1. Misanthropismus oder verkomplizieren wir nur alles?

    Ich frage mich ob wir in dieser schnelllebigen Zeit bei der Partnersuche nicht alles nur komplizieren. Früher traf man sich im RL oder man schaltete eine Anzeige in der Zeitung und musste dann 1 Woche auf das Feedback warten. Heute ist man schon pikiert, wenn der andere erst 5 Stunden später seine Mails beantwortet. Früher benutze man seinen Verstand und heute Googleln wir nach was man über den/die Auserwählte finden kann. Findet man nichts denken einige sogar, dass das Profil irreal ist. Wie krank ist eigentlich das erst. Für mich grenzt dies schon an Misanthropismus Ich will die IT mit Sicherheit nicht verfluchen, da ich damit auch meine „Brötchen“ verdiene, aber für mich hegt sich immer mehr der Verdacht, dass wir durch die intelligenten Computer unsere eigne Intelligenz auf Urlaub schicken. Früher hat man sich auch einmal getrennt und sich bei seinen Freunden Rat und Tat geholt und heute stellt man im Forum wildfremden Menschen eine Frage und hofft sich dabei einen besseren Rat wie bei seinen Freunden. Also was hat sich geändert? Haben wir uns geändert oder können wir im Nanozeitalter einfach nicht damit umgehen bzw. manche urmenschliche Empfindungen nicht mehr sehen und erkennen?
     
  2. Ich glaube, Du siehst das Ganze zu einseitig und zu negativ. Das Internet ist wie das normale Leben auch. Man kann es sinnvoll oder auch ohne viel Verstand nutzen. Im Internet tummeln sich dieselben Leute wie im RL leben auch - nur ist die Kontaktaufnahme im Netz leichter, dafür aber erfordert es einigen Mut, diesen virtuellen Kontakt in die reale Welt zu transportieren.

    Ich kenne es auch nicht, dass man nach 5 Stunden schon abdreht wenn man währenddessen keine Antwort bekommen hat. Inwiefern schicken wir unsere Intelligenz in den Urlaub? Das Internetdating hat Vor- und Nachteile. Vorteile: man kann im Voraus bestimmte Dinge rausfiltern bzw. gezielt nach anderen suchen. Einige davon würde man bei einem persönlichen Treffen sofort sehen können, andere nicht. Der Nachteil beim Online Dating ist, dass man Gefahr läuft, sich bereits vor einem persönlichen Treffen auszumalen, den Traumprinz gefunden zu haben. Beim realen Treffen platzt diese Vorstellung dann in der Regel bereits in den ersten 5 Minuten wie eine Seifenblase. Aber das muss man nur 1 Mal erlebt haben, danach ist man klüger. Ferner kann sich schnell eine Katalogmentalität einstellen und nicht jeder hat sinnvolle Kriterien, nach denen er sucht.

    Ich habe meinen Partner übers Netz gefunden und kenne auch einige andere, die ihren Partner so gefunden haben. Ich sehe also vor allem die Vorteile. Zu dem Ratsuchen bei Freunden vs. Freunde: Beides hat Vor- und Nachteile. Meine Freunde kennen mich und mein Umfeld, können also u.U. sehr gute Ratschläge geben, eben, WEIL sie mich gut kennen. Andererseits wollen Freunde einem nicht wehtun und schonen einen oft auch da, wo Ehrlichkeit angebracht wäre. Wie oft saß ich schon in Frauenrunden und es wurden sich Ausreden ausgedacht a la: "Er steht bestimmt auf Dich, hat aber Bindungsangst. Du bist einfach eine soo tolle Frau, das macht den Männern Angst..." und solches Bla bla. Keiner traut sich dann, mal ganz deutlich zu sagen, dass der Typ kein Interesse hat und einfach abgehakt werden muss. Die wenigen Male, in denen ich dies auf nette Art versucht habe, sind gescheitert. Dies ist ein ganz klarer Vorteil des Forums. Der Nachteil: Man kennt sich nicht, die Schriftsprache kann ein reales Gespräch nicht ersetzen, Mißverständnisse sind programmiert und manche Leute verlieren in einem solchen Forum jede Beißhemmung - was sie im normalen Leben wohl nie tun würden - sei es aus Angst, sei es aus Höflichkeit, sei es aus echtem Mitgefühl.
     
