1. Sinnhaftigkeit von NoGo-Listen

    Liebes Forum

    Wahrscheinlich wurde dieses Thema hier schon mehrfach diskutiert. Ich finde es dennoch lohnenswert, noch einmal darüber nachzudenken, wie sinnvoll NoGo-Listen sind. Daher hole ich mit einem persönlichen Beispiel ein wenig aus:

    NoGo-Listen
    In meiner Singlezeit habe ich auch eine NoGo-Liste geführt und gepflegt. Folgende Punkte waren als NoGo in Stein gemeiselt: Viel älter als ich, Raucher, Kinder, Schnarcher.

    Drei Jahre war ich damit erfolglos in Onlinebörsen unterwegs. Da hab ich die Partnersuche im Internet beendet, mich hingesetzt und überlegt was ich mir wünsche und vor allem, was ich zu bieten habe. Ich wollte weg von diesem Mangel und mir bewusst machen, was eigentlich toll in meinem Leben ist und es hat sich gezeigt, dass das ziemlich viel ist.

    Das gebe ich - Liste
    Unter anderem hatte ich notiert, dass ich einen sehr guten und erfüllenden Beruf habe, in einem wunderbaren Land (Schweiz, meine Heimat ist Deutschland) wohne, eine sehr schöne Wohnung und ein fantastisches privates und berufliches Netzwerk (sehr viele wunderbare Menschen) habe und dass ich das als sehr sehr priviligiert empfinde, denn es gibt mir so viel Möglichkeiten, die andere nicht haben.
    Es würde daher gar keine Rolle spielen, ob mein Partner viel oder wenig Geld hat, ich hatte genug für mich und uns beide. Dass ich klug und empfindsam bin und meinen Partner in beruflichen und privaten Fragen sehr gut unterstützen kann usw. Beste Kochkünste würden für leibliches Wohl sorgen J Und eine bunte laute Familie für Spass J

    Resultat
    Auf einer Reise in Sri Lanka habe ich dann meinen Partner kennengelernt. 15 Jahre älter als ich, zwei mal geschieden, Vater von zwei Kindern und Schnarcher J NoGo-Lise ade J

    Daher meine Frage ans Forum: Sollten wir anstatt NoGo-Listen zu pflegen nicht vielmehr in den Vordergrund stellen (uns bewusst werden), was wir bieten? Kürzlich frage ich eine Singlefreundin, was sie zu bieten habe. Sie antwortete sehr verdutzt! Die NoGo-Liste hingegen war meterlang...

    Bin gespannt
     
    • # 1
    • 21.01.2016
    • nuri
    Für mich war Rauchen ein absolutes NoGo. Das zweite war der Familienstand getrennt lebend, das dritte war Fernbeziehung.
    Als ich meinen Mann kennengelernt habe, hat er geraucht, war aber immerhin schon lange geschieden und wohnte in meiner Stadt.
    Mittlerweile, vor einigen Jahren, hat er das Rauchen aufgegeben, nicht meinet- sondern seinetwegen.
     
  2. Ob das sinnvoll ist - hm? Über vieles könnte ich hinweg sehen, wenn es andere Schnittmengen gibt. Aber ein No-Go wird immer bleiben: Rauchen!
    Und ich finde die Kombi No-Go + wie heißt jetzt die andere? Yes-Go sinnvoll. Reines No-Go ist mir zu negativ. Ich schaue eher was die andere haben sollte. Nicht waas sie nicht haben sollte.
     
