1. Reicht große Liebe für eine gute Ehe?

    Immer wieder erstaunlich zu lesen, dass manche ihre große Liebe gefunden und sogar geheiratet haben, Jahre später sich aber wieder trennen. Warum lässt man so eine Ehe hinter sich? Da frage ich mich, welche Steigerung zu großen Liebe noch möglich ist? Reichen tiefgehende Gefühle nicht aus, eine stabile Ehe zu führen? Oder haben diese Menschen das Glück, häufiger sich stark zu verlieben und setzen darauf, dass ihnen eine ähnliche Begegnung noch Mal passiert?
    Leider habe ich meine große Liebe (noch?) nicht gefunden, geschweige denn geheiratet und denke, sollte sowas passieren, würde ich ganz stark daran festhalten. Ist es naiver Glaube?
     
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  3. Leider weiß man nie, was wirklich hinter einer Person steckt.

    Große Liebe hin oder her, mit "Luft und Liebe" allein kann man nicht leben, auch der Rest muss stimmen. Wenn das nicht passt oder sich auseinander entwickelt, dann klappts eben einfach nicht.
     
    • # 2
    • 14.05.2015
    • Gast
    Mir gehen zurzeit ähnliche Fragen durch den Kopf.
    Vor ein paar Tagen habe ich im Frühstücksfernsehen gesehen, dass sich ein (Promi-)Paar nach 10 Jahren Ehe getrennt hat. Dies machte mich schon traurig. Ich denke, man sollte in der Liebe viel weniger schnell aufgeben.
     
    • # 3
    • 14.05.2015
    • Kain
    Dass Ehen aus Liebe heraus geschlossen werden, sei es nun die große oder eine andere, ist ein funkelnagelneues Konzept ... und, betrachtet man die Scheidungsquote, offenbar auch kein besonders tragfähiges.

    Vor der einseitig finanziellen Abhängigkeit der Versorgerehe, die nebenbei bemerkt nur einen Wimpernschlag in der Ehehistorie andauerte, bestand über Jahrtausende eine gegenseitige Abhängigkeit (besser: wirtschaftliche Symbiose) zwischen Mann und Frau. Das, die Notwendigkeit des Nachwuchses zur Altersvorsorge und die vergleichsweise geringe Lebenserwartung unserer Vorfahren waren der Kitt für eine lebenslange Ehe. Liebe hatte damit in der Regel nichts zu tun. Weder in den unteren, noch in den oberen Gesellschaftsschichten. Die Freiheit hatten nur sehr wenige.

    Nun haben sich nicht nur die Lebensbedingungen des Menschen, sondern auch das Verhältnis zwischen Mann und Frau geändert. Trotzdem stammt das vorherrschende Beziehungsmodell noch aus dem vergangenen Jahrtausend. Wie soll das funktionieren? Die ursprüngliche Grundlage der Ehe, viele hören es nicht gerne aber das ist nun einmal in erster Linie der wirtschaftliche Gedanke, ging dank der Unabhängigkeit beider Geschlechter verloren.

    Und Liebe? ... Naja ... Liebe verweht, Liebe vergeht ... Abhängigkeit alleine besteht.
     
  4. kurz gesagt: ja, es ist naiver Glaube!
    Ich habe meine erste "grosse Liebe" bewusst verlassen, weil er ein grosses Alkoholproblem hatte - und dies zwar kein Problem für ihn, aber für mich war! Als Partner gegen eine Sucht anzukämpfen, ist aussichtslos, derjenige muss das selber sehen und wollen. Sonst gehts ab in die Co-Abhängigkeit ...
    Also habe ich den Kampf um die grosse Liebe aufgegeben - das ist mir lange nachgehangen.
    Grosse Liebe reicht nicht.
     
  5. Zu Deiner Frage, ich finde am Anfang dieser Beziehung, die dann vielleicht in eine Ehe mündet, ist leidenschaftliche Verliebtheit ein guter Start und eine gute Basis, bis es dann in Liebe wechselt. Es reicht aber meiner Meinung allein nicht aus, um eine wirklich stabile und gute Ehe zu führen.
    Dazu gehören ganz viel Vertrauen, Ehrlichkeit, Respekt und auch gute Freundschaft. Auch die Gelassenheit, den Partner nicht nach seinen Vorstellungen zu ändern und bei Auseinandersetzungen niemals den anderen zu verletzen und klein zu machen..eben respektvoll miteinander umgehen, gemeinsame Interessen, gleiche Werte, gleiche Zukunftsvorstellungen.
    Die große Liebe...der begegnet man öfter im Leben, denke ich.Es gibt nicht DIE große Liebe. Es fühlt sich jeweils immer am Anfang so an. Wenn die Beziehung endet, dabei kommt es auch an wie sie endet, kann man durchaus sagen, es war eine (die) große Liebe.
     