    • # 2
    • 14.09.2011
    • Gast
    Nur weil Anno 1960 alles so gut war, heißt es doch noch lange nicht, dass wir immer noch in dieser Zeit leben müssen. Wenn alles so schlecht ist, warum bist Du dann überhaupt bei EP?
    Manchen kann man es einfach niemand recht machen!
     
  3. Die Frage ist, wer hier alles verkompliziert.

    Hier im Forum fragen Leute, die aus bestimmten Gründen nicht (oder nur eingeschränkt) ihre Freunde fragen wollen, zu bestimmten Themen und auskunftsfreudige, hilfsbereite, menschenfreundliche Leute geben eine Antwort.

    Jeder Mensch ist individuell, ob das nun im realen Leben ist oder auf einer Plattform (also indirekt auch im realen Leben). Die Frage ist doch, wie ich auf den Menschen individuell eingehen kann und will? Wie gehe ich mit der Partnersuche um? Stecke ich ihn in eine Schublade oder klicke ich ihn, ohne mich näher mit ihm zu beschäftigen, einfach weg. Diese Vorgehensweise kannst Du sowohl auf einer Plattform als auch im "realen" Leben finden. Bei einer Online-Partnersuche fallen die guten Dinge, wie auch die schlechten Dinge manchmal extremer aus. Ebenso kann man sich auch mehr verstellen oder ungenaue Angaben machen (wie z.B. beim Alter, oder beim Beziehungsstatus), wenn man dies will oder wie es seinem/ihrem Charakter entspricht, oder man ist offen und in seinen/ihren Worten ungeschönt. Wie Vicky in ihrem Kommentar #1 schreibt: alles hat seine Vor- und Nachteile.

    Warum eine Online-Partnersuche oder eine Frage in einem Forum mit dem Wort Misanthropismus in Verbindung gebracht werden kann, ist mir persönlich schleierhaft. Einen Seitensprung anbahnen (und eine Partnersuche vorgeben) kann man außerhalb als auch im Internet. Ein A...loch bleibt hier und da ein A...loch. Oder ein Mensch, der sich in Oberflächlichkeiten verliert, verliert sich sowohl online als auch im "realen" Leben in Oberflächlichkeiten. Ein schöner, guter Mensch ist hier und da schön und gut. Wie so oft im Leben: Es kommt nicht darauf an was man tut, sondern wie man es tut. Wie man etwas tut, ist eng verbunden wie man selber ist.

    36,m
     
    • # 4
    • 14.09.2011
    • Gast
    Niemand ist pikiert wenn er nach 5h noch keine Antwort auf eine Nachricht bekommen hat, aber es ist selbstverständlich das man eine Antwort früher erwartet wenn es leichter ist zu Antworten und es generell schneller geht.
    Seinen Verstand benutzen heute ebenfalls noch alle Menschen bei der Partnersuche und wenn es weitere Werkzeuge gibt die sie nutzen können dann tun sie das auch, das gehört zum Verstand benutzen dazu. Das jemand den potentiellen Partner für einen Betrüger hält weil man nichts von ihm beim Googeln findet ist auch alles andere als die Regel sondern ein seltenes extrem. Das man es als Indiz verwendet ist hingegen völlig normal und absolut verständlich.

    Ich sehe nichts und zwar wirklich absolut rein gar nichts was an der früheren Partnersuche besser gewesen wäre als heute.
     
