1. Partnerberatung sinnvoll?

    Folgende Situation:

    Ihr seid seit etwas länger als einem Jahr zusammen. Im Prinzip hegt ihr recht starke Gefühle füreinander. Es flammen aber immer wieder die selben Probleme zwischen euch auf, wegen derer ihr euch in die Haare bekommt.

    Sie macht bereits eine Psychotherapie (Grund: u. a. viele negative Erlebnisse aus der Kindheit) und deckt in ihrer Seele immer mehr "Baustellen" auf - an denen sie arbeitet.

    Sein "Problem": Ist durch ihre permanente Eifersucht verletzt und weiß nicht mehr wie er damit umgehen soll. Hinzu kommt, dass er aus seiner Haut nicht kann und sie (bewusst oder unbewusst) mit Schweigen "straft".

    Würdet ihr in diesem Fall - trotz dass die Beziehung relativ jung ist - einen Paartherapeuten aufsuchen? Macht das Sinn?

    Freue mich auf euere Reaktionen!
     
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    • # 1
    • 23.01.2012
    • Gast
    Warum denn nicht. Es wird helfen können !
    Eines der Probleme in Partnerschaften ist doch eine nicht gelingende Kommunikation.
    Es gibt sehr tolle Berater oder Coach / Therapeut / Mediator , wie sie alle heissen- sehr gute Organisationen auch z.b. pro familia bieten so etwas an.
    Ich selbst mache gerade eine solche Ausbildung zur Familien und Sozialtherapeutin.
    Jemand , der ausgebildet ist , hat die passende Technik behutsam mit diesem Problem um zu gehen. Dem Paar unterstützend zu helfen.
    Ich würde mich freuen, und es als sehr positives Zeichen sein, wenn sich ein Partner dazu mit mir bereit finden würde !Ich finde die Menschen haben zu grosse Scheu davor.
    Niemand ist deswegen psychisch krank , oder beziehungsunfähig.
    w51
     
    • # 2
    • 23.01.2012
    • Gast
    Na super, und im anderen Eifersuchtsthread hab ich eben geschrieben, die Dame solle sich vor Ort an einen Profi wenden, wegen ihrer krankhaften Eifersucht... Und hier ist es den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen...
    Irgendwann muß es auch mal gut sein mit den 10er-Abos beim Psychofritzen. Ihr seid doch alle vernunftbegabte, erwachsene Menschen, die selber überlegen können, wie sie was ändern?

    Naja, die Kombination von diesen beiden ist vielleicht den Versuch einer Paartherapie wert. Hoffentlich hilft's. (Ich glaube ja sowieso, daß es nur dann hilft, wenn nicht einer immer wieder die Oberhand haben will.)
     
    • # 3
    • 23.01.2012
    • Gast
    Einen fachlich kompetenten Rat kann ich da leider nicht geben. Allerdings einen aus der Erfahrung heraus. Ich kenne 2 Beispiel aus meinem Freundeskreis, wo jemand länger in Therapie war. Beide waren irgendwann so sehr mit ihrem Therapieansatz beschäftigt, dass sie gar nicht mehr gemerkt haben, dass sie sich schleichend vom realen Leben entfernt haben. In der Therapiestunde dreht sich alles nur um sie, diese Einstellung haben sie irgendwann nach draußen übertragen. Und dann auch entsprechend dem Thema, das gerade "dran" war, erwartet, man würde auch so schön sensibel reagieren wie der Therapeut. Mit einer davon habe ich dann irgendwann den Kontakt abgebrochen, weil mit ihr ein normales Gespräch nicht mehr möglich war, es ging ausschließlich um ihre Befindlichkeiten und die Frage, warum alle keine Rücksicht auf sie nehmen sind und dass sie keinem mehr vertraut.

