• 02.06.2015
    • Mandoline

    Schwangerschaft und Geburt - größeres Risiko für die Frau, dass ihr Mann fremdgeht

    Nachdem ich viel gelesen habe, gehört und in meinem Umfeld mitbekommen habe, scheint es mir, dass es fast besser ist, wenn die Frau auf Kinder verzichtet, weil sie dadurch ihre Beziehung und Ehe gefährdet. Sie wird entweder betrogen oder gar verlassen.

    Es gibt nichts schlimmeres und moralisch verwerflicheres, als wenn der Ehemann/Partner ausgerechnet dann fremdgeht, wenn seine Partnerin das gemeinsame Kind erwartet oder schon geboren hat. Oder in den ersten zwei Jahren, wenn das Kind klein ist

    Beispiele fürs Fremdgehen während oder nach der Schwangerschaft der Frau gibt es zu genüge aber es wird viel zu wenig darüber diskutiert oder geschrieben und dabei ist statistisch das Risiko gerade in dieser Zeit am höchsten. Als wäre die psychische Belastung für die Frauen neben der Angst und das ungeborene Kind und seine gesunde Entwicklung nicht gross genug, kommt noch der Betrug ihres Ehemannes dazu!

    1) B. Becker,
    2) vermutlich wurde auch meine Schwester während der Schwangerschaft betrogen doch sie konnte ihrem Mann das nie nachweisen, weil der Brief der anderen Frau nicht zu eindeutig war und er alles leugnete
    3) eine Bekannte war die Geliebte eines Mannes der ein Baby hatte das 6 Monate alt war. Die Frau hatte ihn zurückgepfiffen!
    4) Ch. Horner verlässt seine Lebensgefährtin nach 14 Jahren und 6 Mon. nach der Geburt der gemeinsamen Tochter und heiratet Geri Halliwell und seine Eltern boykottieren die Hochzeit.
    5) "icheben" der Fragesteller aus "soll ich mir was gönnen? Nach langer Affäre der Frau", hatte eine Affäre nach der Geburt des ersten Kindes usw.

    An die Frauen:

    Welche Frau hat das sonst noch erlebt und hatten die Männer eine Geliebte oder gingen sie zu Prostituierten? Wie habt ihr das erfahren und welche waren die Konsequenzen? Haben Männer euch auch definitiv verlassen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt?

    An die Männer:

    welcher Mann hat seine Frau während der Schwangerschaft oder nach der Geburt betrogen und welche waren die Motive dazu? Habt ihr mit euren Frauen darüber geredet, weshalb ihr das getan habt? War es mangelnder Sex oder hattet ihr Angst während der Schwangerschaft mit der Frau zu schlafen, obwohl es Frauen gibt die sogar mehr Lust haben als sonst. Hattet ihr Hemmungen, weil ihr in euren Frauen nur die Mutterrolle gesehen habt während der Schwangerschaft?

    Fast möchte ich sagen für die Frauen scheint es besser zu sein auf Kinder zu verzichten, um diesem Risiko auszuweichen und diesen Schmerz nicht zu erleben.
     
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  2. ich (kinderlos) denk daß ein kind das Leben radikal ändert und daß demzufolge die Partnerschaft mit der Änderung klarkommen müssen ... und demzufolge beide Partner. Je größer die Änderung des Lebens, desto größer ist das Risiko daß einer der Partner es nicht packt ...

    So viel theoretisieren braucht man an dieser stelle nicht.
     
    • # 2
    • 03.06.2015
    • Hannes
    Liebe Mandoline:

    Wir kennen uns von ganz früher (smile). Zu Deiner Frage konkret: nein, so was geht gar nicht. Moralisch stimme ich Dir völlig zu. Ich habe meine Frau mehr denn je geliebt während ihrer Schwangerschaften. Später zerbrach die Ehe - aber wirklich später und gewiss nicht wegen der Kinder.

    Deiner (verständlichen) Schlussfolgerung widerspreche ich daher aus eigenem Erleben.
     
    • # 3
    • 03.06.2015
    • Lillylein
    Liebe FS,
    meiner Erfahrung nach würde ich die Titelfrage eindeutig mit "Ja" beantworten!
    Den Hauptgrund für das Fremdgehen sehe ich allerdings nicht in den Folgen oder körperlichen Veränderungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringen, sondern eher darin, dass man sich nicht so leichtfertig trennt wenn erstmal Kinder da sind - auch wenn die Beziehung mehr schlecht als recht läuft...
     
    • # 4
    • 03.06.2015
    • Siegmund
    Das finde ich zur Abwechslung mal eine wirklich sinnvolle Überlegung von Seiten der Frauen hier. Kinder wünschen sich ja eh immer weniger Männer, warum wollen uns dann immer noch so viele Frauen damit belästigen und binden?
    Da ich selbst nie auf den Gedanken käme eine Frau via Beziehung, Heirat oder gar Kind zu versklaven kann ich dir die Beweggründe dieser Männer nicht mitteilen oder nach fühlen.
    Ich weiß nur, wie viele mir bekannte Schwangere unerträglichen Verhalten und Anspruchsdenken an den Tag legten. Da würde mich es nicht wundern, wenn der sie durch Ehe und Kind unterjochende Ehemann sich den Spaß woanders holt, wo er nicht täglich tätlich angegriffen wird.
    Deshalb nur unverbindlicher Sex, keine Beziehung, ist für alle Beteiligten deutlich besser.
     
