• 11.02.2018
    • Yara.Sc.

    Muss ich es toll finden, ein Single zu sein?

    Hallo die Runde!

    In letzter Zeit habe ich (31, w) immer wieder den Ratschlag gehört, ich solle es "einfach genießen" Single zu sein. Andere Menschen geben zu bedenken, dass es "überhaupt nicht attraktiv" sein, einen Partner zu suchen. Die moderne Frau sei auch ohne glücklich und kann dann zufällig über die Liebe ihres Lebens stolpern. Es zeuge von einem Mangel meinerseits, wenn ich mit meinem Leben nicht auch ohne Mann völlig zufrieden bin.

    Tja, was soll ich sagen? Ich bin nicht völlig zufrieden. Ich vermisse es, mit einem geliebten Menschen einzuschlafen. Ich küsse wahnsinnig gerne. Ich hatte seit mehr als einem Jahr keinen Sex mehr, weil ich nicht willkürlich irgendwen mit nach Hause nehmen möchte. Ich liebe das Gefühl genau zu wissen, bei wem ich mich daheim fühle. Wenn es sich ergibt, würde ich gerne mit einem tollen Mann eine Familie gründen. Aber primär, würde ich einfach gerne lieben und geliebt werden. Bei einem Glas Rotwein sitzen und gemeinsam von der nächsten Reise träumen....

    Kurz: Nach mehr als einem Jahr als Single-Frau konnte ich noch keine Vorteile gegenüber einer glücklichen Beziehung feststellen.

    Meine alte Beziehung ist gut abgeschlossen. Ich habe tolle Freunde, genieße meine Hobbys und bin insgesamt eine gut gelaunte Frau.
    Aber mit einem Mann an meiner Seite, fände ich einiges noch schöner.

    Allmählich habe ich das Gefühl, ich darf das aber nicht aussprechen. Weil es wohl verzweifelt und schwach klingt. Dabei ist Liebe doch so ein kraftvolles und schönes Gefühl. Warum nicht danach sehnen?

    Wie geht es euch mit dieser Frage? Welche Vorteile seht ihr im Single-Leben? Schreckt es euch ab, wenn euer Gegenüber sich nach einer Beziehung sehnt?
     
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    • # 1
    • 12.02.2018
    • Dingens
    Nö, abschrecken tut es mich nicht. Ich kann den Wunsch verstehen. Es ist aber ein himmelweiter Unterschied, sich etwas zu wünschen was gerade nicht so ist und einer quasi fühlbaren Frustration, die eintritt, wenn dieser Wunsch unerfüllt ist. Letzteres habe ich in meinem Freundeskreis. Eine sehr attraktive, beruflich sehr erfolgreiche Frau, schafft es nicht einen Mann dauerhaft an sich zu binden. Einfach weil die Männer nach ein paar Monaten merken, wie frustriert sie versucht eine Beziehung mit Kinderwunsch zu etablieren. Ich glaube die Männer merken recht schnell, dass es gar nicht um sie als individueller Mensch geht sondern nur darum, das diese Frau händeringend einen Partner will.
    Ich war immer jemand, der alleine unglücklich war. Zu meinem (un)Glück bin ich so immer von einer Beziehung in die nächste geschlittert. Ich bin nie in die Verlegenheit gekommen frustriert zu werden. Bedauerlicherweise habe ich aber auch nie gelernt alleine zu sein. Damit fange ich jetzt nach meiner Scheidung und mit Ü40 gerade an. Ich finde es toll! Ich habe in den letzten Monaten viel über mich selber gelernt. Ich fange das erste Mal in meinem Leben an mich selber zu lieben (oder sagen wir wertschätzend zu behandeln), zu respektieren und mich so zu mögen wie ich bin. Seit dem ich diese Gefühle etabliert habe, geht es mir gut. Ich frage mich nicht mehr ob und wann wieder ein Mann in mein Leben tritt.....das bedeutet nicht, das ich nie wieder eine Partnerschaft möchte. Ich muss mich aber nicht mehr darüber definieren. Mit mir selber wertschätzend und liebevoll umzugehen, mich auf eine völlig andere Art und Weise kennen zu lernen, macht gerade Spaß. Wenn ein Mann kommt ist es gut, wenn nicht auch gut. Ich bin nicht mehr die emotional bedürftige Frau, die glaubt ohne Partnerschaft nicht vollständig zu sein. Das eröffnet mir eine entspannte Wahrnehmung auf das Thema Partnerschaft.
     
    • # 2
    • 12.02.2018
    • Yilvina
    Guten morgen....

    Es kommt darauf an. Ist es jemand, der mich wirklich möchte oder ist es ihm egal, Hauptsache eine Frau.

    Es gibt da ja oft die ganz verzweifelte Fraktion.
    Du verstehst schon....

    Natürlich hat das Singleleben viele Vorteile. Aber ich hätte auch gern wieder einen Partner. Ich bin zwar nicht unglücklich aber es ist eben auch kein Highlight. Nähe, kuscheln, küssen, Sex.

    Das möchte ich auch nicht unverbindlich. Ich bin jetzt seit 2014 alleine. Zwar habe ich keinen Druck wegen der Familienplanung; dafür bin ich auch zu alt aber es wäre trotzdem schön einen Menschen an meiner Seite zu haben, der mich liebt und den ich liebe.