  4. Hallo Vicky,
    wenn man nach einigen Mails und einen geplanten Date, dieses absagt mit der Begründung Sie hat keine Informationen bei Google über mich gefunden und somit bin ich irreal, dann hat man seinen Verstand doch „ auf Urlaub“ befördert. Nur weil ich darauf achte, nicht mein Leben so online preiszugeben ist man doch nicht gleich „irreal“ oder?
    Wenn ich einem Freund nicht mehr die Wahrheit sagen darf oder kann, dann ist es für mich kein Freund. Man hat mir zwar schon öfters gesagt, meine Ehrlichkeit wäre schon fast verletzend. Gleichwohl möchte ich aber kein JA-Sager sein, sondern ein Freund.
    Ich lebe wahrscheinlich doch eher nach den Motto: „Es hat etwas Magisches an sich: Wenn es zwischen zwei oder mehr Menschen clickt, stellt sich in Sekundenschnelle ein tiefes Gefühl der Vertrautheit ein. Ein Gefühl, das alle Grenzen sprengt, das die Kreativität enorm beflügelt und ungeahnte Energie freisetzt.“
    Für mich ist das Online-Dating nur ein Hilfsmittel wie vieles andere in meinen Leben und keine heilige Kuh, die man nicht schlachten darf.
    In Punkt „Beißhemmung“ stimme ich dir aber schon zu. Da manches sehr anonym abläuft, hat man auch absolut keine Hemmungen mehr.
     
  5. @3:
    Wenn jemand ein Mistrauen was er eventuell selber ausübt, auf andere projektziert, dann ist das nun einmal Misanthropismus!
     
    • # 7
    • 14.09.2011
    • Gast
    @4: Ich sehe aber auch nichts was heute beim Online-Dating besser ist als früher. Man holt sich noch genauso eine „blutige Nase“ wie im RL. Es hat vielleicht nur einen Vorteil oder Nachteil so wie man es halt sehen will, dass man zu Hause sitzt und sich nicht in die „brutale“ Wirklichkeit begeben muss und das man im Vorfeld schon einiges „ausklammern“ kann.
     
    • # 8
    • 14.09.2011
    • Gast
    Du betrachtest das vom falschen Blickwinkel, zum einen geht es nicht darum etwas zu ersetzen und treffen tut man sich ja genauso im RL. Das Entscheidende beim Online-Dating ist aber das man viel einfacher eine sehr viel größere Menge an potentiellen Partnern kontaktieren kann als man es ohne in seinem gesamten Leben könnte. Online-Dating schafft einfach nur Chancen die es sonst nicht geben würde, das ist zwar alles aber das allein ist schon viel wert.

    Und glaubst du ernsthaft das machen die Leute jetzt nur wegen der Möglichkeiten die ihnen im Internet gegeben sind? Durch die Möglichkeiten verändern sich nicht die Persönlichkeiten der Menschen, nur Menschen die auch so misanthropisch sind handeln entsprechend.
     
    • # 9
    • 14.09.2011
    • Gast
    Also ich finde dieses Forum hier doch sehr gut.Zu einigen Fragen habe ich auch schon einen
    Beitrag abgegeben.Es ist interessant und für mich sehr aufschlussreich wie was wo und vorallem
    warum ich mich so schwer tue eine passende Partnerin zu finden.Im RL würde ich mich das so
    noch nicht trauen,sprich es hilft mir mein Gegenüber zu verstehen.
    Im Reallife bin ich doch sehr zurückhaltend,nachdenklich und verschlossen.
    Hier sehe ich auf was die Mehrheit der Frauen Wert legen bzw.erkenne die NoGos.So hart es
    auch klingen mag,seitdem ich an diesem Forum hier teilnehme sehe ich mich gewachsener
    wenn es mal wieder auf die Kumpelschiene hinausläuft oder andere Kriterien nicht erfülle.
    (M45)
     
