vor, als ob man da mit der Angst mit der Torschlusspanik und dem unerfüllten Kinderwunsch spielt.

    Ich habe manchmal auch sehr den Eindruck, dass viele kinderlose Frauen weniger unglücklich/verzweifelt wären, wenn man nicht permanent weißmachen wollte, dass Kinder das höchste udn wichtigste "Gut" auf Erden sind, ohne das man nicht glücklich werden kann.
    Und ich bin mir auch sicher, dass viele Frauen gar nicht erst schwanger werden würden wenn man sowas nicht permanent von allen allen möglichen Seiten propagiert bekäme.
    Die Mütter wären dann oftmals sicher auch weniger unglücklich und verzweifelt ;)
     
    • # 9
    • 30.01.2013
    • Gast
    Wer sichs leisten kann und körperlich und psychisch fit ist, sollte Eizellen
    einfrieren lassen...warum muss man sich Kinderwunsch versagen, nur weil
    man, als man jung war, nicht den passenden Partner gefunden hatte?
    Mitte 40 kann man über Vieles differenziert denken, hat eine persönliche Reifung
    durchgemacht und ganz bestimmt die besten menschlichen Qualitäten....
     
    • # 10
    • 30.01.2013
    • Gast
    Dagegen. Da ich der Ansicht bin, wenn eine Frau keine Kinder zu einem gewissen Zeitpunkt mehr kriegen kann, dass es seine Gründe hat und man sollte sich der Natur nicht immer so derart widersetzen.

    Wenn man Krebs hatte und dadurch jetzt geschwächt und unfruchtbar ist, warum will man seinem Kind dann antun, dass ihm der Krebs zu hoher Wahrscheinlichkeit auch vererbt wird? Egoismus.

    Man muss nicht um alles in der Welt Kinder in die Welt setzen. Man kann auch mal Kinder adoptieren.

    Ansonsten bin ich gegen jede Art Natur-Pfuscherei. Ich spende auch keine Organe und ich will im Gegenzug auch kein Organ, wenn ich krank bin. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht, wenn sie uns erschafft und wieder vernichtet. Man muss auch mal akzeptieren lernen, dass man nicht alles bekommen und haben kann. Ich empfehle in sich gehen und meditieren.
     
    • # 11
    • 31.01.2013
    • Gast
    Ich pflichte der #10 bei; absoluter Horror, dermassen in die Natur zu pfuschen.Und ehrlich, mir gruselt's bei der Vorstellung gewaltig, ich wäre auf diese Weise entstanden.... Frankenstein's Geschöpf des 21. Jahrhunderts lässt grüssen? Nee, einfach nur grausig und ethisch nicht vertretbar, bloss weil die Eltern ihren Ego-Trip ausleben wollen, finde ich.Nichts dagegen, wenn Paare auch mit Ü40 Kinder bekommen wollen.Können super Eltern sein.Aber wenn es nicht auf natürlichem Wege klappt, hat es seinen Grund!

    w 42
     
    • # 12
    • 31.01.2013
    • Gast
    Bin auch dagegen. Eltern (beide) sollten nicht zu alt sein und auch so gesund sein, dass die Aussicht besteht, dass die Kinder lange etwas von ihnen haben.

    Ein Kinderwunsch kann auch anders ausgelebt werden. Es gibt viele Kinder (und auch Tiere), die Liebe und Versorgung dringend nötig haben. Warum denn immer unbedingt ein eigenes Kind?

    Ich habe selbst alte Eltern und mein Vater ist zudem noch früh gestorben. Ich finde das nicht besonders toll.
     
    • # 13
    • 31.01.2013
    • Gast
    Ich bin dafür. Für Genscreening, Eizellen und Samen einfrieren, Prädiagnostik, und Stammzellen des Kindes bei der Geburt konservieren.

