• 12.08.2017
    • Petralife

    Sind 3 Kinder schon zu viel?

    Mein Mann(41) und ich (38) werden jetzt zum 3. Mal Eltern und unsere Bekannten schauen uns so komisch an und lassen Sprüche los, ob wir nicht wissen, wie man verhütet.
    Ist heutzutage nur noch 1 Kind üblich?
    Mein Mann und ich lieben Kinder sehr und denken darüber nach, ob mir nicht auch noch ein 4. Kind bekommen oder gilt man mit spätestens 3 Kinder als asozial?
    Dies habe ich auch schon der Öfteren gehört und 3 Kinder haben nur Menschen, die von H4 seit Jahren leben.

    Vielleicht liegt ja auch unsere Kinderliebe daran wie man aufwächst.
    Ich habe noch 2 Schwestern und 3 Brüder und mein Mann hat auch noch 3 Geschwister.
    In unseren Familien waren Kinder immer ein Segen und heutzutage sind sie eher ein Fluch für die Andere.
     
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    • # 1
    • 12.08.2017
    • Jenchen76
    Also grundsätzlich würde ich nicht von den Reaktionen anderer mein Leben abhängig machen. Wenn ihr noch mehr Kinder wollt und für diese anständig sorgen könnt (finanziell und zeitlich) dann sehe ich keinen Grund, warum ihr nicht noch weitere Kinder bekommen solltet. Ich selber bin mit 2 Schwestern aufgewachsen und habe nie seltsame Reaktionen auf diese Aussage erhalten. Hängt vermutlich auch von dem Umfeld ab, das einen umgibt. Und sonstige Probleme hatten wir auch nie. In meine Familie war nach dem dritten Kind dann halt Schluss, aber ich finde, wenn man seine Kinder liebt und ihnen ein tolles Zuhause bieten kann, gibt es nach oben keine Grenze. Die kommt dann automatisch irgendwann aus finanzieller Sicht. Solange das kein zu großes Problem ist, kann doch jedes Paar so viele Kinder haben wie es möchte. Das würde ich nicht von der Meinung anderer abhängig machen.
     
    • # 2
    • 12.08.2017
    • Michael_123
    Was heute üblich zu sein scheint, was andere denken oder sagen muss Euch doch eigentlich völlig egal sein, oder?

    Entscheidend ist, dass Eure bald 5köpfige Familie miteinander harmoniert.
     
    • # 3
    • 12.08.2017
    • Gänseblümchen9
    Warum lässt du denn überhaupt dein Leben von anderen Menschen bestimmen? Ich möchte auch irgendwann mal viele Kinder haben. Ich liebe Kinder. Und mir ist es egal was andere Menschen da denken. Es gibt immer solche und solche :)
     
    • # 4
    • 12.08.2017
    • Vikky
    Liebe FS,
    die meisten Menschen sind nicht in der Lage, sich von einem anderen Leben wie sie es selber führen eine Vorstellung zu machen, daher Schnellgericht.

    Bei der Anzahl der Kinder stellt sich für mich die Frage nach den finanziellen und sonstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter denen die Familie lebt. Wenn ihr ein hohes Einkommen, Erbe o.ä habt, euch ausreichend Wohnraum für alle leisten könnt, beide Teilzeit arbeitet oder einer arbeitet, der andere sich um die Familie kümmern kann - warum dann nicht mehr als ein Kind.
    Das wirtschaftliche Konzept muss auch halten, wenn die Ehe scheitert, denn genau das ist das Armutsrisiko für die meisten Kinder, die dann in H4 landen. Einen Haushalt mit 3 Kindern zu führen macht deutlich mehr Arbeit, als ein Kind zu versorgen und die ausserschulische Betreuung für 3 Kinder zu finanzieren übersteigt die Verdienstmöglichkeiten der meisten Frauen, sodass sie dauerhaft von der Teilzeitfalle in die Altersarmut schlittern.

    Finanzieler Druck ist aber bekanntermaßen der Grund, warum viele Beziehungen scheitern, warum es in Familien zu massiven so zialen Problemen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen der Familienmitglieder kommt.

    Ich singe nicht das Hohelied auf Konsum und Kommerz, aber Kinder haben ein Recht auf ein angemessenes Leben, auf eine Ausbildung entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten und auch auf eine gute gesundheitliche Versorgung.

