• 24.12.2016
    • Alleine89

    Rechtfertigung für Single-Dasein

    Hallo EP-Forum,

    es geht mir um das Singleleben. Oft hört/liest man dass es so schrecklich sein soll/ist. Finde ich nicht unbedingt. Ich bin 27 und seit 10 Jahren ohne Partnerin. Im Großen und ganzen komme ich gut klar.

    Nur die Fragerei ab und zu mal von anderen bzw. das Nachhaken wieso, weshalb, warum nervt manchmal. Wenn man dann genervt mit "ich habe keine Lust auf Partnersuche" antwortet, wird man gleich merkwürdig angeschaut.

    Wie geht ihr mit sowas um? Macht ihr irgendwelche Dinge, um euch "abzulenken"? Oder macht ihr einfach das, worauf ihr Lust habt?
     
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    • # 1
    • 25.12.2016
    • Lebens_Lust
    Ein Freund von mir hat eine Partnerin. Immer, wenn er mal wieder eine "Story" erzählt, verdrehe ich innerlich die Augen und frage, wie lange er sich das noch antun will.
    Es ist völlig richtig, das zu tun, wozu Du Lust hast. Wenn es Dir ohne Frau gut geht, ist das in Ordnung. Wenn es ihm mit Frau gut geht, auch. Außenstehenden kann es doch völlig wurscht sein. Gib einfach nichts um das Geschwätz der Leute und tue genau, womit Du Dich wohl fühlst.
     
    • # 2
    • 25.12.2016
    • Lionne69
    Ich mache grundsätzlich das, worauf ich Lust habe. Müssen tue ich gar nichts.
    Es ist mein Leben, meine Entscheidungen. Auch welche Verpflichtungen, Verbindlichkeiten, ich entscheide, was ich für andere tue, welche Kompromisse ich schließe.

    Was mir immer auffällt, in diese Rechtfertigungssituation kommt man nur, wenn es bei einem selbst ein kritischer Punkt ist. Wenn man zögert, unklare Positionen ausstrahlt.

    (Ich werde nach dem Umgang mit meinem Vater gefragt...) Die anderen Fragen beantwortet man, oder nicht, und es bleibt nicht hängen.
    Rechtfertigungen, Fragen nach dem Warum braucht keiner beantworten, auch das meine Entscheidung.
    Bei meinem Vater reicht ein 1/2 Satz, es wird nicht mehr weiter gefragt, aber selbst diese Frage kommt sehr selten. Vielleicht liegt es am Ton der ersten Antwort.

    Wenn Du gerne so lebst, wie Du es tust, dann ist es gut, alles andere irrelevant.
    Wenn nicht, dann verändere, und mach Dich unabhängig von der Meinung und der Erwartung anderer.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 3
    • 25.12.2016
    • Cassel
    In meinen jüngeren jahren musste ich mir das auch oft anhören. Meist von Verwandten: Und wie steht's mit einem Freund? Und dann "tröstend": Das kommt schon noch.
    Obwohl ich gar nicht wollte. Das konnte sich keiner vorstellen, dass ich damals keinen Freund haben wollte.Weil: Die XY hat auch SCHON einen Freund.

    Bei dem Gerede kam ich mir schon mit 20 vor, als wenn bei mir irgend was schiefläuft. Ich war/bin eher introvertiert, war nie eine Discogängerin (irgendwie gingen alle in die Disco, nur ich nicht), da konnte ich mir kaum vorstellen, dass sich ein Mann für mich interessieren könnte.

    Ja, die Sprüche waren nervig. Aber die werden auch bei dir weniger werden, wenn du älter wirst. Wenn all die etwa Gleichaltrigen, die SCHON in jungen Jahren einen Freund hatten (und deswegen scheinbar normaler/begehrter wirken) mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich haben. Dann hört man schon mal von anderen: Du hast das ganz richtig gemacht.
     
    • # 4
    • 25.12.2016
    • QFrederick
    Guten Morgen lieber FS,

    Ich bin ein Mensch der leisen Töne, des feinen Wahrnehmens der kleinen Dinge und derer dahinter.
    So klingelt mein Bauchgefühl bei Dir vielleicht an ungeahnter und falscher Stelle:

    Ist es wirklich das oder bist Du nur Dir (zu) unaufmerksam gegenüber? Anderen/m auch?

    Ich gehe davon aus, dass Du auch ohne (feste) Partnerin glücklich bist, dann kommuniziere das ebenso (non)verbal und ich denke andere werden es auch so wahrnehmen (können). Das tust Du nicht und betroffene Hunde bellen.
    Es ist völlig richtig und (lebens)wichtig nur das zu tun was man möchte ohne anderen zu schaden. Man sollte das dann aber auch "richtig" und konsequent und vor allem mit dem Herzen tun. Die die dann noch unbelehrbar bleiben kann man dann getrost ohne Rechtfertigungsduck ignorieren.