  3. :) Mein Ex war eine fleischgewordene NOGO-Liste! Raucher, nicht gleichgroß zu mir, lebt in einer anderen Stadt, zwar trainierte Figur aber mit Bauch und 10 Jahre jünger!
    Eine NOGO- Liste wird hinfällig, wenn ich mich verliebe. Ist es passiert, denkt man hmmm er raucht ja, aber er riecht nie nach Raucher..okay, nicht so schlimmt...:)
     
  4. Liebe FS,

    entschuldige, aber was soll eine solche Positiv-Liste? Als ich auf der Suche war, wußte ich ganz genau, dass ich (sozusagen, hihi) Gottes Geschenk an die Männerwelt war. Meine paar Negativ-Punkte stellte ich immer heftig zur Schau um so abzuschrecken, was mir kaum gelang, so dass ich dauernd absagen oder abtauchen musste.

    Na und? Ich war mir trotzdem ziemlich sicher, dass ich keine neue Partnerschaft finden würde, weil einfach die Männer meinen Anforderungen nicht entsprachen, suchte nur noch ganz locker und hatte im Grunde aufgegeben.

    Was hätte also eine solche Liste bringen sollen, bitte schön?

    Dass dann mein jetziger Mann auftauchte, war ein unglaublicher und irrer Zufall, solche Menschen gibt es so selten, dass mann/frau einfach nicht damit rechnen kann. Da hat dann keine Liste der Welt eine Rolle gespielt.

    Auch bei Dir, meine Liebe, war es wohl eher Reife, wachsende Menschenkenntnis und eine gewisse Distanz von oberflächlichen Anforderungen, die Dich offen sein ließen für Deinen jetzigen Partner - und nicht Deine tolle Liste. Ich wünsche Dir, dass sich Deinen Wahl als wirklich tragfähig herausstellt.
     
  5. Ich bin seit Ewigkeiten unglücklich in meine wandelnde No-Go-Liste verliebt - Kettenraucher, unzuverlässig, Schnarcher, jagt jeder Frau hinterher. Aber was er als Frau in mir auslöste, das suche ich vergeblich in anderen Männern und finde es nicht.

    No-Go ist so eine Sache - wenn man Single ist und emotional frei, dann ist die Liste lang. Wenn man sich aber Hals über Kopf verliebt, dann schrumpft die Liste und auf einmal werden Dinge unwichtig.

    Nur einige Dinge bleiben No-Gos, ganz egal wie toll der Mann ist - geizige Männer, die Doktorarbeiten über die Bezahlung des ersten Kaffees verfassen, Männer, die verbittert über ihre sie abzockende Ex reden, mangelnde Hygiene (tut mir leid, es ist zu ekelhaft), ständiges Reden über andere Frauen. Alles andere ist nicht wirklich wichtig.
     
  6. Die Frage ist doch, was steht auf der NoGo Liste.
    Sachliche Kriterien - Raucher, Beruf, Entfernung, Größe, Alter...
    Das ist alles völlig unwichtig, wenn der Richtige kommt.

    Aber anderes, möchte ich nicht als NoGo bezeichnen, sondern als YesGo. Es braucht für mich einige Passungen - Nähe /Distanz, Vertrauen, Einstellung zu Sexualität, grundlegende Werte, einen ähnlichen Humor, Kommunikationsfähigkeit und - niveau ...
    Also SoftSkills als Kriterium in der Partnersuche.

    Wenn sich ausreichend Passungen nicht finden, wird das mit einem dauerhaften Gefühl - von anfänglicher Verliebtheit zu Liebe meiner Erfahrung nach leider nichts.

    Wo ich in den Profilen außer den leider oft nicht vorhandenen freien Texten auch immer schaue, sind die Handlungsmotive. Wenn sich da beispielsweise Status, Karriere, Ehrgeiz, Sparsamkeit findet, werde ich sehr nachdenklich und kritisch, bei anderen Motiven können diese ein positiver Anreiz für mein Interesse an einem persönlichen Kennenlernen sein.
     