  6. Nein, eine große Liebe reicht nicht aus - sie ist nur eine gute Basis. Genauso wichtig ist es, zu akzeptiereren und respektieren, was Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen an eine Beziehung / Partnerschaft / Ehe der andere hat und der Erfolg sie für beide "unter einen Hut" zu bringen, ohne das einer zu weit zurückstecken muß.
    Gelingt dies nicht und endet in Streitereien und Machtkämpfen, wird sich auch die größte Liebe in Luft auflösen.
     
  7. Liebe Chichi,
    nein, es ist nicht naiv, L i e b e entsteht erst langsam und impliziert auch immer gegenseitige Achtung, Achtsamkeit, Respekt vor dem Sein des Anderen, so wie er ist, und nicht so wie mache ihn gerne hätten.
    Wichtig ist selbstverständlich auch Erotik, Zärtlichkeit, Verantwortung, Ehrlichkeit und Vertrauen sowie auch ein gesundes Selbstwertgefühl. Und dann reicht es auch für eine gute Ehe.
    Das glaube ich aber, wird in dieser, von teilweise doch recht oberflächlichen "goes" und "no goes" geprägten Ich-Gesellschaft in dieser Zeit immer schwieriger.
    Sich zu " verlieben", ist etwas ganz Anderes, das kann man oft, muß nicht in die Tiefe gehen, man ist halt verliebt ins Verlieben und fühlt sich toll an....damit will ich letzteres ich hier nicht negativ werten, ist nur was ganz anderes als "Lieben"...
     
    • # 8
    • 14.05.2015
    • Gast
    Naja, auch große Gefühle reichen sicherlich nicht aus, wenn es im Alltag dann so überhaupt nicht paßt... wenn den großen Gefühlen keine "angemessenen Taten" folgen (daß man möchte, dass es dem anderen auch gut geht in der Beziehung), denke ich, ist das u.U. durchaus ein "Pulverfaß"...
     
    • # 9
    • 14.05.2015
    • Gast
    Warum sollte das reichen?
    Da gibt es noch Charakter, Geschmäcker, sexuelle Veränderungen/ Lebensveränderungen, Schicksalsschläge, persönliche/berufliche Umstände! Das Leben stagniert doch nicht in einer rosa Wolke!

    Die Frage klingt irgendwie männlich ... Ehe: abgehakt und nichts passiert mehr.
    Die Tatsache ist doch die, dass das Leben nicht stagniert! Insbesondere Frauen verändern sich sehr rasch und möchten bisschen mehr vom Leben, als einen Mann, der daheim über Jahre auf dem Sofa sitzt und nichts einer Frau bietet!

    Liebe ist für die meisten Menschen = Vorliebe für Optik + berufliche Vorteile durch Status oder Geld + persönliche Abhängigkeit.
    Siehe, wie viele Leute mit unausstehliche Charaktere zusammen sind.

    Einen Menschen lernt man halt erst so richtig nach einigen Jahren kennen. Jeder kann sich negativ/psychisch verändern. Oder würdest du bei einem Mann bleiben, der durch Umstände zum Alkoholiker wird und dich dann täglich schlägt? Ich bitte dich! Nimm deine Naivität von der Nase!
     
    • # 10
    • 14.05.2015
    • Gast
    Klingt, als lässt du dir alles gefallen!

    Das tun wir alle - festhalten - aber im Zweifelsfall fällt man mit so viel emotionaler Abhängigkeit und Naivität auf die Nase! Es gilt: Selbstschutz vor "festhalten".

    - es gibt Leute, die dich schamlos und nach allen Schikanen betrügen und ausnutzen - nicht einmal, sondern ein Leben lang! Man glaubt nicht, was es alles gibt!

    Mein Mann hat mich, die Kinder und Freunde sogar noch obendrauf beklaut. Ich habe zehn Jahre festgehalten, und nur gelitten ... keine Einsicht von ihm ... er wurde mit den Jahren eher noch primitiver und betrog irgendwann ohne was zu verheimlichen ... ich war machtlos und kein Wort half mehr. Es war untertäglich und ich hatte viele Jahre Depressionen wegen ihm. Der Mann hat mich so kaputt gemacht und das schlimmste, ich suchte am Ende die Schuld bei mir. Ich war ein totales gebrochenes Wrack.