    Ich komme selber aus einer großen Familie, mein Exmann dito, mein neuer Partner auch. Bei Problemen gibt es zwischen den meisten Familienmitgliedern generationenuebergreifend einen Zusammenhalt, den Du in den ganzen Yuppiecliquen nicht findest. Natürlich gibt es auch in großen Familien Dropouts, aber das das kommt nunmal vor, spricht nicht gegen große Familie.

    Bei verantwortungsvollen Familien mit mittlerem Einkommen ist das wohl so, denn wie sollen sie sonst in Metropolregionen ausreichend Wohnraum bezahlen, von Immobilienerwerb mal ganz zu schweigen. Sie wollen auch etwas Lebenskomfort wie Auto und Urlaub und mehr geht dann eben nicht.

    In meinem Umfeld (alles Besserverdiener) ist es nicht so. Da sind mindestens 2 Kinder normal wenn die Frauen auch arbeiten (mit Haushaltshilfen).
    Wo damals die Entscheidung gefallen ist: Frau bleibt zuhause, Mann macht Karriere, gibt es auch 3-5 Kinder. Das sind aber Menschen, die ihre Lebensplanung auf dem alten Scheidunsgrecht (einmal Chefarztfrau, immer Chefarztfrau) machen könnten und wo das Einkommen des Mannes im Zweifelsfall auch 2 Familien ermöglichte.

    Bei der gut ausgebildeten jungen Generation sehe ich fast überall 2 Kinder. Mehr wollen die Frauen nicht wenn sie ihre Berufe lieben. Mehr Kinder nur, wenn sie die Berufstätigkeit einstellen und wenn sie von Hause aus finanziell so aufgestellt, dass eine Scheidung nicht ihr Ruin ist.
     
    • # 5
    • 12.08.2017
    • sonrix
    Viellecht habt Ihr die falschen Bekannten?

    Vielleicht ist das eine Form der psychologischen Abwehr gegen einen verdrängten Konflikt bei den Bekannten. Nämlich selber Kinder in die Welt zu setzen.

    Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich ein Schwein daran schubbert?
     
    • # 6
    • 12.08.2017
    • Lionne69
    Ich mag große Familien, vielleicht weil ich sie im der Form nicht hatte und immer nur bei anderen gesehen habe.

    Andere sagen, andere denken... Wer sind DIE?
    Das ist wie - die Gesellschaft, man tut dies / jenes.
    Oder wie der Jemand und der Niemand. Jemand muss dies, niemand war das...

    Gestaltet Ihr Euer Leben, Eure Familie und freut Euch aufs 3. Kind.
    Andere Leute, andere Lebensweisen.

    Alles Gute.
     
    • # 7
    • 12.08.2017
    • Serafina
    Ist doch egal, was andere Menschen dazu sagen; wenn ihr den Kindern ein schönes und liebevolles Zuhause ermöglichen könnt, ist das doch eure Sache.

    Ich würde eher hinterfragen, wieso eure Eltern und Bekannten so Sachen loslassen wie, ob ihr nicht wisst, wie man verhütet. Das finde ich ziemlich respektlos.

    Gab es da eine Vorgeschichte oder eine andere Version der Geschichte? Ich denke nicht, dass sich das einer meiner Freunde trauen würde. Wenn, dann würde ich erst ein ernstes Wörtchen mit ihnen reden, sagen, dass ich es anmaßend und grenzüberschreitend finde, und wenn das dann auch nichts hilft, würde ich mich freundschaftlich allgemein überdenken.

    Gerade wenn ihr selbst mit mehreren Geschwistern aufgewachsen seid - wieso lassen eure eigenen Eltern solche Bemerkungen fallen? Ein bisschen mehr Hintergrund würde vielleicht helfen, die Frage besser zu beantworten.
    In jedem Fall ist es aber euer eigenes Bier, vorausgesetzt ihr seid liebende Eltern und die Kinder werden in halbwegs geordnete Verhältnisse hineingeboren, wonach sich das bei euch ja anhört, oder?
     
    • # 8
    • 12.08.2017
    • void
    Ich finde das ziemlich frech, dass sie Dich ansprechen mit "weißte nicht, wie Verhütung geht". In manchen Stadtvierteln von Berlin ist laut Maischberger (ein Kind) eine Frau mit einem Kind strange, da hat man drei (und lässt die fremdbetreuen natürlich).
    Bei manchen vielleicht, aber wen kümmert das?!