    Wer sich dem Wissen von morgen verschliesst, ist heute schon tod.

    m
     
    • # 14
    • 16.06.2013
    • Gast
    Die Möglichkeit, dass sich Männer ihre Samenzellen einfrieren lassen können, gibt es schon sehr lange. Außerdem haben sie keinen Druck, können, wenn sie wollen, bis zu ihrem Ableben im hohen Alter noch Vater werden. Ich finde es gut, dass es jetzt auch für Frauen eine Möglichkeit gibt, sich dahingehend abzusichern. Warum sollte man als Frau mit Kinderlosigkeit bestraft werden, wenn man ganz einfach lange keinen (richtigen) Partner gefunden hat? Viele tun sich da sehr, sehr schwer. Und dass man einfach einen total unpassenden Partner nimmt, nur um den Kinderwunsch früher zu erfüllen, kann auch nicht wünschenswert sein, weder für die Frau, noch für die Kinder, die dann einen unmöglichen Vater und ein kaputtes Elternhaus ertragen müssen. Ich bin weiblich und 34 Jahre alt, ein entsprechender Ehemann ist nicht in Sicht, ich will mir bis 35 überlegen, ob ich Eizellen einfriere oder nicht. Karriere hat mich nie interessiert, aber der Mann hat mir bislang immer zur Familiengründung gefehlt. Kinderlos die Wechseljahre ertragen und kinderlos sterben zu müssen, ist für mich eine absolute Horrorvision. Vorsorgen ist wohl besser als nachsehen...
     
    • # 15
    • 18.06.2013
    • Gast
    Gab in USA den Fall, dass eine Zygote sich teilte und die Eltern erst den einen eineiigen Zwilling bekamen, um sich dann 10 Jahre später den zweiten Zwilling einpflanzen zu lassen...
    Sie haben Zwillinge mit 10 Jahren Altersunterschied...
    Ganz ehrlich? Gruselig - und wenn man noch ehrlicher ist, so wurden die Geschwister einander vorenthalten.
    Ich persönlich finde, man sollte auf natürlichem Wege seine Kinder bekommen - oder eines adoptieren... Es gibt nun einmal so etwas wie "natürliche Auslese" - und wenn dann bereits kranke Kinder (die auf normalen Wege gar nicht existiert hätte) dann wiederum Kinder bekommen, und das zieht sich immer weiter, kann die Natur eines Tages auch nichts mehr ausgleichen und es wird noch mehr Kranke geben, die nur per medizinischer Versorgung überleben können. Ausleben um jeden Preis ist nicht alles, das wird Folgen haben, die tief ins biologische System der Menschen eingreifen werden.
     
    • # 16
    • 16.09.2013
    • Gast
    Erstens ist das keine Maßnahme für alle, weil sehr teuer. Also auch bei den Gegnern kein Grund zur Aufregung, daß jetzt alle Frauen plötzlich mi 50 schwanger werden wollen.

    Zweitens wollen Frauen in der Regel eben nicht im höheren Alter schwanger werden (schon weil der Körper da nicht mehr so fit ist), sondern irgendwann in den Dreißigern (manche auch früher). Es gibt aber viele Gründe, warum das nicht möglicherweise nicht klappt.

    Hier wurde öfter erwähnt, daß manchmal der richtige Partner fehlt. Viele Männer sind aber auch erst in einem Alter bereit zur Familienplanung, in dem es für die Frau schon zu spät sein kann. Und schließlich heißt "Karriere" eben nicht immer, daß man irgendeinem Egoismus nachjagt, sondern manchmal auch nur, daß man gern einen festen Job haben will, um ein Kind auch 25 Jahre lang ernähren zu können (nämlich bis zum Ende des Studiums) und nicht nur 2-3 Jahre lang. Bevor Einwände kommen: Es gibt Berufsfelder, gerade im hochqualifizierten Bereich, in denen es durchaus möglich ist, über mehrere befristete Verträge hinweg bis Mitte 30 genug Geld anzusparen, um so eine Sicherheitsmaßnahme durchzuführen, ohne daß man deshalb mit Mitte 30 bereits eine Berufsperspektive von mehr als 1-2 Jahren hat. Und wenn es ohne das Einkommen der Frau eben nicht geht, dann muß der Kinderwunsch warten. Zu den Gegnern der künstlichen Befruchtung: Es gibt auch Männer, die auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen können, weil z.B. ein Unfall oder eine Operation dafür sorgen, daß sie in die Blase ejakulieren. Die haben aber deswegen weder Potenzprobleme noch eine schlechte Spermienqualität oder gar Erkrankungen oder Gendefekte. Also nix mit krank. Warum sollen die (und ihre Partnerinnen) z.B. keine Kinder haben dürfen, wenn es auf "normalem" Wege nicht geht?