    • # 5
    • 03.06.2015
    • Gast
    Hej,
    Mir ist das in etwa so passiert - als ich schwanger wurde, verließ mich mein damaliger Partner, ergo ich bin alleinerziehend.
    Ja, der Fall war tief, der Schmerz und die Angst groß, dennoch kann ich deine Überlegung im letzten Absatz nicht teilen :)
    Mein Kind ist das beste, was mir passieren konnte.
    Sicherlich hatte ich auch das 'Glück' eine große, enge Familie zu haben, die mich aufgefangen hat.

    Wahrscheinlich gibt es oft genug ungünstigere Konstellationen, in denen das Paar weit von Familie weg wohnt/das Verhältnis zu den Eltern nicht so gut ist.

    Welche Konsequenzen gab es? Für ihn fallen mir, außer den finanziellen, nicht viele ein. (Wir waren nicht verheiratet, haben nicht zusammen gewohnt).
    Für mich war es vor allem emotional verwirrend, anstrengend, belastend.
    Frau ist durch die Hormone eh schon nicht mehr ganz sie selbst, nach der Geburt aber nimmt es noch zu,- als näme man alle Reize und Informationen aus der Umwelt ungefiltert auf.

    Dennoch bin ich 'froh', dass wir uns während der Schwangerschaft getrennt haben, so hatte ich Zeit, mich daran zu gewöhnen.
    Meine persönliche Konsequenz ist außerdem, den Kontakt mit dem Kindesvater auf das nötigste zu beschränken. Auch verspüre ich nach diesen 1,5 Jahren nicht das Bedürfnis nach einem neuen Partner.
    Aber ich Blicke schon ein wenig ängstlich in die Zukunft, was meine berufliche Entwicklung betrifft, Stichwort Betreuung und Teilzeitarbeit.

    Mein Fazit: jede Situation ist wahrscheinlich so individuell, dass sich pauschal nicht sagen lässt 'lieber auf Kinder verzichten um kein Risiko einzugehen '. Für mich ist die Situation wie sie ist gut, ich habe mich arrangiert und bedauere nichts, trage nichts nach.

    W, 32
     
    • # 6
    • 03.06.2015
    • Elissa
    Bloß, weil ein Ehemann fremdgehen könnte, hätte ich nie und nimmer auf Kinder verzichtet. Für mich gehören Kinder zum Leben einfach dazu, idealerweise mit einem Partner, der auch dazu steht. Schlimmstenfalls auch als AE.
    Ein Leben ohne Kinder wäre für mich völlig undenkbar gewesen. Nur Party machen, Spaß haben, teure Hobbies, Weltreise etc. ..,. das würde mich auf Dauer zu Tode langweilen.
     
    • # 7
    • 03.06.2015
    • Cora70
    In einer Partnerschaft, die man eine solche nennen kann, ist die Schwangerschaft eine besonders innige Zeit. Die gemeinsame Vorfreude auf das Wunschkind schafft nach meiner Erfahrung eine Form von vorgeburtlicher Elternschaft. Bewegungen des Kindes wurden gemeinsam verfolgt und wir hatten in dieser Zeit noch besseren Sex als ohnehin schon. Bei entsprechender Reife bleibt diese Zeit unvergesslich. Mein Mann war stolz auf meinen Bauch, sah für sich die Bestätigung, dass er ein ganzer Mann ist.

    Fremd gegangen ist er Jahre später, als er sein berufliches Ziel erreicht hatte. Er konnte mit der Macht und dem Druck nicht umgehen, ist deshalb in mehrfacher Hinsicht über’s Ziel hinausgeschossen. Er ist dann in seiner persönlichen Entwicklung stehen geblieben, während ich mich weiterentwickelt habe. Eskaliert ist die Situation, als ich beruflich auf dieselbe Stufe wie er aufzusteigen drohte (was ich nach der Trennung auch schaffte). Er hat begonnen, mich mit subtiler Manipulation verunsichern zu wollen. Weil dies nicht gelungen ist, brauchte er Bestätigung von außen. Mein Ziel war lediglich dass er erkennt, dass in einer Partnerschaft zwei Personen glücklich sein wollen. Insoweit stimmt‘s tatsächlich, dass in der Beziehung immer etwas nicht stimmt, wenn der Partner ausbricht. Er dachte nicht daran mir Erfolg zuzugestehen, sah darin einen Angriff auf seine exponierte Stellung mit Sonderrechten.