    Wenn ich denken täte, dass es was brächte, würde ich sagen, erzähl den Leuten mal ein paar Takte von wegen was sie angeht und was nicht. Aber das geht ja nicht immer und man muss diplomatisch sein. Aber "ist doch meine Sache" mit einem Lächeln würde ich schon mal bringen.
    Ich finde es genauso vermessen, wenn Frauen ohne KInder gefragt werden, ob nicht ihre Uhr tickt oder dergleichen.

    Das ist eine so intime Sache. Es ist für mich echt übergriffig, zu dem Thema nicht nur eine Meinung zu äußern, die nicht mit "ich finde" oder "für mich wäre", sondern "was ist mit euch" anfängt und dann auch noch so einen frechen Spruch dazu zu bringen, als wärt ihr zu blöde. Dass sich jemand noch ein Kind wünscht, kommt in deren Welt anscheinend gar nicht vor. Klar ist es "nur ein Scherz", aber auch Scherze können zu Themen sein, bei denen eine Grenze überschritten wird.
     
    • # 9
    • 12.08.2017
    • Bella1975
    Hallo "Petralife", ich (w42, kinderlos) halte es keinesfalls für asozial oder ungewöhnlich, 3 Kinder zu haben. Es ist einfach nur schade, dass unsere Gesellschaft immer alles bewertet, oft nur das absolut klassische Lebensmodell (hier = Mutter, Vater, zwei Kinder, ein Hund, ein Haus ;-) ) beklatscht und gefeiert wird. Ob die Menschen dieses Lebensmodells glücklicher sind als andere mit anderen Lebensmodellen, wage ich zu bezweifeln. Es gibt so viel mehr Lebensentwürfe...
    Meine Haltung ist: Alles kann, nichts muss! Wenn es für dich und euch ein Riesenglück ist, noch ein weiteres Kind zu bekommen, dann lebt genau das und feiert euer Glück!
    Ich wünsche euch von ganzem Herzen ein weiteres gesundes Kind und alles, alles Liebe!
     
    • # 10
    • 12.08.2017
    • Loba
    Wie groß eure Familie werden soll, ist Privatsache zwischen dir und deinem Ehemann. Da hat sich von außen keiner einzumischen.
    Was andere für normal finden, spielt keine Rolle und dumme Sprüche würde ich mir verbitten.
    Natürlich ist man nicht automatisch asozial wenn man mehrere Kinder hat.
    Wenn man zusammen die finanzielle und menschliche Leistung erbringen kann, mehrere Kinder zu ernähren und zu kleiden und zu fördern gibt es keine Höchstzahl.
    Oft ist es ja so, dass sich einer der Partner aus der Verantwortung zieht, was die Kinderzahl dann dadurch begrenzt. Von einem Mann, der sich an der Familienarbeit nicht beteiligt, würde ich auch kein weiteres Kind mehr wollen.
     
    • # 11
    • 12.08.2017
    • Andriana
    Merkwürdige Bekannte habt ihr da...wenn man es sich leisten kann, finde ich es in keinster Weise "asozial", mehr als 2 Kinder zu haben. Im Gegenteil. Ohne jetzt in das alte Horn vom verwöhnten Einzelkind blasen zu wollen, denke ich schon, dass es in größeren Familien tendenziell entspannter zugeht, was für die Kinder nur gesund sein kann. Man hört sogar manchmal, dass es einfacher sein kann, mehrere Kinder zu haben, weil sie sich untereinander beschäftigen. Wobei es natürlich vom Altersabstand und dem Verhältnis der Kinder untereinander abhängt, ob das funktioniert.

    Das Einzige, was ich mich bei kinderreichen Familien immer frage ist, wie man sich als Frau freiwillig soviele Schwangerschaften und Geburten antun kann. Das ist ja jedesmal eine große Belastung für Körper und Psyche. Gut, ich kann mir vorstellen, dass es einen gewissen Reiz hat, ein neues Leben in sich wachsen zu fühlen.