  7. Ich denke gewisse Punkte machen auf einer no-go-Liste schon Sinn. Das sind Punkte am Partner, die mich direkt betreffen und von denen ich weis, dass ich damit nicht leben kann. Wäre ich Single wären das bei mir:
    - rauchen (meine Eltern sind starke Raucher und ja mir wird schlecht vom Geruch)
    - Motorrad fahren (ich habe nun mal riesige Angst davor und könnte keine Sekunde entspannen wenn ich wüsste mein Partner fährt)

    Beides kann ich auch selbst bieten von daher ist es wohl auch ok wenn ich das erwarte.

    Natürlich wenn man verliebt ist, sind alle Punkte erstmal nebensächlich, dafür hat man die rosa Brille auf. Wenn die erste Verliebtheit aber vorbei ist, fallen einem sicher immer wieder diese Punkte auf und führen dann zu bekannten Diskussionen a la "du hast mich als Raucher kennengelernt also mecker doch nicht ständig". Da kann eine Beziehung früher oder später ja nur scheitern. Besser ist es doch gleich einen Partner zu suchen, der in für mich wichtigen Dingen mit mir auf einer Wellenlänge ist oder?

    Von Äußerlichkeiten, finanzieller Status und solchen Dingen halte ich persönlich nichts auf no-go-Listen. Aber wenn es für betreffende Frau/Mann wichtig ist bitte.
     
    • # 8
    • 21.01.2016
    • Ares
    Ich finde witzig, dass es offenbar Menschen gibt, die solch eine Liste wirklich in irgendeiner Form führen. Für mich ist sie eher virtuell.
    Grundsätzlich finde ich es logisch, dass jede(r) Punkte hat, die überhaupt nicht akzeptabel sind. Raucher/Nichtraucher ist so ein Thema. Wird die Liste zu lang, dann ist sie aus meiner Sicht nicht mehr unbedingt praktikabel. Es gibt sicher Punkte, die dann letztlich doch "verhandelbar" sind, und warum sollte man die pauschal ausschließen? Wenn der oder die Richtige kommen, dann werden manche Punkte nicht mehr relevant sein.
     
  8. Sie hatte auf ihrer Nogo-Liste "Raucher, Glatze und mehr als +/- 5 Jahre". Ich hatte auf der Liste "Kinder". Nun, ich bin Raucher, habe Glatze und bin 10 Jahre älter als sie. Sie hat 3 Kinder. Die Listen waren also voll für die Fische. Zum Rauchen muss ich sagen, dass ich in ihrer Gegenwart nie rauche und sie mich als "Nicht-Raucher" betitelt. Sie weiß, dass ich es tue. Soweit meine NoGo-Erfahrung.
     
  9. Herzlich willkommen i(n meine)m Club.

    Warum bist Du hier, wenn Du, entgegen vieler Meinungen im Forum, zur Abwechslung mal das halbvolle Glas siehst?

    Ich dachte immer schon im wahren Leben der Don Quijote des Positiven zu sein, aber das Forum lehrt(e) mich eines Schlechteren.

    Generell finde ich es lohnenswerter sich mit den guten Dingen des Lebens zu beschäftigen und dafür meine Energie und Kraft aufzuwenden. Negatives nur wenn nicht vermeidbar und dann so einfach und gering wie möglich, aber am besten erst gar nicht.

    Nein ich brauche keine NoGo-Liste und das habe ich auch zu bieten.

    Go!
     