    Natürlich bin ich lieber alleine als wenn ich so einen Pflegefall an der Backe habe, wo man mehr Kummer mit hat, als alles andere.

    Aber ein Jahr bei Dir ist ja noch keine Zeit... gib Dir noch ein bisschen. Ich drücke Die die Daumen.
     
    • # 3
    • 12.02.2018
    • irina_85
    Hallo FS,

    ich bin schon seit 4 Jahren alleine und ja ich wünsche mir auch endlich wieder einen Mann an meiner Seite. Nur leider habe ich irgendwie kein Glück was solche Zufallsbegegnungen betrifft. Leider ergibt sich durch den Job (frauenlastig) nichts, noch haben Bekannte/Freunde passende Singlemänner für mich. Letzendlich bleibt nur die Freizeit und somit neue Menschen kennenlernen als auch das Onlinedating.
    Und bei dir ist ja 1 Jahr gar nichts. Da habe ich noch meine Beziehung verarbeitet. Lass den Kopf nicht hängen und lerne einfach unverbindlich neue Männer kennen und dann kommt der passende Mann schon irgendwann um die Ecke.
     
    • # 4
    • 12.02.2018
    • Chicken
    Liebe FS,
    anstatt deinen Freunden/Bekannten zu erzählen wie sehr du einen Partner vermisst solltest du einfach mit offenen Augen durchs Leben gehen und mit Männern, die dir gefallen, flirten.

    Es stimmt tatsächlich - wem man es jemandem anmerkt dass er/sie auf der Suche ist, wirkt der-/diejenige wirklich verzweifelt. Vielleicht gelingt es dir unauffällig zu suchen, bzw. es lockerer anzugehen - so wirkst du entspannter und wirst mehr Erfolg haben.

    Dieses "genieße doch dein Singleleben-Geschwafel" finde ich auch total bescheuert. Könnte ich auch nicht genießen und in meinem Freundeskreis bemitleidet man die Singles eher...

    Alles Gute dir!
     
    • # 5
    • 12.02.2018
    • Ejscheff
    Muss ich es toll finden, ein Single zu sein?

    "Muss" stört. Single sein kann natürlich toll sein. Wobei ich das persönlich auf eine begrenzte Zeit eingrenzen würde.

    Dauerhaft Single zu sein kann ich mir dagegen nicht toll vorstellen. Selbstverständlich kann Frau/Mann sich damit so arrangieren, dass Frau/Mann nicht unglücklich sind. Das bedeutet aber nicht Glück. Für das Leben in einer Beziehung gilt dies grundsätzlich auch.

    Es gibt auch Menschen die kommen quasi immer mit einer Beziehung nicht klar. Dort gilt dann wahrscheinlich tatsächlich, dass das Single sein toll ist.

    Ob jemand zu den Menschen gehört, die dauerhaft lange Bindungen bevorzugen oder dies nicht können (Entschuldigung wollen ;) ), muss jeder für sich selbst heraus finden.
     
    • # 6
    • 12.02.2018
    • Kastanie
    Hallo liebe FS,
    ich glaube mit dem Satz "Genieße Dein Single-Leben" ist etwas anderes gemeint. Ich würde es so übersetzen "Nimm Deine Lebenssituation an wie sie ist und mache das beste daraus". Dann kannst Du Dein Single-Dasein tatsächlich auch ein Stück weit genießen.

    Ich habe meine Single-Zeit intensiv für mich genutzt, dabei Dinge gemacht, die mir gut tun und die ich in einer Partnerschaft nicht einfach so machen kann. Auch diese Seiten gibt es tatsächlich, man muss sie nur für sich entdecken, wie z.B. spontan verreisen, in den Tag hinein leben, sich komplett neu einrichten, Wellness- Wochenende buchen, Mädels-Abende veranstalten, Gründung einer Kochgruppe, neue Sprache lernen usw.)

    Irgendwann strahlst Du förmlich aus, dass Du mit Dir und Deinem Leben im reinen bist. Das macht Dich attraktiv und Du ziehst automatisch einen tollen Mann an. Bei mir war es so :)

    w (47J)
     
    • # 7
    • 12.02.2018
    • Leopardin
    Das solltest du schleunigst abstellen denn bald wirst du an nichts anderes mehr denken können!

    Du hast bis heute keinen passenden Mann gefunden und perfekt backen ist auch nicht. Means, du musst der Realität in die Augen sehen und diesen Fakt endlich akzeptieren. Solange du das nicht tust wirst du weiter völlig unentspannt und unzufrieden sein und der Anblick glücklicher Paare wird nach wie vor ein halber Weltuntergang sein. Du kannst dich noch so bemühen, aufbrezeln und vor die Tür gehen, bist du aber zum richtigen Zeitpunkt nicht am richtigen Ort weil der potentielle Partner auch gerade dort weilt tut sich weiter nichts in Sachen Mann. Die Singlezeit kann bald vorbei sein, unter Umständen aber auch Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte andauern. Warum Frau deshalb resigniert verstehe ich nicht.

