• 08.08.2017
    • Lacappucine

    Profilcheck: weiblich, Designerin Textile Arts, 59 Jahre

    Hallo Ihr Lieben,
    irgendetwas muss in meinem Profil versteckt sein, was potentielle Interessenten abschreckt. Ich komme nur nicht drauf.

    Ich versuche seit einer Weile, wieder einen Partner zu finden.
    Ich war einmal länger verheiratet (23 Jahre), dann leider nur 4 Jahre mit Ehemann No. 2, der inzwischen verstorben ist.
    Jetzt bin ich solo/single/ledig , möchte das aber nicht zwingend für den weiteren Lebensweg bleiben.

    Mich schreiben leider höchstens erheblich ältere Männer (70+) an, die ich dann höflich ablehne. 2x wurde ich mit einer Anfrage von Scammern geehrt .
    Ansonsten nur eine platte Anfrage eines Mannes, welche Sorte Sex ich denn bevorzugen würde, er möchte das vorher wissen, bevor er zuviel Geschreibe investiert....

    Ich habe mehreren für mich interessanten Herren "Komplimente" gemacht, ggf. Bilder freigeschaltet und/oder einen kleinen Text geschrieben, mit Bezug auf das Eine oder Andere in ihrem Profil - 2x wurde ich gleich verabschiedet, die anderen Male erfolgte gar keine Reaktion.

    Ich bin hier im ersten Monat einer Jahresmitgliedschaft unterwegs und denke, das war wohl der berühmte Schuss in den Ofen....

    Schaut doch bitte mal in mein Profil - ich freue mich auf Eure Kommentare und Bemerkungen !

    Viele Grüße !
     
    • # 1
    • 08.08.2017
    • ErwinM
    Ein extrem ausführliches und vielsagendes Profil hast Du erstellt. Man sieht, dass Du gerne schreibst, auch Deine Anfrage nach dem Profilchek hat wahrscheinlich Längenrekord.

    Als einziges "abstoßendes" ist mir das hier aufgefallen:
    "..möchte ich auch in 15 Jahren noch den Erfolg im Beruf haben, den ich jetzt habe. Aufhören ist keine Option !"
    Dann bist Du 74. Nicht viele Männer wollen in dem Alter noch beruflich aktiv sein. Aber es gibt sie, ich kenne zumindest einen. Den zu finden und sich ineinander zu verlieben, das ist für Dich die große Aufgabe!
    Viel Erfolg!
    ErwinM, 48
     
    • # 2
    • 09.08.2017
    • frei
    Ich kenne viele.
    In meinem Gewerk ( ich bin Ingenieurin ) ist es die Regel, nicht die Ausnahme, über das 65. Lebensjahr hinaus zu arbeiten.
    Ok, nicht mehr 60 oder 80 Std. / Woche, sondern vielleicht 20 oder 30.
    Sie haben finanziell ihre Schäfchen im Trockenen und suchen sich die schönen Projekte raus.
    Oder haben Beraterverträge, bieten also ihr know how und ihre Erfahrung an. Z.T. für sehr kleines Geld oder komplett ehrenamtlich.
    Ich kenne wirklich viele, die so weiterarbeiten, bis sie richtig alt sind oder tot.
    Ich kenne einen 82-jährigen Statiker, der noch mit auf die Baustelle kommt, die Leiter runtersteigt in die Baugrube und der in Sitzungen ganz normal ist. Man muss weder die Sätze noch die Sachverhalte simplifizieren, erst recht nicht laut reden.

    Diese Leute machen das, weil sie ihren Beruf lieben, weil sie oft Nerds sind, die kaum Freunde haben oder andere Hobbies.
    Und weil es den Geist fit hält, die sind alle vollkommen normal, null senil.
    Nicht wegen des Gelds oder des Renommees.

    Ich finde es toll, dass du in deinem Profil angibst, noch lange aktiv sein zu wollen, mich würde das ansprechen.

    Meine Schwiegereltern sind 76 und 85 und gammeln den ganzen Tag nur in ihrem Wintergarten rum.
    Echt, die pendeln zwischen Bett, Küche, Bad, Wintergarten und Wohnzimmer.
    Sie gucken fern, lesen die Zeitung, lösen Kreuzworträtsel, lackieren die Fingernägel ( Mutter ), lassen Herrn Bofrost rein und die Putzfrau und die Friseurin und sonst haben sie nichts.
    Außer meinem Freund, der jeden Samstag zu ihnen zum Frühstück kommt, dann auch Einkäufe mitbringt und kleine haushaltsnahe Dienste erledigt.
    Für sie der Höhepunkt der Woche, für ihn die lästige Pflichterfüllung.

    Schrecklich, oder ?
    Meine beiden Mütter sind nicht so.
    Die sind im gleichen Alter ( 80 und 81 ) und noch sehr aktiv.

    w 50
     
    • # 3
    • 09.08.2017
    • Lacappucine
    Musste gerade laut lachen ! Meine Eltern waren auch so - Herr Bofrost war ein Highlight und die letzen Jahre wurden nur verschlafen, vergammelt, vertan.
    Da ich aber nicht körperlich schwer arbeite und Schreibtischtäterin bin, kann und will ich arbeiten, solange Finger, Tastatur, Augen und Hirn mitmachen.
    Mir ist es lieber, dass "er" es von Anfang an mit einkalkuliert, da ich sicher nicht wie Mutti damals begeistert im Automatiksessel sitzen mag und warten, bis dann endlich das Leben vorbei ist.

    Danke für Eure jeweiligen Inputs - beide Argumente sind stichhaltig - ich werde die entsprechende Bemerkung ein wenig umformulieren, um ihr die Ausschliesslichkeit zu nehmen....
     
    • # 4
    • 15.08.2017
    • Lord-Venus
    Deine Erfahungen teilen auch viele jüngere User, oft kann der Unterschied zwischen "Voll-Mitgliedern", welche antworten können und jenen, welche als Mitglieder angezeigt werden, dir aber keine Antwort geben können, wohl nicht angezeigt.

    Dass du deine Berufstätigkeit ins Profil stellst, finde ich aufgrund des doch sehr unterschiedlichen Lebensstils von einem Vollzeit-Rentner-Golfer (gruselig) wichtig und richtig- übrigens hören heutzutage nur die wenigsten Akademiker, die noch gesund sind und Freude an ihrem Beruf haben, mit 67 wirklich endgültig auf. Viele mögen die Arbeitszeit zwar reduzieren, aber nur die wenigsten sind mit 67 + wirklich untätig. Bleib wie du bist, nur Mut, und "schlimmstenfalls" bist du um eine Erfahrung reicher und kannst dich zukünftig auf anderen Börsen oder eben im RL umsehen.
     
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