  10. Liebe Gwundernase,
    Deine Geschichte beweist für mich nicht den Unsinn von NoGo Listen, denn ich finde, diese verstandesmässigen Kriterien können schon Sinn machen. Gerade Menschen, die es schwer finden, gesunde Grenzen zu ziehen, brauchen solche NoGos vielleicht (kein Alkoholiker, kein Choleriker..). Deine Geschichte spricht allerdings dafür, dass die Magie, die zwei Menschen füreinander empfinden, am Besten im echten Leben entdeckt wird, wenn eben nicht nur der Verstand, sondern vor allem das Herz den Ton angibt.
    Dass du dich gefragt hast, was du zu bieten hast, finde ich eine sehr reife Überlegung und vielleicht hat das ebenfalls dazu beigetragen, dass du offen wurdest für eine neue Partnerschaft. Deine Einstellung, etwas beisteuern zu wollen und dein Wissen, dies auch zu können, macht dich bestimmt im echten Leben attraktiv.
    In letzter Zeit vollziehe ich einen ähnlichen Wandel - weg vom "was will ich? was nicht?" zum "wer bin ich eigentlich und wer will so, wie ich mich gebe, mit mir zusammen sein?"
    Viele Männer, die mich näher kennen gelernt haben, bestätigten mir, dass ich Qualitäten/Eigenschaften habe, die sie bei mir nicht vermutet hätten. Manchmal denke ich, dadurch, dass ich vieles von mir zunächst verstecke, ziehe ich die "falschen" Männer an.
     
  11. Ich verabscheue NoGo-Listen. Ich denke bei jedem Punkt dann, derjenige hat einen psychischen Knacks, den er nicht selber lösen kann. Er wird sofort beim Lesen unsympathisch. Jeder will positive Dinge hören, ballastfreie Geschichten, und sich keine noch zusätzlich negativen Probleme auf sein eigenes schweres Leben haben.

    Wenn du ein Problem mit dem Rauchen hast, dann hast du 1. negative Erfahrungen gemacht und 2. das einfach nie richtig mit deinem Partner kommunizieren können und bist nicht fähig, dich rechtzeitig trennen können. Also ein Mangel an sozialen Fähigkeiten. Es fällt also eher auf dich zurück. Man denkt über dich schlecht, dass du andere maßregeln willst, weil du nicht klar kommst, dich von Rauchern selbstständig fern zu halten, wie es sich eigentlich gehört und Anschluss an für dich passende Menschen zu finden.

    NoGo-Listen sehe ich eher als Verteidigungsmaßnahme. Schlimmstensfalls kann man dich mit deinen eigenen Schwächen sticheln.

    Leider kann man sich seinen Traummann/Traumfrau nicht backen. Ein erwachsener Mensch sollte das allmählich mal kapiert haben. Jeder Partner hat seine Schwächen und es zeugt von großer Chrakterstärke, Makel des Partners hinzunehmen. Wer einen perfektionistischen Partner braucht, der bleibt besser alleine, denn der ist zu unreif für diese Gesellschaft.

    Ja, vielleicht will man keinen Partner, der mehr als 5 Jahre älter/jünger ist, aber tatsächlich könnte ein passender Partner aus dem Rahmen seiner gewünschten Norm fallen.

    Überhaupt meine ich, sollte man sagen, was man haben will und nicht, was man nicht haben will. Denn bekanntlich bekommt man genau das, was man nicht mehr will! Manchmal zu Recht, weil man nix aus seiner Vergangenheit gelernt hat!
     
  12. Wie man zum passenden Partner findet ist am Ende des Tages bedeutungslos. Ob über Übereinstimmungen oder das Ausschlussprinzip.
    Ich hatte mich in meiner Zeit der Suche auch nie als Akt hingesetzt und eine Ausschlussliste verfasst. Trotzdem hat sich ganz klar eine herauskristallisiert:
    - keine Raucherin
    - keine Kinder
    - kein Hund
    - kein Pferd
    - Entfernung > 20km
    - Größe
    Hin und wieder habe ich bei einer Abweichung davon mal ein Auge zugedrückt. Dabei hab ich dann gelern, dass es sinnlos ist von der in listenform gegossenen Prinzipien abzuweichen. Alle haben mir immer wieder versichert, eine Frau, die genau meinen Vorstellungen entspricht werde ich ohne Abstriche zu machen nie finden.
    Hab ich allerdings doch. Das Erfolgsrezept war ganz einfach Beharrlichkeit und sicher auch Glück.
     