    Ich bin 1998 nach 15 Jahren Ehe geschieden worden. Danach hatte ich erst einmal keine Lust auf Männer, weder in Sachen fester Partnerschaft noch sexuell unverbindlich. Ich habe mir das Leben schön und zufrieden eingerichtet und nach dem Ablauf von drei Jahren habe ich den Vater meines Sonnes kennengelernt. Der hat sich noch während meiner Schwangerschaft als Pfeife geoutet und deshalb hat er von mir die rote Karte erhalten. Das Leben als Alleinerziehende ist und war nie ein Problem für mich. So war ich wieder viele Jahre gewollt und bewusst ohne Mann und irgendwann im letzten Jahr (nach 15 Jahren!) trat ein neuer Partner in mein Leben. Wir wohnen nach wie vor nicht zusammen, aber trotzdem läuft es. Im fortgeschrittenen Alter sind die Prioritäten eben andere, es ist nicht mehr so wichtig mit dem Partner einzuschlafen wenn Frau genau weiß sich am nächsten Tag zu sehen oder am Abend vorher noch zu hören.

    Somit: Sei zufrieden mit dem was du hast und schiebe die in dir arbeitenden Sehnsüchte und Wünsche zur Seite solange niemand da ist der sie in der Realität erfüllt.
     
    • # 8
    • 12.02.2018
    • Morgana85
    Hallo liebe FS,
    der Mensch ist ein soziales Wesen, aber ich (32, w) finde es zeugt von einem gesunden Verhältnis zu sich selbst, wenn man auch alleine glücklich ist.
    Wenn man sich selbst nicht genug sein kann, sondern das Gefühl hat einen Partner zu brauchen, wäre das der Punkt an dem ich ansetzen würde, und nicht die Partnersuche. Denn diese sehnende Frustration, dieses manchmal sogar verzweifelte "Ich möchte jemanden an meiner Seite" strahlt man unbewusst aus und es wirkt - zumindest auf mich - höchst unattraktiv und abschreckend. Ich finde es gesund sich über etwas anderes zu definieren als über seine Partnerschaft und nicht sein Lebensglück davon abhängig zu machen.

    Das Eingangsposting liest sich für mich so wartend, fast hilflos: Sex fehlt, Pläne fehlen, Reisen fehlen, schöne Abende mit Rotwein und Träumen fehlen... All das kann man alleine und es ist schön.
    Es ist anders als mit einem Partner, aber deswegen ist es nicht schlechter, es ist auf andere Art und Weise gut. Ich war lange Single bevor ich meinen jetzigen Partner kennengelernt habe und ich war glücklich in dieser Zeit, ebenso wie ich jetzt glücklich mit ihm bin. Es ist lehrreich alleine und ganz bei sich selbst zu sein. Ich bin viel gereist - alleine, hatte fantastischen Sex - mit mir und für mich alleine, habe viele Pläne geschmiedet und in die Tat umgesetzt - alleine. Ich liebe mich selbst und ich bin bei mir selbst daheim. Das ist Selbstwert und letztendlich Freiheit. Es war nie eine Notlösung, weil dummerweise kein Partner da war und ich irgendwie die Zeit totschlagen musste bis mich jemand aus meiner Einsamkeit erlöst.
    Für mich ist ein "Ich will dich in meinem Leben" viel mehr wert als ein "Ich brauche dich in meinem Leben". Ersteres ist wunderschön, letzteres beängstigend. Nur wer gut alleine sein kann, kann frei und bewusst ja zu Zweisamkeit sagen. So zumindest meine Meinung.

    Von daher: ich sehe keine Vorteile im Single-Leben, ebenso wenig wie ich Vorteile im Paar-Leben sehe. Die Frage stellt sich für mich nicht, ich sehe einfach Vorteile im Leben. Und ja, mich schreckt es ab, wenn sich jemand nach einer Beziehung sehnt. Ebenso wie es mich z.B. abschreckt, wenn sich jemand nicht selbst liebt, aber dann hofft, dass es jemand anderes kann. Es beginnt und endet alles bei einem selbst.

    Alles Gute!
     
    • # 9
    • 12.02.2018
    • Blair
    Was du schreibst ist gerade der aktuelle Stand der selbsternannten Dating-Experten, die einfach nur nachplappern, was sie überall lesen. Für mich ist das wie der Gedanke, dass die Erde eine Scheibe ist. Da dachte man auch lange, das wäre doch sonnenklar.

    Liebe dich selbst und dann klappt schon alles. Nein, die Rechnung geht nicht auf. Weil das im Umkehrschluss bedeuten würde, dass alle Menschen, die einen Partner haben, diesen nur bekommen haben, weil sie ja so glücklich mit sich selbst sind. Wir kennen doch alle nörgelnde, unzufriedene Menschen, die trotzdem in Partnerschaften sind.

    Es macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn, den inneren, tiefen Wunsch nach einer Partnerschaft zu leugnen. Dann ist man nämlich unehrlich mit sich selbst, ignoriert seine Sehnsüchte und verurteilt sich noch selbst dafür. Der Wunsch nach Partnerschaft ist weder gut noch schlecht, es ist einfach ein inneres Bedürfnis, welches das Recht hat, gehört zu werden.