    Bei manchen Frauen könnte man fast auf die Idee kommen, dass sie nach diesem Gefühl irgendwie süchtig sind und/oder mit immer noch mehr Nachwuchs den Gedanken ans Älterwerden verdrängen wollen. Gerade bei Promis hört man ja in letzter Zeit öfters: xy will mit Ü40 angeblich unbedingt nochmal Nachwuchs, obwohl schon 2, 3 gesunde Kinder vorhanden sind, und soll sich dafür sogar einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen. In solchen Fällen frag ich mich schon: Worum geht's da wirklich und wäre es nicht gesünder, den natürlichen Lauf der Dinge zu akzeptieren und sich an dem zu freuen, was man hat?

    Aber wie gesagt, ich beziehe mich da auf Frauen, die noch ein paar Jahre älter sind als du und (angeblich) auch künstlich nachhelfen lassen.

    Ich persönlich werde realistisch betrachtet wohl keine Kinder bekommen, da ich mit Ü30 überhaupt noch nie eine Beziehung zustandegebracht habe. Auch sagte mir mal eine Frauenärztin, ich könnte mal "Probleme" bekommen beim Schwangerwerden (ich war da erst Anfang 20, hab an sowas noch gar nicht gedacht und deshalb nicht nachgefragt). Ich hab es auch im Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt bei mir; vielleicht klappt es auch deswegen mit Männer nicht.

    Sollte aber der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich doch noch rechtzeitig den Richtigen finde und fruchtbar bin, hätte ich wohl am liebsten ganz klassisch zwei. Ein Geschwisterchen würde ich jedem Kind gönnen, aber mehr als zwei Schwangerschaften und Geburten; mehr als zweimal Babyphase mit Stillen, Wickeln, Gebrüll, Schlafmangel? Boah, nee. Aber Hut ab vor jeder Frau, die das mehrmals freiwillig durchsteht. Ich habe da wirklich Hochachtung vor (wie gesagt: wenn die Lebensumstände passen und nicht einfach ohne Sinn und Verstand "geworfen" oder irgendwas kompensiert wird).
     
    • # 12
    • 12.08.2017
    • Tulaya
    Du hast recht, man wird einfach oft etwas schief angeguckt. Wir haben auch drei Kinder und die meisten ihrer Schulkameraden haben max. noch ein Geschwisterkind. Obwohl ich arbeite und immer gearbeitet habe, obwohl wir beide gut ausgebildet sind, das Finanzielle auch passt, wir in einem hübschen Haus wohnen - es gab und gibt immer Menschen, die drei Kinder irgendwie komisch finden "heutzutage". Und ich habe an mir beobachtet, dass ich manchmal (also als sie noch klein waren) eine Art Rechtfertigungsdrang verspürt habe. Mit drei kleinen Kindern in ein Restaurant kommen oder im Urlaubshotel auftauchen, es war irgendwie anders als mit nur einem Kind. Macht aber gar nichts! Steh drüber und genieß die Zeit. Unsere sind mittlerweile so groß, dass wir nur noch selten mit allen drei gleichzeitig unterwegs sind - da bin ich manchmal schon wehmütig ;)
     
    • # 13
    • 12.08.2017
    • Einzelstück
    Es ist irgendwie seltsam... wir leben in einer der reichsten Gesellschaften - es ist uns noch nie so gut gegangen und es war noch nie so sicher, ein Kind aufzuziehen wie in diesen Jahrzehnten in Mitteleuropa.

    Trotzdem überlegen (wir) mehr als alle anderen, ob wir es uns leisten können, noch ein weiteres Kind zu bekommen.

    Echt jetzt, in Mitteleuropa bekommt jeder ausreichend zu essen, hat sauberes Wasser und kann einen Arzt konsultieren falls er krank wird... Schaut man hingegen in die Entwicklungsländer, ist das alles nicht selbstverständlich - und trotzdem bekommen die Leute dort Kinder. Viel mehr als hierzulande, und sie wollen oft gar nicht verhüten. Auch in den Schwellenländern werden mehr Kinder geboren, und die werden auch groß... Schon irgendwie komisch, oder!?

    Liebe FS, lass dir nicht einreden dass du Assi wärst - unsere Gesellschaft bekommt ohnehin durchschnittlich zu wenige Kinder, sodass das Sozialsystem bald mal an seine Grenzen stößt...
     
    • # 14
    • 12.08.2017
    • Weitsicht
    Ich (auch drei Kinder) mache ganz gegensätzliche Beobachtungen. In meinem Umfeld haben viele Eltern drei Kinder. Wir sagen schon immer, drei ist das neue zwei. Es handelt sich dabei durchweg um Besserverdienende.
     