  13. Sicher hat jeder innerlich eine NoGo-Liste, die er mit sich rumschleppt. Das sehe ich auch noch nicht als Problem, da wir im normalen Leben von Haus aus sehr viele Leute aussortieren. Leute mit Freund/Freundin oder Verheiratet wäre z.B. bei mir so etwas. Ich weiß aber, dass für andere das kein Hinderungsgrund ist. Jeder hat so seine Punkte, die er in seinem Leben nicht um sich haben möchte. Das finde ich nicht schlimm.

    Übel wird die Sache erst, wenn Abneigungen so ausgeprägt sind, dass fast gar niemand mehr in Frage kommt. Gerade die ellenlangen NoGo-Listen bei manchen Frauen sind erschreckend, wo ich mich frage, wer das wirklich bedienen soll? Ich bin ein Mann und kann hier nur über Frauen und ihren NoGo-Listen berichten. Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass viele Dinge, obwohl sie für mich persönlich nicht in Frage kommen, bei einer Frau nicht so schlimm sind. Es kommt immer darauf an, wie man sich arrangiert. Und genau darauf beruht ja eine gute Beziehung: Beide können mit den Schwächen des anderen leben und finden sie mit Glück vielleicht irgendwie liebenswert. Wenn das nicht der Fall ist, dann sollte man miteinander reden order wenn es ganz schlimm ist, muß man sich trennen. Man darf sich nur nicht durch solche Listen einengen lassen. Allerdings halte ich von dem Gegenteil der positiven Listen auch nicht viel. Sie bringen nichts weiter, wenn die Chemie nicht stimmt.
     
  14. Ich habe eine übersichtliche NoGo-Liste und eine genauso übersichtliche YesGo-Liste. Für mich ist das ok und ich werde das nicht ändern, weil ich gut damit umgehen kann.

    Ganz einfaches Beispiel: Raucher. Mir wird übel von den Nikotinausdünstungen. D.h. eine körperliche Annäherung mit einem Raucher wird niemals möglich sein, weil ich bei Unterschreitung eines Mindestabstands zu kämpfen habe.
    Wenn ich das weiß und ebenso dass ich es nicht ändern kann und will, dann ist es sinnvoll weder meine oder seine Zeit zu verschwenden. Dazu stand damals garnichts in meinem Profil, sondern ich habe nur bei meinem Gegenüber geguckt.

    Ähnlich war es mit Entfernung. Als mir im RL der richtige Mann am falschen Ort begegnete, habe ich es nochmal ausprobiert. Es ist genau daran gescheitert und war eine schwere Zeit für mich. Das war insgesamt das 3. mal in meinem Leben und das tu' ich mir kein weiteres Mal mehr an, denn ich bin lernfähig.

    Ich verstehe nicht, warum man dann so ein Drama draus machen muss:
    Eine NoGo-Liste ist eine Lösung und ein Schutz: man fängt nichts mit jemandem an, was ohnehin nichts werden kann.
    Das setzt den richtigen Umgang mit NoGos und Selbsterkenntnis vorraus.
    Wenn man sich eine ellenlang NoGo-Liste schreibt und dann später der Mann doch alles hat, was da drauf stand, dann würde ich auch denken, dass die Frau etwas plemmplemm ist und sich nicht ansatzweise selber kennt.
     
  15. Ich habe erst hier im Forum festgestellt, dass ich eine wandelnde No-Go Liste bin. Raucherin, Hundebesitzerin, AE, über 50, Kleidergröße über 38. Wie konnte ich nur einen jüngeren Mann finden, der auch noch Geld hat? Ist doch unmöglich. Ich würde auf meine No-Go Liste nur Menschen mit No-Go Listen setzen. w54
     
  16. Je länger die No-Go/Must have Liste der Frau, desto stärker macht sie den Eindruck, als ob sie keinen Mann haben wolle.

    Sie wundert sich dann, warum sich alle Männer von ihr zurück ziehen. Ist weiter von sich selbst überzeugt, und ändert nichts.
    Also ändert sich auch bei ihr nichts.