  6. Die besagte Dame, welche Dir das bereits geplante Date abgesagt hat, scheint tatsächlich den Bezug zur Realität verloren zu haben, sie scheint selber "irreal" zu denken. Verrückt!
    Das ist eine traurige Wahrheit. Es fällt einem leichter, den anderen mit Worten niederzumachen, da man der Person nicht direkt in die Augen schaut. Schüler werden schon online gemobbt.
    Die Soziologin und Psychologieprofessorin Sherry Turkle sagt in einem Interview:
    Von ihr sind die Bücher erschienen:
    "Leben im Netz. Identität in Zeiten des Internet.",
    *Alone together. Why we expect more from technology and less from each other" 2011
     
    • # 11
    • 14.09.2011
    • Gast
    @8: Ich denke ebenfalls wie der FS, dass das Internet manchmal die Angelegenheit nur beschleunigt. Die Menschen die sich im RL schon daneben benehmen, tun dies im Internet durch die Anonymität nur noch Hemmungsloser. Wenn hier im Forum so manche Beiträge lese, wo z.B. 59 Jährige als 44 ausgeben oder Krankenschwestern über Nacht zu Ärztinnen befördert werden. Mit diesem Speed läuft es im RL selten ab. Man ist Anonym und fühlt sich irgendwie im rechtfreien Raum. Erst die Gelegenheiten und Möglichkeiten im Online-Leben lassen doch aus so braven bürgerlichen Menschen, ihre negative Persönlichkeit sprießen. Wie viele Fußball-Hooligans die sich samstags online verabreden, verkaufen am Montag wieder brav ihre Lebensversicherung und IMMO-Fonds. Durch veränderte Möglichkeiten, verändert sich auch die Persönlichkeit.
     
    • # 12
    • 14.09.2011
    • Gast
    Ist denn die Tatsache dass man mit einer höheren Frequenz im Internet auf Menschen trifft wirklich ein Vorteil?
    Ich denke eher nicht, hier werden einem Möglichkeiten einsuggeriert, nämlich aus einem großen Bewerber-Pool wählen zu können. Bei dem großen Angebot fällt es den meisten doch viel schwerer sich festzulegen. Hier kann man sich seinen Traumpartner zumindest virtuell zurechtbasteln. Ob es dann nach in der Realität klappt, gut, dass steht auf einem anderen Blatt.

    Im realen Leben treffe ich doch gar nicht auf soviele potentielle Kandidaten. Und wenn ich einen treffe konzentriere ich mich erst einmal auf ihn und lerne ihn langsam kennen. Beim Online-Dating lernt man jemanden zwar nach ein paar Mails und Telefonaten auch den anderen im realen Leben kennen, weiß aber, wenn das nichts wird wartet ja noch ein ganzer Katalog voller Möglichkeiten im Internet auf einen.


    Sven Hillenkamp hat ein gutes Buch geschrieben mit dem Titel: Das Ende der Liebe (Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit). Da sind wirklich gute Ansätze drin enthalten warum es in der heutigen Zeit so schwer ist glücklich zu werden bei all diesen unbegrenzten Möglichkeiten.

    w (45)
     
  7. Ja, da hast Du Recht. In Deiner Ursprungsfrage klang das für mich aber nach einer generalisierenden Behauptung. Dass die Frau, die sich Dir gegenüber so verhalten hat, komisch ist, darüber müssen wir aber nicht diskutieren. Aber sie dürfte eine enorme Ausnahme sein, oder? Und diese Frau würde ja auch im RL nicht zu Dir passen. Das ist ja nichts, was der Online Partnersuche immanent wäre...