    Gerade bei so etwas wichtigem wie die Liebe würde ich NICHTS dem Zufall überlassen. Es heißt, dass man etwa 100 Menschen treffen muss, um den richtigen Partner zu finden. Deshalb musst du aktiv werden. Den Traumpartner triffst du nicht beim Aldi an der Kasse. In meiner Singlezeit habe ich sehr oft mit Männern bei einem Kaffee gesessen, die mir genau das erzählt haben, was dir die Leute erzählen und was man überall im Internet nachlesen kann. Dass man ja als Single so glücklich ist, keinen Partner braucht und mit sich ja soooo im Reinen ist. Wenn ich dann grinsend gefragt habe, warum sie dann auf einer Partnerbörse angemeldet sind und mit mir hier sitzen, denn das wäre ja der Sinn des Ganzen, wurde ich groß angeschaut.

    Ganz ehrlich, die Leute lügen sich doch dermaßen die Taschen voll mit diesem Zeug. Für mich gehört zu "mit sich im Reinen sein" vor allem, dass man zu seinen inneren Träumen steht und sich in Bewegung setzt.

    Viel Erfolg!
     
    • # 10
    • 12.02.2018
    • gast_m
    Die Betonung liegt auf GLÜCKLICHER Beziehung.

    Generell gilt, dass beste aus der jeweiligen Situation zu machen und sich nicht unter Druck zusetzen.
     
    • # 11
    • 12.02.2018
    • Martina698
    Vielleicht versetzt du dich einfach mal in die Sichtweise anderer Leute rein. Andere Leute nervt es einfach, immer die gleichen Single-Probleme oder Paar-Probleme anderer Menschen zu hören. Ihr Standard-Aussage ist einfach: genieß es. Das Problem ist für sie abgehakt.
    Dein Umfeld sieht sich nicht als Psychologe und stehen vermutlich gerade selber in einer anderen Lebensphase.

    Du solltest kein Verständnis erwarten, sondern selber losgehen und nach Leuten schauen, die dir helfen können, das Problem in Angriff zu nehmen: Es gibt Therapeuten, Flirt-Coaches, Persönlichkeits-Trainer, die dich fit machen, um wieder ein partnerschaftliches Leben anzufokusieren.
    Vielleicht beruflich kürzer treffen und deine feminine Seite herausholen und die Augen für Männer offen halten.

    Richtig, Liebe ist aber auch so wie früher, dass man nicht erst 100 Männer aussortiert hat, sondern den ersten genommen hat, der am meisten um einen gebuhlt hat, auch wenn der nicht der Hübscheste war. Du kannst mir also nicht sagen, dass du keine Verehrer hast. Du hättest schon längst zugreifen können und hättest damit noch am Freitag dein romantisches Glas Wein.
     
    • # 12
    • 12.02.2018
    • schwalbenweg
    Ich kann deine Gefühle größtenteils verstehen. In einer glücklichen, entspannten Liebesbeziehung zu leben, ist für mich - und die meisten Menschen, die ich kenne (wenn nicht sogar alle)- das Schönste. Glücklicher Single zu sein das Zweitschönste. In einer nicht funktionierenden Beziehung zu sein, macht hingegen unglücklich. Dann ist es schön, wenn man gelernt hat, ohne festen Partner glücklich oder zumindest sehr zufrieden zu sein. Du kannst alles so machen wie du möchtest, das Einzige was tatsächlich fehlt sind Sex und Zärtlichkeiten, denn wie du richtig schreibst: Küssen kann man nicht alleine. Aber eben auch nicht mit dem falschen Mann, zumindest nicht auf Dauer und ohne unglücklich zu werden.

    Also richte deinen Fokus nicht auf dein "Unglück" mal eine Weile ohne Sex und Zärtlichkeiten auszukommen, sondern darauf, alle Freiheiten zu genießen, dein Leben in deine eigenen Hände zu nehmen und mit dir und deinen Freunden, Familie, der Arbeit, deinen Hobbies, deinem Verein, deiner Couch, deiner Küche etc. allein zufrieden und glücklich zu sein. Dann ziehst du viel eher den richtigen Partner an. Denn der spürt dann, dass du keine Klette bist, von ihm erwartest, dich durch sein Wohlverhalten lebenslang glücklich machen zu müssen, sondern für dein eigenes Glück sorgen kannst, es mit ihm teilst und so für euch beide verdoppelst. Nagut, der letzte Satz ist partiell geklaut;-)
     
    • # 13
    • 12.02.2018
    • Ejscheff
    Der Misserfolg bei der Partnersuche ist ja genau der Grund für den Erfolg dieser Konzepte. Irgendwann kann ich dem dauerhaften Frustrationskarussell nur noch entkommen, indem ich den Misserfolg bei der Partnersuche ganz einfach zum Erfolg erkläre. Es ist ja viel schöner Single zu sein. Da muss ich keine Kompromisse machen.

    Ich rede mir einfach konsequent ein, dass es allein ohne Partner dafür vielleicht im gelegentlichen Austausch mit Gleichgesinnten viel schöner ist. Keiner bringt die Ordnung in meinem Bad durcheinander. Im schmalen Single-Bett ist es nie zu eng ...