    Wenn man auf Partnersuche geht, wie wenn man ein Auto zu kaufen sucht, dann sollte man sich nicht wundern, wenn die Männer nicht wie Ware behandelt werden wollen.

    Man darf schon definieren, was man will und was nicht.
    Je mehr Erfahrungen, desto mehr weiss man auch ..... was man nicht (mehr) haben will. Aber je starrer man sich festlegt, desto weniger Chancen trotzdem was zu erreichen.

    Ich habe als Mann auch meine No-Go Liste. (z.B. kein starkes Übergewicht der Frau). Aber die ist klein. Ich bin offen, und das ermöglicht ein viel größeres Angebot .... für mich.

    Ein Autoverkäufer darf mir auch sagen, welche Nachteile das jeweilige Modell hat. Dann kann ich abwägen, ob ich mit den Nachteilen leben kann, aber insgesamt mir dieses Modell
    zusagt ?

    Man wird i.d.R. nie den absolut passenden Partner finden.
    Die Vielfältigkeit ist schier unendlich. Aber wenn es halbwegs passt, und man gerne mit dem Gegenüber zusammen ist - ist schon viel erreicht.
     
  17. Es ist immer gut eine persönliche Bestandsaufnahme zu machen. Was will ich, was nicht, wer bin ich selbst in diesem Zusammenhang. So formen sich erreichbare Ziele nach denen man strebt.
    Man darf allerdings nicht vergessen: alles ist dem Wandel unterworfen, Bedürfnisse, Interessen und No-Go-Listen ;)
     
  18. Sinnvoller als NoGo Listen finde ich, ehrlich zu überlegen, aus welchen Motiven heraus man eine Beziehung möchte.
    -Weil man nicht alleine sein kann - s. Parallelthread,
    -aus Statusgründen
    -Versorgung,...
    -Konservatives Familienbild als Must have, sonst gescheitert
    -(...)
    Da könnte Ehrlichkeit manchmal weh tun.
    Warum tun sich oft die knackige 30jährige und der solvente Ü50 zusammen - natürlich aus Liebe.
    Warum wird sooft gerade nach Beruf (Status. Einkommen) bzw. Alter selektiert, gerade bei der Suche im Netz.

    Oder möchte man eine/n Partner/in, weil eine Partnerschaft einem Freude schenken kann, bereichern, anregen,...
    Und das Motto geteilte Freude, doppelte Freude...

    Bei letzterer Motivlage sind NoGo Listen doch fast obsolet. Dann kann man offen ans Kennenlernen gehen, und abwarten, ob sich etwas entwickelt.

    Trotzdem gibt es bei mir Punkte, wo ich intolerant wäre, aber nicht als NoGo, sondern wissend, dass manche Unterschiedlichkeiten nicht zu überbrücken sind. Das ist aber Selbstreflektion, Bewusstwerden des eigenen Wertes, der eigenen Bedürfnisse und dessen, was ich bereit bin zu akzeptieren und zu geben. Und die Erfahrung aus früheren Beziehungen, positive und negative.
     
  19. Na, dann bin ich beruhigt. Denn bei diesen "No-Gos" kann ich nicht mithalten. (Und rauche seit 13 Jahren nicht mehr.)

    Ich bin froh, wenn Frauen in ihren Profilen (oder beim ersten Date) auch ihre No-Gos und Must-have nennen. (Die Yes-Gos sind einfacher) Dann weiss man gleich, woran man ist.
    Oder man eines dieser No-Gos hat = sich die Mühe des kennenlernens sparen kann. Das nenne ich -Selektion- und man kann vermuten, zu wessen Nachteil ?

    Man soll nicht bedauern, was man versäumt. Sondern sich daran erfreuen, was Einem erspart bleibt. Auch ich habe mir Partnersuche und Beziehung einfacher vorgestellt, als die Wirklichkeit.