    - dein Selbstwert leidet, wenn du mit schlechten Leuten zusammenbleibst.

    - Es gibt auch Partner, die wollen dich absichtlich kaputt machen oder Narzissten nutzen dich nur aus für ihre Zwecke.

    Du solltest in eine Ehe mit einer gesunden, ausgewogenen Einstellung gehen und gut von böse unterscheiden können!
     
    • # 11
    • 14.05.2015
    • Gast
    Du willst vermutlich nur festhalten, damit andere Leute nicht mit dem Finger auf dich und deine Fehler zeigen können! Ja, eine Scheidung ist beschämend und nachteilig für manche, aber über seine Fehler muss man dann eben auch wie ein erwachsener Mensch selbstbewusst stehen können.

    Es ist keine Schande mehr, heute eine schlechte Ehe aufzulösen!
    Ich würde lieber meine verklemmte Moral über Bord werfen und mich scheiden lassen, als mit einem falschen Partner meine Zeit zu vergeuden! Du hast ja nur ein Leben. Weiß nicht, aus welcher Generation du kommst, aber aus meiner Generation habe ich zu viele makabere Ehen gesehen.

    Ich finde Leute eher unreif, wenn sie in einer unpassenden Ehe festhalten wie ein kleines Kind. Es zeigt, dass diese Leute einfach noch lange nicht auf eigenen Beinen angekommen sind - Männer wie Frauen! Vor allem geben sie dieses Vorbild an ihre Kinder weiter, die dann später auch wieder in ihrer Ehe leiden!
     
  8. Ja .Ist es.
    Du kannst sagen, das du festhalten willst, aber nicht, das du es auch tust.
    Antwort 4 und 10 sind gute Beispiele, wie aus Liebe, Abneigung und Hass entstehen.

    Natürlich gibt es auch heute noch Menschen, die ihr ganzes Eheleben nach ihrem Partner ausrichten und nicht den Mut oder Kraft haben, aus ihrer unliebsam gewordenen Ehe auszubrechen.
    Welche Gründe auch dahinter stecken, mit Liebe hat das nichts zu tun.
    Der Wunsch "für immer" steckt sicher in jedem von uns, aber allein die Liebe reicht leider nicht.
    Wer mit allen Mitteln versucht die rosaroten Wolken fest zu halten, fällt ziemlich schnell auf schmutzige Erde.

     
    • # 13
    • 14.05.2015
    • Gast
    Ich stimme Dr. House, # 6, uneingeschränkt zu. Genau das wollte ich auch schreiben.

    Ohne große Liebe braucht man meiner Ansicht nach nicht in eine Beziehung zu gehen, aber Ehe ist ja in vielen Fällen was anderes. Man will sein Leben ergänzen, Geld, Status, Kinder, was auch immer viele Menschen treibt, die "Liebe" sagen und das andere meinen.

    Wichtig ist auch, dass man oft etwas für Liebe hält, was nur eine Projektion ist. Man steht auf jemanden allein wegen der Optik oder bewundert ihn, weil er irgendwas kann, was man selber gern könnte, aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Sieht nur so aus, weil man sich verliebt hat.

    Außerdem: Solange man abhängig ist, sein will, jemanden brauchen will und selber von einem anderen Erwachsenen (!) gebraucht werden will, um ihn abhängig zu machen, weil man selber so abhängig ist, solange wird man nicht wissen, was Liebe ist. Es passiert ja vielen, dass sie denken, es sei eine gute Beziehung, weil sie sich einschränken, abhängig sind, einer das Sagen hat und das okay scheint. Bis einer von beiden jemandem begegnet, bei dem er wirklich Liebe empfindet. Einfach aus der Sicherheit der bestehenden Beziehung heraus kann er ganz offen sein für seine Gefühle, weil er die Person/Beziehung, die er BRAUCHT mit den zig unliebsamen Kompromissen, schon hat. Und dann ist es auf einmal da, das Gefühl "Liebe", das man vorher so nicht kannte.
    Der eine zerredet es sich oder geht der Person aus dem Weg, weil er Angst vor Veränderung hat, der andere fängt ein neues Leben an. Wenn man misstrauisch ist oder sein muss seinen eigenen Gefühlen gegenüber, muss man auch vorsichtig sein. Sonst tauscht man nur die Vertrautheit und Gewohnheit der ersten Beziehung gegen ein Strohfeuer aufgrund sexueller Anziehungskraft.
     