    Es ist immer eine Frage des Charakters, ob man sich zu einem Menschen bekennt und zu ihm hält, egal was kommt. Oder ob man in der Zweigleisigkeit die Lösung für das eigene Unvermögen sucht. Wer in einer Schwangerschaft die Notwendigkeit für den Ausbruch aus der Beziehung sieht, der findet auch in alltäglichen Dingen einen Grund. Damit will ich sagen dass es Männer gibt, die ihre Frau nach 35 Jahren Ehe aufopferungsvoll bis zum Tod pflegen und immer treu waren und welche, die dauernd um ihre kleine Gedankenwelt kreisen und sich mit dem Gefühl quälen, etwas verpassen zu können. Glück hat, wer Ersteren erwischt hat. Der Rest kann mitreden was es bedeutet, bei jeder Unstimmigkeit gegen eine Wand zu laufen und Befürchtungen zu haben, dass er die Lösung des Problems für sich im Alleingang finden wird.
     
    • # 8
    • 03.06.2015
    • lilli2000
    Mir ist es auch so ergangen. Mein Ex hatte eine Geliebte. Ich habe ihn 4 Wochen nach der Geburt rausgeschmissen. War keine leichte Zeit. Zwei Kinder, ein fast fertiges Haus und einen Ex, der nicht einen Pfennig Unterhalt gezahlt hat. Ich habe das Haus dann alleine zu Ende gebaut und mir eine Mitbewohnerin mit Kind gesucht. Meine Mitbewohnerin wohnte mietfrei und hat dafür meine Kinder betreut, da ich ja 8 Wochen nach der Geburt wieder arbeiten mußte. 8 Jahre haben wir so zusammen gelebt. War für beide eine winwin Situation. Deshalb FS würde ich daraus ein ganz anderes Fazit ziehen. In der Schwangerschaft erkennt man, ob er ein Arschloch ist, besser spät als nie. Auf meine Kinder würde ich nie im Leben verzichten, aber einen Mann hätte ich mir verkneifen sollen.
     
    • # 9
    • 03.06.2015
    • Gast
    Du denkst, das emotional schmerzhafteste, was du mit einem Kind erleben könntest wäre, dass dein Mann fremdgeht?

    Für mich klingt das unverhältnismäßig. Ein Kind kann einem soviel mehr geben, als ein Mann jemals könnte.

    Du musst selber wissen, was du in deinem Leben erreichen willst. Wenn alle deine Freunde Kinder und Enkel haben (und die meisten weiterhin mit ihrem Ehepartner zusammen sind), dann kannst du voller Stolz sagen "Ich war immer eine willige Sex-Gespielin für meinen Mann und habe mich nicht von Kindern davon abbringen lassen. Mein Mann ist erst fremdgegangen, als ich Krebs (oder eine andere schwere Krankheit) bekommen haben"
     
    • # 10
    • 03.06.2015
    • Gast
    Das ist normales Lebensrisiko. Daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, auf eigene Kinder und Enkel zu verzichten, ist vollkommen abstrus!

    Verlassen und betrogen werden kann eine Frau in jeder Lebensphase, dafür muß sie noch nicht einmal schwer krank sein o.ä.
    Der Gedanke auf eigene Kinder zu verzichten, nur weil einen der Erzeuger dann betrügen könnte, mißt einem Mann einen viel zu großen Stellenwert bei. Viele Männer sind oft längst verschwunden, dann sind die Kinder und später Enkel immer noch da. Ich würde auf sämtliche Männer verzichten, aber nie auf ein eigenes Kind!

    So ein posting kann nur von einer Frau kommen, die keine eigenen Kinder hat, die himmeln ja ihre Partner bekanntlich mehr an und machen diese zum Mittelpunkt ihres Lebens. Die enge Verbindung von Mutter und Kind ist lebenslang, das kann man von Beziehungen, gerade heute, ja wohl kaum behaupten.

    Man stelle sich vor, eine Frau verzichtet auf Kinder, um nicht betrogen zu werden und wenn die biologische Uhr dann abgelaufen ist, dann wird sie von ihrem "Lebensinhalt" betrogen oder verlassen. Dann kann sie sich zu ihrem verkorksten Leben aber gratulieren. - Angst war noch nie ein guter Ratgeber bei wichtigen Lebensentscheidungen.

    Ich hätte aber auf eigene Kinder verzichtet, wenn ich nicht gesund und mobil gewesen wäre, denn das sollte man Kindern nicht wissentlich zumuten.

    w (Mutter erwachsener Kinder)
     
    • # 11
    • 03.06.2015
    • Gast
    Liebe Mandoline, ich nehme mal an, du hast keine Kinder? Folgendes ist jetzt nicht böse gemeint.
    Es gehört zu den heiligsten und großartigsten Wundern der Menschheit, neues Leben entstehen zu lassen. Diesen Menschen, der als kleine Kaulquappe auf die Welt kommt und sich nach und nach zu einer eigenen, erwachsenen Person entwickelt, gibt es nur deshalb, weil ihn eine Frau in ihrem Körper geschützt, genährt und heranwachsen hat lassen. Auch wenn es unter all dem Geschlechterkampf und all den lauten, hektischen Erschütterungen dieser Welt untergeht. Wir Frauen und nur wir Frauen halten den Schlüssel zur Menschheit und deren Fortbestand in unserem Schoss beziehungsweise in unserer Hand.