    Außerdem weiß ich ganz genau, dass es nicht an mir liegt, dass ich Single bin. Schuld haben die anderen, die Kandidaten die meinen Wert nie richtig geschätzt aber dafür vielleicht eine Zahnbürste in meinem Bad platziert haben. Diese Zahnbürste hat mich jeden Tag daran erinnert, dass es mich verletzen könnte, wenn sie mit einmal weg ist. So eine Irritation ist doch unerträglich.
     
    • # 14
    • 12.02.2018
    • Moona
    Liebe Yara. Nein, Du musst gar nichts. Wirklich nichts. Aber Du kannst. Es wäre tatsächlich ratsam, sich sein Leben so glücklich und erfüllt zu gestalten, dass man es gerne lebt. Eigentlich schade um die schöne Zeit, die sich nicht geniessen lässt, weil man permanent das Gefühl hat, dass noch etwas fehlt.

    Es ist generell ein Problem, dass wir mit vielen Dingen das Glücklichsein aufschieben: bis die Schule fertig ist, bis man ein Haus gebaut hat, bis die Kinder aus dem Haus sind.... wenn man in Rente ist. Und dann ist das Leben vorbei und man hat niemals angefangen, sich zu gestatten, das Leben zu leben.

    Ich kannte auch schon Leute, die haben sich das Glücklichsein aufgehoben, bis ein Partner kam. Sie glaubten, ohne ginge es nicht, erst ein Partner würde sie retten. Und dann hatten sie einen Partner und waren wieder nicht glücklich und gerettet.

    Letztlich ist es eine der schwersten Aufgaben im Leben, aus jedem Umstand immer das beste zu machen. Niemand hat immer alles. Und selbst die, die fast alles haben sind nicht immer glücklich. Vieles ist Bewertung und Ansichtssache. Ist das Leben nicht zu kurz, nur um immer auf etwas zu werten, um schließlich glücklich zu sein?
     
    • # 15
    • 12.02.2018
    • tuarina
    Danke für diesen Beitrag. Ich vertrete genau auch diese Meinung. Nur leider ist die eben nicht gefragt, und man wirkt bedürftig. Schade eigentlich.
     
    • # 16
    • 12.02.2018
    • Pia62
    Liebe FS,

    es sind deine Gefühle, was andere für sich denken, ist nicht dein Schuh, der dir passt. Sehnsucht, Hoffnung und all die Gefühle, die du hast, haben ihre Berechtigung und sie sind auch kraftvoll. Warum sollten diese verdrängt, oder kompensiert werden. In deinem Fall wäre es ein Verrat gegen dich selber, wenn du dich krampfhaft bemühen würdest, ein Singleleben schön zu reden.
    Lasse dich nicht verunsichern und bleib bei dir und deinen Wünschen!
     
    • # 17
    • 12.02.2018
    • Jana_09/15
    Meines Erachtens hört man so etwas von einer ganz bestimmten Kategorie Menschen. Entweder Affären-suchenden Männer, die einer Frau zu ihrem eigenen Vorteil die Vorzüge der Unverbindlichkeit aufschwatzen wollen. Oder vom Leben und der Liebe enttäuschte Menschen, sehr introvertierten Menschen, erfolglos nach der großen Liebe suchenden Personen oder solchen, die sehr mit anderen Dingen ausgelastet sind (aufwändiges Hobby, großer geselliger Freundeskreis, Workaholics..) Und natürlich von irgendwelchen Selbstoptimierungs-Gurus.
    Jemand, der in einer glücklichen Partnerschaft lebt oder eine solche bereits erlebt hat, sagt so etwas eigentlich seltener.

    Die Sehnsucht nach einem Partner entspringt wohl dem ganz normal-menschlichen Wunsch nach Zugehörigkeit. Jeder Mensch möchte seinen Platz im Leben finden, kaum jemand ist gern allein.
    Es ist auch keineswegs verwerflich oder ein Zeichen von Schwäche, wenn man nicht glücklich mit seinem Single-Leben ist.

    Ungesund wird es erst, wenn man bedürftig wird und dadurch den quasi erstbesten Menschen nehmen würde, ungeachtet ob er passt oder nicht. Eine destruktive Partnerschaft lebt, weil man Angst vor dem Alleinsein hat. Oder in schwere Depressionen verfällt, weil man einige Jahre Pech mit der Partnersuche hat.
    Einen leichten Frust finde ich völlig normal. Lass dir nichts einreden, steh zu deinen Wünschen und Gefühlen.
     
    • # 18
    • 12.02.2018
    • Lionne69
    Das eine ist die soziale Komponente - wir sind als Menschen soziale Wesen, haben alle, mehr ist weniger Bedürfnisse nach Liebe, Nähe, Zärtlichkeit.
    Warum soll man sich nicht selbst zugestehen, dass man diese Bedürfnisse hat?

    Das andere - das Konzept "Liebe Dich selbst" heißt nicht, dass damit automatisch eine Partnerschaft folgt.

    Es heißt nur, dass man sich selbst kennen lernt, wertschätzt, sich selbst akzeptiert.
    Seine Bedürfnisse und Grenzen kennt und dazu steht.
    Man weiß, was einem gut tut, und was nicht.
    Man braucht nicht einen anderen Menschen um einen Sinn im Leben zu haben, man kann einen anderen Menschen brauchen, aber man braucht ihn nicht.