    • # 15
    • 12.08.2017
    • Frau
    Meine Erfahrung ist: Wenn sowas in meinem Bekanntenkreis gesagt oder gedacht wird, dann hat das Gründe.
    Das Umfeld nimmt nämlich in der Regel ganz gut wahr, wie gut oder schlecht die einzelnen Ehen/Beziehungen so laufen, wie gut oder schlecht die Kinder erzogen sind, wie gut, stimmig, glücklich oder eben schlecht, problematisch bis katastrophal die einzelnen Familien so wirken.
    In meinem Bekanntenkreis gab es z.B. eine Familie, in der es schon drei fast erwachsene Kinder gab, die Ehe der Eltern jedoch seit Jahren für alle sichtbar problematisch, krisengeschüttelt, kurz vor dem Ende zu stehen schien. Plötzlich bekamen die dann mit 40 nochmal ein Kind. Da haben auch etliche Freunde den Kopf geschüttelt und ähnliche Gedanken gehabt, wie sie in euerm Bekanntenkreis nun geäußert wurden.
    In einem anderen Fall waren die Eltern in katastrophaler Weise überfordert mit ihren ersten Kindern, die dann auch problematische Jugendliche und lebensuntüchtige Erwachsene geworden sind. Dies nahmen alle wahr, nur die Eltern nicht. Relativ entsetzt wurde dort natürlich vom Bekanntenkreis die Nachricht über eine erneute Schwangerschaft aufgenommen ...
    Bei Paaren, die man als glücklich miteinander wahrnimmt und wo man den Eindruck hat, die bekommen ihr Leben gut und bodenständig gebacken, die packen es, ihre Kinder vernünftig großzuziehen und es stimmen auch die wirtschaftlichen Umstände (was nicht heißt, unbedingt reich sein zu müssen), wird es allgemein wohlwollend aufgenommen, wenn die noch das 3. oder 4. Kind kriegen.
    Ich vermute daher, euer Bekanntenkreis nimmt irgend etwas bei euch als nicht so besonders stimmig wahr ...


    w52
     
    • # 16
    • 12.08.2017
    • Tom26
    Bei mir im Bekanntenkreis sind 2 Kinder "üblich" - alles Manager oder Freiberufler oder selbständige Handwerker. 3 Stück sind seltener, ein Kind oder gar keines ähnlich wenig häufig anzutreffen wie die Zahl 3.

    Wir sehen das entspannt - jeder hat so viele Kinder, wie er mag. Und wir alle kommen aus gesicherten Verhältnissen, leben selbst in gesicherten Verhältnissen und sind eher konservativ, was Scheidungen etc. angeht.
    Ich würde mir eher Gedanken über mein Umfeld machen als über die Zahl der Kids - denn ich denke, die Kinder bekommen solche Ansichten doch mit.
     
    • # 17
    • 12.08.2017
    • Burmakatze
    @11, danke für den gute Einwand mit den Schwangerschaften. Ich frage mich oft insgeheim, warum sich gerade attraktive und intelligente Frauen zu Hochleistungs-Rindern degradieren lassen und 4 oder mehr Kinder aus sich "herauspressen". Wie muss der Körper und vor allem das Sexualorgan einer Frau aussehen, die so viele Kinder geboren hat? Und wie gehen die Männer dieser Frauen mit den Erscheinungen um? Kaschiert die Liebe das oder denken sie heimlich an junge, unverbrauchte, kinderlose Frauen? Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen, so einer Frau sexuell näher zu kommen. Aber vielleicht bin ich zu jung, um das zu verstehen. Vielleicht möchten ein paar Väter und Mütter dazu etwas sagen!
    w(25)
     
    • # 18
    • 12.08.2017
    • Herakles
    Was sind "heutzutage" schon drei Kinder?
    In unserem Land leben jede Menge Familien, welche bis zu 10 und mehr Kinder haben.

    Ich hoffe nur, dass man nicht Kinder hat um eine innere Leere auszufüllen oder wegen staatlichen Finanzspritzen.

    Kinder sollten da sein um ihnen Werte, Bildung, Rechtschaffenheit und Menschlichkeit beizubringen und vor allem eine gute Erziehung mit Niveau.

    Nur wo gibt es das heutzutage noch?
     