    Sich diese wichtigste Aufgabe nur aus der Angst heraus, ein infantiler Mann könnte seine versprochene sexuelle Exklusivität nicht mehr für uns reservieren nehmen lassen? Das wäre ein elendes, unglückliches, unfreies Leben. Wieso den untauglichen Männern freiwillig Macht über unser und das Leber unserer Nachkommen in die Hände legen?

    Männer sind im Leben einer klugen und eigenständigen Frau austauschbar, die wichtigsten Werte und Ziele im Leben einer Frau aber bleiben.Bei den immer untauglicher für die Langzeitfamilie werdenden Männer geht der Trend ohnehin ganz massiv zur Samenspende, da der Erzeuger oft genug ohnehin nicht mehr langfristig als Ernährer, Unterstützer und Vater, sondern eher als unruhestiftender Bremsklotz im Leben von Mutter und Kind fungiert. Die Scheidungsrate, besonders bei jungen Familien spricht da eine ganz eindeutige Sprache.

    Ich habe mein Kind auch bewusst in einer Samenbank zeugen lassen und wusste immer, Kind kommt vor Mann. Ich habe trotzdem einen Mann gefunden, der meinen Sohn sogar adoptieren möchte und ich weiß, egal was kommt Ich werde auch ohne Mann immer glücklich sein, denn ich habe das allerwichtigste im Leben, ein gesundes und glückliches Kind, das ich auch noch selbstständig und ohne Hilfe selbst ernähren kann.
     
    • # 12
    • 03.06.2015
    • Landlibell
    Nach MEINER Wertvorstellung ist Betrug an geliebten Menschen generell niederträchtig und besonders wenn sich die Partner in diesen Ausnahmesituationen befinden. Den Kinderwunsch aber aufgeben um die Ehe mit einem potentiellen Betrüger aufrecht zu erhalten sehe ich aber nicht als Lösung, eher umsichtiger in der Partnerwahl zu sein und sich nicht während der Schwangerschaft unter selbigem Vorwand unzählige Respektlosigkeiten gegenüber dem Partner zu erlauben.
    M31
     
    • # 13
    • 03.06.2015
    • nuri
    Das ist für niemanden besser. Für die Frauen nicht, weil Männer wie du sie unendlich verletzen (du wirst ihnen was vormachen müssen, weil eine Frau wie ich mit einem Mann wie dir nicht einmal einen Kaffee trinken gehen würden), und für Männer nicht, weil solche Exemplare wie du eines Tages sehr einsam sein werden. Nein, nicht weil sie keine Kinder haben - hab ich selbst nicht -, sondern weil sie es nicht geschafft haben, eine wirkliche Partnerschaft, eine dauerhafte Liebesbeziehung aufzubauen.

    Unklar ist mir auch, wer wen unterjocht. Frauen wollen Männer mit Kindern "belästigen und binden". Aha. Ist mir neu. Ich dachte immer, Frauen schenken Männern Kinder und machen sie damit sehr glücklich. In meinem Umfeld ist das so.
    Du kämst "selbst nie auf den Gedanken [...] eine Frau via Beziehung, Heirat oder gar Kind zu versklaven". Also ist die Frau die Sklavin? Hast du nicht eben gesagt, der Mann sei versklavt? Wie jetzt? Beide sind also unterdrückt und unterlegen. Wie soll das funktionieren? Der Ehemann, der versklavte Sklavenhalter, holt sich Spaß woanders. Warum sollte er das tun? Weil er "täglich tätlich angegriffen wird"?! Solche Fälle sind mir nicht bekannt. Also die versklavende Sklavin verprügelt ihren Ehemann, vor allem dann, wenn Kinder da sind. Interessanter Standpunkt. Nimm es mir nicht übel, aber unverbindlicher Sex scheint doch das Gehirn ganz erschreckend zu vernebeln.
    Seltsam nur, wo all die glücklichen Familien herkommen, die ich kenne.
     
    • # 14
    • 03.06.2015
    • QFrederick
    Hallo Mandoline,

    Die Deiner Frage zugrundeliegende Problematik, halte ich für vordergründig und konstruiert. Diese kenne ich so nicht und habe es (selber) auch nicht so erlebt.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass Änderungen in einer Beziehung durch Schwangerschaft, Geburt und Erziehung der Kinder in den meisten Fällen nicht ursächlich für Fremdgehen und Trennung sind. In diesen Fällen liegt die Ursache in anderen Dingen und oft weiter zurück. Schwangerschaft und Geburt sind "nur" noch mal eine "Belastungsprobe", die dann den bereits brüchigen Kid einer Beziehung (endgültig) bröckeln lassen. Oft treten auch zur gleichen Zeit besonders deutlich oder erstmalig Unterschiede in den Lebensmodellen und -vorstellungen zutage.

    Noch schlimmer: Kinder als Beziehungsretter.
     