    Ich bin auch kein Ja-Sager - aber das behauptet wohl jeder von sich... Ich bin aber auch kein Freund von schonungsloser Wahrheit bei jeder Gelegenheit. Einer Freundin, die stark übergewichtig ist, würde ich nie sagen, dass sie fett ist und schlechte Karten bei der Partnersuche hat. Wenn sie mich aber fragen würde, was sie gegen ihr Übergewicht tun kann, würde ich ihr Tipps geben. Genauso sage ich einer Freundin auch nicht immer sofort, dass ein Typ nicht auf sie steht. ABER wenn ich sehe, dass die abstrusesten Dinge angedacht werden, um die naheliegensten Schlußfolgerungen zu ignorieren, dabei Zeit und Nerven draufgehen und regelrecht gelitten wird, dann schreite ich schon ein. Denn DAS hilft demjenigen mehr weiter als eingenebelt zu werden und Zeit zu verschwenden.

    Das sehe ich genauso und viele andere wohl auch. Die Online Partnersuche ist nur EIN Weg. Für die einen ist dieser Weg super geeignet, für andere überhaupt nicht. Für wieder andere KÖNNTE er geeignet sein wenn sie sich etwas geschickter dabei anstellen würden. Man sollte eben nicht NUR online nach einem Partner Ausschau halten, sondern möglichst viele Wege nutzen.

    Ich würde nicht sagen, dass "man" keine Beißhemmung mehr hat, sondern eine kleinere aber dennoch nicht sehr kleine Gruppe sich so verhält. Das wiederum lässt aber auch Rückschlüsse darauf zu, wie solche Leute im RL drauf sind. Denn - wie hier jemand schrieb - es ist wichtig, wie man etwas tut. Und wie man etwas tut, lässt Rückschlüsse darauf zu, wie man als Person im Ganzen so ist.
     
    • # 14
    • 14.09.2011
    • Gast
    Das stimmt so einfach nicht, die Persönlichkeit verändert sich kein bisschen, sie kommt dann halt erst zu Tage. In der Hinsicht ist die Situation beim Online-Dating sogar noch besser weil man so schneller sieht wer entsprechende Persönlichkeitsmerkmale hat.
    Würdest du denn eine(n) Partner(in) haben wollen die Gewalttätig wird wenn sich nur die Gelegenheit bietet?
     
    • # 15
    • 14.09.2011
    • Gast
    Früher war die Zukunft auch nicht besser! (frei nach K. Valentin)
    Das Internet ist lediglich ein Medium, die Menschen dahinter bleiben immer noch dieselben, jedoch mit anderen Erwartungen. Ich persönlich habe in diesem Forum schon das Gefühl, "ehrliche" zu bekommen - tun "richtige" Freunde das immer?
     
    • # 16
    • 14.09.2011
    • Gast
    Das, was du hier beschreibst, kommt mir bekannt vor, aber vor allem aus diesem Forum. Ich wundere mich teilweise auch über die Fragen dazu, ob man dieses oder jenes beim potentiellen Partner akzeptieren kann und was andere dazu denken. Eigentlich Fragen, die man nur mit: "Wenn es DICH nicht stört, ist es gut", beantworten kann.

    Auch, dass Leute bei der Partnersuche z.B. überlegen, ob sie "verliebt" sind, kann ich nicht verstehen. Man fühlt doch, ob man sich nach dem anderen sehnt oder nicht, warum tut man nicht einfach, wozu man Lust hat, sondern jagt irgendeinem "Ideal" hinterher, wie eine Beziehung oder "das Verliebtsein" zu sein hat.

    Vielleicht ist dies typisch für die Onlinesuche, weil sie etwas verkopft abläuft? Ich muss aber einer Verallgemeinerung auf die heutige "Zeit" widersprechen. Sehr viele Menschen lernen sich auch heute nach wie vor im Leben draußen kennen und lassen die Dinge auf sich zukommen.

    Deine Überlegungen zum Misanthropismus kann ich dennoch sehr gut verstehen. Bei manchen ist er tatsächlich ausgeprägt. Ich frage mich, was hat es für einen Nutzen, in jede Kleinigkeit etwas Negatives hineinzuinterpretieren? Wie dein Beispiel mit dem Googlen. So schützt man sich vor eventuell möglichen Enttäuschungen, braucht sich dann aber auch nicht zu beschweren, dass man gar nichts mehr erlebt.
     