    • # 19
    • 12.08.2017
    • Natascha62
    Was kümmerst Du Dich um Andere? Die bezahlen Deine Kinder nicht und müssen sich auch nicht darum kümmern. Für einige sind 5 Kinder noch zu wenig und für andere 1 schon zu viel.
    Das muss doch jeder selbst wissen.
     
    • # 20
    • 13.08.2017
    • Leopardin
    3 oder auch mehr Kinder ist die Entscheidung eines jeden selbst. Rechtfertige dich also nicht dafür.

    Mir ist das ziemlich egal, freue mich auch für jedes Paar denn ich bin selbst Mutter eines Sohnes, solange ich mit meinem Gehalt nicht die Kinder unterstützen muss, deren Eltern sich rege vermehren und dann oder auch deshalb dem Staat auf der Tasche liegen. Solange ihr also eure Kinder aus eigenen Mitteln finanziert ist doch alles gut.
     
    • # 21
    • 13.08.2017
    • frei
    In meinem Erleben, das durchaus falsch sein kann, haben zwei Sorten von Familien viele Kinder, die ganz armen, die leben dann vom Staat und die ganz reichen, die können sich das leisten.
    Ich glaube, Frau von der Leyen hat sieben Kinder, richtig ?

    Wenn ihr euch drei oder vier Kinder oder auch mehr leisten könnt und euch dazu nicht der Hilfe der Allgemeinheit bedient, finde ich es ok.
    Wenn es zu Trennung kommt, brauchst du die Hilfe der Allgemeinheit, was ich auch ok finde, denn dafür sind wir ein Sozialstaat, dass wir die Menschen in Notlage unterstützen. Alt, krank, behindert, kinderreich. Das sind die Gründe, unter denen ich zur Zahlung gerne bereit bin.
    Wobei ich es auch bei den Kinderreichen als Zahlung ohne Gegenleistung verstehe, denn deren Kinder werden später mitnichten alles über ihre Steuern und Versicherungsbeiträge zurückzahlen.
    Rein statistisch gesehen beziehen Menschen, die als Kinder selbst vom Staat lebten, häufig ebenfalls lebenslang staatliche Unterstützung.
    Ok, wir können uns das leisten, Deutschland ist trotz allen Lamentos ein reicher Staat, und dazu bin ich bereit.

    Aber soweit ist es bei euch ja noch nicht.
    Ihr verdient euer Geld selbst, richtig ?
    Ihr habt selbst ein Haus, richtig ? Das nehme ich an, denn anderenfalls würdet ihr das nicht wagen, denn dann wüßtet ihr, dass ihr nicht der Traum eines Vermieters wärt.
    Ihr habt soviel, dass alle Kinder Musik- oder Reitstunden nehmen können, mit auf Klassenfahrten fahren, ohne Bafög studieren können, richtig ? Denn ihr baut ja sicher nichts auf der Hoffnung auf die Allgemeinheit auf.
    Hinweis: meine Tochter kostet mich jeden Monat 1.000 €, denn sie studiert auswärts. Das schafft ihr sicher mal drei, richtig ? Ich könnte es, aber ich bin froh, dass ich es nur einmal bezahlen muss.

    Ok, ich finde auch, dass man durchaus mehrere Kinder haben kann, aber vielleicht könntest du mir erklären, denn das habe ich nie verstanden, was an drei oder vier ( das könntest du dir vorstellen ) oder an sieben ( wie bei Frau von der Leyen ) Kindern besser ist als an zweien.
    Du sagst, du liebst Kinder, aber warum liebst du nicht zwei ?
    Sind drei besser als zwei ? Steigt dein Lebensglück um 50%, wenn das dritte kommt und um weitere 33,3 %, wenn das vierte kommt ?
    Bist du also mit vier Kindern doppelt so glücklich wie mit zweien ?

    Oder geht es darum, dass du sehr kleine Kinder, Babies toll findest, deine beiden da schon raus sind und du es wieder und wieder erleben willst ?
    Hinweis: es klingt provokativ, aber ich meine es ernst: ich verstehe das nicht und habe nun hier die Chance, es erklärt zu bekommen. Frau von der Leyen kann ich nicht fragen.

    w 50
     
    • # 22
    • 13.08.2017
    • teresa_41
    In der "besseren Gesellschaft" Amerikas gilt eine hohe Kinderzahl als Statussymbol. Es kann sich nämlich nicht jeder leisten, vielen Kindern das Studium zu finanzieren (und alles, was bis dahin so anfällt an "Nebenkosten" einer klassischen Erziehung).