    Was ist sagen will, ich könnte dir jetzt nicht ehrlich raten, noch eine Therapie anzufangen (wie alt seid ihr, ich nehme an, noch nicht allzu alt?), wenn ich nicht sicher wäre, dass der Therapeut weiß, was er tut. Denn du schreibst ja selber von deiner Eifersucht, die auch dein Therapeut offenbar (noch?) nicht verbessern konnte. Du bist momentan ziemlich stark mit dir selbst beschäftigt, sodass ich nicht weiß, inwieweit das langfristig jemand mittragen kann. Dein Partner jedenfalls braucht viel Kraft, und auch in der Therapie würde sich wieder alles um deine Probleme drehen. Ist einfach schwierig.

    Sorry, trotzdem alles Gute.
     
    • # 4
    • 23.01.2012
    • Gast
    Nochmal 2: Genau das ist nämlich das Resultat! Übel! Und diese Leute nerven wirklich, weil sie alles, was sie selber gerade in der Therapie aufarbeiten, auf den nächsten übertragen wollen. Die schaffen es echt, dich "irre" zu reden, wenn man dem nicht Grenzen setzt - auch mal mit deutlicheren Worten.

    Ich habe auch schon einer Freundin dringend geraten, sich nicht mehr so auf ihre Therapie zu fixieren. Glücklicherweise sieht sie es ein - sie hat aber auch einen "Therapiemarathon" von über 10 Jahren hinter sich und hatte Phasen, da dachte ich "jetzt ist sie belasteter als vorher..."
    Die Freundschaft und Verlässlichkeit ihrer Freundinnen und Freunde hilft ihr jetzt, wo sie stabiler ist, mehr. Das erkennt sie jetzt auch.
     
    • # 5
    • 23.01.2012
    • Gast
    @FS
    Eine solch stressige Beziehung hätte ich längst beendet - das braucht doch kein Mensch.

    Ebenso wenig wie eine Paartherapie - ich kann mit so etwas als resilenter Mensch rein gar nichts anfangen. Soll aber nicht heißen, das dies für andere genauso gilt.

    m, 50
     
    • # 6
    • 23.01.2012
    • Gast
    Ich finde eine Paartherapie äußerst hilfreich.
    BEIDE müssen Bereitschaft dafür mitbringen.
    Ein Therapeut ist geschult und objektiv und hat viel Erfahrung mit der Problematik.
    Nichts davon kann man von Freunden erwarten - damit sind sie völlig überfordert.

    Ganz wichtig: eine Paartherapie ist keine Rettungsaktion für eine Partnerschaft.
    Sie KANN auch dazu führen, dass das Paar erkennt, dass Trennung der einzig gangbare Weg ist.

    Es ist immer besser, einen Profi helfen zu lassen, wenn man selbst nicht mehr weiterkommt.
    Genauso, wie jeder halbwegs normale Mensch zum Arzt geht, wenn er sich wirklich krank fühlt, genauso kann und soll man Hilfe beim Therapeuten suchen, wenn man fachkundige Unterstützung braucht.

    Mut gehört dazu - Mut, sich selbst anzuschauen, die Wahrheit zu sagen und zu hören, auch unbequeme und schmerzhafte Prozesse zuzulassen, wenn sie der Klarheit dienen.

    Ach ja, und weil gleich sicher das Argument der Kosten kommt:
    Viele Therapien werden schon lange von den Krankenkassen gezahlt. Nicht zufällig, denn auch dort hat man erkannt, dass sie helfen können und dem Patienten und der Gesellschaft Leid (und damit vielleicht noch viel höhere Kosten) ersparen.

    Und es gibt auch die Möglichkeit, bei der Caritas oder Diakonie (keine Angst, niemand wird hier missioniert oder muss gläubig sein - auch die Therapeuten nicht) oder, soweit ich weiss, bei ProFamilia und anderen sozialen Einrichtungen äußerst hilfreiche Beratungen für eine kleine freiwillige Spende in Anspruch zu nehmen.
     

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