    Wenn es also gesellschaftlich gewollt ist, daß auch hochqualifizierte Frauen jung schwanger werden, dann müßte man ihnen eben auch frühzeitig dauerhafte Berufsperspektiven geben und auch mit Schwangerschaft und Elternzeit noch kulanter umgehen. Trotzdem wird das nicht alle Probleme lösen. Und da sich nicht jede darauf verlassen kann, daß sie mit Mitte oder Ende 40 noch schwanger werden kann (ich weiß aus mehrfacher familiärer Erfahrung auch, daß das geht, aber man hat kein Abo darauf), ist es nur klug vorzubeugen.

    Ach ja: Hier wird immer so leichtfertig in die Runde geworfen, man solle halt adoptieren. Mal abgesehen davon, daß das eben nicht dasselbe ist, weil nicht jeder "irgendein" Kind haben will, sondern vielleicht eines vom eigenen Partner (das kann den Kinderwunsch erst auslösen - da wäre Adoption völlig witzlos): Habt ihr euch mal erkundigt, wie schwierig es ist, überhaupt adoptieren zu dürfen? Dazu muß man eine Menge Voraussetzungen erfüllen, die bei vielen Paaren (oder gar Singles) nicht gegeben sind, die aber trotzdem gute Eltern sein können.
     
    • # 17
    • 16.09.2013
    • Gast
    Klar kann man machen. Das ist halt der Fortschritt.


    Tolle Sache, aber sehr teuer!
     
    • # 18
    • 17.09.2013
    • Gast
    Ich fände das sehr egoisitisch, wenn eine Frau zB erst mit 60 das Kind bekommt. Ein Kind hat auch Anrecht darauf, einigermaßen junge Eltern zu haben (gilt natürlich eben auch für den Vater). Aber wenn es zum Beispiel vor einem die Fruchtbarkeit aufhebenden medizinischen Eingriff gemacht und das Kind zeitnah geplant wird, ist es natürlich kein Problem.
     
    • # 19
    • 17.09.2013
    • Gast
    Ich find das super und hätte gern schon früher davon gewusst. Ich habe gerade heute mit knapp 37 Jahren den 2. und letzten Zyklus der Behandlung zur Kryokonservierung hinter mir und hoffe, dass ich später davon profitieren kann, um meinen Kinderwunsch mit einem Partner zu verwirklichen. Der fehlt mir nämlich bisher. Natürlich sollte das alles in einem ethisch vertretbaren Rahmen stattfinden, sprich in einem Alter in dem eine Frau auch noch auf natürlichem Wege hätte Kinder bekommen können sprich bis 45.

    Aber davon abgesehen und von den hohen Kosten natürlich, die hauptsächlich durch die Hormone entstehen, kann ich die ganzen Einwände nicht nachvollziehen. Es ist sehr schwierig ein Kind zu adoptieren, es kommen meines Wissens nach mind. 7 Paare auf ein Kind und selbst wenn es trotz aller Hürden klappen sollte, ist es ja auch nicht das eigene. Sonst nimmt man doch auch sämtliche Errungenschaften der modernen Medizin gern wahr, wieso sollte man also auch nicht hier die Möglichkeiten ausschöpfen?
     
    • # 20
    • 18.09.2013
    • Gast
    Liebe Frau W,

    Superidee. Entlastet ungemein. Verhindert dass frau
    vor lauter Torschlusspanik den Falschen Menschen
    heiratet. Social Freezing löst natürlich nicht alle Probleme
    aber es gibt mehr Zeit sich zu entscheiden
    und löst auf jeden Fall den Panikknoten (Hilfe,
    ich schaffe es nicht mehr).

    Die Erfindung ist ein Geschenk an alle Frauen in der
    heissen Phase im Job. Ich bin bei meinem
    ersten Bewerbungsmarathon nicht genommen
    worden weil die Personaler mich mit 33 im
    kritischen Familiengründungsalter wähnten.
    Obwohl kein Partner weit und breit zur Zeugung
    vorhanden war gingen die davon aus ich würde
    kaum im Qualifikationsprogramm angekommen
    nur noch die Vorteile des Mutterschutzes zu Lasten
    der Firma in Anspruch nehmen. Zwei Jahre war ich
    nach der Absage freiberuflich erfolgreich tätig - das schreckte paarungswillige
    Männer in einem passenden Alter immer ab (zuwenig Zeit) !
    Endlich war ich mit 38 halbwegs unprekär angestellt beschäftigt
    und fand dann aber wieder keinen Mann. Die, die ich traf und mochte
    wollten nur Karrieretrack, die anderen wollten keine 38jährige.
    Jetzt habe ich 3 Jahre Beziehung mit einem gewollt
    Kinderlosen hinter mir (mit 50 deutlich zu alt für mich) in der ich immer trauriger wurde.
    Ich hoffe dass Social freezing jetzt noch klappt (ich bin
    kerngesund) da ich mich sonst von meinem Lebenstraum
    verabschieden muss.
     