    • # 15
    • 03.06.2015
    • Gast
    Ich habe keine Kinder und war nie verheiratet. Aber ich habe beobachten können, dass Männer, deren Frau schwanger ist oder gerade ein Kind geboren hat, extrem viel flirten. Ob sie fremdgingen, weiß ich nicht.
    Man darf als Singlefrau bloß nicht reinfallen auf sowas.

    Der Schluss, dass man lieber eine Partnerschaft ohne Kinder führen sollte, damit der Mann nicht fremdgeht, erscheint mir aber absurd. Zumal ich weiß, dass viele Frauen spüren, dass sie gern Kinder hätten, und der nächste, der verspricht, dass er sie auch ernähren könnte, wenn man für ihn die Familie darstellt, ist dann der Richtige.
    Eine Beziehung ohne Aussicht auf Kinder scheint da sinnlos zu sein. Ich denke, in vielen Beziehungen, die sich später im Leben ergeben und nicht mehr Kinder als Ziel haben, finden sich ganz andere Menschen zusammen, die interessen- und wesensmäßig besser passen. Das ist der Effekt, dass die Kinder nicht aus dem Haus dürfen, damit man nicht allein ist mit dem Ehepartner und die Leere merkt.

    Ich weiß nicht, welche Charaktereigenschaften ein Mann haben muss, damit er generell fremdgeht oder zumindest nach der Schwangerschaft fremdgeht.
    Wenn ein Mann nicht bereit war für Ehe und Kind und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, oder wenn er völlig naiv ist und meint, Kinder großziehen sei einfach, oder wenn er denkt, Kinder gehen nur Frauen was an, dann wird er überrascht von der Verantwortung und will wieder weg, bricht vielleicht nicht ganz aus, sondern eröffnet einen Nebenstrang in seinem Leben.
    Die Männer, die durch Schuldgefühle erzogen wurden und das noch nicht rausgefunden haben, "funktionieren" am besten und bleiben auch treu. (Abgesehen von denen, die wirklich lieben)
     
    • # 16
    • 03.06.2015
    • Serenissima
    Angst war noch nie ein guter Ratgeber und wird es auch nie werden.

    Am besten sollte sich eine Frau auch gleich von einem Mann trennen, der einen eigenen Kinderwunsch anmeldet, oder wie?

    Als ob es eine Garantie gäbe, dass bei einem kinderlosen Paar nicht irgendwann einer fremd geht oder sich gar trennt - womöglich wegen fehlender gemeinsamer Ziele. Wäre das nicht die größte Ironie von allen, nachdem Frau ihren Kinderwunsch unterdrückt hat?
     
    • # 17
    • 03.06.2015
    • Camille
    Liebe Mandoline,
    so wie du die Frage gestellt hast, bekommst du hier Antworten, die doch sehr einseitig und negativ sind.

    Deshalb werde ich aus meiner Sicht etwas Positives hier reinwerfen:
    Da ich keine Pille nehme, war die Schwangerschaft und Stillzeit für uns das grösste Vergnügen. Der Busen war so gross wie nie zuvor und verhüten musste man nicht.

    Sicher ist die Zeit, wenn die Kinder klein sind, anstrengend. Aber wir wollten sie beide und freuen uns darüber. Es ist unser gemeinsames Projekt! Deshalb ist das auch nicht so schlimm, in dieser Zeit mal kürzer zu treten. Um so mehr freut man sich doch darauf, wenn man mal wieder mehr Zeit hat und kann das dann auch geniessen. Ich kenne keine Männer, die ihre Frau betrogen haben (und wenn, dann haben sie es gut versteckt).
     
    • # 18
    • 03.06.2015
    • frei
    Ich bin auch vom Kindsvater während meiner Schwangerschaft verlassen worden, aber er ist ein schlechtes Beispiel.
    Weil er sich einfach immer aus allem rausgehalten hat, was unangenehm oder anstrengend hätte werden können.

    Ich kenne persönlich keine einzige Frau außer mir, der es ebenso ergangen ist, auch vom Fremdgehen in dieser Zeit weiß ich nichts.

    Deine Beispiele, liebe Mandoline reichen für eine Statistik ganz sicher nicht aus.
    Du schreibst aber im dritten Absatz von einer offenbar bestehenden Statistik, die eben diesen Zusammenhang belegt.
    Wo kann man die denn finden ? Wirklich interessant, denn offenbar läuft meine eigene Wahrnehmung völlig konträr.

    w 48
     
    • # 19
    • 03.06.2015
    • silentbob
    Kommt meiner Meinung nach auch darauf an, wie die Schwangerschaft zustande gekommen ist.

    Wenn das Kind in gegenseitigem Einverständis und zur beiderseitigen Freude erwartet wird, glaube ich durchaus, dass es die Beziehung im Gegenteil sogar festigen kann.

    Wenn allerdings vorher schon Probleme da waren, und das Kind Beziehungsretter spielen soll, oder die Frau schwanger wird um den Mann an sich zu binden, könnte es durchaus sein, dass der Schuss nach hinten los geht und erst recht eine Trennung erfolgt. Deswegen auch der alte grundsatz: Wer keine Kinder will, soll sich selbst um Verhütung kümmern.