    Das macht freier, bewusster, gelassener und am Ende toleranter.
    Das, was ich mir selbst zugestehe, gestehe ich auch einem Partner zu - ich bin, wie ich bin und er ist wie er ist. Mit allen Eigenheiten.
    Wenn ich mit mir im Reinen bin, brauche ich keine Spielchen, Manipulationen, Interpretationen, und auch nicht die Illusion, dass der Partner sich schon passend verändert.
    Ach, und ich kann fragen und klar äußern, wenn ich etwas möchte. Statt Nebelkerzen zu zünden.

    Den passenden Partner begegnen - nun, einerseits wenn ich weiß, wer ich bin, habe ich auch die entsprechende Ausstrahlung und ziehe eher die Männer an, die zu mir passen (könnten).
    Andererseits, ich muss aktiv Gelegenheiten schaffen, Männern zu begegnen, und nicht nur virtuell, sondern real, sonst wird es nichts.
    Das mit den 100 Männern hat schon seine Richtigkeit. Gilt natürlich für Männer umgekehrt analog.

    Und das letzte.
    Es ist ein Thema der inneren Einstellung.
    Das Glas ist entweder halbvoll oder halbleer.
    Also wenn ich schon Single bin, warum soll ich mir dann das Leben nicht so gestalten, dass ich es genieße, statt mich auf die Schattenseiten zu konzentrieren?
    Es gibt positive Seiten, und wenn ich viele Partnerschaften sehe, die weit weg von stimmig sind, dann bin ich ganz sicher lieber Single.
    Es hatte auch seine Gründe, warum ich Beziehungen beendete.

    Ein Partner wäre für mich "nur" die Sahnehaube.
    Aber schön fände ich es.
     
    • # 19
    • 12.02.2018
    • Vikky
    Nein, Du musst es nicht toll finden, wenn Du das nicht willst.
    Du musst aber mit Deiner Unzufriedenheit und dauerhaftem Lamentieren über Deinen ungewollten Singlestatus den anderen auch nicht dauerhaft auf den Keks gehen. Nur darum kommen sie Dir mit dem Spruch "genieße Dein Singlesein, Deine Freiheit..."
    Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Den Spruch habe ich auch parat, wenn ich das Gejammer nicht mehr hören kann.

    Leide einfach still in Deinem Kämerlein und verat es keinem. Und wenn Du raus kommst, dann bist Du gut drauf. Zufriedenheit ist der Schlüssel, attraktiv auf andere zu wirken und am Zustand "Single" was zu ändern.
     
    • # 20
    • 12.02.2018
    • annie83
    Liebe Yara
    Nein, es schreckt mich nicht ab, wenn jemand sich nach einer Beziehung sehnt. Ich kann nur einfach nichts Kluges beitragen, ausser 1) Verständnis ausdrücken oder 2) Tipps geben. Die meisten Menschen geben halt Tipps.
    Mein Tipp: Rede nicht gross über deine Sehnsucht nach einem Partner. Die meisten Leute, die dich mögen, würden dir gern helfen, wissen aber nicht wie. Also geben sie dir Tipps, Tipps und nochmals Tipps ("nimm es locker", "date 100 Personen", "mach dich hübsch", "liebe dich selbst") und du fühlst dich am Ende abgelehnt und unverstanden. Dann "jammerst" du noch mehr (in ihren Augen) und sie geben noch mehr Tipps. Und so fort. Ja, es tut weh manchmal. Und ja, manchmal muss man das trotzdem im Wesentlichen mit sich ausmachen.
    Lass' dich immerhin virtuell umarmen.
     
    • # 21
    • 13.02.2018
    • Pandapanda
    Nein, man muss es nicht toll finden.

    Ich glaube, du wirkst zu sehr unzufrieden (so empfinde ich es). Was ok ist, aber die Menschen um uns herum wollen nicht immer nur Negatives hören. Ich kann gut nachvollziehen, wie runterziehend diese Gefühle manchmal sein können. Ich bin selbst seit Jahren Single (und das mit 30 ), aber ich kann auch dein Umfeld gut verstehen. Wenn manchmal Freunde von mir, die seit einigen Wochen oder einem Jahr Solo sind, sich beschweren denke ich mir auch meinen Teil (ich "leide" im Stillen übrigens und winke immer ab - am Ende sind nämlich beide Seiten deprimiert - ich weil ich die Sachen schon unzählige Male gehört habe, sie weil anscheinend nix hilft und ich mir keine Mühe gebe :D).

    Wahrscheinlich hast du auch viele Tipps bekommen, was du tun könntest, um wen kennenzulernen (Pärchen, Freunde und Verwandte neigen dazu immer! Tipps geben zu müssen) und wissen sich nicht anders zu helfen als dir nun zu raten glücklich als Single zu sein.

    Du musst nicht glücklich sein, aber du kannst das Beste aus der Situation machen. Es gibt online irgendwelche Hobby-Gruppen, wo man mitmachen kann, wenn man dort niemanden findet so hat man seine Singlezeit wenigstens nicht schlecht genutzt (wurde mir gesagt, ausprobiert habe ich es aber nicht). Und es hilft immer daran zu denken, dass es schlimmer sein könnte. Japan zum Beispiel - jeder 2te soll dort Single sein und trotzdem finden sie nicht zu einander. Für jeden Topf findet man (manchmal auch etwas später) einen Deckel ;) - außer in Japan anscheinend.
     