    Ich gewöhne mir langsam ab, eine Meinung über Anderer No-Go Listen zu machen. Oder gar Derjenige dadurch zum Dauer-Single wird. Jeder hat seinen eigenen Standpunkt.
    Und wenn es nicht passt - dann halt eben nicht.

    Irgendwann wird man vielleicht auch No-Go Listen in Profilen einfügen ? Dann kann man gleich per Suchkriterien ausschließen. Vereinfacht enorm, und Jeder spart viel Zeit.
     
  20. Ich finde NOGO-Listen machen den Unterschied zu den Null-Listen der Anspruchslosen.

    Natürlich braucht man beim Richtigen keine NOGO-Listen, weil er diese erfüllt ist er ja auch der Richtige.
     
  21. Ich beachte Beides, um zum genauesten Resultat zu kommen. Aus Beidem ergibt sich das schärfste Bild, wer zu Einem passen könnte, UND man ihnen passen könnte.

    Wobei ich die Reihenfolge für sehr wichtig halte: Zuerst sich selber gründlich betrachten. Und dann überlegen, wem sowas zusagen
    könnte ?
    Und aus diesem Personenkreis dann entscheiden, welche davon Einem zusagen könnten.

    So umgeht man selber bereits die No-Go Listen der Leute, denen man sowieso nicht zusagen würde. Und steuert zielstrebig auf den Personenkreis zu, zu dem man passen, und der Einem zusagen könnte. Genaueres zeigt dann die Praxis. Aber man verliert keine Zeit mit den falschen Leuten.

    Meine Selbstanalyse ergab verblüffend, dass ich bisher völlig verkehrt vorging, und ganz woanders suchen muß.
     
  22. Da ich selbst eine lebende No-Go-Liste bin,
    - Mann
    - Raucher
    - über 50
    - beruflich nicht erfolgreich
    - nur zeitweilig treu
    - nicht wirklich sportlich, aber 82 Kilo bei 184 cm Körpergröße
    - nie verheiratet und nie länger mit einer Frau zusammengewohnt,
    wundere ich mich, dass ich es trotzdem auf drei langjährige gute Partnerschaften gebracht habe und habe zur Zeit nur eine sehr kurze No.Go Liste:
    Ich möchte nicht mehr mit einer Nichtraucherin zusammen sein.
    Was kann ich bieten:
    - Spass, Freude, guten Sex und eine positive Lebenseinstellung.
    - Ich mag Frauen, besser ich mag Menschen so wie sie sind, sogar Nichtraucher
     
  23. Also ich weiß mittlerweile auch besser, was ich will und was nicht, nach meiner letzten und zugleich ersten Beziehung. Ja, es ist spät, weil ich Spätzünder war. Und ich weiß auch, dass es vielleicht nicht sonderlich realistisch ist, aber es ist momentan das, was ich will. Dann bin ich lieber frustrierter Single als frustriert in einer Beziehung. Und ja, ich habe meine NoGos. Aber sie sind nicht das, was mich definiert und ich hänge sie mir sicherlich nicht aufgepinselt auf einem Pappschild um den Hals und gehe dann auf eine Singleparty.
     
  24. Beim Onlinedating stößt man ja laufend auf solche NoGo-Listen. Und bei mir war (bzw ist) das Problem dass bei einem selbst, je mehr einem bewusst wird dass man selbst ein einziges NoGo auf zwei Beinen zu sein scheint das eigene Selbstbewusstsein zunehmend leidet und man irgendwann selber glaubt, weniger "wert" zu sein.