    Generell darauf zu schließen Frau schwanger -> Mann geht fremd halte ich für unzulässig. Ebenso halte ich es für absurd, einen eigenen Kinderwunsch zu unterdrücken, nur damit der/die Partnerin nicht fremdgeht oder sich trennt. Solche Beziehungen werden auf dauer nicht glücklich.
     
    • # 20
    • 03.06.2015
    • bestest
    ...kommt, wie immer, auf den jeweiligen Mann und die jeweilige Frau an :). Ich habe es so erlebt, dass Kinder zusammenschweißen und man als Paar wächst...und wenn der Mann auch Kinder wollte und Frau ihn schön einbindet, kommt er gar nicht auf die Idee bzw. hat er gar keine Zeit, sich für andere Frauen zu interessieren...
     
    • # 21
    • 03.06.2015
    • LuckyBastard
    Oft ist der Partner nur das Mittel zu Zweck, der da wäre: ein Kind. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es dann Sex zu jeder Gelegenheit. Ist das Ziel erreicht -> radikale Änderung im Sexualverhalten. Natürlich ist das nicht immer der Fall, aber es kommt statistisch so sicher oft genug vor. Hinzu kommt, dass sich für den Mann die Situation radikal ändert. Die Einheit Mann-Frau wird durch Mutter-Kind ersetzt. Mann bleibt außen vor und wird Zaungast. Nicht immer, nicht so extrem wie gezeichnet, aber sicher auch oft genug zu beobachten. Hinzu kommen dann die Männer, die für eigenes Vergnügen keine Gedanken an den Partner verschwenden. Aber der Typ geht so oder so fremd, Schwangerschaft oder nicht. Eine Schwangerschaft ändert nun einmal alles, es gibt kaum radikalere Einschnitte im Leben. Ebenso drastisch kann sich da das Verhalten der handelnden Personen verändern. Muss nicht, aber eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht allemal.
     
    • # 22
    • 03.06.2015
    • Kaktus
    Oder aber, der Mann trennt sich. Vielleicht wegen einer jüngeren Frau oder aus einem anderen Grund. Dann stehen solche Frauen allein da. Wegen dem Mann den Kinderwunsch nie verwirklicht und genau dieser Mann lässt sie Jahre später fallen. Ehen und Beziehungen scheitern nicht wegen vorhandener Kinder. Kinderlosigkeit schützt doch nicht vor Fremdgehen. Wer sich so etwas einredet, sollte darauf gefasst sein, dass diese Seifenblase platzen kann.
     
    • # 23
    • 03.06.2015
    • frei
    Hm, meinst du während der Schwangerschaft ?
    Joa, vielleicht, wenn es der Frau schlecht geht, sie mit Übelkeit oder Rückenschmerzen kämpfen muss.
    Oder auch dann, wenn der Mann ihr zu verstehen gibt, dass sie jetzt nicht mehr sooo attraktiv ist.
    Es kommt aber, glaube ich, auch nicht allzu selten vor, dass das Paar während der Schwangerschaft besonders gerne Sex hat. Eine Frau schreibt das hier auch.

    Oder meinst du nach der Geburt ?
    Joa, vielleicht wenn das Kind sehr anstrengend ist, viel schreit und die Frau übernächtigt ist und wenn der Mann ihr nicht hilft in diesem Elend, sondern seinerseits Forderungen stellt.
    Nach der Geburt ist es definitiv nicht mehr so wie vorher.
    Für die Mutter ändert sich das Leben radikal und sie darf erwarten, dass der Mann ihr soviel hilft, wie es ihm möglich ist. Es wird trotzdem weniger sein, als sie tut.

    Meine Tochter war extrem anstrengend ( oder ich habe es nur so empfunden, aber das kommt ja auf's gleiche raus ).
    An manchen Tagen schaffte ich es nicht mal zu duschen.
    Am nächsten Tag, weil es dann ja nun wirklich sein musste, stellte ich das Baby im Auto-Kindersitz vor die Dusche, damit es mich sehen konnte. Ich konnte nicht den Duschvorhang schließen und ich beeilte mich, so sehr ich konnte.
    Währenddessen das Kleinchen wie am Spieß schrie und sich im Sitz wand und strampelte, so dass es nach zwei Minuten ganz unten in den Seilen hing.
    Kleine Kinder sind ganz krasse Egoisten, sie scheren sich NULL um deine Bedürfnisse.
    Wenn ich mir vorstelle, dass dann am Ende eines solchen Horrortages mein Ehemann nach Hause gekommen wäre und hätte mitnichten das Kind übernommen, damit ich schlafen kann, sondern hätte den ganz krassen großen Egoisten gegeben, der erst Essen, dann seine Ruhe und dann Sex gewollt hätte, wäre ich zum Tier geworden....naja, nicht meine Art. Sagen wir, ich hätte mich getrennt.
    Gut, dass keiner kam. So zerrte immerhin nur ein Wesen an mir rum...
    Noch besser wäre natürlich ein Lieber gewesen, der sich erst um das Baby und dann um mich gekümmert hätte und sich dann einen runtergeholt hätte, während ich schlafen durfte.

    w 48
     
    • # 24
    • 04.06.2015
    • Mandoline
    Ich zitiere mich selbst, weil ich noch ein Beispiel vergessen habe
    6) erzählte mir gerade letzte Woche ein bald 70-jähriger Mann, der seine Frau während der zweiten Schwangerschaft verliess mit den Worten : "she drove me crazy". Was auch immer das zu bedeuten hatte. Stimmungsschwankungen vermutlich.