  9. So sehe ich das auch. Die große Liebe ist eine Idealvorstellung, die es im Leben der meisten Menschen nicht gibt. Anderseits fange ich auch keine Beziehung an, wenn nicht ausreichend Gefühle vorhanden sind.
    "Die große Liebe" reicht mit Sicherheit nicht für eine ewigdauernde Ehe, sonst würden nicht so viele Ehen geschieden und die die nächste "große Liebe" taucht auf.
     
  10. Die wichtigsten Antworten gibt das Leben selbst ! Geheiratet habe ich als junges, unbedarftes Bürscherl eine vier Jahre ältere, geschiedene Frau mit Kind. Ich war mitten in der Entwicklung einer Alkoholsucht, die um Haaresbreite tödlich ausgegangen wäre. Im letzten Augenblick ging ich 1974 in Langzeittherapie und dort begann mein schier endlos langer Weg zu einem völlig neuen Menschen ! Meine Frau hielt unerschütterlich zu mir und ich erlebte immer deutlicher ihre Stärken, an denen ich mich dann auch größtenteils selbst orientierte:
    Ihre Unerschütterlichkeit, ihre schier endlose Geduld und Zuversicht, ihre Offenheit, totale Ehrlichkeit, ihre Zielstrebigkeit, ihr kämpferischer Einsatz, Ihre Liebe und Fürsorglichkeit usw. ließen mich erkennen und lernen, was Liebe überhaupt ist und seitdem lerne ich weiter, neugierig und ohne Angst.
    In den letzten drei Jahren ihres Lebens wurde sie dement, war immer mehr auf mich angewiesen und ich gab mir sehr viel Mühe, ihr ein möglichst guter, liebevoller Partner zu sein. Es waren schöne Jahre !!! Im Januar 2012 verstarb sie beim Mittagsschlaf in meinen Armen.
    Mein Leben und Erleben habe ich niedergeschrieben unter der Überschrift "Sucht beenden > Leben lernen > Lieben lernen" und in allen drei Phasen war meine Frau mein Vorbild, Ansporn und personifizierte LIEBE !
     
  11. Liebe ist eine wichtige Basis - aber längst nicht das Einzige, was man für eine Beziehung (z.B. Ehe) braucht. (z.B. auch gegenseitige Achtung und Respekt)

    z.B. "in guten wie in schlechten Zeiten zusammen stehen"
    Gerade in schlechten Zeiten zeigt sich, wie gut eine Liebe ist. Und was man außerdem für die Beziehung braucht.

    Liebe kann auch misbraucht werden. Täter und Opfer.
    Das Opfer liebt den Täter. Und der nutzt das egoistisch aus. Weil er sein Opfer nicht liebt, sonst würde er ihm diese Dinge nicht antun.
    Dann nützt die Liebe nichts, sondern "schadet" weil sie abhängig macht.
    (Optik = sexuell attraktiv.)

    Ja, den Eindruck habe ich inzwischen auch.
    Früher hielt ich solche Menschen für eine Minderheit - heute die Mehrheit.
     
  12. Lied von Peter Horton:

    Wenn Du nichts hast als die Liebe, bist Du immernoch ein König, doch ein König, der ein Schloss hat und kein Land, der hat zu wenig.

    Liebe allein reicht nicht aus, man braucht Verstand, Weitblick und Realismus um eine Ehe einzugehen und sie auf Dauer zu halten.
     
    • # 18
    • 14.05.2015
    • Gast
    Liebe ist eine gute Basis für die Ehe.

    Unter Liebe verstehe ich, dass das Paar auch nach mehreren Beziehungsjahren den Partner wechselseitig für die Rose unter den Dornen hält und sich tief verbunden fühlt.

    Aber über tiefe Liebe hinaus müssen beide weiter die Beziehung hegen und sich gegenseitig um den anderen bemühen.

    Den Vergleich der Beziehung mit teuren Champagner-Gläsern finde ich gut.
    Achtsam bleiben und aufpassen, dass die Gläser / Beziehung keinen Sprung bekommen oder gar zerbrechen. Vielleicht kann man sie kleben, besser ist aber, wenn sie erst garnicht bricht und wenn der Schaden zu groß ist, kann man sie nicht mehr kitten.