    • # 22
    • 13.02.2018
    • schwalbenweg
    Das ist ein absolut treffender, wunderschöner, weiser Beitrag. Verschiebe nicht das Glücklichsein (oder zumindest das tiefe Zufriedensein).

    Natürlich darfst du dir eine schöne, liebevolle Beziehung wünschen mit einem passenden Partner. Vorher solltest du aber tatsächlich erstmal selbst in der Lage sein, nur mit dir allein glücklich zu sein. Ich hab das früher auch nicht verstanden, aber irgendwann war es so weit. Ich hab alle Ängst und Bedenken beiseite geschoben und einfach das gemacht, worauf ich Lust hatte, worauf ich all die Jahre in Partnerschaft und mit Kind verzichtet hatte:
    " Kleine Outdoor- Abenteuerreisen", mit Bergführer oder mit Freunden oder auch mal allein am Wochenende ins Mittelgebirge zum Skilanglauf. Einfach eine kleine "Band" gründen... egal was... deine Begeisterung ist ansteckend, ein Mann als einziges Lebensziel rückt von allein aus deinem Focus. Wirklich, selbst erlebt. Und wenn du ihn dann doch triffst, bei deinen umtriebigen Projekten, begegnet ihr euch auf einer ganz anderen Ebene, als der von Rapunzel die nur im Turm auf den Erlöser wartet... oder Dornröschen, die erst wachgeküsst werden will/ muss...
     
    • # 23
    • 13.02.2018
    • irina_85
    Hallo FS,
    ja mir selbst bringen Tipps auch wenig, denn es ändert nichts an der Tatsache, dass der für mich passende nicht auftaucht. Ich werde ich neuerdings immer gern verkuppelt. Meisstens sagen mir diese Männer aber nicht zu und ich denke „lieber bleibe ich alleine, als den zu nehmen“!.

    Ich denke auch, wenn man nur wartet wie ein Prinzessin in den Märchen, dann wird es auch nichts. Am besten wäre es, genau das zu machen was dir Spaß macht, also Sport, reisen, Kultur und da dann durch Zufall Gleichgesinnte findest. Also sich nicht den Druck machen, dass hier derjenige unbedingt dabei sein muss. Ich habe hier schon einige Posts gelesen und denke auch das es Schicksal/Zufall ist, dass der Richtige zu einem bestimmten Zeitpunkt auftaucht. Das ist nämlich genau dann, wenn du es nicht erwartest.
     
  2. @Yara.Sc.

    Es geht mir genau so wie Dir.

    Dieses ganze Gerede von wegen "Du musst erst lernen allein glücklich zu sein, um lieben zu können..."
    Ich bin seit 2 Jahren allein.
    Ich BIN glücklich. Ich habe Hobbies. Ich schreibe, lese, singe, ich tanze.

    Am liebsten jedoch treffe ich mich mit meinen Freundinnen. Verbundenheit, Kontakt - sich austauschen, anregen, einander gut tun, für mich ist das, das Schönste, das es gibt. Liebe, Verbundenheit! Deswegen bin ich auf dieser Welt.
    Nicht wegen meiner Karriere, meiner Kleidung, meines Autos.

    Na und NOCH schöner als Austausch mit Freundinnen ist die Verbindung mit einem Mann.

    Mensch, ich liebe Berührungen, Sex, tiefen Augenkontakt, Geborgenheit, Vertrauen.

    Das Schönste auf der Welt. Und das ist GUT so, dass ich undDu das so.mögen. Es ist völlig normal und ganz genau richtig so.


    Die anderen, die mit aggressivem Unterton schnappen "Ich brauch NIEMAND!" Das sind für mich die Unnormalen.
     
    • # 25
    • 15.02.2018
    • Lebens_Lust
    Beste Voraussetzungen für eine Beziehung. Es ist doch völlig ok, eine Beziehung zu wollen. Auch für "moderne Frauen". Und es gibt einen Unterschied zu krampfhaft suchend. Wenn Du mit Dir und Deinem Leben zufrieden bist, strahlst Du das auch aus und in den Phasen hatte ich immer ziemlich schnell wieder eine Partnerin.
     
    • # 26
    • 16.02.2018
    • schwalbenweg
    Ja und Nein. Den meisten Spaß hatte und habe ich mit meinen Freundinnen und nicht im Pärchenbetrieb oder mit meinem Partner. Das war schon immer so. Natürlich hast du recht, wenn du schreibst, dass nur ein Partner Sex, erotische Berührungen, männliche Geborgenheit geben kann.

    Aber es ist - wie hier schon geschrieben wurde - eine Frage der Perspektive, worauf der Fokus gerichtet ist. Und vielleicht auch eine Frage des Alters bzw. der Lebenserfahrung. Wenn du eine jahrelange Partnerschaft mit Kind, der ganzen buckligen Verwandschaft, Lockenwicklern beim Fernsehen etc. hattest, fehlt sie dir nicht ganz so sehr in Singlezeiten. Was hingegen die "Jahrzehnte" überdauert sind die Erlebnisse mit Freundinnen, das Quatschen und Lachen, bis du keine Luft mehr bekommst. Das sind ebenfalls absolute Glücksmomente.