    #silentbob ich denke nicht, dass Männer tatsächlich nur dann während der Schwangerschaft oder nach der Geburt des Kindes fremdgehen, wenn die Beziehung vorher gekriselt hat. Ich glaube nicht, dass eine Schwangerschaft dazu dient, eine Beziehung zu retten, auch wenn es sicherlich Paare gibt, die es so versuchen.
    Ich vermute, dass die wenigsten Paaren wissen, was sie erwartet, wenn sie ein Kind erwarten und dass sie nicht gut vorbereitet sind. Möglicherweise idealisieren sie sich das Leben und sind überfordert mit der gesamten Situation sobald sie feststellen dass sich ihr Leben ziemlich ändert, weil die Bedürfnisse des Kindes zuerst befriedigt werden müssen - hauptsächlich von den Frauen - und der Mann an zweiter Stelle steht. Vielleicht sollten vor allem auch Männer aufgeklärt werden, welche Veränderungen sich ergeben und ob und welche Auswirkungen die Hormone auf die Stimmung der Frauen haben.

    #Cora70 das ist besonders traurig, um nicht zu sagen sogar tragisch, dass die Männer offensichtlich die beruflichen Ambitionen ihre Frauen nicht unterstützen wollen/können, sondern sie auszubremsen versuchen. Es scheint so, als könnten die Männer die Frauen nur als Konkurrentinnen betrachten, obwohl vielleicht beide eine andere Ausbildung haben und in einer anderen Branche Karriere machen wollen. Traurig, dass sie nicht erkennen, dass sowohl Männer als auch Frauen die gleichen Kompetenzen und intellektuellen Fähigkeiten besitzen. Bei dir scheint es sogar so zu sein, wie wenn er sich extrem auf das Kind freute vielleicht auch, weil er dich hauptsächlich nur in der Hausfrauen- und Mutterrolle sehen wollte. Als du andere Ambitionen entwickeltest, schien er damit gar nicht mehr klar zu kommen. Schade, dass der Wettbewerb und das Konkurrenzdenken in die eigene Beziehung hinein gebracht wurde. So als befürchtete er, dass seine eigene Frau ihn überholt, weil sie vielleicht sogar fähiger und kompetenter zu sein scheint.

    Bin echt erstaunt, über so viele "Fälle".
     
    • # 25
    • 04.06.2015
    • Mandoline
    Die Situation ändert sich doch radikal auch für die Frau! Sie kann auch nicht mehr alles tun, was sie möchte, ohne Rücksicht auf ihr Kind. Das ist ein Säugling: wehr- und schutzlos, das nicht selbst auf Nahrungssuche gehen kann und sehr lange Zeit gepflegt und gefüttert werden muss. Natürlich sind Mutter und Kind eine Einheit und diese Situation dauert einige Monate bis zu einem Jahr. Das sollte auch Männern klar sein!

    Würden die Männer die Kinder gebären, so würden sie sich genau gleich verhalten, auch sie wären stark an das Kind gebunden und würden es nicht aus den Augen lassen. Das müssen die Männer (ein)sehen und akzeptieren aber natürlich als einen vorübergehenden Zustand. Aber stattdessen gehen einige fremd und genau das ist verwerflich und extrem verletzend.
    Leider gibt es statistische Daten, welche eindeutig belegen, dass das Risiko fürs Fremdgehen 5x höher ist, wenn die Partnerin schwanger ist oder im ersten Jahr nach der Entbindung. Es muss nicht heissen, dass der Typ andernfalls auch fremdgegangen wäre, d.h. wenn seine Partnerin kein Kind erwartet hätte und wenn doch vielleicht viel später.

    "Mark Whisman von der Universität in Boulder (Colorado), kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass eine Schwangerschaft das Risiko zu einem Seitensprung verfünfachen kann. Diese deutlichen Steigerungen gab es bei den Menschen, die mit der Beziehung sowieso nicht mehr zufrieden waren. Dann gehen 12% der Befragten in der Schwangerschaft fremd. 3% sind es sonst. Doch auch bei Partnern in einer glücklichen Beziehung steigt die Quote um ca 1% von 0,2% auf 1,2%."

    12 von 100 Männern gehen fremd, wenn die Partnerin schwanger ist aber nur 3, wenn sie es nicht ist!
    Man suchte danach, welche Faktoren das Fremdgehen begünstigen: 1) die Persönlichkeit des Mannes und 2) die Schwangerschaft bzw. der Fokus der Frauen hauptsächlich auf das Kind.