    Notwendig sind die Fähigkeit, Bedürfnisse zu kommunizieren und beim Partner ernst zu nehmen . Zu erkennen, dass sich das Leben und die Menschen über die Jahre verändern und die Beziehung entsprechend anzupassen. Und immer der Wunsch, für den Partner attraktiv zu bleiben und sich anzustrengen (nicht nur äußerlich sondern als Mensch attraktiv zu bleiben) und nicht nachlässig zu werden.
    Zu verstehen, dass Streit und auch kleinere Enttäuschungen und Kränkungen in einer langjährigen Beziehung zwischen Menschen vorkommen, normal sind, aber nicht das Ende bedeuten.

    Ich bezweifle zum einen, dass alle Ehen auf einer tief empfundenen Liebe beruhen und zum anderen verlieren viele im Laufe des Alltags die Achtsamkeit, vergessen, sich immer weiter um den Partner zu bemühen.
     
    • # 19
    • 14.05.2015
    • Gast
    Was für eine Frage! Natürlich reicht so etwas nicht! Mir scheint, manche Leute bauen sich ihre Welt, wie sie ihnen gefällt und wollen nicht sehen, dass hinter dem Partner, den sie gut finden noch eine ganze komplizierte Welt dran hängt mit all seinen Problemen, Sorgen, Eigenarten. Das muss man erstmal packen! Viele geben den Löffel eben früh ab, weil sie ihren Partner unterschätzen.

    Mich unterschätzt man generell auch immer. Viele Männer wollen mich so hinbiegen, wie sie es brauchen und wenn ich mich nicht so verhalte, wie es meine hübsche Optik verspricht, sind sie gleich eingeschnappt!
     
    • # 20
    • 15.05.2015
    • Ehlo
    Ich glaube, Liebe, was immer man damit man auch meint, wird für eine gut funktionierende Ehe völlig überschätzt. Und die Erwartungen an die Liebe werden überschätzt. Das Gefühl vom Anfang hält nicht ewig.

    Der Alltag holt einen irgendwann ein und dann muss dieses schöne Gefühl untermauert sein mit mehr als "nur" Liebe. Damit eine Beziehung lange Jahre tragfähig ist, braucht es mE Vertrauen, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, finanzielle Stabilität. All diese Dinge.

    Früher spielte Liebe zB eine untergeordnete Rolle. Aus Liebe heiratete man zu allerletzt. Die Ehen waren nicht unglücklicher als heute.

    Und, was ich ganz fest glaube, Liebe kann man lernen!
     
  13. Es reicht zwar nicht, ist aber eine ausgezeichnete Grundlage. Hinzu kommen müssen Gleichmaß in möglichst vielen Bereichen (auch, wenn viele das nicht hören mögen) und gegenseitiger Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme, was bei Liebe und gleichem Hintergrund auch einfacher ist als bei einer Vernunft- oder Versorgerehe. Zum Beispiel sind alle Ehen, die wegen Schwangerschaft der Frau geschlossen worden sind oder in denen die Frau Hausfrau war, in meinem Bekanntenkreis mit lautem Krach und nach langem Unglück gescheitert. Ich habe nur eine große Liebe gehabt und diese Ehe ist glücklich. Verheiratet war ich trotzdem schon zuvor.
     
  14. Große Liebe gibt es natürlich. Sie ist unabhängig von einer Eheschließung. Heiratet man aus Liebe und nicht aus Vernunft, sind die Pfeiler natürlich stabiler. Ich kenne viele Vernunftehe, da graust es mich. Die Beteiligten merken gar nicht, wie viel Frust sie auf Außenstehende ausstrahlen. Ich kann mir deren Ehealltag gar nicht vorstellen.
    Liebe macht nicht blind. Sie sorgt dafür, auch mit den Macken des Partners gelassen umzugehen. Keiner von uns ist fehlerfrei und die kleinen Macken meines Mannes bringen mich höchstens zum Schmunzeln (nicht abwertend, sondern liebevoll!). Er ist, wie er ist. Ich habe nie versucht an ihm zu zerren und zu zotteln, um ihn umzukrempeln. DAS ist für mich Liebe. Den anderen zu achten und akzeptieren, genau so, wie er ist. Einmalig und wertvoll. Das gelingt, meiner Meinung nach nur, wenn man wirklich liebt. Dann geht das ganz von selbst. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
    Es gibt den schönen und passenden Spruch "Wenn es leicht ist, ist es Liebe."
     
    • # 23
    • 15.05.2015
    • Gast
    Die romantische Liebe reicht auf keinen Fall, stell dir Romeo und Julia beim Frühstück 10 Jahre später vor im schäbigen 1 Zimmer Appartment, er hinter der Zeitung usw.