    Man sagt, eine gerade Zahl an Kindern (wenn sie altersmäßig nah beieinander liegen), sei besser. Ich bekäme auch noch ein viertes Kind. Intakte Familie, kinderliebe Eltern, die ihren eigenen Weg gehen (und nicht den der Bekannten) machen stark. Nirgendwo kann man das besser nachlesen als in diesem Forum.
     
    • # 23
    • 13.08.2017
    • Nordbrise
    Liebe FS,

    ich lebe im ländlichen Raum und drei oder vier Kinder sind hier keine Seltenheit. Und das sind ganz normale Familien, meist mit mittlerem Einkommen, bei denen eine Zeitlang nur der Vater arbeiten ging.
    Platz für die Kinder gibt es hier in den Eigenheimen genug und meist wohnt mindestens ein Großelternpaar in der Nähe.
    Ich nehme diese Familien als glücklich und lebendig wahr, beide Eltern engagieren sich und haben Freude daran.
    Was soll daran schlecht sein?

    Ich finde nicht, dass man Kindern jeden Luxus ermöglichen muss.
    Die von mir oben beschriebenen Familien kommen finanziell gut zurecht, doch jeder Luxus geht eben nicht.

    Die Tochter, die gern reiten will, die ermöglicht sich das zum Teil selbst, indem sie auf dem Reiterhof stundenweise mitarbeitet.
    Der Sohn, der Musikunterricht will, macht das über die Schule, Schulorchester und Unterricht bei einem pensionierten Musiker.
    Der dritte mag gern tolle Fahrräder. Dafür mäht er in der ganzen Nachbarschaft den betagten Nachbarn die Rasen oder stutzt die Hecken und schippt im Winter den Gehweg.
    Im Übrigen finde ich es nicht ganz verkehrt, wenn Kinder lernen, sich einen Teil ihrer Wünsche selbst zu ermöglichen.
    Die inzwischen erwachsenen Kinder dieser Familien studieren fast alle - und verdienen sich fast alle etwas hinzu. Und es funktioniert.
     
    • # 24
    • 13.08.2017
    • Kaktus
    Wie abwertend und überheblich. Das hat nichts mit Deinem Alter zu tun. Du kannst doch in Zukunft Deine Priorität auf Kinderlosigkeit und Aussehen richten. Vergiss dabei aber nicht, auch Du alterst. Auch Du wirst Falten haben, in die Wechseljahre kommen. Und dann? Wirst Du erhebliche Probleme mit Dir selbst bekommen, weil Du damit nicht klar kommen wirst. Während die "Hochleistungsrinder" ihre Kinder und Enkel besuchen und sich an ihnen erfreuen. Dann belächeln sie Dich.
     
    • # 25
    • 13.08.2017
    • Süsse65
    Ich habe auch drei Kinder zwischen 23 und 12 Jahren.
    Kinder und Babies sind etwas so Wunderbares, ich gerate beim Anblick von Babies und Kleinkindern heute noch in Entzückung und möchte sie am liebsten knuddeln.
    Eine Familie zu haben ist das schönste und beste im Leben, ich kann Frauen nicht verstehen, die freiwillig auf dieses wunderbare neue Leben in sich verzichten wollen. Auf diese Grenzerfahrung neues Leben zu gebären - seinen
    eigenen Kindern in die Augen zu schauen, die Linie der Generationen weiterzuführen.

    Das Problem ist unsere egoistische Gesellschaft. Jeder braucht ein tolles Auto, ein tolles Haus, Handy, Markenklamotten etc.
    Frauen wollen finanziell mithalten und auf nichts verzichten.

    Ich komme aus einer großen Familie mit drei Geschwistern. Meine Mutter hatte zwei Geschwister und mein Vater 7 (eines starb dann im Kleinkindalter). Wenn es Familientreffen gab mit den Omas und Opas war das ganze große Haus brechend voll mit Kindern und Enkelkindern und Urenkelkindern. Und ich habe mich so geborgen in dieser großen Verwandtschaft gefühlt. Alle haben sich immer unendlich gefreut sich wiederzusehen.