    • # 17
    • 16.03.2013
    • Gast
    Dieser Misanthropismus war schon bei gewissen Menschen von Haus aus vorhanden und das
    Internet beschleunigt dies nur. Das Beste Bsp. Dafür habe ich habe ich erst letzte Woche erlebt.
    Als ich das 2.Date wegen Krankheit und Aufenthalt im Klinikum abgesagt habe, hat die betreffende
    Frau sich als meine Verlobte beim betreffenden Arzt ausgegeben und dies zu überprüfen, ob ich wirklich im KH liege.
    Das einzige was man dann noch manchen kann um dies in Zukunft zu vermeiden, ist ein „Lebe wohl“.

    Nur die heutigen Technik macht es solchen Menschen leichter ihren Misanthropismus auszuleben.
     
    • # 18
    • 16.03.2013
    • Gast
    Das alles ist richtig: wir benutzen unseren Verstand und unser Bauchgefühl weniger und vertrauen mehr auf vermeintliche Sachkompetenz aus dem Internet.

    Wir haben weniger resp. weniger gute Beziehungen, in denen wir unserer Schwächen zeigen können, die Fragen stellen können, diue uns bewegen. Nach außen wird ein Bild mit hochglanzpolierter Oberfläche gezeigt (Selbstvermarktung). Also trauen wir uns nur noch in der Anonymität des Internets in diversen Foren uns zu öffnen. Das heißt aber nicht, dass man daraus nichts lernen kann. Ich mache das gern, nehme die Meinunge anderer zur Kenntnis und erweitere meinen Horizont. Was eben im Internet gänzlich fehlt, ist die direkt gelebte Empathie - es ist eben nur Text, der da steht, oft rüde formuliert. Die Empathie geht im echten Leben zunehmend verloren.

    Ja, die meisten klönnen mit den neuen Möglichkeiten nicht umgehen - lernt bis heute niemand, selbst in den Schulen nicht, in denen es massive Probleme mit Onlinemobbing gibt, im Berufsleben nicht, wo zunehmend "rund um die Uhr online" gelebt wird. Medienkompetenz kann sich nur jeder selber aneignen und sehen, was ihm davon gut tut und wo er die Grenze ziehen muss.
    Für mich heißt das: ich tausche mich gern in Foren aus. Ich tu' das, weil ich zu wenig Freunde habe und mir die Kommunikation mit anderen sonst fehlen würde. Ich grenze mich gegen aggressive Ansprachen ab, reagiere nicht darauf und die Onlinepartnersuche habe ich beendet, weil sie mir zu unerfreulich war.
    w, 55
     
    • # 19
    • 17.03.2013
    • Gast
    Meine Sicht der Dinge :
    Ich bin im RL sehr schüchtern, wenn es darum geht eine Frau für jemand anders klar zu machen kein Problem, sobald es für mich ist geht gar nichts mehr.
    Von daher ist eine SB für meine Bedürfnisse, eine sehr gute Möglichkeit mit der damit einhergehenden Anonymität vorab einen netten Kontakt aufzubauen.
    Gerade heute hatte ich ein Treffen mit einer absoluten Göttin !!!
    Das wäre sonst noch nicht einmal dann passiert wenn sie mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl gewunken hätte.
    Jau, wir googlen unseren Schwarm. Und ?
    Das heisst doch nur, dass ein grosses Interesse an dieser Person besteht, und das ist doch gut.
    Die Zeiten haben sich geändert, das Internet hat Dating auf eine ganz andere Ebene gehoben.
    Dies ist nunmal der Impuls der Zeit. Ich sehe Kritik daran auch sicherlich ein, denn Neues anzunehmen war noch nie leicht, aber bedenke :
    Das Leben fragt uns nicht !
     