    So tue ich es. Nicht (schon) immer aber immer öfter und besser. Es tut unwahrscheinlich gut und das merken auch die Anderen.

    PS: Für alle frohe und glückliche Feiertage
     
    • # 5
    • 25.12.2016
    • INSPIRATIONMASTER
    Als Single geht es mir viel besser als denen die nicht Single sind, sie sind übetrwiegend eifersüchtig meine Erfahrung, Punkt! Ich brauch mich deshalb nicht ablenken, sondern ich sage das direkt, dann ist Ruhe für immer! Ich zähle alle positiven Dinge auf, wie: Freiheit, Unabhängigkeit, tun und lassen können was man immer grad möchte, keine Kontrolle und Eifersucht des Partners etc. pp. wie schön, einfach toll!
     
    • # 6
    • 25.12.2016
    • klara75
    Die Frage nach einem Partner/einer Partnerin wenn denjenigen bekannt sein dürfte dass es diese Person nicht gibt finde ich unangemessen und unhöflich.

    Wenn Leute danach fragen die das schlicht fragen "müssen" da sie eben nicht wissen ob das Gegenüber in einer Ehe/Partnerschaft lebt, empfinde ich das nicht so.

    Die nervigen Frager sind eher in der verwandtschaft vermute ich. Irgendwelche Großtanten o.ä. haben glaube ich gerne so einen Hang zu unerwünschten Kommentaren (zugenommen? Haare lichter? Immer noch kein Partner wegen der zukünftigen Großnichten/neffen in Sicht?... ;) ).

    In der Zeit als Single habe ich diese Fragen schlicht mit "Nein, noch nicht wieder vergeben...." beantwortet. Danach kam idR nichts mehr. Wenn doch jemand hartnäckiger bohrte(aber ich habe den Eindruck dabei gehts meist eher darum, damit anzugeben dass Cousin XY ja jetzt dann in den Hafen der Ehe steiert(und hoffentlich nicht havariert)) hatte ich maximal "Mir gehts es damit sehr gut, wenn ich den richtigen treffen sollte kann sich das ja jederzeit ändern". Ehrlich gesagt kam etwa 3 Jahre nach meiner letzten Trennung gar keine Frage mehr...

    Ansonsten...was sollte am Singleleben schlecht sein? Ich habe auch da wunderbar gelebt. Freie Zeiteinteilung und ohne Freunde ist man ja nun auch nicht...ich wüßte nicht was einem da fehlen sollte wenn man nicht dringend für sein eigenes Seelenheil einen Partner "braucht".
    Ich bin eher zufällig an meinen Partner gekommen. Da es bislang super passt war das ein Glücksfall. Aber gesucht habe ich beileibe nicht....
     
    • # 7
    • 25.12.2016
    • sonrix
    Man muss nur aus tiefstem Herzen wollen, was man lebt, dann kann man so oder so glücklich sein.

    "Zurecht kommen" ist aber noch mindestens eine Stufe unter von Herzen wollen.

    Kein Mensch wird dadurch sterben, dass er oder sie keinen Partner, keine Kinder oder keinen Sex hat.

    In der heutigen Zeit gibt es aber eine sehr günstige Situation für Menschen, die alleine Leben wollen. Früher wäre man ein Sonderling gewesen.

    Heute wird das jeden Tag in den Medien als gutes Lebensmodell verkauft. Man ist also voll im Trend, wenn man keine verbindlichen Beziehungen und Kompromisse im Leben eingehen will.
     
    • # 8
    • 25.12.2016
    • Gast712
    "ich habe einfach keine Lust auf Partnersuche.." verstehen andere Menschen aber als Provokation. Das klingt wie ein 6jähriger, der nicht zur Schule gehen will.

    Entweder legst du dir vernünftige Argumente zurecht, umgehst die Leute konsequent für immer, oder lernst Gelassenheit bei Konfrontationen. Da es dich stört, scheint da was nicht gelöst zu sein. Hast du dir wirklich schon mal Gedanken gemacht, warum du glücklich Single bist? Das auch aufgeschrieben? Wenn dein Leben so glücklich ohne Partner verläuft, warum fallen dir dann keine Argumente ein, wie dass dein Leben ohne Single einfach massenhafte Vorzüge bietet wie: Ziele und Traumjob nachgehen zu können. Wenn du so glücklich wärst, würdest du dich nämlich nicht darüber ärgern, sondern gelassen deinen Tätigkeiten nachgehen, die viel besser sind als dein Singleleben.