    Ich selbst bin zum Beispiel (scheinbar) ein einziges NoGo:
    - klein (unter 1,70, also weit unter der magischen 1,80)
    - Waschbär- statt Waschbrettbauch
    - kaum noch Haare auf dem Kopf, fast Glatze
    - (noch) getrennt lebend
    - minderjährige Kinder
    - von der Persönlichkeit her kein dominanter Typ

    Alle diese Punkte findet man bekanntlich auf vielen NoGo-Listen.
    Trotzdem habe ich, o Wunder, eine wundervolle neue Partnerin gefunden die mich (wie sie immer wieder beteuert) genau so liebt, wie ich bin und mich für einen tollen Mann hält. Trotzdem spukt die Alarmglocke, die da heißt "aber eigentlich bist Du doch ein NoGo" immer noch in meinem Hinterkopf und ich ertappe mich immer wieder beim Gedanken "bestimmt fällt ihr doch noch auf dass es ja noch viel tollere Männer gibt die auch all diese o.g. NoGos nicht haben".

    Die Beschäftigung damit hinterlässt also schon ihre Spuren, zumindest bei mir.
     
  25. Wer einigermaßen realistisch mit sich selbst umgeht, ist sich doch seiner Stärken und Schwächen, seiner Merkmale und Charaktereigenschaften bewusst. Und wundert sich dann ernsthaft jemand, dass manches gegen Kriterien der Partnerwahl verstößt? Das wiederum sicher nie generell, aber eben punktuell bei manchen Frauen oder Männern, die man selbst in Betracht zieht.

    Ich bin 1,75 m "groß". Das steht fest. Fest steht auch, dass meine Haare an anderen Stellen wachsen als früher. Wenn eine Frau mit 1,80 m nun kleinere Männer mit weniger Haaren auf dem Kopf als "NoGo" sieht, dann bin ich doch selbst schuld, wenn ich das als pauschale "Wertung" auf mich beziehe. Ich habe trotzdem eine Partnerin. Die wiederum würde manch ein Mann als AE mit Kind nicht haben wollen.

    Hat irgendjemand hier keinerlei Kriterien bei der Partnerwahl und zieht völlig wahllos "jeden" in Betracht? Wir lesen doch ständig von zu großen Altersunterschieden, psychischen Problemen, Fremdgehern, Asexuellen, die von einem Teil des Forums abgelehnt werden und damit auf der "NoGo"-Liste stehen. Andersherum gibt es Frauen, die so begeistert von ihrem fremdgehenden Mann sind, dass sie ihn nicht hergeben würden. So sucht eben jeder das, was er haben möchte und sortiert das aus, was er nicht haben möchte. Und damit hat hier jeder selbstverständlich eine solche Liste mindestens im Kopf, manchmal auch auf Papier.

    Ich finde völlig normal, mir bei der Partnersuche zu überlegen, was ich will und was nicht. Und dass nicht alle dieser Kriterien in Stein gemeißelt sind, ist vermutlich auch klar.
     
  26. Oder Dir spukt im Hinterkopf, dass Du selbst jahrelang betrogen hast und Warmwechsel wolltest, nur das dies nicht glückte? Und jetzt bist Du unsicher?

    Du entscheidest über Deine Gedanken und Deine Wertungen.

    W,49
     
  27. Es ist halt eben nur so: Wenn man(n) mehrere Kriterien auf sich vereint wegen der viele Frauen "aussortieren", dann ist das schon ein Rucksack den man mit sich rumträgt und das nagt an einem.
     
  28. Ach was. Ich bin auch eine wandelnde No-Go-Liste. Aber ich brauch ja auch nur einen einzigen, für den ich genau das bin, was er haben möchte. Und den habe ich innerhalb weniger Wochen, in denen ich an einer SB angemeldet war, gefunden. Was jucken mich da die anderen, die mich nicht nehmen würde? Ich würde die aus ganz unterschiedlichen Gründen auch nicht wollen.

    Und ich bin mir sicher, ich würde auch wieder jemanden finden, wenn ich noch einmal auf die Suche gehen müsste.
    Da ist doch die Tatsache, dass ich eine wandelnde No-Go-Liste bin, nur von theoretischem Interesse.
     

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