    • # 21
    • 19.09.2013
    • Gast
    Es spricht wenig dagegen, solange das Risiko für die daraus entstehenden Kinder nicht übermäßig hoch ist. Dabei gehe ich davon aus, daß die Technik ausgereift ist.

    Ein Problem sehe ich darin, daß der Vorgang mit "Abtreibungen" verbunden ist. Es werden ja mehr befruchtete Eizellen eingefroren, als benötigt werden. Der Überschuß muß irgendwann vernichtet werden.

    Intellektuell habe ich mit Abtreibungen in einem so frühen Stadium keine Probleme, es ist mir noch kein stichhaltiges Argument begegnet, welches dagegen spräche. Emotional komme ich damit nicht so richtig klar.

    Gruß
     
  6. @21: Nein, es werden unbefruchtete Eizellen eingefroren, und damit hätte ich emotional genau überhaupt kein Problem... die Risiken eines solchen Eingriffs (Unfruchtbarkeit aufgrund von Entzündungen bei der Entnahme) muss man sich eben nochmal zu Gemüte führen.

    Befruchtet eingefrorene Eizellen hatten sehr lange höhere Chancen, weiterzuwachsen, als nach dem Einfrieren und Auftauen befruchtete. Wie es aber heute ist, weiß ich nicht.
     
    • # 23
    • 19.09.2013
    • Gast
    Außer in äußersten Notfällen, wie hier schon angesprochen (Krebs, Krankheit...) käme es für mich ethisch niemals in Frage. Genausowenig wie es für mich niemals in Frage kommt, Essen aus Dosen zu essen. Das ist für mich kaputtes, totes und minderwertiges Essen. Und alle Leute die das essen werden meist im Laufe des Leben ebenso krank.
    Hätte die Natur also gewollt, dass man also seinen "Kinderwunsch" einfriert, würden an jedem Baum Gefriertruhen wachsen, genauso wie Dosen. Vielleicht wird das Kind dumm, wenn man die Eizelle einfriert? Woher wissen wir das schon? Von allen mikrobiologischen Vorgängen haben wir Menschen doch nicht wirklich Ahnung und was die Menschheit mit der Natur anrichtet, sieht man ja ständig, genauso wie man sieht, wie schlecht und minderwertig die Leute mit ihrem eigenen Körper umgehen. Rauchen? Alkohol trinken? Für mich sind 99% der Menschen nicht zurechnungsfähig, wenn es um solche Entscheidungen geht, weil sie schlichtweg keine Ahnung haben. So ist das eben. Wir haben von rein gar nichts eine Ahnung, sondern machen alle Zustände nur noch schlimmer. Also bin ich absolut dagegen. Selbst wenn ich krank wäre, würde ich lieber auf Kinder in so einem Falle verzichten. Es hat schon seinen Grund, wenn eine Frau in späterem Alter (oder überhaupt) keine Kinder mehr kriegen kann. Nennt sich auch natürliche Selektion, um zu vermeiden, dass noch mehr Krankheiten und Behinderungen in der Welt Überhand nehmen. Aber auch das versteht ihr halt nicht. Hauptsache aus purem Egoismus Kinder in die Welt setzen wollen.
     
    • # 24
    • 19.09.2013
    • Gast
    Dann fällt mir beim besten Willen kein Gegenargument mehr ein. Schön, daß so etwas möglich ist.

    Müßte ich mich einem medizinischen Eingriff unterziehen, der meine Zeugungsfähigkeit gefährdet, würde ich ohne zu zögern Sperma einlagern lassen. Warum sollte für Eizellen etwas anderes gelten?
    Es mag sein, daß so etwas jemandem abstoßend erscheint, Gefühle sind so frei wie Gedanken. Einen sachlichen Grund kann ich nicht erkennen.