    Die erotische, romantische Verliebtheit hält maximal ein paar Jahre an, meist kürzer und wenn man Glück hat, wird daraus eine Vertrautheit, eine andere Form der Liebe, oder man geht sich nur noch auf den Wecker, stürzt sich in Urlaube ohne den Partner, Hobbies, Beruf oder trennt sich.

    Das wahre Leben ist weder ein Dreigroschenroman noch ein Kitschfilm a la Hollywood.
     
    • # 24
    • 15.05.2015
    • Gast
    Um eine große Liebe empfinden zu können, muss man sich erstmal selbst lieben. Die Antworten 4 und 10 sprechen aber nicht davon, dass da Selbstliebe vorhanden war. Es war Projektion und Rollenverhalten, das mit Liebe gleichgesetzt wurde.
     
    • # 25
    • 15.05.2015
    • Gast
    Ich denke, dass Liebe durchaus reichen KANN, wenn wir uns mal bewusst werden, wie wertvoll Liebe ist. Selbst wenn es nicht nur DIE eine große Liebe gibt, liegt Liebe dennoch nicht auf der Straße. Und eine große Liebe gefunden zu haben, ist doch auch schon wie ein kleines Wunder. Warum lassen wir die Liebe so schnell entwischen, schmeißen alles hin, wenn es mal einen schlechten Monat gibt?
     
  15. Es gibt Menschen über die man sagen kann: "Ich liebe dich von Herzen, aber ich kann nicht mit dir leben."
    Liebe alleine reicht nicht.
    Ich denke, dass Liebe leicht ist, und den Alltag versüßt. Den Alltag den man zusammen bewusst leben möchte, und der Arbeit & Kompromisse bedeutet.

    Ist die Liebe gegangen oder fehlt von Beginn an, fehlt der Leichtigkeits- und Spaßfaktor in einer Beziehung und es ist nur mehr schwer.

    Die andere Version ist die oben genannte: ich liebe einen Menschen und lasse mich entweder nicht ganz auf ihn ein, oder lasse ihn nach einer Zeit der Probe los.

    Es gibt Beziehungen die vorwiegend von Liebe gehalten werden. Andere werden vorwiegend aus Gewohnheit aufrecht erhalten.
    Wer sehr gerne und gut alleine lebt, wird sich vielleicht oft ausschließlich für die Liebe in Kombination mit viel Leidenschaft, und alles ganz leicht haben wollend, entscheiden.

    Nein, Liebe, - nicht mal mit Wertschätzung und Respekt noch dazu - reicht nicht für einen guten gewollten Alltag. Bewusst entschieden oder ergeben.
     
  16. Ohne große Liebe braucht man meiner Ansicht nach nicht in eine Beziehung zu gehen, aber Ehe ist ja in vielen Fällen was anderes. Man will sein Leben ergänzen, Geld, Status, Kinder, was auch immer viele Menschen treibt, die "Liebe" sagen und das andere meinen.
    Wichtig ist auch, dass man oft etwas für Liebe hält, was nur eine Projektion ist. Man steht auf jemanden allein wegen der Optik oder bewundert ihn, weil er irgendwas kann, was man selber gern könnte, aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Sieht nur so aus, weil man sich verliebt hat.
     
  17. ich glaube nicht an eine einzige große Liebe. Man kann auch mehrmals im Leben richtig lieben. Doch eine richtige Liebe muss sich entwickeln und festigen, das unterscheidet sie von einer "Liebschaft".

    Jetzt bin ich über ein Jahr mit meinem jetzigen Partnerin zusammen. Ich liebe sie, ich sehe eine positive Entwicklung, ein sich stärkendes Zusammengehörigkeitsgefühl, ein steigendes Vertrauen. Ja, hier kann ich sagen, es ist eine große Liebe.
     
  18. Nein, es war eine Erfahrung, aber sie hat mich nicht geprägt, zudem muss ich gestehen, dass dieser "damalige" Mann zwar ein attraktives Gesicht hatte, aber gerade mal 1,72 war, so groß wie ich, wie ich das damals "übersehen" konnte ist mir heute total schleierhaft, auch war er kein treuer Typ, sondern Weltmeister im flirten, wenn wir irgendwo herumstanden und rechts und links Frauen waren hatte er gleich mit denen ein Gespräch - in meinem Beisein. Naja, da war ich auch erst 19.

    Heute unvorstellbar, zumal meine festen nachkommenden Beziehungen nur Männer von über 1,90 waren und vom Charakter total anders, zum Glück.
     

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