    Mod-Kommentar: Link entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
     
    • # 26
    • 04.06.2015
    • Strange30
    Habe es in Ergänzung zum Beitrag oben auch schon häufig erlebt, dass Männer mit Kinderwagen den Blickkontakt mit mir suchten.

    Bin generell der Meinung, dass eine Frau Partnerschaft und Kinderwunsch trennen sollte.
     
    • # 27
    • 04.06.2015
    • Mandoline
    In #25 kann man das Zitat herauskopieren und den Link dazu finden oder nach Stichwörter suchen: Studie, Schwangerschaft erhöhtes Risiko für Fremdgehen.
    Die gemachte Studie dazu konnte ich leider nicht finden.

    Ich möchte aber auch nicht missverstanden werden und erwähne, dass ich selber sehr gerne Kinder gehabt hätte, wenn ich keine chron. Krankheit hätte. Das hätte mir verunmöglicht, mich um ein Kind kindgerecht zu kümmern.

    Selbstverständlich weiß ich, dass keine Frau auf ein Kind verzichtet hätte trotz allem, genauso wie meine Schwester niemals auf ihr Kind verzichtet hätte, trotz dass ihr Mann sie höchstwahrscheinlich betrog während der Schwangerschaft, doch er leugnete alles und sie konnte ihm nichts nachweisen. Sie ist schon längstens geschieden. Der zweite Mann hat sie nicht während sie schwanger war betrogen.

    Die beste Lösung wäre, wenn eine Frau bevor sie eine Familie gründet, den verantwortungsvollen und belastbaren Partner zu finden, der bereit ist für die Mutter und das Kind da zu sein und sich bewusst auf eine gewisse sexuelle Durststrecke einzustellen. Aber auf körperliche Nähe und Zärtlichkeit brauchen beide nicht zu verzichten.

    8) Oliver Kahn betrog seine Frau während der Schwangeschaft Und vielleicht viel mehr, nur blieben die vermutlich unentdeckt.

    https://www.elitepartner.ch/forum/frage/schwanger-und-betrogen-wie-gehts-jetzt-weiter.19546/

    Mich würden Statements von Männern interessieren, die das taten und welche ihre Gründe waren!
     
    • # 28
    • 04.06.2015
    • Gast
    Ja, ich war/ bin auch eine der betroffenen Frauen.
    Mein Ex wünschte sich ebenso Nachwuchs und freute sich sehr auf unser Kind. Als die Kleine dann da war, fühlte er sich restlos überfordert, obwohl sie sehr pflegeleicht war (und noch immer ist). Er unterstützte mich kaum bei der Versorgung unserer Tochter und lebte sein Leben so weiter wie vorher; ging weiter seinen Hobbies nach, zog mit Kumpels um die Häuser...

    Als sie ein Jahr alt war, fand ich heraus, dass er zu diesem Zeitpunkt schon einige Monate eine Geliebte hatte. Natürlich trennte ich mich sofort.
    Heute ist unsere Tochter knapp 6 Jahre alt und wir können als Eltern normal miteinander umgehen. Mein Ex hat zugegeben, dass es für ihn damals alles zuviel war, weil er sich das Leben mit Kind anders vorgestellt hatte. Und das tun meiner Meinung nach viele Männer: Sie unterschätzen die Veränderungen, die Kinder und die Elternschaft mit sich bringen; gerade in der ersten Zeit, wenn die Würmchen noch so klein und absolut hilflos sind - Sexmangel, Schlaflosigkeit, Unflexiblität, etc.

    w,38
     
    • # 29
    • 05.06.2015
    • Clarissa
    Diese sehr schwierige Thematik ist wieder eine Folge der (geschichtlich relativ neuen) Idee, dass der Beziehungspartner nahezu alle Bedürfnisse abdecken soll: Leidenschaft, innige Liebe, Freundschaft, gemeinsame Kinder, wirtschaftliche Einheit...
    Tatsächlich flirten werdende Väter und die von Kleinkindern auffällig oft, und das nicht nur "harmlos". Ich weiß allerdings auch von vielen Frauen, dass von weiblicher Seite die Seitensprungquote zwischen dem ersten und zweiten Kind stark erhöht ist (von den sogenannten "Kuckuckskindern" mal ganz zu schweigen). Eine verspätete Version der männlichen Angst bei Heirat und erster Schwangerschaft der Partnerin vor dem Gefühl, nun in einer Falle zu sitzen? Vielleicht auch bedingt dadurch, dass die Sexualität von Frauen ab Mitte 30 intensiver und selbstbestimmter erlebt wird, was neugierig macht? Denn wir sind eben alle Menschen, die nicht nur rein positive oder negative Gefühle kennen, sondern auch sehr gemischte...
    Rein körperliche Treue wird überbewertet. Auch wenn wir sie uns fast alle wünschen (oft aus Egoismus oder Unsicherheit).
    Doch Frauen sind nun mal sehr sensibilisiert und verletzbar durch eine Schwangerschaft...schwierig...wir erwarten heute wohl viel zu viel von einer Partnerschaft.. (s.o)?