    Bis ich Mitte 20 war habe ich mir über Kinder allerdings keine Gedanken gemacht. Das kam dann erst als ich den richtigen Mann mit 27 fand. Heirat mit 28 und mit 29 das erste Kind. Mit größerem Abstand drei Kinder bekommen weil ich zwischendurch immer gearbeitet habe. Nach dem dritten Kind dann lange pausiert. Es gab nichts Schöneres als für meine Kinder und Familie dazusein.
    Und es gibt nichts Wärmeres und Liebevolleres als morgens oder nachts mit dem eigenen Kind zu kuscheln und zu schmusen. Ein Kind dass seine Ärmchen um dich schlingt und sein Köpfchen vertrauensvoll an deinen Rücken schmiegt. Glück und Liebe pur.

    Ich würde jederzeit wieder drei Kinder bekommen - Für mich war das die totale Erfüllung als Frau. Aber ich habe auch kein eigenes Auto gebraucht, keine Markenklamotten und kein tolles Haus.
    Ich habe gerne auf materielle Dinge der Familie zuliebe verzichtet - das wollen die wenigsten Frauen heutzutage. Hauptsache die Kohle stimmt.
    Traurig aber wahr.

    w, 52 Jahre
     
    • # 26
    • 13.08.2017
    • Lebens_Lust
    Für euch sind sie ein Segen, für manche anderen ein Fluch. Unterschiedliche Ansichten zu einem Thema sind völlig normal. Lebt eurer Leben so, wie ihr es gerne leben möchtet und ärgert euch nicht über die, die ihres anders leben möchten.
     
    • # 27
    • 13.08.2017
    • Süsse65
    Zur unverschämten Bemerkung 'Hochleistungsrinder' möchte ich noch anmerken, dass genau solche Aussagen alles andere als lustig sind. Es ist einfach nur eine Frechheit und Überheblichkeit sondergleichen.
    Keine Frau mit vielen Kindern muss dick sein und ein 'komisches Geschlechtsorgan' haben. So ein Blödsinn habe ich selten gelesen.

    Ich habe ein sehr gutes Bindegewebe und keinerlei Schwangerschaftsstreifen, trage immer noch Größe 32 und Miniröcke. Wer ein Leben lang Sport macht und sich vernünftig ernährt kann immer seine schlanke Figur erhalten.

    So viel zu den unsäglichen Vorurteilen kinderloser Frauen.

    Das musste mal gesagt werden.
     
    • # 28
    • 13.08.2017
    • Petralife
    Ja und wie viele Ehepaare gibt es, die mehr wie 10 Kinder haben?
    Da gibt es wohl mehr Ehepaare Ü40, die keine Kinder haben.
    Aus einem Ausnahmefall sollte man keine Allgemeinheit machen.

    Finanziell ist dies bei uns, aber kein Problem.
    Ich habe schon eine Nanny, die sich um die beiden Kinder kümmert und wenn beim 3. Kind, dies zu viel für die Nanny ist, dann wird halt eine 2. Nanny eingestellt. Und um Bildung manche wir uns auch keine Sorgen. Der Älteste kommt nächstes Jahr wie man Mann und ich auf ein Internat, wo er eine sehr gute Bildung geniest und von Kontakten für seine spätere berufliche Karriere ganz zu schweigen. Jetzt sprechen die beiden Kinder außer Deutsch, noch Englisch und Spanisch.

    Vielen Dank für die ganzen Antworten.
    Vielleicht habe ich auch nur die falschen Bekannten.
    Bei einer Freundin von mir, die Ü40 und schon 15 Jahre verheiratet ist, da wollte ich schon fragen, ob ihr Mann nicht zeugungsfähig ist, weil sie keine Kinder haben und man Ende habe ich mir diese Spitze auch verkniffen. Vielleicht sollte ich da noch an mir arbeiten und keine falsche Scheu an den Tag legen.
     
    • # 29
    • 13.08.2017
    • Kaktus
    Liebe Petra, leben und leben lassen. Das gilt auch für Dich. Frage deine Freundin nicht, ob ihr Mann nicht zeugungsfähig ist. Das steht Dir nicht zu. Vielleicht wollen sie und ihr Mann keine Kinder. Das ist deren Privatsache. Sie müssen sich nicht für ihren Lebensstil rechtfertigen und Du Dich nicht für Deinen Lebensstil. Mit so einer Frage würdest Du sie nur vor den Kopf stoßen.