    Ich stehe im Moment vor der Entscheidung, ob bzw. wann ich zu meinem Freund ziehe. Unsere jeweilige Heimat liegt eine gute Fahrstund voneinander entfernt und ich tue mich damit gerade ziemlich schwer. Ich habe schonmal meinem Mann zuliebe meine Heimat aufgegeben bzw. meine Freundinnen nicht mehr so unkompliziert und in den Alltag eingebunden sehen können. Ich war damals trotz starker Verliebtheit ziemlich verunsichert und teilweise richtig unglücklich. Die Folge von Kompromissen, die jede Partnerschaft erfordert.
     
    • # 27
    • 16.02.2018
    • annie83
    Ich denke, die hormonellen und emotionalen Höhenflüge - entstanden durch sexuelle Spannung, maximale Selbstöffnung, intensives Interesse am anderen - erlebt man eher mit einem Mann (oder mit dem Geschlecht, auf das man steht). Vor allem am Anfang.
    Das "kleine Glück" des Alltags erlebt man aber mit ganz unterschiedlichen Menschen, hierfür muss man sicher nicht in einer Partnerschaft sein.
    Vielleicht ist es daher auch eine Frage der Perspektive, ob man als Single glücklich ist. Wenn man die vielen kleinen Glücksmomente zusammen zählt, die man täglich als Single haben kann, darf man sich glücklich schätzen. Es gibt so viel Schönes zu erleben.
    Wenn man Bezug nimmt auf das maximale emotionale Glücks-Erlebnis, die höchste Stufe der Intimität, dann fehlt das halt als Single. Ich bevorzuge es, das Glas halb voll zu sehen. Vor allem auch, weil mir niemand garantieren kann, dass ich dieses Glück wirklich dauerhaft in einer Beziehung erleben und pflegen kann. Die Realität vieler Paare sieht für mich jetzt nicht wie ein fortwährender Glücks-Quell aus.
     
    • # 28
    • 16.02.2018
    • schwalbenweg
    Der Blick täuscht auch nicht. Paarberater und Glücksforscher gehen ohnehin davon aus, dass es schon das Höchste in einer Partnerschaft ist, wenn man sich zum größten Teil zufrieden und immer wieder mal richtig glücklich fühlt. Mehr geht nicht.

    Ist dieser Traum von der großen Liebe mit dem Supersex und der wunderschönen Verschmelzung nicht eher ein romantischer Traum, den in der Realität auf Dauer kein Mann (und analog keine Frau) erfüllen kann? Außerdem hast du doch bestimmt Verehrer einerseits und Männer, die du toll findest, jedoch nicht "haben" kannst andererseits. Wenn du so sehr einen Partner suchst und keinen findest, mit dem du dauerhaft zusammensein kannst, hast du vielleicht falsche Vorstellungen? Wie Anni83 schrieb, sind die Gefühle von Wolke 7 doch vor allem am Anfang so intensiv.
     
    • # 29
    • 18.02.2018
    • Tom26
    Hallo Yara,
    wie so oft, die Wahrheit liegt nahe der Mitte.
    Träume, Ziele und Wünsche zu haben ... ganz normal. Auch der Wunsch nach einem für dich persönlich ganz besonderen Menschen.
    Handeln, um diese Wünsche zu erfüllen ... gehört auch dazu.
    Jammern dagegen gehört nicht dazu - das ist unattraktiv. Wobei ich deinen Beitrag nun nicht als Jammern ansehe. Aber vielleicht kommst du für einige Bekannte so rüber.
    Single sein ist an sich nicht schlecht. Ich war 25 Jahre einer, mit wechselnden Affairen. Mir hat nichts gefehlt - bis meine Freundin mich davon überzeugt hat, dass sie in meinem Leben fehlt. Dennoch haben wir uns einen Teil des jeweiligen Singlelebens bewahrt - so ist sie heute auf Mädelsabend, wird aber demnächst erwartet. Hier ist Schneechaos, daher endet der Abend wohl recht früh. Ich freue mich auf sie, hätte aber auch noch 2 Stunden im Bistro bleiben können, ohne etwas zu vermissen.
    Eine gewisse Zufriedenheit mit dem Leben ist wirklich nicht übel, um einen Menschen anzuziehen, der auch zufrieden mit sich ist. Das dürfte wirklich eine Voraussetzung fürs Glück sein.
    Insofern haben die Sprüche vom glücklichen Single schon Berechtigung. Ausserdem ist es oft so, dass man genau das will, was man nicht hat. Der Liierte also die Freiheit der Singles.
    Die andere Sache ist die - genauso, wie viele Frauen sich beklagen, von Männern nur unter der Perspektive "Sex" wahrgenommen zu werden, mögen viele Männer es nicht, nur als "Beziehungspartner" betrachtet zu werden.
    Von daher meine Empfehlung - sei als Single glücklich genug, um eine zufriedene Ausstrahlung zu haben und Männer nicht nur unter dem Aspekt "Beziehung" zu sehen. Und lass deine Träume etwas variieren - Rotwein könnte ihm nicht schmecken , du aber dennoch mit ihm glücklich sein.
    Vielleicht wird so auch für dich ein Schuh daraus ......
     

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