    Gruß (#21)
     
    • # 25
    • 17.12.2013
    • Gast
    Ich bin 35 und leider war bisher kein passender Partner dabei, der eine wollte keine Kinder, der nächste wollte vier, aber auch, dass ich komplett meine Beruf aufgebe, was nicht meiner Lebensplanung entspricht.
    Also hat es die letzten 7 Jahre nicht geklappt, obwohl der Wunsch da ist.
    Bin gerade in der "Spritzen-Phase", nächste Woche werden die Zellen entnommen, und froh, dass es die Möglichkeit gibt!
     
    • # 26
    • 17.12.2013
    • Gast
    Macht es nicht aus medizinischer Sicht auch nur Sinn, wenn eine Krankheit vorliegt?

    Die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung besteht doch sonst auch, ohne die Entnahme der Eizellen. Ist es wirklich so, dass die Eizellen nach 35 schlecht werden, so dass auch für künstliche Befruchtung evtl. keine zur Verfügung stehen?

    Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt. Eigentlich wäre ich davon ausgegangen, dass andere Gründe eher dafür sprechen, spät nicht mehr schwanger zu werden, als das Nachlassen der Eizellen. Z. B. dass die Durchlässigkeit der Eileiter nicht mehr so gut ist, oder dass überhaupt kein Eisprung mehr regelmäßig stattfindet, nach den Wechseljahren dann gar nicht mehr. Was die Eizellen betrifft, meine ich gelesen zu haben, dass sie nie ganz verbraucht werden, die "springen" einfach irgendwann nicht mehr, wegen der Hormonumstellung. Insofern wäre künstliche Befruchtung ja immer eine Möglichkeit.

    Aber wenn die Eizellen das Problem sind, ist das natürlich eine Überlegung wert. Ich persönlich habe keine ethischen Bedenken, hätte aber Angst vor Komplikationen. Ich weiß nicht, ob ich mit 35 in gesundem Zustand die Ärzte in mir herumpieksen lassen würde.
     
    • # 27
    • 17.12.2013
    • Gast
    "Die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung besteht doch sonst auch, ohne die Entnahme der Eizellen. "

    Sorry, Korrektur: Ich meinte, ohne lange vorherige Entnahme der Eizellen. Wenn man sich denn zu einer künstlichen Befruchtung entschieden hat, ist dies natürlich auch mit einer Entnahme von Eizellen verbunden. Aber vorher weiß man ja noch gar nicht, ob es notwendig wird...
     
    • # 28
    • 30.10.2014
    • Gast
    Grundsätzlich finde ich es nicht gut, die Natur so zu beeinflussen. Ich bin mit 41 noch mal schwanger geworden, beabsichtigt und gewünscht und ich bin der Meinung, dass man den Kinderwunsch nicht auf die lange Bank schieben sollte. Man hat jenseits der 40 einfach nicht mehr so viel Kraft und Energie als in jüngeren Jahren. Und das bekommen dann auch die Kinder zu spüren. Die Natur setzt da nicht umsonst eine Grenze. Allerdings finde ich die Möglichkeit für Frauen, die vllt. gesundheitlich grad keine Kinder bekommen können/sollten dann gut. Also diese Art der Kinderzeugung sollte auf dedizierte Ausnahmen beschränkt bleiben und jede Frau sollte sich mal überlegen, ob der Job wirklich wichtiger ist, als die Gründung einer Famiele, denn das ist in meinen Augen das Größte, was es überhaupt gibt.
     
    • # 29
    • 31.10.2014
    • Gast
    Solange ich das über meinen Krankenkassenbeitrag nicht mitzahlen muss. War ja auch schon im Gespräch. Kann ja ansonsten jeder machen was er will. Eizellenentnahme ist übrigens kein Kinderspiel.

    Ich sehe nur die Gefahr, dass diese Möglichkeit irgendwann zu einem Muss für Frauen wird.Was also jetzt gerade als Mehr an Freiheit für Frauen gefeiert wird, könnte sich ganz schnell als Weniger an Freiheit für Frauen (und dann auch Männer) entpuppen. Das 'Hurra' über die angebliche Emanzipation könnte uns ganz schnell im Halse stecken bleiben.

    m, 32
     

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