    • # 20
    • 17.03.2013
    • Gast
    Das ist doch nicht das Thema.
    Natürlich googlen wir das eine oder andere im OL, aber wenn man dann absolut nichts
    findet, hält man doch nicht den anderen als Irreal oder als Fake.

    Wer so ein Verhalten an den Tag legt, ist doch schon mehr als fragwürdig.

    Man kann sich schon der Technik zunutze machen und ebenso darf man doch nicht sich nur blind darauf verlassen und alles was man findet oder auch nicht in Frage stellen.
     
    • # 21
    • 17.03.2013
    • Gast
    Dagegen ist nicht einzuwenden. Dumm nur, dass die Google-Ergebnisse dann interpretiert werden, dass daraus dann falsche Schlüsse gezogen werden. So hat ein Interessent herausgefunden, dass ich mal einen Film über Menschen in seinem Stadtteil gemacht habe. Daraufhin dachte er, ich wollte ihn treffen, um ihn zu filmen, und hat das Date abgesagt.

    Wenn man schon googelt, dann bitte nicht so dümmlich. Und vor allem ist es immer besser und fairer, sich die begehrten Infos von der Person selbst zu holen.
     
    • # 22
    • 19.03.2013
    • Gast
    Ist immer ne Frage, was man selbst draus macht... Warum stellst du Fragen hier im Forum anstatt selbst deine Kneipenkumpels bei einem Glas Bier zu fragen? Warum distanzierst du dich nicht selber aus dem Internet? Ich habe über 10 Jahre selbst beruflich mit dem Internet gearbeitet. Eines Tages hatte ich schlichtweg kein Bock mehr - eben aus oben genannten Gründen und noch viel mehr. Ich bin heute nur noch sehr selten im Internet unterwegs, manche Tage lasse ich den Pc aus, und Leute lerne ich immer noch draußen kennen. Es kann also jeder was dafür tun, dass es nicht überhand nimmt und wenn man kein Bock hat - sich einfach mal ausklinken
     
  8. Unter meinem Klarnamen findet man nichts von mir im Internet, als Schutz und dies mit voller Absicht. Ich bin auch nicht bei Facebook
    oder ähnliches.
    Mich nervt es, wenn ich ohne besonderen Grund und Wichtigkeit trotzdem SMS bekomme.
    Wobei ein "Ich liebe Dich" von der eigenen Partnerin, ich auch als SMS akzeptieren würde.

    Auf E-Mails antworte ich am liebsten sofort und auch in Singlebörsen.
    Jedoch muss ich ggf. 4-7 Tage auf Antwort warten und auch bei manchen Frauen in Singlebörsen.
    Grundsätzlich sehe ich großen Vorteile im Internet und auch ganz privat.
    Vieles ist dadurch anders geworden, als früher.
    Es gab schon immer Veränderungen, aber heute gehen sie schneller, als früher.
     
  9. Ich kenne dies auch, dass man nach 5 Stunden sich schon abdreht, wenn man währenddessen keine Antwort bekommen hat.

    Ich habe auch schon die eine oder andere Absage erhalten, weil ich mich nicht innerhalb von 3 Stunden gemeldet habe.
    Vielleicht liegt es auch bei manchen, das sie ihr iPhone immer, wie Gewehr am Fuß nicht sich herumschleppen. Man ist immer erreichbar und sendet immer gleich die neusten Neuigkeiten. Dass es noch Menschen gibt, die dies nicht praktizieren, kommt denjenigen nicht in den Kopf.
     
  10. Früher war die Zukunft auch nicht besser.
    Das Internet ist lediglich ein Medium, die Menschen dahinter bleiben immer noch dieselben, jedoch mit anderen Erwartungen.
    Ich persönlich habe in diesem Forum schon das Gefühl, "ehrliche" zu bekommen und tun "richtige" Freunde das immer?
     

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